Persönliche Integrität: Als wichtiger Bestandteil der persönlichen Entwicklung

Persönliche Integrität Definition erklärt anhand einer Person, die von hinten fotografiert wurde

Ein Mensch, der seine Meinung sagt, auch mal die unangenehme Wahrheit ausspricht, nach seinen persönlichen Werten lebt, sich von diesen auch nicht so einfach abbringen lässt, eigene Grenzen zieht und die von seinen Mitmenschen berücksichtigt. Solch ein Mensch ist aufrichtig, ehrlich, vertrauenswürdig und zuverlässig. Was diese Beschreibung und Adjektive alles miteinander vereinbaren? Es ist die persönliche Integrität eines Menschen.

Sie ist ein wichtiger Bestandteil einer gefestigten Persönlichkeit. Die persönliche Integrität trägt maßgeblich zur persönlichen Entwicklung bei. Denn eine integre Person hat seine inneren Überzeugungen erkannt, kann gewissermaßen das Leben für sich einordnen und ist sich seiner Handlungen bewusst.

Auch im sozialen Umgang machen sich die positiven Aspekte der persönlichen Integrität bemerkbar: Sie macht eine Person für ihr Umfeld greifbar und vertrauenswürdig, was sich auf viele soziale Bereiche und zwischenmenschlichen Beziehungen positiv auswirkt. Einer integren Person ist es nämlich möglich ihrem Umfeld ein ehrliches, unbestechliches und authentisches Bild der eigenen Persönlichkeit zu vermitteln – eine wichtige Eigenschaft in der persönlichen Entwicklung und Selbstfindung.

Da dieser Begriff in doch so vielen psychologischen und persönlichen Bereichen von großer Bedeutung ist, widmet sich DailyMentor in diesem Beitrag der persönlichen Integrität. Gemeinsam beleuchten wir, was für zentrale Eigenschaften die persönliche Integrität mit sich bringt und weshalb sie in unserem Alltag so wichtig ist. 

Definition von Integrität: Ein vielfältiger Begriff

Grundsätzlich leitet sich Integrität aus dem Lateinischen von integritas ab, was so viel wie unversehrt, intakt oder vollständig bedeutet.

Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht meist man von der persönlichen Integrität. Sie umschließt dabei vor allem Aspekte der Ethik, Moral, (gesellschaftlichen) Norm und die persönlichen Werte eines Menschen. Eine genauere Definition erhältst du im nächsten Abschnitt.

Doch Integrität ist ein Begriff, der ganz unterschiedliche Ausprägungen haben kann und bspw. auch ein organisationales, medizinisches, territoriales aber auch informatorisches Merkmal sein kann. Zur Vollständigkeit möchten wir auf diese kurz eingehen:

Referentielle Integrität ist ein Begriff aus der Informatik und beschreibt die Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit von Datensätzen.

Die territoriale Integrität orientiert sich hingegen am internationalen Völkerrecht. Sie definiert die Grenzen eines souveränen Staates, welche von anderen Ländern eingehalten werden müssen. Man spricht also von der Unverletzlichkeit eines Staatsgebietes. Die territoriale Integrität ist ein fester Bestandteil des Völkerrechts und wird bspw. durch bi- oder multilaterale völkerrechtliche Verträge und allgemeine Rechtsgrundsätze bestätigt.

Die medizinische Integrität beschreibt die gesunde und ungestörte Funktionsweise eines menschlichen Körpers. Ausschlaggebend dafür ist die Unversehrtheit des Körpers und das intakte Immunsystem des Menschen.

Die organisationale Integrität bezieht sich auf eine Organisation oder ein Unternehmen und lässt sich in zwei unterschiedliche Definitionen unterteilen: 

Eine Organisation ist als integer zu bezeichnen, wenn ihre formalen Abläufe im Einklang mit dem Wertesystem ihrer Belegschaft stehen; es beschreibt also die Integrität innerhalb einer Organisation und seiner Mitarbeiter, sodass sich diese in ihrer Arbeit wohlfühlen und mit dem Unternehmensbild identifizieren können.

Doch auch aus der makroökonomischen Sicht kann eine Organisation als integer bezeichnet werden, wenn das Unternehmen gewissermaßen richtig und ehrlich auf dem Wirtschaftsmarkt agiert. Vor allem ab dem 21. Jahrhundert kam es vermehrt zu größeren Korruptions- und Vertuschungsskandale großer Unternehmen, weshalb Organisationsstrukturen zunehmend von externe Aufsichten auf den Prüfstand bzgl. ihrer organisationalen Integrität bewertet werden.

Definition der persönlichen Integrität

Persönliche Integrität ist eine ethische Forderung des philosophischen Humanismus. Sie besagt die fortlaufende Übereinstimmung des persönlichen Wertesystems, die ein Mensch in all seinen täglichen Handlungen ausleben soll – eine recht schwierige Definition, die wir nun etwas praktischer aufdröseln wollen:

Integrität lässt sich gewissermaßen als ein Persönlichkeitsmerkmal erklären, welches viele weitere positive Charaktereigenschaften vereinigt. Synonyme, aber auch Eigenschaften der persönlichen Integrität sind demnach:

  • Anständigkeit
  • Aufrichtigkeit
  • Ehrlichkeit
  • Gerechtigkeit
  • Korrektheit
  • Unbestechlichkeit
  • Vertrauenswürdigkeit
  • Zuverlässigkeit

Ein Mensch zählt als integer, wenn er sich nach seinen persönlichen Überzeugungen verhält und die oben genannten Begriffe für sich berücksichtigt. Einfach gesagt, dass sich jemand selbst treu ist und gegenüber seinem Umfeld als authentisch zählt. 

Dies erklärt bspw. auch die allgemeine Definition des Oxford Lexikons. Demnach ist persönliche Integrität „die Eigenschaft, ehrlich zu sein und starke moralische Prinzipien zu haben“ (aus dem Englischen übersetzt).

Die Grundlagen seiner Integrität und persönlichen Werte können sich dabei sowohl an religiösen, politischen, normativen, humanistischen und philosophischen Vorstellungen orientieren. 

Die persönliche Integrität kann sich daher grundlegend von Mensch zu Mensch unterscheiden und steht in enger in Verbindung mit dem soziokulturellen Hintergrund und den Erfahrungen, die man in seinem Leben erfahren hat.

Persönliche Integrität im Umgang mit der Gesellschaft

Ein integreres Verhalten hat viel mit dem gesellschaftlichem und sozialen Umgang zu tun; denn schließlich ist jeder Mensch ein Teil der Gesellschaft und seiner sozialen Kreise, in denen er verkehrt. Persönliche Integrität inkludiert daher bspw. den Respekt, die Würde und Beachtung seiner Mitmenschen.

Gerade in der ethischen Verwendung ist Integrität ein wichtiger Begriff, der die Persönlichkeit – in seiner Ganzheit und Unversehrtheit – als zerbrechliches Gut beachtet und daher durch das gesellschaftliche Umfeld geschützt werden muss.

Gesellschaftlich zeichnet sich ein integreres Verhalten dadurch aus, dass eine Person „unbestechlich“ ist. Dafür benötigt es vor allem Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, die eine Person in ihr Umfeld trägt. Sie steht dauerhaft zu ihren fest verankerten Werten und lässt sich von diesen auch nicht abbringen.

Dies verdeutlicht vor allem das Gegenteil von Integrität: Korruption. 

Eine korrumpierbare Person ist nämlich nicht nur jemand, der sich etwa von äußeren Einflüsse leiten lässt und von seinen eigen Werten abweicht, sondern auch wem anders Drohungen oder Verlockungen ausspricht. Korruption steht also der Integrität entgegen.

Korrumpierbare Menschen weichen von ihren Werten ab, sind bestechlich und unehrlich, um sich persönliche Vorteile zu verschaffen. Dies bezahlen sie mit dem Verlust ihrer persönlichen Integrität.

Doch wie sieht persönliche Integrität im Alltag aus?

Die bisherigen Abschnitte wirkten sehr abstrahiert und theoretisch. Doch schließlich ist persönliche Integrität eine Eigenschaft, die täglich von uns gelebt wird. Daher möchten wir diesem Begriff noch einen praktischeren Bezug für den Alltag und „etwas Leben“ verleihen.

Für die meisten wird Integrität mit ehrlichem Verhalten gleichgesetzt. Im Grunde ist dies nicht falsch, jedoch zeichnet das alleine Integrität nicht aus. Daher hier einfaches Beispiel:

In einer brenzligen Situation benötigst du einen Rat oder Hilfe. An welche Personen wendest du dich in diesem Fall? An die Personen, denen du vertraust und auf die du dich im Zweifelsfall immer verlassen kannst. Du fragst also die Menschen nach einem Rat, die zu ihrem Wort stehen, keine leeren Versprechungen machen und sich auch nicht davor scheuen, dir mal ihre ungefilterte Meinung zu geigen. Das sind Menschen mit persönlicher Integrität: Du weißt bei ihnen, woran du bist – ohne Wenn und Aber.

Für solch ein Verhalten benötigt es vor allem Mut. Den Mut, für das Richtige einzustehen, sich zu Wort zu melden und sich für seine Werte einzusetzen – auch wenn dies bedeutet mal unangenehmen Gegenwind verspüren zu können.

Es bedeutet, sich dazu zu entscheiden, die Wahrheit zu sagen, selbst wenn sie unkomfortabel scheint und einem vielleicht sogar dadurch negative Konsequenzen drohen. Solch ein Verhalten erfordert die richtige Selbstachtung und eine Menge Selbstbewusstsein, um mit den Reaktionen von anderen Menschen umgehen zu können.

Denn wie oft besteht die Versuchung, seine Werte und Überzeugungen zu missachten, im Tausch dafür sein Fremdbild aufzupolieren, um vor anderen gut dastehen zu können? Oder entgegen seiner Integrität zu handeln, um es sich in gewissen Situationen einfacher zu machen?

Sich integer zu verhalten heißt sich genau diesen Versuchungen zu widersetzen und sich nicht zu schade zu sein, mal in einem schlechten Licht dazustehen oder sich für den schwierigeren Weg zu entscheiden, wenn dies bedeutet, ehrlich und authentisch zu handeln.

Der Kerngedanke, um sich selbst auf persönliche Integrität zu prüfen, lässt sich auf folgende Frage herunterbrechen: Kannst du dich nach deinen Worten, Zusagen und Handlungen weiterhin ehrlich im Spiegel anschauen und behaupten, dass du das Richtige getan hast? Falls ja, hast du nach deinen Werten, integer und richtig gehandelt.

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Wichtige Eigenschaften für mehr persönliche Integrität

Integre Menschen kennen ihren Überzeugungen. Einige dieser Überzeugungen können sich individuell unterscheiden. Dennoch gibt es eine Hand von wichtigen Werten, die persönliche Integrität im Kern entscheidend ausmachen. 

Im alltäglichen Leben greifen viele dieser Werte für integre Menschen meist ganz intuitiv und unbewusst, da sie nicht aktiv über diese nachdenken müssen. Diese Eigenschaften sind vielmehr ein fester Bestandteil ihrer Persönlichkeit und haben sich im gewohnten Verhalten etabliert.

Genau diese Haupteigenschaften wollen wir uns nun anschauen. Als Zusatz erhältst du von uns noch eine kleine Inspiration, die dich ermuntern soll, dich zu reflektieren und über die einzelne Eigenschaft etwas nachzudenken.

Ehrlichkeit

Integrität erfordert Ehrlichkeit. Und Ehrlichkeit erfordert Mut. Nämlich den Mut seine ehrliche Meinung gegenüber anderen kommunizieren zu können. Denn eine ehrliche Aussage kann in manchen Situationen einen unschönen Beigeschmack haben.

Doch trotzdem ist es besser klar und deutlich zu sagen, welche Umstände wirklich vorliegen, anstatt um den heißen Brei herumzureden oder im Nachhinein auf Ausreden und Notlügen zurückzugreifen zu müssen.

Jedem von uns fallen sicherlich viele Situationen ein, in denen man guten Gewissens sagen kann, dass man gerade die ehrliche – aber dennoch harte und unschöne – Wahrheit gehört bzw. gesagt hat.

Erinnere dich nochmal an solche Situationen zurück, als dich solch ehrliche, aber schmerzhafte Wahrheiten „getroffen haben“? Sicherlich waren es Situationen, die man im ersten Augenblick verkraften musste. Doch spätestens im Nachgang tat einem die bittere Wahrheit besser, als wenn unangenehme Situationen fälschlicherweise verschönigt wurden.

Sich dies zu trauen und ehrlich zu sein, spricht für integres Verhalten.

DailyMentor Tipp zum Thema Ehrlichkeit: Ehrlichkeit erfordert die persönliche Fähigkeit der Akzeptanz. So sehr wie Ehrlichkeit die Transparenz im Untereinander bestärkt, steigert sich gewissermaßen auch das Potenzial für Konflikte und Meinungsverschiedenheiten. Als Erinnerung: Integrität umschließt das Akzeptieren von persönlichen Grenzen anderer Menschen, sowie derer Meinungen. Integre Menschen verurteilen andere nicht für ihre ehrlichen Meinungen und Empfindungen.

Sieh zu, dass du ein ehrlicher Mensch wirst, denn damit sorgst du dafür, dass es einen Schurken weniger auf der Welt gibt.

Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Essayist Tweet

Verantwortung

Persönliche Integrität hat enorm viel mit Selbstverantwortung zu tun. Denn nur wer verantwortungsvoll handelt, kann für seine persönlichen Werte eintreten. Es ist die Fähigkeit proaktiv zu handeln und entscheiden – ganz im Sinne der eigenen Überzeugungen.

Dieses bedeutet letztlich auch gewisse Risiken auf sich zu nehmen und entsprechende Konsequenzen seiner Taten zu übernehmen  – ganz unabhängig davon, ob diese positiv oder negativ ausfallen. Denn integre Menschen stehen für ihr Handeln gerade und verantworten sich für das, was sie getan haben.

Demnach zählt die Fähigkeit, seine eigenen Fehler zuzugeben, ebenfalls zur persönlichen Integrität. Denn als integrer Mensch benötigt es stetige Selbstreflexion der eigenen Handlungen und genauso wahre Größe, um sich für seine Fehler verantworten zu können. So schön wie es auch wäre, doch Fehltritte, Enttäuschungen und Rückschläge gehören im Leben dazu – und als integre Person werden diese Situationen nicht ignoriert, sondern es wird verantwortungsvoll mit ihnen umgegangen.

DailyMentor Tipp zum Thema Verantwortung: Tagtäglich erfordert das Leben von uns Entscheidungen. Werde dir dieser Entscheidungsgewalt bewusst und was dein Handeln für dich und deine Mitmenschen für Konsequenzen nach sich zieht. Sei dir sowohl über die Macht dieses Privilegs bewusst, aber beachte schließlich auch, welche Einflüsse du mit jeder deiner Entscheidungen auf die Geschehnisse bewirkst.

Zuverlässigkeit

Eine Person, die zu ihrem Wort steht oder ihren Worten Taten folgen lässt: Auf diese Person ist Verlass und andere können ihr vertrauen. 

Solch eine Eigenschaft spricht nicht nur für persönliche Integrität, sondern auch für eine gute Selbstorganisation der jeweiligen Person. Denn um sein Wort einzuhalten, muss man mit seinen Ressourcen richtig wirtschaften und planen. 

Wie viel Zeit steht zur Verfügung? Kann man anderen mit seinen Fähigkeiten überhaupt helfen? Ist auch sichergestellt, dass man sein Wort pünktlich einhält? Es sind relevante Fragen, die man bejahen sollte, um zuverlässig zu sein.

DailyMentor Tipp zum Thema Zuverlässigkeit: Zuverlässigkeit erfordert das vernünftige Setzen deiner Prioritäten. Sich selbst nämlich mit Aufgaben zu überladen, kann der Zuverlässigkeit schaden. Beachte daher zu aller erst deine Aufgaben, ob dir überhaupt genug Zeit zur Verfügung steht und du wirklich anderen behilflich sein kannst.

Sich selbst die richtigen Grenzen zu setzen und einzuhalten, hat viel mehr mit Respekt zu tun, als dass man eine andere Person mit diesen Aktionen abweisen möchte. Denn wenn man merkt, dass man bspw. nicht die nötigen Fähigkeiten besitzt oder keine Zeit verfügt, kann man wem anders nicht verlässlich zur Seite stehen. Man handelt aus gutem Gewissen und nicht etwa, weil man nicht will. 

Respekt und Gerechtigkeit

Persönliche Integrität umfasst wie bereits beschrieben auch den sozialen Umgang mit anderen Personen. Integre Menschen tragen demnach soziale Eigenschaften inne, um jeden Menschen mit demselben Respekt zu begegnen. Unabhängig von der Herkunft, dem Geschlecht, sozialen oder beruflichen Status u.Ä.: Jedem Menschen wird gleichermaßen respektvoll gegenübergetreten. 

Im Rahmen des integren Verhaltens ist ein gerechtes, faires und harmonisches Zusammenleben in der Gesellschaft von besonderer Bedeutung, was vor allem durch gegenseitiges Verständnis und Empathie integrer Menschen erreicht wird.

Integrität hat demnach auch viel mit der „Teamplayerfähigkeit“ eines Menschen tun; dass jemand rücksichtsvoll, gerecht und respektvoll mit seinen Mitmenschen umgeht. Er achtet auf die Bedürfnisse anderer Personen, ist offen für andere Meinungen und sieht jeden als gleichberechtigt. 

DailyMentor Tipp zum Thema Respekt und Gerechtigkeit: Gerade in der heutigen Zeit ist gegenseitiger Respekt und Gerechtigkeit füreinander besonders wichtig. Auch wenn viele der Probleme doch so global erscheinen, trägt jeder auf seiner individuellen und noch so kleinen Ebene einen Teil bei und kann solch wichtige gesellschaftliche Werte präsentieren, beschützen und ausleben. Wir von DailyMentor möchten uns genau für solch einen gleichberechtigten Umgang aussprechen. Jeder kann als gutes Beispiel für sein soziales Umfeld vorausgehen und sollte so einem Freund, aber auch Fremden gegenübertreten.

Die Gerechtigkeit ist nichts anderes als die Nächstenliebe des Weisen.

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), deutscher Philosoph Tweet

Korrektheit und Unbestechlichkeit

Das Leben eröffnet uns die Möglichkeit aus einem Pool vieler vernünftiger und unvernünftiger Versuchungen zu entscheiden. Rund 20.000 solcher Entscheidungen trifft jeder Mensch am Tag. 20.000 Mal wird unsere Persönlichkeit auf den Prüfstand gestellt: Handeln wir nach unseren inneren Überzeugungen und Werten, oder nicht?

Ganz unabhängig davon wie einfach oder schwer uns gewisse Entscheidungen fallen: Sie fordern uns jedes Mal heraus korrekt und unbestechlich gegenüber unseren Werten zu handeln. Und manchmal gibt es eine einfachere Ausfahrt bzgl. unserer Entscheidungen, die jedoch im potenziellen Konflikt mit unseren Überzeugungen stehen.

Genau in diesen Situationen unterscheiden sich integre Menschen von nicht integren. Wie bereits in unserer Definition erklärt, ist das Gegenteil von Integrität die Korruption. Als einen Ausleger der Korruption könnte man das Lügen ansehen. Wenn wir nun nicht korrekt nach unseren Überzeugungen handeln, korrumpieren wir uns sozusagen selber und machen uns das Leben einfach. Wir sind zu uns selbst nicht mehr ehrlich und belügen uns stattdessen.

Integrität zeichnet sich dahingehend aus, dass man unbestechlich gegenüber seiner Werte ist; korrekt und authentisch nach diesen lebt. Solche Menschen schaffen es sich für andere dadurch greifbarer zu machen und gleichzeitig werden sie als zuverlässiger von ihrem Umfeld wahrgenommen, da andere Personen wissen, worauf sie sich im Zweifelsfall bei ihnen verlassen können.

DailyMentor Tipp zum Thema Korrektheit und Unbestechlichkeit: Das Leben prüft uns auf unsere Werte tagtäglich hunderte – gar tausende – Male. Sei dir bewusst, dass du dich dahingehend selbst angehalten fühlen musst, korrekt und ehrlich zu handeln. Denn die meisten Handlungen werden nicht nochmal von wem anders validiert oder beurteilt, sodass du dir selber gegenüber ehrlich sein musst – auch wenn dies bedeutet öfters mal auf die einfache Ausfahrt verzichten zu müssen.

Ein paar letzte Worte und Fragen zur persönlichen Integrität

Wir widmen uns nun dem Ende. Gemeinsam wir haben uns intensiv mit der persönlichen Integrität auseinandergesetzt und angeschaut, welche weiterführenden Eigenschaften diese Begrifflichkeit mit sich bringt, genauso wie man seine persönliche Integrität hinterfragen und stärken kann.

Zum Abschluss fassen wir dir die wichtigsten Fragen zusammen, die du dir stellen kannst, um dein integres Verhalten zu prüfen:

  • Kenne ich meine persönlichen Werte? 
  • Ist das, was ich tue, im Einklang mit meinen Werten und Überzeugungen?
  • Bin ich gegenüber mir und meinem Umfeld ehrlich und sage die Wahrheit?
  • Können sich andere Personen auf mich verlassen, wenn sie mich um Hilfe bitten?
  • Bin ich offen gegenüber den Meinungen und Ideen anderer Personen? 
  • Achte und akzeptiere ich meine Mitmenschen und halte ihre persönlichen Grenzen ein?
  • Verantworte ich mich für mein Verhalten und Gesagtes?

Wir hoffen du konntest etwas Neues über dich und persönliche Integrität erfahren, dass du mit diesem Wissen im Hinterkopf deinen Alltag neu- bzw. mitgestalten kannst.

Die Schönheit vom Leben im Hier und Jetzt

Das Leben im Hier und Jetzt beschrieben mit einer Vielzahl von Heißluftballons

Das Leben im Hier und Jetzt ist leichter gesagt, als getan. Denn kennst du es nicht auch? Wir legen uns schlafen und haben bereits einmal den ganzen nächsten Tag gedanklich durchgespielt. Oder wir schwelgen in unseren Erinnerungen und zermartern uns den Kopf über bereits Vergangenes.

Wir knüpfen unser Glück an die Zukunft, machen uns Sorgen, was morgen wohl sein mag und erleben regelmäßig unsere Vergangenheit erneut. Doch wir leben nun mal genau „zwischen diesen Zeiten“ – im Hier und Jetzt.

Sind wir zu sehr in den falschen Zeiten gefangen, bürgt es in gewissermaßen das Risiko, die schönen Momente der Gegenwart zu verpassen – und soweit wollen wir es nicht kommen lassen.

Dafür haben wir in diesem Artikel fünf Inspirationen vorbereitet, damit du es schaffst – trotz der Sprünge zwischen den Zeiten – das Leben im Hier und Jetzt in vollen Zügen genießen zu können. Doch zuvor müssen wir uns nochmal der zwei anderen Zeitformen widmen:

Inhaltsverzeichnis

Das Leben im Hier und Jetzt – und der Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft

Die Gegenwart ist die einzige Zeit, auf die wir als Mensch einen Einfluss haben und bewusst erleben können. Dennoch sind wir ein Konstrukt aus unserer Vergangenheit und Zukunft. Beide Zeitformen beeinflussen maßgeblich unsere Gegenwart – und das mehr als du denkst. 

Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – alle drei Zeitformen zusammen – bilden für uns das Fundament, wie wir das tägliche Leben im Hier und Jetzt für uns bestimmen und erleben.

Die Zukunft beunruhigt uns - die Vergangenheit hält uns fest. Deshalb vergeht uns die Gegenwart.

Gustave Flaubert (1821-1880), französischer Schriftsteller Tweet

Der Einfluss der Vergangenheit auf das Leben im Hier und Jetzt

Jeder von uns kennt es, wenn man mal wieder mal in seine Erinnerungen abschweift und vergangenen Momente erneut erlebt.

In schöne Erinnerungen versetzt sich man gerne zurück, durchlebt die Bilder und Gefühle nochmal und erfreut sich an diesen Momenten. Doch genauso gibt es sicherlich auch unschönere Situationen, die einen in negative Emotionen versetzt haben und es ggf. auch heute noch weiterhin tun. Man überlegt, ob man sich richtig verhalten hat oder man vielleicht doch besser hätte handeln können.

Dieses Verhalten ist ganz normal. Es ist allerdings wichtig, dass man nicht zu sehr an seiner Vergangenheit festhält, um „den Moment zu verpassen“. Die Vergangenheit ist geschehen – auch wenn sie nach wie vor ihren Einfluss auf das Leben im Hier und Jetzt besitzt.

Diesen Einfluss kann man bspw. an unseren Glaubenssätzen erkennen. Denn in der Vergangenheit liegt der Ursprung all unserer Glaubenssätze, die unser tägliches Leben stark beeinflussen. Sie sind es, die bestimmen mit welchen Augen wir die Welt betrachten.

All unsere Erfahrungen machen sich auf die eine oder andere Weise bemerkbar – sei es dadurch, wie wir in einer bestimmten Situation denken, fühlen oder handeln. Sie beeinflussen weitestgehend unsere Gegenwart und Zukunft, da jeder von uns regelmäßig solche Erfahrungswerte in sein tägliches Leben mit einfließen lässt.

Die Vergangenheit ist noch nicht tot. In der Tat, sie ist noch nicht einmal vergangen.

William Faulkner (1897-1962), US-amerikanischer Schriftsteller Tweet

Der Einfluss der Zukunft auf das Leben im Hier und Jetzt

Sei ehrlich, kennst du es nicht auch? Vor dem Schlafen gehen, denkst du an den nächsten Tag und hast ihn gedanklich schon einmal durchlebt. Du denkst an deine täglichen Aufgaben und Verpflichtungen. Mit dem Aufstehen bist du gedanklich bereits bei der Arbeit. Während der Arbeit denkst du an den Feierabend. Und im Feierabend denkst du schon wieder an den nächsten Tag.

Diese Gedankenschleife reflektiert dabei nur die kurzfristige bzw. unmittelbare Zukunft und umfasst dabei noch nicht mal die langfristige Zukunft mit ihren verbundenen Lebenszielen, -träumen und Wunschvorstellungen. Wie oft wägen wir die Zukunft in unserer Gegenwart mit ab – in unserem Leben im Hier und Jetzt? Vermutlich zu oft. Die Gründe dafür sind offensichtlich:

Im Kindesalter wird einem diese Denkweise an die Hand gelegt: Es benötigt gute Noten, um auf eine gute weiterführende Schule zu kommen. Dann wiederum benötigt es einen guten Schulabschluss, um eine gute Ausbildung zu erlangen, einwandfreie Praktika und weitere hervorragende Arbeitserfahrungen, um den nächsten Karriereschritt zu machen. 

Es wird uns so beigebracht, dass wir den Fokus bei unseren Entscheidungen stets in die Zukunft und ggf. weniger in die Gegenwart legen sollten. Es sind klassische „Wenn…dann…“-Formulierungen und -Gedanken, die unser Leben im Hier und Jetzt stark beeinflussen. Dadurch werden gewisse Erwartungen an die Zukunft geknüpft. Mit jeder noch so kleinen Entscheidung möchten wir unsere Zukunft behüten, uns keine Steine in den Weg legen und versuchen uns immer das zukünftige Optimum zu bewahren.

Doch hält man an dieser Erwartungshaltung für seine Zukunft zu sehr fest, kann sie einen im Hier und Jetzt quasi limitieren, indem man sich selbst dem einen oder anderen Glücksmoment verwehrt. Man lebt in und für die Zukunft – und nicht in der Gegenwart.

Denn das Leben im Hier und Jetzt umschließt, das bewusste Genießen und Erleben seiner (Glücks-)Momente. Als Türöffner, um dies besser für sich zu verstehen, kann uns bspw. die hedonistische Glücksmaxime helfen.

Der Hedonismus als Türöffner für das Leben im Hier und Jetzt

In unserem Beitrag „Was ist Glück für uns Menschen?“ haben wir uns mitunter der altertümlichen Glücksmaxime des Hedonismus gewidmet, deren Ursprung man in der Antike Griechenlands wiederfindet.

Der Hedonismus kann gewissermaßen als Leitsatz für das Leben im Hier und Jetzt fungieren. Kurz gefasst, beschreibt diese Glückstheorie das bewusste Erleben angenehmer Glückszustände im Augenblick, die durch positive Empfindungen und Erlebnisse hervorgerufen werden. 

Es beschreibt das bewusste Ausleben der Momente des Genusses, der Freude und Lust, in denen einen Mensch sich glücklich fühlen kann – ganz unabhängig davon, ob er sich diesen Moment selber kreiert hat oder dieser ihn womöglich ganz zufällig im Leben begegnet.

Wir können uns diese Grundprinzipien des Hedonismus wunderbar dafür heranziehen und den „Glücksgedanken“ dieser Maxime ausweiten, um uns eine Wunschvorstellung für ein gelungenes Leben im Hier und Jetzt herzuleiten:

Das Leben im Hier und Jetzt sollte sich dadurch auszeichnen, dass es uns ermöglicht wird die Gegenwart – in ihrer Schönheit – bewusst (aus)leben zu können; salopp gesagt: Den Moment genießen zu können. Dieser allumfassende Gedanke, der zurzeit bisher nur sehr grob umrissen ist, erfordert gewisse Anforderungen und Begriffe, die im weiteren Verlauf immer wieder ihre Anwendung finden werden: Dankbarkeit, Achtsamkeit, Selbstliebe und das Schaffen eines besseren Bewusstseins für den Moment.   

Dafür folgen nun hilfreiche Inspirationen, die es uns ermöglichen sollen, das Leben im Hier und Jetzt besser auskosten zu dürfen.

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5 Inspirationen um das Leben im Hier und Jetzt für sich genießen zu können

Lass dich ein wenig von unseren Worten inspirieren. Vielleicht kannst du den einen anderen schönen Gedanken für dich herausziehen, um wieder mehr im Moment anzukommen.

Das Leben mal wieder aus den Kinderaugen sehen

Gerade, um sich nochmal auf die Anfänge des Textes zu beziehen: Auch wenn wir „nur“ im Moment leben, so beeinflusst uns dennoch unsere Vergangenheit und Zukunft – zumindest als Erwachsener.

Mit dem Älterwerden werden wir uns nun mal auch der Konsequenzen unserer Entscheidungen bewusster und lassen dies verstärkt in unser Tun mit einfließen. Diesen weitgehenden Horizont besitzen Kinder noch nicht. Sie leben vorrangig im Moment, im Hier und Jetzt. Sie sind sich dem Ausmaß ihrer Taten noch nicht so sehr bewusst, wie es ein Erwachsener ist.

Sie schauen noch mit einer kindlichen „Naivität“ und Leichtigkeit auf die Welt. Ab und zu sollten wir uns nochmal diese Verhaltensweise von der jüngeren Generation abschauen. Denn auch wir Erwachsenen können etwas von Kindern lernen und diese Leichtigkeit verspüren, die wir früher allesamt besaßen.

Um dir das bewusst zu machen, haben wir hier ein Video für dich. Schau es dir bitte gerne an und sag uns, dass dir das Gespräch zwischen dem Jungen und dem älteren Herren kein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat. Du siehst, wie sich der ältere Herr auf die Ebene des siebenjährigen Jungen begibt, sein Leben nochmals anders reflektiert und betrachtet, als er es unter Erwachsenen tun würde – ein Gespräch zwischen den beiden, das einen zum Nachdenken anregt:

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Manchmal sind es schon die Kleinigkeiten

Jeder hat den Satz schon unzählige Male selbst gesagt und gehört: „Es sind die kleinen Dinge im Leben…“. In dieselbe Richtung verweist auch der Spruch „Der Teufel liegt im Detail“ – jedoch vermutlich mehr im beruflichen Kontext, in organisatorischen Dingen oder Projekten. Irgendwas muss an diesen Sätzen doch dran sein?

Es sind meist die Kleinigkeiten, die uns den Tag versüßen, uns ein Lächeln auf die Lippen zaubern und uns ein kleines Bisschen glücklicher stimmen – und seien es dabei auch nur ganz kurze, schon fast periphere Momente im Alltag: ein Lächeln oder Kompliment einer anderen Person, der Genuss einer köstlichen Mahlzeit, ein Gefallen, der erwiderte wurde, das Spüren einer warmen Sommerbrise, ein herzliches Lachen oder der Lieblingssong, der zufällig im Radio gespielt wird.

Solche Kleinigkeiten hält uns das Leben immer wieder aufs Neue bereit und fordert dafür kein Zutun von uns selbst. Es beschenkt uns mit solchen Momenten und erinnert uns daran im Hier und Jetzt zu leben und zu sein.

Uns passiert an einem normalen Tag so viel Gutes – meist ohne es zu merken bzw. dem Bewusstsein dafür. Doch dabei sind es genau diese Momente, die uns daran erinnern können, dass wir weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft sind, sondern genau hier – zu diesem Zeitpunkt.

Ganz im Sinne des Hedonismus: Genieße diese Momente, um dich daran zu erinnern, dass du genau im Hier und Jetzt lebst und bist. Jeden Tag aufs Neue finden wir solche Momente und kleine Details, die uns im Leben ein kleines Stückchen glücklicher stimmen.

Hundert kleine Freuden sind tausendmal mehr wert als eine große.

Johannes Kepler (1571-1630), deutscher Astronom, Physiker und Naturphilosoph Tweet

Wie groß sind deine Probleme wirklich?

Wir besitzen ein unglaublich wertvolles Privileg in der heutigen, westlichen und modernen Welt zu leben. Dem Großteil der unserer Gesellschaft ist es möglich ihre menschlichen Grundbedürfnisse im Handumdrehen zu stillen und zu befriedigen.

Viele von uns genießen solche Privilegien. Allein solche „Eckpfeiler“, dass einem gesundheitlich gutgeht, man sich mit keinem knurrenden Magen schlafen legen muss, finanziell abgesichert ist, eine erfüllende Beziehung führt oder einen gefestigten Freundes- und Familienkreis besitzt, können uns das eigene Glück immer wieder vor Augen führen. Wenn man sich dies regelmäßig bewusst macht, werden viele andere Probleme, die man aus seiner subjektiven Perspektive als so gewaltig ansieht, direkt viel kleiner.

Zukunftsängste hin oder her. Natürlich beschäftigten auch mich diese Dinge, doch grundlegend kann ich guten Gewissens sagen: „Mir geht es in diesem Moment gut“. 

Überstunden, das nächste große Projekt bei der Arbeit, eine Zugverspätung, weshalb man eine Verabredung nicht rechtzeitig wahrnimmt, andere Verpflichtungen und Termine – wie groß sind diese Sorgen wirklich? Frag dich in solchen Momenten eines: Inwiefern werden diese Probleme langfristige Folgen auf mein Leben haben oder sind es vielleicht doch eher Momentaufnahmen, die es zu bewältigen gilt? Inwiefern werden diese Ereignisse meine Zukunft langfristig „erschüttern“, weshalb ich mir in meinem Leben im Hier und Jetzt großartige Sorgen machen müsste?

Diese subjektiven Empfindungen des Katastrophierens kennt sicherlich jeder. Man macht sich gut und gerne manchmal mehr Stress, als eigentlich vorgesehen.

Deshalb tut es uns ab und zu mal gut in eine „Vogelperspektive“ zu wechseln; Dankbarkeit für die Privilegien und all das Gute zu verspüren, die wir im Leben erhalten haben, dass es einem im Grunde gutgeht und gewisse Probleme größer wirken, als sie im Nachgang wirklich sind.

Solche Gedanken helfen uns den Fokus von der Zukunft auf die Gegenwart zu legen, um wieder mehr im Hier und Jetzt zu leben und anzukommen.

Mehr Bewusstsein und Achtsamkeit schaffen für das Hier und Jetzt

Kannst du dich daran entsinnen, wann du das letzte Mal wirklich für einen kurzen Moment innegehalten hast und alle äußeren und inneren Umstände auf dich wirken lassen hast? Dass du den Zeitpunkt ganz bewusst für dich wahrgenommen hast?

Ein Leben im Hier und Jetzt bedeutet sich dieses Bewusstsein zu schaffen und all die Eindrücke, die auf einen Menschen wirken, in ihrem Sein wahrzunehmen – ohne dass, man daran zwanghaft etwas verändern muss. Vergiss für einen kurzen Moment, was gerade eben noch war oder bald sein wird und sei einfach nur präsent – im Jetzt.

Um für dich im Hier und Jetzt anzukommen, mache dir diesen Moment bewusst und beantworte dir nachfolgende Fragen. Nimm dabei deine Empfindungen wahr und schließe möglichst viele Sinne mit ein: was du aktiv siehst, riechst, hörst, fühlst und auch gerade im Moment denkst. Mach dich von allen anderen Dingen frei – selbst wenn es nur ein paar Minuten sind.

  • Was passiert genau jetzt? Schau dich um und beobachte dein Umfeld. Was siehst, hörst oder riechst du? Die Wolken, die gerade vorbeiziehen, wenn du aus dem Fenster schaust, vielleicht auch ein angenehmer Geruch deines Umfelds oder du nimmst einem Gespräch der Menschen wahr, die sich mit dir in einem Raum befinden. Wir entspannen uns automatisch, wenn wir mal auf einen Augenblick ganz bewusst achten, was wir sehen, spüren und wahrnehmen.

     

  • Wie geht dir gerade? Wir fragen zwar unsere Mitmenschen, aber nur in den seltensten Fällen uns selbst. Also: Wie steht um dein eigenes Wohlbefinden? Welche Emotionen und Energien verspürst du in dir? Fühlst du dich gerade gelassen, bei dir selbst angekommen, vielleicht aber auch aufgeregt oder gestresst? Versuche diese Energien zu umschreiben und zu betiteln.

     

  • Was sagt dir dein Körper? Ein sogenannter Bodyscan ist eine typische Methode für den Anfang vieler Meditationsübungen. Dabei spürst du ganz bewusst deinen Körper und scannst deine verschiedenen Körperpartien von oben nach unten ab. Welche Berührungspunkte hat dein Körper gerade zu deiner Umwelt? Sitzt, stehst oder liegst du gerade? Welche Körperteile haben gerade einen Kontaktpunkt zu der „Welt“? Ist dir warm oder kalt? Welche Energien kannst du gerade in deinem Körper wahrnehmen?

Sei für diese Übung einfach nur bei dir und nirgendwo anders. Verbinde dich mit deiner Umwelt und genau mit diesem Zeitpunkt, ohne dass es gerade dein Zutun benötigt. Lasse die Eindrücke auf dich wirken und gewähre es dir selbst, dass du im Hier und Jetzt ankommen darfst.

Das Leben ist lang – und dafür da, um es zu genießen

Wir leben. Du und ich – wir haben dieses Leben erhalten, sind Bewohner dieses Planeten, durften das Licht der Erde erblicken und ein Großteil von uns dürfen dieses Privileg 60 bis 90 Jahre auskosten.

Irgendwann – so unangenehm dieses Thema auch sein mag – verlieren wir dieses Privileg und übergeben unseren Platz an jemand anderes. Das Leben ist endlich. Wir sind endlich. Und das Einzige, auf das wir immer einen Einfluss haben werden, ist das Leben im Hier und Jetzt.

Jeder von uns lebt genau zu diesem einen Zeitpunkt. Also was hilft es uns zu wissen, was einmal war oder vielen Jahren sein wird? Weshalb also die Zukunftsängste oder das dauerhafte Zuarbeiten auf unsere Zukunft? Sind es all die Sorgen wert, in anderen Zeitformen zu leben, um die Gegenwart zu verpassen?

Das Leben ist kein Sprint, sondern vielmehr ein Marathon. Wir müssen nicht 24/7 durch unseren Alltag hetzen, stetig das Gefühl haben, performen zu müssen und perfekt zu sein. Der Weg ist das Ziel, den jeder von uns auf eine ganz natürliche Art und Weise erfahren wird.

Das Leben ist dafür da, um jeden weiteren Tag neue Erfahrungen und Erinnerungen sammeln zu dürfen – und das passiert weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft.

Deshalb möchten wir dich bitten ein wenig den Fuß vom Gaspedal des Lebens zu nehmen – selbst wenn auch nur ab und zu mal sein wird. Denn wir haben noch so viele Jahre auf diesem Planeten. 

Nicht jedes unserer Lebensziele muss noch bis morgen erreicht werden. Denn dafür bleibt uns allen noch genug Zeit. Lass uns nicht die Schönheit des Momentes verwehren, nur weil wir uns unser großes Glück in der Zukunft erhoffen.

Selbst wenn noch nicht alles ist, wie man es sich wünscht, heißt es trotzdem nicht, dass wir nicht glücklich sein können – mit dem, was wir sind, was wir haben und im Hier und Jetzt erleben dürfen.

Wir möchten dich noch ein letztes Mal an den anfangs erwähnten Hedonismus erinnern: Erfreue dich am Augenblick, erlebe ganz bewusst deine Erfahrungen des Genusses, der Freude und Lust. Sei achtsam und dankbar für all die schönen Dinge, die dir tagtäglich in einer Vielzahl passieren.

Das einzige, was uns daran hindern könnte, sind wir selbst. Wenn wir es uns selber verwehren, richtig hinzuschauen und in einer anderen Zeit leben.

Also: Genieße den Moment. Komm an. Komm an in deinem Leben im Hier und Jetzt.

Nein sagen lernen ohne Schuldgefühle mit diesen 7 Tipps

Ein Schild mit der Aufschrift "nope.", um Nein sagen zu lernen zu verdeutlichen

„Nein“ gehört zu den traurigsten Worten, die jemand auf eine Bitte oder Aufforderung antworten kann. Niemand hört gerne ein Nein und will auch genau so ungern eine Bitte negativ erwidern. Doch warum ist das so? Aus welchen Gründen denken wir, es wäre so schlimm jemandem zu sagen, was man wirklich will, anstatt zähneknirschend seiner Bitte Folge zu leisten?

Wir schauen uns in diesem Artikel genauer an, wieso es wichtig ist auch einmal Nein sagen zu können und wie du Nein sagen lernen kannst.

Inhaltsverzeichnis

Nein sagen lernen: Warum fällt es uns so schwer?

Theoretisch ist es relativ simpel: Wenn wir etwas nicht möchten, dann sollten wir es auch nicht tun. Doch leider ist die Umsetzung ein anderes Problem. Es gibt verschiedene Faktoren, die uns dazu veranlassen, von unseren eigentlichen Vorlieben abzuweichen. Manche davon sind sogar unbewusst. Das bedeutet, wir wollen es eigentlich nicht, aber merken es erst, wenn es zu spät. Wir stellen dir jetzt einige der Gründe vor, warum wir von unseren eigentlichen Wünschen das eine oder andere Mal abweichen:

Angst vor Ablehnung 

Einer der häufigsten Gründe, warum wir Menschen einen Gefallen nicht verwehren, ist die Angst davor, dass der Gegenüber es einem sonst übel nehmen würden. Man ist so darauf programmiert anderen gefallen zu wollen und nicht negativ aufzufallen. Doch warum tun wir uns das an? Im Endeffekt mögen wir doch auch nicht jeden Menschen, nur weil er Sachen für uns tut. Zuneigung wird daraus geboren, dass man andere Menschen kennenlernt und sie als diese nehmen, die sie sind.

Wenn du nicht, das machst, wofür du selber einstehst, dann wird es früher oder später auffallen. Du bist nicht authentisch und ehrlich zu dir selbst. Das ist letztendlich, was andere mehr abschreckt, als dass du zu deiner Meinung stehst.

Angst etwas zu verpassen

Die Angst etwas zu verpassen (aus dem Englischen FOMO: fear of missing out) ist ein gesellschaftliches Phänomen, bei dem es vor allem um die Zeit mit anderen Menschen geht. Heutzutage präsentieren viele einen großen Teil ihres Alltags in den sozialen Medien. Man hat das Gefühl die Highlights des Tages mit anderen teilen zu müssen, um interessant und glücklich zu wirken.

Nur was ist, wenn man den ganzen Tag zu Hause war und einmal nichts Spannendes gemacht hat? Richtig, der eigene Social-Media-Kanal bleibt leer. Eigentlich sollte das kein Problem sein. Leider ertappt man sich aber dann oft dabei, zu schauen, was die anderen Menschen im Bekanntenkreis so machen. Sie posten natürlich von ihren tollen Treffen, Abendessen und Erlebnissen und wir spüren unter Umständen einen Anflug von Neid.

Schließlich sagen wir daraufhin zu unseren Freunden und Bekannten einmal mehr Ja als Nein, um Teil von diesen sozialen Aktivitäten zu sein, ohne dass wir es womöglich immer wollen. Wir wollen aber auch nicht Nein sagen und dann womöglich „sozial abgehängt“ werden.

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Voreilige Zusagen

Druck und manchmal auch soziale Bequemlichkeit sorgen dafür, dass wir einmal seltener Nein sagen, als wir es eigentlich wollen. Auch wenn wir oft gute Gründe hätten, eine Bitte abzuschlagen, denken wir oft nicht länger nach und sagen einfach zu. Doch ein Blick in unseren Terminkalender genügt, um festzustellen, dass wir eigentlich gar keine Zeit haben. Jetzt nachträglich absagen, wollen wir dann aber auch nicht und beißen in den sauren Apfel.

Zwanghaftes Helfen

Es ist ein schönes Gefühl, jemandem einen Gefallen zu tun. Man spürt eine gewisse Freude bzw. Zufriedenheit mit einem selbst, wenn man einem Hilfesuchenden in der Not beistehen kann. Doch das kann schnell in eine falsche Richtung überschlagen. Fixiert man sich zu sehr auf diese Helferrolle, kann es dazu führen, dass man sich nach diesem Gefühl des „Gebrauchtwerden“ immer weiter sehnt und ohne nicht mehr kann.

In extremen Fällen spricht man hierbei von dem Helfersyndrom. Die Betroffenen brauchen die gesellschaftliche Anerkennung und die Bestätigung anderer, um glücklich zu sein.

Dabei kommen in der abgeschwächten, sowie in der extremen Form, die eigenen Bedürfnisse mehr oder weniger oft zu kurz. Wir helfen selbst dann, wenn wir keine Zeit oder Lust haben, bzw. es uns körperlich oder geistig auslaugen könnte. Wir werden zu einer Art Märtyrer, der sich für die anderen Menschen aufopfert, nur um ein kleines bisschen Anerkennung und Lob einzuheimsen.

Angst vor den Konsequenzen

Vor allem im Berufsleben, aber auch bei Freundschaften oder in der Beziehung haben wir oft Angst davor Nein zu sagen, weil wir die Konsequenzen fürchten. Was passiert, wenn wir unserem Chef sagen, dass wir keine Überstunden machen wollen? Denkt er jetzt womöglich schlecht von mir oder noch schlimmer: Winkt direkt eine Kündigung ins Haus? Was denkt mein Partner bzw. meine Partnerin von mir, wenn ich einmal eine Verabredung absage, weil ich lieber etwas anderes mache? Könnte das, das Ende der Beziehung sein?

Diese negativen Gedanken wie Kündigung oder das Beziehungsende sind natürlich oft überspitzte Szenarien und werden so nicht eintreffen, das bedeutet aber nicht das unser Unterbewusstsein diese Möglichkeiten wirklich immer ausschließt. Sie werden oft unbewusst in unserer Entscheidung miteinbezogen. Dazu kommt auch, dass man Angst hat eine schlechte Reputation in seinem Umfeld zu erhalten. Man könnte von seinen Mitmenschen als egoistisch oder nicht hilfsbereit angesehen werden, also im Endeffekt ein schlechtes Fremdbild abgeben.

Schuldgefühle

Jemand braucht unbedingt unsere Hilfe und wir weigern uns? Natürlich hat man da zuerst Schuldgefühle. Von allen Menschen auf der Welt wurdest du ausgesucht, diesem Menschen zu helfen und jetzt sagst du, Nein? Tatsächlich jedoch bist du wahrscheinlich nicht der Erste, den der andere gefragt hat und wenn du verneinst wahrscheinlich auch nicht der Letzte.

Aber diese Schuldgefühle sind oft unbegründet. Es geht hierbei weniger darum, nicht hilfsbereit oder nicht für andere Menschen da zu sein. Es geht viel mehr darum seine eigenen Grenzen zu kennen und sie auch durchzusetzen. Leider existieren Menschen, die genau diese Schuldgefühle hervorrufen wollen. Sie lassen es dich gerne spüren, solltest du ihrer Aufforderung nicht nachkommen. Letzten Endes knicken wir dann doch ein.

Warum wir Nein sagen lernen

Zeit ist die wichtigste Ressource, die wir im Leben besitzen. Man bekommt sie nicht wieder, kann sie nicht anhalten oder gar zurückdrehen. Aus diesem Grund ist die Macht mit deiner Zeit frei umgehen zu können, eine der wichtigsten Fähigkeiten, damit du dein Leben so leben kannst, wie du es willst.

Natürlich sind wir von unserem Alltag, vor allem unserem Beruf eingeschränkt, aber trotzdem haben wir doch die meiste Zeit unseres Lebens selbst in der Hand. Es wäre natürlich sehr ärgerlich, wenn man diese verschwenden würde.
Das Problem ist das „Ja“, denn im ersten Moment fühlt sich das „Ja“ sagen gut an. Das liegt vor allem daran, dass man vermeintliche soziale Spannung vermeidet und jemand anderem etwas Gutes tun möchte. Doch zu welchem Preis? Unser Terminkalender wird immer voller, unsere Tage anstrengender und viel wichtiger: Unsere Zeit, die wir für uns haben, wird immer weniger.

Wenn du zu Anderen „Ja“ sagst, dann sei dir sicher, dass du nicht „Nein“ zu dir selbst sagst.

Paulo Coelho (geb. 1974), brazilianischer Autor Tweet

Nein sagen in Verbindung mit deinem Selbstwertgefühl

Was sagen Probleme mit dem Nein sagen über deine Persönlichkeit aus? Das ist eine schwer zu beantwortende Frage, da es viele verschiedene Ursachen für das Problem gibt. Generell jedoch vergessen wir oft bei unseren Entscheidungen uns selbst. Wir machen diese Sachen häufig, um anderen zu gefallen. Wir wollen uns selbst in ein positives Licht rücken. Aber für wen tun wir das oft? Richtig, für andere. 

Diese Verhaltensweise wird verstärkt je weniger Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein wir haben. Denn wenn man zu sich selbst steht, dann sind einem die Meinung von anderen Menschen vielleicht immer noch wichtig, aber sie bestimmen nicht dein Handeln. Um also zu lernen, wie man Nein sagt, musst du vorher erst einmal lernen, dir selbst zu vertrauen

7 Tipps, wie du Nein sagen lernen kannst

Es ist nicht immer einfach seine ersten Instinkte zu trotzen und wirklich in sich hineinhorchen, um das zu machen, was man wirklich will. Die oben genannten Ängste sind stets in unserem Kopf und verleiten uns dazu einmal mehr Ja als Nein zu sagen. Genau so gibt es oft auch einen gewissen sozialen Druck, sich anderen zu fügen und so, am wenigsten Konflikt zu kreieren.

Wir haben für dich im Folgenden eigene Tipps vorbereiten, die euch helfen können, Nein zu sagen und dabei auch zu bleiben.

1. Setze dir vorher klare Grenzen

Damit du dir eigene Zeit und Überlegungen sparen kannst, solltest du dir vorher klare Grenzen definieren. Hast du dir diese erst einmal gesetzt, fällt es dir einfacher zu identifizieren, ob du eine Bitte oder Aufforderung ablehnen solltest, wenn sie deine Grenzen überschreiten würde.

Falls du diese Grenzen mit dem Bittsteller klar kommuniziert hast, bleibt ihm nichts anderes übrig als deinen Standpunkt zu akzeptieren.

2. Kommuniziere mit deinen Mitmenschen

Die meisten Menschen bitten dich nur nach Dinge, wo sie davon ausgehen, dass du sie auch wirklich für sie ausführen kannst. Sie gehen dabei von den Grenzen und Richtlinien aus, die du mit ihnen kommuniziert hast. Hat aber keine Kommunikation vorher erfolgt, wissen sie nicht, welche Grenzen du gesetzt hast.

Das heißt, du kannst präventiv Bitten vermeiden, die du ausschlagen würdest, indem du transparent gegenüber deinen Mitmenschen bist. Welche Sachen gehen für dich zu weit, wieso kannst oder willst du ihnen bei einer Sache nicht helfen? Vielleicht bist du momentan in einer Phase, in der du dich mehr auf deine Familie/Freunde/Arbeit konzentrieren willst? Teile es deinem Gegenüber mit. Wenn du ehrlich zu ihnen bist, werden sie auch ehrlich zu dir sein.

3. Für die Antwort Zeit nehmen

Anstatt auf eine Bitte direkt zu antworten, räume dir etwas Zeit an, um über deine Antwort nachzudenken. Schaue dir ggf. deinen Terminkalender an und gucke, ob du überhaupt die nötige Zeit besitzt. Das Wichtigste ist auch emotional von der Entscheidung etwas Abstand zu gewinnen und die Sache objektiv zu betrachten. 

Das hilft auch dem Bittsteller, denn er erkennt, dass du dir erstmal einen Überblick schaffen musst und ihm nicht „aus dem Bauch heraus“ deine Hilfe verwehrst.

Nur wenn du „Nein“ sagst, kannst du dich auf die Dinge konzentrieren, die wirklich wichtig sind.

Steve Jobs (1955-2011), US-amerikanischer Entrepreneur und Gründer von Apple Inc. Tweet

4. Spare dir die Ausreden oder Ausflüchte

Manchmal gibt es Sachen, die man einfach nicht machen möchte. Anstatt es aber frei heraus zu sagen, verpacken wir unsere Antworten oft in leere Floskeln oder nett gemeinte Ausreden. „Ich würde mich ja wirklich gerne mit dir treffen, aber diese Woche ist es gerade sehr schlecht.“ Diesen Satz hat wahrscheinlich jeder auf irgendeine Art schon einmal gesagt. Aber meinen wir es denn wirklich? Das Problem dabei ist, dass wir dem anderen einen gewissen Hoffnungsschimmer lassen und somit er sich motiviert fühlt nachzuhaken und um deine Gunst zu „feilschen“. Oder aber er denkt sich, dass du nur „jetzt gerade“ nicht helfen kannst, aber es sonst gerne tun möchtest.

Aus diesem Grund raten wir dir, ehrlich mit deinen Mitmenschen zu sein. „Nein, das möchte ich nicht.“ ist oft Antwort genug, auch wenn es zu Anfang schwerfällt.

5. Schlage eine Alternative vor

Falls es möglich ist, kannst du anstatt Nein zu sagen mit deinem Bittsteller eine Alternative überlegen, die euch beide zufriedenstellt. Wichtig ist dabei, dass du es nicht tust, weil dir ein klares Nein zu unangenehm ist oder um die Situation zu deeskalieren. Viel mehr sollte es ein wichtiges Hilfsmittel sein, deine Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen.

6. Steigere dein Selbstbewusstsein

Das ein gutes Selbstbewusstsein viele Vorteile hat, ist keine neue Erkenntnis, aber vor allem für deine Fähigkeit Nein zu sagen fundamental wichtig. Nur wenn du von dir und deiner Meinung wirklich überzeugt bist, kannst du ohne Gewissensbisse oder Schuldgefühle Nein sagen. Wir wollen dir mit diesem Tipp auch nochmal Erinnerung rufen, dass persönliches Wachstum in den wichtigen Themengebieten wie Selbstbewusstsein, Selbstfindung und innere Stärke sich auf viele Bereiche deines Lebens auswirken – und auch eben auf deine Fähigkeit Nein zu sagen.

7. Entschuldige dich nicht dafür, dass du die Bitte ablehnst

Bei dem letzten Tipp geht es weniger um deine Mitmenschen, als um dich selbst. Natürlich ist es mitunter schade für den anderen, dass du ihm nicht hilfst. Aber es ist sehr wichtig, dass du verstehst, dass es völlig in Ordnung ist eine Bitte oder eine Aufforderung abzulehnen. Du bist niemandem irgendetwas schuldig. Wenn du es mit dir nicht vereinbaren kannst, dann sollte das dein Gegenüber akzeptieren, auch ohne deine Entschuldigung.

Klare Grenzen setzen – Wie man sie identifiziert und umsetzt

Grenzen setzen anhand eines Menschen, der die Hand vor dem Gesicht ausgestreckt hält

Klare gesunde Grenzen setzen, selbst wenn es einem schwerfällt: Das ist eine Fähigkeit, die in unserer heutigen Zeit oft unterschätzt und vergessen wird. Wir loben den Freund, der immer für einen da ist, der sich immer aufopfert und alles auf sich nimmt. Doch wenn die Person klare Grenzen setzt und auf eine Bitte oder einen Vorschlag mit Nein erwidert, sammelt dieser im Umfeld manch Unverständnis oder fragende Blicke.

Doch gibt es eine klare Linie zwischen Hilfsbereitschaft und Eigensinnigkeit, sowie zwischen Engstirnigkeit und Offenheit? Die Antwort auf diese Frage ist ein klares Ja. Diese Linie wird aber nicht von einem außenstehenden gesetzt, sondern von einem selbst. Grenzen setzen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Identitätsfindung und Selbstpflege. Es geht dabei um die eigene Gesundheit und Zufriedenheit. Zu viele Menschen machen Dinge, die sie eigentlich nicht tun wollen, um Menschen zu gefallen oder zu helfen. Doch wer bleibt dabei oft auf der Strecke? Man selbst.

Wir wollen dir in diesem Artikel zeigen, wie wichtig es für dein eigenes Wohlbefinden ist klare Grenzen zu setzen, wie du sie umsetzt und zur Not die Konsequenzen ziehst, wenn deine Grenzen einmal überschritten werden.

Grenzen setzen ist Bestandteil der Selbstpflege

Viele Aspekte der Selbstpflege sind intuitiv und einfach zu verstehen. Wir ernähren uns gesund, damit unser Körper gesund bleibt. Wir machen Sport, um fit zu bleiben und gut auszusehen. Doch wieso ist das Setzen von Grenzen auch eine Form der Selbstpflege?

Klare Grenzen setzen ist fundamental für die langfristige Erhaltung deiner Zufriedenheit und deines Glücks. Natürlich ist keiner im ersten Moment glücklicher oder zufriedener, weil er einen festen Standpunkt hat oder sich weigert, etwas zu tun. Vielmehr geht es hier um Prävention. Mit gesunden Grenzen können wir unnötigen Stress, Burnout und Wut vorbeugen. Denn oft entstehen Stresssituationen in zwischenmenschlichen Beziehungen oder im Beruf, weil man seine Grenzen nicht klar vermittelt hat.

Man hat sich schon wieder Mehrarbeit aufschwatzen lassen. Der Partner hat wieder etwas getan, das einem nicht gefällt und man hat sich nicht getraut es zur Sprache zu bringen. Das sind Probleme, die entstehen können, wenn man keine gesunden Grenzen gesetzt und vermittelt hat.

Aus diesem Grund ist es für die eigene Persönlichkeitsentwicklung wichtig, klare gesunde persönliche Grenzen zu setzen. 

Um Grenzen zu setzen, muss man den Mut haben, sich selbst zu lieben, auch wenn wir riskieren, andere zu enttäuschen

Brené Brown (geb. 1965), US-amerikanische Professorin und Autorin Tweet

Arten von persönlichen Grenzen

Wenn wir im zwischenmenschlichen Bereich an Grenzen denken, dann denken wir vor allem daran jemanden ein Stoppschild vor die Nase zu setzen und auch einmal Nein zu sagen. Man denkt daran, Sachen für sich zu machen und nicht für andere. Das sind aber nicht die einzigen Arten von Grenzen, die man setzt. Im Folgenden erklären wir dir, auf welchen verschiedenen Ebenen du Grenzen setzen kannst bzw. unbewusst schon selbst gesetzt hast:

  • Physische Grenzen. Zu klaren physischen Grenzen gehört das eigene Empfinden, wie Menschen sich in deiner Umgebung verhalten sollen. Dazu gehört das Einhalten deines persönlichen Raums und Berührungen. Außerdem zählt dazu auch das Verständnis und das Erkennen der Grenzen anderer und diese nicht zu überschreiten.
  • Intellektuelle Grenzen. Bei den intellektuellen Grenzen achten wir vor allem darauf wie mit unseren Ideen und Gedanken umgegangen werden bzw. wie wir andere Menschen und ihre Meinung respektieren. So können deine intellektuellen Grenzen überschritten werden, wenn man dich bspw. nicht Ernst nimmt oder deine Ideen nicht wertschätzt.
  • Emotionale Grenzen. Hier geht es grundlegend um die Gefühle eines Menschen und wie man mit ihnen umgeht. Dazu gehört, ab wann man persönliche Gedanken mit Freunden teilt, aber auch die natürliche Entwicklung einer Beziehung. Emotionalen Grenzen werden unter anderem überschritten, wenn man Gefühle anderer kritisiert oder herunterspielt.
  • Materielle Grenzen. Bei diesen Grenzen geht es um den Umgang mit Geld und Besitz. Der Umgang mit dem Eigentum anderer und wie andere mit deinen Dingen umgehen steht hier im Mittelpunkt. Materielle Grenzen können überschritten werden, wenn bspw. Menschen schlecht mit deinen Sachen umgehen oder wenn man genötigt wird, jemandem Geld zu leihen.
  • Zeitliche Grenzen. Zu diesen Grenzen gehört wie man seine Zeit verwertet. Menschen mit gesunden Grenzen haben meist eine gute Balance, wie viel Zeit sie für verschiedene Aspekte des Lebens (Beruf, Freunde, Freizeit) einräumen. Zeitliche Grenzen werden von deinen Mitmenschen überschritten, wenn sie mehr Zeit von einem einfordern, als man ihnen geben will.

Was sind die richtigen Grenzen?

Natürlich setzt jeder Mensch für sich Grenzen unterschiedlich. Sie hängen zum einen vom Charakter und den persönlichen Erfahrungen ab. Extrovertierte Menschen haben ganz andere Grenzen als introvertierte, genau so können gute bzw. schlechte Erfahrungen in der Kindheit oder in zwischenmenschlichen Beziehungen die Grenzen verschieben.

Außerdem können verschiedene Menschen auch verschiedenen Fokus auf die Grenzen haben. So achten manche klar darauf ihre materiellen Grenzen zu setzen, sind aber weitaus lockerer mit ihrer Zeit.

Unabhängig davon hängen die persönlichen Grenzen stark von der Kultur ab, in der man lebt. So sind die physischen Grenzen in Bezug auf den persönlichen Raum bei Menschen aus Skandinavien weiter als bei Menschen aus Südeuropa. Dafür sind die Normen in Bezug auf sozialen Umgang auf den verschiedenen Kontinenten zum Teil sehr unterschiedlich.

Zu lockere und zu starre Grenzen

Grenzen setzen ist für viele Menschen eine unbewusste Tätigkeit. Gesetzte Grenzen werden oft auch nicht mehr hinterfragt. Das bedeutet, dass man für sich oft Grenzen entwickelt hat, die einen letztlich aber nicht guttun und hindern könnten. Denn Grenzen können auch aus Glaubenssätzen gebildet werden, die sich nicht von der eigenen Überzeugung, sondern aus verschiedenen Ängsten und Problemen manifestiert haben. 

Häufig wurden auch Grenzen entweder zu locker oder zu starr gesetzt. Wir haben für dich einige der schlechten Nebenwirkungen von ungesunden Grenzen für dich aufgelistet. Natürlich sind sie darauf nicht beschränkt, können aber ein guter Hinweis sein.

  • Vermeiden von Intimität oder tiefergehende Beziehungen
  • Selten bzw. ungern um Hilfe beten
  • Andere auf Distanz halten aus Angst vor Ablehnung
  • Geringe Kritikfähigkeit und Sturheit
  • Distanziert selbst mit engen Freunden oder Partnern
  • Zu involviert in die Schwierigkeiten anderer
  • Probleme Nein zu sagen
  • Angst vor Ablehnung, wenn man nicht tut, was andere verlangen
  • Abhängig von der Meinung anderer
  • Akzeptanz von Respektlosigkeit und Missbrauch
  • Schätzt die eigene Meinung
  • Persönlichen Werte nicht von anderen ändern lassen
  • Eigene Wünsche und Bedürfnisse kennen und kommunizieren
  • Akzeptieren, wenn andere Nein zu einem sagen.

Klare Grenzen setzen und umsetzen: Drei Schritte

Wir haben darüber geredet, welche Arten von Grenzen es gibt und wie sich unter Umständen schlecht umgesetzte Grenzen andeuten. Als Nächstes reden wir darüber, wie du selbst für dich neue Grenzen entdeckst, setzt und letztlich auch umsetzen kannst.

Schritt 1: Grenzen identifizieren und definieren

Bevor wir neue Grenzen definieren können, müssen wir darüber nachdenken, welche Grenzen wir bisher gesetzt haben, worauf sie beruhen und was uns dabei wichtig ist. Dazu musst du dich selbst reflektieren und in dich hineinhorchen. Der nächste Schritt ist jetzt deine bisherigen Grenzen zu analysieren. Sind sie im Einklang mit deinen persönlichen Werten und dem, was du für dich in deinem Leben willst? Solltest du dir nicht sicher sein, was deine persönlichen Werte sind und was dich bewegt, können wir dir unsere große Anleitung zur Selbstfindung empfehlen.

Deine eigenen Grenzen zu setzen, ist keine einfache Aufgabe. Versuche dabei ehrlich zu dir selbst zu sein und arbeite am besten die fünf verschiedenen Arten von Grenzen ab. Für den Anfang sollten drei Grenzen pro Kategorie reichen.

Typische Probleme beim Grenzen definieren

Eine häufige Schwierigkeit beim Definieren deiner Grenzen ist herauszufinden, ob sie zu locker oder zu starr gesetzt worden sind. Um dem entgegenzuwirken, muss dir im Klaren werden: Jede Grenze, die du dir jetzt setzt, ist ein dynamisches Konstrukt in deinem Kopf. Nur weil du es dir jetzt klar formulierst, ist es noch lange nicht in Stein gemeißelt. Zu deinem persönlichen Wachstum gehört regelmäßige Selbstreflexion sich Situationen im Leben anzuschauen und die eigene Reaktion zu hinterfragen. Habe ich an meinen Grenzen festgehalten? Hätte ich auch anders reagieren können? Was wären dann die Konsequenzen gewesen? 

Deine persönlichen Grenzen werden sich in deinem Leben immer wieder verändern, weil du dich auch als Mensch veränderst. Den größten Fehler, den du machen kannst, ist in deinen Denkmustern festgefahren zu sein und keinen Raum für Entwicklung zu lassen.

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Schritt 2: Grenzen kommunizieren

Der zweite Schritt, um gesunde Grenzen zu setzen, wird oft unterschätzt oder gar nicht in Erwägung gezogen: Du musst deine Grenzen mit deinen Mitmenschen kommunizieren, denn Grenzen werden nicht von einem selbst, sondern oftmals von anderen Personen überschritten.

Wenn du deine Grenzen in Worte fasst und sie deutlich aussprichst, fällt es dir erstens einfacher sie einzuhalten und zweitens können sich deine Mitmenschen auf deine Grenzen einstellen.

Vor allem im Beruf können klar kommunizierte Grenzen viele Probleme und Stresssituationen präventiv verhindern. Zwischenmenschlich wirken Menschen, die ihre Grenzen deutlich kommunizieren, selbstbewusster und gefestigter. Das bedeutet natürlich nicht, dass du jedem alle deine persönlichen Grenzen erzählen solltest, sondern dass du in den richtigen Momenten proaktiv mögliche Probleme ansprichst und andeutest.

Typische Probleme beim Grenzen kommunizieren

Die größte Schwierigkeit besteht natürlich darin sich zu trauen den Mund aufzumachen und seine Gefühle vor anderen preiszugeben. Vielleicht sind dir deine Grenzen peinlich oder du möchtest andere nicht einschränken. Der wichtige Punkt, den du beachten solltest, ist, dass du deine Grenzen nicht mitteilst, um deine Mitmenschen zu limitieren. Ganz im Gegenteil: willst du sie damit bestärken und ihnen Hilfestellungen geben, wie sie am besten mit dir umgehen können. Stell dir einmal vor, dass du auf der anderen Seite bist und einer deiner Mitmenschen seine Grenzen dir kommuniziert. Dann weißt du sofort, woran du bei deinem Gegenüber bist und welches Verhalten ihn stört.

Solltest du dich dennoch nicht trauen, rede vorher mit deinen engen Freunden oder deiner Familie über deine Werte und hole dir ihre Meinung und womöglich sogar ihre eigenen Grenzen dazu ein.

Ich kann durch das, was mir passiert, verändert werden, aber ich weigere mich, mich davon herabsetzen zu lassen

Maya Angelou (1928-2014), US-amerikanische Poetin und Menschenrechtlerin Tweet

Schritt 3: Grenzen umsetzen und Konsequenzen ziehen

Der letzte Schritt ist deine gesetzten Grenzen auch umzusetzen. Das bedeutet, dass du versuchst in dem fiktiven Raum deiner Grenzen zu agieren. Wie verändert sich dein Verhalten mit deinen Grenzen? Wie kannst du dich proaktiv verhalten, um deine neuen Grenzen einzuhalten? Das sind die wichtigen Fragen, die du dir stellen musst.

Daraufhin gilt nun noch herauszufinden, wie du reagierst, wenn deine Grenzen einmal überschritten werden. Welche Konsequenzen ziehst du daraus und wie stellst du sicher, dass deine Grenzen nicht noch einmal von deinen Mitmenschen überschritten werden?

Hierbei geht es nicht darum, besonders emotional oder wütend zu werden. Du willst deine Mitmenschen nicht bestrafen dafür, dass sie deine Grenzen überschritten haben. Meistens haben sie es nicht absichtlich gemacht und wollten dir nichts Schlechtes tun. Vielmehr geht es darum, das Problem klar auszudrücken und so schnell wie möglich zu klären. Hast du vorher deine Grenzen kommuniziert, wird dir dieser Schritt sehr viel einfacher gemacht. Dann musst du nur die andere Person darauf hinweisen, zusammen eine Lösung finden und notfalls deine Konsequenzen ziehen.

Typische Probleme beim Grenzen umsetzen und Konsequenzen ziehen

Leider ist dieser Schritt für die meisten Menschen der schwerste. Viele verschiedene Ängste hindern einen oft daran, seine Grenzen wirklich umzusetzen und auf sie zu bestehen. Angst vor Konfrontation und Ablehnung stellen uns oft ein Bein und verleiten uns doch öfters einmal Ja sagen, das wir eigentlich gar nicht möchten. Oft haben wir auch Schuldgefühle, etwas von anderen Menschen zu erwarten.

Dennoch musst du versuchen, dich von diesen Dingen loszulösen. Denn schlussendlich machen sie dich unglücklich und kraftlos. Je länger du deine Grenzen ignorierst und deine Konsequenzen nicht ziehst, umso mehr gibst du einen Teil deiner Selbstbestimmtheit ab. Das Gefühl der Machtlosigkeit schleicht sich ein, weil du nicht die Verantwortung für dein eigenes Leben übernimmst.

Grenzen helfen uns langfristig

Auch wenn der ganze Prozess des Grenzensetzens und -ziehens verstärkt nach Konfrontationen und Problemen klingt, ermöglicht er es uns die zwischenmenschlichen Beziehungen zu unseren Mitmenschen zu verbessern und zu stärken. Anstatt dir vorzustellen, dass du mit deinen Grenzen Mauern baust, die Leute von dir fernhalten, sehe deine Grenzen eher als Säulen, die deine Beziehungen zu deinen Mitmenschen festigt.

Solltest du aber merken, dass jemand wiederholt deine Grenzen überschreitet, kannst du daraus deine Schlüsse ziehen und tun, was für dich am besten ist. Andersrum solltest du genau so auf die Grenzen deiner Mitmenschen achten, um deine Bindung zu ihnen noch weiter zu stärken.

Innere Stärke entwickeln – Strategien für mehr Selbstvertrauen

Innere Stärke entwickeln beschrieben durch eine lange Brücke

Eine Person, die selbstsicher daherkommt und mit ihrem starken Erscheinungsbild und ihrer Ausstrahlung die gesamte Aufmerksamkeit einer Gesellschaft in ihren Bann zieht – so oder so ähnlich stellt man sich stereotypisch innere Stärke vor. 

Doch innere Stärke ist nur selten immer so kraftvoll, deutlich und demonstrativ für jeden spürbar. Ganz im Gegenteil: Innere Stärke ist eine persönliche Fähigkeit, die sich die meiste Zeit ganz leise in innerhalb einer Person abspielt, ohne dass es andere überhaupt mitbekommen.

Innere Stärke hat zwar viel mit Selbstvertrauen und einer selbstbewussten Ausstrahlung zu tun. Doch dies ist nur die eine Seite der Medaille. Denn innere Stärke ist noch viel mehr: Es sind (positive) Glaubenssätze und persönliche Fähigkeiten, die uns zu unseren Taten und Zielen führen, an uns glauben lassen, Herausforderung bewältigen lassen und auch durch persönliche Talfahrten und Krisen leiten können.

Die innere Stärke ist eine großartige Fähigkeit, die in der Persönlichkeit jedes Menschen schlummert und ggf. nur erweckt werden muss. Aus diesem Grund befassen wir uns ganz detailliert mit dieser Eigenschaft und wie man letztlich innere Stärke entwickeln kann. Zuvor jedoch eine Definition des Begriffes und was er alles mitbringt:

Was ist innere Stärke?

Innere Stärke ist ein vielschichtiger Begriff und lässt sich mit unterschiedlichen Fähigkeiten beschreiben, die in gewisser Weise miteinander harmonieren und können daher im alltäglichen Sprachgebrauch mit gewissen Synonymen einhergehen.

Es kann die eigene Selbstüberzeugung, Selbstakzeptanz oder Selbstverantwortung eines jeden Menschen sein. Doch innere Stärke kann auch die mentale Widerstandsfähigkeit sein und ggf. auch als ein Ausleger der Resilienz betrachtet werden.

Die innere Stärke beschreibt den inneren Antreiber (sprich intrinsische Motivation) für das tägliche Handeln – ganz egal, ob wir unseren Träumen und Zielen nacheifern oder wir einen Rückschlag bzw. eine Krise verkraften müssen.

Wenn man sich also auf eine Erklärung von innerer Stärke festlegen muss, so kann man sagen, dass innere Stärke die persönliche Überzeugung und der Glaube an sich selbst ist.

Bei manchen Menschen ist die innere Kraft womöglich ausgeprägter als bei anderen. Sie kann auch in verschiedenen Lebenssituationen unterschiedlich stark bzw. schwach wahrgenommen werden.

Doch jeder Mensch trägt diese innere Kraft in sich und macht diese tagtäglich durch das eigene Handeln und Denken wirksam. Man muss es ggf. nur schaffen diese für sich besser wahrzunehmen bzw. freizusetzen. Und deshalb haben wir für dich die nachfolgenden Strategien und Methoden zusammengeschrieben.

Strategien und Methoden: Innere Stärke entwickeln und etablieren

Wie bereits anfangs schon einmal erwähnt, trägt jeder Mensch innere Stärke in sich – auch du. Deshalb schauen wir uns genau an, wie du deine innere Stärke entwickeln kannst. Dabei wirst du vor allem viel mit dir selbst arbeiten und in dich hineinhorchen müssen, damit du ein besseres Bewusstsein für dich schaffen kannst – denn genau dort findest du deine innere Stärke.

Erkenne deine innere Stärke, indem du dich selber wahrnimmst

Um innere Stärke für dich zu erkennen und zu fördern, müssen wir mit einer umfassenden Selbstreflexion deiner Persönlichkeit starten. Denn innere Stärke findet nur in dir und deiner Person statt – und nicht durch äußere Einflüsse.

Fälschlicherweise wird von einigen angenommen, dass innere Stärke ausschließlich daher stammt, was man selbst geschaffen hat oder selber besitzt. Doch dem ist nicht so. Innere Stärke setzt sich aus dem zusammen, was dich ausmacht und wer du bist – aus deiner Gesamtheit als Person:

  • deinem Charakter
  • deinen persönlichen Stärken und Schwächen
  • deinen Zielen und Wünschen
  • deinen Glaubenssätzen
  • deinen persönlichen Werten und deinem Weltbild

Diese aufgezählten Dinge bilden den Ursprung innerer Stärke. Sie machen dich zu dem Menschen, der du bist – mit all deinen Eigenheiten, Stärken, Schwächen, Lebensansichten und -philosophien.

Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.

Mahatma Gandhi (1869-1948) indischer Rechtsanwalt, Publizist, Morallehrer und Pazifist Tweet

Diese Eigenschaften bilden einen Grundpfeiler deiner Identität und Authentizität, welche deine innere Stärke maßgeblich beeinflussen. Doch um dies besser zu verstehen, müssen wir uns gewisse Begrifflichkeiten mithilfe eines Modells genauer anschauen.

Innere Stärken entwickeln durch die 5 Säulen der Identität

Um den oben aufgeführten Punkt ein wenig zu vertiefen, stellen wir dir nun prägnant das Modell der 5 Säulen der Identität nach dem deutschen Philosophen Hilarion Petzold vor.

Die 5 Säulen der Identität ist ein Modell, welches die eigene Identität in die größten Lebensbereiche eines jeden Menschen aufteilt und somit ergründet. So ergibt sich auch die Möglichkeit eigene innere Stärke zu finden.

Das Modell erklärt ein Haus – aufgebaut wie eine Akropolis. Dieses Haus – auch Lebenshaus genannt – besitzt ein Dach und wird von fünf Säulen getragen.

Innere Stärke entwickeln erklärt anhand dem Modell "5 Säulen der Identität"

Das Dach steht in dem Modell für die Identität, aber auch für Zufriedenheit und Wohlbefinden. Stabilität erhalten diese Begriffe durch fünf Säulen, die alle maßgeblichen Einfluss auf die Identität nehmen:

  • Arbeit & Leistung: Anerkennung, Erfolgserlebnisse und „Tätig-sein“ 
  • Materielle Sicherheit: Lebensstandard, Konsumverhalten und finanzielle Absicherung 
  • Gesellschaft & Soziales: Familie, Partnerschaften, Freunde und alle weiteren sozialen Kontakte 
  • Körper & Gesundheit: mentale und körperliche Gesundheit 
  • Werte & Sinn: Spiritualität und persönliche Lebensphilosophien

Hier eine kurze Erklärung, wie man dieses Modell ausführt und bewertet: Hinter jeder Säule verbergen sich persönliche Werte und Wertvorstellungen, die man für sich bspw. mithilfe von Fragen genauer reflektieren kann, um so einen genaueren Aufschluss über die eigene Identität zu erhalten.

So ergibt sich ein Ergebnis jeder Säule – aber letztlich auch des gesamten Lebenshauses – das einem darüber Aufschluss geben kann, wie zufrieden und erfüllt ein Mensch mit seinen großen fünf Lebensbereichen und damit auch seinem gesamten Leben ist.

Ein stabiles Lebenshaus ist die Basis einer starken Identität und dadurch auch der Ursprung innerer Stärke, auf die ein Mensch immer vertrauen kann. Die Werte der fünf Säulen der Identität vermitteln jedem Individuum persönliche Sicherheit im Leben.

Sie geben einem Menschen Selbstvertrauen, Wohlbefinden und Gelassenheit. Diese Werte verhelfen ein erfülltes Leben zu führen und können eine Person auch durch persönliche Krisen leiten. Sie tragen zu innerer Stärke bei und festigen sie – vor allem auch dann, wenn sich ein Mensch am meisten auf sie berufen sollte: In schlechten Zeiten, in denen man nach Hoffnung sucht. 

Empfehlung von DailyMentor

Falls du deine Identität mithilfe dieses Modells ergründen möchtest, kannst du gerne im Anschluss dazu unseren Artikel durchlesen. Wir erklären dir das Modell ausführlich und gleichzeitig erhältst du Übungsaufgaben und -fragen, um direkt mitzumachen.

Die 5 Säulen der Identität: Die Reflexion der eigenen Identität

Selbstwertgefühl: Lerne dich selber zu akzeptieren

Bisher ging es in unseren ersten zwei Punkten viel um die Selbstreflexion und die Arbeit mit deiner eigenen Persönlichkeit. Du hast viel in dich selbst hineingehorcht, bist deiner Persönlichkeit auf den Grund gegangen und hast positive Eigenschaften, aber vielleicht auch noch Potenziale erkannt. Nun geht es auch darum mit diesen Ergebnissen weiterzuarbeiten.

Innere Stärke bedeutet sich nicht nur mit seinen positiven Eigenschaften und Fähigkeiten zu identifizieren und sich ausschließlich auf diese zu fokussieren. Es erfordert (radikale) Selbstakzeptanz – die Annahme der eigenen Person in ihrer Gesamtheit mit allen Stärken und Schwächen inbegriffen.

Menschen, die noch auf der Suche nach innerer Stärke sind, verspüren oftmals Gefühle von Selbstzweifeln, Unsicherheiten oder persönlichen Unzulänglichkeiten. Diese Lähmungen und Blockaden beeinträchtigten letztlich das eigene Selbstwertgefühl, aber womöglich auch die innere Stärke.

Solche Konflikte können in persönlichen Widerständen resultieren. Es sind Rebellionen gegen eigene Emotionen, Gedanken und das eigene Bild der Persönlichkeit. Diese inneren Widersprüche hemmen die innere Stärke und erlauben es ihr nicht sich für einen Menschen zu etablieren.

Es kostet viel Kraft, Überwindung und Arbeit diesen inneren Widerstand für sich aufzulösen und die eigene Person in ihrer „Imperfektion“ zu akzeptieren. Doch sich selbst so zu sehen, wie man wirklich ist – und sich selbst auch wertzuschätzen – ist eines der größten Errungenschaften und Komplimente, die man sich selber machen kann. Kein Mensch ist perfekt, aber darf sich trotzdem selber als „perfekt unperfekt“ annehmen. Es ebnet den Weg zu einer größeren persönlichen Zufriedenheit und inneren Stärke.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

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Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Beweise dir innere Stärke und nimm Herausforderungen an

Die innere Stärke wird tagtäglich in verschiedenen (Entscheidungs-)Situationen auf die Probe gestellt. Regelmäßig werden eigene Handlungen – aber auch die eigene Persönlichkeit – hinterfragt. Ganz egal, ob dies durch andere Personen erfolgt oder man an sich selbst zweifelt.

Im Alltag erreichen jeden von uns persönliche Herausforderungen von ganz unterschiedlicher Größe, die es zu bestreiten gilt. Dies funktioniert am besten mit entsprechender Entschlossenheit und Zielstrebigkeit in seinen Taten.

Herausforderungen flößen Angst ein. Egal, ob es sich um einen Umzug in eine neue Stadt oder eine neue berufliche Herausforderung handelt, die eigene Meinung angefochten wird oder ob man sich ein neu gestecktes Ziel erreicht oder nicht. Es resultiert immer in dem persönlichen Gefühl, ob man gewinnt oder verliert. Und verlieren mag keiner.

Doch dabei sind es die Herausforderungen selbst, die einen persönlich wachsen und innere Stärke entwickeln lassen. Herausforderungen fordern uns auf unsere Komfortzone zu verlassen und eine Unsicherheit zu konfrontieren – eine Situation, in der es heißt sich zu beweisen und mutig zu sein.

Jede Herausforderung und Unsicherheit bietet das Potenzial sich die eigene innere Stärke zu beweisen. Wenn man Herausforderungen so sieht, sind es ggf. nicht nur angsteinflößende Situationen, in den man primär nur gewinnen oder verlieren kann. Sie bieten jedem Menschen die Möglichkeit persönlich zu wachsen, denn…

Innere Stärke ist Mut und Mut ist eine Entscheidung

Viele bewundern Menschen, die mutig sind. Hingegen ihnen nachzueifern und selbst den Mut zu fassen, trauen sich nicht alle. Doch Mut ist keine Fähigkeit, die der eine besitzt und der andere nicht. Mut ist eine Entscheidung – und Entscheidungen kann jeder Mensch fällen.

Wie wir in unserem Beitrag über mutiger werden erklären, ist der Gegenpart von Mut nicht etwa die Feigheit, sondern Angst – die Angst vor fehlender Sicherheit und das Eingehen von Risiken. Die Angst zu versagen oder dass etwas nicht nach Plan verläuft, ist größer als die Aussicht auf den Erfolg einer Situation.

Und dabei versteckt sich genau hier die Lehre, die jeder ziehen sollte: Mut ist die Entscheidung die eigene Angst zu konfrontieren und sich dieser mit persönlicher Selbstüberzeugung zu stellen.

Traut man sich also mutig zu sein oder lässt man sich von seinen Ängsten kontrollieren? Vor dieser Entscheidung steht jeder Mensch immer wieder und kann sich für oder gegen den Mut entscheiden.

Um also innere Stärke zu entwickeln, solltest du dich öfter dazu entscheiden, mutig zu sein. Jedes Mal, wenn du dich einer Unsicherheit stellst und diese bezwingst, wirst du selbstbewusster, mutiger und innerlich stärker.

Du möchstest deine innere Stärke prüfen?

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Zerbrich nicht an persönlichen Rückschlägen

In Negativsituationen oder bei persönlichen Rückschlägen fällt es oft sehr schwer sich auf seine innere Stärke zu berufen. Doch in Wirklichkeit sind es genau diese Momente, in denen uns innere Stärke verhelfen kann aus persönlichen Talfahrt herauszufinden. Denn innere Stärke ist mitunter – wie wir es anfangs auch beschrieben haben – der Glaube an sich selbst.

Scheitern ist menschlich. Rückschläge oder Misserfolge sind kaum vermeidbar und jeder von uns macht gar auf täglicher Basis Fehler von unterschiedlichen Ausmaßen. Doch es ist der Umgang, der darüber entscheidet, wie sehr uns solche Rückschläge aus der Bahn werfen können – oder sogar dürfen, denn wir haben weiterhin eine gewisse Entscheidungsgewalt über unsere Reaktionen.

Rückschläge können einem Menschen sämtliche Motivation und Selbstvertrauen rauben. Sie können Selbstzweifel, einen lähmenden Effekt oder ähnliche Auswirkungen hervorbringen.

Weißt du jedoch mit deinen Enttäuschungen umzugehen, ermöglichst du dir sogar an diesen negativen Ereignissen zu wachsen. Denn solch eine Bewältigung an Rückschlägen können dich zu mehr Resilienz und Selbstbewusstsein bringen. Sie lassen dich erfahren, dass du auch mit gescheiterten Herausforderungen und Rückschlägen umgehen kannst.

Unsere Fehlschläge sind oft erfolgreicher als unsere Erfolge.

Henry Ford (1863-1947), US-amerikanischer Gründer Ford Motor Company Tweet

Ein Rückschlag ist die Möglichkeit der Responsion und des eigenen Hinterfragens. Ein Rückschlag bedeutet nämlich nicht, dass du etwas nicht kannst oder du nicht gut genug bist. Es bedeutet letztlich nur, dass etwas so, wie du es gemacht hast, nicht funktioniert hat und du etwas ändern musst. 

Nach einem Fehltritt ist das letzte Wort noch nicht gesprochen und du kannst es beim nächsten Mal besser machen – und hast zuvor deine Lektion gelernt. Du darfst dir und deinen Fähigkeiten weiterhin vertrauen. So sieht nämlich innere Stärke und der Glaube an sich selbst aus.

Es ist nicht der ein Verlierer, der hinfällt, sondern der, der liegen bleibt. Und so sind Rückschläge erst dann frustrierend, wenn du daraus nicht gelernt hast und es nicht versuchst besser zu machen – um so zu reifen und innerlich stärker zu werden.

Und so möchten wir für diesen Beitrag ein Ende finden. Wir hoffen, dass unser Appell an deine innere Stärke etwas bewirken kann. Denn die innere Stärke schlummert in jedem von uns – auch in dir. Nun liegt es in deiner Verantwortung, sie zu erwecken.   

Falls du weiterhin an deiner inneren Stärke arbeiten möchtest oder du einfach mehr Aufschluss über deine Identität erreichen möchtest, möchten wir nochmal auf unseren Beitrag zu den 5 Säulen der Identität verweisen, denn beide Artikel bauen aufeinander auf.

Verantwortung übernehmen für ein erfüllendes Leben, das du dir selber wert bist

Verantwortung übernehmen beschrieben durch eine Frau, die in die Ferne schaut

Der Kapitän des eigenen Schiffes werden, vom Beifahrersitz ans Steuer wechseln, die eigenen Zügel in die Hand nehmen und einfach mal Verantwortung übernehmen – für ein erfülltes Leben, das du dir selber wert bist. Dieser Artikel soll dich dazu ermutigen dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und Verantwortung zu zeigen.

Für dein persönliches Glück ist keiner mehr verantwortlich als du selbst. Aus diesem Grund ergibt es keinen Sinn anderen die Schuld für das eigene Unglück zu geben oder sich als Opfer der Umstände zu sehen.

Jeder von uns hat die Möglichkeit sich für ein proaktives Handeln im Leben zu entscheiden. Auch du sollst diese Verantwortung für dein Leben übernehmen und dich auf die Suche nach einem erfüllenden Leben begeben. Falls du nach mehr Eigenverantwortung schaust, findest du hier deine Antworten.

Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst.

Dante Alighieri (1265-1321), italienischer Dichter und Philosoph Tweet

Verantwortung übernehmen – aber für was? 

Wer Verantwortung in seinem Leben übernehmen will, möchte ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben nach eigenen Vorstellungen führen. Wer sich für diese Eigenverantwortung im Leben entscheidet, hat sein persönliches Anrecht darauf erkannt, dass…

  • es einem gut gehen darf…
  • man sein Zielen und Wünschen nachgehen darf…
  • man ein erfülltes Leben führen darf…

…und man für diese Bedürfnisse selbst verantwortlich ist und dafür selber aktiv werden muss. Keiner wird einem die eigene Verantwortung auf dem Silbertablett servieren. Diese Verantwortung muss jeder – und daher auch du – für sich selbst einfordern. Jeder ist seines Glückes Schmied und kann für folgende Bereiche im Leben die Verantwortungen übernehmen: 

  • Verantwortung übernehmen für dein Handeln. Auf jedes Handeln folgt eine Konsequenz. Auch auf jedes Nicht-Handeln folgt eine Konsequenz – jedoch mit dem kleinen und feinen Unterschied, dass die äußeren Umstände über dein Handeln bestimmen.

  • Verantwortung übernehmen für deine Wünsche und Ziele. Jeder Mensch benötigt einen Weg, um seinem Leben Sinnhaftigkeit und Glück zu schenken. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass jeder von uns seine Lebensziele erkennen kann und sich das Recht ergreift, auf diese hinzuarbeiten.

  • Verantwortung übernehmen für deine Emotionen und deinen Geist. Dein eigener Geist erfordert einen bewussten Umgang mit deinen eigenen Gefühlen und Gedanken, für die du die Verantwortung trägst. Auch für deine Psyche und dein Denken musst du dich verantworten.

  • Verantwortung übernehmen für deine körperliche Gesundheit. Ein gesunder Körper ist eines der größten Privilegien im Leben. Übernimm Verantwortung für deinen Körper, deine Gesundheit und deine Ernährung. Wie es auch die Maslowsche Bedürfnispyramide zeigt, kannst du dich erst über die oben genannten Bedürfnisse ernsthaft kümmern, wenn du körperlich gesund bist. Du hast nur diesen einen Körper, also behandle ihn gut.

Wenn man keine Verantwortung übernimmt

Auch wie du nur einen Körper hast, hast du nur dieses eine Leben. Also nutze es, lebe es und genieße es! Doch um dies zu schaffen und ein erfülltes Leben zu führen, benötigt es deinen Einsatz.

Jeden Tag besitzen wir zwei Optionen: Wir entscheiden uns dazu Verantwortung für unseren Alltag zu übernehmen oder nehmen den leichten Ausweg der Ausreden.

Wir können uns als Opfer der äußeren Umstände identifizieren, als jemand der keine Möglichkeit zu Veränderungen hat. Wir können immer die Schuld bei anderen finden: unseren Mitmenschen, Kollegen, Lebenspartnern oder der Gesellschaft. Tag ein, Tag aus können wir uns belügen und in der Opferrolle verstecken – ein ganzes Leben.

Das Tragischste, was du tun kannst, ist dein Unglück zu erkennen und dich dazu entscheiden daran nichts zu ändern. Wenn du keine Verantwortung übernimmst, obwohl du weißt, dass es notwendig ist und du dich weiterhin mit dem Nicht-Handeln abstrafst, dann lässt du so viele Möglichkeiten des Lebendigfühlens verstreichen. So viele wertvolle Erfahrungen, die von dir nicht gelebt werden. 

Und weißt du, keinem tust du damit mehr weh, als dir selbst. Denn es ist dein Leben, dass du nicht so lebst und auskostest, wie du es dir eigentlich wünschst. Du beraubst dich um dein eigenes Glück und der eigenen Authentizität.

So negativ, wie der Abschnitt nun auch gerade war: So weit soll es bitte nicht kommen bzw. von nun an nicht mehr weitergehen. Das Gute ist, du kannst es immer noch ändern. Für diese Entscheidung wird es nie zu spät sein.

Verantwortung übernehmen hat nichts mit deinen Handkarten zu tun

Verantwortung zu übernehmen bedeutet auch, immer das Beste aus etwas zu machen – ganz egal, ob es sich um eine einzelne Situation handelt oder doch das ganze Leben betrifft.

Wir starten überall mit einer gewissen Ausgangssituation und kriegen unsere „Handkarten“ ausgeteilt. Manch einer hat im Leben ein besseres Blatt als andere. Doch heißt es, dass der eine automatisch verloren und der andere sofort gewonnen hat? Nein.

Gute Voraussetzungen sind keinesfalls eine Garantie für ein glückliches Leben. Ein Spieler kann auch sein gutes Blatt vergeuden und schlussendlich damit verlieren.

Es gibt unzählige Menschen, die mit sehr guten Voraussetzungen ins Leben gestartet sind. Sie haben eine gute Erziehung genossen, sind bester Gesundheit, haben keine Geldnöte o.Ä. und sind dennoch unglücklich (geworden). Andersherum gibt es Menschen, denen das Leben schlechte Karten ausgeteilt hat. Sie kämpfen mit Benachteiligungen oder anderen Schicksalsschlägen und sind dennoch glücklicher und zufriedener als die mit den guten Handkarten.

Es liegt in der eigenen Verantwortung wie wir mit unseren Handkarten und Situationen umgehen – inwiefern wir versuchen das Beste aus den unterschiedlichen Lebenslagen zu machen. Anhand einer kurzen Geschichte möchten wir dir zeigen, inwiefern der Umgang mit schlechten Handkarten entscheidend ist.

Vor vielen Jahren sind zwei eineiige Zwilling in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Der Vater dieses Zwillingspaares war ein Alkoholiker. Nach zwanzig Jahren suchte man die Zwillinge wieder auf. Während der eine Zwilling wie sein Vater Alkoholiker wurde, hat es der andere in einer bedeutenden Firma zu einer Führungsposition geschafft, eine erfolgreiche Karriere angestrebt, sein persönliches Glück gefunden und sein Leben immer voll im Griff gehabt.

Beide Zwillinge wurden gefragt, wie sie sich erklären konnten, dass sie zu dem geworden sind, was sie heute sind. Beide antworteten mit den gleichen Worten: „Was kann man anderes erwarten mit einem Vater wie dem meinen?“

Während der eine Zwillinge sein Verhalten so entschuldigen konnte und Argumente für sein Versagen gefunden hat, hat es der andere in Ansporn und Motivation umgemünzt. Einer der beiden Zwillinge hat die Verantwortung für sein Leben übernommen, während sich der andere mit seinen Handkarten abgefunden hat und die Kontrolle abgab.

Egal wie misslich eine Situation auch zu scheinen mag, es ist dennoch die eigene Entscheidung provokatives Handeln zu forcieren und das Beste zu versuchen. Wir starten nicht alle mit den gleichen Voraussetzungen, doch trotzdem ist es keine Entschuldigung für Resignation und das eigene Versagen.

Versinke nicht in Selbstmitleid, wenn es dir mal schwerer gemacht werden sollte als anderen. Verantwortung übernehmen heißt sich in solchen Situation „Jetzt erst recht!“ zu denken und mehr zu geben als der Rest. So sieht ein erfülltes Leben aus, um das es sich zu kämpfen lohnt – sich für die Dinge im Leben einzusetzen, die wir uns selber erwünschen.

Was du benötigst, um Verantwortung zu übernehmen

Doch um nun deinen Mut für ein erfülltes Leben zu stärken, erhältst du unsere fünf besten Ratschläge, die dich zu mehr Selbstverantwortung motivieren sollen. Nimm die Zügel selbst in die Hand und bestimme über dein Leben, denn du hast nur dieses eine.

1. Die eigene Proaktivität stärken 

Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, bedeutet, dass wir aufhören müssen andere für unser Leben verantwortlich machen. Es ist immer der leichteste Ausweg andere Personen für die eigenen Umstände zur Rechenschaft zu ziehen. Es löst jedoch nicht die eigenen Probleme, sondern entraubt einem nur jeglichen Handlungsspielraum und die Möglichkeit die Verantwortung übernehmen zu können.

Dafür gibt es passendes Sprichwort hierfür: Jeder sollte vor seiner eigenen Tür kehren.

Bevor man die Ursachen bei anderen oder externen Umständen sucht, sollte sich jeder zuallererst an die eigene Nase fassen und sein eigenes Handeln reflektieren.

Es sind nicht immer nur die anderen, die schuld sind. Solang wir andere für unsere Probleme verantwortlich machen, besteht keine Möglichkeit etwas dazu beizutragen, dass sich unsere Umstände ändern werden. 

An erster Stelle ist man es immer selbst, der seine negativen Denk- und Lebensweisen ablegen kann und etwas an der eigenen Unzufriedenheit ändern kann. Erst dann sollte man sich überlegen, ob man den Lebenspartner, einen Freund, die Kollegen und ein Familienmitglied für die eigenen Umstände „beschuldigen“ sollte.

Wir haben es selbst in der Hand und können uns für mehr Proaktivität im Leben entscheiden. Das Fingerzeigen auf andere ist der einfache Ausweg. Doch verantwortungsvolles proaktives Handeln ermöglicht einem die Macht über sein Leben zurückzugewinnen und sich persönlich zu entwickeln.

Jeder von uns hat die Möglichkeit sich zu entscheiden – auch du. Werde dir dieser Option bewusst und fordere diese Proaktivität für dich ein.

Du bist nicht für das Universum verantwortlich: Du bist verantwortlich für dich selbst.

Arnold Bennet (1867-1931), englischer Schriftsteller Tweet

2. Ausweichformulierungen vermeiden

Man kennt es selber: Man ist einer unangenehmen Situation ausgesetzt und muss nun Dinge ansprechen, die das Umfeld nur ungern hören möchte. Schnelle werden möglichst sichere Formulierungen kreiert mit „Man sollte…“, „Man könnte…“, usw., um sich so aus der Affäre zu ziehen.

Es ist eine Unart von unverantwortungsvollen Menschen sich hinter dem „Man“-Wort zu verstecken, wenn doch eigentlich die Verantwortung dieser Person gefragt ist.

Ähnliches gilt für das Verantwortungsbewusstsein in einer Gruppe. Schnell flüchtet man sich hinter dem Wörtchen „Wir“, anstatt dem „Ich“, um bloß nicht alleine mit einer Meinung zu stehen und den Eindruck erwecken zu wollen, dass auch anderen so denken und handeln würden. 

In der Psychologie gibt es hierfür den Fachbegriff der Verantwortungsdiffusion. Trotz genügender Anzahl an Personen und Aufmerksamkeit, werden Aufgaben und Verantwortungen nur unzureichend zugeordnet. Ganz nach dem Motto „wird ja auch ein anderer machen“, sinkt das Verantwortungsbewusstsein rapide.

Du willst Verantwortung übernehmen? Dann winde dich nicht wie ein Aal aus Formulierungen, die du aus der Ich-Perspektive formulieren sollst. Nicht „irgendjemand“ oder „wir“ sind gefragt, wenn es nach deiner Verantwortung ruft. 

Achte bewusst auf deine Formulierungen und formuliere dich entsprechend verantwortungsvoll, um so mit gutem Beispiel in deinem Leben voranzugehen.

3. Lasse nicht entscheiden, sondern entscheide 

Selbstverantwortung geht immer mit einer Macht einher, nämlich mit der Macht über sein eigenes Leben bestimmen zu können. Jeden Tag entscheiden wir uns für und gegen gewisse Dinge, was letztlich in Konsequenzen folgt.

Vor diesen Konsequenzen scheuen sich manche Menschen. Tage, Wochen oder gar Monate werden gewisse Entscheidungen aufgeschoben. Aus der Angst, die falsche Entscheidung zu treffen oder der falschen Hoffnung, dass andere einem die Entscheidung abnehmen, wird sich dann oftmals gar nicht oder zu spät entschieden.

Auch keine Entscheidung zu treffen, ist eine Entscheidung. Es ist eine Entscheidung gegen die Selbstverantwortlichkeit und eine persönliche Einladung, dass andere über dein Leben bestimmen dürfen.

Die Selbstbestimmtheit wird aus der Hand gegeben. Nicht nur du alleine, sondern äußere Umstände kontrollieren auf einmal viel mehr deine Wünsche und Bedürfnisse, als sie es eigentlich sollten.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

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Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Wenn du endlich Verantwortung übernehmen willst, musst du selbst die Entscheidungen in deinem Leben treffen. Andernfalls machst du dich abhängiger von den Entscheidungen von anderer und kannst nie das Leben führen, das du für dich bestimmt hast.

4. Ziehe dich nicht aus der Verantwortung  – auch bei Fehlern

Verantwortung kennt keine Ausnahmen. So wie man für die positiven Dinge im Leben Verantwortung übernehmen möchte, muss man es auch für seine Fehltritte tun.

Sich eigene Fehler einzustehen, ist nichts, was man gerne macht und keiner macht darum einen Freudentanz. Doch trotzdem müssen wir auch für unsere falschen Entscheidungen im Leben gradestehen. Verantwortung ist nicht an die eigene gute Laune geknüpft, sondern wird immer von einem gefordert.

Zeige es dir und den anderen, dass auf dich Verlass ist. Winde dich nicht in Ausreden oder rede um den heißen Brei herum. Fehler sind menschlich. Umso authentischer ist es zu diesen Fehltritten zu stehen, sie für sich anzunehmen und letztlich dafür auch die Verantwortung zu tragen.  

Wer Verantwortung übernimmt, baut Vertrauen auf. Wer sich hingegen immer aus der Affäre zieht und mit dem Finger auf andere zeigt, macht sich selbst nur unbeliebt. Es beweist wahre Größe für seinen Taten zu stehen – und das inkludiert letztlich auch die Verantwortung für die unschönen Dinge zu übernehmen.

Du willst Verantwortung übernehmen? Dann bitte auch für alle deine Taten. Dass es leicht wäre, hat keiner gesagt, aber es wäre falsch dir alles blumig zu reden und dir Honig um den Mund zu schmieren. 

5. Dein Leben, deine Vorstellungen, deine Verantwortung

Wir leben in modernen Zeiten, die von Freiheit und Individualismus geprägt sind. Noch nie zuvor besaßen wir solch riesige Möglichkeiten das zu sein und zu machen, was wir wollen. 

Wir leben in keiner Diktatur oder Planwirtschaft, die uns vorschreibt, welchen Beruf wir ausüben sollen oder die uns vorschreibt, an was wir zu glauben haben. Wir müssen uns keiner oberen Gewalt unterwerfen, die uns erklärt, wie wir leben müssen. 

Es ist ein ganzes besonderes Privileg: Wir sind völlig frei unser eigenes Leben zu gestalten und sind dafür der alleinige Entscheidungsträger. Du hast die Qual der Wahl dich aus diesem großen Sortiment an Freiheiten zu bedienen und deine Vorstellung vom Leben zu erschaffen, nach der du leben möchtest.

Diese Freiheit kommt mit großer Verantwortung. Denn diese Freiheit eröffnet dir die Möglichkeit selbstständig für dein Glück zuständig zu sein. Es wäre trügerisch zu glauben, dass andere Person für deine Bedürfnisse und Wünsche verantwortlich wären. Diese Verantwortung trägst nur du alleine.

Du sitzt in deinem Leben nicht auf dem Beifahrersitz, sondern am Steuer. Dir wurde eine Landkarte und ein Kompass in die Hand gedrückt, um dich auf die Suche nach einem proaktiven und erfüllten Leben zu begeben.

Du weißt ganz genau, wo dein Glück liegt. Setze den Kurs und begebe dich auf diesen Weg. Nutze diese einzigartige Möglichkeit und übernehme die Verantwortung.

Positives Mindset entwickeln in 5 Schritten

Positives Mindset beschrieben durch eine Person, die mit ihren Händen ein Herz formt

In diesem Artikel beschäftigen wir uns damit, was ein positives Mindset eigentlich ist, wie du es entwickelst und wie es dir dabei hilft, die Opferrolle abzulegen und dein Leben proaktiv in die Hand zu nehmen. Ein positives Mindset hilft dir, mit einer optimistischen Grundhaltung in den Tag zu starten, Herausforderungen anzupacken und Probleme erfolgreich zu meistern. 

Was hindert so viele Menschen daran, ihre Ziele und Träume zu erreichen?

Oft ist es nur eine Sache: ihre Einstellung. 

Und genau daran wollen wir heute arbeiten. Nach den 5 Schritten wirst du genau wissen, was du zu tun hast, um ein positives Mindset zu entwickeln.

Lass uns loslegen.

Was ist ein positives Mindset?

Will Smith wurde einmal in einem Interview mit Travis Smiley gefragt, was seinen großartigen Erfolg ausmacht.

Möchtest du wissen, was er geantwortet hat?

“Das Einzige, was ich sehe, das wirklich einen Unterschied macht zwischen dir und mir, ist, dass ich keine Angst habe am Laufband zu sterben. Ich werde nicht überholt. Punkt.

Du hast vielleicht mehr Talent als ich, du bist vielleicht klüger als ich, du bist vielleicht schöner als ich, du bist vielleicht all diese Dinge.

Aber wenn wir zusammen aufs Laufband steigen, gibt es zwei Möglichkeiten: Du steigst zuerst hinunter, oder ich sterbe [am Laufband]. So einfach ist das.”

Das ist das, was Will Smith von so vielen anderen talentierten Schauspielern unterscheidet:

Seine Einstellung. Sein Mindset.

Er ist nicht talentierter als andere, schöner als andere oder klüger als andere – aber er hat eine andere Einstellung. Er hat ein positives Mindset.

Ein positives Mindset bedeutet eine optimistische Grundhaltung zu haben, Herausforderungen mutig entgegenzutreten, nicht aufzugeben und immer einen Weg zum Ziel zu finden.

Sehen wir uns einmal genauer an, was ein positives Mindset ausmacht.

Eine optimistische Grundhaltung

Menschen mit einem positiven Mindset wie Will Smith haben immer eine optimistische Grundhaltung. Sie haben die Gewissheit, dass sie die Dinge, die sie anpacken, auch schaffen werden, weil sie selbst für ihren Erfolg oder Misserfolg verantwortlich sind.

Das bedeutet, IMMER einen Weg zum Ziel zu finden, selbst wenn dich Herausforderungen und Schwierigkeiten aus der Bahn werfen wollen.

Ich gehe in meiner Freizeit zum Beispiel gerne klettern. Beim Klettern steckt man oftmals an einer bestimmten Stelle in der Wand fest. Man versucht verzweifelt weiterzukommen, neue Griffe auszuprobieren, aber nichts geht mehr – man hat das Gefühl, dass es absolut unmöglich ist weiterzukommen.

Oft genügen dann nur ganz kleine Veränderungen, wie z.B. der Stand deiner Füße und schon ist die unmögliche Stelle überwunden.

Lass dich also nicht gleich entmutigen, wenn du bei Problemen oder Herausforderungen nicht sofort die Lösung siehst. Du findest IMMER einen Weg. Manchmal musst du dafür allerdings Geduld haben und vielleicht deinen Standpunkt wechseln.

Das Problem mit den Problemen

Ein positives Mindset zu entwickeln, bedeutet nicht, plötzlich allen Problemen aus dem Weg zu gehen. Es bedeutet den Mut zu haben, sich seinen Problemen zu stellen und diese anzupacken.

Probleme werden sehr oft als „schlecht“ angesehen. Sie sind unangenehm und schmerzen. Deswegen beginnen wir zu nörgeln, uns zu beschweren oder uns vorzustellen, wie unser Leben wohl wäre, wenn wir dieses oder jenes Problem nicht hätten. Diese Einstellung bringt uns allerdings nicht weit.

Was wir uns stattdessen fragen sollten, ist Folgendes:

  • Wo ist unsere Chance bei diesem Problem?
  • Wo haben wir die Möglichkeit zu wachsen?
  • Wie könnte ich durch dieses Problem dazulernen und den Menschen etwas zurückgeben?
  • Wie hilft mir dieses Problem ein besserer Mensch zu werden?

Ein Mann, der es meisterhaft umgesetzt hat, Probleme als Chancen zu sehen, ist Nick Vujicic.

Der Mann ohne Arme und Beine… und einem unverschämt guten Leben

Nick Vujicic wurde ohne Arme und Beine geboren. Als Jugendlicher war er deswegen depressiv und suizidgefährdet, heute reist er um die Welt und begeistert Millionen Menschen mit seinen Büchern und Vorträgen.

Der Grund für diesen Wandel?

Er hat seinen Nachteil, dass er ohne Arme und Beine geboren wurde, nicht als ein Problem gesehen, sondern als eine Chance, seine „Behinderung als Enthinderung“ (Nick Vujicic in Mein Leben ohne Limits).

Aber auch das hat seine Zeit gebraucht.

Überlege dir, was für Chancen in deinen Problemen liegen könnten.

Wie entwickelst du ein positives Mindset?

Ich möchte dich nun in fünf Schritten dazu ermutigen wie du ein positives Mindset entwickeln kannst. Oftmals sind nur kleine Implementationen in deinen Alltag, um eine positivere Grundeinstellung zu erhalten.

Schritt 1: Habe eine Morgenroutine

Warum ist es wichtig für ein positives Mindset, eine Morgenroutine aufzubauen?

Weil sie deine komplette Einstellung für den Tag festlegt.

Eine Morgenroutine gibt dir eine gewisse Struktur und hilft dir, dich auf den kommenden Tag einzustellen. Viele erfolgreiche Menschen wie Richard Branson, Tim Cook oder Elon Musk schwören darauf, dass ihre Morgenroutine einen Großteil ihres Erfolges ausmacht.

Klingt also nicht schlecht, oder?

Beispiele für Dinge, die du in deine Morgenroutine integrieren kannst, sind:

  • Eine To-do-Liste für den Tag erstellen
  • Ein kurzes Workout machen
  • Spazieren gehen
  • Podcasts anhören
  • Meditieren
  • Ein Dankbarkeitstagebuch oder Bullet Journal führen
  • Uvm.
Positives Mindset beschrieben durch eine Kaffeetasse, da jeder Tag ein guter werden kann.
Du bist es, der sich jeden Morgen den Grundstein für ein positives Mindset legt.

Wichtig ist, dass der erste Teil des Tages nur dir gehört und du dir Zeit für dich nimmst. Dadurch lässt sich der Stress des Tages viel besser verarbeiten und du gehst gelassener und ausgeglichener an deine Arbeit.

Klar, du musst vielleicht 20-30 Minuten früher aufstehen, um deine Morgenroutine zu entwickeln, aber das wird sich langfristig für dich auszahlen.

Nimm dir früh Zeit für dich und plane deinen Tag. Setz dich an den Schreibtisch, nimm ein Blatt Papier zur Hand und überlege, was heute passieren muss, damit für dich ein erfolgreicher Tag wird.

Diese Übung allein dauert vielleicht 10 Minuten, hilft aber dabei sich bewusst zu werden, dass wir den Großteil des Tages selbst in der Hand haben. Oft hat man das Gefühl, dass man abhängig ist von der Meinung anderer und selbst keine eigenständigen Entscheidungen treffen kann – doch wenn du dir früh Zeit nimmst, um zu reflektieren und deinen Tag zu planen, wirst du merken, wie du die Kontrolle über dein Leben wieder Schritt für Schritt übernimmst und mit einem positiven Mindset in den Tag startest.

Schritt 2: Konzentriere dich auf das Schöne

Menschen mit einem positiven Mindset sind nicht automatisch super gelaunt. Aber sie haben gelernt, ihre Gedanken und Gefühle auf das zu kontrollieren, was sie in ihrem Leben geschenkt bekommen haben und nicht auf das, was ihnen fehlt.

Was immer das Leben mir zuwirft – ich nehme es und bin dankbar dafür.

Tom Felton, britischer Schauspieler und Sänger Tweet

Wie geht das am besten? Führe ein Dankbarkeitstagebuch.

Entweder in der Früh in deiner Morgenroutine oder am Abend. Nimm dir jeden Tag dein Erfolgsjournal, Notizbuch oder dein Bullet Journal zur Hand und überlege, wofür du wirklich dankbar bist – für welche Menschen in deinem Leben, für welche Dinge, für welche Gelegenheiten und Möglichkeiten.

Am Abend kannst du überlegen, welche Begegnungen dich heute besonders glücklich gemacht haben, was dir an dem Tag besonders gut gefallen hat, was du heute besonders gut gemacht hast. Wenn du dir dafür Zeit nimmst und nachdenkst, wirst du sehen, was für ein gutes Leben du eigentlich hast.

Klar, es wird nicht alles perfekt sein.

Aber es ist auch nicht alles schlecht. Viel zu oft vergessen wir auf das Gute und Schöne in unserem Leben. Und viel zu oft vergessen wir, dankbar dafür zu sein. Und noch öfter vergessen wir, den Menschen zu danken, denen wir so viel zu verdanken haben, wie zum Beispiel unseren Eltern, unserem Partner, unseren Freunden, Arbeitskollegen und vielen mehr.

Aufgabe für dich: Schreibe heute 10 Dinge auf, für die du dankbar bist – sei es deine Familie, das Essen, die Natur, dein cooles Auto – dir sind keine Grenzen gesetzt

Schritt 3: Geh deinen eigenen Weg – Hör nicht auf die Nein-Sager

„Höre nicht auf Nein-Sager“, sagt uns Arnold Schwarzenegger in seiner berühmten Rede zu seinen Erfolgsgesetzen.

Menschen mit einem positiven Mindset gehen immer ihren eigenen Weg. Sie lassen sich nicht gleich bei jedem kleinsten Gegenwind entmutigen und sie wollen auch nicht allen gefallen.

Sie hören sich Ratschläge an und sind offen für Kritik. Aber sie lassen sich nicht in eine Form pressen oder ins Hamsterrad drängen. Sie gehen ihren Weg. Mit einem positiven Mindset hast du deine Ziele und Wünsche fest im Blick und arbeitest voller Eifer darauf hin – auch wenn die anderen deinen Traum nicht nachvollziehen können.

Es wird auf jeden Fall auch Rückschläge geben. Du wirst dich manchmal entmutigt fühlen.

Hier nützt dir dein positives Mindset, denn im besten Fall glaubst du unerschütterlich an dich und gibst alles, was du hast – auch wenn das Leben nicht so perfekt läuft wie im neuesten Hollywood-Film.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

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Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Schritt 4: Proaktivität – Leg deine Opferrolle ab

Es gibt zwei Arten von Menschen.

Jene, die andere Menschen oder äußere Umstände für ihre Probleme verantwortlich machen und jene, die selbst die Verantwortung für ihre Probleme übernehmen und das Beste aus der Situation herauszuholen.

Zu welcher Art Mensch gehörst du?

Viel zu oft befinden wir uns in der ersten Kategorie – wenn wir nicht bewusst nachdenken ist der erste Impuls meistens, sich über alles andere aufzuregen, nur nicht sich selbst.

Selbst wenn ich mir den großen Zeh am Kasten anstoße, mache ich den blöden Kasten dafür verantwortlich, warum er die Frechheit besitzt so einen unpassenden Platz zum Herumstehen ausgewählt zu haben…du verstehst schon, was ich meine.

Doch mit einer Einstellung, bei der du immer die anderen Menschen für deinen Misserfolg verantwortlich machst, wirst du nicht weit kommen. Proaktive Menschen mit einem positiven Mindset machen nicht die anderen Menschen für ihre Probleme und Hindernisse verantwortlich, sondern nur sich selbst.

Sie beklagen sich nicht darüber, dass etwas Schlechtes in ihrem Leben passiert ist, sondern packen die Situationen, die sie ändern möchten, proaktiv an und machen das Beste daraus.

  • Proaktive Menschen finden immer einen Weg zum Ziel.
  • Proaktive Menschen packen Herausforderungen an und drücken sich nicht vor ihnen.
  • Proaktive Menschen gestalten ihr Leben, statt gestaltet zu werden.

Es liegt immer in deiner Hand, ob du dich reaktiv verhältst und lieber in der Opferrolle bleibst oder deinen Hintern hochkriegst und die Situationen veränderst, die dir nicht passen.

Entscheide dich also für eine proaktive und positive Einstellung!

Wenn kein Wunder passiert, sei selbst eines.

Nick Vujicic, australischer Motivationsredner Tweet

Schritt 5: Glaub an dich

Was bringt die meisten Spitzensportler dazu ihre Höchstleistungen immer wieder zu toppen und neue Weltrekorde aufzustellen?

Der unerschütterliche Glaube an sich selbst.

Sie haben die Gewissheit, dass sie es schaffen werden. Der Glaube an sich und an die eigenen Fähigkeiten ist einer der Grundpfeiler eines positiven Mindsets. Dieser Glaube kann Berge versetzen.

Wie sieht es bei dir aus? Glaubst du eigentlich an dich? Glaubst du daran, dass du deine Träume verwirklichen kannst? Glaubst du, dass du das Recht dazu hast, deinen Zielen nachzueifern?

Die meisten Menschen würden jetzt spontan mit Ja antworten. Bis man die Oberfläche verlässt und ein bisschen tiefer geht.

Warum glaubst du an dich? Warum glaubst du, dass du deine Träume verwirklichen kannst?

Ich möchte, dass du dir heute bewusst Zeit nimmst, um diese Frage zu beantworten und die Antwort darauf niederschreibst.

Diese Frage ist essenziell für dein Leben. Wenn du nicht einmal selbst weißt, warum du an dich, deine Träume, Ideen und Visionen glaubst, warum sollten es dann andere tun.

Denk über dich und deine Träume nach und überlege, warum du sie überhaupt erreichen willst. Warum solltest du überhaupt an dich glauben? Was lässt dich deine ganze Zeit und Energie in deine Ziele stecken? Wofür brennt dein Herz und warum brennt es dafür?

Der Redner Simon Sinek hat einen der populärsten Ted Talks der Welt auf YouTube veröffentlicht. Er heißt „Start with Why“ – beginne mit deinem Warum.

Hier kannst du ihn dir ansehen.

Das Warum ist immer dein größter Faktor, egal, ob es darum geht, dass du deine Ziele und Träume erreichen willst, oder einfach nur ein glückliches Leben führen magst. Dein Warum ist immer stärker als das Wie.

Die meisten Menschen konzentrieren sich viel zu sehr darauf, wie sie eine bestimmte Sache erreichen können, welche Ressourcen und Kontakte sie dafür brauchen.

Das Wie hat einen gewissen Stellenwert in deiner Zielformulierung und -erreichung, aber wenn du dein Warum nicht kennst, wirst du nach kurzer Zeit deinen Enthusiasmus verlieren, wenn es mal bei der Umsetzung zu Rückschlägen kommt.

Dein Warum nährt dein positives Mindset und lässt dich weitermachen in den schweren Zeiten.

Ganz nach dem Motto: Wo ein Wille, da ein Weg.

Der Wille ergibt sich aus deinem Warum und wenn du etwas wirklich willst, wenn du dein Warum genau kennst, wirst du auch einen Weg finden.

Winston Churchill hat einmal gesagt: „Erfolg bedeutet von Misserfolg zu Misserfolg zu wandern, ohne seinen Enthusiasmus dabei zu verlieren.“ 

Ein starkes Warum hilft dir, deinen Enthusiasmus nicht zu verlieren.

Deswegen starte mit dem Warum. Warum glaubst du an dich?

Dein positives Mindset – Jetzt bist du an der Reihe

Ein positives Mindset hilft dir, eine optimistische Grundhaltung einzunehmen und das Leben in seiner Schönheit zu genießen – mit all den Herausforderungen und Schwierigkeiten. Es macht dich nicht nur zu einem erfolgreicheren, sondern auch zu einem besseren Menschen.

Aber eine positive Einstellung kommt nicht von allein.

Arbeite an dir. Gib nicht auf. Lerne aus deinen Fehlern. Und vergiss nicht den Weg zum Ziel zu genießen.

Genau das macht einen Helden des Alltags aus. Und eines kann ich dir sagen: In jedem von uns steckt ein Held, der darauf wartet, seine Reise anzutreten.

Negative Gefühle loswerden – 6 Strategien, die dir dabei helfen

Negative Gefühle loswerden beschrieben mit einem Mann auf spiegelndem butten Wasser

Ist dir je aufgefallen, wie viel Macht negative Gefühle und Gedanken über deinen Alltag haben? Stell dir vor, du hattest einen tollen Tag. Du kommst früh von der Arbeit, triffst dich mit einer Freundin und das Wetter ist schön. Plötzlich erscheint ein kleiner Funken negativer Energie. Das können viele Sachen sein: Eine patzige Nachricht von deinem Chef, etwas geht im Haushalt kaputt oder du bekommst einen nervigen Brief von der Versicherung.

Wenn so etwas passiert, merkt man wie die gesamte positive Energie aus einem förmlich herausgesogen wird. Vergessen ist der tolle Tag, vergessen sind die glücklichen Momente. Das, was bisher so sicher und gut erschienen ist, wird von dem neuen negativen Gefühl völlig übertönt. Doch das muss nicht sein.

In diesem Artikel wollen dir gerne erklären, wie du mit dieser negativen Energie lernst umzugehen und wie du letztendlich negative Gefühle loswerden kannst.

Drei wichtige Schritte, um mit negativen Gefühlen umzugehen

Als allererstes lass uns darüber sprechen, welche Maßnahmen notwendig sind, um richtig mit deinen negativen Gefühlen umzugehen. Dabei sind es grundlegend diese drei Schritte:

  1. Negative Gefühle (an-)erkennen
  2. Ursache der negativen Gefühle herausfinden
  3. Negative Gefühle verarbeiten und loswerden

Schritt 1: Negative Gefühle (an-)erkennen

Der erste Schritt, um mit deinen negativen Gefühlen richtig umzugehen, ist sie überhaupt erst als solche zu erkennen. Es klingt zwar offensichtlich, aber ist leider in der heutigen Zeit nicht so einfach, wie man denkt.

Vielen wird von klein auf beigebracht, welche ihrer Emotionen “gut” und welche “schlecht” sind. Trauer, Wut und Enttäuschung werden oft abgestempelt als schlechte Emotionen. Natürlich ist niemand gerne traurig, wütend und enttäuscht, aber sie sind trotzdem zulässige Gefühle. “Sei doch nicht so traurig” oder “Sieh doch mal die guten Seiten” sind beliebte Sätze, wie man mit diesen Emotionen umgehen soll. Leider helfen sie oft nicht, denn anstatt die Gefühle zu ergründen, raten sie, dass man sie abtun soll. Die Gefühle sind schlecht und sollten nicht gefühlt werden, fühle doch einfach etwas anderes – das ist die Nachricht dahinter.

Doch genau das ist der falsche Ansatz. Jede Emotion ist es wert gefühlt zu werden: die guten und auch die schlechten.

Unterdrückt man seine Emotionen wie Wut oder Trauer, kann es zu nachhaltigen Schwierigkeiten kommen. Anstatt seine Probleme zu bekämpfen und nach Lösungen zu suchen, versucht man sie zu vermeiden. Jede potenzielle Konfliktsituation wird vermieden. Sollte es dann aber doch zu einem Konflikt kommen, ist man gänzlich unvorbereitet und die Situation droht zu eskalieren.

Deswegen ist der erste Schritt um negative Gefühle loswerden zu können, seine Gefühle überhaupt erst einmal anzuerkennen. Ja, ich habe ein Problem. Ja, ich fühle mich gerade schlecht und das ist okay.

Schritt 2: Ursache der negativen Gefühle herausfinden

Auf jede Aktion erfolgt stets eine Reaktion. So sind deine Gefühle meistens eine Reaktion auf etwas, das passiert ist. Es kann oft eine simple Verkettung sein. Du hast zum Beispiel deine Lieblingstasse fallengelassen und bist jetzt traurig, dass du sie nicht mehr verwenden kannst. Meistens aber sind unsere Gefühle weitaus komplexer. Es können oft mehrere Schichten dazwischen liegen. Beispielsweise hat dich eine Freundin kurzfristig versetzt und deine Abendpläne sind dahin. Normalerweise macht dir das nicht so viel aus, aber dieses Mal spürst du wie du traurig und sauer wirst. Der offensichtliche Grund wäre natürlich, dass du sauer auf deine Freundin bist. Eine kurzfristige Versetzung wirkt als wäre ihr eure Freundschaft vielleicht nicht so wichtig oder könnte von mangelndem Respekt dir gegenüber zeugen. Deswegen bist du bestimmt so sauer, könnte man denken.

Blickt man aber etwas weiter, gibt es vielleicht noch andere Gründe. Vielleicht hattest du eine sehr stressige Arbeitswoche und du hast dich (vielleicht sogar) unbewusst sehr nach diesem Treffen gesehnt, um deinen Akku wieder aufzuladen. Jetzt wo der Termin aber ausfällt, fehlt dir dein Ausgleich und das macht dich unruhig.

Tatsächlich ist dieses Beispiel ein weitverbreitetes (leider oft unerkanntes) Problem in Partnerschaften. So haben wir in unserem Alltag eine Unmenge an Stresssituationen. Dadurch, dass unser Partner stets in unserer Nähe ist, läuft er Gefahr eine Zielscheibe für den gestauten Stress zu werden. Wir drohen wegen Kleinigkeiten zu explodieren. Nicht weil wir unseren Partner nicht lieben, sondern vielmehr, weil wir unseren negativen Emotionen irgendwie Luft machen wollen.

Aus diesem Grund ist unser zweiter Schritt um negative Gefühle loszuwerden, die Suche nach dem Grund deiner Emotionen. Warum bist du wirklich traurig oder enttäuscht? Gibt es eine tieferliegende Ursache für deine Emotionen? Dafür können wir dir verschiedene Übungen der Selbstreflexion ans Herz legen. Erst wenn du das herausgefunden hast, kannst du dich an den nächsten Schritt wagen.

Schritt 3: Negative Gefühle verarbeiten und loswerden

Der letzte Schritt ist natürlich der wichtigste. Nachdem wir unsere negativen Emotionen anerkannt haben und nach dem Ursprung gesucht haben, ist jetzt die Frage: Wie bekämpfen wir unsere negativen Gefühle?

Vorab möchten wir noch einmal klarstellen. Negative Gefühle sind wichtig für ein gesundes Leben. Wir werden es nie gänzlich schaffen, sie aus unserem Leben zu streichen und das ist auch gut so. Viel mehr müssen wir ihre Existenz akzeptieren und mit uns selbst im Reinen sein, wenn wir diese Emotionen verspüren. Sobald wir das tun, können wir wirklich anfangen zu ändern, wie wir auf sie reagieren und Verhaltensweisen entwickeln, die einen gesunden Umgang gewährleisten.

Wir wollen dir mit unseren Tipps helfen, aus deinen Gefühlen die richtigen Lehren zu ziehen. 

Solltest du aber unter länger anhaltende Krankheiten wie Depressionen leiden, so zögere nicht dir ärztliche Hilfe zu holen. Denn dazu braucht es mehr als nur einfach die Gefühle zu verarbeiten. Damit du diesen Schritt gut umsetzen kannst, haben wir dir verschiedene Tipps vorbereitet, die uns dabei helfen.

Ein Mann verbrennt ein Foto um seine negativen Gefühle loszuwerden
Manchmal hilft das physische Trennen von Dingen, die dich negativ beeinflussen.

6 Tipps, um negative Gefühle loswerden zu können

Unsere folgenden Tipps sind in keiner spezifischen Reihenfolge und können auf verschiedene Emotionen stärker zutreffen als auf andere. Sie sollen dir aber alle im Endeffekt dafür helfen, eine gute emotionale Gesundheit zu erlangen. Emotionale Gesundheit zeichnet sich dadurch aus, dass wir gesund mit unseren Gedanken, Emotionen und Gefühlen umgehen. Wir treffen eher fundierte Entscheidungen und bewältigen die Herausforderungen des Lebens mit Selbstbewusstsein und Resilienz.

1. Negative Gefühle aufschreiben

Eine Möglichkeit mit seinen negativen Gefühlen umzugehen, ist sie aufzuschreiben. Dafür eignet sich vor allem die analoge Variante – also Papier und Stift. Schreibe dir auf, wie du dich gerade fühlst. Danach versuche zu analysieren, wieso du dich so fühlst. Was war der Auslöser und wieso hat es dich so sehr berührt? Du wirst schnell merken, dass du viele Probleme anders siehst, wenn du dir Zeit nimmst und sie auf Papier bringst. Sollte das dir nicht helfen, kannst du noch einen Schritt weitergehen. Nimm das Stück Papier und schmeiß es weg. Das physische Wegwerfen soll laut einer Studie nämlich noch mehr helfen, mit deinem Problem abzuschließen. Eine andere Variante wäre das Aufschreiben deiner Gedanken – beispielsweise mit einem Erfolgsjournal oder einem Bullet Journal – zur Gewohnheit zu machen. Das kann dir langfristig helfen, mit deinen Gefühlen umzugehen, weil du dich täglich mit ihnen beschäftigst.

2. Situation in einem anderen Licht sehen

Dieser Tipp ist angelehnt an die typischen Ratschläge deiner Freunde. “Sieh es doch einmal von der positiven Seite” ist ja oft einer der lieb gemeinten Tipps. Sie haben damit jedoch auch nicht ganz unrecht. Anstatt aber zu versuchen, Situationen zwanghaft positiv zu sehen, sehe lieber die neuen Möglichkeiten, die sie dir bieten. Im obigen Beispiel hatten wir davon geredet, dass du vielleicht von einer Freundin versetzt wirst. Du könntest jetzt sauer sein, aber du kannst auch versuchen die Situation in einem anderen Licht zu betrachten.

Nutze die Zeit stattdessen für dich. Du brauchst deine Freundin nicht, um dich von deinem Arbeitsalltag zu entspannen. Widme dich einer deiner eigenen Hobbys. Diese Technik kannst du auf viele andere Situationen genauso anwenden, denn sie alle haben irgendwo doch einen Silberschleier am Horizont.

3. Gehe raus in die Natur

Sollten die ersten beiden Tipps dir nicht geholfen haben, können wir eine andere Möglichkeit bieten. Anstatt sich mit deinen Problemen in deiner Wohnung rumzuschlagen, setz dich auf dein Fahrrad und fahr einfach einmal weg. Die physische Veränderung deiner Umgebung gibt dir neue Reize und hilft dir dich auf andere Gedanken zu bringen.

Die Stille eines Parks oder eines Waldes kann sehr therapeutische Wirkung haben. Im Angesicht der Natur, an einem plätschernden Bach oder in einem ruhigen Waldstück wirken manche Probleme oft skurril und unbedeutend. Du wirst merken, wie du von deiner Situation Abstand nehmen kannst, wenn du dich auf deine Umgebung konzentrierst.

Diese ersten drei Tipps waren so etwas wie das “Erste Hilfe Paket”, dass man bei präsenten negativen Gefühle einsetzen kann. Die weiteren Methoden kannst du vor allem nutzen, wenn du dich um eine langfristige Lösung bemühst, die du auch präventiv nutzen kannst.

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4. Nachhaltige Lösungen für deine Probleme suchen

Der nächste Tipp richtet sich vor allem an deine langanhaltenden Sorgen. Oftmals verspüren wir unsere Emotionen aus dem gleichen grundlegenden Problem. Anstatt immer wieder Opfer der Umstände zu sein, versuche aktiv dein Problem zu lösen. Solltest du die ersten beiden Schritte für den Umgang mit deinen Emotionen öfters befolgt haben, so wirst du feststellen, dass die Ursprünge für deine Sorgen oft eng miteinander verknüpft sind.

Der nächste Schritt ist jetzt nach einer Lösung zu suchen. Dazu musst du aber erst etwas Abstand von deinen Gefühlen gewonnen haben. Gucke dir dafür am nächsten Tag deine Notizen zu deinen Emotionen an. Hat sich deine Sichtweise darauf geändert? Wenn sie es nicht haben, versuche jetzt aktiv dein Problem zu lösen.

Empfehlung von DailyMentor

Es gibt reihenweise Methoden, um sich mit deiner Psyche und deiner Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Wir empfehlen dir dafür unseren Beitrag über Methoden der Selbstreflexion, in dem wir die wichtigsten für dich zusammengefasst haben.

5. Verbinde die Techniken

Unser fünfter Tipp ist eine Kombination aus unseren ersten vier Tipps. Sollte dich also deine Gefühle übermannen und du bist beispielsweise enttäuscht, traurig oder verletzt, dann schnapp dir dein Fahrrad oder dein Auto, nimm dir Papier und Stift mit und lass dein Mobiltelefon zu Hause. Fahre zu einem ruhigen Waldstück oder einen Park und setz dich auf eine Bank. Schreibe jetzt deine negativen Gefühle auf und wirf sie weg (natürlich in einen Mülleimer).

Als Nächstes gib dir 15 Minuten Zeit in der Natur, um dich zu beruhigen und den Moment aufzunehmen. Danach versuche dein Problem in einem anderen Licht zu sehen und es, wenn möglich nachhaltig zu lösen.

6. Unterstützung von außen suchen

Sollten diese Tipps dir nicht helfen, suche dir Hilfe bei deiner Familie und deinen Freunden. Wir wissen es ist nicht immer einfach, seine Probleme mit anderen zu teilen. Viele möchten nicht vor ihren Freunden schwach wirken, aber im Endeffekt ist das ein falscher Stolz. Vergiss nicht, negative Emotionen sind keine Sache, für die du dich schämen musst. Sie sind natürlich und normal. Wenn das deine Freunde auch verstehen, könnt ihr euch gegenseitig bei Problemen helfen. Es geht dabei primär einfach nur darum, dass sie dir zuhören. Sie müssen nicht versuchen dir direkt Tipps zu geben. Es reicht, wenn sie einfach nur versuchen zu verstehen, was dich bedrückt und dir beistehen.

Wenn ein enger Bekannter sich dir mit einem Problem öffnet, willst du ihm Unterstützung leisten. Du siehst deine eigene Hilfe für andere als selbstverständlich an. Dir liegen die Probleme der anderen nicht zur Last, weil du die andere Person wertschätzt.

Genauso geht es den meisten Freunden auch mit deinen eigenen Problemen. Man muss sich nicht schlecht fühlen über seine negativen Erfahrungen zu sprechen. Denn letztendlich stärkt es das Band eurer Beziehung.

Unser Schlusswort

Der richtige Umgang mit deinen Emotionen ist essenziell, um deine negativen Gefühle loszuwerden. Wir hoffen wir konnten dir damit etwas weiterhelfen. Es ist dabei aber wichtig, dir dafür Zeit zu nehmen. Du wirst deine Probleme nicht immer sofort lösen können, sondern es ist ein oftmals langer Prozess. 

Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen.

Leo Tolstoy (1828-1910), russischer Autor Tweet

Authentischer sein und zu sich selbst stehen: Stärke die Bindung zu deinem wahren Ich

Zu sich selbst stehen und authentischer sein beschrieben durch einen Mann, der im Sonnenuntergang läuft

Zu sich selbst stehen und authentischer sein ist nicht immer einfach. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Die Welt ist sich ständig am Drehen, wir stehen andauernd vor neuen Herausforderungen und stetig erwarten uns Veränderungen im Leben.

Dabei kann es zur Folge haben, dass wir anfangen uns selber etwas vorzumachen. Wir verbergen unsere wahren Gefühle und sagen nicht, was wir wirklich denken. Wir lassen uns von den äußeren Umständen treiben und richten uns an den Erwartungen von anderen.

In diesem oftmals schleichenden Prozess können wir langsam die Bindung zu unserer eigenen Person verlieren. Das „wahre Ich“ kommt nicht mehr so recht zum Vorschein. Der Wunsch wächst wieder zu sich selbst zu stehen und authentischer zu sein. 

Deshalb möchten wir im folgenden deine Authentizität stärken und dich dazu ermutigen, dass du die Person sein darfst, die du in Wirklichkeit bist. Ohne Maske und ohne Versteckspielchen. 

Was bedeutet es zu sich selbst zu stehen und authentischer zu sein?

Eine Person bezeichnet man als authentisch, wenn sie besonders „echt“ wirkt. Dieser Mensch kann zu sich selbst stehen und ist mit seinen Stärken und Schwächen im Einklang. Er kann sich so wahrnehmen, wie er wirklich ist und akzeptiert sich in seinem Erscheinungsbild.

Menschen, die authentisch sind, vermitteln ein ehrliches, unverborgenes und ungekünsteltes Bild gegenüber ihrem Umfeld. Sie präsentieren sich so, wie sie sind – ohne sich aufzuspielen oder ihre Persönlichkeit verzerren zu müssen.

Letztlich ist Authentizität eine fortgeschrittene Form der eigenen Selbstreflexion, Selbstliebe und Selbstakzeptanz. Diese Menschen können zu sich stehen und befinden auf einem guten Weg sich selbst gefunden zu haben.

Höhepunkt des Glückes ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist.

Erasmus von Rotterdam (1466-1536), niederländischer Theologe Tweet

Authentischer sein und zu sich selbst stehen durch 8 Tipps

Nachfolgend möchten wir dir mit unseren acht Ratschlägen deine Authentizität stärken, sodass du eine stärkere Bindung zu dir selbst aufbauen kannst. Unsere Tipps sollen vor allem deine Selbstwahrnehmung fördern und deinen Mut stärken, sodass du dich weder vor dir, noch vor anderen verstellen musst und somit authentischer sein kannst. 

1. Finde heraus wer du wirklich bist

Wir starten direkt erstmal mit einem ordentlichen Brocken, der alles andere als einfach umzusetzen ist: Finde heraus wer du überhaupt bist.

Du willst authentischer sein und mehr zu dir selbst stehen? Dann muss man zuallererst wissen, wer man überhaupt wirklich ist bzw. sein möchte. Es kann wirklich schwierig sein sich solch eine globale und umfassende Frage der Selbstfindung beantworten zu können. 

Doch werde dir bewusst, wer du im Kern wirklich bist, was deine Werte sind und dich charakterlich ausmacht. Erst wenn man dies erkennt, ist es einem möglich zu sich selbst zu stehen.

Es ist nicht ganz einfach sofort eine Antwort parat zu haben. Aus diesem Grund beobachte dich gerne die folgenden Tage genauer, horche in dich rein und verschaffe dir ein Bild deiner charakterlichen Eigenschaften und Werte. Im Anschluss wird es dir leichter fallen die nachfolgenden Tipps für dich umzusetzen und authentischer zu sein.

Empfehlung von DailyMentor

Um dir deiner selbst bewusster zu werden, möchten wir dich auf unsere weiteren Beiträge hinweisen, die dich in diesem Selbstfindungsprozess unterstützen können.

Zu sich selbst finden: Die drei großen Schritte zur Selbstfindung

Definition der Persönlichkeitsentwicklung – Die 5 Sektoren, in denen du dich verbesserst

Methoden der Selbstreflexion – Einfache Übungen für deinen Alltag

Lebensziele finden: Mit diesen Methoden erkennst du sie!

2. Selbstbild und Fremdbild: Wie nimmst du dich wahr? Wie sehen dich andere?

Um den obigen Punkt weiter aufzugreifen, möchten wir noch über das eigene Selbst- und Fremdbild sprechen. 

Es ist wichtig, dass man den Unterschied für sich versteht. Denn die Person, die du selber in dir siehst, ist womöglich nicht diejenige, die du nach außen präsentierst. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung kann sich daher grundlegend voneinander differenzieren – sowohl positiv, als auch negativ.

Als kleines Beispiel: Du schätzt dich als eine emphatische Person ein, aber nach außen wird das womöglich von deinem Umfeld gar nicht so wahrgenommen. Genau andersrum denkst du selber von dir, dass du nicht zuverlässig seist. Doch auf die Nachfrage bei deinen Freunden sagen sie dir genau das Gegenteil, und dass auf dich immer Verlass ist.

Was stimmt nun und was nicht? Der Ursache dieser Dissonanz musst du selber auf den Grund gehen. Womöglich musst du auch dein Umfeld dafür einspannen und sie fragen, weshalb sie dich in deinem Fremdbild so bewerten.

Für die eigene Authentizität spielt vorrangig dein Fremdbild eine Rolle. Dieses Bild entscheidet, wie du von deinem Umfeld wahrgenommen wirst und dies bestimmt letztlich wie authentisch du wirkst.

Hingegen ist das Selbstbild besonders wichtig, wenn man mehr zu sich selbst stehen will, sodass eine gewisse Selbstreflexion der eigenen Person stattgefunden hat.

Es wird dir sehr helfen, wenn du dein Selbst- und Fremdbild verstehst. Am besten sollten diese Wahrnehmungen möglichst nah beieinander liegen, um so dein wahres Ich zu erkennen und zu leben.

3. Lege deine Maske ab

Auch hier wieder aufbauend auf den vorherigen Punkt möchten wir über die Maske sprechen, die wir uns manchmal in gewissen sozialen Kreisen aufsetzen.

Du kennst es mit Sicherheit auch: Bei der Arbeit, Schule oder Universität verhalten wir uns anders, als wenn wir alleine sind oder von unseren engsten Freunden umgeben sind. Wir verhalten uns „ordentlicher“, reservierter und geben weniger von uns preis. Das ist ganz normal.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

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Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Doch wer zu sich selbst stehen will, möchte sich mehr so zeigen wie er im Kern wirklich ist. Also wieso setzen wir uns diese Maske in bestimmten Situationen auf? Man kann gerne auch im beruflichen Umfeld oder vor fremden Personen authentischer sein und sich so zeigen wie man ist. 

Es ist die eigene bewusste Entscheidung, ob man sein wahres Ich präsentieren möchte und wir möchten dich dazu ermutigen dieses regelmäßiger in der Öffentlichkeit zu tun.

4. Höre mit dem Vergleichen auf

Der ständige Vergleich mit anderen hindert einen daran authentischer zu sein.

„Guck mal, der hat das. Die kann das besser. Der ist glücklich. Die verdient mehr als du.“ Und jetzt? Macht es diejenigen zu besseren Menschen? Man darf zu seinen Idolen, Mentoren und Vorbildern gerne hochschauen und sich von ihnen inspirieren lassen. Aber was bringt einem dieser negative Vergleich mit anderen, außer dass man sich schlechter fühlt und sich selber einem gewissen Druck aussetzt?

Du stehst in keiner Konkurrenz mit anderen. Weder andere sollten dir etwas unter die Nase reiben, noch du den anderen. Das Leben ist kein Wettkampf, bei dem es wichtig ist, „besser“ als sein Umfeld zu sein. 

Jeder hat in gewisser Weise eine „Imponier-Maske“ mit der man anderen zeigen möchte, wie toll man ist. Man verhält sich letztlich nur so für sein eigenes Selbstwertgefühl und bauscht das eigene Fremdbild künstlich auf. Doch sich selber aufzublasen und zu präsentieren steht im genauen Gegensatz zu authentisch sein.

Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.

Lucius Annaeus Seneca (4 v. Chr.- 65 n. Chr.), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Politiker Tweet

Zu sich selbst stehen macht man doch vorrangig für einen selbst – und nicht für andere. Du willst authentischer sein und eine bessere Bindung zur eigenen Person schaffen. Da hilft einem kein Vergleich, in dem es darum geht besser oder schlechter als andere zu sein.

Du bist du. Ich bin ich. Wir beide stehen in keinem Wettkampf und keiner muss sich dem jeweils anderen beweisen. Dein Fokus sollte an erster Stelle bei dir liegen und nicht von den Meinungsbildern anderer Menschen abhängig sein.

Beweise es dir selbst und nicht irgendwelchen anderen.

5. Verlasse deine Komfortzone

Manchmal hindern uns unsere eigenen Ängste daran, wir selbst zu sein. Anstatt, dass man zu sich selbst stehen kann und der derjenige ist, der man wirklich ist, verstecken wir uns in der eigenen Komfortzone.

Die Gründe dafür sind vielschichtig und daher nicht ganz einfach zu identifizieren. Vielleicht fehlt einem das nötige Selbstbewusstsein, ist ein wenig schüchtern, hat Angst einen Fehler zu machen oder sich vor anderen bloßzustellen. Diese Unsicherheiten können aus ganz unterschiedlicher Herkunft stammen.

Wer zu sich selbst stehen will, muss definitiv eine Menge Mut aufbringen und sich trauen genau diesen sicheren Bereich der persönlichen Komfortzone zu verlassen. Es hilft dir leider nicht viel, wenn du dich konstant zurückhältst und immer auf Nummer Sicher gehst. Sich immer zu verschonen und nicht so zu zeigen, wie man wirklich ist, bedeutet in einer gewissen Art sich zu vernachlässigen. 

Es hört sich hart an, aber wenn du dich in dieser Komfortzone die ganze Zeit aufhältst und auf Fehlervermeidung und Sicherheit pochst, hältst du dich wissentlich klein. Dein Charakter brennt auf Sparflamme.

Die Persönlichkeit möchte aus diesem Käfig ausbrechen. Doch sie kann nicht. So lässt es sich weder authentischer leben, noch kann man so besser zu sich selbst stehen.

Deshalb traue dich. Traue dich die Komfortzone zu verlassen und deine Persönlichkeit zu entfalten. Deine Authentizität wird dir dafür danken.

6. Schwimme gegen den Strom

Ähnlich wie zuvor geht es auch hier um einen gewissen Sicherheitsgedanken, den wir innehaben – und zwar die Sicherheit, sich mit dem Strom zu bewegen. Man folgt der breiten Masse in dieselbe Richtung Hamsterrad.

Oft ist es auch so, dass der eigene Weg und die eigene Meinung mit der Mehrheit übereinstimmen kann. Das ist nichts Verwerfliches. Doch sollte das mal nicht der Fall sein, solltest du dich nicht davor scheuen müssen auch mal gegen den Strom zu schwimmen.

Deine Werte, deine Meinung – und daher auch deine Entscheidung in welche Richtung du dich bewegen möchtest. Es ist alles andere als einfach, dass wenn man mal nicht der Norm entspricht, die kritischen Blicke der anderen zu ignorieren. Doch genau darum geht es doch hier in dem Artikel, oder? Authentischer sein und zu sich selbst stehen. Sein wahres Ich zeigen und dazustehen.

Deshalb sollte dein Bild von dir selbst über den Meinungen der anderen stehen. Bewege dich also auf den Wegen, die für dich richtig scheinen und lass dich nicht von anderen überzeugen, dass sie falsch seien. Sie stecken nicht in deiner Haut.

Es kommt darauf an, sich von anderen zu unterscheiden; ein Engel im Himmel fällt niemandem auf.

George Bernard Shaw (1856-1950), irischer Dramatiker, Politiker und Pazifist Tweet

Kennst du das nicht auch, wenn jemand anderes einem die Stirn bietet? Sich traut etwas anders zu machen, als was normal ist? Ich empfinde es als unheimlich authentisch und sympathisch. Die Person hat vielmehr Respekt verdient anders zu sein oder den Mund aufgemacht zu haben, als dass man sie dafür verurteilen sollte.

Es hat nichts Falsches Querdenker zu sein oder andere Werte zu vertreten als die breite Masse. Stehe zu dir selbst – auch wenn du mal eine andere Meinung, als die anderen hast.

7. Authentischer sein durch Selbstliebe und Selbstakzeptanz

Selbstliebe und Selbstakzeptanz sind ganz entscheidende Säulen der Authentizität. Wer sich selber liebt und akzeptiert, kann auch authentischer sein.

Wer sich selber nicht leiden kann, wird seine Persönlichkeit auch lieber vor anderen verstecken wollen. 

Das heißt nicht, dass du mit dir zu 100 Prozent im Reinen sein musst, dich vollständig liebst und akzeptierst. Es heißt vielmehr, dass du dich selber als den Menschen siehst, der du wirklich bist.

Du darfst trotzdem deine Nase zu lang finden und was an deinem Charakter aussetzen. Es geht darum, dass du dich so annimmst mit all deinen Stärken und Schwächen. Mit allen Ecken und Kanten – als das einzigartige Individuum.

Wer ist schon auf dieser Welt perfekt? Trotzdem darfst du Selbstliebe und Akzeptanz dir gegenüber verspüren. Man darf sich trotzdem selber mögen und sich nicht vor der Welt verstecken müssen.

8. Stehe für dich ein und übernehme die Verantwortung

Ohne damit zu egoistisch zu wirken: Manchmal muss man sich auch den Platz schaffen, um zu sich selbst zu stehen.

Wenn dir jemand auf den Schlips tritt, stell ihn zu Rede. Du fühlst dich ungerecht behandelt, sprich es an. Das ist dein gutes Recht. Man muss nicht immer klein beigeben, sondern darf auch das einfordern, was einem zusteht.

Letztlich funktioniert so Authentizität: Für das einzustehen, was für einen wichtig und richtig ist.

Du darfst – nein, du SOLLST – deine Meinung äußern, deine eigenen Ziele verfolgen und Verantwortung für dein Leben übernehmen. Für alles Positive, aber auch Negative.

Denn so bejahend und motivierend der Artikel bis dahin auch ist, muss man auch in Negativphasen zu sich selbst stehen. Verantwortung und Authentizität umschließt das ganze Spektrum des Lebens und daher auch die Schattenseiten.

Trotzdem wird dich das nicht demoralisieren, sondern viel mehr ermutigen, dass du dich daran erinnern sollst, falls du mal in solch einen Moment gerätst. So ist das Leben und solche Situationen gehören dazu.

Unser Schlusswort: Authentischer sein und zu sich selbst stehen

Wir hoffen du konntest aus einigen unserer Tipps etwas Positives mitnehmen und kannst für die Zukunft die Bindung zu dir selbst stärken.

Es liegt in deiner Hand, inwiefern du dir dein wahres Ich eingestehst und es anderen gegenüber offenbarst. Es ist uns wichtig, dass du vor allem dir gegenüber ehrlich bist, dir deine wahren Gefühle zugestehst und dir erlaubst so zu sein, wie du letztlich bist. Zu sich selbst stehen ist wahrhaftig keine einfache Einsicht, doch nicht unmöglich. Sei wie du bist und sei authentisch.

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.

Henry Thoreau (1817-1862), amerikanischer Philosoph und Schriftsteller Tweet

Mut zur Veränderung – 6 Tipps, um Neues zu wagen

Mut zur Veränderung beschrieben durch einen Kompass

Veränderungen können so viele Emotionen und Gedanken hervorrufen: Aufregung, Vorfreude und Tatendrang, aber auch Ängste vor dem Ungewissen und der Veränderung an sich. Veränderungen – oder alleine schon nur Gedanken daran – können das eigene Leben auf den Kopf stellen. Manchmal scheint es so, als hätten wir unseren Mut zur Veränderung verlegt und finden ihn nicht wieder oder etwas hindert uns daran diesen aufzubringen.

Doch weißt du was? Jeder trägt diesen Mut zur Veränderung in sich.

Jeder von uns hat schon so viele Veränderungen selber eingeleitet und gemeistert. In der Vergangenheit haben wir es uns ein ums andere Mal bewiesen, dass wir dazu fähig sind.

Wir wollen dich deshalb an deinen Mut zur Veränderung erinnern und dir sechs Tipps mit auf den Weg geben, damit du ihn stärken kannst. Du trägst diesen Mut in dir! 

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen.

Mut zur Veränderung: Was Veränderungen in uns auswirken

Bevor wir zu unseren Tipps kommen, möchten wir einen etwas größeren Exkurs machen, wie wir Menschen auf Veränderungen reagieren. 

Warum scheuen wir uns manchmal vor Veränderungen? Was sind die Gründe für diese Angst und weshalb müssen wir ganz gezielt nach dem Mut zur Veränderung suchen, ehe wir den „Sprung ins kalte Wasser“ wagen?

Die Antworten findest du nun hier und sollten dich definitiv interessieren. Die Hintergründe von Veränderungen zu verstehen ist sehr wichtig, um deinen Mut zu stärken.

Was entscheidet, wie wir auf Veränderungen reagieren?

Jeder hat sich schon vielen kleinen und großen Veränderungen ausgesetzt gefühlt. Doch dabei ist eine Veränderung nicht immer die gleiche. Sie können unterschiedliche Effekte und Auswirkungen auf die eigene Person haben. Zwei Komponenten sind dafür entscheidend, wie man eine Veränderung wahrnimmt:

  1. Die Größe der Veränderung. Ist es eine eher kleine und alltägliche oder spiegelt sie doch eher einen gewissen Wendepunkt im Leben wider?
  2. Wer die Entscheidung einleitet. Wird man durch äußere Einflüssen zu einer Veränderung „gezwungen“ oder erhält man selber die Einsicht und greift zum proaktiven Handeln über?

Je größer uns eine Veränderung scheint, desto schwieriger tun wir uns diese anzunehmen.

Genauso entscheidend ist es, wo der Ursprung einer Veränderung liegt: Kam die Entscheidung von einem selbst oder doch durch äußere Umstände und Personen, wodurch man sich zu einer Veränderung gezwungen wird?

Solch ein Umbruch im Leben lässt sich für uns besser akzeptieren, wenn es die eigene Einsicht ist, die uns zum proaktiven Handeln führt. Andersherum nimmt man gerne mal eine gewisse Abwehrhaltung ein, wenn eine Veränderung durch die äußeren Umstände aufgesetzt wird.

Die emotionale Achterbahn einer Veränderung 

Um dir die persönliche Reaktion einer Veränderung zu verdeutlichen, begeben wir uns nun auf die emotionale Achterbahn, in der man sich befindet, wenn man eine Veränderung durchläuft. 

Die einzelnen Phasen einer Veränderung verlaufen im Grunde gleich ab. Wobei die größeren und einschlägigeren Veränderungen für jedermann deutlich spürbarer sind. 

Das Erkennen der Veränderung

Es ist der Zeitpunkt, an dem eine Veränderung bemerkbar wird oder sich für einen abzeichnet. Dabei ist es unerheblich, ob diese von extern aufgezwungen wird – durch die Umstände einer Situation oder das „Kommando“ einer anderen Person – oder durch die eigene persönliche Erkenntnis.

Der Stimmungspfad, den du in der unteren Grafik siehst, sinkt in aller Regel, da sich eine Änderung der gegebenen Umstände anbahnt. Das Unbehagen vor dem Ungewissen und Unvorhersehbaren steigt. In der Achterbahn begibt man sich bergab.

Mut zur Veränderung beschrieben durch die erste Infografik "Emotionale Achterbahn"
Die emotionale Achterbahn einer Veränderung als Grafik

Die Verweigerung der Veränderung

Die ersten intuitiven Gedanken sträuben sich gegen die Veränderungen. Schnell fallen einem Sätze ein, wie „Ich habe da meine Bedenken“ und eine pessimistische Grundhaltung gegenüber der Veränderung wird eingenommen.

Es besteht die Gefahr, dass die eigenen Erwartungen enttäuscht werden können und sich vertraute Situationen und Prozesse ändern könnten. 

Eine Veränderung fühlt sich in der Verweigerungsphase am negativsten an. Man erkennt hauptsächlich nur das Schlechte und ignoriert die womöglich positiven Effekte einer Veränderung.

Konfrontation mit der Veränderung

In der Konfrontrationsphase wird sich intensiver mit der Veränderung auseinandergesetzt und diese nicht nur ausgeschlagen. Womöglich kommt sogar eine erste gewisse Akzeptanz auf und man erkennt den Mehrwert, welcher die Veränderung mit sich bringen kann.

Man hinterfragt die Situation. „Was heißt die Veränderung für mich und welche Auswirkungen entstehen?“. Man kann langsam zu der Einsicht gelangen, dass die Veränderung auch in etwas Gutem resultieren kann.

Motivation und Umgang mit der Veränderung

Im letzten Schritt wird sich nicht nur mental mit der Veränderung beschäftigt. Man setzt die Veränderung um bzw. versucht ihr eine Chance zu geben, um sich zu beweisen.

In der emotionalen Achterbahn geht es nun wieder deutlich bergauf und man erlebt die Veränderung nun am eigenen Leibe. Im besten Fall hat man nun seine Zweifel abgelegt und erkennt, dass eine Veränderung die eigenen Umstände verbessern kann.

Doch es gibt auch andere Achterbahnen von Veränderungen, die ganz unterschiedlich wahrgenommen werden können.

Manch eine Veränderung schien bereits längst überfällig (siehe erstens) und es hat einem nur der Mut zur Veränderung gefehlt – den Stups in die richtige Richtung – damit sich die Situation bessert.

In anderen Situationen wird mit einer Veränderung kläglich versucht das „kenternde Schiff“ zu retten (siehe zweitens) und weckt dadurch falsche Hoffnungen.

Andere Veränderung treffen einen persönlich gar nicht mal so hart. Mit dem richtigen Mindset fällt die Talfahrt nahezu aus (siehe drittens) und man lässt sich von einer Veränderung viel weniger aus der Bahn schmeißen.

Mut zur Veränderung beschrieben durch die zweite Infografik "Emotionale Achterbahn"
Andere emotionale Achterbahnen einer Veränderung.

Wie du siehst, gibt es unterschiedliche Arten von Veränderungen, sodass es sich nicht global sagen lässt, ob alle Veränderungen schlecht oder gut verlaufen.

Die obigen Beispiele greifen mit Sicherheit nicht die gesamte Bandbreite an Stimmungspfaden ab. Es wird immer von deiner individuellen Situationen abhängen und wie du eine Veränderung aufnimmst.

Wieso haben wir Angst vor Veränderungen?

Wieso suchen wir manchmal nach dem Mut zur Veränderung? Oftmals liegt es daran, dass unsere Ausgangssituation nicht die beste zu sein scheint. Wir fühlen uns nicht ganz vorbereitet für eine Wandlung in unserem Leben.

Häufig liegt es also an einer oder mehreren (persönlichen) Unsicherheiten bzw. einem fehlenden Puzzlestück, damit wir das nötige Selbstbewusstsein aufweisen können, um eine Veränderung mit entsprechendem Vertrauen durchzuziehen.

Ob uns solch ein Puzzlestück fehlt, bemerken wir manchmal ganz bewusst. Manchmal ist es uns aber nicht mal wissentlich bekannt. Trotzdem fällt es uns in beiden Fällen deutlich schwerer eine Veränderung anzunehmen, wenn uns dafür augenscheinlich etwas Bestimmtes fehlt.  

Folgendes Schaubild findet vor allem bei Veränderungen im Unternehmenskontext und seiner Belegschaft Anklang. Doch auch im persönlichen Bereich benötigt man ein Ziel und Aktionsplan, die nötigen Fähigkeiten und Ressourcen, sowie die richtige Motivation, um eine Veränderung erfolgreich zu gestalten.

  • Ohne Ziel fehlt die klare Vision, weshalb eine Veränderung notwendig sein sollte.
  • Ohne Fähigkeiten fehlt es am nötigen Wissen bzw. Handwerkzeugen.
  • Ohne Motivation kann eine Veränderung nicht in der Konsequenz erfolgen.
  • Ohne Ressourcen fehlt es an Möglichkeiten eine Veränderung umzusetzen.
  • Ohne Aktionsplan fehlt die klare Richtung für die Veränderung.

Vielleicht erkennst auch du genau solch ein Potenzial bei dir, welches du noch verbessern musst, um in gewissen Situationen den Mut zur Veränderung zu finden.

Mut zur Veränderung erklärt anhand eines Schaubilds
Was passiert, wenn uns gewisse Voraussetzungen fehlen?

Jede dieser „Zutaten“ sind in gewisser Weise notwendig, damit eine Veränderung erfolgreich wird.

Hast du mal versucht, dein Navi ohne Zielpunkt zu starten? Eine neue Gewohnheit zu etablieren, ohne dir genügend Vorbereitung dafür zu geben (Fähigkeiten/Aktionsplan)? Abzunehmen, obwohl dir die nötige Disziplin fehlt (fehlende Motivation)? 

Ohne bestimmte Voraussetzung und Änderung wirst du nicht dein gewünschtes Ergebnis erreichen. 

Hier versteckt sich hier eine wichtige Einsicht und Fragen, die du dir beantworten must: Weshalb suchst du in gewissen Situationen den Mut zur Veränderung? Was denkst du, fehlt dir, weshalb du dich ggf. vor einer Veränderung scheust?

Oftmals verbirgt sich eine begründete Unsicherheit dahinter, sodass wir vor einer neuen Situation zurückscheuen. Und sei es auch nur die Angst vor dem Ungewissen.

Mut zur Veränderung fassen durch 6 Tipps

Nun möchten wir uns auch unseren Tipps widmen. Wir hoffen trotzdem, dass du dir den oberen Abschnitt sorgfältig durchgelesen hast und etwas mehr über die Hintergründe von Veränderungen verstanden hast.

Verstehst du nämlich die persönlichen Reaktionen von Veränderungen besser, wird es dir auch leichter fallen die nachfolgenden Tipps für dich anzunehmen und umzusetzen.

1. Ziele setzen und finden – Wo ein Wille ist…

Man kennt es: Irgendwas läuft gerade nicht so glatt oder fühlt sich in gewissen Lebensbereichen planlos. Man ist unzufrieden und irgendwie will man etwas ändern.

Der Tipp scheint womöglich auf den ersten Blick ein wenig offensichtlich. Doch trotzdem wollen wir es ganz ausdrücklich betonen, wie wichtig es ist seine Ziele zu kennen. Ziele können nicht nur die Erfolge sein, auf die man hinarbeiten will, sondern auch das, was man verändern möchte. Veränderungen können auch das eigene Ziel sein.

Über viele grundlegende Lebensziele lassen sich für dich entsprechende Veränderungen ableiten, die dein Leben gehörig – und hoffentlich positiv – auf den Kopf stellen können. 

Du willst abnehmen? Dann solltest du versuchen dein Essverhalten zu ändern, Sport in deinen Alltag zu integrieren, auf genügend Schlaf – und allgemein auf deinen Körper zu achten.

Du willst zufriedener in deinem Job werden? Dann musst schauen, ob es deine jetzige Arbeitsstelle zulässt und du etwas verändern kannst. Womöglich musst du aber auch deinen Arbeitsplatz wechseln, dich fortbilden oder sogar in eine andere Stadt ziehen. Diese übergeordneten Ziele können grundlegend deine Lebensweise verändern und direkt mit vielen Veränderungen in deinem Leben verknüpft sein.

Je konkreter du deine Ziele vor Augen hast, desto resoluter kannst du diese anstreben und schöpfst auch so die notwendige Sicherheit und den Mut zur Veränderung.

Deshalb die folgenden Fragen, die du die beantworten musst: WAS willst du ändern? WIESO soll sich was verändern? WAS sind deine konkreten Ziele?

Empfehlung von DailyMentor

Falls du noch Unterstützung benötigst, um deine (Lebens-)Ziele zu finden und deine Ziele richtig formulieren möchtest, lassen wir dir unsere Beiträge dafür hier. Mut zur Veränderung benötigt stets ein Ziel, wofür sich deine Mühen auszahlen.

Lebensziele finden

Ziele formulieren mit Hilfe der SMART-Methode

2. Einen Schritt nach dem nächsten

Wir müssen dich leider enttäuschen: Egal welche positive Veränderung du dir womöglich am liebsten jetzt und sofort herbeizaubern möchtest, so einfach ist es meistens nicht.

Bei den meisten Veränderungen handelt es sich um einen Prozess, der Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre dauern kann. 

Im ersten Schritt beginnt eine Veränderung meistens im Kopf – auf einer mentalen Ebene. Erst dann entsteht auch ein Plan und Ziel, ehe man sich dann mit der Umsetzung beschäftigten kann.

Die meisten Veränderungen passieren leider nicht über Nacht. Deshalb ist dein Durchhaltevermögen und deine Disziplin gefragt.

Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Große Veränderungen, die das Leben maßgeblich beeinflussen, erscheinen oft als eine unüberwindbare Barriere. Aus diesem Grund ist es wichtig sich diese Herausforderung häppchenweise aufzuteilen, um so klare Zwischenetappen und -ziele zu haben.

Veränderungen sind kein 100-Meter-Sprint, sondern vielmehr ein Marathon – wenn nicht sogar länger.

Das Wichtigste ist daher immer am Ball zu bleiben. Solang du deine Fortschritte beobachten kannst, befindest du dich auf einem guten Weg. Du kannst darauf aufbauen und deinen Mut zu Veränderung stärken. 

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3. Sei offen für Neues

Wer hat es nicht selber schon mal gehört oder gesagt? „Das haben wir schon immer so gemacht.“

Es ist ein absolutes Totschlagargument für jede Veränderung. Etwas so (weiter)machen, weil man es schon immer so aus Gewohnheit gemacht hat.

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.

Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker Tweet

Veränderungen können Dinge auch schlechter machen. Stimmt, da haben diejenigen recht. Doch was sie vergessen: Veränderungen können Dinge auch besser machen. Und sie werden nie erfahren, wer nun recht hat, wenn sie auf dem ausgetrampelten Weg weiterlaufen.

Sei es bei der Arbeit oder im Privatleben: Ich habe mich auch gegen die eine oder andere Veränderung gesträubt, weil ich dachte, so wie ich es mache, ist es richtig und am besten. Ich habe ich im Nachhinein erkannt, dass ich mit meiner Meinung nicht richtig lag.

Wie oft hat man es schon selbst erlebt, dass man von einer Veränderung positiv überrascht wird, nachdem man seine anfängliche Skepsis abgelegt hat? Sehe bitte eine Veränderung als Möglichkeit, die dich bereichern kann. Sie kann dir Wege und Möglichkeiten aufzeigen, die du ggf. noch gar nicht kanntest oder womöglich als falsch abgestempelt hast.

Zu guter Letzt bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone, eine Veränderung anzunehmen, sie zu erfahren und anschließend diese für sich als falsch zu beurteilen. Danach gibt es trotzdem noch die Möglichkeit zum Gewohnten zurückzukehren.

Also bitte sei offen für Neues, gebe der Veränderung eine Chance und schlage sie nicht von Anfang an aus.

4. Schaue nicht weg!

Ein Punkt, der uns ganz wichtig ist, ist, dass man Probleme nicht ignorieren oder verleugnen sollte. Falls du ein Problem hast oder dich eine Sorge plagt, hilft es nicht diese einfach zur Seite zu schieben.

Vielleicht werden für dich mit der Zeit diese negativen Gedanken mehr in den Hintergrund treten und du wirst weniger ihre Präsenz verspüren. Doch diese Dinge werden sich nicht von alleine lösen. Irgendwann können diese unschönen Dinge wieder an die Oberfläche treten und dich belasten. 

Auch wenn es dich viel Kraft und Mut kosten kann, deine Sorgen anzunehmen und etwas gegen sie zu machen, so werden sich deine Mühen schlussendlich doch auszahlen und dich stärker machen.

Mach kaputt, was dich kaputt macht.

Deshalb packe nicht nur deinen Mut zur Veränderung für die schönen Dinge zusammen, sondern auch für deine persönlichen Laster oder Sorgen.

Man muss nicht nur Gutes besser machen, sondern kann auch Schlechtes gut machen. Denn auch so können dir Veränderungen im Leben helfen.

5. Dekatastrophieren der eigenen Angst vor Veränderungen

Unentdeckte Wege, ungewisse neue Szenarien und Situationen, die man so noch nicht kennt. Eine Veränderung kann einschüchternd wirken – das stimmt.

Unser Kopf hat seine tückischen Eigenarten und mag es in solchen Situationen gerne zu katastrophisieren. Also Magnifizieren des Negativen – eine kognitive Verzerrung und Verschlimmerung der tatsächlichen Umstände.

Man stellt sich die schlimmsten Ausgänge einer Veränderung vor, kreiert sich sein Worst-Case-Szenario und denkt daran, was alles so schiefgehen könnte. Der Teufel wird an die Wand gemalt. Mut zur Veränderung? Fehlanzeige.

Man möchte gerne den Rückzug anmelden und zurück zum Gewohnten und Sicheren. Diesen reflexartigen Sicherheitsgedanken kennt wohl jeder von uns.

In Wirklichkeit will das Gehirn uns damit schützen. Denn jeder von uns trägt den evolutionären Überlebensinstinkt in sich, der sich immer auf Sicherheit beruft. 

Veränderung sind alles andere als sicher. Veränderungen tragen ein gewisses Risiko mit sich.

Deshalb ist es manchmal auch gut diese bösen Hirngespinste zur Seite zu schieben und sich darauf zu berufen die Situation zu dekatastrophisieren. Ganz nach dem Motto „Nicht denken, sondern machen.“

Natürlich sollst du stets wohlbedacht handeln und entscheiden, aber nicht ausschließlich an all das Schlechte denken – was alles schiefgehen könnte. Was kann denn auch alles gut gehen? Sei mutig und trau dich!

6. Du bist nicht alleine – Kommunikation und Hilfe durch andere

Wir möchten gerne den letzten Punkt noch ein wenig ausbauen. Veränderung können einen einschüchtern und verängstigen. Das sollte spätestens jetzt nichts Neues mehr sein.

Doch mit einer Veränderung musst du nicht alleine sein.

Eine Veränderung kann nicht nur dich, sondern andere gleichermaßen betreffen. Gemeinsam könnt ihr euch diese Situation bewältigen, füreinander da sein und euch unterstützen.

Mut zur Veränderung beschrieben durch einen Jungen, der im Wald zum Sonnenlicht läuft
Den Mut zur Veränderung musst dich immer alleine fassen. Du hast Leute, die dich auf deinem Weg begleiten.

Auch wenn eine Veränderung nur dich betreffen sollte, kann dir dein soziales Umfeld den Rücken stärken. Du musst dich nicht alleine fühlen bei der Konfrontation mit Veränderungen.

Freunde, Lebenspartner und Familie können dir zur Seite stehen. Womöglich kennst du auch jemanden, der eine ähnliche Situation durchlaufen ist. Wie hat derjenige diese Situation bewältigt und seinen Mut zur Veränderung gefunden?

Such dir deinen „Sparingpartner“ bzw. Menschen als mögliche Ankerpunkte für Zeiten, die für dich womöglich ein wenig turbulenter wirken. Denn Veränderungen lassen sich leichter überwinden mit gefestigten Sozialpunkten, auf die du dich berufen kannst. Sie können dir Rückhalt schenken und dich sicher fühlen lassen. 

Mut zur Veränderung: Unsere letzten Worte

Das Leben hat seine Aufs und Abs. Veränderungen gehören im Leben dazu und können einen kurzfristig auch mal ein wenig aus der Bahn werfen, sodass wir zeitweise unseren Mut zur Veränderung verlieren. Doch diese stürmischeren Zeiten sind in der Regel temporär und treiben dich im Nachgang voran.

Nutze doch einmal diesen kurzen Moment und erinnere dich zurück, wie viel sich in deinem Leben schon verändert hat und wo du dadurch nun stehst. Vielleicht fallen dir im ersten Moment viele negative Momente ein. Aber auch die meisten konntest du bereits überwinden. 

Es kommt manchmal vor, dass man den eigenen Mut zur Veränderung erneut suchen muss, ehe man sich an ihn erinnert. Doch jeder trägt ihn sich. Wir haben alle schon sie viele Veränderungen erlebt, selbst eingeleitet und gemeistert. Und es werden auch in Zukunft noch viele weitere folgen. Deshalb: Bleib mutig!

Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.

Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler Tweet

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