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Authentischer sein und zu sich selbst stehen: Stärke die Bindung zu deinem wahren Ich

Zu sich selbst stehen und authentischer sein beschrieben durch einen Mann, der im Sonnenuntergang läuft

Zu sich selbst stehen und authentischer sein ist nicht immer einfach. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Die Welt ist sich ständig am Drehen, wir stehen andauernd vor neuen Herausforderungen und stetig erwarten uns Veränderungen im Leben.

Dabei kann es zur Folge haben, dass wir anfangen uns selber etwas vorzumachen. Wir verbergen unsere wahren Gefühle und sagen nicht, was wir wirklich denken. Wir lassen uns von den äußeren Umständen treiben und richten uns an den Erwartungen von anderen.

In diesem oftmals schleichenden Prozess können wir langsam die Bindung zu unserer eigenen Person verlieren. Das „wahre Ich“ kommt nicht mehr so recht zum Vorschein. Der Wunsch wächst wieder zu sich selbst zu stehen und authentischer zu sein. 

Deshalb möchten wir im folgenden deine Authentizität stärken und dich dazu ermutigen, dass du die Person sein darfst, die du in Wirklichkeit bist. Ohne Maske und ohne Versteckspielchen. 

Was bedeutet es zu sich selbst zu stehen und authentischer zu sein?

Eine Person bezeichnet man als authentisch, wenn sie besonders „echt“ wirkt. Dieser Mensch kann zu sich selbst stehen und ist mit seinen Stärken und Schwächen im Einklang. Er kann sich so wahrnehmen, wie er wirklich ist und akzeptiert sich in seinem Erscheinungsbild.

Menschen, die authentisch sind, vermitteln ein ehrliches, unverborgenes und ungekünsteltes Bild gegenüber ihrem Umfeld. Sie präsentieren sich so, wie sie sind – ohne sich aufzuspielen oder ihre Persönlichkeit verzerren zu müssen.

Letztlich ist Authentizität eine fortgeschrittene Form der eigenen Selbstreflexion, Selbstliebe und Selbstakzeptanz. Diese Menschen können zu sich stehen und befinden auf einem guten Weg sich selbst gefunden zu haben.

Höhepunkt des Glückes ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist.

Erasmus von Rotterdam (1466-1536), niederländischer Theologe Tweet

Authentischer sein und zu sich selbst stehen durch 8 Tipps

Nachfolgend möchten wir dir mit unseren acht Ratschlägen deine Authentizität stärken, sodass du eine stärkere Bindung zu dir selbst aufbauen kannst. Unsere Tipps sollen vor allem deine Selbstwahrnehmung fördern und deinen Mut stärken, sodass du dich weder vor dir, noch vor anderen verstellen musst und somit authentischer sein kannst. 

1. Finde heraus wer du wirklich bist

Wir starten direkt erstmal mit einem ordentlichen Brocken, der alles andere als einfach umzusetzen ist: Finde heraus wer du überhaupt bist.

Du willst authentischer sein und mehr zu dir selbst stehen? Dann muss man zuallererst wissen, wer man überhaupt wirklich ist bzw. sein möchte. Es kann wirklich schwierig sein sich solch eine globale und umfassende Frage der Selbstfindung beantworten zu können. 

Doch werde dir bewusst, wer du im Kern wirklich bist, was deine Werte sind und dich charakterlich ausmacht. Erst wenn man dies erkennt, ist es einem möglich zu sich selbst zu stehen.

Es ist nicht ganz einfach sofort eine Antwort parat zu haben. Aus diesem Grund beobachte dich gerne die folgenden Tage genauer, horche in dich rein und verschaffe dir ein Bild deiner charakterlichen Eigenschaften und Werte. Im Anschluss wird es dir leichter fallen die nachfolgenden Tipps für dich umzusetzen und authentischer zu sein.

Empfehlung von DailyMentor

Um dir deiner selbst bewusster zu werden, möchten wir dich auf unsere weiteren Beiträge hinweisen, die dich in diesem Selbstfindungsprozess unterstützen können.

Zu sich selbst finden: Die drei großen Schritte zur Selbstfindung

Definition der Persönlichkeitsentwicklung – Die 5 Sektoren, in denen du dich verbesserst

Methoden der Selbstreflexion – Einfache Übungen für deinen Alltag

Lebensziele finden: Mit diesen Methoden erkennst du sie!

2. Selbstbild und Fremdbild: Wie nimmst du dich wahr? Wie sehen dich andere?

Um den obigen Punkt weiter aufzugreifen, möchten wir noch über das eigene Selbst- und Fremdbild sprechen. 

Es ist wichtig, dass man den Unterschied für sich versteht. Denn die Person, die du selber in dir siehst, ist womöglich nicht diejenige, die du nach außen präsentierst. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung kann sich daher grundlegend voneinander differenzieren – sowohl positiv, als auch negativ.

Als kleines Beispiel: Du schätzt dich als eine emphatische Person ein, aber nach außen wird das womöglich von deinem Umfeld gar nicht so wahrgenommen. Genau andersrum denkst du selber von dir, dass du nicht zuverlässig seist. Doch auf die Nachfrage bei deinen Freunden sagen sie dir genau das Gegenteil, und dass auf dich immer Verlass ist.

Was stimmt nun und was nicht? Der Ursache dieser Dissonanz musst du selber auf den Grund gehen. Womöglich musst du auch dein Umfeld dafür einspannen und sie fragen, weshalb sie dich in deinem Fremdbild so bewerten.

Für die eigene Authentizität spielt vorrangig dein Fremdbild eine Rolle. Dieses Bild entscheidet, wie du von deinem Umfeld wahrgenommen wirst und dies bestimmt letztlich wie authentisch du wirkst.

Hingegen ist das Selbstbild besonders wichtig, wenn man mehr zu sich selbst stehen will, sodass eine gewisse Selbstreflexion der eigenen Person stattgefunden hat.

Es wird dir sehr helfen, wenn du dein Selbst- und Fremdbild verstehst. Am besten sollten diese Wahrnehmungen möglichst nah beieinander liegen, um so dein wahres Ich zu erkennen und zu leben.

3. Lege deine Maske ab

Auch hier wieder aufbauend auf den vorherigen Punkt möchten wir über die Maske sprechen, die wir uns manchmal in gewissen sozialen Kreisen aufsetzen.

Du kennst es mit Sicherheit auch: Bei der Arbeit, Schule oder Universität verhalten wir uns anders, als wenn wir alleine sind oder von unseren engsten Freunden umgeben sind. Wir verhalten uns „ordentlicher“, reservierter und geben weniger von uns preis. Das ist ganz normal.

authentischer sein und zu sich selbst stehen beschrieben durch ein Smiley-Balloon, den sich eine Frau vor das Gesicht hält.
Jeder von uns besitzt seine Masken hinter denen man sich versteckt.

Doch wer zu sich selbst stehen will, möchte sich mehr so zeigen wie er im Kern wirklich ist. Also wieso setzen wir uns diese Maske in bestimmten Situationen auf? Man kann gerne auch im beruflichen Umfeld oder vor fremden Personen authentischer sein und sich so zeigen wie man ist. 

Es ist die eigene bewusste Entscheidung, ob man sein wahres Ich präsentieren möchte und wir möchten dich dazu ermutigen dieses regelmäßiger in der Öffentlichkeit zu tun.

4. Höre mit dem Vergleichen auf

Der ständige Vergleich mit anderen hindert einen daran authentischer zu sein.

„Guck mal, der hat das. Die kann das besser. Der ist glücklich. Die verdient mehr als du.“ Und jetzt? Macht es diejenigen zu besseren Menschen? Man darf zu seinen Idolen, Mentoren und Vorbildern gerne hochschauen und sich von ihnen inspirieren lassen. Aber was bringt einem dieser negative Vergleich mit anderen, außer dass man sich schlechter fühlt und sich selber einem gewissen Druck aussetzt?

Du stehst in keiner Konkurrenz mit anderen. Weder andere sollten dir etwas unter die Nase reiben, noch du den anderen. Das Leben ist kein Wettkampf, bei dem es wichtig ist, „besser“ als sein Umfeld zu sein. 

Jeder hat in gewisser Weise eine „Imponier-Maske“ mit der man anderen zeigen möchte, wie toll man ist. Man verhält sich letztlich nur so für sein eigenes Selbstwertgefühl und bauscht das eigene Fremdbild künstlich auf. Doch sich selber aufzublasen und zu präsentieren steht im genauen Gegensatz zu authentisch sein.

Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.

Lucius Annaeus Seneca (Unbekannt - 65 n. Chr.), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Politiker Tweet

Zu sich selbst stehen macht man doch vorrangig für einen selbst – und nicht für andere. Du willst authentischer sein und eine bessere Bindung zur eigenen Person schaffen. Da hilft einem kein Vergleich, in dem es darum geht besser oder schlechter als andere zu sein.

Du bist du. Ich bin ich. Wir beide stehen in keinem Wettkampf und keiner muss sich dem jeweils anderen beweisen. Dein Fokus sollte an erster Stelle bei dir liegen und nicht von den Meinungsbildern anderer Menschen abhängig sein.

Beweise es dir selbst und nicht irgendwelchen anderen.

5. Verlasse deine Komfortzone

Manchmal hindern uns unsere eigenen Ängste daran, wir selbst zu sein. Anstatt, dass man zu sich selbst stehen kann und der derjenige ist, der man wirklich ist, verstecken wir uns in der eigenen Komfortzone.

Die Gründe dafür sind vielschichtig und daher nicht ganz einfach zu identifizieren. Vielleicht fehlt einem das nötige Selbstbewusstsein, ist ein wenig schüchtern, hat Angst einen Fehler zu machen oder sich vor anderen bloßzustellen. Diese Unsicherheiten können aus ganz unterschiedlicher Herkunft stammen.

Wer zu sich selbst stehen will, muss definitiv eine Menge Mut aufbringen und sich trauen genau diesen sicheren Bereich der persönlichen Komfortzone zu verlassen. Es hilft dir leider nicht viel, wenn du dich konstant zurückhältst und immer auf Nummer Sicher gehst. Sich immer zu verschonen und nicht so zu zeigen, wie man wirklich ist, bedeutet in einer gewissen Art sich zu vernachlässigen. 

Es hört sich hart an, aber wenn du dich in dieser Komfortzone die ganze Zeit aufhältst und auf Fehlervermeidung und Sicherheit pochst, hältst du dich wissentlich klein. Dein Charakter brennt auf Sparflamme.

Die Persönlichkeit möchte aus diesem Käfig ausbrechen. Doch sie kann nicht. So lässt es sich weder authentischer leben, noch kann man so besser zu sich selbst stehen.

Deshalb traue dich. Traue dich die Komfortzone zu verlassen und deine Persönlichkeit zu entfalten. Deine Authentizität wird dir dafür danken.

6. Schwimme gegen den Strom

Ähnlich wie zuvor geht es auch hier um einen gewissen Sicherheitsgedanken, den wir innehaben – und zwar die Sicherheit, sich mit dem Strom zu bewegen. Man folgt der breiten Masse in dieselbe Richtung Hamsterrad.

Oft ist es auch so, dass der eigene Weg und die eigene Meinung mit der Mehrheit übereinstimmen kann. Das ist nichts Verwerfliches. Doch sollte das mal nicht der Fall sein, solltest du dich nicht davor scheuen müssen auch mal gegen den Strom zu schwimmen.

Deine Werte, deine Meinung – und daher auch deine Entscheidung in welche Richtung du dich bewegen möchtest. Es ist alles andere als einfach, dass wenn man mal nicht der Norm entspricht, die kritischen Blicke der anderen zu ignorieren. Doch genau darum geht es doch hier in dem Artikel, oder? Authentischer sein und zu sich selbst stehen. Sein wahres Ich zeigen und dazustehen.

Deshalb sollte dein Bild von dir selbst über den Meinungen der anderen stehen. Bewege dich also auf den Wegen, die für dich richtig scheinen und lass dich nicht von anderen überzeugen, dass sie falsch seien. Sie stecken nicht in deiner Haut.

Es kommt darauf an, sich von anderen zu unterscheiden; ein Engel im Himmel fällt niemandem auf.

George Bernard Shaw (1856-1950), irischer Dramatiker, Politiker und Pazifist Tweet

Kennst du das nicht auch, wenn jemand anderes einem die Stirn bietet? Sich traut etwas anders zu machen, als was normal ist? Ich empfinde es als unheimlich authentisch und sympathisch. Die Person hat vielmehr Respekt verdient anders zu sein oder den Mund aufgemacht zu haben, als dass man sie dafür verurteilen sollte.

Es hat nichts Falsches Querdenker zu sein oder andere Werte zu vertreten als die breite Masse. Stehe zu dir selbst – auch wenn du mal eine andere Meinung, als die anderen hast.

7. Authentischer sein durch Selbstliebe und Selbstakzeptanz

Selbstliebe und Selbstakzeptanz sind ganz entscheidende Säulen der Authentizität. Wer sich selber liebt und akzeptiert, kann auch authentischer sein.

Wer sich selber nicht leiden kann, wird seine Persönlichkeit auch lieber vor anderen verstecken wollen. 

Das heißt nicht, dass du mit dir zu 100 Prozent im Reinen sein musst, dich vollständig liebst und akzeptierst. Es heißt vielmehr, dass du dich selber als den Menschen siehst, der du wirklich bist.

Du darfst trotzdem deine Nase zu lang finden und was an deinem Charakter aussetzen. Es geht darum, dass du dich so annimmst mit all deinen Stärken und Schwächen. Mit allen Ecken und Kanten – als das einzigartige Individuum.

Wer ist schon auf dieser Welt perfekt? Trotzdem darfst du Selbstliebe und Akzeptanz dir gegenüber verspüren. Man darf sich trotzdem selber mögen und sich nicht vor der Welt verstecken müssen.

8. Stehe für dich ein und übernehme die Verantwortung

Ohne damit zu egoistisch zu wirken: Manchmal muss man sich auch den Platz schaffen, um zu sich selbst zu stehen.

Wenn dir jemand auf den Schlips tritt, stell ihn zu Rede. Du fühlst dich ungerecht behandelt, sprich es an. Das ist dein gutes Recht. Man muss nicht immer klein begeben, sondern darf auch das einfordern, was einem zusteht.

Letztlich funktioniert so Authentizität: Für das einzustehen, was für einen wichtig und richtig ist.

Du darfst – nein, du SOLLST – deine Meinung äußern, deine eigenen Ziele verfolgen und Verantwortung für dein Leben übernehmen. Für alles Positive, aber auch Negative.

Denn so bejahend und motivierend der Artikel bis dahin auch ist, muss man auch in Negativphasen zu sich selbst stehen. Verantwortung und Authentizität umschließt das ganze Spektrum des Lebens und daher auch die Schattenseiten.

Trotzdem wird dich das nicht demoralisieren, sondern viel mehr ermutigen, dass du dich daran erinnern sollst, falls du mal in solch einen Moment gerätst. So ist das Leben und solche Situationen gehören dazu.

Unser Schlusswort: Authentischer sein und zu sich selbst stehen

Wir hoffen du konntest aus einigen unserer Tipps etwas Positives mitnehmen und kannst für die Zukunft die Bindung zu dir selbst stärken.

Es liegt in deiner Hand, inwiefern du dir dein wahres Ich eingestehst und es anderen gegenüber offenbarst. Es ist uns wichtig, dass du vor allem dir gegenüber ehrlich bist, dir deine wahren Gefühle zugestehst und dir erlaubst so zu sein, wie du letztlich bist. Zu sich selbst stehen ist wahrhaftig keine einfache Einsicht, doch nicht unmöglich. Sei wie du bist und sei authentisch.

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.

Henry Thoreau (1817-1862), amerikanischer Philosoph und Schriftsteller Tweet

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