Die 5 Säulen der Identität: Die Reflexion der eigenen Identität

Die 5 Säulen der Identität beschrieben durch ein Gebäude mit fünf Säulen

Wer bin ich? Jeder Mensch hat sich diese Frage mindestens einmal im Laufe seines Lebens gestellt. Auf der Suche nach der eigenen Identität können sich gewisse Unsicherheiten ergeben, da die Ergründung dieser Frage alles andere als einfach ist. Als Hilfestellung kann hier das Modell der 5 Säulen der Identität nach dem deutschen Philosophen Hilarion Petzold gelten.

Die 5 Säulen der Identität ist eine transparenzschaffende Methode, die durch die subjektive Einschätzung und Selbstwahrnehmung geschieht, um die eigene Identität zu entdecken. Die eigene Identität und das persönliche Wohlbefinden wird bei diesem Modell auf fünf große Säulen aufgeteilt, um sich Stück für Stück der eigenen Persönlichkeit bewusster zu werden. So wird die Identitätsfrage in deutlich greifbarere Abschnitte unterteilt.

Die 5 Säulen der Identität kann jeder bei sich selbst anwenden, um die eigene Identität zu reflektieren. Gleichermaßen ist es ein geeignetes Coaching Tool oder eine therapeutische Maßnahme, um sein Gegenüber besser kennenzulernen.

Alles, was es für diese Methode benötigt, sind die untenstehenden Fragen, deine Zeit und deine ehrliche Beantwortung der Fragen. Du kannst diese Übung alleine durchführen, aber auch gerne gemeinsam mit einem Freund, deinem Partner oder einer anderen dir nahestehenden Person.

Was ist die Identität?

Bevor man sich den fünf Säulen der Identität widmen kann, müssen wir vorweg die Begrifflichkeit „Identität“ genauer erklären, um ein klares Bild und Ziel des Modells zu schaffen.

Identität stammt aus dem Lateinischen (lat. identitas für Wesenseinheit). Die Identität ist die einzigartige Persönlichkeitsstruktur eines Menschen. Es ist reinste Form der Authentizität,  die jeden Menschen von allen anderen sieben Milliarden auf dem Planeten unterscheidet. Dabei ist Identität zudem die Voraussetzung für Individualität (lat. individuum für Einzelwesen).

Die Identität steht unter ständigen Einfluss zweier Faktoren:

  • Die Selbstwahrnehmung: Aus dem Leib-Selbst also aus sich selbst heraus („Wie sehe ich mich selbst?“)
  • Die Fremdwahrnehmung: Aus der äußeren Welt („Wie werde ich von anderen Menschen wahrgenommen?“)

Die Entwicklung der eigenen Identität ist ein andauernder lebenslanger Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und durchläuft dabei stetig unterschiedliche Stationen von Identitätsentwicklungen und -krisen.

Sie befindet sich somit ein Leben lang in Entwicklung und Veränderung. Identität ist einfach gesagt die erleuchtende Erkenntnis auf die Frage „Wer bin ich?“.

Die 5 Säulen der Identität: Das Lebenshaus – der Ursprung der Identität

Stell dir vor, du siehst ein Haus – wie eine Akropolis aufgebaut. Dieses Haus – auch Lebenshaus genannt – besitzt fünf Säulen, auf welchen ein Dach ruht.

Das Dach steht für die eigene Identität, Zufriedenheit und das eigene Wohlbefinden. Die fünf tragenden Säulen stellen unterschiedliche Bereiche eines Leben dar:

  • Arbeit & Leistung: Anerkennung, Erfolgserlebnisse und „Tätig-sein“
  • Materielle Sicherheit: Lebensstandard, Konsumverhalten und finanzielle Absicherung
  • Gesellschaft & Soziales: Familie, Partnerschaften, Freunde und alle weiteren sozialen Kontakte
  • Körper & Gesundheit: mentale und körperliche Gesundheit
  • Werte & Sinn: Spiritualität und persönliche Lebensphilosophien
Die 5 Säulen der Identität als Schaubild mit ihren fünf Faktoren
Das Lebenshaus und die fünf Säulen der Identität

Jede dieser Säulen schenkt dem Leben eines Menschen einen Teil an Identität und Erfüllung. Dabei können sich die persönlichen Prioritäten für jeden einzelnen Menschen unterscheiden, sodass sich die Struktur eines Lebenshauses von Mensch zu Mensch individuell unterscheidet. 

Als Beispiel setzen manche die Säule der Arbeit und Leistung vorrangig in den Fokus und vernachlässigen hingegen mehr ihre sozialen Kontakte – vielleicht weil sie bestimmter  Persönlichkeitstyp sind, die sich hauptsächlich über ihre Arbeit definieren oder sich selber in ihrer Blütezeit ihrer Karriere sehen.

Die Wertigkeit jeder Säule bestimmt jeder Mensch individuell und kann auch von äußeren Lebensumständen und -situationen abhängig sein. Das Erscheinungsbild deines persönlichen Lebenshauses kann daher unterschiedlich ausfallen und sich sogar im Laufe deines Lebens ändern. Nichtsdestotrotz besitzt jede der fünf Säulen ihren Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden.

Das Gewicht des Daches wird von allen fünf Säulen gleichermaßen mitgetragen. Wenn jede dieser Säulen sehr stabil ist, sauber gearbeitet ist und mit viel Hingabe gepflegt wird, kann dieses Haus der eigenen Identität gar ewig stehen.

Ein gut gebautes Lebenshaus kann so der Ursprung von innerer Stärke und einer gefestigten Persönlichkeit sein – egal welche Herausforderungen im Leben auf einen warten. Sie schenken persönliche Sicherheit, sodass auch selbst in persönlichen Krisen auf diese Grundpfeiler zu vertrauen ist.

Doch nicht bei jedem Menschen hat dieses Lebenshaus den gleichen Aufbau. Die fünf Säulen der Identität können daher in ihrer Stabilität und Struktur variieren. Entsprechend kann sich das Gewicht des Daches unterschiedlich auf dem Unterbau verteilen. Manch eine Säule ist besonders stabil und bietet so her mehr Stabilität als andere. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein:

Die Auswirkungen von Dysbalancen im Lebenshaus

Bestimmte Säulen können womöglich etwas poröser oder weniger stabil wirken als andere. Auf den gesunden und stabilen Säulen wirkt so mehr Last, was jedoch keinen sofortigen Einsturz des Lebenshauses bedeuten muss. Bis zu einem gewissen Maß ist diese ungleichmäßige Verteilung des Gewichtes im Lebenshaus von anderen gesunden Säulen mit tragbar. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass das Lebenshaus aufgrund der Dysbalance an Stabilität verliert. 

Als mögliche Folgen können persönliche Unsicherheiten und Identitätszweifel resultieren, die die innere Stärke auf die Probe stellen und gar das eigene Selbstwertgefühl darunter leiden lassen. Eine Person, die solch eine Dysbalance in ihrem Lebenshaus erfährt, kann somit allgemein krisenanfälliger sein, da dem Unterbau die nötige Stabilität fehlt.

Das schlimmste Szenario im Modell der fünf Säulen der Identität ist eine Identitätskrise. Dies kann eintreten, wenn im Lebenshaus eine oder mehrere Säulen komplett wegbrechen oder sich plötzlich stark verändern und die anderen Säulen in dieser Situation das Lebenshaus nicht ausreichend stabilisieren können.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass auf lange Sicht jede Säule eine ähnliche Wertschätzung und Stabilität erhält, um so ein starkes Fundament für eine gefestigte Persönlichkeit und Identität zu schaffen. 

Die 5 Säulen der Identität: Eine Methode zur Reflexion der eigenen Person

Wir möchten uns nun die fünf Säulen der Identität genauer anschauen, uns jeder einzeln widmen, sie dir vorstellen und dir ihren Aufbau erklären.

Zu jeder Säule findest du wichtige und grundlegende Fragen, wodurch du die Stabilität jeder einzelnen prüfen kannst. So kannst du womöglich einen Lebensbereich mehr als Fundament betrachten. Andersherum erkennst du vielleicht gewisse Potenziale, die es für eine stärkere Identität noch benötigen.

Wenn du dich den Fragen der jeweiligen Säule widmest, versuche die persönlichen Stabilisatoren und Gefährdungen zu identifizieren, um später mit diesen besser arbeiten zu können. Die Fragen sollen dir als erste Hilfe gelten und dich dazu ermutigen eine tiefer greifender persönliche Analyse durchzuführen.

Wir bieten dir hier allgemeine Definitionen und Fragen an, die sich jeder stellen kann. Vielleicht fallen dir jedoch auch weitere – und ganz persönliche – Fragen ein, um deine fünf  Säulen der Identität zu analysieren.

1. Säule der Identität: Arbeit & Leistung

Abhängig davon in welchem Stadium deines Lebens du aktuell stehst, kann diese Säule für ganz unterschiedliche Dinge im beruflichen Kontext stehen: Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit, Selbstständigkeit – im Allgemeinen bezieht sie sich auf deine berufliche Karriere und dessen Vorbereitung.

Doch die erste Säule umfasst noch mehr: Nämlich jegliches Engagement und andere Arten von Tätigkeiten, die Leistungen erfordern und Anerkennung oder Erfüllung zurückgeben. Denn auch Erwerbslose, Rentner, Invalide oder Berufsunfähige habe sehr wohl die Chance, tätig zu sein oder wieder tätig zu werden. Hierzu gehören bspw. Ehrenämter, Hobbys und Tätigkeiten in Vereinen.

Die erste Säule der Identität beschreibt also die Lebensbereiche des „Tätig-Seins“ für die man Anerkennung und Erfolge erlangen kann. Hier sind nun die ersten Fragen, um deine erste Säule zu reflektieren.

  • Welcher Berufs- und Ausbildungsweg liegt hinter dir? Welche Ausbildung hast du genossen?
  • Was machst du zurzeit beruflich und erfüllt dich diese Tätigkeit auch persönlich?
  • Werden deine Stärken und Schwächen richtig eingesetzt?
  • Wie sehr wirst du für deine Tätigkeiten wertgeschätzt?
  • Bist du mit deinen Fortschritten und Erfolgen zufrieden?
  • Gehst du einem freizeitlichen Engagement nach, dass dich glücklich macht?
  • Wie lange machst du schon die gleichen Tätigkeiten? 
  • Wünschst du dir eine Veränderung in einer deiner Engagements?
  • Was ist Erfolg für dich?

2. Säule der Identität: Materielle Sicherheit

Die materielle Sicherheit umfasst unterschiedliche Aspekte deines Konsums und deiner Finanzen. Hier werden Aspekte eingeschlossen wie dein monatliches Einkommen, finanzielle Rücklagen, deine Wohnsituation, wie dein Konsumverhalten ausfällt und welche finanziellen Verpflichtungen du hast.

Die zweite Säule beschäftigt sich somit allumfassend mit deinen Ein- und Ausgaben und die damit verbundenen Sicherheiten und Verpflichtungen. Auch wenn sich diese Säule ausschließlich auf Materielles und Finanzielles bezieht, so formen auch diese Dinge unsere Identität und beeinflussen unser Wohlbefinden. 

Als einfaches Beispiel: Eine Person, die in starke finanzielle Nöte gerät, kann auch schnell in tiefe persönliche Abgründe und Zweifel abrutschen. Wenn die eigenen Bedürfnisse – wie einem Wohnort, Kleidung, Nahrung und anderem Lebensbedarf –  nicht mehr gesichert sind, eröffnet sich das Potenzial für persönliche Krisen o.Ä.

  • Wie ist derzeit deine finanzielle Situation?
  • Wie kommst du mit deinen monatlichen Ausgaben zurecht? 
  • Wie stehen deine Ein- und Ausgaben gegenüber?
  • Welche materiellen Wünsche möchtest du dir erfüllen und reicht das Geld aus, welches dir dafür zur Verfügung steht?
  • Welche materiellen Dinge benötigst du, um glücklich zu sein?
  • Wie schätzt du deine materielle und finanzielle Zukunft ein? Gibt sie dir Sicherheit/Unsicherheit?
  • Hast du gewisse Sparpläne für deine Zukunft?
  • Welche notwendigen Ausgaben kommen langfristig auf dich zu?

3. Säule der Identität: Gesellschaft & Soziales

Die dritte Säule der Identität umfasst jegliche soziale Verbindungen und Kontakte in deinem Leben: deine Partnerschaft, deine Familie, deine Kollegen, deine Freunde, womöglich auch schon deine Kinder – sämtliche Gruppen, zu denen du dich zugehörig fühlst. Auch diese Säule trägt zu deiner Identität bei und beeinflusst letztlich deine Zufriedenheit.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und benötigt sozialen Kontakt, um sich auszutauschen, Rückhalt zu erfahren und sich wohl zu fühlen. Jeder Mensch braucht Gesellschaft, um sich zugehörig und nicht alleine zu fühlen. Und so definiert sich auch ein Teil der eigenen Identität über die persönlichen Kontakte, die man pflegt.

  • Wie sehr erfüllen dich deine Freundschaften, dein Familienkreis und deine Beziehung?
  • Wie wohl fühlst du dich in der Gesellschaft der jeweiligen Personen?
  • Auf welche Personen kannst du dich immer verlassen und ggf. auch nicht?
  • Verbringst du die Zeit mit Menschen, die du wirklich schätzt?
  • Was für Arten von Freundschaften führst du? Sind es eher welche, die du darüber definierst, dass ihr gemeinsam was unternehmen könnt oder nutzt du Freundschaft für vertrauensvolle Gespräche?
  • Decken die Freundschaften deine Interessen ab?
  • Welche sozialen Kontakte sind für dich am wichtigsten?
  • Welchen Stellenwert hat Familie für dich?
  • Wie ist und war die Dynamik in deiner Familie? Fühlst du dich in deiner Familie wohl? 
  • Hast du einen Partner/eine Partnerin und wie steht es um diese Beziehung aus?
  • Macht dich deine Beziehung glücklich und erfüllt sie dich? 
  • Siehst du noch ungenutzte Potenziale in den Beziehungen zu deinen sozialen Kontakten?

Was dir für die dritte Säule der Identität helfen kann, ist, wenn du dir ein Blatt Papier nimmst und dich in das Zentrum dieses Blattes setzt. Schreibe nun all die Namen deiner Kontakte um dich herum. Je näher sie zu dir stehen, desto näher ist auch die Verbindung zu diesem Menschen.

Dies kann dir helfen deinen engsten und vertrautesten Kreis zu identifizieren und welche Personen womöglich mehr in den peripheren Kreis deiner Bekanntschaften gehören. Je weiter die Person von deinem Kern entfernt ist, desto möglicher ist es, dass du zu diesen Menschen weniger Nähe verspürst. Hinterfrage dich hier vielleicht auch, ob du diese intensivieren möchtest oder gar verringern möchtest.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

4. Säule der Identität: Körper & Gesundheit

Die vierte Säule steht allgemein für dein körperliches und mentales Wohlbefinden. Hier zählen unterschiedlichste Faktoren hinzu, die für deine Gesundheit wichtig sind: Ernährung, Sexualität, körperliche Beschwerden, sowie psychische und physische Erkrankungen bzw. auch das eigene Wohlergehen.

Wie es schon eine alte lateinische Redewendung besagte: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.

Die physische und mentale Gesundheit stehen gewissermaßen in direkter Verbindungen. So ist es auch die eigene Gesundheit, die ihren Einfluss auf eine gesunde und starke Identität hat.

  • Wie gesund fühlst du dich aktuell?
  • Was unternimmst du für deine Gesundheit?
  • Ernährst du dich gesund? 
  • Bestätigst du dich sportlich? 
  • Unternimmst du ggf. sogar schon irgendwelche präventiven Maßnahmen?
  • Welche körperlichen Einschränkungen hast du vielleicht?
  • Trägst du gewisse Laster oder schlechte Gewohnheiten (bspw. eine Sucht) mit dir, die dich belasten? 
  • Aber natürlich auch positiv herum: Hast du gute Gewohnheiten, an denen du festhalten oder weiter arbeiten willst?
  • Wie ist dein Verhältnis zu deinem Körper? 
  • Magst du deinen Körper und lebst im Einklang mit ihm oder arbeitest du womöglich sogar gegen ihn?
  • Führst du ein erfüllendes Sexualleben?
  • Wie ist deine aktuelle mentale Verfassung? Wie fühlst du dich?
  • Trägst du in dir gewisse Erinnerungen, die dich belasten?
  • Wie geht es mit dir mit deinen Emotionen, Gedanken und Stimmungen?

5. Säule der Identität: Persönliche Werte & Sinn

Die fünfte Säule widmet sich deiner gesamten Spiritualität und Selbstverwirklichung. Sie beschreibt deine persönlichen Werte und Glaubenssätze, die dich antreiben und so handeln lassen, wie du es tust. Hierzu gehört bspw. dein religiöser Glaube, deine Achtsamkeit, Moral, Ethik o.Ä.

Es sind wichtige persönliche Lebensphilosophien, die man im Verlauf seines Lebens erfährt oder selber entwickelt. Sie bilden zentrale Grundprinzipien in jedermanns Alltag und sind ein wichtiger Antreiber der eigenen Identität. Sie bestimmen wahrhaftig, wie wir das Leben sehen – und es führen wollen.

Die fünfte Säule der Identität ist eine ganze wichtige Säule und wird sich in der Regel von vielen Menschen erst später im Leben gewidmet bzw. erst dann, wenn die anderen Säulen grundlegende Stabilität erreicht haben. Die vier anderen Säulen umfassen deutlich zentralere und lebensnotwendigere Dinge, die erfüllt sein müssen, ehe sich ein Individuum der persönlichen Weiterbildung und Spiritualität widmen kann – ein Prinzip, das auch die Maslowsche Bedürfnispyramide wiedergibt.

Diese Säule vermittelt das Zentrum der Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung. Sie definiert die persönlichen Werte, nach denen man sein Leben ausrichtet und führt. In dieser Säule geschieht eine fundamentale Selbstreflexion der eigenen Personen. Es wird geprüft, ob das persönliche Weltbild mit dem eigenen Leben und den daraus resultierenden (Lebens-)Zielen im Einklang ist.

  • Wie beschreibst du für dich Glück, Erfolg, aber auch Unzufriedenheit und Misserfolg?
  • Wenn du ganz alleine mit dir bist, womit beschäftigst du dich?
  • Was sind deine Herzensthemen und was ist dir im Leben besonders wichtig?
  • Wann geht es dir besonders gut und was löst dieses Gefühl in dir aus?
  • In welchen Momenten fühlst du dich mit dir ganz nah verbunden?
  • Nach welchen Prinzipien und Idealen lebst du?
  • Wenn du nur noch eine begrenzte Zeit auf der Welt hast, wie würdest du diese Zeit für dich nutzen wollen?
  • Welche persönlichen Eigenschaften schätzt du besonders an dir? 
  • Wo siehst du jedoch auch noch Makel, an denen du arbeiten möchtest?
  • Gibt es für dich so etwas wie einen Sinn des Lebens? Falls ja, wie definierst du ihn für dich?
  • Was schenkt dir im Leben Hoffnung?
  • Welcher Mensch möchtest du persönlich sein oder werden?
  • Was sind deine Lebensziele und Wünsche? Wer hilft dir dabei? Wer und was inspiriert dich? 
  • Was möchtest du unbedingt noch erlernen, erleben und gesehen haben?

Auswertung der 5 Säulen der Identität

Wenn du dich nun jeder einzelnen Säule der Identität gewidmet hast und deine dazugehörigen Gedanken zusammengetragen hast, besitzt du ein komplettes Bild deines Lebenshauses und deiner Identität.

Du siehst welche Säulen stark und stabil sind und das Dach deiner Identität und deines Wohlbefindens tragen. Du siehst aber womöglich auch, welche Säulen rissig sind, weniger Last als andere tragen und dein Lebenshaus potenziell ins Wanken bringen können.

Doch was nun zum Abschluss ganz wichtig ist, ist eine Gesamtwertung und -betrachtung deines Lebenshauses zu ziehen. Hierfür kann es hilfreich sein, wenn du dir ein Lebenshaus auf ein weißes Blatt Papier skizzierst oder unsere Vorlage ausdruckst und jede Säule so weit ausfüllst, wie sehr du sie als erfüllt anerkennst.

Die 5 Säulen der Identität als Vorlage zum Herunterladen
Die Vorlage deines Lebenshauses zum Herunterladen.

Schau dir nun jede Säule einzeln an und hinterfrage dich, weshalb du jede einzelne Säule so weit ausgefüllt, wie du es getan hast.

Die 5 Säulen der Identität ein Beispiel einer ausgefüllten Vorlage
Wie ein ausgefülltes Lebenshaus beispielhaft aussehen könnte.

Die Ursachen zeichnen sich selten nur in der Gegenwart ab. Jede Säule kann nämlich unter dem Einfluss der Vergangenheit – und die damit verbundenen Erfahrungen stehen. Aber auch die Zukunft kann bereits im Jetzt auf dein Lebenshaus wirken. Zukunftsängste, aber auch Dinge, auf die man sich in der Zukunft freut, beeinflussen die Gegenwart und somit auch jede einzelne Säule der Identität.

Folgende Fragen helfen dir als erster Anhaltspunkt, um dein Ergebnis in einen Kontext zu setzen und genauere Ursachen zu erforschen:

  • Weshalb ist eine Säule besonders ausgeprägt bzw. schwach?
  • Gab es besondere Ereignisse, die eine Säule begünstigt oder erschüttert hat?
  • Hast du einer Säule in der Vergangenheit besonders viel bzw. zu wenig Beachtung geschenkt?
  • Welche Säulen waren vielleicht mal gefestigter und sind nun angeschlagen – oder andersrum?
  • Wie sehr beeinflusst die Zukunft eine Säule in der Gegenwart?
  • Wie resistent und standfest siehst du deine Säulen? Können sie größere Krisen überstehen und dir sogar Sicherheit gebe? Oder sind wohl eher fragil, sodass kleine Erschütterung dein Lebenshaus ins Wanken bringen können?
  • Allumfassend: Wieso sieht jede einzelne Säule der Identität so aus, wie sie aussieht?

Dank einer abschließenden Gesamtauswertung und -betrachtung deines Lebenshauses kannst du erkennen, auf welche Säulen du besonders vertrauen kannst – selbst in schwierigen Zeit. Im Umkehrschluss siehst du jedoch auch, auf welche Säulen du besonders achten musst und noch weitere Fürsorge von dir benötigen.

Werde dir dieser Dinge bewusst und mach dir klar, dass du langfristig all deinen Säulen Beachtung und Wertschätzung schenken musst, um sie in deinem Leben zu stabilisieren.

Die fünf Säulen der Identität bieten dir die Möglichkeit einen gewissen Aktionsplan für deine persönliche Weiterentwicklung und innere Stärke mit an die Hand zu geben – und am besten schaust du dir dabei Säule für Säule einzeln und gründlich an. Schenke diesem Prozess all die Zeit, die er benötigt, um dir deiner Identität bewusst zu werden.

Gewitter im Kopf? Wie du deinen Kopf freibekommen kannst

Kopf freibekommen beschrieben durch einen jungen Mann der beruhigt in die Ferne auf einen Berg schaut

Es gibt Tage, da kreisen tausende Gedanken im Kopf herum. Wie ein Karussell drehen sich die Gedanken und hindern einen daran den Kopf freizubekommen. Wenn du dieses Gefühl kennst, gehörst du zu der Mehrheit der Gesellschaft, die sich dem wachsenden Leistungsdruck ausgesetzt fühlt.

Egal ob im privaten oder beruflichen Kontext: Man jagt der nächsten Aufgabe hinterher und einem bleibt kaum die Zeit sich mental ein wenig zu erholen. Schnell fühlt man sich von seinem Alltag vereinnahmt und im Kopf breiten sich dunkle Gewitterwolken aus. Stress und persönliches Unwohlsein folgen schnell und sind nur einige der bitteren Konsequenzen.

Als Medizin bekommst du von uns die sieben besten Tipps, wie du deinen Kopf freibekommen kannst. Wir möchten dir helfen wieder mehr Gelassenheit und Leichtigkeit in dein Leben zu lassen. Also schenke dir wieder ein wenig mehr Entspannung durch unsere Behandlungs- und Präventionsmethoden. 

Den Kopf freibekommen mit den besten 7 Tipps

Falls du auf der Suche bist, wie du von deinem Alltag ein wenig Abstand gewinnen und deinen Kopf freibekommen kannst, bist du hier genau richtig. Also nun zu unseren Tipps und deiner Medizin:

1. Struktur schaffen, planen und priorisieren 

Eine gute Organisation kann nicht nur alltäglichen Stress vorbeugen, sondern auch akute Stresssituationen bewältigen. Jeder kennt wohl das Gefühl, wenn der Alltag einen übermannt und man nicht mehr richtig weiß, wo oben und unten ist.

Schritt Nummer 1, um aus diesem Wirrwarr wieder herauszufinden, heißt Struktur und Transparenz schaffen. Das Wichtige vom Unwichtigem differenzieren und Prioritäten setzen.

Wer den Kopf freibekommen oder Stress vermeiden will, der muss sich einen Überblick über seine Aufgaben verschaffen. Mit den nächsten drei Tipps solltest du es schaffen mehr Selbstorganisation in dein Leben zu bringen, um so Stück für Stück einen freien Kopf zu bekommen. 

1.1. Eine To-do-Liste führen

Eine To-do-Liste ist nun wahrhaftig kein Hexenwerk, kann aber trotzdem als Notfallinstrument gesehen werden oder ist für diejenigen geeignet, die großer privater „Bürokratie“ nicht so viel abverlangen können.

Steht heute und die nächsten Tage viel an? Dann schnapp dir dein Smartphone oder ein Blatt Papier und schreib alle deine Verpflichtungen auf. Hast du all deine Aufgaben niedergeschrieben, dann fange an sie numerisch oder farblich (eine praktische Methode aus dem Bullet Journaling) zu priorisieren. 

Es ist eine einfache und allseits bekannte Methode, doch trotzdem werden aus der Aussage „Ich habe so viel zu tun“ klar definierte Ziele und Aufgaben. Du weißt was ansteht und was du als Erstes, Zweites und Drittes machen sollst, um so deinen Kopf freizubekommen. 

1.2. Einen privaten Kalender führen

Die meisten organisieren ihren Berufsalltag mit Terminkalendern. Was im Berufsleben funktioniert, kann auch im Privatleben funktionieren. Ein privater Terminkalender ist in gewisser Weise das nächste Stadium der zuvor aufgeführten To-do-Liste. Es benötigt letztlich mehr Arbeit und Fleiß den Kalender zu pflegen, doch du gewinnst eine klare Struktur und Transparenz über deinen Alltag. 

Anders als bei der Arbeit stehen im privaten Kalender nicht nur deine Verpflichtungen wie Arzttermine, Einkäufe oder andere lästige Aufgaben. Hier sollst du dir auch bewusst Zeiten für dich selbst frei halten. So kannst du dir hier deinen Spaziergang, das Treffen mit einem Bekannten, deine Lesestunde oder das abendliche „auf dem Sofa entspannen“ vermerken. 

Dein Terminkalender füllt sich so nicht nur mit (negativen) Aufgaben, die dir Energie abverlangen, sondern dir auch neue Kraft schenken können. Wer den Kopf freibekommen will, muss sich nämlich auch bewusst die Zeit für die Dinge nehmen, die einem guttun und Spaß machen.

 1.3. Priorisieren mit der Eisenhower-Matrix

Das Eisenhower-Prinzip ist eine Methode, die man hauptsächlich in der Wirtschaft und im Büroalltag wiederfindet. Sie ist ein einfaches Instrument, um bevorstehende Aufgaben zu veranschaulichen, aufzuteilen und letztendlich auch so zu priorisieren.

Deine Aufgaben teilst du dir in vier Bereiche ein, sodass du dir so einen Überblick zu Abarbeitung der Aufgaben erschaffst:

  1. wichtig und dringend → sofort und selbst erledigen
  2. nicht wichtig, aber dringend → erst nach den wichtigen und dringenden Aufgaben erledigen (oder in der Arbeitswelt an andere delegieren)
  3. wichtig, aber nicht dringend → terminieren und selbst erledigen
  4. weder wichtig noch dringend → aussortieren und nicht machen
Kopf freibekommen erklärt anhand der Eisenhower-Matrix

Die Eisenhower-Matrix findet im Privatleben nicht immer einen praktischen Bezug. Doch trotzdem hast du damit bildlich vor Augen, wie du deine zeitlichen Kapazitäten auf die Aufgaben verteilen sollst.

Mit dem Wissen des Eisenhower-Prinzips solltest du deine To-do-Liste oder deinen Kalender führen, um so wohlbedacht deinen Tag zu planen, Aufgaben rechtzeitig und priorisiert zu erledigen und Stress vorzubeugen.

2. Den Kopf in der Natur abschalten

Natur beruhigt. Dies ist ein Fakt, der immer wieder bewiesen wurde. Viele Menschen verspüren ganz intuitiv, dass ihnen der Aufenthalt in der Natur guttut, sie erdet und sie dadurch gelassener werden.

Die Bewegung im Freien hilft einem nicht nur den Kopf freizubekommen, sondern stärkt auch das Herz, den Kreislauf und das Immunsystem. Das natürliche Sonnenlicht fördert die Vitamin-D-Produktion und der Körper schüttet sogenannte Endorphine wie Serotonin aus. Das Hormon, das für viele komplexe Abläufe im menschlichen Körper zuständig ist, wird als Aktivitätshormon oder als Botenstoff des Glücks bezeichnet. Auch die Naturgeräusche haben einen beruhigenden Effekt auf Menschen und verhelfen zu einem natürlichen Stressabbau.

Ein Gang ins Freie kann uns mit der Natur verbunden fühlen lassen. Das Laufen über die Felder, die Geräusche von rauschenden Blättern, das Beobachten der Strömung eines Baches und der Geruch von frischer Waldluft zeigt uns die Schönheit und Einfachheit der Natur.

Ganz von allein verstummen die noch so lauten Gedanken, wenn wir uns in die Natur begeben. Der Kopf wird frei, wenn wir es uns erlauben die Eindrücke der Natur auf uns wirken zu lassen.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

3. Bespaßung und Multimedia kann warten

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Unterhaltung, Informationen und der einfache Zeitvertreib sind dank Smartphones nur einen Griff in die Hosentasche entfernt. Push-Benachrichtigungen und ständige Vibrationen halten uns in ständiger Versuchung zu unseren mobilen Endgeräten zu greifen. Ständig setzen wir uns so neuen Reizen aus und kommen nicht zur Ruhe. 

Deshalb unser Appell, wenn du den Kopf freibekommen möchtest: Smartphone aus, Rechner aus, Tablet aus. Gönne dir eine Pause von der ständigen Erreichbarkeit und der Informationsflut.

Die Benachrichtigungen werden auch noch in zwei Stunden auf dich warten. Um wirklich deinen Kopf freizubekommen und abschalten zu können, benötigen wir diese Technik nicht. Ganz im Gegenteil: Sie lenkt den Fokus von uns selbst ab.

4. Zeremonielle Gewohnheiten um so den Kopf freizubekommen

Manche Personen verurteilen Routinen, sodass manchmal Gewohnheiten aufgrund ihrer Starrheit einen schlechten Ruf genießen. Es sei langweilig ständig das Gleiche zu machen. Doch um den Kopf freizubekommen, können sie einem sehr wohl helfen.

Als praktisches Beispiel: Es kommen viele von uns geschafft von der Arbeit nach Hause. Nicht jedem fällt es dann so einfach mit seiner Arbeit abzuschließen, sodass man die Arbeit sozusagen mit nach Hause nimmt. Der Arbeitsstress wird somit in die eigenen vier Wände getragen. Den Kopf freibekommen? Daran ist dann wirklich nicht zu denken.

Aber auch wenn einmal das Gedankenkarussell wieder angeschmissen wird und der Kopf alles andere als frei ist, können solch Gewohnheiten helfen.

Schon gewisse routinemäßige Aktionen können als „zeremonieller“ Abschluss vom Arbeitsalltag oder dem Gedankenkarussell zählen. Deine gute Gewohnheit kann als Startschuss gelten, dass du dich nun bewusst dafür entscheiden möchtest den Kopf freizubekommen.

Beispielsweise kannst du dir immer nach dem Feierabend einen Tee kochen und deinen neuen Lieblingssong hören, der dich auf Stimmung bringt. So läutest du dann deinen Feierabend bzw. dein Nachhausekommen ein.

Genauso, wenn du wieder einmal das Gefühl hast, dass dir alles zu Kopfe steigt, kannst du einen kurzen Spaziergang machen oder nimmst dir eine halbe Stunde Zeit zum Lesen.

Schon solche Kleinigkeiten können sich in unserem Unterbewusstsein als Ritual manifestieren, sodass wir mit dieser Gewohnheit einen freien Kopf assoziieren (siehe hierzu das Prinzip der klassischen Konditionierung).

5. Den Kopf freibekommen mit verschiedenen Entspannungsübungen

Unterschiedliche Entspannungsübungen können dabei helfen den eigenen Fokus auf sein Inneres zu richten, um sich in einen gelasseneren Gemütszustand zu versetzen und so seinen Kopf freizubekommen.

Die nachfolgenden Übungen können dabei als akute Problemlöser, sowie als Präventionsmethode von dir genutzt werden. Wir möchten dir gerne kurz drei gängige Entspannungsübungen kurz erläutern und verweisen dich gerne auf weitere Anleitungen der jeweiligen Methoden.

Atemübungen

Falls du ggf. noch Anfänger von Entspannungsübungen bist oder nach einer simpleren Methode suchst, können schon einfache Atemübungen als erste Hilfe gelten, um deinen Kopf freizubekommen.

Bei Atemübungen wird sich ganz bewusst auf die eigene Atmung konzentriert. Durch den Fokus auf die Faszination der Atmung wird so ein stärkeres Bewusstsein für den eigenen Körper erlangt, sodass man es dem Kopf ermöglicht zur Ruhe zu finden.

Eine kleine Mini-Anleitung geben wir dir im Folgenden, doch möchtest du eine tiefer greifende Erklärung haben, empfehlen wir einen Beitrag mit Anleitungen zu unterschiedlichen Atemübungen.

Setze bzw. lege dich ruhig hin und finde dich in einer bequemen Position ein. Atme nun tief in den Bauch. Falls du möchtest, kannst du deine Hand auf deinen Bauch legen, um so die Bewegung in deinem Körper wahrzunehmen. Fokussiere dich nur auf deine Atmung – nichts Weiteres.

Setze bzw. lege dich ruhig hin und finde dich in einer bequemen Position ein. Atme nun tief in den Bauch. Falls du möchtest, kannst du deine Hand auf deinen Bauch legen, um so die Bewegung in deinem Körper wahrzunehmen. Fokussiere dich nur auf deine Atmung - nichts Weiteres.

Atme tief ein, merke wie die Luft in deine Bauchdecke strömt, sich die Lunge füllt und dein Brustkorb erhebt. Spüre wie die Luft durch deinen Körper strömt und stelle dir vor wie du mit jeder Ausatmung ein wenig negative Energie aus deinem Körper lässt. Nimm dir hierfür bspw. fünf Minuten Zeit oder zähle 30 Atemzüge - so wie es für dich am besten anfühlt.

Meditationen

Es gibt eine riesige Bandbreite an Meditationsformen, die dich zurück zu deiner inneren Mitte führen können, um so wieder mehr Leichtigkeit verspüren zu können. Das Schöne – wie auch bei den anderen Übungen – ist, dass es bei Mediationen kein Richtig oder Falsch gibt.

Die Mediation ist eine spirituelle Praxis, die durch die aktive Kontrolle der Atmung und Gedanken den Geist beruhigen, die Gedanken zur Ruhe kommen und sogar das Bewusstsein erweitern soll.

Meditation erfordert ein wenig Übung und Training und ist daher etwas anspruchsvoller als Atemübungen. Doch selbst die Integration von kurzen Meditationseinheiten in den Alltag können sich schnell als persönlicher Zugewinn erweisen, um den Kopf freizubekommen und die Gedanken zu sortieren.

Eine halbe Stunde Meditation ist absolut notwendig, außer, wenn man sehr beschäftigt ist, dann braucht man eine ganze Stunde.

Franz von Sales (1567-1622), französischer Fürstbischof Tweet

Du findest auf unterschiedlichsten Webseiten Anleitungen zu Mediationen. Aber auch bei YouTube oder mithilfe von Apps wie Calm oder Headspace kannst du dich durch geführte Meditationen leiten lassen. Hier findest du eine Übersicht der unterschiedlichen Meditationsarten.

Gedankensteuerung

Suchst du vielleicht eine mehr bewusstere mentale Übung, um deinen Kopf freizubekommen, können dir Übungen der Gedankensteuerung helfen. 

Bewusste Gedankensteuerungen, wie bspw. durch Affirmationen, funktionieren mit dem wiederholten innerlichen Aufsagen von bestimmen Sätzen, die zur Folge haben, dass diese ins Unterbewusstsein übergehen.

Beispielsweise kannst du dir folgende Sätze wiederholen und diese so in deinem Kopf manifestieren: 

  • Ich habe alle meine Aufgabe heute erledigt.
  • Ich lasse die negativen Emotionen und Energien in meinem Körper frei.
  • Ich bin mir selbst genug und tue mir etwas Gutes.

Nicht bei allen wirkt diese Methode direkt. Doch durch eine erfolgreiche Gedankensteuerung wandern diese innerlich aufgesagten Sätze in dein Unterbewusstsein und verankern sich dort.

Beispielsweise kannst du dir so bewusst machen, dass du mit dir zufrieden sein darfst und nicht alle Anstrengungen und Aufgaben von dir sofort – im Hier und Jetzt – erledigt werden müssen. 

6. Zeit für dich nehmen

Den Kopf freibekommen muss man vor allem dann, wenn der Alltag einen in gewisser Weise auffrisst, eine große Entscheidung bevorsteht oder uns eine gewisse Sache nicht aus dem Kopf gehen möchte. Jedenfalls besitzen wir nicht mehr die komplette Kontrolle über unsere Gedanken und werden von ihnen sozusagen bestimmt.

Doch um sich von diesen Dingen auch mal loseisen zu können, hilft es sich Zeit für sich zu nehmen – und sei es auch nur, um mal Abstand zur Situation zu gewinnen. Räume dir die Zeit ein und kümmere dich ganz bewusst um dich selbst, um so deinen Kopf freizubekommen.

Vor allem solltest du dich an deine eigenen Fristen halten, um Zeit für dich freizuhalten. Wenn du Feierabend hast, hast du Feierabend. Wenn du dir vorgenommen hast, drei Stunden an einem Projekt zu arbeiten, dann mach auch nach den Stunden Schluss. Aber auch, wenn dir immer wieder dieselben negativen Gedanken im Kopf herumschwirren, beschenke dich selbst mit etwas Gutem, um aus deinem negativen Zustand herauszufinden.

Es ist leichter gesagt, als getan, doch ziehe deine Grenzen, wenn gewisse Dinge die Kontrolle über dich einnehmen. Mache es dir selbst nicht schwerer und verharre in diesem Zustand. Lass es nicht entscheiden, sondern entscheide – und zwar für etwas, das deine Stimmung hebt. 

Gehe einem deinen Hobbys und Leidenschaften nach oder verabrede dich mit einem Bekannten. Power dich beim Sport so richtig aus und betätige dich körperlich, sodass du deinem Kopf eine Pause verschaffst. Bringe dich mal wieder auf andere – und vor allem positive – Gedanken, um so die Negativspirale in deinem Kopf zu stoppen. 

7. Bringe die Gedanken zu Papier

Unser Gehirn verarbeitet und speichert Unmengen an Informationen über den Tag. Ist es überfrachtet und überladen, schießen uns in unterschiedlichsten Situationen die trivialsten Gedanken in den Kopf, die als große Stressoren wirken.

Als eine einfache Gegenstrategie hilft es all diese Hirngespinste und Gedanken aufzuschreiben. Schnapp dir einen Zettel und schreibe alles auf, was dich beschäftigt – selbst die winzigsten Kleinigkeiten, um so deinen Kopf von ihnen zu befreien.

Das konzentrierte Aufschreiben hilft dir die belastenden Gedanken in Worte zu fassen und diese zu „verbildlichen“. Sie sind nun nicht mehr schwer zu deutende Gewitterwolken im Kopf, sondern wurden von dir klar definiert und haben einmal deine Beachtung erhalten. Nun kannst du dich aktiv dazu entscheiden dich von ihnen zu trennen.

Das beschriebene Blatt Papier kannst du als Symbol sehen, dass dir deine Gedanken nun nicht mehr im Kopf herumschwirren, sondern nun (aus-)sortiert auf dem Blatt zu finden sind. 

Jetzt dein Bullet Journal starten und dein Leben einfach ordnen

Bullet Journal Starten Beispiel Journal

Tagebuch, Terminkalender, Erfolgsjournal – Sein Leben mit diesen Hilfsmitteln zu ordnen ist für viele Menschen heutzutage nicht mehr wegzudenken. Das Tagebuch und der Terminkalender sind dafür lange bekannte Mittel, aber das Erfolgsjournal genießt in letzter Zeit immer mehr Aufmerksamkeit, indem es dir hilft deine Ziele und Wünsche zu fokussieren.

Für wen drei Bücher zuviel sind, um sein Leben zu ordnen, wollen wir dir eine andere Lösung vorstellen –  Das Bullet Journal. Mit diesem Journal kannst du deine Aufgaben und Termine planen, deine Wünsche und Ziele aufschreiben, sowie viele weitere Sachen wie Gewohnheiten in deinem Leben verbessern. Deiner Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

In diesem Artikel werden wir dir genau erklären, wie du sofort ohne viele Hilfsmittel ein Bullet Journal starten kannst. Das einzige, was du dafür brauchst, ist ein Notizbuch deiner Wahl, einen Stift und offenen Geist.

Was sind die Vorteile eines Bullet Journals?

Genau so wie die anderen Bücher ist ein Bullet Journal dafür da, dein Leben zu ordnen – ein ständiges Hilfsmittel. Hierbei vereint es alle Tugenden eines Tagebuchs, Terminkalenders und Erfolgsjournals in einem:

  • Freie Entfaltung deiner Gedanken
  • Planung deines Alltags und deiner Termine
  • Visualisierung und Fokussierung deiner Wünsche und Ziele
  • Regelmäßige Selbstreflexion

Doch wie genau kann man das mit einem einfachen Notizbuch erreichen? Der wichtigste Punkt ist dabei die innere Ordnung, die ein Bullet Journal besitzt. Ein Tagebuch ist beispielsweise sehr chaotisch. Man schreibt seine Gedanken oft täglich oder wöchentlich auf, doch verliert nach mehreren Wochen den Überblick. Viele die ein Tagebuch besitzen, schreiben nur für den Moment, haben aber hinterher wenig Motivation bereits Geschriebenes noch einmal zu lesen. Das liegt vor allem an der Unordnung. Denn blätterst du in deinem Tagebuch nach hinten, siehst du häufig Absätze um Absätze, höchstens vielleicht ein paar Stichpunkte.

Ein Bullet Journal hingegen besitzt eine klare Ordnung durch verschiedene Symbole, Inhaltsverzeichnisse und klar definierten Bereichen. Das Beste daran ist, dass wir uns diese Ordnung selbst schaffen. Zwar haben Terminkalender und Erfolgsjournale auch eine gute innere Ordnung, diese ist oft aber zu restriktiv, da eine Struktur vorgegeben wird, und stimmt nicht mit den eigenen Prioritäten über ein.

Solltest du aber dein eigenes Bullet Journal starten, hast du die volle Gewalt über dein Notizbuch. Du kannst entscheiden, welche Bereiche dir wichtig sind und wie du sie aufbauen möchtest.

Ich will mein Bullet Journal starten. Was brauche ich alles?

Wie oben schon angedeutet, reicht schon ein Stift und ein Notizbuch, um ein Bullet Journal zu starten. Damit es etwas übersichtlicher und schöner bleibt, empfehlen wir dazu noch ein Lineal und verschiedenfarbige Stifte. 

Bei dem Notizbuch hat man auf dem heutigen Markt die Qual der Wahl. Jeder hat andere Vorlieben und Geschmäcker. Wichtig für uns ist ein handliches DINA5-Format, sowie ein kariertes bzw. punktkariertes Muster und eine hochwertige Qualität. Denn im besten Falle nutzt du dieses Notizbuch über ein Jahr und es sollte nicht irgendwann auseinanderfallen. Es gibt auch Notizbücher, die schon Strukturen für Bullet Journale, wie Seiten für Symbole und Indizes besitzen und dir den Start erleichtern.

Für die Stifte hast du viele verschiedene Möglichkeiten. Auch hier sollte Langlebigkeit, aber auch Komfort das wichtigste für dich sein. Ob Bleistift und Buntstifte, Kugelschreiber oder sogar Federhalter bleibt ganz dir überlassen. Wir können dir wärmstens Fineliner empfehlen. Sie liegen sehr gut in der Hand und kommen in vielen verschiedenen Farben, damit dein Bullet Journal so gut wie möglich aussieht und du es dir selber gerne anschaust. Fineliner gibt es in vielen verschiedenen Variationen und Preisklassen, sodass für jeden etwas dabei sein sollte.

Bullet Journal starten: Das Grundgerüst

Wir haben unsere Stifte und unser Notizbuch ausgewählt. Jetzt kann es eigentlich schon losgehen. Zuerst sollten wir dir genauer erklären, wie ein Bullet Journal überhaupt aufgebaut ist. 

Essenzielle Doppelseiten

Der essenzielle Teil ähnelt sehr einem normalen Terminkalender. So empfehlen wir dir sogenannte “Monthlies”. Das sind Seiten, auf denen ein gesamter Monat abgebildet wird. 

Jeder Tag im Monat kriegt hier ein kleines Kästchen, indem man wichtige Sachen eintragen kann. Diese Monthlies sind sehr gut geeignet, um z.B. Geburtstage oder Urlaubstage einzutragen. Die genaue Gestaltung dieser Seiten – so wie bei allen späteren Seiten – bleibt ganz dir überlassen. Manche mögen es eher minimalistisch, andere sind kreativer und malen ihr Bullet Journal gerne bunt an. Ein Monthly sollte pro Monat eine Doppelseite an Platz benötigen, sodass du für ein gesamtes Jahr zwölf Doppelseiten benötigst.

Bullet Journal starten Monthly Beispielseite
Monthlies eignen sich gut für einen groben Überblick.

Hast du deine Monthlies erstellt, kommen wir nun zum nächsten Schritt: die “Weeklies”. Diese sind ein bisschen so aufgebaut, wie unsere Hausaufgabenhefte damals aus der Schule. Auf einer Doppelseite kannst du hier deine gesamte Wochenplanung vornehmen. So hast du meistens sieben längliche Felder, in denen du stichpunktartig deine Notizen eintragen kannst. Hier ist genau der richtige Platz, um deine Aufgaben, Deadlines, Termine und Ziele einzutragen.

Du kannst dir außerdem etwas Platz lassen, um deine wöchentlichen Gewohnheiten zu tracken.

Bullet Journal starten Weekly Beispielseite
Kriege einen guten Überblick über deine Pläne in der Woche.

Jetzt kommen wir zu dem meistens wichtigsten Teil deines Bullet Journals: Deine “Dailies”. Bei den Dailies geht es darum, dass du dich hier deinen täglichen Gedanken und Aufgaben widmest. Während bei einem Monthly 30 Tage und bei einem Weekly sieben Tage auf einer Doppelseite Platz gefunden haben, sind bei den Dailies nur noch um die vier Tage auf einer Doppelseite. Das bedeutet, es gibt mehr Platz für dich, deine Gefühle und Gedanken aufzuschreiben. Dieser Teil ist oft eine Mischung aus Tagebuch und To-do-Liste, da es nicht nur darum geht deinen Tag zu planen.

Bullet Journal starten Daily Beispielseite
Du kannst deine Dailies nach deinen persönlichen Bedürfnissen aufbaen.

Symbole und Index

Nachdem wir unsere essenziellen Doppelseiten erstellt haben, gilt es nun zu überlegen, welche Symbole du nutzen möchtest. Symbole sind vor allem dazu da Platz zu sparen und deine Stichpunkte zu ordnen. Schreibe dir deine Symbole am besten ganz vorne wie eine Legende auf die erste Seite, damit du sie immer wieder checken kannst, falls du sie vergessen hast.

Falls du dir noch nicht genau vorstellen kannst, was deine Symbole bedeuten könnten, haben wir eine kleine Liste mit Beispielen für dich vorbereitet: 

  • Aufgaben
  • Termine
  • Ideen
  • Wichtiges
  • Gedanken
  • Notizen
  • Ziele
  • Deadlines
  • Insprierendes

Natürlich kann man hier variieren. Manch einer mag viele verschiedene Symbole, andere kommen mit weniger aus. Wichtig ist, dass du es dir nicht zu kompliziert machst, sonst hast du am Ende gar keine Lust mehr die Symbole zu benutzen. Für die Symbole bevorzugen wir einfache Muster, wie Vierecke, Dreiecke oder Ausrufezeichen. Du kannst aber auch mit kleinen Karikaturen wie Flugzeuge für den Urlaub oder einen Telefonhörer für wichtige Anrufe arbeiten.

Als Letztes müssen wir uns nach den Symbolen eine Seite Platz lassen für unseren Index. Der Index ist unser Inhaltsverzeichnis, mit dem wir unsere Monthlies, Weeklies und Dailies ordnen. Dafür sollten wir alle unsere Seiten nummerieren und planen, welche Seiten für welche Einträge genutzt werden. Es ergibt Sinn die ersten zwölf Doppelseiten für deinen Monthly Kalender zu nutzen, die nächsten für deine Weeklies und schließlich deine Dailies. Diese Planung ist wichtig, damit du später schnell zu deinen wichtigen Seiten springst und nicht deine Motivation mit ständigem Suchen verlierst.

Kreatives oder minimalistisches Design

Bei diesem Thema scheiden sich wahrscheinlich die Geister. Die meisten nutzen ein Bullet Journal vor allem auch, um sich kreativ auszuleben. Sucht man im Internet nach Beispielseiten von Bullet Journals so wird man regelrecht erschlagen von wunderschön dekorierten und aufwendig gestalteten Doppelseiten. Es wird mit verschiedenen Finelinern gearbeitet, vielleicht noch Felder mit Verläufen eingefärbt. Das kann zu Anfang demotivieren. Denn wer möchte schon die ersten 20 Stunden beim Bullet Journal starten, damit verbringen 52 Wochenseiten dekorativ einzufärben?

Mach dir deswegen keinen Druck. Dein Bullet Journal muss nicht so unglaublich aussehen, wie diese ganzen Beispiele im Internet. Du schreibst dein Bullet Journal nicht für andere, sondern nur für dich selbst. Deswegen reicht zu Anfang auch ein minimalistisches Design mit klaren Linien und Kästchen. Das spart Zeit und lässt dich aufs Wesentliche konzentrieren – die Anwendung deines Journals.

Eigentlich willst du ja direkt loslegen und nicht erst etliche Seiten vorbereiten. Deswegen musst du nicht alle Monthlies und Weeklies vorerstellen, sondern kannst sie erst vorzeichnen, wenn du sie wirklich brauchst. Achte nur darauf genug Platz für sie in deinem Index einzuplanen.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Was kann man noch für Seiten erstellen

Hast du deine Symbole, dein Index und deine Monthlies, Weeklies und Dailies erfolgreich erstellt, kannst du direkt loslegen dein Bullet Journal zu nutzen. Dennoch gibt es noch einige weitere Anwendungsmöglichkeiten für dein Journal.

Tracker

Mit sogenannten Trackern kannst du viele alltägliche Probleme in deinem Leben verfolgen. Die meisten Tracker sind Monthlies oder sogar jahresumfassend – also haben genug Platz, um viele Tage auf einer Doppelseite auszudrücken – die sich auf ein bestimmtes Thema fokussieren und in die du täglich oder wöchentlich deine Fortschritte einträgst. Zu den beliebtesten Trackern gehören

  • Mood Tracker. Ein farbenkodierter Tracker, der deine tägliche Laune anzeigt. Male für jeden vergangenen Tag ein Kästchen in einer Farbe passend zu deiner Laune aus.
  • Wasser Tracker. Genug trinken ist sehr wichtig für die Gesundheit. Deswegen ergibt es Sinn deinen Wasserhaushalt täglich zu dokumentieren, um dich selbst an das regelmäßige Trinken zu erinnern.
  • Finanz Tracker. Es geht schnell, dass man vergisst wie viel Geld man am Tag ausgegeben hat. Am Ende des Monats kann es schon einmal zu einem bösen Erwachen kommen. Deswegen kannst du deine täglichen oder wöchentlichen Ausgaben tracken. Dazu brauchst du dir nur ein Budget festsetzen und mit deinen Ausgaben verrechnen.
Bullet Journal starten Wassertracker Beispielseite
Mach das Nutzen deines Trackers so schnell und einfach wie möglich.

Kollektionen

Kollektionen sind Sammlungen, die nicht an Zeiträume gebunden sind. Hier geht es mehr darum, deine Gedanken oder Informationen nach Themengebiete zu bündeln. Diese kannst du dann immer mal wieder nachschlagen, wenn du sie gerade brauchst.

  • Gedankenkollektion. Reichen dir deine Gedankensymbole in den Dailies oder Weeklies nicht aus, kannst du sie hier auf einer Doppelseite noch einmal gebündelt sammeln.
  • Affirmationskollektion. Tägliche Affirmationen können dir vor allem beim Start in den Tag helfen, dich zu motivieren. Schreibe in dieser Kollektion deine besten Affirmationssätze auf und schlage sie nach, wann immer du sie brauchst.
  • Rezeptkollektion. Sammle hier deine Lieblingsrezepte mit deinen Lieblingszutaten. Halte die Anweisungen so kurz wie möglich, um nicht zu viel Platz zu verschwenden. Vielleicht kannst du dir ja extra Symbole für das Kochen einfallen lassen.

Weitere Beispiele wären Trainingspläne, Yogaübungen, Langzeitziele, aber auch die erinnerungsreichsten Momente mit deinen Freunden. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Bullet Journal starten Affirmationen Beispielseite
Nutze Kollektion, um dir selbst in deinem Leben zu assistieren.

Einfache Tipps, um dein Bullet Journal zu starten

Schließlich wollen wir dir noch ein paar einfache Tipps, auf den Weg geben, damit du mit Spaß an dein Bullet Journal herangehen kannst. 

Fange nicht mit zu großen Ambitionen an

Viele stürzen sich Hals über Kopf in die Erstellung der essenziellen Seiten. Man hat große Ideen und will sie am liebsten alle gleichzeitig und sofort umsetzen. Ist aber die erste Vorfreude verflogen, setzt eine gewisse Müdigkeit ein. Einem wird die ganze Arbeit, die man sich “aufgehalst hat” bewusst. Das kann schnell demotivieren. Überlege dir daher: Welche Seiten brauche ich, damit ich mein Bullet Journal direkt nutzen kann? Dafür benötigst du keine 52 Doppelseiten von kompliziert dekorierten Weeklies. Es reicht generell erst einmal eine Doppelseite pro Kategorie – ein Monthly, ein Weekly und ein Daily. Genau so solltest du dir nicht zehn verschiedene Kollektionen erstellen und 15 Tracker. Fange erstmal klein an mit einer Kollektion und einem Tracker. Solltest du dann merken, dass du genug Zeit hast mehr in deinem Alltag zu tracken oder zu sammeln, kannst du hinterher immer noch weitere erstellen.

Der demotivierende Perfektionismus

Am liebsten hätte jeder sofort gerne die perfekte Idee. Sie wollen sofort die perfekten Weeklies erstellen. Doch in der Realität ist das gar nicht so wichtig. Es müssen nicht alle Seiten perfekt gleich gut aussehen. Vielleicht fällt dir hinterher ein besseres Design für deine Seiten ein und deine Dailies und Weeklies verändern sich über die Zeit. Das macht dein Bullet Journal nicht weniger wirkungsvoll. Vergiss nicht, dass du dieses Journal für dich schreibst, um deine Gedanken und im Endeffekt dein Leben zu ordnen.

Achtest du nur darauf alles makellos zu erstellen, wirst du feststellen, dass du irgendwann gar keine Lust mehr hast, dein Bullet Journal zu nutzen – aus Angst irgendetwas “kaputtzumachen”.

Hör auf dich zu vergleichen

Inspiration ist für ein Bullet Journal sicherlich wichtig, aber nicht jeder Mensch ist ein Künstler. Genau so hat nicht jeder Mensch gleich viel Zeit sein Bullet Journal zu schreiben. Gucke deswegen nicht, wie unglaublich schön die Bullet Journals anderer sind und versuche nicht ihnen nachzueifern. Sicherlich kannst du dich inspirieren lassen für deine eigenen Designs, aber versuche nicht irgendwelche Seiten zu kopieren, nur damit deine auch so schön aussehen wie von den anderen.

Das Schöne an deinem Bullet Journal ist, dass es dein Eigen ist – mit allen Ecken und Kanten. Es ist im Endeffekt nur für dich bestimmt und keiner wird dich danach beurteilen, wie schön es aussieht. Die Designer von diesen Journals im Internet haben oft Stunden an ihren Seiten gesessen, das musst du nicht.

Bullet Journal starten grünes Journal Beispielseite
Dein Bullet Journal muss nur dir gefallen.

Übung macht den Meister

Wie in allen Dingen ist am Anfang noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die ersten Anfänge werden vielleicht nicht so schön aussehen. Das sollte dich aber nicht demotivieren, stattdessen konzentriere dich darauf herumzuexperimentieren. Probiere dich aus und teste, welche Sachen dir in deinem Bullet Journal gefallen. Hast du in den ersten Weeklies Felder eingebaut, die du gar nicht nutzt? Dann änder sie. Symbole, die dir nicht gefallen oder unnütz sind? Weg damit. Mit der Zeit wirst du deinen Stil finden, der zu dir passt.

Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben

So gut wie jeder hat schon einmal ein Tagebuch angefangen, dass er dann linksliegen gelassen hat. Oder man hat einen Terminkalender, den man unbedingt benutzen will und hat es dann vergessen. Das Schöne am Bullet Journal ist, dass man es von Hand selbst erstellt hat. Hat man erst einmal die ersten Stunden investiert, fällt es einem schwerer die erstellten Seiten nicht zu nutzen. Hier ist wiederum wieder wichtig, sich nicht zu viele “Pflichten” mit dem Bullet Journal aufzubürden. Fange klein an mit wenigen Kollektionen und Trackern, um deinen Alltag nicht zu sehr mit Buchführung zu belasten. Fällt dir dann auf, dass du einen Tracker mehr benötigst und auch genug Zeit hast, kannst du ihn nachträglich erstellen.

Falls du einmal ein paar Tage nicht Zeit hattest dein Bullet Journal zu nutzen, ist das nicht schlimm. Dann hast du eben ein paar leere Seiten in der Mitte. Wen stört es schon? Lass dich dadurch nicht entmutigen. Hab Spaß an deinem Bullet Journal, aber fühle dich nicht in der Pflicht immer alles sofort und gründlich zu machen. Es soll dir bei deinem Alltag helfen und nicht zur Last werden.

Unser Schlusswort

Den ersten Schritt zu wagen und sein Bullet Journal zu starten, kann erstmal schwer sein. Umso mehr kann es aber auch dein Leben und dein Alltag unterstützen. Wir hoffen wir konnten dich etwas inspirieren und dir den nötigen Anstoß geben, nicht nur über Bullet Journale zu lesen, sondern den Schritt zu wagen dein eigenes zu erstellen.

10 Produktivitätshacks – So kannst du produktiver werden

produktiver werden beschrieben durch eine Brille liegend auf einem Laptop

Schneller. Höher. Weiter. In der heutigen Leistungsgesellschaft wird immer mehr von uns gefordert. Jeder Mensch muss noch effizienter und noch produktiver werden.

Egal, ob auf der Arbeit oder im Privatleben: Man hat das Gefühl die To-do-Liste wird immer länger und länger und dabei läuft die Uhr nonstop gegen einen. Man fühlt sich ständig einer Drucksituation konfrontiert.

Und genau deshalb möchten wir dir unsere Produktivitätshacks vorstellen. Du kannst durch sie effizienter, leistungsstärker und im Endeffekt produktiver werden.

Unsere Tipps sollen dir ein wenig die Last von den Schultern nehmen, deinen Stress reduzieren und dich gelassener machen. Solltest du die Hacks für dich anwenden, wirst du deine Aufgaben schneller abhaken können. So gewinnst du zudem noch reichlich Zeit für dich.

Falls du danach auf der Suche bist, bist du hier genau richtig.

Produktiver werden mit 10 Produktivitätshacks

Manch einer unserer Tipps findet bei dir womöglich eine bessere Anwendung, als andere. Doch gebe jedem seine Möglichkeit sich zu beweisen, sodass du abschätzen kannst, ob du dadurch produktiver werden kannst. Lass uns starten!

1. Was ist zu tun? Mach dir eine Liste

Tipp 1 sollte auch direkt der erste sein, den du umsetzen solltest, wenn du in einen neuen Tag startest. Bevor man sich nach dem Aufstehen sagt „Ich habe wieder so viel zu tun“, verschaffe dir zuallererst einen Überblick.

Man macht sich gerne zu viel Druck und Stress, wenn man das „so viel zu tun“ nicht richtig betitelt. Denn das Gefühl, noch Unmengen an Dingen erledigen zu müssen, ohne diese irgendwie klar umrissen zu haben, kann einen unbewusst belasten.

Deshalb: Was gibt es für dich heute zu erledigen? Am besten überlegst du dir bereits deine ganzen Aufgaben und Pflichten bevor du den ersten Fuß aus dem Bett gesetzt hast. Mach dir eine Liste – entweder im Kopf mit all deinen heutigen Aufgaben oder noch besser: Du schreibst sie dir auf.

Struktur und Klarheit sind dafür Schlüsselfaktoren, damit du deine Zeit effizient nutzen kannst. Mit klaren To-dos und Aufgaben lässt es sich direkt viel besser planen und priorisieren – dafür siehe Punkt 2.

Was wichtig ist, ist nicht immer dringend, und was dringend ist, ist nicht immer wichtig.

Dwight D. Eisenhower (1890-1969), 34. Präsident der Vereinigten Staaten Tweet

2. Planung und Priorisierung deiner Aufgaben

Jeder hat es schon mal gehört: Vorbereitung ist die halbe Miete. Und ja, es stimmt. 

Eine klare Priorisierung und Planung deiner Aufgaben sind immens wichtig, wenn du produktiver werden willst. Nachdem du dir einen Überblick über deine heutigen Aufgaben verschafft hast, solltest du die nach dem „Top-Down-Prinzip“ planen. Also was ist deine wichtigste Aufgabe? Deine zweitwichtigste, drittwichtigste etc.

Am Anfang des Tages hat man noch am meisten Zeit und ist am frischesten im Kopf. Deshalb solltest du dich da deiner „Prio A“ widmen und so Stück für Stück deine Aufgaben abarbeiten.

Ich bin auch Freund davon die unangenehmste Aufgabe direkt am Anfang des Tages zu erledigen. Dann schiebe ich sie nicht den ganzen Tag auf und muss mich später noch damit herumschlagen. Schnell abhaken und dann weiter machen.

Beachte dabei jedoch, dir deinen Tag nicht zu vollzupacken. Ein Tag hat 24 Stunden und nicht mehr. Genauso wie die Zeit sind auch die geistigen Kapazitäten für einen Tag begrenzt. Bevor du viele Sachen irgendwie halbherzig machst, fokussiere dich auf deine Top-Ziele des Tages und erledige sie nach eigener Zufriedenheit. Weniger ist manchmal mehr. 

3. Kein Multitasking mehr!

Wir wollen die positiven Effekte von Multitasking schnell ins Land der Fabeln verweisen. Es gibt das Gerücht, dass Multitasking die Effizienz und Produktivität steigern soll, doch tatsächlich führt es zu erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlusten.

Multitasking: Die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig falsch zu machen.

Ein Beispiel: Telefonieren und Auto fahren soll man ohnehin nicht tun – jedenfalls nicht ohne Freisprechanlage. Doch die Universität Utah hat für eine Studie Versuchspersonen an das Steuer eines Fahrsimulators gesetzt. Die Personen sollten während des Fahrens telefonieren.

Ihre Leistungsfähigkeit sank um mehr als 40 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Stress-Wert der Probanden erheblich. Ihre Fehlerquote war ähnlich hoch, wie sonst nur bei betrunkenen Fahrern mit einem Promillewert von 0,8.

Eine ähnliche Studie wurde mit Havard-Studenten durchgeführt. Die (hoch-)begabten Studenten schlugen sich nicht großartig besser. Teilweise fiel ihre Gedächtnisleistung auf die eines achtjährigen Kindes ab.

Das sind schlagfertige Argumente, die dir Beweis genug sein sollten, dass sich Multitasking nicht lohnt. Wer produktiver werden will, sollte sich daher nur auf einer Aufgabe widmen, ehe man zur nächsten übergeht.

Planlos in mehrere Richtungen gleichzeitig zu steuern, bringt dich zwar überall irgendwie ein bisschen voran. Doch zielgerichtet eine Aufgabe nach der nächsten abzuschließen, ist deutlich erfolgversprechender.

4. Exkurs Aufmerksamkeit: Steigere deinen Fokus

Stell dir vor, deine Aufmerksamkeit wäre eine Taschenlampe. Diese Taschenlampe besitzt zwei Betriebsmodi: Einen gebündelten Strahl, in dem du das Licht einen kleinen Fleck ganz hell beleuchten kannst und einen zweiten Modus, der mehr einer Fackel ähnelt. Deine ganze Umgebung wird zwar erkenntlich, aber nichts ist so richtig hell.

Genau die zwei Modi hat der Mensch auch hinsichtlich seiner Aufmerksamkeit. Die meiste Zeit befinden wir uns in einem Status der offenen Aufmerksamkeit. Wir erfassen die Umgebung in ihrer Gesamtheit, aber viele kleine Details entgehen uns dabei. Das ist der Grundzustand der Aufmerksamkeit, in dem wir Menschen uns die meiste Zeit befinden.

Um wirklich produktiver zu werden, wollen wir jedoch den zweiten Status erreichen: die fokussierte Aufmerksamkeit. Ganz bewusst wird die Aufmerksamkeit nur auf eine Sache gelenkt. Nun spricht man von Konzentration. 

Wir werden sozusagen blind für andere Einflüsse in unserem Umfeld, wodurch wir uns einer Sache fokussiert hingeben können. Und genau darin liegt die Quintessenz dieses Tipps: Sich Fokus zu schaffen und die eigene Aufmerksamkeit bündeln für eine einzige Sache.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Wusstest du, dass das Gehirn mindestens zehn Minuten benötigt, um diese fokussierte Aufmerksamkeit aufzubauen? Durch jegliche Ablenkungen wird dieser fokussierte Lichtstrahl wieder auf „Fackel-Modus“ gestellt und dein Gehirn muss erneut diese Konzentrationsschleife aufbauen.

Willst du produktiver werden, musst du Ablenkungen reduzieren, sodass du dich in deinem „Flow“ nicht unterbrechen lässt. Deshalb kommen hier ein paar einfache Tipps, die du schnell in deine Arbeitsprozesse integrieren kannst, um so deine Konzentration zu steigern:

  • Schalte alle Push-Benachrichtigungen am Computer aus, während du an ihm arbeitest
  • Lege dein Handy weg und schalte es auf stumm – ohne Vibration. Denn selbst die Vibration lenkt uns ab, wenn wir wissen, dass eine Benachrichtigung gerade angekommen ist.
  • Hab auch weiterhin nichts in Griffnähe, was dich visuell oder haptisch ablenken kann
  • Kommuniziere deine produktive Phase gegenüber anderen, sodass du die kommenden Stunden nicht gestört wirst
  • Sage auch mal “Nein” und weise spontane und kurzfristige Anfragen auch gerne mal zurück und sage, dass du sie dir später vornimmst, wenn du mehr Zeit dafür hast 
  • Versuche in einer ruhigen Atmosphäre zu arbeiten oder höre ruhige Musik, die dich währenddessen nicht ablenkt

Es ist wirklich immens wichtig, dass du vor allem visuell und akustisch – aber auch olfaktorisch (riechen) oder haptisch – nicht durch dein äußeres Umfeld abgelenkt wirst. Bei jeder Ablenkung muss sich dein Gehirn einem anderen Reiz widmen und darunter leidet letztlich dein Fokus.

 5. Schaffe dir eine angenehme Arbeitsatmosphäre 

Wer im Chaos lebt, kann sich nicht wirklich konzentrieren – und erst recht nicht produktiver werden.

In einem aufgeräumten Zimmer, an einem aufgeräumten Schreibtisch lässt es sich deutlich besser arbeiten. Du hast Platz, um dich mit deinen Sachen auszubreiten, die du benötigst und sitzt nicht zwischen deinem eigenen Krempel.

Ein sauberer Arbeitsplatz lässt dich klare Gedanken fassen und bietet dir weniger Potenzial für Ablenkungen (siehe Hack 4). Fühlt man sich zudem wohler in seiner Umgebung, kann sich der Geist viel besser entfalten. Man wird inspirierter, kreativer, aber auch leistungsfähiger.

6. Klassische Konditionierung: Etabliere deine Produktivitätsgewohnheit

Unser Gehirn hat seine Eigenarten und wir können uns das Prinzip der klassischen Konditionierung zu Gute machen, um produktiver zu werden.

Die klassische Konditionierung beschreibt eine behavioristische Lerntheorie. Sie besagt, dass natürliche und unbedingten Reize durch Lernen und Wiederholungen eine neue, bedingte Reaktion entstehen lassen können.

Diese Theorie wollen wir dir anhand des wohl bekannteste praktischen Beispiels und auch der Entdeckung der klassischen Konditionierung erklären: Der Pawlowsche Hund

Der russische Professor Iwan Petrowitsch Pawlow brauchte für die Erklärung der klassischen Konditionierung drei Sachen: eine einfache Glocke, einen Hund und Futter.

Immer wenn sein Versuchshund etwas zu fressen bekam, klingelte Petrowitsch’ Glocke - ein akustischer Reiz. Jedes Mal aufs Neue klingelte die Glocke und der Hund wusste, dass gleich sein Fressen kam. Der Naturwissenschaftler beobachtete einen vermehrten Speichelflussreflex bei dem Vierbeiner. Der Hund hat es verstanden: Klingeln der Glocke = Fressen. Sein Gehirn hatte die beiden Reize „Glocke“ und „Futter“ miteinander verbunden. 

Petrowitsch beobachtete, dass auch wenn die Glocke klingelte und es kein Fressen gab, der Hund Speichel produzierte. Der Glockenton war nicht mehr ein neutraler auditiver Reiz im Gehirn, sondern löste einen konditionierten Reflex aus. 

Auch wenn das menschliche Gehirn ein wenig ausgereifter ist, als das eines Hundes, können auch wir die klassische Konditionierung nutzen, um produktiver zu werden. Wir starten mit einer bestimmten Gewohnheit und unser Gehirn versteht, dass es nun aktiv werden muss. Wir können so unser Gehirn trainieren, indem wir eine Gewohnheit ausbilden, die wir zu Beginn unserer produktiven Phase ausüben.

Finde eine Gewohnheit, die dir einerseits guttut, als auch deine Produktivität steigert. Das können ganz banale Sachen sein:

  • Lege dein Handy in ein anderes Zimmer, bevor du dich an die Arbeit setzt
  • Mache dir einen Tee oder Kaffee
  • Schalte deine “Arbeitsplaylist” an
  • Mache ein paar Dehnübungen, bevor du dich an deinen Rechner setzt

Es kann auch etwas „Extravaganteres“ sein. Springe dreimal auf deinem linken Bein oder drehe dich einmal um die eigene Achse, ehe du dich an deinen Schreibtischstuhl setzt. Dein Gehirn wird diesen motorischen Prozess mit Produktivität verbinden. 

Es ist bloß wichtig, dass es eine Gewohnheit wird und du versuchst es immer zu machen, bevor du mit deiner produktiven Phase startest.

7. Mini-Pausen mit der Pomodoro-Technik 

Wer effektiver und produktiver werden will, muss auch Pausen machen. So jedenfalls empfiehlt es die Selbstmanagementmethode “Pomodoro-Technik”. Das simple Vorgehen dieser Technik empfiehlt getaktete Arbeitszeiten und geplante Pausen.

Dieser Produktivitätshack soll in keinem Konflikt mit unserem Aufmerksamkeits-Exkurs stehen, in dem wir sagen, dass man mindestens 10 Minuten benötigt, um eine fokussierte Aufmerksamkeit aufzubauen.

Die Pomodoro-Technik bietet sich vor allem für Aufgaben an, in denen du in Sprints arbeitest. Wenn du Vokabeln lernst, den Haushalt machst oder dich um andere operative und administrative Aufgaben kümmerst. 

Hierbei geht es also vielmehr darum dich und deinen Kopf frisch zu halten. Zwischendurch benötigt man auch mal seine Pausen, um produktiver zu werden. Keiner soll und kann mehrere Stunden am Stück durcharbeiten.

Die Pomodoro-Technik kann in etwa so aufgebaut werden:

  1. Wähle EINE Aufgabe deiner To-do-Liste aus, welche du erledigen möchtest.
  2. Notiere, was dafür getan werden muss.
  3. Stelle den Wecker auf 25 Minuten und lege los.
  4. Sobald der Wecker klingelt, hakst du alle Teilschritte ab, die du erledigt hast
  5. Lege nun eine Pause von fünf Minuten ein. Erlaube dir in dieser Zeit dich nicht mehr mit der Aufgabe auseinandersetzen zu müssen.
  6. Wiederhole viermal Schritte 1-5. Nach der letzten Runde gönnst du dir 30 Minuten Pause.

Dieses Vorgehen muss nicht unbedingt so gehandhabt werden. Falls du anfangs Schwierigkeiten hast, starte mit 10-15 Minütigen Arbeitsintervallen und steigere dich fortgehend. Genauso kannst du die produktiven Intervalle verlängern. 

Diese Technik bietet eine attraktive Lösungsmöglichkeit für die diversen Ablenkungen im Alltag. Die simple Pomodoro-Technik diszipliniert dich dazu deinen Fokus auf eine Sache zu fixieren, beseitigt unnütze Prokrastination, schult deine Impulskontrolle und belohnt dich folgend mit einer kurzen, geplanten Pause. Du schaffst dir immer eine kleine Belohnung, auf die hinarbeiten kannst. 

8. Bleib fit und ernähre dich gesund

Stell dir vor, du besitzt einen teuren Sportwagen. Um dein Auto kümmerst du dich dann auch entsprechend gut und gehst es regelmäßig warten. Du fährst auch nicht nur an Tankstelle neben an, sondern tankst auch besseren Sprit, der dein Wagen auf Touren bringt und deinen Motor nicht schadet. Du schüttest nicht „irgendwas“ in dein Prunkstück rein. 

Dieser Sportwagen war ein Vergleich für deinen Körper. Auch du brauchst den richtigen Treibstoff, damit du produktiver werden kannst. 

Mit Sicherheit kennst du das Gefühl, wenn du etwas Fettiges oder Schweres gegessen hast. Nach was ist dir dann mehr? Faulenzen auf der Couch oder dich produktiv an deine Arbeit zu setzen? Wohl eher ersteres.

Das liegt vor allem daran, dass der Körper viel Energie für die Verdauung benötigt. Dein Körper „konzentriert“ sich auf dein Verdauungssystem und andere Stellen im Körper werden mehr vernachlässigt – auch dein Denkzentrum. 

Nicht umsonst lautet deshalb auch eine der Baderegeln, dass man nicht mit vollem Magen schwimmen gehen soll. Beim Schwimmen benötigst du nämlich deine Energie in den Muskeln und nicht im Verdauungstrakt. 

produktiver werden durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung
Neben einer gesunden Ernährung ist auch Timing deiner Mahlzeiten wichtig.

Achte also auf eine gesunde Ernährung. Dazu gehört nicht nur was du isst, sondern auch wann du isst. Eine große fettige Mahlzeit unmittelbar vor deiner Produktivitätsphase ist daher nicht ratsam.

Zur Ernährung gehört auch die Wasseraufnahme. Der Mensch besteht aus 70 Prozent Wasser und verliert ständig etwas davon. Studien haben bewiesen, dass schon bei einem Wasserverlust von zwei Prozent die Konzentration deutlich nachlässt.

Trinke bevor das Durstgefühl aufkommt. Denn, wenn du Durst empfindest, ist es schon zu spät und deinem Körper mangelt es an Wasser. Ein Wasserwecker kann dich an eine regelmäßige Wasseraufnahme erinnern. 

9. Das hochgepriesene Pareto-Prinzip 

Man kommt einfach nicht um das Pareto-Prinzip drum herum. Wie auch bei vielen anderen Themen findet es auch bei diesem eine Anwendungsmöglichkeit.

Wer produktiver werden will, will Sachen abschließen. Also schnell fertig werden. Damit meinen wir natürlich nicht schlampig arbeiten oder etwas unsauber zu Ende stellen.

Das Pareto-Prinzip, auch bekannt als 80/20-Regel, ist kein strenges Naturgesetz, aber besitzt eine gewisse Allgemeingültigkeit. Die Regel besagt, dass 80 Prozent der Ergebnisse mit 20 Prozent Einsatz erreicht werden. Die restlichen 20 Prozent benötigen hingegen 80 Prozent Aufwand.

20 Prozent der Kunden generieren 80 Prozent Umsatz. Kinder spielen 80 Prozent der Zeit mit 20 Prozent ihres Spielzeugs. 20 Prozent aller Länder produzieren 80 Prozent der Emissionen.

Genau dieses Prinzip lässt sich auch auf die eigene Produktivität übertragen. Viele der eigenen Arbeiten lassen sich schneller abschließen, wenn man sich auf das „große Ganze“ konzentriert und nicht übermäßig viel Zeit für die Detailarbeit investiert.

Was sind die wichtigsten 20 Prozent Aufwand bei deiner Aufgabe, die für 80 Prozent deiner Ergebnisse verantwortlich sind? Sobald du das weißt, konzentriere dich darauf, diese 80 Prozent deines Ergebnisses zu erledigen.

10. Investiere in dich selbst

Ein etwas theoretischer und betriebswirtschaftlicher Ansatz, doch wir wollen dir gerne erklären, was wir meinen: Du wirst bei deiner Arbeit entlohnt. Pro Stunde erhältst du einen gewissen Stundensatz ausgezahlt, der sich am Monatsende auf deinem Konto wiederfindet. In deiner Freizeit bekommst du zwar kein Geld, aber hast auch da gewisse Arbeiten zu erledigen.

Für diesen Produktivitätshacks müssen wir annehmen, dass du dich in deiner Freizeit mit einem imaginären Stundenlohn bezahlst – wir sagen jetzt mal 15 Euro. In deiner freien Zeit gehst du auch regelmäßig deinen Arbeiten und Pflichten nach, die dich Zeit kosten. Sei es ein freizeitliches Nebenprojekt, Hausarbeit, Steuer- und Rechnungszahlungen, aber auch bestimmten Hobbys.

Mit dem richtigen Equipment oder geeigneten Fähigkeiten könntest du diese Arbeit viel schneller erledigen. Anstatt dass du diese zeitlichen oder finanziellen Investitionen tätigst, musst du länger/mehr arbeiten, um dein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. 

Ein praktisches Beispiel: Für die Website sitze ich viel am PC, recherchiere, erarbeite Texte, erstelle Bilder und programmiere. Mit der Investition eines zweiten Bildschirms und einer besseren Maus habe ich mir meine Arbeit erleichtert. Zwar hat mich dies 200 Euro gekostet, jedoch bin ich in meiner täglichen Arbeit deutlich schneller geworden. Mittlerweile habe ich so viel an Zeit gespart. Jede ersparte Stunde habe ich mich selber mit 15 Euro bzw. einer Stunde Freizeit entlohnt. Längst habe ich dadurch meine ursprüngliche Investition für einen zweiten Bildschirm und eine bessere Maus wieder reingeholt.

Der Punkt ist dir hoffentlich klar geworden: Wir sprechen hier ganz explizit von einer Geldinvestition in die eigene Produktivität und keinem Geldausgeben in Bespaßung und freizeitliche Aktivitäten. Du kannst nicht nur produktiver werden mit gewissen „Mindhacks“ oder effizienteren Prozessen, sondern auch mit dem richtigen Equipment.

Es macht also durchaus Sinn, sich die Zeit zu nehmen, um neue Sachen zu lernen, die deinen Aufgabenalltag auf lange Sicht erleichtern und dir Zeit sparen – sei es durch Fähigkeiten, die du lernst, oder durch gewisses Equipment, welches deine Produktivität steigert. 

Wer viel am PC sitzt, sollte Shortcuts lernen und in das nötige Equipment investieren. Wer gerne und viel Marmelade kocht, sollte nicht die Erdbeeren durch ein Sieb quetschen, sondern sich ein Pürierstab leisten.

Denk daran, dass deine Zeit begrenzt ist und man sich selber auch irgendwie (imaginär) bezahlt. Ab und zu sollte man nicht knauserig sein und so in sich selbst investieren. Du sparst dir Zeit, wirst produktiver und entlohnst dich mit deinen imaginären 15 Euro für jede gesparte Stunde.

Unser Schlusswort

Das waren sie – unsere 10 Produktivitätshacks, um produktiver zu werden. Selbst wenn manch ein Tipp für dich offensichtlich schien, konnten wir dir hoffentlich den Ursprung und die Hintergründe näherbringen und du hast das ein oder andere dazugelernt. Was ist dein persönlicher Produktivitätshack, den wir womöglich nicht erwähnt haben?

Nun erstmal viel Spaß beim effizienten Arbeiten und produktiver werden. Doch viel wichtiger: Viel Spaß mit deiner gewonnenen Freizeit, die du dir geschaffen hast!

Lebensziele finden – 3 Methoden, wie du sie identifizierst

Lebensziele finden beschrieben durch einen Lichtkegel im Wald

„Wenn ich mal groß bin…“, so begann ein ums andere Mal der Satz eines Kindes. Lebensziele finden – als Kind schien es so einfach. Mit großen Kinderaugen und einer Prise kindlicher Naivität erträumten wir uns als Kinder, was wir später alles erreicht, erlebt und gesehen haben werden. 

Doch im natürlichen Prozess des “Erwachsenwerdens“ verliert man schnell das Gefühl alles schaffen zu können – als würden wir ein wenig den Mut verlieren unseren Zielen nachzugehen. Dabei wäre genau dieser kindliche “Leichtsinn“ auch im späteren Alter wünschenswert, um seine Lebensziele zu finden und nach ihnen zu streben.

In diesem Artikel widmen wir uns Lebenszielen. Was sind Lebensziele? Wie kann ich meine Lebensziele finden und was kann ich machen, um diese zu erreichen? Diese Fragen möchten wir gemeinsam beantworten.

Lebensziele finden: Warum es so wichtig ist

Ob kurz- oder langfristig – jeder Mensch benötigt Ziele im Leben. Ziele sind der Antrieb unseres Alltags, denn die meiste Zeit unseres Daseins arbeiten wir auf genau solche hin.

Der Ziellose erleidet sein Schicksal - der Zielbewusste gestaltet es.

Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph Tweet

Stell dir vor dein Leben ist ein Auto und du bist der Fahrer, der hinterm Lenkrad sitzt. Die verfügbare Zeit und Energie, sprich deine verfügbaren Ressourcen, sind der Treibstoff deines Autos. Soweit wärst du nun fahrbereit. Was jedoch fehlt, ist die Richtung. Um nun zu wissen, in welche Richtung du lenken sollst, um auch deinen (begrenzten) Treibstoff richtig zu nutzen, sind deine Lebensziele der Kompass, die dir die Richtung vorgegeben.

Wir möchten dir eine Geschichte von der Schwimmerin Florence Chadwick erzählen, die dir zeigt, was es bedeuten kann, wenn einem genau solche Ziele fehlen bzw. man sie nicht sehen kann:

Florence Chadwick stellte sich am Morgen des 4. Juli 1952 der Herausforderung von der US-amerikanischen Insel Catalina 34 Kilometer durch das offene Meer zur Küste Kaliforniens zu schwimmen. Sie war gut trainiert und war die erste Frau, die von beiden Seiten durch den Ärmelkanal zwischen England und Frankreich schwamm. Es gab keine Zweifel, dass sie an dieser Herausforderungen scheitern sollte. Das Wasser war eiskalt und an jenem Tag herrschte starker Nebel, sodass sie weder die Küste noch ihr Begleitboot richtig sehen konnte. 

Nach über 15 Stunden war Chadwick ganz versteift vor Kälte und bat ihre Trainerin und Mutter, dass man sie aus dem Wasser holen solle. Die zwei sagten ihr, dass sie nicht aufgeben solle und die Küste schon gleich da wäre. Florence Chadwick sah jedoch keine Küste - sie sah nur Nebel und kein Ziel. Sie gab 800 Meter vor dem Ziel auf.

Auf die Frage eines Journalisten, warum sie aufgegeben habe, antwortete sie: „Es war der Nebel. Wenn ich das Land hätte sehen können…“ Dieser Satz wurde weltberühmt und noch im selben Jahr schaffte sie die Strecke - ohne Nebel an jenem Tag.

Aus dieser kleinen Geschichte lässt sich gut erkennen, wie wichtig es ist seine Lebensziele zu finden und zu kennen. Lebensziele motivieren einen nicht nur. Sie bündeln deine Fähigkeiten und lassen dich über deine Grenzen gehen. Sie tragen sogar ihren Teil dazu bei, dass du zu dir selbst finden kannst. Du wirst dich selber überraschen, was so alles in dir steckt und wozu du wirklich fähig bist, wenn du nach deinen größten Wünschen und Visionen strebst.

Lebensziele, die du für dich erkennst, geben dir:

  • Sinn und Erfüllung im Leben
  • eine Richtung vor
  • Vorfreude, Begeisterung und Tatendrang für deine Zukunft
  • Entschlossenheit für die Dinge, die du wirklich willst

Wenn man seine Lebensziele kennt, heißt das nicht, dass man sich diesen immer 24/7 widmen muss, um auf diese hinzuarbeiten. Oftmals erreicht man mehrere Zwischenstationen des Erfolgs ehe man sein großes Lebensziel erreicht hat.

Daher geben dir Lebensziele eine umfassende Klarheit, Ausrichtung und Motivation für dein tägliches Handeln – selbst wenn wir es so meistens nicht bewusst wahrnehmen. Sie schenken jedem Menschen den Antrieb und Sinn des Lebens, denn jeder von uns hat die intrinsische Motivation sich zu verwirklichen, etwas zu erreichen und glücklich zu werden.  

Welche Bereiche decken Lebensziele ab?

Man kann in unterschiedlichsten Bereichen seine Lebensziele finden. Es gibt in dieser Hinsicht keine Eingrenzungen. Die einzige Voraussetzung, die erfüllt werden muss, liegt auf der Hand: deine Lebensziele betreffen dich persönlich.

Zu einem Großteil der hier aufgelisteten Dinge wirst du mit Sicherheit einen persönlichen Bezug finden. Aus diesen Lebensbereichen könnten deine Lebensziele stammen. Nicht alle Lebensbereiche werden ggf. dieselbe Wertigkeit für dich besitzen, jedoch berühren dich die meisten in deinem täglichen Leben. Aus folgenden Bereichen könnten deine Lebensziele kommen:

  • Familie
  • Liebe
  • sozialen Umfeld und Freundschaften
  • persönliche Weiterentwicklung, Fähigkeiten, Erfahrungen
  • intellektuelle Weiterbildung
  • Finanzen, Besitz, Materielles
  • Spiritualität, Religion
  • Wohltätigkeit
  • Beruf
  • Freizeit, Sport, Hobby 

Des Weiteren nehmen wir als Person in unserem Leben und Zusammensein mit anderen Menschen unterschiedliche Rollen ein. Auch darüber können sich Lebensziele ableiten. Deshalb ist es wichtig, sich einmal darüber klar zu werden, welche Rollen wir in unserem sozialen Umfeld innehaben und was das für uns bedeutet. Mitunter kannst du sein:

  • Vater, Mutter, Sohn, Tochter etc.
  • Angestellter, Chef, Auszubildender, Selbstständiger
  • Gläubiger, Atheist
  • Gemeindemitglied
  • Vereinsmitglied
  • Freund, Bekannter, Nachbar
  • Reisender, Naturfreund, Sportler

Es ist in der Hinsicht egal, ob deine Wünsche von materieller, immaterieller oder emotionaler Natur sind. Um dir ein wenig Inspiration zu geben, wie solch kleinere oder größere Lebensziele eigentlich lauten können, möchten wir dir ein paar Beispiele vorstellen. Gewisse Lebensziele können wiederkehrende Ereignisse sein, die du als eine Gewohnheit etablierst. Andere hingegen können einmalige Erlebnisse sein, die du einmal in deinem Leben gemacht haben möchtest. 

kleinere Lebensziele

Sport treiben und sich gesund ernähren.

Einmal die Polarlichter sehen.

Einen Baum pflanzen.

Jeden Tag einer geliebten Person etwas Gutes tun.

größere Lebensziele

Das Lieblngsauto kaufen.

Eine lange Reise über mehrere Wochen machen.

Eine erfüllte Beziehung führen und eine Familie gründen.

Ein eigenes Unternehmen aufbauen und sich selbstständig machen.

Lebensziele finden: Darauf solltest du achten

Jeder von uns war, ist und wird auf der Suche nach seinen Lebenszielen sein. Es ist ein stetiger Prozess im Leben. Ziele können sich ändern oder gar auflösen und stattdessen treten neue ins Leben. An gewisse Regeln sollte man sich erinnern, wenn man sich irgendwann erneut die Fragen stellt „Wer bin ich? Was will ich erreichen? Was sind meine Ziele in meinem Leben?“.

Greif nach den Sternen

Wer nicht auf der Suche nach einem normalen einfachen Leben ist, muss nach den Sternen greifen und sich hohe Ziele setzen. Erst wer über den Tellerrand hinausschaut, kann sehen, was das Leben so alles bieten kann. Dabei erfahren wir viel über uns selbst und können noch unentdeckte Seiten an uns erkennen – ein wichtiger Schritt in einem Selbstfindungsprozess. Wer nie über seine Grenzen geht, wird vermutlich nie sein ganzes Potenzial ausschöpfen.

Dabei sind es oft wir selbst, die uns aus irgendwelchen Gründen selber „klein halten“ und die eigenen Erwartungen unbewusst schmälern. Eine kleine Geschichte, um dies zu verdeutlichen. 

In einem Behälter sitzt eine Vielzahl von Springflöhen, ohne dass sie jedoch aus dem Behälter springen können. Die meisten springen zwischen 20 und 30 Zentimeter hoch. Doch in diesen Behälter wurde eine Scheibe auf Höhe von 15 Zentimeter eingeführt. Jeder Floh sprang also gegen diese Scheibe und „stieß sich seinen Kopf“. Irgendwann haben sich die Flöhe an genau diese Höhe gewöhnt und verstanden, dass sie nicht höher kamen - egal was sie auch machten.

Nachdem die Scheibe entfernt wurde und die Flöhe wieder ihr ganzes Potenzial hätten nutzen können, haben sie sich jedoch schon an die alte Höhe gewöhnt. Kein Floh sprang mehr höher als 15 Zentimeter, obwohl es ihnen möglich gewesen wäre. Sie haben sich an genau diese Erwartungen gewöhnt.

Genau diese Scheibe können wir im übertragenen Sinne auch besitzen. Wir setzen uns selber Restriktionen und schmälern die Erwartungen an unsere eigenen Fähigkeiten. Deshalb ist jetzt Schluss mit dieser mentalen Scheibe! Lass deinen Gedanken freien Lauf und greife nach den Sternen, wenn du deine Lebensziele suchst.

Streiche den Konjunktiv 

Lebensziele sind nicht etwas, das du tun „solltest“ oder „müsstest“. Lebensziele sind etwas, was du erreichen willst und benötigen daher keinen Konjunktiv. Wer seine Lebensziele kennt, benötigt nicht solche Worte. Sie sind motivierend genug, dass du dich nicht im Konjunktiv verklausulieren musst.

Nicht umsonst stellst du dir ja auch die Frage „Was will ich?“ und nicht „Was würde ich gerne wollen?“. Es sind deine tiefen inneren Bedürfnisse, die du dir klarmachen musst, um genau diese Ziele zu verwirklichen und Erfüllung zu verspüren. 

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Ein Kind kennt den Konjunktiv noch nicht. Ein Kind „will das und das haben/sein/machen“. Es scheint in gewisser Weise so, als würden wir mit dem Erwachsenwerden und den größer werdenden Verantwortungen genau diesen Willen verlieren, weil wir uns dem gesellschaftlichen Bild fügen. Ein bisschen mehr Mut und Leichtigkeit tut jedem von uns gut.

„Wenn… dann…“

„Wenn ich erst mal reich bin und mir alles leisten kann, dann werde ich wirklich glücklich.“

Es ist ein typischer Fehler seine Lebensziele an gewisse Voraussetzungen zu koppeln. „Wenn ich mal reich bin, dann…“, „Wenn ich genug Zeit habe, dann…“, „Wenn ich diesen Schritt in meinem Leben erreicht habe, dann…“. 

Mit solchen Aussagen setzt du deinen Fokus zu sehr auf die Zukunft und knüpfst gewisse Bedingungen, um deine persönliche Erfüllung zu finden. Man verliert den Bezug zur Gegenwart – zum Hier und Jetzt. Womöglich lässt man sogar wichtige Erfahrungen aus, wenn man zu sehr versteift und diese Annahme vertritt, dass erst in Zukunft alles sich zusammenfügt. Im Endeffekt grenzt man sich selber von seinem Glück ab.

Wer sagt, dass du erst erfüllt und glücklich sein musst, wenn erst ein gewisses Szenario eingetroffen sein muss? Du kannst sehr wohl auch jetzt schon ein zufriedenes Leben führen und trotzdem noch deine Lebensziele finden bzw. nachgehen. Deine Wünsche und Lebensziele sollen dich in deinem Glück ergänzen und nicht im jetzigen Zeitpunkt von irgendetwas abhalten.

Die Zukunft kann noch lange hin sein und bis dahin kann sich noch vieles ändern. Niemand kann dir garantieren, dass du deine Ziele so erreichst. Knüpfe deine persönliche Erfüllung und Lebensziele also nicht an „Wenn… dann…“-Formulierungen.

Lebensziele finden: 3 Gedankenexperimente um deine Lebensziele zu erkennen

Als Anleitung, wie du am besten deine Lebensziele finden kannst, empfehlen wir dir die folgenden Punkte chronologisch durchzugehen. Starte mit den Gedankenexperimenten und begebe dich auf die Fantasiereisen. Du erhältst ein grobes Bild von deinem Leben und kannst womöglich schon erste Lebensziele für dich ableiten. Die Methoden, die wir dir später näherbringen, sind hingegen dann die praktische Umsetzung deiner Ergebnisse. Wichtig ist es nämlich deine Lebensziele zu visualisieren und später in regelmäßigen Abständen zu dokumentieren – dazu jedoch später mehr in unseren Methoden. Mit jedem Schritt werden deine Visionen konkreter.

Gewisse Gedankenexperimente können dir helfen deine Lebensziele zu finden. Doch eines noch vorweg: Es ist in Ordnung, wenn du nicht auf alles eine Antwort hast oder dir über gewisse Dinge einfach nicht sicher bist. Dabei ist es genauso irrelevant, in welchem Zeitpunkt deines Lebens du dich befindest. Egal wie alt du bist oder in welcher Situation deines Lebens du dich befindest –  auch du kannst noch deine Lebensziele finden.

Lebensziele finden ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen passieren wird. Schenke der Sache Zeit und erfrage dich regelmäßig aufs Neue, was du im Leben für Ziele verfolgen möchtest.

1. Gedankenexperiment: Stell dir vor du hast unbegrenzt viel Geld und Zeit

Dieses Szenario soll dich vor allem eines machen: frei von jeglichen Restriktionen und Eingrenzungen, die du in deinem alltäglichen Leben hast. Stell dir vor, du hättest keine finanziellen oder zeitlichen Eingrenzungen, keine Termine und keine Verpflichtungen. Du hast mehr Geld als du  benötigst.

Du könntest tun und lassen, was du willst. Was stellst du mit dieser Freiheit an? Was würdest du dir mit dieser Freiheit ermöglichen? Wenn wir uns genau dies überlegen, können wir unsere größten Passionen entdecken, die womöglich in unserem Alltag mitunter abhandenkommen.

Hier ist mein Beispiel dafür:

Ich würde mir ein feines und gemütliches Haus mit großem Garten direkt an der Atlantikküste suchen. Wenn andere früh morgens zur Arbeit fahren, werde ich noch vor dem Frühstück auf das Surfboard steigen und meinen Morgensport betreiben. Ich würde viel gärtnern und mein eigenes Obst und Gemüse ernten. Ganz ohne Arbeit will ich jedoch auch nicht sein, da ich gerne als Handballtrainer eine Jugendmannschaft trainiere. Ich werde Musikinstrumente erlernen und mir zwei Hunde holen, die mich täglich auf Trapp halten werden. Mit meiner Freundin werde ich mir regelmäßig längere Auszeiten erlauben, Roadtrips in unserem ausgebauten Van machen oder die Welt bereisen.

Aus diesem Gedankenexperiment lassen sich doch schon ein paar Lebensziele finden. Für einige benötigt es sogar nicht mal groß Geld, sondern hauptsächlich Zeit. Gewisse Lebensziele kann ich bereits direkt übernehmen und angehen. Für andere benötige ich noch ein wenig mehr Zeit und finanzielle Freiheit, um dies zu ermöglichen.

2. Gedankenexperiment: Der ideale Tag

Der ideale Tag schließt sich dem ersten Gedankenexperiment an. Jedoch setzten wir uns nun genau die finanziellen und zeitlichen Ressourcen. Wir denken nun ein wenig kleiner und realer.

Trotzdem ist diese Fantasiereise ähnlich hilfreich wie die erstere, wobei sie auch noch viel realistischer ist. Spiele den Tag von morgens mit dem Aufstehen bis zum Schlafen gehen durch. 

  • Was für eine Morgenroutine hast du? 
  • Mit was für Leuten umgibst du dich? 
  • Was willst du unternehmen?

Dein idealer Tag sollte nicht langweilig sein und 24 Stunden Freude bringen. Genauso kannst du in diesem Gedankenexperiment festhalten, was du keinesfalls erleben möchtest. Es ist genauso wichtig zu wissen, was man nicht in seinem Leben haben möchte.

Der ideale Tag kann dir bewusst werden lassen, was dir im Leben wirklich wichtig ist. Genau diesen Dingen solltest du in deinem Alltag viel Zeit schenken und darum deine Lebensziele formulieren.

3. Gedankenexperiment: Der 80. Geburtstag

Seine Lebensziele finden kann man auch, indem man sich seinen 80. Geburtstag einmal vorstellt. Hierbei handelt es davon hauptsächlich in den „Spätherbst“ seines Lebens zu blicken, sodass man sozusagen sein Leben einmal rückblickend evaluiert und Revue passieren lässt.

Male dir deinen 80. Geburtstag aus. Wie wird er für dich aussehen?

  • Wer ist an deinem Geburtstag alles dabei? Dein Ehepartner, Kinder, Enkelkinder?
  • Was für Freunde werden an deiner Seite sein?
  • Wo wird dein Geburtstag stattfinden? In deinem eigenen Haus oder Garten? 
  • Wie werden die Leute von dir sprechen? Was sagen deine Familie, deine Freunde oder Kollegen über dich? Wie sehen sie dich?

Jeder kennt die typische Filmszene, wenn jemand auf dem Sterbebett liegt und den umstehenden Personen von seinen schönsten Momenten erzählt, was er in seinem Leben so alles erlebt und bereut hat. Auch das solltest du dein „Zukunfts-Ich“ einmal fragen: Was möchte dein 80-jähriges Ich erlebt haben?

  • Worauf wirst du besonders stolz sein?
  • Was werden deine schönsten Erfahrungen sein? 
  • Gebe es womöglich etwas, das du bereuen wirst?

Auch hierbei spielt sich alles in einem nicht realen Zustand ab. Trotzdem kannst du erkennen, was du sein und erlebt haben möchtest – und was auch nicht. Es lassen sich für dein jetziges und zukünftiges Handeln Lebensziele finden und ableiten.

Lebensziele finden: 3 Methoden um deine Ziele zu definieren

Mit den eher praktischen Methoden beschäftigst du dich ganz bewusst mit deinem IST-Zustand und zukünftigem SOLL-Zustand, um deine Lebensziele zu finden. Durch die Gedankenexperimente hast du ein gutes Gefühl erhalten, was dir im Leben alles wichtig ist. Jedoch fehlt die Dokumentation und Visualisierung deiner Lebensziele.

Die drei Methoden sind nun die praktische Umsetzung der erkannten Lebensziele, die du nun Schritt für Schritt zu Papier und ins Gedächtnis bringen wirst. Wie auch bei unseren Gedankenexperimenten werden mit jeder Methode deine Lebensziele konkreter und greifbarer. 

1. Methode: Visualisierung durch Mindmaps und Pro-Contra-Listen

Mindmaps und Pro-Contra-Listen wirken womöglich ein wenig altbacken und kennen viele aus Schul- und Ausbildungszeiten. Trotzdem haben diese Methoden ihre Daseinsberechtigung. Sie ermöglichen dir einen guten Überblick über dein Leben und deine Lebensbereiche.

Für die Mindmap schreibe deinen Namen oder „Ich“ in die Mitte. Von da aus kannst du in deine Lebensbereiche gehen: Familie, Freunde, Arbeit, Hobbys, Leidenschaften, persönliche Entwicklung, Spiritualität, materielle und immaterielle Wünsche, Vision und vieles weiteres.

Was beschäftigt dich in diesen Lebensbereichen – sowohl positiv als auch negativ? Genauso kannst du in einer anderen Farbe die Dinge in der Mindmap ergänzen, die du dir gerne für dein zukünftiges Ich wünschst.

Lebensziele finden beschrieben durch eine Mindmap, um seine Lebensziele zu erkenne
Lebensziele finden: Mind Map Beispiel (in rot die Lebensziele, die man sich für das Zukunfts-Ich wünscht)

Ähnliches Ergebnis können wir auch durch eine Pro-Contra-Liste erreichen. Was gefällt dir in deinem Leben? Worauf bist du stolz und was weniger? Wo siehst du ggf. noch Potenziale?

2. Methode: Formulierung deiner Ziele mit Hilfe der SMART-Methode

Nun wo du weißt, in welchen Lebensbereiche du deine Lebensziele finden kannst, ist die korrekte Formulierung dieser wichtig. Es gibt unterschiedliche Methoden von Zielformulierungen.

Wir finden die SMART-Methode sehr hilfreich und möchten dir diese vorstellen. Gerne kannst du diese natürlich auch in abgewandelter Form auf deine Lebensziele und -bereiche anpassen, denn womöglich ist nicht jedes deiner Lebensziele so zu formulieren.

Die SMART-Methode verhilft dir deine Lebensziele möglichst detailliert und genau zu spezifizieren. Dabei steht jeder Buchstabe für ein Attribut, wie du dein Lebensziel verpacken solltest. Hierzu haben wir dir folgende Grafik erstellt:

Lebensziele finden Infografik der SMART-Methode

Genauer gesagt, solltest du dir zu jeder Eigenschaft folgende Fragen stellen, um so deine Lebensziele zu definieren:

  • Wie lautet dein persönliches Lebensziel?
  • Sei hier so genau und spezifisch wie möglich
  • Womöglich einer der schwersten Punkte für Lebensziele
  • Finde einen Bewertungsmaßstab für dein Lebensziel – verpacke es in Zahlen
  • Mit was für einem Kriterium kannst du sagen, dass du dein Lebensziel erreicht hast?
  • Was für mögliche Zwischenstationen hat dein Lebensziel?
  • Das Lebensziel sollte dich betreffen und eine große Relevanz für dein Leben haben
  • Wirst du Erfüllung und Glück verspüren, wenn du dein Lebensziel erreicht hast?
  • Eine genaue Vorstellung des zukünftigen SOLL-Zustands lässt dir ein klares Bild geben und trägt zu deiner Motivation bei
  • Beantwortung der Frage „Wie?“
  • Sind deine Lebensziele für die realisierbar?
  • Wie kannst du dein Lebensziel erreichen?
  • Was für Schritte und Aufwendungen werden von dir benötigt, um die zu erreichen?
  • Bis wann möchtest du dein Lebensziel erreicht haben?
  • Kannst du einschätzen wie viel Zeit es von dir benötigt?

Empfehlung von DailyMentor

Wir haben einen ausführlichen Beitrag über die Zielformulierungen mit Hilfe der SMART-Methode geschrieben. Falls du mehr darüber erfahren möchtest, schau gerne vorbei!

3. Methode: Dokumentation von Lebenszielen durch Vision Board und Erfolgsjournal

Im letzten Schritt wollen wir uns darum kümmern, dass wir die Lebensziele auch richtig dokumentieren, um uns regelmäßig an diese erinnern. Eine hervorragende Möglichkeit ist das Erstellen eines Vision Boards und/oder Führen eines Erfolgsjournals.

Es ist nämlich wissenschaftlich belegt, dass wir uns Dinge am besten einprägen können, wenn wir uns regelmäßig mit ihnen auseinandersetzt. Je öfter man sich also mit seinen Visionen und Lebenszielen beschäftigt, desto präsenter sind sie in unserem Gedächtnis und Alltag.

Ein Vision Board ist eine umfassende visuelle Zusammenfassung deiner Lebensziele aus all deinen Lebensbereichen, welche dich jeden Tag aufs Neue an deine Wünsche, Ziele, Träume und Visionen erinnert. Für ein Vision Board kannst du all deine persönlichen Lebensbereiche runterschreiben. Dein Vision Board sollte anschließend mit Zeichnungen, Ausschnitten aus Zeitschriften, Bilder o.ä. dann ergänzt werden, die deine Lebensziele visuell unterstreichen.

Was möchtest du in jedem dieser Bereiche erreichen? In sechs Monaten, einem Jahr und fünf Jahren? Passe den Zeitraum gerne für deine Lebensziele an.

Lebensziele finden erklärt durch ein Vorlage eines Vision Boards
Lebensziele finden: Vision Board Beispiel

Dieselben Effekte lassen sich auch mit dem Führen eines Erfolgsjournals erreichen. Es ist wie ein Tagebuch, jedoch für deine Ziele und Erfolge.

Auf dem Markt findet man viele Erfolgsjournale mit vorgefertigten Seiten. Oftmals ist es eine Doppelseite pro Tag, die du mit deinen persönlichen Erfolgen und Zielerreichungen befüllen kannst. Es reichen dir ein paar Minuten am Tag, um so ein Erfolgsjournal zu führen.

In solchen Erfolgsjournalen wird sich nicht nur auf deine Lebensziele konzentriert. Als weitere positive Effekte dokumentierst du in vielen deine Momente und Dinge für die du dankbar und glücklich bist. Es fördert daher nicht nur deinen Dokumentationsprozess, sondern stärkt dein persönliches Wachstum und erfordert von dir regelmäßige Selbstreflexion.

Empfehlung von DailyMentor

Bist du weiter interessiert, wie man ein Erfolgsjournal führt oder möchtest gerne direkt Empfehlungen? Wir haben einen Beitrag über Erfolgsjournale geschrieben, wie sie dein Leben positiv beeinflussen und du fokussierter auf deine Lebensziele hinarbeiten kannst.

Unser Schlusswort über Lebensziele

Wir hoffen unser Beitrag konnte dir die Wichtigkeit und den Einfluss von Lebenszielen etwas näher bringen. Ziele sind für uns Menschen die treibende Kraft des Alltags. Sie bündeln unsere Energie, geben uns Disziplin, Motivation und Zielstrebigkeit.

Seine Lebensziele finden ist keinesfalls einfach. Wir sind es uns jedoch selber wert genau diese zu erkunden und ihnen nachzugehen. Sie schenken uns Erfüllung im Leben und lassen uns selber neue erfahren.

Das Leben bietet uns so viele Möglichkeiten. Schöpfe dein Potenzial aus und erkunde deine Wünsche, Träume und Visionen, die du im Leben hast! Wir glauben an dich!

Gelassener werden im Alltag: 10 praktische und einfache Methoden

gelassener werden beschrieben durch ein Bergpanorama

Wer kennt es nicht? Wir jagen den Verpflichtungen hinterher und rennen von Termin zu Termin. Es entsteht das Gefühl, als würde der Alltag uns auffressen und eine innere Anspannung macht sich breit. Die Lösung: gelassener werden, bewusst Zeit für sich finden und gegen die innere Anspannung proaktiv vorgehen.

Gelassener werden ist einfacher gesagt als getan und dennoch in vielen alltäglichen Situationen sehr hilfreich und wünschenswert. Sich in der Alltagshektik kurz besinnen und seine innere Ruhe finden, bringt viele Vorteile mit sich und ermöglicht es dir deinen Tag erfolgreicher, produktiver und sogar gesünder gestalten zu können. 

Wir möchten dir daher in unserem Beitrag zehn praktische Methoden präsentieren, die dir helfen können, sodass du ruhiger und gelassener werden kannst. 

Gelassener werden: Warum du es dir wert bist

Gelassenheit bringt nur positives mit sich – und das nicht nur für deine psychische und emotionale Verfassung, sondern auch für deine körperliche Gesundheit. 

Viele Situationen lassen sich viel besser meistern, wenn wir gelassener werden und weniger aus Einschränkungen und negativen Emotionen handeln. In einem angespannten Status trifft man viel eher unbedachte Entscheidungen, da einem die klaren Gedanken in solchen Situationen fehlen. Wir werden fahrlässig, gestresst und verspüren ein allgemein unwohles Gefühl – ein unangenehmer Zustand für jeden.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass wir in einem ruhigen Gemütszustand besser handeln und entscheiden. Wir fühlen uns besser, wenn wir gelassener sind – einen Status, den wir erreichen sollten.

Die höchste Krone des Helden ist die Besonnenheit mitten in Stürmen der Gegenwart.

Jean Paul (1763 - 1825), deutscher Schriftsteller Tweet

Doch auch für deine Gesundheit ist es ein wichtiger Faktor. Es besteht ein nachgewiesener Zusammenhang zwischen einer positiven Grundeinstellung und einem starken Immunsystem. Negatives, panisches Denken löst eine Stressreaktion im Körper aus. Daraus potenziell resultierender Dauerstress kann die Folge einer Menge an Erkrankungen sein, die mit Stressmanagement, Gelassenheit und Selbstfürsorge vermeidbar wären. 

Grundlegend möchten wir erklären, dass Gelassenheit nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden sollten. Wer gelassen ist, legt hingegen eine gewisse Leichtigkeit an den Tag. Man weiß sich zu beherrschen, kann Situationen im richtigen Kontext einordnen und kann sein weiteres Vorgehen besser abschätzen. Entspannter und gelassener werden ist daher eine wichtige und positive Eigenschaft, um sein tägliches Leben besser zu bestreiten – genau diese Gelassenheit bist du dir wert!

gelassener werden beschrieben durch eine Frau, die auf einem Steg sitzt
Gelassenheit und innere Ruhe sind eine Fähigkeit für die körperliche und mentale Gesundheit.

Gelassener werden mit 10 praktischen Methoden

Wir möchten dir nun zehn praktische Methoden vorstellen, die dich gelassener werden lassen. Jeder dieser Tipps lässt sich schnell und einfach in Alltag umsetzen. Manch einen empfindest du womöglich wertvoller als andere. Picke dir deine Rosinen“ heraus, welche zu dir am besten passen könnten, um mehr Gelassenheit in deinem täglichen Leben zu genießen. 

1. Strukturiere deinen Alltag und reduziere deinen Stress 

Gelassenheit fällt uns besonders schwierig, wenn die eigenen persönlichen Grenzen überschritten werden, jemand/etwas über unsere Zeit verfügt, wir uns überfordert fühlen oder unsere Bedürfnisse ignoriert werden. In diesen Momenten wird es erforderlich auf das Bremspedal zu drücken und wieder Kontrolle über seinen Alltag zu gewinnen und die Ruhe zurückzubringen. Dafür können einem schon kleine Tipps helfen, um gelassener zu werden:

1.1. Reduziere deine Ablenkungen 

Störenden Ablenkungen reduzieren und sich auf das Wesentliche konzentrieren, ist ein wichtiger Faktor, um zur inneren Ruhe zu finden. Immer up to date und erreichbar: das kleine nervige Smartphone, welches jeder von uns mit sich trägt, kann in solchen gestressten Momenten eher Fluch als Segen sein. Gelassener werden heißt seine innere Stimme zu hören – vor allem dann, wenn die äußeren Umstände immer lauter werden. Push Notification und andere Personen können erstmal warten – die sind auch in ein paar Stunden noch da.

1.2. Lerne „Nein“ zu sagen

Nein“ sagen fällt vielen schwer und benötigt gewisse Überzeugungskraft, doch kann gerlernt werden. Man will den gegenüber nicht kränken oder abweisen und tut ggf. gewisse Dinge aus persönlichem Pflichtgefühl. Verschaffe dir nicht mehr Stress und Aufgaben aus reinem Pflichtgefühl. Wenn deine Bedürfnisse ständig zu kurz kommen, funktionierst du nur noch anstatt zu leben.

Hinterfrage dein Verhalten und ob du so handelst, weil du es so möchtest oder du dich dazu gezwungen fühlst. Ein Nein” kann man auch erklären und seinem gegenüber verständlich machen. So wird es der anderen Partei auch leichter sein dies zu akzeptieren.

1.3. Plane deinen Tag im Voraus und setze Prioritäten

Plane deinen bevorstehenden Tag am besten noch am Vorabend, wenn du dich schlafen legst – oder spätestens morgens mit dem Aufstehen. Welche Dinge willst du heute unbedingt schaffen? Wenn du weißt, was du erledigen möchtest und deine täglichen Ziele formuliert hast, erhältst du sofort den Durchblick und kannst deine Aufgaben priorisiert „abarbeiten“. Was auf der Arbeit klappt, kann auch im Privaten verhelfen: mit einem Kalender hast du stets die Transparenz was bei dir die Tage ansteht. Denn erst mit der richtigen Planung und Struktur des Alltags können wir an der eigenen Gelassenheit arbeiten.   

Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter und Naturforscher Tweet

2. Meditation, Entspannungstechniken, Atemübungen

Um dich von deinem Tag zu erholen und das Gedankenchaos einmal auszuschalten, können dich Meditationen, Atemübungen oder Entspannungstechniken gelassener werden lassen. Sich einmal bewusst in Ruhe zu bringen, die Augen zu schließen, seinen Geist freizulassen und auf seinen Körper zu hören, kann einem zur inneren Ruhe verhelfen. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener – ein paar tiefe Atemzüge können dich wieder erden.

Viele denken für solche Praktiken bräuchte man mindestens eine halbe Stunde. Doch solch Übungen lassen sich auch wunderbar in fünf bis zehn Minuten und bspw. auf dem Weg in der Bahn durchführen.

Falls du diese Methode für dich ausprobieren möchtest und noch neu auf diesem Gebiet bist, findest du auch viele kostenfreie Apps, die dich durch geführte Affirmations- oder Meditationsübungen begleiten. Beispielsweise können wir die zwei Mediations-Apps Calm und Headspace. Ein Versuch ist es definitiv wert!

3. Räume dir Zeit für dich ein

Alltäglicher Stress und das Leben im Hamsterrad sind einer der Hauptgründe, weshalb man nicht gelassener werden kann und innere Unruhe verspürt. Bei all dieser Hektik und gleichem Trott kann schnell die eigene Person und Gesundheit in Vergessenheit geraten.

Es ist daher wichtig, dass du dir auf täglicher Basis Zeit für dich schenkst. Mache die Dinge, die dir guttun und Spaß machen. Auch dann, wenn wir den Kopf freibekommen und die alltäglichen Probleme und Pflichten für eine geraume Zeit in den Hintergrund rücken, können wir so gelassener werden. Jeder von uns hat eine gewisse Passion, der wir gerne nachgehen.

4. Grübeln aufgeben

Unser Kopf kann uns oftmals die eigene Gelassenheit verwehren, wenn uns dieselben Gedanken und Probleme einfach nicht in Ruhe lassen wollen – ein Gedankenkarussell. Das fortwährende Wiederkäuen der gleichen Probleme lähmt, statt zu Lösungen zu führen.

Wir verkrampfen und vertiefen uns im Grübeln – eine schwere Bürde um gelassener zu werden. Der ursprünglich sinnvolle Ansatz des Analysierens gerät beim Grübeln außer Kontrolle.

Anstatt sich in solchen Situation dem Warum“ zu widmen, erfrage dich nach einer Lösung:

  • Was kann ich tun, um solch eine Situation zu lösen?
  • Welches Ziel verfolge ich bei der Lösung?
  • Was sind meine Optionen und welche Schritte kann ich unternehmen? 

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

5. Akzeptieren lernen

Akzeptanz kann einem einiges an Überwindung abverlangen. Doch lernen wir gewisse Dinge zu akzeptieren, haben wir mehr Zeit und Kraft, um uns auf das zu fokussieren, das uns vorantreibt. 

Nicht alles muss oder lässt sich ändern – diese Mühe ist es dann auch manchmal einfach nicht wert. Verurteile nicht die Vergangenheit oder gemachte Fehler, sondern akzeptiere sie als einen Teil deines Lebens. Denn reibst du nicht mehr langfristig an diesen Dingen auf, kannst du gelassener werden und dich auf das konzentrieren, was dich vorantreibt und glücklich macht.

Empfehlung von DailyMentor

Wir haben einen Beitrag über Akzeptieren lernen geschrieben und wie du mehr Akzeptanz in dein Leben lässt und erlernen kannst. Womöglich bist du daran interessiert etwas mehr darüber zu erfahren.

6. Kommunikation und sozialer Kontakt

Jeder von uns ist der finale Entscheider seines Lebens und Initiator, der entscheidet welche Wege wir bestreiten wollen. Trotzdem sind wir mit unserem Alltag nie alleine. Jeder hat ein soziales Umfeld – eine Familie, einen Partner oder Freundeskreis – welches einen in angespannten Situationen wieder auffangen und den Rücken stärken kann.

Gelassenheit lässt sich auch darüber generieren, indem man über seine Lebenssituation spricht. Wir Menschen wollen kommunizieren und unsere Anliegen mit unserem sozialen Umfeld teilen. Es kann dich gelassener werden lassen, wenn du über deine Situationen sprichst. Diese Menschen hören uns nicht zur zu, sondern können uns neue Wege aufzeigen – auch Wege für mehr Gelassenheit. 

Kommunikation kann – wie in vielen Lebensbereichen – eine große Stütze für Problemlösungen und der Wegweiser neuer Einsichten sein. 

7. Emotionen zulassen

Die eigene Gelassenheit kann schnell von unseren eigenen Emotionen blockiert werden. Angst, Enttäuschungen, innere Unruhe, Unsicherheit, Wut – diese Gefühle zu unterdrücken hilft dir nicht auf dem Weg zur Gelassenheit.

Vielmehr ist es notwendig, dass genau diese Gefühle von einem bewusst erlebt werden, um diese anzunehmen und zu konfrontieren. Erst wenn man dies schafft, verlieren diese Emotionen ihre Macht.

Um gelassener zu werden, hilft dir womöglich folgender Fakt: Eine (negative) Emotion, die man bewusst fühlt, kann bereits nach 90 Sekunden seine Intensität verlieren. Erst der Versuch diese Emotion zu verdrängen und zu unterdrücken, kann das Gefühl zu einem Dauerzustand werden, welches letztlich die eigene Gelassenheit stört.

8. Selbstfürsorge und Achtsamkeit

Sollte dir mal wieder eine Situation über den Kopf steigen, ist es hilfreich sich auf Selbstfürsorge und Achtsamkeit zu berufen, um gelassener zu werden. Das Leben ist schön und wertvoll – solche negativen Situationen sind hingegen viel mehr die Ausnahme und ein temporärer Zustand.

Erinnere dich in genau solchen Situationen an all das Gute, was du im Leben hast und dir widerfahren ist. Schenke dir diese achtsamen Momente und erinnere dich dankbar an Dinge in deinem Leben, um dich in einem ruhigeren Gemütszustand zurückzubringen. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass man sein Temperament ein wenig zügelt und bessere Transparenz gewinnen kann. So kann man viel schneller gelassener werden und solche Situationen bewältigen.

gelassener werden beschrieben durch Wellen, die auf die Küste treffen
Grade in aufregenden und turbulenten Situation ist Gelassenheit ein wichtiger Schlüsselfaktor.

9. Perfektionismus ablegen

Perfektionismus und Gelassenheit können schnell im direkten Konflikt stehen. Der krampfhafte Versuch kann einen schnell für eine Situation versteifen. Als Konsequenz verliert man die Leichtigkeit und Gelassenheit.

Je höher dein Anspruch ist, desto mehr kannst du dich auch ärgern, wenn etwas nicht nach Plan verläuft. Natürlich sollten wir angefangene Projekte auch mit der richtigen Zufriedenheit zu Ende bringen, doch manchmal hat man bereits mit 80 oder  90% sein gewünschtes Ergebnis erreicht. 

Ein sehr passendes Modell ist das Pareto-Prinzip. Der Grundgedanke dieses Modells lässt sich auch gut auf das eigene Leben projizieren, um den eigenen Perfektionismus abzulegen. Das Pareto-Prinzip besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Hingegen benötigt man für die restlichen 20% nochmals 80% der Arbeit. 

Der Grundgedanke wird klar: Ein Großteil eines Projekts kann schnell abgeschlossen werden. Anschließend sollte man sich die Frage stellen, ob der verhältnismäßig große Aufwand die restlichen Prozentpunkte wirklich wert ist.

Ein ähnliches Learning wie aus der Methode der Akzeptanz: Dinge als „unperfekt“ zu verstehen und den eigenen Perfektionismus abzulegen, kann einen gelassener werden lassen.

10. Entscheide dich bewusst für mehr Gelassenheit 

Letztlich haben wir nicht immer Einfluss auf die Situation, in welche uns das Leben schmeißt. Trotzdem ist es die Reaktion und das Verhalten, welches wir bestimmen können. Denn wir sind es, die sich dafür entscheiden, ob wir uns über eine Situation stressen lassen oder nicht. „Nein, Ich will mich jetzt nicht aufregen“ – das ist eine klare Entscheidung für mehr Gelassenheit, die wir selber bestimmen können.

Solche Entscheidungen können wir immer bewusst aufs Neue treffen. Denn auch Gelassenheit kann eine Gewohnheit werden, die uns mit ein wenig Übung immer leichter fallen kann.

Unser Schlusswort

Wir freuen uns, dass du es bis zum Ende unseres Artikels geschafft hast und hoffen, du konntest ein wenig Inspiration für deine persönliche Gelassenheit schöpfen. Wie du bestimmt im Verlauf des Artikels erkannt hast, ist gelassener werden“ keine Fähigkeit, die dem einen in Wiege gelegt wurde und dem anderen nicht, sondern etwas, was jeder mit gewisser Übung lernen kann.

Es ist deine persönliche Einstellung im Alltag, die bestimmt, inwiefern du mit Gelassenheit reagieren kannst und hoffen, dass du in Zukunft diese bewusster wahrnimmst. Denn eines ist klar: Gelassen sein tut dir gut – für deine Psyche und Gesundheit. 

Schwierige Entscheidungen treffen – 7 Tipps & Methoden, die dir helfen

Entscheidungen treffen beschrieben durch Wegweiser im Sonnenuntergang

Jeder kennt die schlaflosen Nächte und das mulmige Gefühl im Bauch, wenn eine schwierige Entscheidung bevorsteht. In unserem Kopf herrscht Chaos und die Gedanken drehen sich. Manchmal scheint es, als gäbe es nichts, das uns schwerer fallen könnte, als Entscheidungen treffen zu müssen. 

Je einschneidiger und wichtiger die Konsequenzen einer Entscheidung für uns scheinen, desto schwerer fällt uns die Entscheidungsfindung. Gleiches gilt, wenn andere Personen direkt von den selbst getroffenen Entscheidungen beeinflusst werden.

Dieser Beitrag soll dir helfen, dass du Methoden und Tipps erlernst, die es dir ermöglichen, bessere Entscheidungen treffen zu können. Du wirst dich dabei besser kennenlernen, indem du deine Beweggründe, Gefühlslage und allgemeine Situation besser beurteilen kannst. 

Doch zuerst möchten wir uns gemeinsam anschauen, wie wir Menschen Entscheidungen treffen – dazu besprechen wir den Unterschied zwischen dem Kopf- und Bauchtyp, sowie unser Unterbewusstsein und wie die Intuition in der Entscheidungsfindung mitwirkt.

Wie wir Menschen Entscheidungen treffen

Entscheidungen treffen wir mit unserem Verstand (Kopf) und unseren Gefühlen (Bauch). Es ist ein Zusammenspiel beider Komponenten, die uns zu einer Urteilsfindung bringen. Eine Entscheidung findet daher auf zwei Ebenen ab: auf der rationalen und der emotionalen Ebene. 

Jeder von uns kennt Situationen, in denen wir unter Emotionen, wie Wut oder großer Euphorie, Entscheidungen gefällt haben, welche im Nachgang für uns nicht mehr vollkommen nachvollziehbar sind. Wir haben uns mehr von unserem Bauch und den Emotionen leiten lassen. Die Emotionen haben die Stimmen des Verstands übertönt. 

Das kann mitunter bewirken, dass ein Außenstehender gewisse Entscheidungen einer anderen Person nicht so nachvollziehen kann, da ihm die emotionale Ebene fehlt, die der Entscheidungsträger in der Situation besaß.

Zur Entscheidungsfindung trägt das Unterbewusstsein einen großen Teil bei. Das Unterbewusstsein greift dabei auf vorhandene Erfahrungen zurück. Diese können periphere Momente gewesen sein, die wir so gar nicht bewusst wahrgenommen haben. Sei es ein kurzer Abschnitt eines Artikels, den man gelesen hat oder Inhalte eines anderen Gesprächs, welches man wahrnahm. Aber auch viel komplexere Dinge werden in unserem Unterbewusstsein gespeichert und verarbeitet. 

Wirkt das Unterbewusstsein in der Entscheidungsfindung stark mit, treffen wir in der Regel bessere Entscheidungen. Das liegt daran, dass in unserem Unterbewusstsein gemachte Erfahrungen und Erinnerungen abgespeichert sind, auf die unser Bewusstsein kein Zugriff hat. Es liegt sozusagen unter der für uns “greifbaren” Oberfläche. 

Entscheidungen treffen beschrieben durch Programmiersprache bezeichnend für die Informationen, die wir verarbeiten.
Das Unterbewusstsein speichert ein riesiges Pensum an Informationen.

Unser Unterbewusstsein verarbeitet und speichert viele komplexe Erfahrungen, auf die wir in der Entscheidungsfindung unbewusst zurückgreifen. In unkomfortablen Situationen oder in welchen wir viel nachdenken und viele Informationen verarbeiten müssen, hilft uns das Unterbewusstsein Entscheidungen zu treffen. Es schützt den Menschen vor der gewaltigen Informationsflut, die man täglich konfrontiert, ohne jedoch diese Informationen zu vergessen. Diese Informationen werden wieder abgerufen, wenn wir sie für unsere Entscheidungen benötigen.

Auch unser Hormonhaushalt spiegelt sich in der Entscheidungsfindung wider. Beispielsweise sorgt das männliche Sexualhormon Testosteron dafür, dass man risikofreudigere Entscheidungen trifft. Das kann mitunter ein Grund sein, weshalb Männer eher zum Risiko neigen, als es Frauen tun. Adrenalin hingegen wird in Stresssituationen ausgeschüttet, wodurch wir fahrlässiger in der Entscheidungsfindung werden können. 

Die Rolle der Intuition

Kennst du das Gefühl von Bauchgrummeln, Euphorie oder Unwohlsein, wenn du in eine dir unbekannte Situation gerätst? Das ist eine Form, wie sich deine Intuition bemerkbar machen kann. Unsere Intuition bildet sich aus dem Unterbewusstsein. Die Äußerung unseres Unterbewusstseins macht sich durch intuitive Gedanken und Gefühle bemerkbar, die wir verspüren. 

Der erste intuitive Eindruck ist oftmals der Ehrlichste, weil er unbefangen ist. Daher könnte man denken, dass die intuitive Entscheidung der beste Weg sei. Doch eine negative Intuition entsteht oftmals aus einer schlechten Erfahrung heraus.

Die Intuition ist ein guter Marker und Wegweiser für den Anfang, doch sollte jedoch stets mit gewisser Vorsicht hinterfragt werden. Vertraue nicht zu sehr dem Gefühl, sondern nutze die Intuition als einen guten Ausgangspunkt um Entscheidungen zu treffen. Mit Hilfe der Selbstreflexion kannst du deine Person und gemachte Erinnerungen hinterfragen. Wir besitzen oft negative Erinnerungen, die wir in unseren Entscheidungsprozess einbeziehen, welche aber vielleicht nicht mehr relevant sind.

Bauchtyp vs. Kopftyp 

Wenn man darüber spricht, wie Leute Entscheidungen treffen, definieren sich viele in eines der beiden Lager: Bauch- bzw. Kopftyp. Es bedeutet letztlich nichts anderes, als dass der eine sich bei der Entscheidungsfindung mehr auf seinen Kopf/Verstand beruft und der andere eher auf seine Gefühle – also den Bauch – hört.

Der Kopftyp trifft verstärkt Entscheidungen auf einer rationalen Ebene, vertraut eher der Objektivität und lässt seine Gefühle außen vor. Er bewahrt sozusagen mehr einen “kühlen Kopf“. Hingegen lässt sich der Bauchtyp eher von seinen Emotionen und Gefühlen leiten. Die Entscheidungen können impulsiver gefällt werden und müssen nicht zwingend rational fundiert sein. 

Entscheidungen treffen beschrieben durch eine nachdenkliche Person
Entscheidungen treffen wir sowohl mit dem Kopf, als auch mit dem Bauch.

Keiner der Typen ist falsch oder gar mehr richtig. Jeder von uns ist beides – sowohl Bauch-, also auch Kopftyp. Es ist eher die Sache, was beim Treffen einer Entscheidung mehr überwiegt – die Gefühle oder der Verstand. Daher handelt es sich hierbei nicht um ein Schwarz/Weiß-Denken. Entscheidungen treffen stets Kopf und Bauch gemeinsam nach einer sorgfältigen Abwägung der Umstände.

Lange Zeit wurde von Psychologen angenommen, dass die rationale Entscheidungsfindung der einzig richtige Weg sei, wie Entscheidungen zu treffen sind. Doch von dieser Meinung wurde sich seit geraumer Zeit immer mehr entfernt. Gewisse Aspekte lassen sich nicht rational beurteilen und nur persönliches Empfinden verstehen. Der Verstand überlegt, doch das Herz weiß es einfach.

Bessere Entscheidungen treffen mit 7 Tipps

Entscheidungen treffen, kann sehr schwierig sein – vor allem, je wichtiger die Entscheidung für uns ist, desto schwerer stellen wir uns an, diese zu fällen. Im Folgenden besprechen wir Methoden und Tipps, die dir eine Entscheidungsfindung erleichtern sollen.

Entscheidungen treffen wir umso besser und einfacher, wenn folgende Punkte weitestgehend gegeben sind und wir uns mit ihnen identifizieren können:

1. Gewinne Klarheit über deine Ausgangsalge

Indem man Klarheit über seine Ausgangslage gewinnt, steigert man das Bewusstsein für die jeweiligen Umstände. Wer Klarheit gewinnen will, muss sich bewusst mit der Situation befassen. Im Verlauf dieses Prozesses werden dir neue Informationen ersichtlich und du erhältst ein besseres Verständnis – so als würden sich Stück für Stück die Puzzleteile ineinander fügen. Die Situation wird sich dir immer mehr erschließen. Über folgende Dinge solltest du Klarheit gewinnen.

Gewinne Klarheit über deine Ziele und Zukunftspläne
Kennst du deine Ziele, Wünsche und Zukunftspläne, wirst du dein Handeln besser einordnen können. Die Entscheidungen, die du triffst, sollten dein Leben und deine Zukunft begünstigen. Jede Entscheidungssituation hat eine Zielsetzung bzw. einen Status, welchen man gerne langfristig als Grundlage erreichen will. 

Gewinne Klarheit über deine Handlungsmöglichkeiten
Kennst du die möglichen Optionen deiner Entscheidung, kannst du diese besser abwägen. Es gibt nicht nur “Entweder/Oder“. Oftmals stehen dir mehr Alternativen zur Auswahl, als du vermutest. Schränke dein Denken und Entscheiden nicht voreilig ein und überlege dir, welche Optionen dir zur Verfügung stehen können.

Gewinne Klarheit über die Entscheidungsangst
Vorerst Entscheidungsangst zu verspüren, hat etwas Gutes. Es schützt einen vor voreiligen und unbedachten Entscheidungen. Entscheidungsangst kann dich trotzdem dazu verleiten eine Entscheidung aufzuschieben, diese gar nicht zu fällen oder den gewohnten Weg weiterzugehen. Diese Angst hindert einen vor Veränderungen. Werde dir daher bewusst, ob die Angst berechtigt ist oder sie dir eher im Weg steht.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Gewinne Klarheit über das Wort-Case-Szenario
Das Worst-Case-Szenario geht mit der obenstehenden Entscheidungsangst einher. Oft malt man sich den schlimmsten Ausgang einer Entscheidung aus. Dabei schätzt man die Wahrscheinlichkeit viel höher ein, als sie eigentlich ist. Man hat Angst, dass die eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden können. Schätze daher das Risiko richtig ein – oftmals ist es viel geringer, als man eigentlich denkt. Menschen neigen zu einem risikoaversen Verhalten, das deutet dann man sich vor Risiko scheut.

Selbst wenn das Worst-Case-Szenario eintreffen sollte, kannst du dir einen Notfallplan parat legen. Wie schwer wären die negativen Konsequenzen für dich und was könntest du notfalls tun, um die Situation wieder geradezubiegen? Kennt man seine Möglichkeiten eine Situation wieder zu verbessern, ist man eher bereit Entscheidungen zu treffen. 

Gewinne Klarheit über deine Zukunft
Eine Entscheidung, die du triffst, wird direkten Einfluss auf dein weiteres Leben haben. Sie soll zuallererst dich begünstigen. Mache dir bewusst inwiefern deine Entscheidung dies tut. Du sollst dich mit deiner Entscheidung wohlfühlen und die Weichen für dein erfolgreiches und zufriedenes Leben stellen. 

An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.

Charlie Chaplin (1889-1977), Schauspieler, Komponist, Regisseur und Komiker Tweet

2. Für sich und sein Wohl entscheiden

Die Aussage kann womöglich ein wenig egoistisch klingen. Doch an erster Stelle stehst du. Eine Entscheidung, die du triffst, sollte zuallererst dich voranbringen und dir helfen. Wir verhalten uns manchmal so, wie “man“ es von uns erwartet oder wir von anderen gesehen werden wollen. Man möchte die Erwartung anderer erfüllen. Wer so entscheidet, wie es andere für richtig ansehen, vergisst womöglich sein eigenes Wohl und seine Bedürfnisse.

Eigene Entscheidungen können nicht nur uns, sondern ggf. auch andere Mitmenschen betreffen. Gegenseitige Wertschätzung und Rücksichtnahme sind wichtige Werte im sozialen Umgang der Gesellschaft. Berücksichtige die Konsequenzen deiner Entscheidung, die es für andere hat. Trotzdem vernachlässige nicht dein eigenes Wohl in der Entscheidungsfindung. 

Bekannte und Familienmitglieder können dir einen guten Rat geben, trotzdem bist du es selbst, der eine Entscheidung trifft. Nimm dir ihre Worte zu Herzen. Vertraue trotzdem auf dein inneres Gefühl, deine Bedürfnisse und Ziele. Deine Entscheidungen sollen zuallererst für dich die richtigen sein und nicht für andere.

3. In der richtigen Situation entscheiden

Entscheidungen trifft man besser, wenn man sich in einem ruhigen Gemütszustand befindet. Du kennst es womöglich selber, dass man sich unter Druck- und Stresssituationen anders verhält. Letztlich wirkt sich dies auch auf die Entscheidungsfindung aus. 

In angespannten Situationen treiben einen stärker die Emotionen. Man handelt hauptsächlich aus seinen Gefühlen, sodass der Kopf nicht mehr normal arbeitet. Man verliert die nötige Rationalität und Objektivität in diesen Umständen.

Schaffe dir daher vor allem bei wichtigen Entscheidungen einen geeigneten Rahmen, in dem du dich wohlfühlst und du klare Gedanken greifen kannst. Vermeide Stress und mache dir keinen unnötigen Druck während deiner Entscheidungsfindung.  

4. Die eigenen Gefühle richtig einschätzen

Bei einer guten Entscheidung spielt sowohl dein Kopf und die Rationalität, als auch dein Bauchgefühl und deine Gefühle eine Rolle. Eine Entscheidung muss sich für dich gut und richtig anfühlen.

Hinterfrage daher deine mögliche Entscheidung. Fühlt sich diese gut für dich gut an? Um das einschätzen zu können, musst du dir letztlich über deine Ziele und Gefühle bewusst sein. Selbstreflexion und Selbstliebe sind daher wichtige Bereiche deiner Persönlichkeit, die dir in deiner Urteilsfindung helfen können.

Entscheidungen treffen beschrieben durch Smileys erklärend für menschliche Emotionen
Emotionen treiben uns in der Entscheidungsfindung.

Verstehe die Beweggründe deiner Entscheidung. Emotionen haben einen direkten Einfluss, wie man eine Situation beurteilt. Erkenne daher dein Bauchgefühl und Emotionen. Euphorie kann einen beflügeln, sodass man sich womöglich überschätzt. Stress, Unzufriedenheit und Drucksituationen können uns hingegen hektisch und fahrlässig machen. 

In welchem Gefühlszustand befindest du dich, während du deine Entscheidung triffst? Verstehe deinen Gemütszustand und berücksichtige diesen, bevor du eine Entscheidung triffst.

5. Eine Nacht über die Entscheidung schlafen

Entscheidungen sollten weder langfristig aufgeschoben, noch zu kurzfristig gefällt werden. Ad hoc – sprich spontan –  sollten Entscheidungen nicht getroffen werden, da wir Menschen Zeit benötigen, ehe wir alle Informationen verarbeiten können. Gerade wenn es sich um wichtige Entscheidungen handelt, sollte man nochmal über die Entscheidung schlafen und diese nicht in einem ad hoc Zustand treffen. 

Im Schlaf sortiert unser Gehirn erlebte Ereignisse, Gedanken und die Geschehnisse des Tages. Das Gehirn bildet erst dann alle Zusammenhänge und trennt Wichtiges von Unwichtigem. Erst im Schlaf ist es dem Unterbewusstsein möglich komplexe Sachverhalte zu verarbeiten und einzuordnen. Die Formulierung “noch mal drüber schlafen“ gibt es nicht ohne Grund und hat definitiv seine Daseinsberechtigung. 

Kläre deinen Verstand und deine Gefühle auf und gebe ihnen dafür die nötige Zeit. Im Affekt können wir uns ggf. nicht der ganzen Situation bewusst sein oder werden zu sehr von der aktuellen Situation und unseren Emotionen getrieben. Es ist eher der “Bauch“ den wir wahrnehmen, dass wir die Stimmen des “Kopfes“ nicht wahrnehmen können. Es ist daher wichtig den gesamten Umstand in Ruhe zu evaluieren.

6. Traue dich neue Wege zu gehen 

Neue Situationen können ein Gefühl von Unwohlsein auslösen. Ähnlich können wir uns fühlen, wenn wir Entscheidungen treffen. Das liegt vor allem an dem Glückshormon Dopamin. Das Hormon Dopamin “belohnt“ den Menschen, wenn das Gehirn vertraute Situationen wiedererkannt.

Verstehe Entscheidungen, die du aus Gewohnheit triffst

Das Gehirn versucht immer möglichst effizient und energiesparend zu arbeiten, sodass wir uns in erster Option für vertraute Szenarien entscheiden wollen. Diese Entscheidung fällt einem leichter, denn uns ist die Situation bekannt und wir können das weitere Vorgehen besser einschätzen. 

Das Risiko ist kalkulierbarer. Daher zögern Menschen eher, wenn sie Neues ausprobieren. Doch werde dir bewusst, ob du aus Gewohnheit so handelst und ob es wirklich das Richtige ist.

Verlasse deine Komfortzone

Verlassen wir mit einer getroffenen Entscheidung unsere Komfortzone, konfrontieren wir eine neue Situation, die uns so nicht bekannt ist. Viele verspüren das Gefühl von Unsicherheit und scheuen das Neue. 

Doch so geht es jedem von uns, wenn wir uns in “neue Gewässer“ begeben, die uns nicht bekannt sind. Du bist nicht der einzige, der sich so fühlt. Es bietet sich eine Chance persönlich zu wachsen und neue Erkenntnisse zu sammeln.

Entscheidungen treffen beschrieben durch eine Tür, die geöffnet wird
Öffne neue Türen und begehe neue Wege. Scheue nicht das Ungewisse.

Erst wer sich dafür entscheidet sein Leben und seine Situation zu verändern, kann dies auch tun. Meckern und sich beklagen kann jeder. Doch denk dran, dass du derjenige bist, der Einfluss auf die Situation hat und sie ändern kann.

Erst wer was Neues wagt, kann im Leben Fortschritte verzeichnen. Werde dir über deine Situation bewusst und über die Dinge, die du erreichen willst. Erst wer den Pfad der Gewohnheiten verlässt, darf Veränderungen und Erfolge erwarten.

7. Scheue nicht die Konsequenzen

Falls du die von uns aufgezählten Tipps und Methoden beachtet hast, solltest du nun sicherer deine Entscheidungen treffen können. Du hast dein Handeln wohlbedacht, dir genug Zeit gegeben, auf dich und dein Umfeld Rücksicht genommen, einen kühlen Kopf bewahrt und das richtige Maß zwischen Bauch und Kopf abgeschätzt.

Du hast dich lange genug mit deiner Urteilsfindung beschäftigt und sensibel abgewägt, dass du nun Folgendes von dir behaupten kannst: Du kannst dich mit deiner Entscheidung identifizieren und scheust nicht die Konsequenzen.

Wenn du dies behaupten kannst, darfst mit gutem Gefühl die jeweiligen Entscheidungen treffen – ohne ein schlechtes Gewissen. Wie du selber wahrgenommen hast, ist der Ausgang einer Situation nicht immer genau kalkulierbar und bürgt ein gewisses Risiko. Trotzdem sollte man eine Entscheidung daher nicht aufschieben. Früher oder später wird eine Entscheidung von dir verlangt werden – und daher ist es wichtig, dass du zu deinen Taten und Entscheidungen stehen kannst.

Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.

Joanne K. Rowling, britische Schriftstellerin Tweet

Richtige Entscheidungen treffen kann für einen sehr schwierig sein. Falls du dich und deine Situation mit den obenstehenden Methoden reflektiert und angewendet hast, solltest du dich mit deiner Entscheidung identifizieren können.

Bedenke, dass man nie das Risiko ganz ausschließen kann. Es ist daher in Ordnung, falls du Unsicherheiten in deiner Entscheidungsfindung empfindest. Doch wir können dich beruhigen: so geht es uns allen. Wenn du Situationen sorgfältig bewertet hast, kannst du guten Gewissen deine Entscheidungen treffen.

Lass es uns gerne wissen, welche Erkenntnis dir am meisten geholfen hat. Welchen Tipp nimmst du dir als Nächstes zu Herzen? Wir freuen uns, wenn du es bis zum Ende geschafft hast und uns ein Kommentar hinterlässt.

Stress bewältigen – 5 Methoden zum Stressabbau

Stress bewältigen beschrieben durch ein Graffiti

Stress ist im Leben vieler Menschen ein täglicher Begleiter. Jeder Mensch konfrontiert sich in seinem Leben mit unterschiedlichen Arten von Stress und Situationen, in den er Stress bewältigen muss. Man findet immer weniger Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Die Konsequenzen permanenter Stresssituationen können uns krank machen – sowohl körperlich, als auch mental.

Trotzdem ist Stress per se nicht automatisch als negativ zu beurteilen. Die Einstellung zum Stress entscheidet wie wir uns in verschiedenen Situation fühlen und handeln. Wer also Stress bewältigen möchte, muss es lernen diesen zu erkennen, aktiv zu handeln und mit der Belastung umzugehen.

Wichtig ist es zu wissen, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Stress reagiert und ihn anders definiert. Jeder muss daher lernen wie er persönlich seinen Stress bewältigen kann. Dir werden im Folgenden hilfreiche Tipps näher gebracht, wie du Stress bewältigen kannst und welche Präventionsmethoden es gibt, um künftig Stress vorzubeugen.

Wir werden dir in unserem Artikel Tipps und Methoden zur Stressbewältigung näher bringen, die sich mit deinem Mindset und deiner Einstellung zum Stressabbau beschäftigen.

Medikamente und psychotherapeutische Hilfen sehen wir eher als letzte Instanz, die als eine Möglichkeit der Stressbewältigung betrachtet werden sollte. Daher möchten wir auf diese im Verlauf nicht näher eingehen. Es handelt sich hierbei um eine äußerst sensible Situationen, die über die Kompetenzen eines solchen Artikels hinausgehen, da jeder Fall einzeln angeschaut werden sollte. Falls du eine Notwendigkeit für diese Art der Stressbewältigung in Erwägung ziehst, möchten wir dir raten, deinen Hausarzt aufzusuchen. Lasse dich bitte persönlich und individuell beraten.

Warum Stress bewältigen so wichtig ist

Stress wirkt sich direkt auf unser aktives Handeln aus. Manch einer verfällt in Hektik, wenn er merkt, dass ihm die Situation über den Kopf steigt. Es ist das typische Gefühl von “gestresst sein“. Man entwickelt den Eindruck, man hätte die Kontrolle über die Situation verloren. Man erkennt nicht mehr seinen ursprünglichen Plan, wird vergesslich, macht Sachen nur noch unsauber und alles irgendwie gleichzeitig.

 

 

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.

Mahatma Gandhi (1869-1948) indischer Rechtsanwalt, Publizist, Morallehrer und Pazifist Tweet

Andere Menschen hingegen verfallen in einen Status der Prokrastination und des Nicht-Handelns. Sie wissen nicht mehr wie sie weiter vorgehen sollen. Der Stress hat einen wahrhaftig im Griff. Man fühlt sich gelähmt, überwältigt und hilflos.

Ganz davon abgesehen, dass Stress unser aktives Handeln mitbestimmt, hat es auch direkte Auswirkungen auf unseren Körper und Geist. Stress ist aus medizinischer Sicht eine körperliche Reaktion, die den Organismus kurzfristig besonders leistungsfähig machen kann – er schadet ihm zunächst nicht. Andauernder Stress hingegen kann uns Menschen krank machen – körperlich, aber auch seelisch. Die Symptome dafür sind vielfältig.

Beispielhaft für die körperlichen Reaktionen sind Herz- und Kreislaufbeschwerden wie Bluthochdruck, Schwindelgefühle, Herzrasen und Atembeschwerden zu nennen. Stress kann sich aber auch als Kopf-, Nacken-, Rücken- und Magenschmerzen bemerkbar machen. Mental hingegen sind Depressionen und Burnout ein weit verbreitetes Krankheitsbild. Stress kann sich noch in vielen weiteren Formen auswirken. 

Sowohl für dein richtiges Handeln, aber auch schon allein für deine Gesundheit ist es also sehr wichtig, dass du lernst Stress bewältigen zu können und erneut etwas mehr Gelassenheit an den Tag legst. Stress wird man nie komplett aus seinem Leben verbannen. Doch wir können lernen mit Stress umzugehen und besser auf ihn zu reagieren.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Erkenne deine Stressoren

Stress bewältigen bedeutet sich im ersten Schritt seinen persönlichen Stressoren – also Reize die Stress verursachen – bewusst zu werden, ehe man lernt auf diese dann richtig zu reagieren. Hierfür benötigt es primär die Achtsamkeit und Auseinandersetzung mit seiner Persönlichkeit. Wichtig ist es, dass wir hierbei nicht von kleinen einmaligen Herausforderungen sprechen, die dir nicht erneut begegnen und damals gestresst haben, sondern um alltägliche Dinge, die auf einer größeren Ebene stattfinden.

Beim Erkennen deiner persönlichen Stressoren gibt es kein richtig oder falsch. Jeder ist ein einzigartiges Individuum und empfindet gewisse Situationen unterschiedlich. Diese Tatsache wurde im Stressmodell von Lazarus festgehalten. Nach diesem Modell haben Reize und Situationen, die einen stressen nämlich nur eine subjektive Bedeutung für das Individuum und können nicht objektiv beurteilt werden.

Was du ggf. noch als entspannte Situation definierst, erkennt jemand anderes schon als Stress. Deshalb musst du dir einzig und allein gegenüber ehrlich sein und deine persönlichen Stressoren finden.

Stresssituationen sind zudem in allen unterschiedlichen Lebensbereichen vertreten. Versuche dich selbst zu reflektieren und mit dir auseinanderzusetzen. Um deine persönlichen Stressoren zu erkennen, können dir folgende Fragen helfen. Versuche dabei konkrete Ereignisse vor Augen zu führen, bei denen du dich gestresst gefühlt hast.

  • Gibt es Situationen in deinem Alltag, die dich stressen?
  • In welchen Situationen fühlst du dich unwohl?
  • Was gibt es auf deiner Arbeit, was dich stresst und nicht glücklich macht?
  • Was für Stresspotenzial erkennst du womöglich in deinem Familien- oder Beziehungsleben?
  • Was forderst du von dir selbst oder wer anderes, womit du dich nicht identifizieren kannst?
  • Welche Aktivitäten in der Freizeit stressen dich?
Stress bewältigen beschrieben durch einen Mann, der an seinem PC arbeitet
Stress kann uns rund um die Uhr verfolgen. Es ist wichtig, dass man lernt die Situation zu kontrollieren.

Stress bewältigen mit 5 Tipps

Um Stress bewältigen und vorbeugen zu können gibt es hilfreiche Tipps, die dir wieder Kontrolle über die Situation ermöglichen und zur inneren Ruhe verhelfen. Man muss verstehen, dass es Situationen gibt, in denen man aktiv handeln kann, aber es auch welche, in denen man keinen Einfluss hat. 

Wir möchten uns also anschauen, wie man richtig reagieren kann, es aber auch schafft, gewisse Umstände zu akzeptierenStress bewältigen heißt das richtige Mindset für die Situation zu entwickeln und die richtige Methode zu finden, die für einen persönlich am Besten hilft.

1. Strukturiere deinen Alltag

Gerade im Alltag werden wir regelmäßig mit Stress konfrontiert. Eine Hauptursache, für das Empfinden von Stress ist, dass wir ständig vor mehreren Aufgaben gleichzeitig stehen und alles irgendwie unter einen Hut kriegen wollen. Viele Verpflichtungen und Aufgaben versucht jeder simultan zu erledigen. Es ist daher gerade im Alltag wichtig, diesen richtig zu strukturieren, um Stress bewältigen zu können.

Planung und Priorisierung der Aufgaben sind daher der Schlüssel. Nehme dir bewusst Zeit, um an einer Aufgabe zu arbeiten und fokussiere dich auf diese. Steigere dein Bewusstsein für dein aktuelles Vorhaben und lass dich in dieser Zeit auch nicht von etwas anderem ablenken. Du kennst es selber, dass man Dinge mit einer größeren Zufriedenheit fertig stellt, wenn man sich priorisiert auf eine Sache konzentriert und diese erarbeitet.   

Die modernen Menschen werden nicht mit der Peitsche, sondern mit Terminen geschlagen.

Telly Savalas (1922-1994), US-amerikanischer Schauspieler Tweet

Genauso wie man in der Arbeit Kalender für seine Termine führt, kann man das auch für sein Privatleben und die damit verbundenen Aufgaben tun. Du wirst dich dadurch bewusst mit deiner zur Verfügung stehenden Zeit auseinandersetzen und erhältst eine gute Übersicht über deine Tages- und Wochenplanung. Sei es ein Kalender in haptischer Form oder auf deinem Smartphone. Die Termine sind schnell gemacht und das Eintragen wird schnell zu einer Routine.

Ich nutze beispielsweise bereits seit mehreren Monaten meinen Google Kalender und trage innerhalb weniger Sekunden hier Arzttermine, Verabredungen, Trainingszeiten und weitere Verpflichtungen ein. Die Termine kommen nicht abhanden und mit einem Griff zum Smartphone weiß ich genau, was bei mir die kommenden Tage ansteht. Gerade wiederkehrende Ereignisse kannst du dir in einem wöchentlichen, zweiwöchentlichen oder monatlichen Abstand eintragen. 

2. Gewinne Kontrolle zurück – lerne nein zu sagen

Durch die Interaktion mit Freunden, Arbeitskollegen oder Familienmitglieder kommt es oft vor, dass man spontan um Dinge gebeten wird oder nach einem Treffen gefragt wird, wobei man sich für den Tag schon andere Tätigkeiten vorgenommen hat. 

Wir werden vor Möglichkeiten und Aufgaben gestellt, die wir so selber nicht geplant haben. Verabredungen, Ausgehen, aber auch Aufgaben, die uns auf der Arbeit erteilt werden, gehören hier dazu. Es fällt uns schwer Anfragen abzulehnen mit der Sorge, dass man andere damit enttäuscht oder verärgert. Als Konsequenz wächst der Haufen an Verpflichtungen, was letztlich in Stress für einen selbst enden kann. Stress bewältigen heißt also, dass man lernt auch mal “nein“ zu sagen, wenn man mal nicht möchte oder keine Zeit zur Verfügung hat.

Es ist anfangs nicht einfach “nein“ zu sagen und Möglichkeiten auszuschlagen. Es ist ein Prozess, den man lernen muss. Doch schnell wirst du merken, dass die andere Partei Verständnis für dich und deine Entscheidung aufbringen kann. Deine Entscheidung hatte nicht den persönlichen Hintergrund, dass du die andere Person nicht magst oder sehen willst. Du hast in der Hinsicht keine bösen Absichten. Wenn du viel zu tun hast und deine Zeit bereits verplant ist, ist das Grund genug. Du musst daher kein schlechtes Gewissen entwickeln.

Stress entsteht dann, wenn wir den Eindruck haben, keinen Einfluss auf die Situation zu haben. Fremdbestimmung kann in uns ein Unwohlsein und Gefühl von Stress auslösen. Versuche daher mit mehr Selbstkontrolle wieder einen besseren Durchblick für deinen Alltag zu gewinnen.

Denk daran: Zuallererst musst du es dir selbst recht machen. Lass in deine Entscheidungsfindung zuerst dein persönliches Wohlbefinden einfließen. Gewisse Dinge musst du nicht tun, nur weil du den gesellschaftlichen Druck verspürst es anderen Personen recht machen zu müssen.   

3. Die richtige Einstellung: du kannst nicht alles ändern – externe Stressoren 

Ein wichtiger Punkt um Stress bewältigen zu können, ist zu verstehen, dass es Umstände gibt, die man ändern kann und welche, auf die man keinen Einfluss hat. Gewisse Situationen muss man leider als gegeben hinnehmen. Es gibt äußere Einflüsse, die sich unserem möglichen Handeln entziehen. Sie betreffen uns direkt, doch wir können sie nicht beeinflussen.

Sich durch externe Einflüsse in Stresssituationen zu bringen, ist in gewisser Weise unnötig. Es geht darum, dass man  Akzeptanz lernt. Versuche Dinge so hinzunehmen, die du selber nicht beeinflussen kannst. Lasse dich nicht durch die Situation entmutigen. Stattdessen sehe die Situation als neue Herausforderung und versuche das Beste für dich daraus zu machen. 

Dein Zug hat zwei Stunden Verspätung und du kommst nicht rechtzeitig zu deinem nächsten Termin. Für dich gibt es keine Möglichkeit eine andere Route zu nehmen und du hängst nun leider fest. 

Natürlich ist so etwas ärgerlich. Anstatt aber nun Stress zu verspüren, atme mehrmals tief durch. Was kannst du nun machen? Informiere die Person mit der du einen Termin hast, dass du dich verspätest und schaut ggf. zusammen nach alternativen Zeitpunkten, um euren Termin nachzuholen. Die Person wird sicherlich Verständnis zeigen. Letztlich warst du nicht an dem Zuspätkommen schuld. Versuche stattdessen auf andere Wege produktiv zu sein und später anfallende Verpflichtungen bereits zu erledigen. Dafür kannst du dich auch gerne in ein schönes Café setzen und dir ein Stück von deinem Lieblingskuchen gönnen.

Versuche diese Situation als Herausforderung zu sehen und verstehe, dass du nicht alles beeinflussen kannst – selbst wenn du das gerne möchtest. Auf einmal hört sich die Zugverspätung nicht mehr so schlimm an, oder? 

Es sagt sich einfach, doch versuche stets die Situation zu beurteilen und überlege dir auf was du Einfluss haben kannst und worauf nicht. Lerne gewisse Umstände zu akzeptieren und konzentriere dich auf die Dinge, die du selber voranbringen und ändern kannst. Lasse dich nicht unnötig stressen. 

4. Der trügerische Hang zu Perfektion

Es kann sehr tückisch sein, wenn wir unseren eigenen Ansprüche und denen von anderen immer gerecht werden wollen. Dabei geht es nicht darum, dass wir unsere formulierten Ziele nicht erreichen sollten, sondern um die zwanghafte Perfektion.

Wenn wir auf Biegen und Brechen versuchen gewisse Dinge perfekt machen zu wollen, erzeugen wir uns selbst Stress, der in dieser Weise nicht nötig ist. Du bist dir selber gut genug. Überlege dir immer gut, ob sich der Aufwand hinter deinen Tätigkeiten wirklich auszahlt.

Nimm dir eine kurze Auszeit, wenn du Stress verspürst und werde dir über deine Situation bewusst. Ist es der Stress gerade wirklich wert und wie viel näher bist du bereits deinem Ziel schon gekommen? Jeder ist sich selbst sein größter Kritiker. Geh mit dir nicht zu hart ins Gericht und hinterfrage dich, ob du manchmal mehr machst, als von dir verlangt wird.

Stress bewältigen beschrieben durch das Wort breathe
Versuche in Stresssituationen dich selber zu entschleunigen.

5. Wenn der Stress schon da ist – finde deine Wundermittel gegen ihn

Genauso wie jeder ein unterschiedliches Stressempfinden hat, muss jeder auch lernen wie er persönlich am besten Stress bewältigen kann. Gewisse Stresssituationen lassen sich nicht umgehen. Die unten stehenden Empfehlungen können dir Anregungen geben, was dir kurzfristig helfen kann, wenn du bereits Stress empfindest. 

Entspannungs- und Atemübungen

Es gibt unterschiedliche Entspannungs- und Atemtechniken, die dich wieder mehr in deine innere Mitte bringen und dir beim Entspannen helfen. Manchmal reichen schon fünf tiefe Atemzüge in deine Bauchregion, um wieder klare Gedanken fassen zu können. Entspannungs- und Atemübungen sind daher gute Methoden, um eine Stresssituation ein wenig zu entschleunigen.

Suche deine Lieblingsmenschen und rede mit ihnen

Mit einer dir nahestehenden Person über eine Stresssituation zu sprechen, wird dir helfen die Situation besser zu beurteilen. Kommunikation im Leben hilft bei vielen Angelegenheiten – auch bei Stress. Du kannst nicht nur die Situation beim Aussprechen besser einschätzen, sondern du erhältst auch unterstützende und liebe Worte von dir wertgeschätzten Personen. Hole dir den Rückhalt für die Situation, die du benötigst.

Gute Gedanken 

Ähnlich wie bei Entspannungs- und Atemübungen ist es das Ziel deinen Geist einmal aus der Stresssituation zu holen. Versetze dich in einen positiven Status und bring dich wieder in ein positives Mindset. Schließe die Augen und gehe deine schönsten und erfolgreichsten Momente durch. Denk an deine liebsten Menschen und sei einmal kurz stolz auf dich.

Lieblingsmusik

Musik bewegt uns Menschen und setzt bei uns Emotionen frei. Wenn du durch den Stress schlecht gelaunt wirst, tue dir selber etwas Gutes und höre deine Lieblingsmusik. Was ist deine Lieblingsmusik? Höre sie laut und mach dich selber ein Stückchen glücklicher.

Lasse deine Emotionen zu

Stress und die damit verbundenen Emotionen sind keine schönen Empfindungen. Doch sie aus diesem Grund zu unterdrücken ist falsch. Lerne die Emotionen und Situation zu akzeptieren und mit ihnen umzugehen. Es ist ein großer Schritt für dein persönliches Wachstum und mehr Selbstliebe. Konfrontiere dich bewusst mit deinem Stress und hinterfrage dich wie du wieder Klarheit über die Dinge gewinnen kannst.

Ein Gummiband

Ja, wirklich. Ein Gummiband am Handgelenk ist eine Methode, dich in negativen Situationen, wie Stress, schlechten Gewohnheiten oder Wut, von gewohnten Verhaltensweisen/Reaktionen fernzuhalten. Wenn du merkst, dass du in solch eine Situation kommst, ziehe kurz am Gummi und lass es dann los. Der kurzfristig entstandene Schmerz sendet einen Impuls an das Gehirn. Es unterbricht deine Gedankengänge, die dich normalerweise zu gewohntem Verhalten führen. Es hält dich letztlich davon ab, dass du dich weiter in dieses hineinsteigern würdest. 

Du gibst dir sozusagen selber ein kurzes Stop Signal in der Emotionsspirale der Stresssituation. Das Schnipsen des Gummibands ist eine aktive motorische Reaktion von dir, um dein Bewusstsein für die Situation zu steigern. Stress bewältigen fällt einem leichter, wenn man bewusst die Situation konfrontiert.

Ablenkung und körperliche Bewegung 

Lass’ Stress nicht die Überhand gewinnen. Verschaffe dir einen klaren Kopf und gewinne ein wenig Abstand zu deiner Situation. Mit einem freien Kopf kannst du die Sache nochmal frisch und erholt angehen.

Lenke dich dafür eine gewisse Zeit mit einer Tätigkeit ab, die dir Spaß macht und bringe dich auf bessere Gedanken. Schiebe den Stress für eine gewisse Zeit zur Seite. Ein kurzer Spaziergang, frische Luft oder eine sportliche Betätigung bieten dir dafür eine gute Möglichkeit.

Für deinen Alltag und deine Gesundheit ist es wichtig, dass du lernst mit Stress umzugehen. Stressbewältigung ist ein Lernprozess. Jeder von uns empfindet und reagiert anders auf Stress. Daher ist es wichtig, dass du die Methoden zum Stressabbau findest, die für dich am besten funktionieren. Welche Methode hast du ausprobiert und was sind deine Erfahrungen mit Stress? Wir freuen uns über den Austausch mit dir!

Wie lerne ich mich selbst zu lieben? 7 Übungen für Selbstliebe

Wie lerne ich mich selbst zu lieben Bank mit Aufschrift Self Love

“Wie lerne ich mich selbst zu lieben?” sieht auf den ersten Blick wie eine egoistische Frage aus. Im Alltag verbindet man mit Selbstliebe einen egozentrischen Menschen, aber das ist hier nicht gemeint.

Ein Mensch, der sich selbst liebt, ist stolz darauf, wer er ist. Außerdem verzeiht er sich Fehler und besitzt die Fähigkeit sich selbst zu motivieren. Er ist glücklich mit sich selbst.

In den folgenden Absätzen schauen wir uns genau an, was Selbstliebe eigentlich ist. Danach besprechen wir die wichtigsten Eigenschaften eines selbst liebenden Menschen. Die dann präsentierten einfachen Übungen ermöglichen es auch dir, dich selbst mehr lieben zu lernen und im Endeffekt glücklicher mit dir selbst zu sein.

Wie lerne ich mich selbst zu lieben? Was heißt Selbstliebe?

Selbstliebe entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte von einem egoistischen Ansatz zu einer Bewegung von vor allem Minderheiten in der Gesellschaft. So sind die Pride Parades der LGBTQ-Gemeinschaft ein Zeichen, dass diese Menschen sich selbst lieben und stolz darauf sind, wer sie sind.

Aristoteles unterschied schon 350 v. Chr. zwischen zwei verschiedenen Arten von Selbstliebe. Aristoteles argumentiert, dass Menschen, die sich selbst lieben, um ungerechtfertigten persönlichen Gewinn zu erzielen, schlecht sind. Aber diejenigen, die sich selbst lieben, um tugendhafte Prinzipien zu erreichen, zählen zu den Guten. Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass wir uns nicht selbst lieben sollten, um uns besser darzustellen als andere. Vielmehr ist es ein Mittel für die eigene mentale Gesundheit. Man sollte stolz auf sich selbst sein, sich selbst motivieren und Fehler eingestehen. Selbstliebe ist ein fundamentaler Schritt zu einem besseren Selbstbewusstsein und im Endeffekt mehr Glück im Leben.

Du kannst dir nicht vorstellen, wie sich das in deinen Alltag widerspiegelt? Hier sind ein paar einfache Beispiele für Menschen mit gesunder Selbstliebe:

  • Ein normalerweise guter Schüler schreibt eine schlechte Arbeit. Anstatt sich selbst runterzumachen, sagt er sich selbst: “Es ist okay, wir alle haben mal einen schlechten Tag. Ich bin sonst ein guter Schüler und werde weiter an mir arbeiten.”
  • Ein guter Sportler verliert einen wichtigen Wettkampf. Anstatt sich selbst schlecht zu reden und an seinen Fähigkeit zu zweifeln, denkt er sich: “Dieser eine Wettkampf definiert nicht, wer ich bin. Ich bin immernoch ein guter Sportler und ein guter Mensch. Ich werde mir einfach noch mehr trainieren und beim nächsten Mal alles geben.”

Warum ist Selbstliebe so wichtig?

Selbstliebe ist essentiell für das eigene Glück. Menschen, die sich selbst lieben, sind generell glücklicher und erfolgreicher im Leben. Fehlende Selbstliebe zeigt sich oft in übermäßigen schüchternen Verhalten, kann aber schlimmere Folgen haben wie Depression.

Solltest du dich momentan nicht selbst lieben oder das Gefühl haben, dich nicht wohl in deiner Haut zu fühlen, ist das noch lange kein Warnzeichen. Jeder hat dieses Gefühl ab und an mal und das ist auch ok. Wie bei den meisten Themen der Persönlichkeitsentwicklung ist das Erkennen eines Problems und sich das bewusste Zeit nehmen für die Lösung der erste Schritt zu persönlichem Wachstum. Selbstliebe ist ein wichtiges Thema in deiner mentalen Gesundheit, aber es ist nicht so schwer zu erlangen, wie es sich jetzt vielleicht anhört. Jeder Mensch ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft, jeder Mensch ist es wert geliebt zu werden. Du hast viele Eigenschaften und Kompetenzen, die dich zu einem unglaublichen Menschen machen.

Der wichtige Punkt ist: Wenn du dich selbst nicht liebst, fällt es anderen schwerer dich zu lieben.

Wie lerne ich mich selbst zu lieben Frau mit leuchtendem Herz
Du bist es wert geliebt zu werden. Vor allem von dir.

Wie wende ich die folgenden Selbstliebe Übungen an?

Dass du diesen Artikel liest, ist schon dein erster Schritt zu mehr Selbstliebe, weil du dir wichtig genug bist, dich mit dir auseinanderzusetzen. Nachforschen ist immer der Anfang zu jedem persönlichen Wachstum. Darauf folgt sich einen guten Plan zu machen und aktiv zu werden. Es ist noch nicht damit getan, sich die folgenden Abschnitte durchzulesen und zu hoffen, dass sich das Problem von alleine regelt.

Schau dir genau an, welche der Themen dich ansprechen. In welchen Bereichen hast du Defizite und Potenziale? Danach räume dir bewusst Zeiten in deinem Alltag ein, in denen du dich auf dich konzentrierst. Mache nicht alle Übungen gleichzeitig, sondern konzentriere dich auf die einfachen Aspekte zuerst. Feiere kleine Erfolge, diese motivieren dich dann größere Ziele zu erreichen.

Es folgen die sieben wichtigsten Konzepte zu mehr Selbstliebe. Kein Aspekt ist wichtiger als der Andere, aber man sollte sich Allen bewusst machen. 

Lerne dich kennen

Der erste Schritt, sich selbst zu lieben, ist zu verstehen, wer man überhaupt ist. Viele Menschen, die Probleme haben sich selbst zu lieben, klagen oft darüber, dass sie “nicht gut genug sind”. Sie erkennen vermeintliche Fehler in ihrer Persönlichkeit aber nicht die guten Seiten. Die Wahrheit ist, dass jeder Mensch Fehler oder Makel hat, lass dich davon nicht unterkriegen. 

Die Fähigkeit sich selbst objektiv zu hinterfragen, nennt sich Selbstreflexion. Es gibt viele verschiedene Methoden der Selbstreflexion mit ähnlichen Zielen. Es geht darum, sich selbst regelmäßig zu hinterfragen. Das kann beispielsweise nach einer Situation sein, mit der du nicht zufrieden warst oder generell in einem von dir gesetzten Zeitabstand zum Beispiel alle zwei Wochen.

Für den Anfang setze dich hin und beantworte die folgenden Fragen so wahrheitsgemäß wie möglich:

  • Was sind meine Glaubenssätze und Prinzipien?
  • Was ist mir wichtig und was schätze ich wert?
  • Was motiviert mich?
  • Was will ich im Leben?

Danach suche dir einen bestimmten kritischen Moment in der letzten Woche. Das kann zum Beispiel ein Streit mit deinem Partner sein oder eine schwierige Situation auf Arbeit und untersuche Folgendes:

  • Deine eigenen Emotionen
  • Deine Denkweise
  • Deine Tendenzen, wie du auf eine Situation dieser Art reagierst

Affirmation – sei gut zu dir

Jeder kennt das Gefühl, wenn ein Mensch dir ein Kompliment macht. Vor allem an Tagen, an denen du dich schlecht fühlst, kann es den Alltag erhellen. Wenn es dann auch noch von einem Mensch kommt, den du sehr schätzt, fühlt es sich umso besser an. Aber warum da aufhören? Was ist, wenn ich dir sage, dass du dir selbst genau das gleiche Gefühl geben kannst?

Stelle dich für diese Übung vor einen Spiegel. Achte darauf, dass du gerade stehst und guck dich selbst an. Ich weiß es ist beim ersten Mal seltsam und befremdlich. Bevor du anfängst die folgenden Sätze dir laut zu sagen, versuche dich in positive Gedanken zu hüllen. Denk an einen Moment, an dem du unglaublich stolz darauf warst, wie du gehandelt hast. Führe dir deine größten Erfolge vor Augen, deine schönsten Momente, deine kühnsten Träume. Viele fangen dabei an unwillkürlich zu lächeln. Dann bist du bereit. Sage dir selbst die folgenden Sätze:

  • Ich mache heute zu einem großartigen Tag!
  • Ich bin gut genug und werde es immer sein!
  • Ich lasse alle negativen Gefühle über mich und mein Leben zurück, ich akzeptiere das Gute!
  • Ich bin mutig! Ich werde handeln und mich meinen Ängsten stellen!
  • Ich habe alles, um jedes Hindernis zu überwinden!
  • Ich bin glücklich und frei, weil ich mich selbst liebe!
  • Heute lege ich meine schlechten Angewohnheiten ab und schaffe neue!

Du fühlst dich die ersten Male vielleicht seltsam, diese Sätze zu sagen. Das liegt aber nur daran, dass du es bisher noch nicht gemacht hast. Affirmationen sollte Bestandteil des Alltags von jedem Menschen sein. Mach es Bestandteil von deinem Alltag und es wird sich schnell nicht komisch anfühlen sondern gut.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Sei der Mensch, auf den du stolz bist

Um sich selbst zu lieben, sollte man versuchen die beste Version seiner Selbst zu sein. Es ist normal zu versuchen ein guter Mensch zu sein, aber oft vergisst man durch den Stress im Alltag sich bewusst damit auseinanderzusetzen, was es überhaupt bedeutet. Was macht einen guten Menschen aus? Natürlich gibt es dafür etliche Prinzipien. Das Wichtige ist daher die Frage: Was macht für dich einen guten Menschen aus? Für mich sind die wichtigsten Eigenschaften, dass man selbstlos, bescheiden und empathisch ist. Doch das ist für jeden Menschen unterschiedlich. Mache deshalb folgende Übung:

  • Schaue dir an welche Menschen du bewunderst.
  • Welche Eigenschaften machen diese Menschen zu einem guten Menschen?
  • Wie kannst du dich selbst in diesen Eigenschaften verbessern?
  • Jetzt schaue dir andere Menschen in deinem Umfeld an?
  • Welche positiven Charakteristiken haben sie?
  • Mache ihnen Komplimente.

Vor allem der letzte Schritt ist ein ein unterschätzter Schritt für mehr Selbstliebe. Deine Freunde haben alle hervorragende Eigenschaften, sonst wären sie nicht in deinem direkten Umfeld. Sag ihnen regelmäßig, was du an ihnen schätzt. Damit zeigst du ihnen, wie viel sie dir wert sind und du stärkst ihr Selbstbewusstsein. Sie merken vielleicht, wie schön es ist Komplimente zu kriegen und setzen sich als Ziel auch positiver mit anderen Menschen umzugehen.

Denke darüber nach, wenn du das nächste Mal ein Kompliment bekommst. Wann hast du das letzte Mal jemandem ein Kompliment gemacht?

Empfehlung von DailyMentor

Welcher Persönlichkeitstyp bist du? Wir haben einen Test für dich vorbereitet.

Hier geht es zum Persönlichkeitstest

Der Wahn des Vergleichens

Natürlich gibt es auch bei der Selbstliebe Fallen und Schwierigkeiten. Anstatt beim Anblick von vermeintlich erfolgreicheren oder glücklicheren Menschen motiviert zu werden, wird man deprimiert. Im heutigen Zeitalter von Facebook und Instagram ist es zunehmend leichter jemanden zu finden, der gerade “glücklicher aussieht”. Neid kommt auf. Jemanden zu beneiden ist eine völlig normale erste Reaktion, aber meistens völlig unbegründet. Es gibt immer irgendjemanden auf der Welt, der gerade einen schönen Urlaub verbringt oder seine Bikinifigur erreicht hat und es in den sozialen Medien präsentiert. Freue dich für sie, aber vergiss dein eigenes Leben nicht.

Du hast genauso Menschen, die dich lieben. Du hast dein Leben genauso in der Hand. Soziale Medien verlocken Menschen dazu, nur das Beste aus ihrem Leben preiszugeben. Sie entwickeln mitunter eine neue digitale Version von sich selbst. Du siehst ihr Leben nur durch diesen digitalen Filter und es wirkt perfekt. Aber das ist es nicht, es ist eine Illusion.

Hier sind ein paar Tipps, wie du dich diesem Wahn entziehen kannst:

  • Minimiere dein Aufenthalt bei Facebook und Instagram auf einen messbaren Wert. Verbringst du zum Beispiel momentan eine Stunde in sozialen Netzwerken am Tag, halbiere die Zeit auf 30 Minuten.
  • Wenn du wieder merkst, wie du andere beneidest, sage dir folgendes: Ich freue mich für diese Person, aber mein Leben ist genauso schön.
  • Welche Bereiche in deinem Leben willst du verbessern? Mache dir einen Plan, wie du das erreichen kannst.

Man wird nie gänzlich aufhören können, sich mit anderen Menschen zu vergleichen. Das ist Teil der menschlichen Kultur. Versuche dich dabei zu ertappen und mache dir klar, du bist genug.

Dein Körper ist ein Tempel

Dein psychisches und dein physisches Befinden sind stark miteinander verwoben. Körperliche Ertüchtigung sorgt für einen Ausstoß von Glückshormonen und eine zu fettige Mahlzeit sorgt für einen trägen Geist. Wenn du deinen Körper gut behandelst, wird er es dir danken und du wirst automatisch glücklicher werden. Wieso ist es aber für die Selbstliebe so wichtig?
Jeder kennt das Gefühl, wenn man wieder etwas Ungesundes gegessen hat, obwohl man gesünder leben will. Das Gefühl, wenn man eigentlich Sport machen wollte, aber doch nur auf der Couch versackt ist. Man fühlt sich schuldig.

Genau andersrum gibt es einem ein gutes Gefühl, wenn man den inneren Schweinehund überwunden hat. Nachdem man sich eine gesunde Mahlzeit zubereitet hat oder erschöpft aus der Dusche steigt, fühlt man oft ein Hochgefühl. Man ist stolz auf sich, auch wenn das Erreichte klein zu sein mag.

Mache dir einen Plan für die nächste Woche:

  • Ich werde mindestens einmal sportlich betätigen.
  • Ich werde mir mindestens einmal etwas Gesundes und Leckeres zubereiten.

Hast du das für mehrere Wochen am Stück geschafft, erweitere deine Pläne zweimal die Woche. Steigere dich langsam, um motiviert zu bleiben.

Wie lerne ich mich selbst zu lieben Gruppe beim Meditieren
Nimm dir Zeit für dich und deinen Körper.

Finde dein Zentrum des Glücks

Arbeitsleben und der Stress im Alltag können einem die Energie rauben. Dennoch gibt es etwas auf der Welt, dass dich immer aufheitern kann. Etwas, dass dich schlagartig glücklich machen kann. Überlege dir, ob du diese Dinge genug machst. Jeder Mensch hat etwas, dass wir das Zentrum des Glücks nennen. Das kann eine einfache Beschäftigung sein, oder auch ein Ort.

Für diese Übung setze dich hin und überlege genau, was für dich dein Zentrum des Glücks ist.

Danach mache dir einen Plan, wie du dich regelmäßig in dein Zentrum begeben kannst. Achte aber darauf, dass du es nicht übertreibst, um es nicht zu überstrapazieren.

Verschiedene Beispiele für Zentren des Glücks sind:

  • Beim Mittagessen seine Lieblingslieder anzumachen.
  • Zeit mit einem bestimmten Menschen oder Haustier verbringen.
  • Einen Spaziergang zu einem schönen Ort machen.
  • Nach der Arbeit die Schuhe auszuziehen und sich unter die Decke mit einem Glas Wein zu kuscheln.

Es ist egal, wie groß oder klein dein Zentrum des Glücks ist. Du kannst auch mehrere Zentren haben. Das Wichtige ist, dass du dir ihrer Existenz bewusst machst.

Wage dich aus deiner Komfortzone

Neue Herausforderungen sind im ersten Moment immer schwierig. Viele Menschen haben Probleme damit ihre Komfortzone zu verlassen. Vergiss aber nicht, dass deine Komfortzone ein von dir selbst geschaffener Bereich ist. Diese Grenzen hast du dir selbst gesetzt. Sie sind ein imaginäres Produkt deines Verstandes. Egal was es ist, vor dem du Angst hast oder was dich nervös macht. Es gibt jemanden, dem es genauso ging und der es geschafft hat.

Es ist einfach in diese Falle zu tappen und seine Komfortzone nicht zu erweitern. Das Problem daran ist, dass es oft wahren Erfolg und Glück im Leben verhindert.

Um erfolgreich aus deiner Komfortzone auszubrechen, verfolge die folgenden Schritte:

  • Beschaffe dir Informationen. Je informierter du bist über dein neues Wagnis, umso mehr Sicherheit hast du, wenn du es angehst.
  • Mache dir einen Plan. Plane genau, wie du aus deiner Komfortzone ausbrechen willst. Setze dir kleine Ziele für den nächsten Zeitraum.
  • Erzähle es deinen Freunden. Erkläre deinem Umfeld, was du tun möchtest. Sie können dich motivieren, dich aus deiner Komfortzone zu “drücken”. Dir fällt es automatisch schwerer aufzugeben, wenn andere davon wissen.
  • Mache kleine Schritte. Zu große Ziele demotivieren schnell. Setze dir kleine Herausforderungen, die dich fordern aber nicht hoffnungslos machen.
  • Bleib positiv. Egal was du machen willst, vergiss nicht, dass du es für dich machst. Du machst es, weil du glücklicher in deinem Leben werden möchtest. Es ist toll, dass du dich selbst forderst.

Selbstliebe macht Spaß

Je mehr man sich mit seinem persönlichen Wachstum befasst, umso mehr sieht man Potentiale und letztendlich Erfolge. Sei glücklich, was du alles erreichst und hoffnungsvoll, was du in der nächsten Zeit erreichen kannst. Der Mensch ist ein unglaublicher Organismus, der dazu strebt sich jeden Tag zu verbessern.

Was sind deine Erfahrungen mit Selbstliebe? Welche dieser Übungen versuchst du als Erstes? Wir freuen uns wie immer auf deine Kommentare.

Selbstliebe für später? Pin dir den Artikel auf deine Boards!

Wie lerne ich mich selbst zu lieben Pin

Ziele formulieren – So machst du es richtig mit der SMART Methode

SMART Ziele formulieren Methode beschrieben mit einem Notebook

Ziele und Erfolge gehören genauso zusammen, wie Blitz und Donner. Ohne Blitz kein Donner. Ohne Ziele formulieren kein Erfolg. Wer zu persönlichen Erfolgen gelangen will, muss sich zuerst einmal vorbereiten und mit seinen Zielformulierungen beschäftigen. 

Ziele formulieren, bedeutet letztlich zu wissen, was man will. Mit einem klaren Ziel vor Augen kann man die eigene Zeit und Arbeit deutlich besser steuern. Wer klar definierte Ziele entwickelt, kann dann mit dem richtigen Fokus seine Pläne entschlossener verfolgen.

Im Verlauf werden hilfreiche Tipps näher gebracht, wie man seine Ziele formulieren kann. Eine der gängigsten Methoden, die seit geraumer Zeit großes Aufsehen genießt, ist die SMART Methode. Gemeinsamen schauen wir uns an, was SMART Ziele ausmachen und wie man diese definiert.

Ziele formulieren – warum ist das so wichtig?

Ziele formulieren bedeutet sich einen guten Plan und die richtige Strategie parat zu legen. Mit einem klaren Ziel vor Augen kann man die eigene Zeit und Arbeit deutlich besser steuern. Es ist daher entscheidend für den Erfolg sein Bestreben richtig konkretisieren zu können. 

Um seine Ziele formulieren zu können, muss man sich vorerst mit sich selbst beschäftigen. Menschen, die ihre Ziele formulieren können, sind sich tendenziell bewusster über ihre eigene Person. Sie wissen was sie wollen und können zielstrebiger ihren Wünschen nachgehen. Schaffst du es also dir über deine Ziele im Klaren zu sein, wirst du womöglich auch mehr über dich selbst erfahren können.

Empfehlung von DailyMentor

Du willst deine Ziele und Visionen besser im Überblick haben? Ein Erfolgsjournal kann dir dabei helfen. Schau dir doch gerne mal unseren Beitrag dazu an.

Je akribischer die eigenen Ziele “ausgemalt“ und beschrieben werden, desto besser können wir uns Menschen mit unseren Zielen definieren und identifizieren. Im Folgenden, werden deshalb viele der “W-Fragen“ eine Rolle spielen – also was, wann, warum, wie. Wer ist hoffentlich bereits geklärt – nämlich du. Lass uns ein genaues Bild deiner Ziele entwickeln, dass du es förmlich vor dir siehst!

Was ist der erste Schritt, um Ziele formulieren zu können? Finde sie! Überlege dir: Was sind deine Wünsche, Träume und Ziele? Diese Frage muss als erstes beantworten werden, ehe wir in die Definition deiner Ziele übergehen können.

SMART Ziele formulieren Methode beschrieben mit einer Dartscheibe
Definiere dein Ziel so klar wie möglich, um die am Besten zu fokussieren.

Was sind deine Ziele und Wünsche?

Bevor man Ziele formulieren und definieren kann, muss man sich als Erstes überlegt werden, welche Erfolge man am Ende erreichen möchte. Diese Frage muss sich jeder persönlich beantworten. Deine Träume und Wünsche kennst du am besten.

Erst wenn du dir über diese bewusst bist, können wir gemeinsam schauen, wie wir mit Hilfe der SMART Methode präzise deine Ziele formulieren können. Deine Ziele können aus unterschiedlichen Lebensbereichen kommen: beruflich, persönlich, sportlich, sozial, familiär oder partnerschaftlich.

Wie du wahrscheinlich schon einmal selber erfahren hast, ist es nicht immer leicht seine Ziele zu erkennen und einzuschätzen was ggf. diese an Anforderungen noch mit sich bringen. Vielleicht helfen dir die folgenden Fragen, die auch in Bereichen des Selbstfindungsprozesses ihren Anklang finden, dass du dir über deine Wunschvorstellungen bewusster werden kannst. Beantworte sie dir gegenüber ehrlich.

  • Was macht dich wirklich glücklich? Machst du diese Sache oft genug?
  • Wo siehst du dich selbst in einem Jahr, drei Jahren, zehn Jahren?
  • Handelst du gerade so, dass du dein gewünschtes Zukunfts-Ich werden kannst?
  • Womit bist du gerade unzufrieden und wie würdest du es gerne ändern?
  • Was machst du gerne in deiner Freizeit?
  • Bist du zufrieden mit dir, deiner Familie, Beziehung und deinen Freunden?
  • Wo siehst du selber noch ungenutztes Potenzial?
  • Was möchtest du unbedingt gerne noch lernen und erleben?

Erklärung und Ursprung der SMART Methode

Zur Erklärung und Entstehung der SMART Methode: SMART ist eine Abkürzung, die erstmals im Englischen in den 1990ern verwendet wurde. Schnell gewann die SMART Methode an Attraktivität in der Arbeitswelt und speziell im Bereich des Projektmanagements.

SMART setzt sich aus folgenden Wörtern zusammen: Specific, Measurable, Achievable/Attractive, Reasonable, Time Bound. Im Deutschen wurde die SMART Methode mit folgenden Wörtern übersetzt, was den Sinn weiterhin exakt wiedergibt.

  • Spezifisch - die Ziele werden deutlich definiert
  • Messbar - für die Ziele werden Zahlen als Bewertungsmaßstab angebracht
  • Aktivierend/Attraktiv - die Ziele sollen für dich als Person relevant und motivierend sein
  • Realistisch - die Ziele sollen entsprechend der verfügbaren Ressourcen fordern, aber stets realistisch gesetzt werden
  • Terminiert - die Ziele erhalten eine klare Fristsetzung - einen Stichtag

Bei der SMART Methode handelt es sich um eine Theorie, die den Menschen ziemlich roh sieht und Emotionen außen vor lässt. Nicht umsonst, kam der Ursprung aus der Wirtschaft und dem Projektmanagement. Die Ziele werden sozusagen “in Zahlen gesteckt“ und messbar gemacht.

Pinne dir die Infografik der SMART Methode für später!

SMART Ziele formulieren Methode beschrieben mit Infographik

Ziele formulieren mit Hilfe der SMART Methode

Die SMART Methode ist es definitiv wert auszuprobieren für deine persönliche Zieldefinition. Nicht ohne Grund genießt die Methode im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und Zielformulierung eine gewisse Popularität. SMART Ziele werden sehr faktisch und kraftvoll dargestellt. Durch die Methode werden deine Ziele klar und ersichtlich definiert, was letztlich helfen soll, seine Ziele formulieren zu können.

Die SMART Methode bietet dir eine hervorragende Möglichkeit deinen aktuellen IST- und zukünftigen SOLL-Zustand zu veranschaulichen. Durch das Konzept bekommst du eine klare Sicht auf die Dinge und entwickelst automatisch eine Strategie für deine Pläne.

Lass uns nun anschauen, wie SMART Ziele formuliert werden.

Um dir bei der SMART Methode zu helfen, erhältst du zu jedem Unterpunkt ein praktisches Beispiel für die SMART Ziele. Wir nehmen uns für unsere SMART Ziele, jeweils eins aus der Arbeitswelt und eins aus dem persönlichen Bereich.

SMART Ziele – Spezifisch

Als erstes müssen Ziele klar und deutlich definiert sein. Vage oder verallgemeinerte Ziele sind nicht hilfreich, um eine klare ausreichende Richtung vorzugeben. Beim Ziele formulieren, benötigt es eine klare Marschrichtung, die einem den Weg zeigt. Setze dir klare präzise Ansagen, die dich nicht daran zweifeln lassen können, was dein ursprünglicher Plan ist.

Du musst keinesfalls ausschweifend werden und einen Aufsatz schreiben in der Beschreibung deines Ziels. Die SMART Methode verlangt es nur von einem möglichst präzise zu werden. Dafür können schon eins, zwei Sätze genügend sein.

„Ich möchte eine Gehaltserhöhung erhalten.“

„Ich möchte abnehmen und sportlicher werden.“

SMART Ziele – Messbar

Was erreicht werden soll, ist nun anfänglich definiert. Doch um den Erfolg der SMART Ziele definieren zu können, müssen diese messbar gemacht werden. In der SMART Methode werden nämliche die Ziele qualitativ messbar. 

Man möchte in der SMART Methode immer behaupten können, dass man ein Ziel erreicht oder verfehlt hat. Dafür werden in der SMART Methode Zahlen als Bewertungsmaßstab herangezogen. Denn Zahlen lügen nicht.

Nicht alle Ziele lassen sich in der SMART Methode womöglich in Zahlen ausdrücken. Gibt es vielleicht dann für dich alternative Möglichkeiten, um deinen Erfolg zu messen? Versuche hier einen Indikator für dich ausfindig zu machen, um diese Ziele formulieren zu können.

Es ist wohl klar, dass eine marginale Gehaltserhöhung von einem Euro bzw. 50 Gramm Verlust an Körpergewicht nicht als DAS große Erreichen des Ziels definiert wurde, oder? Klar, man hat eine Gehaltserhöhung erhalten und hat abgenommen, aber man bewegt sich nicht in der Sphäre, in der man es als Erfolg definieren würde. Es ist hoffentlich nur der erste Schritt in die richtige Richtung. Deshalb möchten wir unsere Beispielziele nun in Zahlen ausdrücken:

„Ich möchte von meinem aktuellen Gehalt, welches bei 2400€ liegt, eine Gehaltserhöhung von 300€ erreichen.“

„Ich will fünf Kilogramm abnehmen und drei mal die Woche Sport machen.“

Du siehst: die SMART Ziele nehmen Gestalt an und werden konkreter.

SMART Ziele – Aktivierend/Attraktiv 

Unter aktivierend/attraktiv lässt sich grundlegend die Motivation verstehen. Die SMART Ziele sollen erreichbar und attraktiv sein. Erst dann ist man bereit diese mit dem richtigen Tatendrang anzustreben. 

Gleichzeitig sollen diese SMART Ziele einen relevanten Einfluss auf deine Person haben. Du sollst jeder Zeit wissen, weshalb du dein Ziel verfolgst und was es für positive Auswirkungen auf dein Leben hat.

Wichtig ist es seine SMART Ziele in keiner Negation (also negativ zu formulieren) zu verpacken mit Wörtern wie “kein“, “nie“ oder “nicht“. Dein Unterbewusstsein sollte sich nicht mit diesen negativen Wörtern beschäftigen. 

Nicht nur in der SMART Methode, sondern allgemein, sollen die Ziele stets positiv formuliert werden. Überlege: Was willst du erreichen und nicht auf was du verzichten musst? Der Verzicht ist womöglich auch der Mittel zum Zweck, sollte aber nicht dein ultimatives Ziel sein. 

Für unsere oben genannten Beispiele sind die SMART Ziele schon aktivierend und attraktiv genug formuliert.

Eine Gehaltserhöhung streben letztlich viele Menschen an. Diese gehen früher oder später auch mit einer Beförderung im Unternehmen einher. Auch das Abnehmen sollte Motivation genug für ein besseres Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.

Wichtige Kontrollfragen können hierfür sein:

  • Warum möchte ich die SMART Ziele erreichen?
  • Wie wichtig ist mir das Erreichen der SMART Ziele?
  • Was hat es für einen positiven Einfluss auf mein Leben? 

SMART Ziele – Realistisch

Die angestrebten Ziele in der SMART Methode sollten für einen stets fordernd, aber trotzdem realistisch sein. Wenn wir uns SMART Ziele formulieren, sollen diese aktivierend für unsere Taten wirken unter der richtigen Berücksichtigung der Verfügung stehenden Ressourcen. 

Ziele, die von Anfang an unerreichbar wirken, kratzen womöglich an deinem Selbstbewusstsein und können demotivierend wirken. Genauso solltest du dir die Messlatte nicht zu tief setzen. Zu tief gesteckte Ziele können hemmend für deine Persönlichkeit wirken und bürgen womöglich Zweifel an den eigenen Fähigkeiten. Bleib also realistisch mit den Ansprüchen und Vorstellungen an dich selbst. Finde deine richtige Balance!

„Ich möchte von meinem aktuellen Gehalt, was bei 2400€ liegt, eine Gehaltserhöhung von 300€ erreichen.“

Was fordert das von dir bzw. wie kommst diesem Ziel näher?
Man kann bspw. in seiner Arbeit um mehr Verantwortung bitten, wichtige Projekte übernehmen und die richtige Sorgfalt für sein Arbeitsverhalten an den Tag legen. Dem Vorgesetzten wird so etwas definitiv auffallen. 

„Ich will fünf Kilogramm abnehmen und deshalb dreimal die Woche Sport machen.“

Was ist notwendig, um fünf Kilogramm an Gewicht zu verlieren?
Sport kann in den Alltag eingebaut werden. Man versucht sich gesünder zu ernähren und auf Ungesundes und Süßes zu verzichten.

In der SMART Methode geht es also um deine realistischen Einschätzungen und um die Beantwortung der Frage “wie“ du deine SMART Zielen erreichen kannst.

SMART Ziele – Terminiert

In der SMART Methode erhalten alle Ziele eine Fristsetzung. Wenn deine SMART Ziele nämlich keine Deadline haben, fehlt dir der Zeitbezug für das Erreichen. Erst mit einem Stichtag entwickelt sich das Dringlichkeitsgefühl, was leistungsfördernd wirken kann. Es gibt das Parkinsonsche Gesetz, welches besagt, dass die benötigte Arbeit mit der zur Verfügung stehenden Zeit gleichermaßen wächst. Deine Produktivität steigt also, wenn du anfängst eine  gewisse Dringlichkeit zu verspüren.

Jeder kennt die Situation aus der Schule, Ausbildung oder dem Studium: Obwohl man mehrere Wochen Zeit hat einen Vortrag fertig zu stellen, schiebt man diese Aufgabe so lang vor sich hin, bis eine nötige Dringlichkeit entsteht. Wann fängt man an diesem Vortrag wirklich zu arbeiten? Natürlich erst, wenn die Frist immer näher rückt. Erst dann setzt die Produktivität ein und man arbeitet ggf. sogar die Nächte vor dem Termin durch.

Zu deinen Ressourcen gehört letztlich auch deine eigene Zeit. Setze dir für deine SMART Ziele somit realistische Fristen, welche dich motivieren können.

Wir haben nun alle fünf Kriterien, der SMART Methode berücksichtigt. Unsere fertig definierten Ziele lauten somit:

„Ich möchte bis zum Ende des Geschäftsjahres eine Gehaltserhöhung von 300€ erhalten, da ich mehr Verantwortungen im Unternehmen tragen werde.“

„Ich möchte bis zu meinem Sommerurlaub fünf Kilogramm abnehmen und deshalb drei mal die Woche Sport machen.“

SMART Ziele formulieren Methode beschrieben mit einer Straße
Entwickle deine Strategie und finde den Weg zum Ziel.

Ziele formulieren – mit 5 einfachen Regeln zum Erfolg

Neben der gängigen SMART Methode, gibt es noch fünf einfache Regeln, die für deine Zielsetzung hilfreich sind. Denn wie nun schon erklärt, ist Klarheit und persönliche Motivation in der Zielsetzung extrem wichtig. Die weiteren Regeln sollen dir dabei helfen, deine Ziele zu definieren und langfristig motiviert zu bleiben.

1. Ziele formulieren, die einen motivieren

Wie schon in der SMART Methode beschrieben, ist es wichtig Ziele zu finden, die einen motivieren. Gerade wenn es sich um mittel- bis langfristige Ziele handelt, wird einem Durchhaltevermögen abverlangt. Genauso ist es bedeutungsvoll Ziele zu finden, die in deinem Leben oberste Priorität genießen und damit auch die nötige Dringlichkeit für deinen Alltag mit sich bringen. 

Erst mit Hilfe der Motivation und Disziplin ist jeder bereit den entsprechend Aufwand und die nötige Zeit dafür aufzuwenden. Nichts passiert von alleine und daher erfordert es stets dein Engagement. Ohne Motivation und das richtige Gefühl von Dringlichkeit fehlt einem nun mal die Einstellung, den benötigten Extraaufwand zu betreiben, um seine Ziele zu erreichen – das ist ganz normal. 

Jeder kennt es, dass man für gewisse Vorhaben deutlich mehr brennt, als für andere. Diese Dinge gehen einem gleich viel einfacher von der Hand. Versuche also deine Motivation für jedes deiner Ziele zu finden und du erreichst schneller die Ziellinie als erwartet.

2. In kleinen Schritten zum Erfolg

Gerade wenn es sich um große und langfristige Ziele handelt, die einem viel Aufwand abverlangen, ist es hilfreich sich das “große Ganze“ in kleinere Zwischenetappen einzuteilen. Es kann einen gewissermaßen erschlagen, wenn man solch ein großes Ziel im Ganzen betrachtet. Man weiß nicht so recht, wo man anfangen soll oder hegt gewisse Selbstzweifel, ob man dieser Aufgabe gewachsen ist.

Solch ein “Monstrum an Arbeit“ sieht gleich ganz anders aus, wenn man es sich aufteilt. Viel früher kann man erste Erfolge sehen und stolz auf sich selbst sein. Schritt für Schritt kommt man somit seinem Ziel immer näher. Praktisches Beispiel:

Wenn du anfangen möchtest für den Halbmarathon zu trainieren, rennst du als Anfänger ja auch nicht direkt die gesamte Strecke von 21,1 Kilometer, oder? In der ersten Woche fängst du langsam an mit ein bis zwei mal die Woche laufen. Zuerst sind es vielleicht zwei Kilometer. Irgendwann dann fünf, was drei mal die Woche tust. Du arbeitest dich stetig an dein Ziel heran ehe du dich bereit fühlst, die gesamte Strecke zu laufen

Mit Hilfe von den kleinen Zwischenzielen und deren Erfolgen holst du dir regelmäßig deine  eigenen Schulterklopfer ab, wo du auf dich selber stolz sein kannst. Gleichzeitig bieten dir diese Zwischenetappen die Möglichkeit, dass du dir regelmäßig Feedback geben kannst. Du kannst an all diesen Stationen nochmal deine Strategie hinterfragen und schauen, was wirklich gut gelaufen ist.

Genauso wie man große Ziele formulieren kann, kannst du diese anschließend in kleinere Zwischenetappen runterbrechen. Was für die übergeordneten Ziele funktioniert, funktioniert auch für die Kleineren. Versuche doch vielleicht auch hier die SMART Methode anzuwenden?

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? 

Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

3. Schreibe deine Ziele und Erfolge auf

Der physische Akt, Ziele wirklich aufzuschreiben, macht deine Vorstellung real und greifbar. Nun sind deine Ziele nicht nur in deinem Kopf, sondern auch sichtbar. Klebe solch ein aufgeschriebenes Ziel an die Zimmertür, den Kühlschrank oder über deinen Schreibtisch und du wirst regelmäßig daran erinnert. Eine sehr hilfreiche Methode kann zudem ein Erfolgsjournal sein, in dem du deine Visionen, aber auch Fortschritte dokumentieren kannst.

Es gibt keine Entschuldigung mehr seine Ziele zu vergessen. Die Möglichkeiten, wie man seine Ziele festhält, ist jedem selbst überlassen. Ausreden dafür gibt es jedenfalls keine, denn ein einfaches Blatt Papier hat jeder. Des Weiteren verlangt es einem beim Ziele formulieren ab, dass man sich nochmal bewusst mit seinen Zielen konfrontiert und beschäftigt. 

Eine gute Möglichkeit kann bspw. auch ein Tagebuch sein. Du musst darin nicht banale Kleinigkeiten erzählen, was du so Tolles heute zum Mittag gegessen hast und jeden Tag eine halbe Stunde darin schreiben. Oftmals reichen sogar eins, zwei Sätze, die dich an deine Ziele und dazugehörigen Erfolge erinnern werden.

Deine mögliche Skepsis ist verständlich für solch eine banale Methode. Trotzdem beweisen es unterschiedliche Psychologie-Studien, dass das Aufschreiben seiner Ziele, die Zielstrebigkeit erhört. Leute, die ihre Ziele visualisieren sind motivierter, zielstrebiger und haben dadurch auch eine höhere Erfolgschance ihre Ziele zu erreichen.

4. Mach dir einen Plan

Für deine Ziele (die du hoffentlich mit der SMART Methode formuliert hast) kennst du deinen aktuellen IST-Zustand und stellst dir deinen SOLL-Zustand vor – so weit, so gut. Nun wird es jedoch Zeit, zu seinem Ziel zu gelangen. Wir haben uns nun genug Zeit geben, um unsere Ziele zu definieren. Die Vorbereitung war ein wichtiger Schritt für die Erreichung.

Doch nun wird es auch Zeit, dass du deine gute Vorbereitung nutzt und den richtigen Plan für deine Zielerreichung findest. Denk dran: der Weg ist das Ziel. Fang erstmal klein an mit den ersten Schritten, schau wie du dich mit deiner Strategie schlägst. 

Es ist vollkommen ok, dass die erste Strategie womöglich nicht direkt die Optimalste ist. Du lernst dazu und machst deine Erfahrungen – und das ist auch richtig so! Hol dir mit der Zeit die Sicherheit und das richtige Selbstbewusstsein, um die nächsten Erfolge zu sammeln. 

Fragen, die dir für die richtige Strategieentwicklung helfen können:

  • Was brauchst du um dein Ziel zu erreichen?
  • Musst du noch etwas lernen oder in etwas besser werden, um dein Ziel zu erreichen?
  • Auf was verzichtest du auf dem Weg zu deinem Ziel?
  • Welche möglichen Hindernisse können dich erwarten? 
  • Musst du darauf vorbereitet sein?
  • Wie kannst du auf mögliche Rückschläge reagieren? 
  • Wer kann dich unterstützen?

5. Lass dich nicht hängen und bleib am Ball

Ziele formulieren ist die eine Sache. Sein Gesagtes in die Tat umzusetzen ist die andere.

Also, was hält dich auf? Das Definieren von Zielen ist eine immer fortlaufende Aktivität. Erinnere dich regelmäßig an deine Ziele und behalte dein Zeitfenster im Auge, in dem du deine Taten immer wieder aufs neue überprüfen kannst.

Aller Anfang kann schwer sein, doch deine Lernkurve wird stetig steigen und damit auch dein Erfolg. Du wirst in diesem Prozess auch lernen, wie du mit kleineren Misserfolgen umzugehen hast und wie du dir die Stolpersteine aus dem Weg schaffst. Merk dir eines: einmal mehr aufzustehen als hinzufallen, reicht aus, dass du den Weg zu deinem Zielen gehen kannst. Lass dich nicht unterkriegen! Wir glauben an dich und deine Ziele.

 

Zum Abschluss haben wir für dich einen Übungsbogen für die SMART Methode vorbereitet, falls du Hilfe benötigst, um deine SMART Ziele zu definieren. Nutze diesen gerne, um deine Ziele zu konkretisieren. Viel Erfolg dabei!

  • Was hast du für Wünsche und Träume?
  • Was möchtest du in deinem Leben erreichen? Sei es beruflich, persönlich, sportlich, sozial, familiär oder partnerschaftlich.
  • Wo erkennst du selber noch ungenutztes Potenzial?
  • Was möchtest du noch lernen und erleben?
  • Finde einen Bewertungsmaßstab deines Ziels – verpacke es in Zahlen.
  • Am Ende soll es dir möglich sein, dass sagen kannst ob du dein Ziel anhand eines Kriteriums erreicht hast.
  • Falls du das Ziel nicht in Zahlen formulieren kannst, überlege dir Zwischenerfolge, die du als Bewertungskriterium nutzen kannst.
  • Wann hast du bspw. 30, 50, 80% deines Ziels dann erreicht? Das Aufschreiben in Prozent kannst du als letzte Möglichkeit nutzen, wenn du keine andere Option findest.
  • Ist dein Ziel wirklich für dich als Person relevant?
  • Hat dieses Ziel für dich oberste Priorität und macht es dich glücklich?
  • Bist du motiviert dein Ziel erreichen zu wollen? Stell dir vor, wie du dich fühlen wirst, wenn du dein Ziel erreichen wirst.
  • Eine genaue Vorstellung des zukünftigen SOLL-Zustands, lässt dir ein klares Bild geben und trägt zu deiner Motivation bei.
  • Kannst du das Ziel mit der dir zur Verfügung stehenden Ressourcen erreichen?
  • Wie kannst du das Ziel erreichen? 
  • Ist das Ziel wirklich realistisch, aber trotzdem fordern genug formuliert?
  • Benötigst du womöglich Hilfe von anderen oder benötigst du nur dich selbst?
  • Entwickle deine passende Strategie und beantworte dir die Wie-Frage.
  • Bis wann möchtest du das Ziel erreichen? 
  • Denke auch hier an die richtige Balance der Ressource Zeit. Der Zeitraum sollte nicht zu knapp, aber auch nicht zu lang definiert werden. Ist deine Fristsetzung also realistisch?
  • Entwickelst du bei der Fristsetzung ein gewisses Dringlichlkeitsgefühl, dass du dich motiviert fühlst?
  •  

Ziele später formulieren? Pin dir diesen Artikel für später!

Ziele formulieren Pin

Werde Teil der Community

Werde Teil der Community

Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

Du willst erfahren, wie du mit kleinen Maßnahmen dein Leben sofort und positiv verändern kannst? Dann abonniere unseren Newsletter, werde Teil der DailyMentor-Community und erhalte unser kostenloses E-Book.

Abonniere unseren Newsletter und wir schenken dir unser kostenloses E-Book.