Zu sich selbst finden: Die drei großen Schritte zur Selbstfindung

Zu sich selbst finden beschrieben durch eine einzelne Person am Meer

Wer bin ich? Was will ich? Was kann ich? Viele dieser Fragen können einem im Kopf herumschwirren, wenn man sich dem übergeordneten Thema des „zu sich selbst findens“ widmet.

Es ist ein verwirrendes Gefühl, wenn man noch nicht die Antworten auf solche Fragen hat. Man fühlt sich ein wenig unbeholfen und ziellos. Diese Zweifel können einen schwer belasten. Wie schön es doch nur wäre, wenn es eine „Pille der persönlichen Erleuchtung“ gebe, damit man zu sich selbst finden könnte.

Doch weißt du was? Dieses Gefühl der Ungewissheit kennt wohl jeder – und jeder ist bzw. war auf der Suche nach diesen Antworten.

Wohl kaum ein Mensch hat das Licht der Welt erblickt und hat bereits zu sich selbst gefunden. Erst mit dem bewussten (Konfrontations-)Prozess der Selbstfindung folgen solche Einsichten und man versteht was das Leben für einen bedeutet. Dieser Prozess ist ganz natürlich und benötigt seine Zeit. Damit bist du nicht alleine.

Wer zu sich selbst gefunden hat, hat es geschafft all diese Zweifel abzulegen und seine Antworten zu finden. Es ist wie ein Upgrade des eigenen Lebens, in dem man sich viel wohler und erfüllter fühlt. Man ist lebendiger und glücklicher und kann jeden einzelnen Moment so richtig auskosten. 

Zu sich selbst finden, ist ein Gefühl des Ankommens – als hätte man seinen Platz im Leben und seine Bestimmung gefunden. Man weiß nun wer man ist und welche Wege und Abenteuer man bestreiten möchten.

Lass uns gemeinsam den Prozess der Selbstfindung ein wenig mehr beleuchten. Wir möchten dir mit unserer großen Schritt-für-Schritt-Anleitung unter die Arme greifen, sodass du es schaffst genau diese und viele weitere Vorzüge genießen kannst.

Was benötigt es, um zu sich selbst zu finden und welche Schritte kann man einleiten? Es gibt Antworten und Möglichkeiten, sodass du dies für dich herausfinden kannst. Damit wollen wir uns nun genauer auseinandersetzen.

Wer einmal sich selbst gefunden hat, kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren.

Stefan Zweig (1881-1942), österreichischer Schriftsteller Tweet

Was bedeutet es zu sich selbst zu finden?

Zu sich selbst finden – ist das der besagte Sinn des Lebens, den jeder finden muss? Womöglich auch. Doch viel mehr ist es ein beachtlicher Schritt des eigenen persönlichen Wachstums, wenn man erkennt, wer man wirklich ist.

Wer zu sich selbst gefunden hat, kennt seine Werte, für die er einstehen will, wer er ist, was ihn erfüllt – im Allgemeinen also, was ihm im Leben wichtig ist und was er damit anstellen möchte.

Es ist die freie und vollkommene Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, die es ermöglicht das Leben in vollen Zügen auszukosten. Auch wenn es nach außen hin keinen großen Unterschied macht: Das Leben lässt sich viel mehr genießen, wenn man zu sich selbst gefunden hat, als wenn man noch auf der Suche ist.

Es kann in einem ganz neue Energien freisetzen, wenn man sich der Selbstfindung nähert. Wer es schafft, zu sich selbst zu finden, kann… 

  • lebendiger
  • glücklicher
  • aufgeschossener
  • aktiver
  • motivierter

…durch das Leben gehen. Als würden sich die Farben, Emotionen und allgemein deine Empfindungen verstärken. Du fühlst dich lebendiger.

Zu sich selbst finden beschrieben durch einen jungen, der sich freut und in den Sonnenuntergang schaut
Es ist ein gutes Lebengefühl, wenn man auf dem Selbstfindsweg immer weiter vorankommt.

Genauso sind es Fähigkeiten und Ansichten auf das Leben, die man erhält, wenn man zu sich selbst gefunden hat. Man fühlt sich in der eigenen Haut einfach wohler und dies hat positive Auswirkungen auf das tägliche Leben. Sich selbst finden heißt…

  • im Einklang mit seinem inneren und äußeren Erscheinungsbild zu sein
  • tiefe Bindungen und Beziehungen zu Menschen aufzubauen
  • innere Ruhe und Gelassenheit zu verspüren – auch in stressigen Situationen
  • Interesse und Mut für Neues zu entwickeln
  • Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten zu haben
  • seine Stärken und Schwächen zu akzeptieren
  • stolz auf seinen gemachten Lebensweg zu sein
  • motiviert auf seine Lebensziele und Visionen zu schauen

Im Selbstfindungsprozess findet man nicht nur sein “jetziges Ich”, sondern auch sein zukünftiges – es ist ein sehr progressiver Prozess. Derjenige, der sich gefunden hat, ermöglicht sich nämlich auch zu entscheiden, wer er sein will. Er findet seinen ganzen persönlichen Weg, den er im Leben bestreiten will.

Selbstfindung ist definitiv ein Status, der für uns Menschen erstrebenswert ist – denn es kommt mit vielen wünschenswerten Vorteilen. Jeder von uns möchte gerne über sein „Sein“ erfahren.

Zu sich selbst finden – die Anleitung

Bevor wir uns der Schritt-für-Schritt-Anleitung widmen, möchten wir noch ein paar wichtige Worte vorweg verlieren.

Zu sich selbst finden ist ein langwieriger Prozess, der nicht von heute auf morgen oder mit dem Lesen dieses Beitrags passiert. Es ist ein erster wichtiger Schritt, dass du die Erkenntnis erlangt hast, dich auf deinen ganz persönlichen Selbstfindungspfad begeben zu wollen. 

Viele Menschen finden nicht zu sich selbst, weil sie sich erst gar nicht suchen.

Willy Meurer (1934 - 2018), deutsch-kanadischer Aphoristiker und Publizist Tweet

Dieser Weg kann dir viel Mühe bereiten und erfordert stetiges proaktives Handeln deiner selbst. Für viele dieser Teilprozesse wirst du dich ganz bewusst mit deiner eigenen Person und Gedankenwelt auseinandersetzen – ein Schlüsselfaktor, um zu sich selbst zu finden. Doch auch in deinem Unterbewusstsein können dadurch viele Prozessketten angestoßen werden, die dir helfen werden. Denn nicht alles findet an der für uns greifbaren Oberfläche statt, trotzdem können wir diese beeinflussen.

Genau aus diesen Gründen haben wir unsere Anleitung in drei Kategorien eingeteilt. Die einzelnen Schritte beleuchten alle einen anderen Aspekt, doch folgen alle dem übergeordneten Ziel sich selbst zu finden:

Schritt 1: Der Status Quo - Reflexion deines jetzigen Ichs und wo du im Leben stehst

Schritt 2: Proaktive Handlungsmethoden für den Selbstfindungsprozess  

Schritt 3: Charakterliche Eigenschaften und Fähigkeiten für den langfristigen Erfolg des Selbstfindungsprozesses

Wir möchten keinen der Punkte vernachlässigen und dir das grundlegende Handwerkszeug der Selbstfindung mit an die Hand geben. Der Beitrag kann und wird für sich allein stehen.

Viele Methoden können und sollten jedoch noch weiter beleuchtet werden. Möchtest du in gewisse Thematiken tiefer eintauchen, haben wir für viele dieser Punkte weiterführende und umfangreiche Beiträge geschrieben.

Nun jedoch genug. Lass uns starten!

Zu sich selbst finden Schritt 1: Der Status Quo – Reflexion deines jetzigen Ichs und wo du im Leben stehst

Im ersten Schritt steht der aktuelle IST-Zustand im Vordergrund. Um zu sich selbst zu finden ist eine umfangreiche Selbstreflexion der Persönlichkeit notwendig – also zu ermitteln, wer du als Person bist. Was für ein Charakter bist du? Was ist dein Weltbild? Was sind deine Werte? Was sind deine Stärken und Schwächen?

Wir möchten diesen Fragen auf den Grund gehen, was dich als Person ausmacht. Folgende zwei Schritte können dich deiner Antwort näher bringen.

1. Selbstreflexion: Erkenne deine Werte und definiere dein Weltbild

Zuerst  – um auch die nächsten Schritte für dich einfacher zu gestalten – möchten wir uns der Methodiken der Selbstreflexion widmen. Es geht darum, sich wichtige Fragen zu beantworten, die einem mehr Aufschluss geben können. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Art und Weise die Welt zu sehen. Wir unterscheiden uns in unseren Eigenschaften, Fähigkeiten, Werten und was uns wichtig ist.

Dabei ist regelmäßige Selbstreflexion ein zentraler Schlüsselfaktor der Selbstfindung, der von dir beachtet werden muss. Selbstreflexion ein mentaler Prozess, der darauf abzielt seine eigenen Gedanken, Gefühle und Ideen mithilfe von Denken, Nachforschen und Argumentation zu erklären. 

Wie auch in vielen der nächsten Schritte ist es ganz bewusster (Konfrontations-)Prozesse mit deinen Empfindungen und der eigenen Person. Ein wichtiger Schritt, um sich selbst zu finden, ist genau dies zu erkennen. Was macht dich als Person aus und was unterscheidet dich von anderen?

Wir haben dir eine große Auswahl vieler wichtiger Fragen zusammengestellt. Doch womöglich findest du auch noch andere oder weiterführende Fragen, die du dir stellen kannst. Nutze es also auch als Gedankenanstoß und Inspiration, um weitere solcher Fragen zu finden.

Ganz wichtig ist es hierbei, dass du dir die Fragen ganz ehrlich beantwortest – so wie du wirklich bist oder die Welt siehst und nicht wie du es dir selber wünschst. Gerne kannst du es auch mit einer dir verbundenen Person machen – einer, der du vertraust. Auch sie kann dir diese Fragen beantworten oder einen positiven Input geben.

  • Was ist dir im Leben wirklich wichtig?
  • Was möchtest du in deinem Alltag vermeiden?
  • Welche sind die Werte, für die du einstehst und die dir wichtig sind?
  • Was für Stresssituationen begegnen dir im Leben?
  • Wann verspürst du Ungerechtigkeit?
  • Wie möchtest du dein Leben gestalten?
  • Was für Wünsche hast du?
  • Was bedeutet für dich Freiheit und wann verspürst du diese?
  • Welche Ängste und Unsicherheiten trägst du in dir?
  • Wie stellst du dir deine Zukunft vor?
  • Was für Beziehungen und Freundschaften möchtest du pflegen?
  • Auf was bist du in deinem Leben wirklich stolz oder dankbar?
  • In welchen Werten, Eigenschaften und Fähigkeiten unterscheidest du dich von anderen?
  • Worin bist du besser als andere? Worin wirst du ab und zu kritisiert?
  • Was erfüllt dich im Leben – freizeitlich, beruflich, familiär, freundschaftlich?

Deine Werte können aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen stammen. Zu allem was dich im Leben tangiert, kannst du eine persönliche Wert- und Weltvorstellung haben. 

Finde deine Werte und Prioritäten, wofür du als Mensch einstehen möchtest. Erkennst du dies für dich, machst du einen riesigen Schritt in die richtige Richtung, um dich selbst finden zu können.

Erst wer es schafft sich in gewissermaßen zu reflektieren, schafft es auch zu sich selbst zu finden. Dies bedeutet nicht, dass du von Selbstreflektiertheit erfüllt sein musst, jedoch zu diesen Bereichen deiner Persönlichkeit einen Zugang aufbaust. Es öffnet dir die Tür, dass du erkennst, wer du wirklich bist.

Empfehlung von DailyMentor

Selbstreflexion lässt sich auch noch durch weitere verschiedene Methoden ausüben. Falls du noch tiefer in dieses Thema einsteigen möchtest, möchten wir dich auf unseren Beitrag dazu verweisen. Selbstreflexion ist eine ganz zentrale und umfangreiche Fähigkeiten, die erlernt werden kann und im weiteren Selbstfindungsprozess regelmäßig ihre Überschneidungspunkte mit anderen Thematiken hat. Aus diesem Grund wollen wir ganz explizit auf die Methoden der Selbstreflexion verweisen.

2. Akzeptanz und Selbstliebe: Sei du selbst – mit all deinen Ecken und Kanten 

In diesem Punkt geht es nun darum dein Bild, welches du von dir erlangt hast, bewusst zu sehen und auch zu akzeptieren. Du siehst dich – und zwar als die wundervolle und besondere Person, die du bist. Es sind die Eigenschaften Selbstliebe und Akzeptanz, die hier ihren Anklang finden. 

Wenn du dir für den ersten Punkt der Selbstreflexion sorgfältig Zeit genommen hast, liegt mittlerweile eine Menge Arbeit hinter dir. Gewisse Sachen kanntest du bereits an dir – andere hingegen vielleicht noch nicht. Du hast deine Stärken, Fähigkeiten, Sichtweisen und positiven Eigenschaften erkannt, aber vermutlich auch gewisse Schwächen und „persönliche Baustellen“.

Doch dies ist kein Grund an dir zu zweifeln. Kein Mensch ist perfekt und jeder besitzt seine Ecken und Kanten. Erst das macht uns zu einzigartigen Individuen. Anstatt diese auf Biegen und Brechen ändern zu wollen, ist es eine ganz tolle und bewundernswerte Eigenschaft diese Dinge an sich anzuerkennen und zu akzeptieren.

Bedenke, dass wir stets unser größter Kritiker sind. Wir reden uns manchmal schlechter und machen uns kleiner als wir in Wirklichkeit sind. Die Eigenschaft (Selbst-)Akzeptanz ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Selbstliebe, sondern auch ein bedeutsamer Baustein für den Selbstfindungsprozess.

Selbstliebe und Akzeptanz öffnen dir eine Tür, dass du anerkennst, wer du wirklich bist – und dass du dich lieben darfst. Es ist ein beachtlicher Schritt in deiner persönlichen Entwicklung, dass du dich so wahrnimmst, wie du bist – und auch wertschätzt.

Sei du selbst. Akzeptiere und liebe dich, wer du bist und wie du bist. Du bist gut so – mit all deinen Stärken und Schwächen.

Empfehlung von DailyMentor

Auch zu diesem Punkt möchten wir dich auf unsere zwei Beiträge hinweisen. Wir haben einen Beitrag mit Übungen der Selbstliebe verfasst, sowie einen über das Thema Akzeptanz lernen. Vielleicht helfen dir unsere Artikel diese Fähigkeiten zu stärken.

Du bist dir nun ein Stückchen näher gekommen und hast hoffentlich erkannt, wer dein jetziges Ich ist und wo du im Leben aktuell stehst. Du hast dich im ersten Punkt reflektiert, erkannt, wer du bist, dein Wert- und Weltbild entwickelt. Im zweiten Punkt hast du genau diese Ergebnisse bewusst wahrgenommen und mit Hilfe von Selbstliebe und Akzeptanz angenommen und gestärkt.

Um nochmal wiederholend zu sagen, ist dies ein langer und müßiger Prozess, der dich Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre kosten wird. Doch so geht nicht nur dir. Erkenne und frage dich regelmäßig wer du wirklich bist mit genau diesen drei zentralen Fähigkeiten und Methoden: Selbstreflexion, Selbstakzeptanz und Selbstliebe.

Zu sich selbst finden Schritt 2: Proaktive Handlungsmethoden für den Selbstfindungsprozess

Im zweiten Schritt geht es nun darum, dass wir auf den erarbeiteten Ergebnissen aus Schritt 1 weiter aufbauen. Zu sich selbst finden ist ein progressiver Prozess. Das heißt, dass man nicht nur erkennt, wer man im Jetzt ist, sondern auch wer man in der Zukunft sein will.

Der, der erkennt, wer er ist, hat die Möglichkeit sich zu entscheiden, wer er sein will.

Ein schwieriger Satz, doch ein ganz entscheidender für die Selbstfindung. Es ist die halbe Miete, wenn man erkennt, wer man im jetzigen Zeitpunkt ist. Es heißt jedoch noch nicht, dass man zu sich selbst gefunden hat.

Aus diesem Grund beschäftigen wir uns jetzt nicht mehr mit der Reflexion deines jetzigen Ichs, sondern wollen nun den Blick nach vorne richten – in die Zukunft.

1. Schaue über den Tellerrand – Leben außerhalb der Komfortzone

Ein wichtiger Punkt, um sich selbst zu finden, ist das Ablegen von gewissen Prinzipien. Erfahrungen, Erlerntes, Regeln, Normen, aber auch die Erziehungen und der soziale Kontakt zu anderen haben uns gelehrt, was „gesellschaftlich richtig“ ist.

Wir sprechen nun nicht von Gesetzesbrüchen, Dingen, mit den du anderen Leuten schaden könntest o.Ä., aber trotzdem: Wie oft haben wir es gehört oder es zu uns selbst gesagt:

  • Das darf so nicht.
  • Das soll so nicht.
  • Das geht so nicht.

Aber wieso? Mit gemachten Erfahrungen im Leben bauen wir uns einen Rahmen von Restriktionen und (Verhaltens-)Regeln. Es sind die Ansichten, die uns sagen, wie wir Karriere machen, wie wir Freundschaften und Beziehungen pflegen, wie wir unsere Freizeit gestalten, wie und was wir lernen sollen, wie wir unser Geld ausgeben/investieren etc. Dieser Rahmen “bestimmt” wie wir unser Leben führen (sollen).

Einige dieser Prinzipien haben ihre Daseinsberechtigung, doch trotzdem sollten wir nicht alles für bare Münze nehmen. Nicht alles sollte sich in unserem Kopf so fest zementieren.

Um zu sich selbst zu finden, muss man auch seine Scheuklappen ablegen. Es gehört dazu nach links und rechts zu schauen und zu erkunden, was sich hinter „diesem Vorhang“ verbürgt. 

Es ist Zeit über den Tellerrand zu schauen und was das Leben so alles bieten kann. Viele Grenzen hat sich jeder von uns ganz unbewusst gesetzt und diese sollte man unter die Lupe nehmen.

Keiner zwingt dich nach einem bestimmten Muster zu leben. Wer weiß, ob dieser Rahmen, in dem du dich bewegst, ausreicht um sich selbst zu finden? Teste deine Grenzen und schaue, wo dein Potenzial liegt.

Erst wer den Mut hat Neues zu entdecken, kann auch mehr über sich selbst erfahren. Du bringst dich in neue, unbekannte Situationen. Du wirst dich lebendig fühlen und viele neue Dinge erfahren – und dabei lernst du auch viel über dich.

Und weißt du was? Fehler und Enttäuschungen werden dabei wahrscheinlich nicht ausbleiben. Doch anstatt, dass du dich von diesen ausbremsen lässt, kannst du es als Lektion sehen. Denn auch negative Erfahrungen bringen dich in deinem persönlichen Wachstum weiter.

Du bist es dir wert dich und neue Dinge zu erkunden! Ein wenig zögerlich kann man am Anfang sein, doch wenn du erstmal auf den Geschmack gekommen bist, kannst du merken wie wertvoll diese Erfahrungen für deine eigene Person sein können.

Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller Tweet

2. Erkenne deine Lebensziele und -aufgaben

Nicht nur unsere charakterlichen Eigenschaften und Fähigkeiten machen uns zu dem wer wir sind. Es sind auch unsere Taten, die uns bezeichnen können.

„Taten sprechen mehr als Worte.“ Ein Mensch definiert sich auch darüber, was er im Leben tut und welche Aufgaben und Ziele er dabei verfolgt.

Persönliche Lebensziele und -aufgaben können einen zu sich selbst finden lassen – oder den Selbstfindungsprozess unterstützen. Menschen wollen nicht nur „vor sich hinleben“. Sie wollen etwas bewegen – etwas mit ihrem Leben anstellen und am Ende etwas hinterlassen.

Den Charakter kann man auch aus den kleinsten Handlungen erkennen.

Lucius Annaeus Seneca ( -65. n Chr.), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Politiker Tweet

Lebensziele und -aufgaben sind übergeordnete Anforderungen, die man anstreben möchte. Sie können das Denken und Handeln beeinflussen. Sie beeinträchtigen grundlegend, wie wir unser alltägliches Leben definieren und strukturieren – manchmal auch ohne, dass es uns selber bewusst ist.

Jede deiner Handlungen verfolgt ein Ziel oder eine Aufgabe. Genauso wie deine kurzfristigen Ziele und Aufgaben dein temporäres Handeln beeinflussen – manchmal nur ein paar Sekunden, Minuten oder Stunden – können Lebensziele eine gewisse Grundrichtung für dein Leben ausgeben. Sie sind der Antrieb unseres Alltags.

Lebensziele können aus jeglichen Bereichen deines Lebens kommen. Dabei gibt es keine Einschränkungen. Aus folgenden Bereichen können sich Lebensziele ableiten:

  • Familie
  • Liebe
  • soziales Umfeld und Freundschaften
  • persönliche Weiterentwicklung, Fähigkeiten
  • Erfahrungen, Abenteuer und andere Erlebnisse
  • intellektuelle Weiterbildung
  • Spiritualität, Religion
  • Beruflich
  • Freizeit, Sport, Hobby
  • Finanzen, Besitz, materielle und immaterielle Wünsche

 Nicht aus jedem Lebensbereich musst du für dich Lebensziele und -aufgaben erarbeiten. Genauso wird manch ein Bereich wichtiger sein als andere. Doch es ist bedeutend seine persönlichen Lebensziele zu erforschen und zu erkennen. Zu sich selbst finden bedeutet nämlich auch zu erkennen, was man mit seinem Leben anstellen will.

Empfehlung von DailyMentor

Was genau Lebensziele sind, welche Auswirkungen sie haben und wie du sie finden kannst, haben wir in einem gesonderten Beitrag festgehalten. Ähnlich wie in diesem Beitrag wirst du viele praktische Methoden finden, wie du deine Lebensziele finden kannst.

3. Sich selbst finden durch Momente des Anhaltens und Alleinseins

Wer zu sich finden will, muss zwischendurch anhalten – sich selber stoppen. Viele haben einen stressigen Alltag. Viele von uns sind ständig beschäftigt und abgelenkt. Dem Geist schenken wir dabei viel zu selten seine Pausen.

Um den stressigen Gedanken zu entfliehen, reagieren manche Menschen mit vorschnellen Käufen, dem schnellen Griff zum Smartphone, erhöhtem Fernsehkonsum oder dem Drang nach Bestätigung von außenstehenden Personen. All das nur, um sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Diese Ablehnung vor der Beschäftigung mit sich selbst mündet aus der Angst, sich mit seinen (negativen) Gedanken auseinandersetzen zu müssen. So lenken Sie sich immer weiter ab.  

Das hört sich jetzt härter an, als es gemeint ist: Doch wer zu sich selbst finden will, muss sich selbst aushalten können – und das in kompletter Ruhe und ohne Ablenkungen. So, dass du nur dich selbst konfrontierst. Dich und deine Gedanken.

So erkennst du den Hauptzustand deiner Persönlichkeit, der hinter deinen Gedanken und Verhaltensweisen steckt und wirst so mit all deren Facetten vertraut.

Einige dieser Gedanken stammen aus dem Buch „Ein neues Ich“ von Dr. Joe Dispenza, welches genau diese Methode genauer beleuchtet und deinen Selbstfindungsprozess unterstützen kann. Dieses Buch können wir dir sehr empfehlen.

In der Ruhe finden wir uns selbst und alle unsere verborgenen Schätze.

Wolfgang Lörzer, deutscher Pädagoge und Autor Tweet

Bis ins 18./19. Jahrhundert wurde Alleinsein als Privileg anerkannt. Dieser Status wurde als Möglichkeit von spirituellen Erlebnissen und besonderen Erfahrungen gesehen. Heutzutage wird es schnell als etwas Negatives gesehen und einige versuchen es zu vermeiden. Doch dabei wurde es wissenschaftlich belegt, dass Alleinsein dem Menschen und Geist guttun kann.

Gehe auf Konfrontationskurs mit dir selbst. Lege das Smartphone und andere Ablenkungen zur Seite und versuche deine Geräuschkulisse auf das Minimum zu reduzieren. Setz dich hin und nimm dich selbst wahr.

  • Wie geht es dir wirklich?
  • Was spürst du in deinem Körper?
  • Wie fühlst du dich in dem Moment, wenn du nichts tust?

Versuche dich selber zu fühlen, bemerke deine Gedanken und spüre deinen Körper. Was sagen sie zu dir? Nehme deine Empfindungen und Gefühle bewusst wahr. Sie sind die Zeichen deiner Person, die nun an die Oberflächen gelangen. Flüchte nicht vor ihnen oder versuche sie wegzuschieben. Stattdessen nehme sie in ihrem Sein wahr und durchfühle deine Emotionen.

Zu sich selbst finden erklärt durch ein Feld bezeichnend für die innere Ruhe
Zu sich selbst finden kann man in Momenten der kompletten Ruhe und des Anhaltens.

Du wirst selber bemerken, wie du zwischenzeitlich mit den Gedanken von den obenstehenden Fragen abschweifst und über andere (alltägliche) Dinge nachdenkst. Das beschäftigt dich und lenkt dich von der Übung ab. Versuche diese aufgekommenen Gedanken zu unterbinden. 

Diese Übung kann einem schwerfallen – vor allem, wenn man sie die ersten Male macht. Doch lerne dich selbst kennen und bringe dich bewusst in eine Zeit des Alleinseins ohne Ablenkungen. Tauche ein in die Gedanken- und Gefühlswelten zu deiner eigenen Person. Gehe auf deine persönliche Erkundungstour und stärke so deinen Selbstfindungsprozess.

Zu sich selbst finden Schritt 3: Charakterliche Eigenschaften und Fähigkeiten für einen langfristigen Erfolg des Selbstfindungsprozesses  

Nach nun vielen praktischen Ratschlägen und Methoden, möchten wir noch auf charakterliche Eigenschaften und Fähigkeiten eingehen, die deinen Selbstfindungsprozess langfristigen unterstützen können.

Die richtige Herangehensweise, aufbauend auf (Selbst-)Vertrauen und der richtigen Einstellung, entscheidet wie sehr man sich dem Zugang zur eigenen Person gewährt. Es ist der Umgang mit einem selbst. Diesen wollen wir stärken.

1. Gib dir Zeit – Vertraue dem Prozess und sei geduldig

Zuerst wollen wir dich nochmal daran erinnern, dass zu sich selbst finden ein langer Prozess sein kann. Jeder muss seine Erfahrungen sammeln und aktiv auf die Suche seiner eigenen Person gehen. Vertraue diesem Prozess und gehe mit dir nicht allzu hart ins Gericht.

Sei geduldig mit dir, ganz nach dem Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“. Schenke dir und der Entwicklung das nötige Vertrauen und gehe mit einer gewissen Gelassenheit an die Sache. Sei nicht zu verbissen und genieße das Leben in vollen Zügen – jeden Tag.

2. Lass die Vergangenheit hinter dir

Alles, was du erlebt hast, hat dich zu dem gemacht, wer du heute bist – egal, ob es die negativen oder positiven Erfahrungen waren. Alles davon hat seinen Platz – und zwar in deiner Vergangenheit.

Jeder trägt Laster mit sich: schlechte Erfahrungen, Enttäuschungen, Beziehungen mit Menschen, die einen aufgehalten haben und vieles weiteres. Diese Erinnerungen können schnell in Selbstzweifel und -vorwürfen resultieren.

Du kannst nicht das nächste Kapitel deines Lebens beginnen, wenn du ständig den letzten Abschnitt wiederholst.

Michael McMillan, britischer Dramatiker und Künstler Tweet

Es ist ein großer mentaler Schritt seinen Umgang mit diesen Erfahrungen zu ändern. Anstatt dass man sich von diesen Teilabschnitten seiner Vergangenheit aufhalten lässt, lernt man sie zu akzeptieren. 

Sie sind ein Teil des Lebens – des vergangenen Lebens. Doch der Blick liegt nun in Richtung Zukunft. Lass dich nicht von deiner Vergangenheit aufhalten, wenn du auf der Suche nach dir selbst bist.

3. Stärke die Beziehung zu dir selbst

Stell dir vor, die Beziehung zu dir selbst wäre eine zwischen zwei Menschen: Wann habt ihr euch das letzte Mal umarmt? Euch gesagt was ihr euch bedeutet und ihr für einander empfindet? Euch umeinander gesorgt, gegenseitig überrascht oder euch was gegönnt?

Die Basis und eine wichtige Eigenschaft für eine gute Beziehung ist Achtsamkeit. In einer Beziehung hört man dem anderen Menschen zu, schaut sich an, spricht zu ihm und schätzt die gemeinsame Zeit. Genau die Wertschätzung, die du deinem Partner schenkst, solltest du auch dir schenken. Stärke die Beziehung zu deiner eigenen Person.

Gerade dann, wenn du zu dir selbst finden möchtest, schätze genau diese achtsamen Momente. Erkenne in deinem persönlichen Selbstfindungsprozess auch die kleinsten Erfolge und sei stolz auf dich. So etwas ist Balsam für die Seele, kann dich motivieren und zeigt dir wie weit du schon auf deinem Weg gekommen bist.

4. Steh für dich ein, beeindrucke dich selbst und übernimm die Verantwortung

Wer zu sich selbst finden will, will sich in seiner eigenen Haut wohlfühlen, will ein glücklicheres und erfüllteres Leben, will wissen, wer er selber ist. Dieser Fakt macht dir erkenntlich, für wen du diesen Prozess bestreitest: für dich und keinen anderen!

Übernehme die Verantwortung für dich selbst. Es klingt schon fast egoistisch, doch wenn du zu dir selbst finden möchtest, solltest du es keinem anderen recht machen müssen. Selbstfindung ist ein ganz individueller Prozess, für den jeder selbst einstehen muss.

Mach in dieser Entwicklung nicht das, was andere von dir erwarten, sondern gehe deinen Erwartungen nach. Verantwortung übernehmen bedeutet, dass du so denkst und handelst, wie du es für dich am besten hältst. 

Dabei sollte es keine Rolle spielen, was andere von dir denken. Versuche niemand anderes zu beeindrucken. Stattdessen beeindrucke dich selbst. Deinem Umfeld wird auch dies positiv auffallen.

Gut gemeinten Ratschlägen sollte definitiv Gehör geschenkt werden, doch du bist der Entscheidungsträger und dabei muss es dir gut gehen. Das bist du dir immer wert!

5. Positives Mindset

Gedanken können Berge versetzen. Die Einstellung und Sichtweise, wie wir gewisse Situationen betrachten, ist ausschlaggebend für deren Erfolg.

Wer denkt, dass er verliert, sollte sich auch nicht wundern, wenn er verloren hat. Es gibt unzählige Geschichten, die dir aufzeigen können, dass es die positive Einstellung ist, die darüber entscheidet, inwiefern wir unser Potenzial ausschöpfen können.

Ein positives Mindset bedeutet eine optimistische Grundhaltung zu haben, Herausforderungen mutig entgegenzutreten, nicht aufzugeben und immer einen Weg zum Ziel zu finden.

Vertraue deiner Person, deinen Fähigkeiten und Stärken. Vertraue all dem Positiven in deinem Leben. Wer will, der kann! Wir wissen, dass du es kannst und dein Ziel, zu dir selbst zu finden, erreichen wirst.

Auf der Suche nach mir selbst habe ich viele Wege beschritten. Auf der Suche nach mir selbst habe ich immer wieder Mosaiksteinchen entdeckt. Nun liegt ein Haufen Steinchen vor mir, von denen ich weiß, dass sie zu mir gehören. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: die Steinchen zu einem schönen Bild zusammenzusetzen.

Irina Rauthmann, deutsche Aphoristikerin und Lyrikerin Tweet

Akzeptieren lernen – die Fähigkeit, Dinge als “unperfekt” anzunehmen

Akzeptieren lernen beschrieben durch ein Bergpanorama

Akzeptieren lernen und Dinge hinnehmen – das fällt vielen von uns schwer. Jeder von uns kennt solche Situationen, die man unbedingt ändern will, aber es einfach nicht möglich ist. Es fällt uns schwer diese Umstände zu akzeptieren, welche sich unserer eigenen Kontrolle entziehen und nicht so recht unseren Erwartungen entsprechen wollen. 

Schnell ist man ganz verkrampft und festgefahren in einer Situation, die man so nicht hinnehmen möchte – und versucht womöglich sogar gegen diese vehement anzukämpfen. Leider steckt uns das Leben ab und zu in Situationen, in denen wir keinen Einfluss besitzen diese zu ändern. Akzeptieren lernen kann dir dafür Abhilfe schaffen, um diese Dinge so hinzunehmen, wie sie sind.

Akzeptanz zu lernen und in seinen Alltag zu integrieren, kann einige Bemühungen benötigen, doch der positive Effekt, der sich ergibt, kann ganz besonders sein. Entscheiden wir uns nämlich eine Situation hinzunehmen und als “unperfekt“ zu akzeptieren, schaffen wir Raum für die Dinge, die uns vorantreiben können und uns glücklich machen.

Lass uns nun schauen wie man es schafft mit Situationen besser umgehen zu können und Akzeptanz zu erlernen. 

Das einzige Problem des Menschen besteht darin, dass er die Vorstellung hat mit ihm sei etwas nicht in Ordnung, und dass das, was nicht in Ordnung zu sein scheint, repariert werden müsse.

Samarpan, Neo-Advaita-Meister Tweet

Akzeptieren lernen – wieso ist es wichtig?

Im Leben müssen wir uns immer wieder mal mit Situationen konfrontiert fühlen, die nicht unseren Vorstellungen entsprechen. Es ist eine unschöne Situation – negative Emotionen wie Frust, Enttäuschungen und Stress sind die typischen Reaktionen.

Doch man muss verstehen, dass es manche Situationen gibt, die sich nicht ändern lassen – so sehr wie wir es auch wollen. Gewisse Umstände können wir nicht aus eigener Kraft umbiegen, sondern müssen Akzeptieren lernen. Sich dies einzugestehen, fällt vielen uns schwer.

Solang du gegen eine Sache ankämpfst, die sich nicht ändern lässt, verschenkst du bedeutsame Energie und Zeit, die du an anderer Stelle besser einsetzen könntest. Je länger man versucht gegen eine Veränderung oder Situation anzukämpfen, desto mehr verstärkt und verlängert sich das seelische und körperliche Leiden. Wenn du Akzeptanz lernst, ersparst du dir viele negative Gefühle und wertvolle zeitliche und emotionale Ressourcen. 

Entscheidend, um Akzeptieren zu lernen, ist jedoch die richtige Einstellung zur Akzeptanz. Denn Akzeptieren bedeutet weder Ignorieren, noch eine Niederlage zu verbuchen – sondern einen friedfertigen Umgang mit einer Situation zu finden. Dazu nun jedoch mehr.

Akzeptanz bedeutet nicht gleich Niederlage

Eine Situation zu akzeptieren hat nichts mit einer Niederlage oder persönlichem Misserfolg zu tun. Genauso wenig heißt es, dass man etwas ignoriert und darüber hinwegschaut. 

Es ist genau das Gegenteil: Das Geschehene ist ein Teil deiner Erfahrungen, doch du hast verstanden welche Dinge in deiner Macht stehen und welche nicht. Du hast Frieden mit der Vergangenheit geschlossen und kannst dein Blick wieder nach vorne richten.

Wir können nämlich nur Dinge akzeptieren, die bereits geschehen sind. Verschieben wir den Fokus von der Vergangenheit auf die Zukunft, können wir uns wieder auf die Projekte, Ziele und Taten konzentrieren, die uns vorantreiben.

Akzeptieren lernen bedeutet seinen Fokus auf die wichtigen und richtigen Dinge zu verschieben und sich nicht an Situationen aufzuhalten und aufzureiben, die nicht änderbar sind.

Akzeptieren lernen erklärt durch einen Wasserlandschaft und einen Steg, der ins was ragt
Akzeptanz verschafft dir den Freiraum und Leichtigkeit für deinen Alltag.

7 Fakten, die du akzeptieren musst

Es gibt reichlich Dinge in unserem Alltag, die von uns täglich Akzeptanz erfordern. Alle dieser Dinge entziehen sich unserer Entscheidungsgewalt oder lassen sich nur schwer von uns beeinflussen. Lerne diese Dinge zu akzeptieren. Gewinnst du nämliche die Erkenntnis und Akzeptanz für diese Dinge, wirst du erkennen, dass gewisse Situationen leichter von dir zu hinzunehmen sind.

1. Die Vergangenheit kann man nicht ändern, aber die Zukunft

Wie wir schon erkannt haben, können wir das Geschehene nicht rückgängig machen. Viele tragen Belastungen aus der Vergangenheit mit sich herum. Es ist zwar richtig diese Erinnerungen zu behalten, doch anstatt an ihnen festzuhalten, sollte der Blick nach gewisser Zeit wieder nach vorne gerichtet werden.

2. Nicht alles steht in eigener Macht

Akzeptieren wir, dass sich gewisse Dinge unserer Kontrolle entziehen, können wir auch friedvoller die Situation für uns hinnehmen. Außenstehende Faktoren können das Leben beeinflussen. Auch wenn wir es uns gerne wünschen würden, dass wir über alles die Kontrolle hätten, so kann die Erkenntnis auch befreiend wirken, dass wir nicht über alles die 100 prozentige Kontrolle haben können.

3. Nichts ist perfekt

Eine Hürde beim Akzeptieren lernen ist der Hang des “Perfekt sein Wollens“. Wenn man nur die Dinge in seinem Leben annehmen würde, die voll und ganz den eigenen Erwartungen entsprechen würden, so würden wir nur selten dazu kommen etwas zu akzeptieren.

Perfektionismus kann der Akzeptanz stark im Weg stehen. Legen wir diesen Perfektionismus jedoch ab und erkennen, dass nichts perfekt sein muss, können wir einfacher und beruhigter durch das Leben gehen.

4. Alles birgt ein Risiko

Jede Entscheidung, die man trifft, geht mit einem gewissen Risiko einher. Zwar können wir mit einer guten Entscheidungsfindung Risiken reduzieren, doch gewisse Gefahren können weiterhin bestehen. Man kann gewissen schlimmen Dingen entgegensteuern, doch nicht alles lässt sich verhindern. Wir müssen akzeptieren lernen, dass Unsicherheiten und Risiken Bestandteil des alltäglichen Lebens sind.  

5. Alles Lebendige stirbt

Nichts, was einem widerfährt, hält für ewig und ist vergänglich. Alles, was kommt, muss auch wieder gehen und schafft dabei Raum für Neues. Mit der Zeit vergehen die schönen Dinge im Leben, aber auch die schlechten. Diese Einsicht kann entscheidenden sein, dass du Akzeptanz besser nachvollziehen kannst. Deine Umstände werden sich ändern – gewisse auch ganz von alleine. Du musst nicht gegen alles ankämpfen, was dir widerspricht. 

6. Das Leben ist, wie es ist

Leider folgt das Leben nicht gewissen Spielregeln. Das Leben ist nicht immer gerecht und verläuft auch nicht immer nach den eigenen Vorstellungen. Vielen Menschen fällt Akzeptanz schwer, wenn ihnen Ungerechtigkeit widerfährt und das Leben nicht den eigenen Erwartungen gerecht wird.

Das Leben ist womöglich nicht immer fair. Trotzdem muss es jeder von uns schaffen gewisse Situationen in seinem Leben hinzunehmen und diese nicht zu sehr an sich heranzulassen. Diese Einsicht kann ein schwieriger Prozess sein, doch verschafft dir langfristig die Möglichkeit sich den wichtigen Dingen im Leben zu widmen, die man ändern kann.

7. Menschen sind unterschiedlich

Jeder Mensch hat einen freien Willen und eine eigene Sicht das Leben zu sehen – und das ist letztlich auch gut so. Menschen haben unterschiedliche Prinzipien, Wertvorstellungen, Glaubenssätze, Ziele, Gefühle und vieles mehr.

Viele Menschen werden sich von dir stark unterscheiden – auch in Bereichen, die du für wichtig empfindest. Doch das ist letztlich, was das “Mensch sein“ ausmacht und jeden von uns zu einem besonderen Individuum macht.

Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht.

Konrad Adenauer (1876-1967), erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Tweet

6 Tipps für mehr Akzeptanz

Hast du die obenstehenden Punkte gelesen, so könnte man nun ziemlich deprimiert und niedergeschlagen wirken. Doch so sollte es nicht bleiben. Denn es gibt auch sehr hilfreiche Tipps für den Umgang solcher Situationen. Denn die Eigenschaft Akzeptanz ist nicht starr, sondern kann durchaus erlernt und trainiert werden. Wir haben dir daher fünf hilfreiche Methoden zusammengestellt.

Empfehlung von DailyMentor

Im folgenden Abschnitt werden Methoden vorgestellt, die eine große Überschneidung zu den Bereichen Selbstliebe und Selbstreflexion besitzen. Wir möchten dir unsere Beitrag dahingehend ans Herz legen, falls du die Methoden weiterhin vertiefen möchtest.

1. Hinterfrage dein Verhalten

Verspürst du, dass deine Erwartungen nicht erfüllt worden sind und du enttäuscht bist, dann ist es wichtig, dass du dein Verhalten hinterfragst. Kämpfst du womöglich gerade gegen eine Situation an, die unverhältnismäßig viel “Arbeit“ von dir abverlangt bzw. nicht veränderbar ist?

Gerätst du in diese unschönen Situationen, beantworte dir offen und ehrlich die Frage, ob du wirklich die Umstände ändern kannst. Schaffst du es bzw. lohnen sich all deine Anstrengungen, die Situation zu verändern? Denn nicht immer wird das der Fall sein.  

Werde dir über deine verfügbaren mentalen und zeitlichen Ressourcen bewusst und ob es all die Anstrengungen wirklich wert sind. Womöglich ist es Akzeptanz, die dir genau in solchen Situation helfen kann, um mit deinen eigenen Ressourcen gut “zu wirtschaften“ – denn irgendwann ist auch damit dein “menschliches Limit“ erreicht.

2. Schließe Frieden mit der Vergangenheit 

Was Geschehen ist, ist geschehen. Verschwende nicht deine geistigen und emotionalen Kapazitäten für dein vergangenes Verhalten und bedauere nicht getroffene Entscheidungen.

Unsere Vergangenheit ist ein Teil der Person, die wir heutzutage sind. Doch du lebst im Hier und Jetzt – in der Gegenwart – mit dem Blick in die Zukunft. Versuche nicht zu krampfhaft an deiner Vergangenheit festzuhalten, sondern befasse dich mit den Dingen in deinem Leben, die du weiter vorantreiben kannst. 

Akzeptiere deine Vergangenheit und nutze deine gemachten Erfahrungen – sowohl positive, als auch negative – für dein künftiges Leben.

3. Sei dankbar für die schönen Dinge im Leben

Je bewusster du dir wirst über all das Gute, was du im Leben hast und dir widerfährt, desto einfacher wird es für dich auch mal Schlechtes zu akzeptieren. Denn es sind doch oft die schönen Momente im Leben, die die negativen überstrahlen.

Jeder von uns muss in seinem Leben durch gewisse Talfahrten gehen, doch trotzdem passiert jedem auch viele Gutes. Steigere vor allem in solchen Zeiten dein Bewusstsein für die ganzen schönen Momente und Dinge, die du in deinem Alltag hast.

Akzeptieren lernen durch einen Wanderer, der in der Ferne blickt
Fällt es dir schwer gewisse Dinge zu akzeptieren, denk auch an die guten Dinge, die dir widerfahren.

Eine tägliche Art der Affirmation kann dir dabei helfen dieses Bewusstsein zu steigern. Hilfreich ist es bspw. dafür ein Tagebuch zu schreiben. Um dich an die guten Dinge und Erfolge in deinem Leben zu erinnern, haben wir einen Beitrag über die positiven Effekte eines Erfolgsjournals geschrieben. Vielleicht findest du hierbei Inspiration für dich.  

4. Kein Mensch ist fehlerfrei

Fehler gehören zum Leben genauso dazu wie Erfolge. Es ist jedoch die Einstellung, die entscheidend ist, wie wir mit den Fehlern umgehen. Ein wichtiger Schritt für sein persönliches Wachstum ist die Akzeptanz und der Umgang mit den eigenen Fehlern. Kein Mensch, der sich weiterentwickelt, wird jemals durch das Leben gehen, ohne Fehler zu machen. 

Akzeptieren wir das, was wir falsch gemacht haben, können wir uns wieder auf wichtigere Dinge im Leben fokussieren und es in der Zukunft richtig machen. 

Verweigern wir nämlich unsere Fehler zu akzeptieren, dann weigern wir uns auch oft diese Dinge überhaupt zu benennen und anzuschauen. Trau dich und sprich die Dinge klar aus. Indem du deine Fehler benennst und konfrontierst, holst du sie aus der Verdrängung und lernst so diese zu akzeptieren und abzuhacken.

5. Emotionen zulassen und verstehen 

Verspürst du Zorn, Enttäuschung oder Wut, solltest du genauer hinschauen. Häufig kann sich hinter diesen Emotionen nämlich eine Thematik verstecken, in der man bestimmte Dinge akzeptieren lernen muss.

Deine (negativen) Emotionen sind oftmals dein unbewusster Wegweiser, inwiefern du gerade Akzeptanz für die Situation verspüren kannst. Es ist vollkommen in Ordnung und normal, dass du solche Emotionen empfindest. Doch es ist erneut der richtige Umgang deiner Emotionen, der dafür ausschlaggebend ist, inwiefern du es schaffen kannst die Dinge zu akzeptieren wie sie schließlich sind. Selbstreflexion kann dir weiterhelfen, dass du dein persönliches Ventil findest, um mit deinen Emotionen besser umgehen zu können. Unseren Beitrag dazu können wir dir sehr ans Herz legen. 

6. Die Sichtweise ändern und Distanz zur Situation schaffen

Beim Akzeptieren lernen hilft es einem manchmal die Sichtweise und den Standpunkt zu wechseln. Jede Person hadert mit unterschiedlichen Dingen. Genauso hat jeder aber auch ganz persönliche Stärken und Bereiche, in denen er womöglich besser klarkommt als andere – auch wie man Dinge akzeptieren kann. 

Manchmal – so kommt es einem vor – versteifen wir uns so sehr in unseren Ansichten und verharren in diesem Zustand, dass uns Akzeptanz nur sehr schwerfällt. Wir erkennen ausschließlich das Problem und kaum noch eine Lösung –  an Akzeptanz ist diesen Momenten nicht zu denken. Unser Problem scheint riesengroß und unlösbar. 

Ein Perspektivenwechsel kann dafür sehr hilfreich sein. Gewinne ein wenig Distanz zu deiner Situation und versuche erneut – und ganz unvoreingenommen – zu betrachten. Schaut man sich das Problem aus der “Ferne“ an, kann man Dinge womöglich ganz anders und neu erkennen.

Wenn du das nächste Mal das Problem, etwas nicht akzeptieren zu können, konfrontierst, schaue dich in deinem sozialen Umfeld um: Schaffen es Bekannte oder Familienmitglieder besser, eine ähnliche Situation zu akzeptieren? Solche Erkenntnisse und Erfahrungen können dir für deine Situation verhelfen, um Akzeptanz zu erlernen.

Unser Schlusswort 

Akzeptieren lernen ist ein Prozess. Es kann dir dafür viel an eigener Überzeugungskraft, eine starke Persönlichkeit und inneren Ruhe kosten. Verstehe, dass Akzeptanz nicht das gleiche wie Ignoranz oder Misserfolg bedeutet. Akzeptieren bedeutet letztlich nicht über Dinge hinwegzuschauen, sondern sie bewusst zuzulassen – und sie in ihrem “Sein“ zuzulassen.

Lernst du gewisse Dinge zu akzeptieren, wie sie eben sind, schaffst du es Situationen und Umstände in deinem Leben zuzulassen, anstatt gegen sie zu arbeiten. Erkennst du dies, wirst du deinen Fokus und deine Energie für wichtigere Dinge im Leben aufbringen können – und letztlich auch glücklicher und gelassener durchs Leben gehen können.

Wir hoffen, du konntest aus unserem Beitrag gewisse Dinge für dich und deinen Alltag mitnehmen. Lass es uns bitte gerne in den Kommentaren wissen, was du für Erfahrungen mit Akzeptieren lernen und dem ganzen Prozess gemacht hast. Welcher Tipp spricht dir am meisten zu? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen.

Warum ist Lesen wichtig? 15 Gründe, warum Lesen essenziell für dein persönliches Wachstum ist

Warum ist Lesen wichtig beschrieben durch einen Schreibtisch

Lesen ist eine der ersten Fähigkeiten, die wir in der Schule lernen. Doch warum ist Lesen wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung? Was genau sollte man denn für sein persönliches Wachstum lesen? Verschwende ich meine Zeit mit Sachbüchern und Online-Magazinen? Das sind Fragen, die in diesem Artikel beantwortet werden. 

Wir schauen uns genau an, warum das Lesen von Büchern oder Ratgebern immens wichtig für dein Leben sein kann. Lesen hat einen signifikanten Einfluss auf deine Gesundheit und deinen Geist und kann dich bei deinem persönlichen Wachstum nachhaltig unterstützen.

Was soll ich lesen? Belletristik vs. Ratgeber

Blogs und Online-Magazine wie DailyMentor gehören zu der Kategorie der Ratgeber. Diese gab es aber auch schon lange vor dem Internet in Buchform. So ist der Klassiker “Wie man Freunde gewinnt” von Dale Carnegie aus dem Jahre 1937 eines der erfolgreichsten Bücher aller Zeiten. Es wurden seitdem mehr als 30 Millionen Kopien dieses Bestsellers verkauft und selbst heute noch werden neue Auflagen und Versionen gedruckt.

Doch Ratgeber sind nicht die einzige Art, wie man sich mit Hilfe von Büchern und Texten weiterentwickeln kann. Auch die Belletristik, also die Unterhaltungsliteratur, bietet viele Möglichkeiten für einen Lerneffekt. Anstatt die Lebensratschläge nach und nach durchzukauen, erzählen Romane und Ähnliches Geschichten, aus denen man seine eigenen Schlüsse ziehen kann. Das Lernen aus Unterhaltungsliteratur passiert mehr auf der Basis von “Don’t tell, but show”. Das bedeutet, dass sich der Protagonist den Problemen stellen muss. Seine Lösungsfindung und seine Gedanken werden präsentiert und wir können uns unsere eigene Meinung über die Situation bilden.

Doch welche der beiden Formen ist besser als die andere?

Ratgeber und Romane haben beide einen Platz in der Persönlichkeitsentwicklung. Romane können den Leser fesseln und es ist für viele Menschen einfacher eine Geschichte zu lesen als einen Ratgeber. Einige Romane sind nicht dafür ausgelegt, dir bei dem persönlichen Wachstum zu helfen, sondern sind in erster Linie eine Form der Unterhaltung. Die “Learnings” sind oft in der Handlung versteckt und man muss genau überlegen, was der Autor einem mit der vorgelegten Geschichte erklären möchte.

Bei Ratgeberbüchern und Online-Magazinen wird das Wissen strukturiert und informativ dargelegt. Es wird sofort klar, was man als Leser aus dem vorgelegten Text lernen kann. Anhand der eigenen Probleme und dem Titel des Artikels oder Buches kann man schon vorher einordnen, ob der Text das Richtige für die eigene Situation ist. Leider ist diese Form von Literatur oft trockener als die Belletristik. So können lange Sachtexte mitunter für den Leser langweilig und nicht fesselnd sein. Fakt ist aber, dass du spezifische Fragen zu deiner persönlichen Entwicklung oft nur in Sachform fundiert lernen kannst. Beispielsweise ist hier der gesamte Text genau darauf ausgelegt, deine Fragen und Probleme zu klären. Es ist offensichtlicher eine Art der Arbeit und weniger eine Art der Unterhaltung.

Es gibt generell keine Richtlinie, welche Buchform die bessere für das persönliche Lernen ist, da die Vorlieben von Person zu Person unterschiedlich ist. Da du jetzt gerade einen Online-Artikel liest, können wir davon ausgehen, dass du Sachbüchern gegenüber nicht abgeneigt bist. Dennoch solltest du auch Romanen eine Chance geben, dich bei deiner Persönlichkeitsentwicklung zu inspirieren.

Warum ist Lesen wichtig beschrieben durch eine Frau, die ein Buch hält
Lesen ist eine gute Möglichkeit abzuschalten und sich Zeit für sich Selbst zu nehmen.

15 Gründe warum Lesen wichtig ist für das persönliche Wachstum und deine Gesundheit

Die folgenden Gründe sollen dir einen Ansporn geben dich weiter mit Hilfe von literarischen Texten und Online-Magazinen zu bilden. Sie sind in keiner spezifischen Reihenfolge und manche dieser Gründe sind wichtiger für dich als andere, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sie sind einige der Gründe, warum wir von DailyMentor damit angefangen haben, Wissen und Inspiration im Internet zu vermitteln.

1. Lesen reduziert Stress

Eine Studie hat den Effekt von Lesen auf Stress untersucht. Sie fanden heraus, dass dreißigminütiges Lesen am Tag den Blutdruck, die Herzfrequenz und das Gefühl von psychologischem Stress signifikant senkt. Dieser Effekt wird sonst beispielsweise mit Yoga erzielt.

2. Lesen hilft dir beim Einschlafen

Regelmäßiges Lesen vor dem Schlafengehen soll dir beim Einschlafen helfen. Achte aber dabei darauf, nicht auf Monitoren oder Mobiltelefonen zu lesen, da das ausgestrahlte Licht kontraproduktiv wirken kann, indem es die Melatoninausschüttung reduziert. Melatonin ist ein Schlafhormon, das ausgeschüttet wird, sobald Lichtfaktoren gedämmt werden. 

3. Lesen erhöht deine Empathiefähigkeiten

Vor allem beim Lesen von Belletristik erhöht man seine Fähigkeit Empathie zu zeigen. Wir erforschen die Gefühle der Protagonisten und verwenden das für den eigenen Alltag. Diese Entwicklung deiner sozialen Fähigkeiten schlägt aber erst ein, wenn du regelmäßig liest und es zu deiner Gewohnheit machst.

Empfehlung von DailyMentor

Du suchst nach Buchtipps? Schaue dir unsere Empfehlung an.

Bücher über Selbstliebe

Bücher über Erfolg

Bücher Selbstbewusstsein

4. Lesen erweitert deinen Wortschatz

Das regelmäßige Lesen von Büchern und Texten vor allem in jungen Jahren erhöht signifikant deinen Wortschatz. Ein erhöhter Wortschatz hilft dir vor allem bei der Ausbildung und im Beruf.

5. Lesen hilft bei der Alzheimerprävention

Gedächtnisspiele und regelmäßiges Lesen helfen bei der Prävention von Alzheimer. So sollen wöchentliche Übungen die Chance auf diese degenerative Krankheit um das Zweifache senken.

6. Menschen, die lesen, leben länger

In einer Langzeitstudie wurden 3635 Menschen und ihr Leseverhalten untersucht. Man fand heraus, dass Menschen, die wenigstens dreieinhalb Stunden in der Woche lesen eine 23 prozentige Wahrscheinlichkeit haben länger zu leben.

7. Lesen hilft beim Lösen von Depressionen

Menschen mit Depressionen fühlen sich oft isoliert und von anderen Menschen entfremdet. Das Gefühl kann mit dem Lesen von Büchern bekämpft werden. Außerdem gibt es viele Selbsthilfebücher, die dir Strategien beibringen können, die Symptome zu behandeln.

Nichts verscheuchte böse Träume schneller als das Rascheln von bedrucktem Papier.

8. Menschen, die viel lesen, können sich besser ausdrücken

Lesen hilft dir deine Gedanken besser zu sortieren. Die sortierten Gedanken und dein erweiterter Wortschatz ermöglichen es dir dich besser auszudrücken. Es erhöht deine kommunikativen Fähigkeiten, da du deine Emotionen besser einordnen kannst. 

9. Lesen erhöht deine Gedächtnisleistung

Wer viel liest, muss sich viele Details und Nuancen über die Charaktere in der Geschichte merken. Das schult dein Erinnerungsvermögen und hilft dir, weniger im Alltag zu vergessen.

Dieser Effekt ist bei Büchern mehr ausgeprägt als beim Schauen von Filmen oder Serien, da Lesen eine aktivere Form der Informationsaufnahme ist.

10. Lesen erhöht dein Allgemeinwissen

Ein weiterer Grund, warum Lesen so wichtig ist, ist der Aufbau von Wissen. In Sachbüchern aber auch Romanen sind viele Informationen enthalten. Selbst wenn man sich nicht darauf fokussiert, alle Daten und Informationen zu behalten, erfährst du doch unterbewusst mehr von der Welt.

11. Lesen gibt dir Einblicke auf Problemlösungen

Die Charaktere in Romanen müssen oft einen Konflikt oder ein Problem lösen. Während du ein Buch liest, machst du dir oft bewusst und unbewusst Gedanken, wie du diese Probleme selbst angehen würdest. Dir wird letztendlich eine Lösung präsentiert, die du einordnen kannst. Die Protagonisten in diesen Geschichten machen oft Fehler, aus denen du dann selbst lernst.

12. Lesen erhöht deine Vorstellungskraft und macht dich kreativer

Jedes Mal, wenn wir ein neues Buch aufschlagen, können wir in eine neue Welt eintauchen. Wir lernen neue Menschen und Orte kennen und unsere Fähigkeit uns Dinge vorzustellen wird erhöht. Das erhöht letztendlich unsere Kreativität.

13. Lesen erhöht deine Schreibfähigkeiten

Wir haben bereits besprochen, dass Lesen deinen Wortschatz und deine Ausdrucksweise verbessert. Dies erhöht nicht nur deine verbale, sondern auch deine schriftliche Ausdrucksfähigkeit. Du bist die Informationsübermittlung über Texte gewohnt und findest eher den besten Weg deine Gedanken schriftlich auszudrücken.

14. Lesen verbessert dein Selbstbewusstsein

Dieser Punkt ist mehr eine Entwicklung durch die vorher erklärten Gründe. Eine erhöhte Empathiefähigkeit, mehr Allgemeinwissen und bessere kommunikative Fähigkeiten können dich langfristig selbstbewusster machen.

15. Lesen verbessert dein Leben

Auch dieser letzte Punkt ist mehr eine Akkumulation aller vorherigen Gründe. Lesen hat signifikante Auswirkungen auf deinen Geist sowie deine Gesundheit. Ein stimulierter Geist und eine gute Gesundheit machen dich glücklicher und bereichert dein Leben nachhaltig.

 

Wie du siehst, kann Lesen ein signifikanter Antrieb für dein Leben sein. Es ist letztendlich wichtig, dass du versuchst, dir regelmäßiges Lesen zur Gewohnheit zu machen. Fange klein an, indem du dir 15 Minuten am Tag für ein gutes Buch oder einem Online-Artikel Zeit nimmst. Hast du ein Lieblingsbuch? Welchen Ratgeber kannst du empfehlen? Gibt es noch andere Online-Magazine außer DailyMentor, die du empfehlen kannst? Über deine Meinung in den Kommentaren würden wir uns freuen.

Wie bekämpfst du die Angst Fehler zu machen? 11 Tipps gegen Versagensangst

Angst Fehler zu Machen beschrieben mit einer Frau unter einer weißen Decke

Die Angst Fehler zu machen kann dich dein gesamtes Leben behindern. Du hast dich nicht getraut dich für einen neuen Job zu bewerben, deinen Schwarm anzusprechen oder ein neues Hobby auszuprobieren? Das alles rührt von dem gleichen Problem: die Angst zu versagen.

Diese sogenannte Versagensangst kann sich in jeden Teil deines Lebens einschleichen. Von großen Projekten bei der Arbeit, bis hin zu einfachen Gesprächen in deinem sozialen Umfeld. Menschen, die zu viel Angst haben zu scheitern, sind oft passiver oder schüchterner und machen es sich schwerer, ihre Wünsche und Ziele zu erreichen.

In diesem Artikel gehen wir genau darauf ein, warum wir Menschen so eine große Angst haben, Fehler zu machen. Woher rührt diese Angst zu versagen und wie können wir sie letztendlich überwinden?

Warum haben Menschen Angst Fehler zu machen?

Die generelle Versagensangst ist bei fast allen Menschen gegenwärtig. Niemand macht gerne Fehler oder will sich Fehler eingestehen. Man hat Angst seine eigenen Erwartungen zu enttäuschen.  Aus diesem Grund neigen viele zu übermäßigem Perfektionismus. Man versucht alles perfekt hinzukriegen, damit man nicht negativ auffällt.

In extremen Fällen entwickelt sich eine übersteigerte Angst vor Fehlern, eine sogenannte Atychiphobie. Sobald man diesen Punkt erreicht hat, quält einen nicht nur die Angst vor großem Versagen, sondern jegliche Alltagssituation können einen dann unter Druck setzen. Die Menschen, die unter dieser Phobie leiden, proben und üben jeden Teil ihres Lebens exzessiv. Sei es einfache Gespräche, ein Telefonanruf oder ihr eigenes Lachen vor dem Spiegel. Die Ursache für diese Störung ist meist ein fehlendes Selbstbewusstsein und die Angst davor, von anderen ausgelacht oder missbilligt zu werden.

Egal in welchem Maße diese Angst auftritt, sie kann ein Leben maßgeblich beeinflussen. Man hemmt seine eigene Entwicklung, indem man sich Sachen nicht zutraut oder gar nicht erst versucht und pflegt die sozialen Beziehungen nicht, die man gerne hätte.

Grundlegend stammt diese Angst Fehler zu machen aus einem falschen Verständnis heraus, was Fehler überhaupt sind. Es gibt zwei grundlegende Irrglauben über das Versagen:

Irrglaube Nummer 1: Wir können Lernen, ohne Fehler zu machen.

Viele Menschen geben sich nicht die Chance eine neue Fähigkeit zu lernen. Sie haben Angst davor nicht gut darin zu sein, obwohl sie es vorher noch nie probiert haben. Aber Lernen ist ein kontinuierlicher Prozess, der davon abhängt, dass man Fehler macht.

Je mehr Fehler man macht, desto schneller lernt man. Es haben beispielsweise Studien gezeigt, dass das Gehirn von Klavierspielern einen Fehler (z.B. eine falsch gespielte Note) Millisekunden früher registriert, als der Pianist sie überhaupt gespielt hat. Dieses Signal setzt eine Vielzahl von Mechanismen im Kopf frei, die dafür sorgen, dass dieser Fehler in Zukunft seltener passiert.

Irrglaube Nummer 2: Einen Fehler zu machen, ist beschämend.

Leider ist es in unserer Gesellschaft sehr tief verankert, dass ein Fehler etwas Schlechtes ist. Man kennt das schamvolle Gefühl, wenn man beispielsweise jemandem erzählt, man habe die Ausbildung/das Studium abgebrochen oder die Fahrschulprüfung nicht bestanden. Auch wenn es einem Selbst nie passiert ist, hat man diese Scham bei einem anderen schon erlebt. Man spürt regelrecht wie peinlich es ihm ist. 

Doch genau das Verhalten ist nicht zielführend. Es ist nichts Schlimmes daran ein Studium abzubrechen, wenn man merkt, dass es nicht das Richtige für die eigene Zukunft ist. Eine misslungene Fahrprüfung ist natürlich schade und eine neue Prüfung kostet auch etwas Geld, aber man hat bestimmt Fehler in dieser Prüfung gemacht, aus denen man jetzt lernt, bevor man in den Straßenverkehr geworfen wird.

Versuche bei Fehlern und Versagen deinen Fokus nicht daraufzulegen, wie grauenvoll der Fehler war oder was andere über dich denken, sondern wie man aus ihm lernen kann.

Angst Fehler Zu Machen beschrieben mit einer Person auf einem Wolkenkratzer nach unten guckend
Man muss sich seiner Angst immer wieder stellen.

11 Tipps um den Umgang mit Fehlern und der Angst zu lernen

Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, wie es nicht funktioniert.

Thomas Edison (1847-1931), US-amerikanischer Erfinder Tweet

Damit wir unsere Angst Fehler zu machen richtig bekämpfen können, müssen wir lernen, wie man mit Fehlern richtig umgeht. Dieser Schritt kann für viele zu Anfang schwer sein, da unser Empfinden und unsere Reaktionen auf Fehler fest in unserem Kopf verankert sind. Sei also nicht zu streng mit dir, falls es nicht auf Anhieb klappt und du in alte Muster zurückkehrst. Versuche diese Tipps regelmäßig auszuführen und zur Gewohnheit zu machen.

1. Ändere deine Sichtweise auf Fehler

Der erste und wahrscheinlich schwierigste Tipp, ist deine gesamte Sichtweise auf Fehler zu verändern. Das bedeutet, dass du dir die immer wieder klarmachen musst: Fehler zu machen ist nicht schlimm. Siehe lieber das Potenzial, dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen. Fehler helfen dir dich in Zukunft zu verbessern.

2. Fehler sind temporär

Jeder Fehler, den du machst, wirft dich vielleicht für kurze Zeit aus der Bahn. Dennoch sind sie im Allgemeinen nur ein temporäres Problem. Du hast versucht einen leckeren Kuchen für die letzte Geburtstagsfeier zu backen und er ist misslungen? Das kümmert am nächsten Tag niemanden mehr. Kaum ein Fehler verändert dein gesamtes Leben, die meisten betreffen doch nur einen kleinen Teil deines Lebens und formen dich, indem du aus ihnen lernst und es beim nächsten Mal besser machst.

3. Lerne, dass Fehler unausweichlich sind

Unabhängig davon, welches neue Projekt du startest oder was du versuchst, sei dir im Klaren darüber, dass du Fehler machen wirst. Fehler sind unausweichlich und Teil des Prozesses. Wenn du dich vorher darauf einstellst und erkennst, dass sie deiner Entwicklung letztendlich nur Gutes tun, ist es auch nicht mehr schlimm, wenn sie passieren.

4. Fehler sind eine Form von konstruktiver Kritik

Wenn du einen Fehler machst, sieh es weniger als einen Tadel oder einen Vorwurf, sondern mehr als eine konstruktive Kritik. Versuche den dahinterliegenden Verbesserungsvorschlag zu sehen, anstatt das Negative. Reflektiere dich selbst und frage dich, was du beim nächsten Mal besser machen kannst.

5. Verstehe, woher deine Angst wirklich rührt

Die Angst Fehler zu machen kommt natürlich nicht nur von dem Fehler an sich, sondern welche Folgen diese Fehler auf dein Leben haben können. Beispielsweise die Angst, deinen sicheren Job zu verlieren und in Geldnot zu geraten, ist durchaus real. Wann immer sich eine neue Möglichkeit in deinem Leben anbahnt und du Angst hast sie wahrzunehmen, denke dir Folgendes: Was ist das Beste, das passieren könnte? Wie fühlst du dich, wenn du dein Ziel erreichst? Was ist im Gegenzug das Schlimmste, das passieren kann? Überwiegen die Risiken dem möglichen Erreichen deiner Wünsche? Sobald du verstehst, wovor genau du eigentlich Angst hast, desto einfacher wird es dir fallen sie zu überwinden.

6. Finde einen Angstpartner

Suche nach einer Person, vielleicht ein enger Freund, dem du deine Ängste und deine Ziele anvertrauen kannst. Dieser Partner soll dein Motivator sein, der dich anfeuert, wenn du deinen kühnsten Träumen nachgehst und dich ermutigt, deine Ängste zu überwinden. Es hilft auch jemanden zu suchen, der vielleicht mehr Erfahrungen mit deinen spezifischen Problemen hat und dich beraten kann. Triff dich regelmäßig mit ihm und rede darüber, wo du jetzt in deinem Leben bist und wo du hinwillst.

Angst Fehler zu machen anhand einer düsteren nebligen Straße in einem Wald
Vertraue deiner eigenen Stärke und habe keine Angst vor dem Ungewissen.

7. Feiere deine kleinen Erfolge 

Wenn du immer weiter daran arbeitest deine Angst zu überwinden, werden sich sehr schnell Fortschritte einstellen. Egal, was genau du versuchst zu erreichen, die ersten kleinen Erfolge sind sehr wichtig. Sie zeigen dir, dass du auf dem richtigen Weg bist. Deswegen feiere sie und feiere dich dafür, dass du sie erreicht hast.

8. Sei nicht zu hart zu dir, wenn du einen Fehler gemacht hast

Es wird immer einen Moment geben, an dem du von dir enttäuscht bist. Du hast das Gefühl nicht alles gegeben zu haben oder du fühlst dich schuldig. Das ist aber ganz normal. Man kann nicht immer die beste Version von einem Selbst sein. Du darfst dich dafür aber nicht verurteilen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie du deinen Stress abbauen kannst, triff dich bspw. mit Freunden oder treib ein wenig Sport, um dich abzulenken.

9. Sieh in Fehlern eine mögliche Herausforderung

Wichtige Aufgaben zu bewältigen, kann sehr stressig sein. Siehst du diesen Stress und die möglichen Fehler, die du machen kannst, als eine Bedrohung deiner Arbeit, wird sie dich behindern. Versuche Fehler als eine Herausforderung zu sehen, die du überkommen willst. Jedes mögliche Problem ist nur eine Herausforderung, die du überwinden kannst. Wenn du deine Aufgabe überwunden hast, ist es dann weniger ein Gefühl von Erleichterung, sondern mehr ein Gefühl von Erfolg für dich.

10. Finde die Vorteile vergangener Fehler

Jeder Fehler, der gemacht wird, hat irgendwo auch gute Seiten. Gucke dir deine vergangenen Fehler genau an und versuche zu erkennen, was du aus ihnen gelernt hast. Schreibe dir auf: Was habe ich für einen Fehler gemacht? Welche Sachen habe ich daraus gelernt? Welche Maßnahmen habe ich ergriffen, damit dieser Fehler nicht noch einmal vorkommt. Schaue dir das Aufgeschriebene regelmäßig an, damit es sich in deinem Unterbewusstsein verankert.

11. Übertrage deine neue Sichtweise auf deine Mitmenschen

Ein Großteil der Menschen trägt dazu bei, dass Fehler als etwas Schlechtes gesehen werden. Missbilligende Blicke, Vorurteile und Verurteilungen sind Laster, mit denen sich jeder Mensch auseinandersetzen muss. Erforsche deine Reaktion auf Fehler anderer Menschen. Reagierst du vielleicht auch unbewusst negativ darauf? Versuche positiv auf Fehler anderer zu reagieren. Falls beispielsweise ein Freund von dir von seinem Missgeschick erzählt, ermuntere ihn und bestärke ihn weiterzumachen. Diese positive Energie wird ihm helfen und deine Sichtweise auf Fehler für dich Selbst weiter stärken.

Kein Mensch ist fehlerfrei und jede neue Herausforderung birgt eine schier unzählige Art von Problemen, die auf einen zukommen können. Welche Fehler hast du in letzter Zeit gemacht, die sich dann doch nicht als so schlimm entpuppt haben? Welche dieser Tipps versuchst du als Nächstes umzusetzen? Über deine Kommentare würden wir uns sehr freuen.

Enttäuschung verarbeiten – Talfahrten im Leben besser überwinden

Enttäuschung verarbeiten beschrieben durch verwelkte Rosen

Enttäuschungen werden uns immer wieder im Leben erwarten. In der Partnerschaft läuft es nicht rund, ein Freund lässt einen hängen, im Beruf lässt der nächste Karriereschritt auf sich warten – all das und noch vieles mehr kann uns enttäuschen. Eine Enttäuschung können verspüren, die durch andere Personen ausgelöst wird, aber auch durch uns selbst. Viele haben keine passende Strategie eine Enttäuschung verarbeiten zu können und wissen daher nicht wie sie mit diesen Situationen umgehen sollen.

Doch es gibt Möglichkeiten und Methoden, wie man es schafft besser mit Enttäuschungen umzugehen. Enttäuschungen haben nämlich viel mit unseren Wunschvorstellungen und Erwartungen zu tun. Um Enttäuschungen besser zu verarbeiten, wollen wir uns anschauen, wie man sich in solchen unangenehmen Situation verhalten kann. Jeder von uns muss sich in unregelmäßigen Abständen einer Enttäuschung konfrontiert fühlen – das gehört genauso zum Leben wie schöne Momente und Erfolg.

Bei Enttäuschungen handelt es sich um eine subjektive Wahrnehmung. Es ist daher wichtig seine Emotionen, Erwartungen und Handlungen zu verstehen, um letztendlich seinen Frieden mit der Enttäuschung zu schließen. Der Blick muss wieder nach vorne gerichtet werden und in unserem Kopf schaffen wir dann wieder Raum für positive Gedanken.

Enttäuschungen verstehen 

Enttäuschung ist ein vielschichtiger Begriff und wird oftmals im selben Kontext genutzt wie für Niederlagen, Versagen, Frustration oder Trauer. Eine Enttäuschung ist das Ergebnis, wenn man der eigenen Erwartung nicht gerecht wird und diese nicht erfüllt wird. Dabei kann es sich um emotionale und zwischenmenschliche Ereignisse handeln, aber auch um berufliche Erwartungen und persönliche Ziele

Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich bei Enttäuschungen, um ein subjektives und persönliches Empfinden handelt. Was für manche als Enttäuschung wahrgenommen wird, muss für andere vielleicht keine sein. Vor allem, wenn wer anderes für die eigene Enttäuschung verantwortlich ist, ist Kommunikation daher sehr wichtig. Womöglich haben die Mitmenschen die eigene Enttäuschung gar nicht als so eine wahrgenommen. Eine Enttäuschung verarbeiten, bedeutet daher auch seine Gefühle und Empfindungen zu verstehen und anderen offenbaren zu können.

Die Ursache der verspürten Enttäuschung kann unterschiedliche Gründe haben. Aus der Psychologie gibt es eine sehr passende und einheitliche Definition: Hinter jeder Enttäuschung steckt eine persönliche Hoffnung oder ein Versprechen, welches nicht in Erfüllung gegangen ist. Die ursprüngliche Erwartung war demnach höher als das tatsächliche Ergebnis – dann verspüren wir Enttäuschung. 

Enttäuschung verarbeiten beschrieben durch ein Erwartungs-Diagramm
Enttäuschungen haben viel mit unseren eigenen Erwartungen zu tun.

Schaut man sich das Wort “Ent-täuschung“ mal so an, erkennt man das Wort “Täuschung“ – eine Illusion oder falsche Hoffnung unserer Vorstellung. Der IST-Zustand entspricht nicht der Erwartung und stellt sich als bittere Wahrheit heraus.

Enttäuschungen müssen wir genauer differenzieren. Als Erstes können wir Enttäuschungen verspüren, die durch unsere Mitmenschen verursacht werden – wenn man also durch eine andere Person getäuscht, betrogen oder anderswie hintergangen wird. Eine Enttäuschung kann umso intensiver für uns wirken, wenn dies durch eine uns nahestehende Person geschieht und der gewünschte Ausgang für uns eine größere Bedeutung hat. 

Beide schaden sich selbst: der, der zu viel verspricht und der, der zu viel erwartet.

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), Dichter Tweet

Des Weiteren kann man von sich – also von seiner eigenen Person – enttäuscht sein. Jeder von uns besitzt eine gewisse Erwartungshaltung für sein Handeln und die eigene Person. Wir sind unsere größten Kritiker und möchten unseren Erwartungen gerecht werden. Falls man es nicht schafft diese zu erfüllen, können wir auch von unserem eigenen Handeln enttäuscht sein. 

Eine Enttäuschung verarbeiten — mit 5 hilfreichen Methoden

Es gibt unterschiedliche und gute Methoden, um eine Enttäuschung verarbeiten zu können und dir dabei helfen mit dieser besser umzugehen. Es ist ein Teil der persönlichen Entwicklung, dass du lernst, wie du in solchen unangenehmen Situation reagieren kannst. Jede Enttäuschung kann sich unterschiedlich bemerkbar machen. Daher ist es wichtig, dass du lernst, wie du am besten damit umzugehen hast. Viele der Methoden haben eine Überschneidung mit Themen der Selbstliebe und Selbstreflexion. Denn auch bei diesen Gebieten geht es darum, dass du verstehst, gewisse Dinge zu akzeptieren und wie du zukünftig besser handeln kannst.  

1. Erkenne das Positive in der Situation

Das Leben kann und wird nicht immer linear und nach deinen Vorstellungen verlaufen. Ein Plan kann sich ändern, Misserfolge und Enttäuschungen können passieren. Das sind die natürlichen Aufs und Abs des Lebens. Situationen, die nicht deinen Erwartungen gerecht wurden, sollten nicht immer als eine komplett negative Situation gewertet werden.

Situationen des Scheiterns geben einem die Möglichkeit sein Handeln zu hinterfragen. “Scheitern ist keine Option“ – dieses Zitat sollte man daher nicht für bare Münze seiner Unternehmungen sehen. Man sollte das Scheitern nicht verurteilen, sondern eher versuchen, der Situation etwas Positives abzugewinnen und es als Lehrstunde zu betrachten. 

Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.

Max Planck (1858-1947), Physiker Tweet

Versuche die Situation objektiv zu beurteilen und zu hinterfragen, nachdem du ein wenig Abstand zu ihr gewonnen hast und sich deine Emotionen besänftigt haben. Hinterfrage deine Erwartungen und die Taten von dir und der Personen, die Einfluss auf die Situation hatten. Wie wurde gehandelt und was hätte man besser machen können? Lerne aus vergangenen Fehlern, sowie Verhaltensweisen  und berücksichtige diese für zukünftige Handlungen. Eine Enttäuschung verarbeiten, heißt genauso, sein Handeln zu reflektieren und sich zu besinnen, dass man in Zukunft ähnliche Fehler vermeiden kann.

2. Lasse deine Emotionen zu

Enttäuschung und Trauer zu verspüren, ist erlaubt. Negative Emotionen sind ein Teil unseres Alltags und müssen daher auch einen Platz in unseren Gefühlen finden, um diese zu verarbeiten. Mache dir selber nichts vor und lasse die schlechten Emotionen bewusst zu.

Wir Menschen können nicht immer gut gelaunt durch das Leben gehen und einen Erfolg nach dem nächsten feiern. Es gehört auch dazu Misserfolge, Trauer und Enttäuschungen zu konfrontieren und zu verarbeiten. Das Leben stellt uns immer wieder vor schwierige Aufgaben. Bei solchen ist deine starke Persönlichkeit gefragt, um auch diese Situationen zu meistern.

Verdränge nicht diese negativen Gefühle und stelle dich ihnen. Es ist unmöglich diese Emotionen zu vergessen, denn dein Unterbewusstsein vergisst nie. Früher oder später werden diese Gefühle und Erfahrungen zum Vorschein kommen. Daher ist es wichtig, dass du lernst eine Enttäuschung zu verarbeiten. Langfristiges Verdrängen kann dich seelisch schaden, unglücklich oder depressiv machen.

Enttäuschung verarbeiten beschrieben durch ein traurigen Smiley
Lasse deine Emotionen zu - auch die negativen, die du verspürst.

Gehe in einen inneren Monolog mit dir selbst und hinterfrage dein Erlebnis. Rekapituliere die Geschehnisse. Was hättest du oder wer anderes besser machen können? Versuche aus der Situation zu lernen. Falls es dir möglich ist, überlege dir, wie du die Situation zum Positiven wenden und die Enttäuschung hinter dir lassen kannst. 

Wir möchten dir für diesen Umgang unsere Artikel zur Selbstliebe und Selbstreflexion empfehlen. Viele Handwerkszeuge und Methoden, die du dabei lernen kannst, können dir dabei helfen eine Enttäuschung besser zu verarbeiten. Du bist ggf. gerade erst in einem Prozess diese Dinge zu erlernen. Die bewusste Auseinandersetzung damit zeigt, dass du dich auf dem richtigen Pfad bewegst.

3. Kommuniziere deine Enttäuschung

Wie in so viele Situationen hilft es, über diese mit jemanden zu sprechen. Unabhängig davon, ob man selbst für die Enttäuschung verantwortlich ist oder man durch jemand anderes enttäuscht wurde, ist es wichtig über den Sachverhalt zu reden. 

Eine nahestehende Person kann dir mit einem gut gemeintem Rat oder Trost zur Seite stehen. Durch die Gespräche kannst du selber erneut Revue passieren lassen, was geschehen ist und durch die Meinung anderer Leute ggf. eine weitere Perspektive für deine Situation erhalten. Geteiltes Leid, ist halbes Leid – Kummer, Trauer und Enttäuschungen verarbeiten ein Großteil der Menschen besser, wenn sie diese mit ihren Mitmenschen teilen können. Unsere Anliegen möchten wir mit unserem Umfeld teilen – dazu müssen nicht nur positive Ereignisse gehören.

Bist nicht du, sondern jemand anderes für deine Enttäuschung zuständig, ist es wichtig diese Situation zu klären. Werden wir von anderen Menschen enttäuscht, sind es oftmals welche, mit denen wir regelmäßig in Kontakt stehen – sei es der Lebenspartner, Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen. 

Es ist daher wichtig, dass man die Situation untereinander klären kann und die Fronten geglättet werden. Das zwischenmenschliche Verhältnis sollte nicht auf langfristiger Sicht unter deiner Enttäuschung leiden. 

Enttäuschung verarbeiten beschrieben durch Freunde, die sich gegenseitig stützen
Wir Menschen möchten unseren Anliegen teilen - dazu gehören auch Situationen der Enttäuschung.

Es ist wichtig Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, sich gegenseitig seine Gefühle und Beweggründe zu offenbaren. Wenn man sich ausspricht, kann man ggf. die Handlungen der anderen Partei nachvollziehen und genauso Verständnis dafür zeigen, weshalb sich eine Person enttäuscht fühlt. Solch eine Situation kann für den ersten Moment womöglich unangenehm sein, doch die erlangten Einsichten aus so einem Gespräch sind sehr hilfreich. Empathie und Selbstbewusstsein können dir in solchen Momenten helfen, um dich in diesen Gesprächen wohler zu fühlen und die andere Person besser zu verstehen.

Erst wenn du deine Gefühle der anderen Person offenbarst, gibst du ihr die Möglichkeit, dass diese in Zukunft ein besseres Verständnis dafür entwickelt. Womöglich hat sie deine Enttäuschung gar nicht so wahrgenommen – wobei sie auch keine bösen Absichten verfolgt hat. Lass es sie wissen und sprecht euch aus.

4. Mach dir keine Selbstvorwürfe

„Warum bin ich nur so naiv?“

„Immer passiert mir solch ein Unglück.“

„Geschieht mir recht. Das war doch mal wieder klar.“ 

Solche Sätze hat jeder von uns schon mal gesagt oder gehört. Es kann schnell passieren, dass man auf Enttäuschungen mit Selbstvorwürfen reagiert. Sein Handeln konstruktiv zu hinterfragen, ist die richtige Reaktion. Sich selber an den Pranger zu stellen und Vorwürfe zu machen, bringt einen jedoch nicht weiter. Stattdessen wirkt solche eine Reaktion destruktiv. 

Im Nachhinein ist man immer schlauer und besitzt Informationen, die man vor der Entscheidung seines Handelns nicht hatte. Natürlich hätte man anders gehandelt, wenn man gewusst hätte, wie die Situation ausgehen würde. Eine Enttäuschung entstehen nicht absichtlich, sondern ist das Ergebnis falscher Hoffnungen, fehlenden Informationen oder falschem Handeln. Sei dir daher bewusst, dass du zu Anfang deines Handelns nicht immer die Ausgangslage kennen konntest und deswegen nicht immer Schuld an deinem Scheitern hattest. 

Eine Enttäuschung wirft uns temporär aus der Bahn. Doch Selbstvorwürfe können langfristig das Selbstvertrauen kränken und bestimmen das zukünftige Handeln negativ, da man sich wahrscheinlich unsicherer fühlt. Reflektiere die Situation daher, ohne dir selber Vorwürfe zu machen. Beim nächsten Mal kannst du dich dann besser entscheiden und handeln.

Lerne dir zu verzeihen und Dinge zu akzeptieren. Gestehe dir gerne deine Fehler ein, aber verurteile dich nicht für diese. Du kannst deine vergangenen Handlungen nicht rückgängig machen. Versuche daher das Erlebte zu verarbeiten. Dieses Verhalten zu lernen, ist ein Prozess, der seine Zeit benötigt, um ihn zu verinnerlichen. Gebe dir genug Zeit und Vertrauen dafür.

5. Zerdenke nicht die Situation und lenke dich ab

Versuche nicht die ganze Zeit über deine Enttäuschung nachzudenken und wie enttäuscht du bist. Eine Zeit lang Trauer, Wut, Enttäuschung und Schmerz zu verspüren ist auch in Ordnung. Setze dich trotzdem nicht mehr unter Druck als notwendig, was deinen Gemütszustand langfristig negativ beeinträchtigt.

Versuche das Geschehene hinter dir zu lassen und schließe damit ab. Verschaffe dir wieder einen freien Kopf mit Dingen, die dich glücklich stimmen. Du hast bestimmt Gewohnheiten, die dich in deinem Alltag ermuntern und dir gut tun. Treibe etwas Sport, treffe dich mit deinen Freunden oder gehe deiner Passion nach. Meditation ist eine gute Methode dir wieder klare Gedanken zu verschaffen und deinen Geist zu besänftigen.

Lerne daher mit einer Situation abzuschließen, denn erst dann kannst du eine Enttäuschung verarbeiten und den Blick wieder nach vorne richten – mit Platz für neuen Gedanken.

Unsere Zusammenfassung des Artikels 

Enttäuschungen im Leben lassen sich letztlich nicht vermeiden. Es ist jedoch unsere Einstellung, die entscheidet, wie wir mit diesen Situationen umgehen. Es hilft die Gelegenheit direkt zu konfrontieren und sich mit ihr auseinandersetzen.

Der Schlüssel für eine bessere Verarbeitung sind transparente Kommunikation mit dir und deinen Mitmenschen, sowie die Offenlegung der eigenen Gefühle. Verurteile dich selbst, mache dir keine allzu vielen Vorwürfe und verschaffe dir wieder klare Gedanken, dass in Zukunft deine Erwartungen eintreffen und gemachte Fehler vermieden werden können.

Wie ist dein Umgang mit Enttäuschungen? Welche Methoden helfen dir, um eine Enttäuschung verarbeiten zu können? Wir freuen uns über dein Kommentar und stehen dir gerne zum Austausch deiner persönlichen Erfahrung bereit.

15 Gute Gewohnheiten, die deinen Alltag bereichern

gute Gewohnheiten beschrieben durch einen aufgeräumten Schreibtisch

Kennst du das Gefühl, wenn einem das tägliche Chaos über den Kopf steigt? Wenn einem der ganze Alltagsstress zu viel wird? Das tägliche Leben fordert uns jeden Tag mit neuen Aufgaben und Verpflichtungen, die zu erledigen sind. Abhilfe können gute Gewohnheiten schaffen, die einen für den Alltag gesünder, glücklicher, achtsamer und produktiver machen.

Du wirst mit Sicherheit unwissentlich schon viele Routinen in deinem Alltag entwickelt haben, die du gar nicht mehr als solche wahrnimmst und dir trotzdem dabei helfen, deinen Tag effizienter und besser zu gestalten. Neue Gewohnheiten können nicht nur dein Leben für die Zukunft erleichtern. Du kannst diese nämlich auch nutzen, um dich neuen persönlichen Herausforderungen zu stellen und dich neu zu entdecken.

Wir möchten uns 15 gute Gewohnheiten anschauen, die auch dein Leben bereichern können. Es gibt noch viele weitere dieser Art. Lass dich inspirieren und finde Gewohnheiten, die dir gut tun. Doch zuallererst sollten wir darüber sprechen, weshalb man gute Gewohnheiten entwickeln sollte und wie man am besten vorgeht, um diese erfolgreich umzusetzen. 

Warum gute Gewohnheiten?

Wie es schon in den Wörtern “gute Gewohnheiten” steht, soll sich eine Gewohnheit positiv auf deinen Alltag ausüben. Mithilfe der etablierten Gewohnheit sollst du dich produktiver, glücklicher oder auch gesünder fühlen. 

Wichtig ist dabei zu verstehen, dass du die Entscheidung für gute Gewohnheiten nicht nur für deine jetzige Situation fällst. Die Routine, die du entwickeln möchtest, soll dir auf langfristige Sicht einen Mehrwert schaffen. Aller Anfang kann schwer sein, wenn man sich dafür entscheidet eine neue Routine in seinen Alltag zu integrieren – manch eine Gewohnheit wird einen mehr Mühe machen als eine Andere. Daher solltest du überlegen, was dir in langfristiger Sicht gut tun könnte und wie du dein zukünftiges Leben gestalten möchtest.

Die Entscheidung, sich eine neue Gewohnheit anzueignen, kann auch als eine persönliche Herausforderung gesehen werden. Bringe dich bewusst in Situationen, mit denen du noch nicht so vertraut bist und dich neu fordern können. Scheue dich nicht vor dem Unbekannten und sehe es als Möglichkeit, dich neu zu entdecken, denn auch so etwas steuert deinem persönlichen Wachstum bei.

Falls du merkst, dass eine Gewohnheit, die du für dich getestet hast, nicht für dich bestimmt ist, ist das völlig in Ordnung. Probieren geht letztlich über Studieren. Du hast dich einer neuen Challenge gestellt und neue Einsichten erlangt. Dieser Situation solltest du definitiv was Positives abgewinnen können.

Gute Gewohnheiten bedeuten nicht nur neue Verhaltensweisen in deinem Leben zu etablieren, sondern ggf. auch auf schlechte Gewohnheiten zu verzichten. Das Verankern einer neuen Gewohnheit wird direkten Einfluss auf dein tägliches Leben haben. Du wirst womöglich alte Lebensweisen anpassen müssen. Der Verzicht oder die Anpassung dieser Routinen wird dich auch Dankbarkeit diese verspüren lassen. Schätze die Dinge und Lebensweisen, die du bereits führst, wert und verstehe, dass sie dir gut tun.

Das richtige Vorgehen, um gute Gewohnheiten zu etablieren

Gute Gewohnheiten lassen sich nicht immer direkt von einem Tag auf den anderen erschaffen. Es benötigt eine gewisse Planung. Jeder von uns kennt das Gefühl anfänglicher Euphorie und dass man sich in diesem Stadium zu viel zutraut. 

Eine gute Planung deiner gewünschten Gewohnheit ist daher nötig. Denn nicht jeder von uns startet mit denselben Voraussetzungen und Ressourcen – vor allem zeitlich gesehen. Abhängig davon, welche Routine du entwickeln möchtest, hat diese einen unterschiedlich großen Einfluss auf dein Leben und benötigt daher unterschiedlich viel Anstrengung und Ressourcen.

Du solltest dir daher überlegen, wie einnehmend die neue Lebensweise sein sollte und diese nach deinem Wohlbefinden und der dir zur Verfügung stehenden Zeit entsprechend skalieren. Gerade dann, wenn du dich in einem Gebiet erst neu ausprobierst, starte lieber etwas kleiner und taste dich an eine neue Gewohnheit heran.

Manch eine dieser guten Gewohnheiten lassen sich ggf. schneller in seinen Alltag integrieren und kosten nur fünf Minuten. Andere hingegen können eine Stunde oder gar mehr Zeit in Anspruch nehmen. Beurteile also deine zeitlichen Kapazitäten und ziehe diese in Betracht, wenn du dich für eine neue Gewohnheit entscheidest. Hast du wirklich genug Zeit und Energie dafür diese täglich ausführen zu können?

Relevante Themen, die mit guten Gewohnheiten korrelieren sind Selbstdisziplin, das Lernen von Zielformulierungen, und wie du deine Erfolge definieren solltest. Falls du weitere Handwerkszeuge und Tipps benötigst, um deine neuen Gewohnheiten erfolgreich zu gestalten.

Challenge: einen Monat für eine neue Gewohnheit

Neue Gewohnheiten in seinen Alltag einzubauen, kann sehr anstrengend sein und einem viel Kraft abverlangen. Versuche daher zu vermeiden mehrere Gewohnheiten gleichzeitig zu etablieren. Ehe man sich selber übernimmt und gleich drei, vier, fünf Gewohnheiten gleichzeitig erlangen möchte, nimm dir jeden Monat eine neue Gewohnheit vor.

Diese Herangehensweise ist eine prominente Methode, um gute Gewohnheiten zu etablieren. Vorteil dieser Methode ist, dass du jeden Monat eine neue Gewohnheit testen kannst. Nach der einmonatigen Testphase kannst du dann beurteilen, inwiefern du einen Mehrwert durch die neue Gewohnheit generiert hast. Probiere die neue Gewohnheit während des Monats konsequent und mit der nötigen Disziplin aus, um zu schauen, ob dir diese wirklich gefällt.

Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass man sich Stück für Stück neue Gewohnheiten aneignen kann. Man fokussiert sich einen Monat auf eine Routine. Im zweiten Monat nimmst du dir die nächste vor und hast ggf. die Gewohnheit aus dem ersten Monat bereits in deinem Alltag übernommen. Schritt für Schritt kannst du neue gute Lebensweisen in dein Leben integrieren, ohne dich selber zu übernehmen. Du wirst bemerken, dass nach der Zeit die Dinge einfacherer von der Hand gehen werden und du weniger Energie dafür benötigst.

Lass uns nun 15 Gewohnheiten anschauen, die auch dir im Alltag helfen können. Lass dich auf die einzelnen Inspirationen ein – und nun viel Spaß dabei!

 

15 Gute Gewohnheiten für deinen Alltag

Unser Schlusswort zu guten Gewohnheiten

Wir hoffen, du konntest  ein wenig Inspiration für dich finden und versuchst einige dieser guten Gewohnheiten für dich aus. Lasse dich auf die neuen Lebensweisen ein und gebe ihnen eine Chance, dass sie ein Bestandteil deines Alltags werden können. Jede einzelne Gewohnheit kann dir einen positiven Mehrwert schaffen, dich glücklicher, achtsamer, gesünder oder produktiver machen. 

 Welche Gewohnheit möchtest du für deinen Alltag ausprobieren oder hast es sogar gemacht? Wie bist du vorangekommen und was waren deine Erfolge damit? Wir freuen uns über deine Erfahrungen!

Was ist Erfolg? Erklärung und Empfindung von Erfolg im Leben

Was ist Erfolg beschrieben durch Pfeile, die nach oben zeigen

“Jeder ist seines Glückes Schmied“. Dieser Satz ist uns allen bekannt. Wir Menschen streben nach Erfolg und Anerkennung. Status und Erfolg sind für viele in unserer leistungsorientierten Gesellschaft der heutigen Zeit das Maß aller Dinge – in gewisser Weise das Aushängeschild zur eigenen Person.

Doch was ist Erfolg und macht uns dieser dann wirklich glücklich? Wir möchten uns mit dieser Frage näher beschäftigen. Erfolg ist in seinen verschiedenen Facetten mit Sicherheit ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Trotzdem ist der Begriff  schwer zu verallgemeinern, da ihn jeder verschieden und persönlich definieren kann. Man muss sich dafür mit seinen Zielen, Stärken und Schwächen – aber auch seiner persönlichen Erfüllung – auseinanderzusetzen. Wir möchten dir helfen, dass du Erfolg für dich verstehen und definieren kannst. 

Was ist Erfolg? Eine Definition

Wir können zwischen zwei Definitionen von Erfolg unterscheiden. Einmal gibt es die allgemeine Definition, wie Erfolg sozusagen “wissenschaftlich“ und objektiv definiert wird. Andererseits gibt es die persönliche Definition, die von viel wertvollerer Bedeutung für dich als Individuum ist. Erfolg lässt sich nämlich ganz subjektiv und von dir alleine beurteilen.

Erfolg definiert sich allgemein durch das Erreichen eines Ziels. Ziele können dabei in zwei unterschiedliche Kategorien gefasst werden: materiell – also monetär oder der Besitz von bestimmten Dingen – oder emotional bzw. immateriell, wie beispielsweise durch Anerkennung und Glück.

Ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Wachstums ist zu verstehen, dass man Erfolg für sich persönlich definieren und sich nicht durch Dritten vorschreiben lassen sollte. Gerade wenn es sich um immaterielle Ziele handelt, sollte es der persönliche Bewertungsmaßstab sein, mit dem du deinen persönlichen Erfolg definierst. 

Was ist Erfolg für dich? Nach Erfolg strebt man überall im Leben – sei es bei seiner Arbeit oder im persönlichen Bereich. Erfolge sind unterschiedlich große Abschnitte in unserem Leben und ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Wachstums. Manch ein Erfolg ist kleiner und alltäglicher, dass er uns sozusagen gar nicht mehr so richtig auffällt und wir ihn als Selbstständigkeit verstehen. Andere Erfolge sind für uns von viel größerer Bedeutung und bilden Momente an die wir uns für immer zurückerinnern – sogenannte Lebensziele, die wir erreichen.

Was ist Erfolg beschrieben durch eine Frau, die eine Wunderkerze hält
Erfolg ist eine persönliche Definition. Mache dir deine Gedanken. Wie formulierst du Erfolg?

Wege zum Erfolg

Eine allgemeine Erfolgsformel gibt es nicht, da die Zielerreichung stets einen individuelle Plan benötigt. Jeder von uns ist ein einzigartiges Individuum mit eigenen Stärken, Schwächen und Fähigkeiten. Genauso wie wir bereits oben auch erkannt haben, ist Erfolg für jeden etwas ganz persönliches und eine Sache der eigenen Perspektive.

Trotzdem gibt es gewisse Anhaltspunkte auf die sich jeder beziehen kann, um jetzt und zukünftig erfolgreicher zu werden.

Wichtige Eigenschaften für den Erfolg

Vorbereitung spielt hierbei eine Hauptrolle. Zuallererst geht es darum seine Ziele zu definieren. Ohne Ziele gibt es auch nichts, worauf wir hinarbeiten können, um anschließend Erfolge feiern zu dürfen. Was sind deine Ziele? Lese dir gerne unseren Beitrag über Zieldefinition durch und mache dich vertraut mit der SMART Methode, welche behandelt, wie du deine Ziele am besten formulieren kannst.

Mit Hilfe klar gesetzter Ziele fällt es einem direkt leichter den richtigen Plan und die passende Strategie zu entwickeln. Beachte deine Stärken und Schwächen. Wie denkst du, erreichst du dein gewünschten Erfolg am effizientesten? 

Empfehlung von DailyMentor

Willst du dir bewusster über deine Ziele und Visionen werden? Ein Erfolgsjournal kann dir dabei helfen. Schau dir doch gerne mal unseren Beitrag dazu an.

Du merkst: Um Ziele und Erfolge zu definieren, muss man sich vor allem mit seiner Person auseinanderzusetzen. In der Vorbereitung geht es dabei zu erkennen, was wir wirklichen wollen. Dafür ist es notwendig, dass wir in uns hineinhorchen und versuchen Selbstreflexion zu betreiben. Visualisiere deine Wünsche und Träume. Je konkreter diese sind, desto besser kannst du dich mit ihnen identifizieren. 

Auch während du nach deinem Vorhaben strebst, gibt es gewisse Eigenschaften, die dir weiterhelfen werden. Disziplin und Motivation lassen dich stets am Ball bleiben. Diese Eigenschaften werden deine Fähigkeiten maximieren. Gerade wenn deine Erfolge erst in mittel- bis langfristiger Zukunft liegen, geht es darum Ehrgeiz und Motivation hochzuhalten.

Was ist Erfolg beschrieben durch einen Mann, der einen Berg fokussiert
Erfolg erfordert von uns Motivation, Disziplin, und Fokus auf unsere gesetzten Ziele.

Erschaffe dir eine positive Atmosphäre, in der du dich wohl fühlst und dich am optimalsten entfalten kannst. Dazu gehört es, dass du dich von Menschen umgibst, die dir gut tun. Fühlst du dich von deinem sozialen Umfeld unterstützt oder hindern dich diese ggf. sogar? Menschen müssen nicht immer einer Meinung sein. Es geht trotzdem darum, dass sie dich in deinem Vorhaben fördern und du dich in ihrer Anwesenheit wohl fühlst.

So wie du dein soziales Umfeld genauer beäugen solltest, kannst du dies auch mit deinem Alltag tun. Entwickle Routinen, die dir weiterhelfen. Lerne deinen Alltag zu planen und zu strukturieren. Versuche unnützen Ballast, der dich in deinem täglichen Leben hindert, sukzessiv gegen Lebensweisen auszutauschen, die dich nach vorne bringen. 

Wie du merkst, wollen wir eine Umgebung schaffen, in der man sich wohlfühlt und produktiv sein kann. Mit der richtigen Struktur lassen sich deine Taten besser planen und Stress eher vermeiden.

Lerne mit Rückschlägen umzugehen

Wenn du auf deinen Erfolg akribisch und diszipliniert hinarbeitest, werden dich kleinere Misserfolge oder Durststrecken nicht aufhalten können. Kleine Motivationstiefs können jedem von uns mal passieren, doch erinnere dich an deinen Plan und deine gesetzten Ziele im Leben.

Lasse dich nicht von solch möglichen Rückschlägen aufhalten. Stattdessen sehe es als neue Herausforderung und als einen Moment, in dem du dich selber hinterfragen kannst. Was ist passiert und was hättest du ggf. besser machen können? 

Persönliches Feedback ist ein wichtiger Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung, an dem du wachsen kannst. Dafür zählt sowohl eigenes Feedback, welches du dir selber geben kannst, aber auch das von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern. Diese Leute kennen dich, können dir in solchen Situation zur Seite stehen und dir wertvolle Worte mit auf den Weg geben.

Letztlich zählt eines: Am Ende musst du einmal mehr aufstehen, als du hingefallen bist, um den Weg zum Erfolg ebnen zu können. Lass dich also nicht unterkriegen. Sehe Fehltritte eher als Herausforderungen und Lehrstunden und nicht direkt als eine Enttäuschung oder persönlichen Misserfolg. 

Die meisten Misserfolge kommen kurz vor dem Ziel.

Thomas Alva Edison (1847-1931), US-amerikanischer Erfinder und Unternehmer Tweet

Genieße die Momente des Erfolgs

Erfolge dürfen gefeiert werden. Egal wie klein oder groß diese sind. Es sind Momente, bei denen du stolz auf dich sein darfst. Nimm deine Erfolge nicht als Selbstverständlichkeit hin, denn das Ergebnis ist kein Zufall. Du hast viel Zeit und Energie für deine Erfolge aufgebracht.

In Momenten des Erfolgs, darfst du die selber auf die Schulter klopfen. In solchen Situationen kannst du Selbstvertrauen tanken und mit breiter Brust deine nächsten Vorhaben planen. Genieße den Moment und sammle neue Energie für deine zukünftigen Pläne. 

Es ist wichtig, dass du dich erholst, aber trotzdem nicht auf deinen Erfolgen ausruhst. Nach den Momenten der wohlverdienten Erholung wird es dann Zeit dein nächstes Projekt zu finden, welchem du dich hingeben kannst. Erfolgreiche Menschen verspüren nämlich regelmäßig ein Gefühl von Umtriebigkeit und suchen stetig nach neuen Herausforderungen.  

Was ist Erfolg beschrieben durch einen Mann, der in den Sonnenuntergang blickt
Genieße die Momente des Erfolgs. Sei stolz auf dich und sammle Selbstvertrauen.

Erfolg = Glück?

Viele Leute, die sich die Fragen stellen “Was ist Erfolg?“, verbinden mit der Beantwortungen der Frage gleichzeitig eine Erklärung, wie sie glücklich werden können. Doch ist das wirklich so? Muss man wirklich Erfolg haben, um glücklich zu sein?

Genau wie jeder für sich persönlichen Erfolg definieren muss, trägt dieser auch unterschiedlich zum Glücksgefühl bei. Trotzdem macht Erfolg alleine keinen Menschen glücklich.

Ein einfaches Beispiel: Was hilft einem der größte Erfolg, wenn man diesen aufgrund eigener Gesundheit nicht genießen kann?

Ein Status oder unser Kontostand kann viele Zweifel und Sorgen von uns nehmen, aber wird nie einzig und allein der Grund dafür sein, dass wir uns auf Dauer erfüllt und glücklich fühlen werden. Es sind die unterschiedlichsten Facetten unseres Leben, die uns in Summe glücklich machen – und nicht nur ein kleiner Teil davon. 

Ein gutes sozial Umfeld mit Freunden, Familienmitgliedern und eine gesunden Partnerschaft, in der sich jeder gegenseitig wertschätzt, trägt genauso zu unserem Glück bei. Die einfache Tatsache, dass es einem gesundheitlich gut geht, erhält von Vielen zu wenig Wertschätzung. Die eigene Gesundheit – sei es körperlich oder auch mental – ist keine Selbstverständlichkeit. Es sind oftmals die banalen und alltäglichen Dinge, die wir mit entsprechender Achtsamkeit und Dankbarkeit genießen sollten.

Die Grundsatzdiskussion könnte man vereinfacht auf eine wichtige Frage reduzieren, die sich jeder selbst beantworten muss: Was ist meine persönliche Erfüllung?
Erfolg kann eine Teilantwort auf die Frage sein. Trotzdem wird Erfolg nur selten diese alleinig beantworten. Finde deine persönliche Erfüllung, die dich glücklich macht!

Im Folgenden findest du eine Grafik aus dem Modell “Säulen des Lebens“. Es sind zentrale Begriffe in dem Alltag jedes Menschen. Jede Säule sollte seine Beachtung und Wertschätzung erhalten. Erst dann hält das Dach deines “Lebenshauses“ auch sicher auf den Säulen.

Erfüllung & Sinn ist ein Bereich, mit dem wir uns zu verschiedenen Zeitpunkten im Leben beschäftigen, weil wir hier im Kaufe unseres Lebens kontinuierlich wachsen. Auch das soziale Umfeld verändert sich und wir sollten immer wieder schauen, ob unser soziales Umfeld noch zu unserem persönlichen Wachstum passt. Gesundheit ist für die meisten von uns ein fester Bestandteil unseres Alltags und sollte nie vernachlässigt werden. Arbeit & Beruf kann hierbei auch schnell mal in den Hintergrund rücken. Manch einer verfolgt traditionelle Karrierepfade und erst in der Midlife-Krise wird dann angefangen sich mehr mit dem Sinn des Berufes auseinanderzusetzen. Daher sollten wir uns damit rechtzeitig beschäftigen unsere Berufung zu finden.

Was ist Erfolg beschrieben durch eine Grafik "Säulen des Lebens"
Die Säulen des Lebens. Schenke jeder Säule die nötige Beachtung für ein sicheres "Lebenshaus".

Das Leben ist ein Prozess – und Erfolg ein Teil davon

Das Leben hat seine natürlichen Aufs und Abs. Wir Menschen befinden uns in einem stetigen Prozess des persönlichen Wachstums. Erfolg ist ein Teil davon. Träume und Ziele werden erreicht. Kapitel des Lebens werden geschlossen und Neue beginnen.

Ruhe dich daher nicht auf dem temporären Status des Erfolgs aus. Bleibe neugierig und hungrig, dass du dich immer wieder auf’s Neue aus den Reserven lockst. Erfinde dich neue und entdecke unentdeckte Seiten an dir, wenn du nach neuen Vorhaben und Erfolgen strebst.

Im Verlauf des Artikels hast du sicherlich gemerkt, dass du selbst die Frage “Was ist Erfolg?“ beantworten musst. Versuche die Beantwortung der Frage von dem Erstreben des Gefühls von Glück abzukoppeln, da dies nur bedingt Einfluss auf das Gefühl des Glückes hat.

Als letzten Tipp möchten wir dich auf unseren Beitrag zum Führen von einem Erfolgsjournal hinweisen. Es ist eine hervorragende Methode seine Visionen, Ziele und Erfolge niederzuschreiben und sich auf täglicher Basis mit diesen zu beschäftigen. Schau doch gerne mal vorbei!

 

Wir hoffen, dass wir dir positive Denkanstöße geben konnten und du dir die Frage zeitnah beantworten kannst. Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen: Was ist Erfolg für dich? Welche Ansichten hast du zu Erfolg entwickelt? Wir sind gespannt auf deine Worte und freuen uns!

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Muss man alleine leben lernen? Schwierigkeiten einer neuen Situation

alleine leben lernen erklärt durch einen Mann, der auf das Wasser schaut

Alleine leben ist für viele Menschen eine Herausforderung. Direkt nach der Schule in die erste eigene Wohnung, Zerbrechen der Studenten-WG und Eintritt ins Berufsleben sind häufig die Gründe für die neue Wohnsituation. Aber auch ungewollte Szenarien wie Trennung und Todesfälle können dazu führen, dass man seine Pakete in ein neues Heim trägt und das erste Mal die Nacht in einer fremden Umgebung alleine verbringt.

Oft fühlen sich die meisten nach kurzer Eingewöhnungszeit heimisch und wohl. Aber einige aber haben Probleme sich einzuleben. Aus alleine wird einsam, das Gefühl der Isolation kommt auf. Was viele nicht wissen, dass man auch alleine leben lernen muss. Es gibt viele Hürden, die überwunden werden müssen.

Alleine leben lernen? Die Probleme

Es spielen mehrere Aspekte zusammen. Bei den meisten Aufgaben des Umzugs helfen Freunde und Familie. Viele der Sorgen kann man mit seinen Angehörigen teilen und Eltern können anleiten und helfen, doch das ändert sich sobald die Tür zufällt und man das allererste Mal in seiner eigener Wohnung oder Haus alleine ist, in völliger Stille.

Weg in die Isolation

Wenn man in Partnerschaften, Wohngemeinschaften oder bei der Familie lebt, gibt es immer die Gewissheit der nächsten persönlichen Interaktion, nicht mit einem Fremden sondern mit einem Angehörigen. Viele Menschen, die aus einem größeren Haushalt kommen, fühlen sich beklemmt. Lebte man vorher mit einem Lebenspartner zusammen oder in einer WG mit Freunden, bricht einem oft ein sozialer Kontakt weg. Zeit, die man mit seinem Partner verbrachte, ist nun frei. Freunde, die man in der Wohnung fast täglich gesehen hat, sieht man seltener.

Alleine leben bedeutet, dass man sich mehr darum kümmern muss, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten. In der Zeit von Social Media scheint das kein Problem zu sein. Freunde sind gefühlt immer erreichbar, aber es hat auch seine Tücken. Menschen neigen dazu sich zu sehr mit anderen Leuten über Social Media zu vergleichen. Sie sehen wie Freunde zusammen essen gehen und fragen sich: „Warum war ich nicht eingeladen?“

Andere gehen auf Partys oder Wochenendtrips, während man selbst alleine zuhause sitzt. Bevor man sich versieht, rutscht man in eine Depression und einem verzerrten Selbstbild. Man fühlt sich nicht gut genug, wird sozial unsicher. Wer sozial unsicherer ist, trifft sich weniger mit anderen Menschen. Man fängt an sich selbst zu isolieren.

Weg in die Prokrastination

Wenn man als Kind nicht zur Schule geht, bekommen es die Eltern mit. Sie wecken einen morgens, machen Frühstück, füllen die Brotbox. In der Partnerschaft wacht man zusammen auf, teilt sich das Bad, frühstückt zusammen. Man hat einen Ablauf. Diese Abläufe sind aber gebunden an die Menschen, mit denen man sie aufgebaut hat. Das fällt beim alleine leben weg.

Es kümmert niemanden mehr, wann man aufsteht. Keiner wartet am Frühstückstisch mit frisch gemachten Toast. Man ist auf sich alleine gestellt. Die ersten Wochen funktioniert es oft noch gut. Die neue Situation ist interessant und das erste selbstgemachte Frühstück macht vielleicht sogar Spaß. Aber dieses Gefühl verfliegt schnell, weil man es mit niemanden teilt.

Nach und nach fallen Menschen in sich zusammen. Wäsche wird liegen gelassen, aus gekochten gesunden Mahlzeiten wird Tiefkühlpizza. Aufgaben auf Arbeit werden vernachlässigt, Unikurse versäumt. Keiner kriegt es mit, wenn man anstatt zur Uni zu gehen, eine neue Serie auf Netflix anfängt. Niemand guckt einen krumm an, wenn man wieder bis 3 Uhr morgens vor der Playstation hockt oder die Wohnung seit Wochen nicht aufgeräumt hat. Bis es irgendwann zu spät ist.

Alleine leben lernen - Weg in die Prokrastination
Man kann leicht vom Weg abkommen, wenn man nicht aufpasst.

Wie kann man alleine leben lernen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das alleine leben zu lernen. Es ist egal mit welcher Methode du startest. Wichtig ist, dass du dir der Herausforderung bewusst bist. Man hat immer im Leben die Wahl zwischen sich seinem Schicksal ergeben oder dagegen ankämpfen.

Empfehlung von DailyMentor

Welcher Persönlichkeitstyp bist du? Wir haben für dich einen Test vorbereitet.

Hier geht es zum Persönlichkeitstest

Entwickle deine Routinen

Es gibt mehrere grundlegende Fähigkeiten, die einem helfen, alleine zu leben. Am wichtigsten ist Disziplin. Man muss lernen, sein eigenes Gewissen zu sein, sich selbst über die Schulter zu schauen. Daran vernetzt, ist die Fähigkeit Gewohnheiten auszubilden. Laut einer Studie erhöht schon das Bett machen am Morgen die Produktivität. Es ist nicht schwer vorauszusagen was weitere Routinen bewirken können.

Eine gute Morgenroutine kann den gesamten Tag bestimmen. Nur wie entwickelt man sie? So wie die meisten Konzepte der Persönlichkeitsentwicklung: Stück für Stück.

Es ist ein bekanntes Problem. Man liest spät in der Nacht Artikel (in Blogs wie diesem) über das Leben, man ist motiviert. Morgen früh krempel ich mein Leben um. Man macht sich eine Liste mit zehn Dingen, die man ab jetzt jeden Tag machen will. Spätestens in drei Tagen ist man wieder das alte Ich. Stattdessen mach dir zunächst einfache Ziele. Zum Beispiel mach jeden morgen dein Bett. Nach einer Woche erweitere deine Routine. Mach jeden morgen dein Bett und sammel Dreckwäsche zusammen und leg sie in den Wäschekorb. Wenn du Schritt für Schritt an deiner Routine arbeitest, wird sie immer einfacher umzusetzen und macht am Ende sogar Spaß.

Starte das Projekt der Persönlichkeitsentwicklung

Das Entwickeln der eigenen Persönlichkeit ist ein lebenslanger Prozess, der leicht vergessen wird. Stress und Prokrastination sind die häufigsten Gründe das persönliches Wachstum vergessen wird. Such dir ein Ziel, dass dich beschäftigt. Auch hier gilt wieder kein zu großes Stück vom Kuchen abzubeißen. Ambitionierte Ziele wie eine Sprache oder ein Instrument lernen, können ungemein antreiben. Genauso schnell können sie aber auch demotivieren, wenn der zu erklimmende Berg zu groß erscheint.

Stattdessen finde eine kleinere Aufgabe. Vor allem zu Anfang kann es ungemein motivieren, kleine Ziele zu erreichen. Lerne ein neues Gericht zu kochen, das du bisher nur im Restaurant gegessen hast. Lies einen Ratgeber oder Sachbuch über ein spannendes Thema anstatt Netflix zu gucken. Nach den ersten einfachen Erfolgen kann man sich dann den größeren Problemen stellen. Was stört dich an dir und deinem Leben momentan am meisten? Was sind gerade die größten Baustellen, die dich hindern der zu sein, der du sein möchtest?

Und nicht vergessen: Wir arbeiten Schritt für Schritt.

Bewusst ins soziale Leben eingliedern

Einer der schweren Punkte für viele ist das Überwinden sozialer Ängste. Vor allem wenn man länger alleine lebt und zu lange in die Social Media Blase von außen hineinblickt, hat man das Gefühl alleine zu sein. Nicht gut genug zu sein. Es wird dich überraschen, aber so geht es 80% der Menschen! Eine der ersten Maßnahmen ist simpel erklärt aber schwer umzusetzen. Hör auf dich mit anderen zu vergleichen und dein Leben durch die Augen anderer zu sehen. Viel wichtiger noch: Ertappe dich dabei, wenn du es tust.

Vergiss nicht, selbst die zweitschönste Frau ist neidisch auf die schönste Frau der Welt und die schönste Frau der Welt guckt argwöhnisch auf die zweitschönste und fragt sich ob sie wirklich schöner ist. Das Verlangen sich zu vergleichen (zu Ungunsten von einem selbst) ist menschlich aber durch das Internet völlig verzerrt. Ist die Last des sozialen Netzes erstmal von deinen Schultern, kann es einiges für dein Selbstvertrauen tun.

Der Schritt zurück ins soziale Leben kann auf viele Arten gemacht werden. Treffen mit alten Bekannten, Abendkurse, Sportvereine etc. Generell hast du nur eine Aufgabe: Sei der Mensch, mit dem du gerne Zeit verbringen möchtest.

Es klingt zu einfach für dich?

Du denkst vielleicht, es ist einfach zu sagen: „Krempel dein Leben um“ oder „triff dich mit Menschen“. Für manche sind es riesige Hindernisse. Es muss einem aber nur gewisse Dinge klar werden. Man ist mit diesen Problemen nicht alleine. Jeder Mensch hat Angst vor neuen Aufgaben, jeder Mensch hat Angst vor sozialer Zurückweisung. Es geht nicht darum, wie man mit Erfolg umgeht, sondern wie man mit Niederlagen umgeht. Erfolgsgeschichten entstehen aus Rückschlägen. J. K. Rowling wurde von zwölf Verlagen abgewiesen, bevor sie Harry Potter veröffentlichte. Steve Jobs wurde von seiner eigenen Firma gefeuert und kämpfte sich durch andere Projekte wie Pixar zurück an die Spitze Apples. Glück im Leben ist ein Prozess, dem man sich aktiv widmen muss.

Welche Probleme hast du beim alleine leben? Welche der oben genannten Methoden versuchst du als Erstes? Wir freuen uns auf deine Meinung in den Kommentaren.

 

Du willst die Methoden nicht vergessen? Pin sie dir auf deine Pinnwand!

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Was ist Selbstbewusstsein und wie werde ich selbstbewusst? Was die meisten nicht wissen

Was ist Selbstbewusstsein erklärt durch eine Frau, die im Wald steht

Selbstbewusstsein ist unumstritten das wichtigste Konzept für mentales Wachstum und integral für die Persönlichkeitsentwicklung. „Wie werde ich selbstbewusst?“ oder „Was ist Selbstbewusstsein?“ ist wahrscheinlich die meist gestellte Frage neben „Wie finde ich Freunde?“ und „Wie verdiene ich mehr Geld?“. Doch was ist eigentlich gemeint? Für die meisten Menschen ist Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen ein Synonym für bestimmte Charaktereigenschaften, die sie in ihren Mitmenschen sehen und bei sich vermissen. Gelernt vor allem im schulischen Umfeld, wird es weiter ins soziale Leben getragen.

Es existiert im allgemeinen Gebrauch der Irrtum, was Selbstbewusstsein überhaupt bedeutet. Als Gegenpol wird oft Schüchternheit gesehen, doch in Wahrheit ist es Unsicherheit. Um zu beantworten, wie man selbstbewusst wird, muss man wissen, was es beinhaltet.

Was ist Selbstbewusstsein und warum streben wir danach?

Selbstbewusstsein kommt im Deutschen von, sich seiner Selbst bewusst zu sein; zu wissen, wer man ist. Doch es ist vielmehr als das. Es ist zugleich eine Emotion und ein Glaube an sich selbst. Lerne, wer du jetzt gerade bist und wer du sein willst. Entwickle aktiv deine Persönlichkeit und Selbstbewusstsein wird ein Beiprodukt sein. Die Schwierigkeit ist, dass Selbstbewusstsein auf Taten folgt und nicht andersrum.

Wir assoziieren selbstbewusste Menschen mit Erfolg. Menschen, die sich ihrer Selbst sicher sind und nicht davor zurückschrecken, Taten sprechen zu lassen. Sei es auf fremde Leute zugehen, vor Publikum sprechen oder Interaktion mit dem anderen Geschlecht. Man führt sich regelrecht angezogen von ihrem Selbstbewusstsein.

Wer ist überhaupt selbstbewusst? Der Trugschluss unserer Wahrnehmung

Jeder Mensch hat viele Personen in seinem Umfeld, die er für selbstbewusst hält. Man sieht Qualitäten in den Leben anderer, schaut auf sein eigenes Leben und ist wehmütig. Wieso ist man selbst nicht so offen und hat viele Freunde, wie dieser andere coole Mensch? Was ist aber, wenn sie genauso unsicher sind wie du. Wenn sie die gleichen Unsicherheiten fühlen, die du auch fühlst? Die Wahrheit ist, alle Menschen verspüren diese Unsicherheit, manche mehr und manche weniger, aber wie sie damit umgehen und sie verstecken ist der Unterschied. Der Junge, der in der Schule die anderen Kinder mobbt, wirkt vielleicht selbstbewusster, ist aber in Wirklichkeit genauso unsicher wie die Anderen. Er benutzt nur einen anderen Mechanismus, um sie zu verarbeiten.

Es gibt drei primäre Mechanismen, die von unsicheren Menschen genutzt werden, um das eigene Defizit in sozialen Situationen zu maskieren. Die beliebtesten Mechanismen sind:

  • lähmende Schüchternheit
  • Übermäßige Höflichkeit/Nettigkeit
  • Offensive Offenheit
Was ist Selbstbewusstsein aus der Schulzeit
Erste Erfahrungen über Selbstbewusstsein kommen aus der Schule.

Der schüchterne Mensch, der versucht nicht aufzufallen

Wahrscheinlich der auffälligste Typ von unsicheren Menschen. Die eigene Unsicherheit wird offen nach außen getragen. Man hat soviel Angst etwas Falsches zu sagen oder negativ aufzufallen, dass man versucht im Hintergrund zu verschwinden. Man geht jeglicher Art von Konfrontation aus dem Weg und wird oft als Außenseiter gesehen. Dieses Verhaltensmerkmal kann extreme Ausmaßen annehmen. Menschen können sich gänzlich verschließen, haben Angst vor direkten Augenkontakt und können nicht vor fremden Menschen reden.

Der überaus nette Mensch, der versucht nicht anzuecken

Oft von den Eltern angeleitet immer nett und höflich zu sein, dieser unsichere Mensch versucht nicht negativ aufzufallen. Man ist immer zuvorkommend, lächelt viel und lacht leise über die Witze anderer. Auf den ersten Blick scheint diese Art von Mensch ein großer Fortschritt zu dem schüchternen. Der Nette pflegt mehr soziale Kontakte, hat ein größeres Umfeld. Aber was passiert bei einem Konflikt? Dann ist man ein Pushover, jemand dem man auf der Nase rumtanzen kann. Die Angst vor Konfrontation ist allgegenwärtig, bloß nicht einen negativen Eindruck hinterlassen das Mantra.

Der offensive Mensch, der die Flucht nach vorne sucht

Zu dieser Kategorie unsicherer Menschen gehören die Klassenclowns und die Mobber. Anstatt sich zu verstecken wie die anderen Typen wird ihr Defizit überspielt. Nach dem Motto „Fake it until you make it“ wird der selbstbewusste Mensch vorgespielt. Der Offensive ist in Gesprächen oft im Mittelpunkt und ist oftmals rüde gegenüber schüchternen Menschen. Er nährt sich von dem Zuspruch seines Umfeldes. Wird ihm sein Podest verwehrt oder wird er von anderen Menschen überschattet, zeigt sich seine Unsicherheit.

Was ist Selbstbewusstsein in einer Gruppe
In sozialen Interaktionen guckt jeder auf den Anderen, doch eigentlich nur auf sich selbst.

Heißt das jeder schüchterne, nette oder offensive Mensch hat kein Selbstbewusstsein?

Diese Zuordnung ist natürlich nicht das alleinige Kriterium zur Identifikation eines unsicheren Menschen. Genauso wenig sollte sie benutzt werden, um Mitmenschen zu beurteilen. Es gibt natürlich auch offensive Menschen, die selbstbewusst sind. Vielmehr muss man darauf achten wie diese Menschen auf Konfliktsituationen reagieren. Es gibt Menschen, die in sozialen Situationen sehr ruhig sind und nicht im Mittelpunkt stehen wollen. Aber wenn sie in den Vordergrund gedrängt werden, sind sie trotzdem selbstsicher. Sie mögen es in sozialen Gefügen zu beobachten, sind dennoch nicht zu scheu ihren Beitrag zu leisten, wenn ihnen danach ist.

Ich entdecke mich in einem der drei Menschen wieder. Bin ich nun selbstbewusst oder nicht?

Die wichtige Frage, die man sich stellen muss: Bin ich wie ich bin aus Überzeugung oder spielen meine Ängste und Sorgen eine größere Rolle in meinen Handlungen? Wirke ich schüchtern, weil ich kein Interesse habe, sozial im Mittelpunkt zu stehen oder weil ich Angst vor vermeintlich negativen Erlebnissen habe? Wenn es eine merkliche Diskrepanz gibt zwischen dem Menschen, der du bist und dem, der du sein willst, dann hast du Handlungsbedarf. Jeder Mensch hat Ängste, diese eine Stimme im Kopf, die einem ein Bein stellt. Ist man nicht in der Lage wirksam gegen diese Stimme anzukämpfen, dann ist man kein selbstbewusster Mensch. Was ist Selbstbewusstsein wirklich?

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Die 5 Fähigkeiten eines selbstbewussten Menschen – wie werde ich selbstbewusst?

Der selbstbewusste Mensch versteht, dass zu einem gesunden Selbstbild eine Menge Arbeit steckt. Es gibt in dem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung immer wieder Kernmomente, in denen man denkt es geschafft zu haben. Jetzt bin ich selbstbewusst, jetzt hält mich nichts mehr auf. Nur um dann nach einem Rückschlag auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht zu werden. Tatsache ist, es spielen so viele Faktoren zusammen und der Weg für Verbesserung ist schier endlos. Das Ziel ist nicht “Wie werde ich selbstbewusst?” sondern “Wie werde ich selbstbewusster, als ich es jetzt schon bin? Wie erreiche das nächste Level?”

1. Selbstreflexion

Der wichtigste Punkt in der Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen ist das erfolgreiche Reflektieren eines Selbst. Jeder kennt mindestens einen Menschen, der zurückhaltend ist und sich unter Wert verkauft. Einer der stillen Helden am Arbeitsplatz oder das schlaue Mädchen in der Schule, das jede Antwort kennt aber sich nicht traut. Genauso gibt es die andere Seite der Medaille. Menschen, die man eher als zu selbstbewusst wahrnimmt. Interessanterweise ist es das bessere Übel zu sehr an sich zu glauben. Studien zufolge wird jede Art von Leistung von Leuten besser bewertet, wenn der Bringer der Leistung dahinter steht. Ein Autor, der sein fertiges Werk lobt, kriegt bessere Bewertungen von Lektoren als der selbstkritische Autor, der nach Verbesserungen fragt.

Was ist Selbstbewusstsein ein Mann, der aus dem Fenster schaut
Finde heraus, wer du bist. Erst kannst du herausfinden, wer du sein willst.

Wie arbeitet man an seiner Selbstreflexion?

Die Fähigkeit, die am wichtigsten ist, ist gesundes Hinterfragen. Erfolgreiche und selbstbewusste Menschen stellen sich wichtige Frage im Leben. Bin ich zufrieden mit dem, was in meinem Leben passiert? Es reicht nicht sich diese Frage einmal im Jahr zu stellen. Es muss alle zwei bis vier Wochen wieder neu aufgegriffen werden. Was ist in meinem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung in den letzten vier Wochen passiert? Habe ich agiert? Wie habe ich auf meine Umwelt reagiert? Was ist meine Aussicht für die nächsten Wochen?

Vor allem zu selten wird auch gefragt: Was ist gut gelaufen? Wo habe ich mich in eine gute Richtung entwickelt? Wo war ich von mir positiv überrascht?

Kern ist selbstkritisch zu sein, aber auch selbstmotivierend. Vor allem für Anfänger kann es schwer sein, weil man nicht weiß wie man anfangen soll. Es gibt verschiedene Methoden der Selbstreflexion, die man einfach ausprobieren kann, bis man schließlich findet, was für einen funktioniert.

2. Selbstliebe

Warum sollen andere Menschen an einen glauben, wenn man es selbst nicht tut? Man wird nicht von anderen geliebt, bevor man sich selbst liebt. Dazu gehört nicht nur, dass man sich selbst mag und gerne in der eigenen Haut steckt. Es gehört genauso dazu, sich selbst zu schützen und für sich einzustehen. Du bist nicht zufrieden in deinem Job oder in deiner Beziehung? Dann stehst du selbst in der Pflicht daran etwas zu verändern. Viele neigen dazu sich mehr um andere zu kümmern, als um sich selbst. Dazu gehört auch eine gute Ernährung und regelmäßiger Sport, nicht um einem Schönheitsideal hinterher zu rennen, sondern um für sich zu sorgen.

Vereinen von Selbstreflexion und Selbstliebe

Menschen haben verschiedene Toleranzschwellen was Kritik betrifft. Niemand hört gerne seine persönlichen Schwächen. Noch schwieriger wird es bei Eigenkritik. Jeder kennt dieses Gefühl, wenn man weiß, man hat etwas falsch gemacht. Die Ohren fangen an zu glühen, man fängt an zu schwitzen. Man will es am liebsten abschütteln, nicht darüber nachdenken. Genau das ist aber falsch, man muss sich dem stellen.

Eine Geschichte, die man immer wieder hört ist die folgende: Ich musste erst vor einem Spiegel stehen und mir selbst eingestehen, dass ich dick bin. Erst als ich nackt vor dem Spiegel stand und der Wahrheit ins Gesicht gesehen habe, bin ich aktiv geworden und habe etwas geändert.

Es mag überspitzt klingen, aber es funktioniert. Ehrlich zu sich selbst sein, ist der erste Schritt, wenn man sich selbst lieben lernt. Man darf dabei sich aber nicht klein machen und schlecht reden, sondern versuchen sich anzuspornen. Sei dein größter Kritiker und dein größter Fan. Feiere dich für deine kleinsten Erfolgserlebnisse und tadle dich für deine Fehler. Sei aktiv in deinen Entscheidungen.

3. Einfühlungsvermögen

Einfühlungsvermögen, auch Empathie genannt, ist eine der essentiellen Fähigkeiten im sozialen Miteinander und deswegen wichtig für das Selbstbewusstsein. Selbstbewusste Menschen mobben nicht. Sie verlachen andere Menschen nicht für ihre Fehler sondern versuchen zu helfen. Der wesentliche Unterschied zwischen Arroganz und Selbstbewusstsein ist Empathie

In einer Studie aus dem Jahr 2019 hat man 1690 Medizinstudenten getestet. Das Thema der Studie war zu ermitteln: Was ist Selbstbewusstsein und wie hängt es mit anderen Eigenschaften zusammen, die wichtig für Ärzte sind?

Sie haben herausgefunden, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Selbstbewusstsein und Empathie gibt. Das bedeutet, dass die selbstbewussteren Studenten zu mehr Empathie neigen. Die Studie schließt daraus, dass man Selbstbewusstsein schulen sollte, um Doktoren mit mehr Empathie zu erhalten. Dennoch gibt es hier Schattenseiten. Zu viel Empathie sorgt dafür, dass man sich zu sehr von den Schicksalen der Mitmenschen herunterziehen lässt. Genau so ist ein genauer Blick auf die Welt und deren Problemen, Weltschmerz genannt, oft deprimierend.

Empathie ist ein Weg zu mehr Selbstbewusstsein
Mehr Verständnis für deine Mitmenschen führt zu mehr Verständnis zu dir selbst.

Wie dich Empathie formen kann

Empathievermögen hilft dir ein besserer Mensch zu werden. Jeder der schon einmal etwas Gutes für jemanden anderen getan hat, kennt dieses warme Gefühl in der Brust. Es gibt Menschen, die ihre Liebsten überraschen, nur für diese Empfinden. Man kann man sich nur schwer selbst lieben, wenn man andere Leute verlacht oder tatenlos daneben steht, wenn Menschen Hilfe brauchen.

Versuche Menschen zu verstehen, hinterfrage warum Freunde, Familie und Bekannte handeln wie sie es tun. Selbst wenn jemand sich schlecht verhält und ein Arsch ist. Anstatt ihn zu verurteilen, versuche zu verstehen, was ihn dazu bewegt hat. Die meisten Menschen sind nicht von Natur aus böse oder schlecht. Mehr Verständnis für deine Mitmenschen sorgt für Klarheit, welcher Art von Mensch man selbst sein will. Ein Mensch, den man respektieren und lieben kann.

4. Taten sprechen lassen

Die Meisten kennen das Problem. Man liest spät abends etliche Artikel, wie man produktiver wird. Neue Ideen zum Kochen, Pläne für mehr Sport oder Datingtipps, um die vermeintliche Geliebte anzusprechen. Doch am nächsten Tag verschläft man den noch motiviert gestellten Wecker. Man bestellt sich etwas anstatt zu kochen, verlegt die Sporteinheit auf morgen und sieht tatenlos zu wie ein anderer, selbstbewussterer Mensch deine Traumfrau anspricht.

Bisher war jede Fähigkeit ein mentales Problem, dass man mit sich ausmachen kann. Aber jetzt geht es darum seinen Arsch hoch zu kriegen. Vor allem nach Jahren von Prokrastination, dem Aufschieben von Pflichten und ungeliebten Tätigkeiten, ist es schwer sich aufzurappeln. Dennoch ist es bei der Persönlichkeitsentwicklung extrem wichtig nicht nur zu lesen sondern aktiv seine eigenen Erfahrungen zu machen.

Der Zeitaufwand für jedes neue Projekt sollte so gestaffelt werden:

  • 20% Nachforschungen
  • 10% Austausch mit Kollegen und Mentoren
  • 70% Aktiv sein und es einfach machen

Den inneren Schweinehund besiegen

Es ist auf jeden Fall nicht einfach über seinen Schatten zu springen. Vor allem wenn man schüchtern ist, kann der Gedanke fremde Menschen anzusprechen beängstigend sein. Doch im Endeffekt ist das Übungssache. Die Wenigsten sind von Natur aus charmant, gewitzt und interessant. Genauso ist niemand nach einer Tanzstunde der perfekte Tänzer oder nach einem Gang ins Fitnessstudio ein Bodybuilder. Alles braucht Zeit und maximalen Aufwand.

Hat man es geschafft sich aufzurappeln, fühlt man sich unglaublich. Selbst für die kleinsten Erfolge wie Wäsche waschen oder das Bett machen gibt einem Zufriedenheit, wenn man es bewusst macht.

Das Wichtige für den Anfang ist, sich klare messbare Ziele zu setzen. Keine Neujahresresolution, die sagt: „Ich will mich nächstes Jahr gesünder ernähren und kochen“. Besser wäre: „Ich bestelle nur noch einmal in der Woche.“

Der nächste Schritt ist jetzt seine Ziele zu visualisieren. Stell dir täglich vor, wie du deine Ziele erfüllst. Du bekommst die gewünschte Gehaltserhöhung oder bist in einem schicken Restaurant mit deiner Traumfrau. Viele würden es Tagträume nennen, doch es funktioniert. Wenn man sich tagtäglich vorstellt sein Ziel zu erreichen, ist es einfacher es tatsächlich zu tun. Sportpsychologen arbeiten mit Leistungssportlern und Olympioniken wöchentlich und benutzen genau dieses Konzept, um durch sich die maximale Leistung aus den Sportlern herauszuholen.

5. Sich Ängsten stellen

Jeder hat Angst zu versagen. Auch die selbstbewusstesten Menschen der Welt wissen das Scheitern immer eine mögliche Folge ihres Handelns ist. Aber der Selbstbewusste schreckt davor nicht zurück und nimmt die Herausforderung an. Frei nach der Devise: wer anfängt, kann verlieren, wer nicht anfängt hat schon verloren. Niemand hat eine neue Freundin bekommen, indem er keine Frau angesprochen hat.

Es hat noch niemand ein Haus gebaut, ohne es zu tun. Und was noch viel wichtiger ist: Es hat noch nie jemand beim ersten Versuch das perfekte Haus gebaut. Es wäre doch perfide zu glauben, dass man beim allerersten Mal perfekt ist. Aus diesem Grund muss man sich seiner Angst stellen und etwas tun, wovor man zu viel Respekt hat. Das Schöne ist je öfter man über seinen eigenen Schatten springt, umso einfacher wird es sein. Bis es zur Gewohnheit wird.

Selbstbewusstsein heißt sich seinen Ängsten zu stellen
Man muss sich trauen neue Dinge zu erleben. Du wächst mit jeder neuen Erfahrung.
Sich Fehler erlauben und verzeihen

Jeder Mensch macht Fehler, jeder Mensch scheitert ab und an mal. Das Endresultat ist aber immer das Gleiche. Man geht als klügerer Mensch heraus. Es ist unglaublich sich vorzustellen, wie viele Rennen ein Usain Bolt verloren hat, bevor er der schnellste Mann der Welt wurde. Der Comedian Felix Lobrecht wurde nach 30 Sekunden von einer Bühne gebuht, hat weiter an sich gearbeitet und ist jetzt einer der bekanntesten neuen Komikern Deutschlands.

Beide hatten eine Sache gemein, sie haben selbst nach ihren Fehlern und ihrem Scheitern nicht aufgegeben, sondern weitergemacht. Man muss sich erlauben Fehler zu machen. Es hilft sich selbst zu fragen, wovor man überhaupt Angst hat. Was ist das Schlimmste, das passieren kann? Selbst wenn das allerschlimmste eintritt, ist es lebensverändernd? Meistens lautet die Antwort nein.

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Persönliches Wachstum ist ein lebenslanger Prozess

Um selbstbewusster zu werden, gilt es hart an sich zu arbeiten. Alleine die fünf oben genannten Fähigkeiten auszubilden, erfordert jahrelanges bewusstes Arbeiten an sich selbst. Und selbst dann, man ist nie fertig mit der Selbstreflexion, man hat immer Mal einen Moment der Schwäche, nach dem man mit sich unzufrieden ist. Jeder hat einen schlechten Tag, an dem man sich wie ein Arsch benimmt, oder faulenzt, oder mit seinen Ängsten zu kämpfen hat.

Denn was ist Selbstbewusstsein letztendlich? Es ist ein lebenslanger Kampf mit sich selbst. Genauso schnell wie man selbstbewusster wird und denkt man hat es im Griff, kann man Selbstbewusstsein auch wieder schlagartig verlieren. Ein Mann wird von seiner Freundin verlassen und fühlt sich ungeliebt und ungewollt. Man schreibt eine schlechte Arbeit oder wird von abgewiesen von einem potenziellen Partner. Deswegen ist ein weiteres Ziel von Selbstbewusstsein, dass man nach und nach unabhängig wird von äußeren Faktoren. Selbstbewusstsein aus dem Innern ist letztlich das Ziel.

Aber Persönlichkeitsentwicklung hört niemals auf. Man kann immer noch selbstsicherer und selbstbewusster werden. Welche der fünf Fähigkeiten von selbstbewussten Menschen fällt dir selbst am schwersten? In welchem Abschnitt deines persönlichen Wachstums bist du? Was ist Selbstbewusstsein für dich?

Merk dir diese Infografik auf deiner Pinnwand!

Definition der Persönlichkeitsentwicklung – Die 5 Sektoren, in denen du dich verbesserst

Persönlichkeitsentwicklung Definition erklärt durch einen Kompass

Das Thema der Persönlichkeitsentwicklung ist seit längerem Bestandteil unseres Zeitgeistes. In den frühen Generationen war die menschliche Psyche und das aktive Arbeiten daran verpönt. Selbst heute noch wird der Besuch eines Psychotherapeuten verheimlicht, während der Gang zu jedem anderen Doktor völlig normal ist. Es wird von der Gesellschaft heutzutage verlangt, dass man an sich arbeitet, aber dafür keine Hilfe kriegen darf. Aber was genau ist die Definition der Persönlichkeitsentwicklung?

Persönlichkeitsentwicklung – Definition

Persönlichkeitsentwicklung beschreibt das kontinuierliche Bemühen eines Menschen sich zu verbessern. Dazu gehört das Entwickeln von Fähigkeiten, Potenzial, mentale Stärken über das gesamte Leben. Das Erreichen von persönlichen Zielen und Glück für das gesamte Leben ist der Antrieb. Sobald man aufhört, an sich zu arbeiten, schläft der Geist ein und man wird auf Dauer mit seinem Leben unzufrieden.

Die 5 Sektoren der Persönlichkeitsentwicklung

Wir unterscheiden grundsätzlich in fünf verschiedene Sektoren, in die Verbesserungen vorgenommen können. Jeder einzelne Abschnitt ist wichtig und ein Ungleichgewicht im Fokus ist nicht zu empfehlen. Es ist normal, dass man sich in verschiedenen Zeiträumen nur auf eine oder zwei Kategorien fokussiert. Aber das große Ganze darf nicht vernachlässigt werden. Zum Beispiel wenn man sich nur auf die Arbeit und die Karriere konzentriert, vergisst man oft sein soziales Umfeld oder vernachlässigt seine Gesundheit.

Mental

Entwicklung der mentalen Fitness ist der wichtigste Schritt zu einer starken Persönlichkeit. Dazu zählt für viele als Hauptaugenmerk das Selbstbewusstsein. Selbstbewusstsein ist für viele ein Synonym für „sich trauen“ oder „mit breiter Brust“ laufen. Dabei geht es vielmehr darum zu wissen, wer man ist und stolz darauf zu sein. Es geht darum, die beste Version von sich zu sein, sich wert zu schätzen und mit positivem Denken durch den Alltag zu gehen. Genauso wichtig ist aber auch das Überwinden von Rückschlägen, das Bewältigen von Stresssituationen und der Umgang mit Kritik. Wichtige Fragen auf der mentalen Ebene sind zum Beispiel:

 • Wie werde ich selbstbewusst?

• Wie ändere ich mein Leben, wenn ich nicht zufrieden bin?

Persönlichkeitsentwicklung Definition für dein mentales Empfinden
Dem täglichen Druck stand zu halten, ist nicht immer einfach.

Sozial

Die soziale Ebene der Persönlichkeit ist für schüchterne Menschen dicht verwoben mit dem Selbstbewusstsein. Viele würden gerne aktiver an Gesprächen teilnehmen aber trauen sich nicht. Sie sehen das als ihre soziale Schwäche. Aber es gibt genauso viele Menschen, die nicht selbstbewusst sind und in sozialen Gruppen mit am aktivsten sind. Anstatt sich von ihrem mangelnden Selbstvertrauen in die Ecke manövrieren zu lassen, treten sie die Flucht nach vorne an.

Generell ist ein Mensch, der sozial kalibriert ist, in der Lage sich an seine Menschen herum anzupassen. Er lässt schüchterne Menschen zu Wort kommen und mit seiner Art lädt er sie ein, sich mehr zu öffnen. Eine Person mit sozialen Fähigkeiten passt sich seiner Umwelt an und liest den Raum. Der lauteste ist selten der mental stärkste und noch seltener der sozialste.

Wenn man seine sozialen Fertigkeiten verbessert, lernt man Menschen zu verstehen, Körpersprache zu deuten und sich in zwischenmenschlichen Situation zurechtzufinden. Man lernt tiefgehende und wichtige Beziehungen und Freundschaften einzugehen. Mit der nötigen Erfahrung versteht man dann auch, warum diese guten Freundschaften zu Ende gehen können.

Körper

Zur Entwicklung einer Persönlichkeit gehört auch die Erhaltung der körperlichen Fitness. Der Mensch ist für Sport gemacht. Vor Urzeiten reisten unsere Vorfahren kilometerweit um zu jagen. Das ging mittlerweile verloren aber der Drang zur Bewegung nicht. Genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, ist eine gute Ernährung. Hautprobleme, übermäßiges Gewicht sind oft (nicht immer) auf eine schlechte Ernährung zurückzuführen. 

Neben diesen beiden Hauptmerkmalen kann es aber auch um kleinere Dinge gehen. Heutzutage leiden viele Menschen unter Schmerzen. Sei es durch übermäßiges Sitzen, einer falschen Laufhaltungen oder eines krummen Rückens.

Persönlichkeitsentwicklung Defintion für den Körper
Körperliche Gesundheit ist essentiell für langhältiges Glück im Leben.

Fähigkeiten

Es ist erwiesen, dass Hunde glücklicher sind, wenn sie regelmäßig neue Tricks lernen. Warum sollte es bei Menschen anders sein? Wir sollten nie aufhören zu lernen und uns zu fordern. Es muss auch nicht immer gleich Klavier spielen oder eine neue Sprache sein. Kochen ist zum Beispiel eine der Grundfähigkeiten eines Menschen und einfach zu lernen. Es reicht auch sich aktiv mit einem neuen Thema zu beschäftigen.

Wer seinen Kopf fordert, bleibt aktiv und kann gezielter sich neuen Problemen stellen. Ohne das Stimulieren des Gehirns mit neuen Impulsen schläft es langsam ein. Es wird dann immer schwerer auf neue Eindrücke zu reagieren.
Wann hast du das letze Mal etwas Neues gelernt?

Karriere

Leider in unserer Gesellschaft unerlässlich ist das Geld verdienen. Zu Karriere gehört eine gute Schulbildung und Berufsausbildung. Das bedeutet nicht, dass man zwingend studieren oder eine Ausbildung machen muss. Selbst Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, brach sein Studium ab. Es geht mehr darum seine finanzielle Zukunft zu sichern, um sich seine Träume zu erfüllen. Dazu gehört primär das Ausbilden von vermarktbaren Fähigkeiten.

Ein weiterer Aspekt ist aber nicht nur das Geld verdienen, sondern auch das wirtschaften. Es ist erschreckend, wie viele Menschen nicht mit Geld umgehen können, unabhängig davon wie viel sie verdienen.

Wie entwickelt man seine Persönlichkeit?

Der erste Schritt zu persönlichem Wachstum ist die Erkenntnis, dass es noch Raum für Verbesserung gibt. Genauso für Menschen, die unzufrieden sind, die Erkenntnis, dass es nur eine Momentaufnahme ist.

Jeder nicht selbstbewusste Mensch kann selbstbewusst werden, jeder Unsportliche sportlich und jeder Erfolglose erfolgreich

Bin ich zu alt oder zu jung für persönliches Wachstum?

Generell ist man immer im perfekten Alter, um an sich zu arbeiten. Natürlich gibt es ein paar Limitierungen (mit 50 Skateboard fahren lernen oder mit 13 Auto fahren), aber man sollte nie aufhören sich zu fördern. Wichtig ist, sich nicht einreden zu lassen, man könne irgendetwas nicht tun. Du bist 40 und willst Gitarre spielen lernen? Informiere dich, mach einen Plan und zeige Ausdauer. Es ist nie zu spät.

Empfehlung von DailyMentor

Welcher Persönlichkeitstyp bist du? Wir haben einen Test für dich vorbereitet.

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Womit soll ich anfangen? Was ist am wichtigsten?

Es gibt verschiedene Ansätze, welche Sachen man zuerst angehen sollte. Eine Möglichkeit ist, dass man mit Fähigkeiten anfängt, die einem am meisten interessieren. Man ist motivierter und hat eine höhere Chance es durch zu ziehen.

Die andere Methode ist die interessantere. Anstatt sich in der Komfortzone zu bewegen, lerne etwas, indem du klare Defizite hast. Du wirst nervös, wenn du frei vor vielen Menschen sprechen musst? Lerne es bevor du anfängst zu lernen, wie man strickt! Das Herausfordern von klaren Schwächen kann einen Menschen beflügeln. Andererseits ist es natürlich schwieriger sich zu überwinden. 

Eine beliebte Ausrede für viele ist: „Ich kenne mich, das ziehe ich sowieso nicht durch.“ Wenn du das oft über dich denkst, dann mach dir keine Sorgen. Du bist einer von sehr vielen. Mach das zu deinem ersten Projekt. Lerne Disziplin zu entwickeln, Ziele umzusetzen

Persönlichkeitsentwicklung Definition wie man am besten anfängt
Der Anfang ist immer schwer, vor allem wenn man zu weit nach vorne guckt.

Fang klein an

Nichts ist demotivierender, als nach zwei Wochen eine verstaubte Staffelei zu sehen oder eine vergessene Gitarre. Deswegen ist es nahe liegender mit kleinen Dingen anzufangen. Bilde einfache kleine Ziele, um dich in das Projekt Ich zu gewöhnen. Das können die simpelsten Probleme sein. Ordne deinen Kleiderschrank neu und spende Kleidung, die du nicht mehr trägst. Konzentriere dich auf eine Klassenarbeit, Klausur oder Arbeitsprojekt doppelt soviel, wie du es sonst tust. Zeige dir selbst, wie viel du zu leisten vermagst.

Du wirst in ein paar Wochen einen Durchhänger haben, prokrastinieren und alles über deine Ziele vergessen. Das passiert jedem Menschen. Sieh es nicht als Niederlage, gib nicht auf. Persönlichkeitsentwicklung ist ein lebenslanger Prozess.

An welchem Sektor wirst du als Nächstes arbeiten? Wo hast du die meisten Defizite? Was fällt dir am schwersten? Wir lesen gerne deine Meinung in den Kommentaren.

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