Negative Gedanken loswerden: Wenn der Kopf mal wieder viel zu laut ist

negative Gedanken loswerden: Titelbild eines Gehirns

Negative Gedanken können für einen Menschen sehr plagend sein. Sie rauben uns den Schlaf, die Konzentration und beeinflussen beachtlich unser tägliches Wohlbefinden.

Sich Gedanken machen: Diese doch so wichtige Fähigkeit unterscheidet den Menschen von anderen Spezies und macht uns als Individuen einzigartig. Und gerade im Alltagsgeschehen werden Gedanken häufig unterschätzt: Sie haben eine enorme Macht über unsere Gefühle, unser Befinden und Verhalten. Sie beeinflussen, wie wir unsere Welt wahrnehmen, sie bewerten und auf sie reagieren.

Wenn wir über unsere Vergangenheit grübeln oder uns Sorgen um unsere Zukunft machen, geraten wir schnell in ein Gedankenkarussell negativer Gedanken. Seine negativen Gedanken loswerden und den richtigen Umgang mit ihnen finden zu können, ist in akuten Momenten sicherlich eine äußerst herausfordernde Situation.

Um dich in diesen Momenten zu unterstützen, möchten wir dir zeigen, welche Macht unsere Gedanken haben und zeigen dir, wie du geeignete Techniken und Tipps nutzen kannst, um mit deinen negativen Gedanken umzugehen und aus dem Gedankenkarussell auszusteigen.

Inhaltsverzeichnis

Was machen negative Gedanken aus und wie wirken sie?

Positive Gedanken können uns mit Freude und Glück erfüllen, indem wir an zurückliegende oder künftige Erlebnisse denken. Negative Gedanken stellen dagegen eine große Belastung dar. Anhaltende negative Gedanken und Grübeln können die Stimmung verschlechtern, Stress auslösen und das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigen. Sind die negativen Gedanken immer präsent und der Betroffene wälzt diese hin und her, so sprechen wir von einem Gedankenkarussell. Die Gedanken drehen sich wie in einem Karussell im Kreis und der Betroffene findet keine Lösung für das Problem.

 Charakterisierung von negativen Gedanken:

  • Durch den Kopf wandert stetig die Frage „Warum?“ statt „Wie?“
  • Häufig sind mit den negativen Gedanken Selbstzweifel verknüpft
  • Es wird immer über Vergangenes oder Zukünftiges nachgedacht, nicht über die Gegenwart
  • Immer wieder wird über das gleiche Thema nachgedacht, über einen langen Zeitraum

Die einzigen wirklichen Feinde eines Menschen sind seine eigenen negativen Gedanken.

Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker Tweet

Abgrenzung Glaubenssätze vs. negative Gedanken

Für den weiteren Verlauf ist es nochmal wichtig die Begriffe Glaubenssätze und negative Gedanken voneinander zu differenzieren. Auch wenn es gewisse Überschneidungen und Verbindungen dieser zwei Begriffe gibt, so müssen wir uns dennoch den Unterschieden bewusst werden.

Negative Gedanken sind meist Bedenken, die sich über ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Situation drehen. Hingegen nennt man fest verankerte Gedanken in der Psychologie Glaubenssätze. Glaubenssätze sind starke innere Überzeugungen, die wir schon unser ganzes Leben lang immer wieder denken, und die wir schon so sehr verinnerlicht haben, sodass sie uns gar nicht mehr bewusst auffallen. 

Diese inneren Überzeugungen sind so sehr in dem Unterbewusstsein von einer Person verankert, dass die eigenen Glaubenssätze auf alles und jeden projiziert werden: auf sich selbst, andere Menschen und allgemein auf das ganze Leben. Aus dieser – doch meist negativen – Eigendynamik heraus, können wiederum negative Gedanken entspringen, die das eigene Selbstbild und die Realität über die Außenwelt verzerren. Es gibt einige psychische Krankheitsbilder, bei denen diese Glaubenssätze und negative Gedanken zur Symptomatik gehören. Zu solchen Glaubenssätzen gehören z.B. Gedanken wie:

  •  „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Ich kann das nicht.“
  • „Ich schaffe das nicht.“
  • „Ich bin kein guter Mensch.“
  • „Mir wird etwas Schlimmes passieren.“

Das Gedankenkarussell oder der Teufelskreis negativer Gedanken

Das Gedankenkarussell steht sinnbildlich dafür, dass sich die negativen Gedanken ständig wiederholen und kein Ende finden. Das Gedankenkarussell ist vergleichbar mit einer wiederkäuenden Kuh: Die Kuh kaut beim Verdauen ihrer Nahrung mehrmals auf dieser herum. Die Betroffenen von negativen Gedanken denken sehr lange über die gleichen Dinge nach.

 Für das Gedankenkarussell gibt es verschiedene, individuelle Auslöser, z.B.:

  • Ärger im Beruf
  • finanzielle Sorgen
  • Konflikte mit der Familie oder Freunden
  • Probleme in der Partnerschaft
  • Krankheiten
  • Perfektionismus
negative Gedanken loswerden: Schaubild über den Teufelskreis des Gedankenkarussells

Anhand des Schaubilds wird ersichtlich, dass Gedanken unsere Welt formen. Jeder Mensch konstruiert seine eigene Wirklichkeit, und die Gedanken tragen einen Großteil dazu bei, wie du die Welt wahrnimmst.

Betroffene von wiederkehrenden negativen Gedanken nehmen ihre Welt dementsprechend sehr negativ wahr, was wiederum dazu führt, dass weitere negative Gedanken auftreten. Es entsteht ein Teufelskreis, aus dem die Betroffenen nur mit den richtigen Strategien austreten können.

In der Kognitionspsychologie wird das Phänomen, welches die Entstehung des Teufelskreises näher erklären kann, Bestätigungsfehler genannt. Dieser beschreibt die Neigung von Menschen, Informationen so auszuwählen und zu interpretieren, dass sie die eigenen Erwartungen erfüllen.

Wir sind also überzeugt, recht zu haben, da wir genau die Argumente finden, die unsere Meinung bestätigen. Kurzum: Wenn wir negative Gedanken haben, werden wir auch in unserer Wahrnehmung negative Argumente finden, die unsere negativen Gedanken wiederum verstärken.

Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.

Marcus Aurelius (121-180 n. Chr.), römischer Philosoph Tweet

Bevor wir nun zu dem Umgang mit negativen Gedanken kommen, möchte ich noch einmal darauf eingehen, dass negative Gedanken per se nichts Schlechtes sind. Jeder Mensch hat von Zeit zu Zeit immer mal wieder negative Gedanken. Sie dienen z.B. als „mentale“ Vorbereitung vor eintreffenden Situationen oder wenn man eine wichtige Entscheidung treffen muss. Wichtig ist aber, dass die Gedanken lösungsorientiert sind und in einem gesunden Maß auftreten.

Umgang mit negativen Gedanken

Wie bisher sehr deutlich wurde, können negative Gedanken unseren Alltag maßgeblich beeinflussen und sie haben eine große Macht über unser Befinden und unser Verhalten. Daher sollte man sich aktiv mit dem Umgang mit negativen Gedanken auseinandersetzen: Häufig hören Betroffene von negativen Gedanken Ratschläge wie „Denk doch einfach positiv“ oder „Denk doch einfach an etwas Schönes!“. In solchen Fällen spricht man auch von toxischer Positivität. Solche Ratschläge sind aber im Umgang mit negativen Gedanken nicht besonders hilfreich. 

Negative Gedanken lassen sich nicht einfach unterdrücken. Dies lässt sich schön an folgendem Gedankenexperiment veranschaulichen: Denke jetzt nicht an einen rosa Elefanten. Ist bei dir jetzt auch ein rosa Elefant in deinen Gedanken aufgetaucht? Genauso verhält es sich mit den negativen Gedanken.

Im Folgenden möchte ich daher auf einige bewährte Strategien eingehen, die sich für den Umgang mit negativen Gedanken bewährt haben.

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Negative Gedanken loswerden: Das Gedankenkarussell stoppen

Im ersten Schritt, um das Gedankenkarussell zu stoppen, solltest du dir der Gedanken bewusst werden. Wenn du von wiederkehrenden negativen Gedanken betroffen bist, bist du so im Gedankenkarussell gefangen, dass dir unter Umständen gar nicht mehr bewusst ist, dass du gerade negativ denkst: Welcher negative Gedanke kommt immer und immer wieder hoch? 

Im nächsten Schritt solltest du den Gedanken beobachten, aber ohne ihn zu bewerten oder ihn in eine Schublade zu stecken. Schreibe dann den Gedanken auf: Der negative Gedanke ist nicht mehr nur in deinem Kopf, und du kannst negative Denkmuster oder deren Auslöser aufdecken. Deine negativen Gedanken bekommen Struktur, Akzeptanz und neue Lösungsmöglichkeiten treten auf. Darüber hinaus kannst du deine Emotionen, die mit diesem Gedanken verknüpft sind, besser verarbeiten. Anschließend solltest du den ablehnenden Gedanken reflektieren. 

Ein erste – und sehr wichtiger – Schritt, um deine negativen Gedanken loswerden zu können, ist getan. Im Folgenden werde ich auf diese Reflexion genauer eingehen und dir Fragen zur Hilfestellung aufzeigen.

Negative Gedanken loswerden: Reflexionsfragen für den Umgang mit negativen Gedanken

Nun geht es darum deine Gedankengänge auf den Prüfstand zu stellen. Greife dir einen deiner negativen Gedanken heraus und gehe die einzelnen Fragen Schritt für Schritt durch und notiere deine Antworten. Ziehe nach der letzten Frage Bilanz über deine Erkenntnisse und formuliere einen realistischeren bzw. hilfreichen Gedanken.

 1. Wie ist die Beweislage?
Ist der Gedanke logisch?
Beruht der Gedanke auf Tatsachen?
Wo ist der Beweis für die Richtigkeit des Gedankens?
Welchen Beleg habe ich dafür, dass das wahr ist
Wie kann ich wissen, dass der Gedanke wahr ist?
Welche anderen Möglichkeiten gibt es, die Situation zu erklären?
Welche Tatsachen sprechen dafür, dass der Gedanke zutrifft?
Welche Tatsachen sprechen dagegen? (Pro/Contra-Liste)
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Befürchtung zutrifft?

2. Was wäre der Worst Case?
Für den Fall, dass meine Befürchtung wahr wäre: Was würde das für mich bedeuten? Was würde das für mich aussagen?
Was könnte tatsächlich im schlimmsten Fall passieren?
Wie schlimm wäre das wirklich?Wie wahrscheinlich ist das?

3. Was ist der Nutzen?
Was bringt es mir, an dem Gedanken festzuhalten?
Was bringt es mir langfristig, so zu denken?
Welchen Nutzen habe ich davon, wenn ich den Gedanken beibehalte?
Hilft der Gedanke mir, mich so zu fühlen, wie ich möchte?
Hilft der Gedanke mir, mich so zu verhalten, wie ich es möchte und es meinen Zielen entspricht?
Ist der Gedanke in irgendeiner Weise nützlich?
Welche Vor- und Nachteile hat dieser Gedanke für mich?

4. Außenperspektive
Kenne ich jemanden, der anders denken würde als ich, wenn er in der gleichen Situation wäre?
Was würde diese Person zu sich selbst sagen?
Was würde jemand, der mit der Situation anders umgeht, zu sich sagen?
Was würde eine andere Person in derselben Situation denken?
Wie würde ein außenstehender Beobachter die Situation bewerten?
Was würde ein guter Freund zu mir sagen?
Was würde ich einem guten Freund sagen, wenn er unter diesen Gedanken zu leiden hätte? Warum gilt das nicht für mich? Würde ich meine Betrachtungsweise auch jemand anderem empfehlen?

5. Zeitliche Relativierung
Was werde ich in zehn Jahren darüber denken?
Wie werde ich darüber denken, wenn ich später auf diese Zeit in meinem Leben zurückblicke?

Negative Gedanken loswerden: Metakognition und Defusion

Eine weitere hilfreiche Strategie, um seine negativen Gedanken loszuwerden, ist die sogenannte Metakognition. Metakognition bezeichnet die Auseinandersetzung mit den eigenen kognitiven Prozessen. Die Metaebene ist eine Art „Beobachterebene“, von der aus du deine Gedanken beobachten kannst, ohne diese zu ändern oder zu kontrollieren.

Wie bereits erwähnt, kannst du deine Gedanken nicht unterdrücken. Jedoch kannst du frei entscheiden, ob du dich von ihnen mitziehen lässt, ob du auf den Gedankenzug aufspringt oder ob dieser ohne dich weiterfährt.

Eine schöne Metapher, die das veranschaulicht, ist folgende: Stelle dir einmal deinen Computerdesktop vor, auf dem du verschiedene Ordner hast. In deinen Gedanken hast du z.B. den Ordner „Arbeit“ und wenn du auf diesen Ordner klickst, öffnen sich verschiedene Unterordner (z.B. schlechtes Gehalt, Konflikte mit den Kollegen etc.). Steigst du nicht in den Gedanken ein, heißt das, dass du nicht auf den Ordner klickst, sondern ihn einfach beobachtest.

Du fragst dich jetzt sicherlich, wie dir das gelingen kann. Mit verschiedenen Achtsamkeitsübungen kannst du das wertfreie Beobachten deiner Gedanken üben. Aber auch Achtsamkeitsübungen können am Anfang schwerfallen. Eine gute Einstiegsübung in die Achtsamkeit ist die sogenannte Rosinenübung:

  1. Nimm dir eine Rosine in die Hand, setze dich aufrecht hin und stelle beide Füße auf den Boden.
  2. Sieh dir die Rosine genau an: Wie sieht sie aus? Wie viele Rillen hat sie? Welche Form hat sie? Welche Farbe? Verändert sie sich durch Lichteinfall?
  3. Berühre die Rosine: Wie fühlt sie sich an? Kannst du etwas ertasten? Ist sie weich? Lässt sie sich zusammendrücken?
  4. Höre die Rosine: Bringe die Rosine neben dein Ohr und bewege sie zwischen den Fingern und drücke sie. Was hörst du?
  5. Rieche die Rosine: Wonach riecht sie?
  6. Schmecke die Rosine: Lege sie auf die Zunge und bewege sie hin und her. Was bemerkst du? Wie schmeckt sie?
  7. Beiße die Rosine: Wie schmeckt sie? Was nimmst du wahr?
  8. Schlucke die Rosine: Was nimmst du wahr?
  9. Nachbetrachtung: Was bleibt? Hat sie dir geschmeckt?

Wichtig ist, dass deine Gedanken bei der Übung kommen dürfen. Konzentriere dich aber dann wieder auf die Rosine und lasse die Gedanken vorbeiziehe

Empfehlung von DailyMentor

Das Zentrum für Achtsamkeit in Köln hat wunderbare geführte Meditationen und Achtsamkeitsübungen, die dir ebenfalls den Einstieg in die Achtsamkeit erleichtern. Die Übungen sind alle als kostenloser Download erhältlich.

Weitere hilfreiche Übungen sind sogenannte Defusionsübungen. Der Begriff Defusion lässt sich wie folgt ableiten: Im Zustand einer Fusion verschmelzen wir mit unseren Gedanken und verhalten uns sehr unflexibel und unsere Wahrnehmung wird sehr starr. 

Durch Defusion können wir unsere Gedanken wahrnehmen, beobachten und benennen und dadurch auch von ihnen lösen: Du stellst dir deine Gedanken z.B. als vorbeiziehende Wolken, vorbeifahrende Züge oder vorbeifließende Blätter auf einem Fluss vor. Wenn dir ein anderes Bild einfällt, kannst du dieses selbstverständlich auch nehmen: Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt! Wichtig ist auch hierbei, dass du die Gedanken wahrnimmst, sie aber nicht bewertest, sondern einfach vorbeiziehen lässt.

 Zum Abschluss möchte ich noch eine kleine Geschichte mit dir teilen, die zeigt, wie machtvoll Achtsamkeit sein kann:

Das Geheimnis der Zufriedenheit nach einer zenbuddhistischen Parabel

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister: „Meister, fragte einer von ihnen, „was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Ich wäre auch gerne so glücklich wie du.Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: „Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?Es kam die gleiche Antwort: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden betrachtend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr, wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.

Negative Gedanken loswerden: Einrichten einer Grübelecke oder eines Grübelorts

Eine weitere hilfreiche Technik aus der kognitiven Verhaltenstherapie, um seine negativen Gedanken loswerden zu können, ist es, sich eine Grübelecke einzurichten. Diese kann im Haus sein, oder auch im Freien und in der Natur. Es handelt sich um einen speziellen Platz, an dem gegrübelt werden darf – aber auch wirklich nur dort. 

Es sollte zudem festgelegt werden, wann und wie lange gegrübelt werden darf. Erwischst du dich dann an einem anderen Zeitpunkt und Ort beim Grübeln, so kannst du die Gedanken beiseiteschieben. Keine Sorge – es wird nicht direkt auf Anhieb funktionieren. Mit ein bisschen Übung funktioniert es aber schnell fast automatisch.

Eine weitere Möglichkeit, das Gedankenkreisen zu unterbrechen sind starke Reize, wie z.B. lautes Händeklatschen oder laut „Stopp“ rufen.

Negative Gedanken loswerden: Dankbarkeit

Auch Dankbarkeit ist eine gute Methode, um die Gedanken wieder auf das Positive im Leben zu richten. Dankbarkeit hat viele erwähnenswerte Vorteile wie:

  • Ausschüttung von Glückshormonen
  •  neue Nervenbahnen werden gelegt
  • das Resilienzvermögen wird gestärkt
  • Wirksames Gegenmittel bei Angst, Stress und Sorgen
  • Umgang mit sich selbst und anderen wird gestärkt

Zähle z.B. jeden Abend vor dem Schlafengehen drei Punkte auf, für die du an diesem Tag dankbar bist. Wenn du sie in ein Journal schreibst, kannst du sie dir auch an Zeitpunkten anschauen, an denen es dir gerade nicht so gut geht.

Ein paar letzte Worte zu negativen Gedanken

Unsere Gedanken sind wahnsinnig machtvoll, sie formen unsere Wirklichkeit und beeinflussen die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen. Sind unsere Gedanken überwiegend positiv, können sie uns im Leben voranbringen. Sind sie jedoch überwiegend negativ, können sie zu Beeinträchtigungen in unserem Leben führen. Es ist also ratsam, sich mit den eigenen Gedanken und Glaubenssätzen auseinanderzusetzen und durch geeignete Methoden und Übungen den Umgang mit negativen Gedanken zu erlernen.

Es wird vielleicht nicht direkt beim ersten Mal klappen, aber mit ein bisschen Geduld und Übung kannst du deine Welt ganz anders wahrnehmen als zuvor. Und: Hast du deine negativen Gedanken erstmal erkannt und gelernt, mit diesen umzugehen, so kannst du – ganz gleich wie der Zenmeister – das Geheimnis der Zufriedenheit lüften.

Aktives Zuhören: richtig kommunizieren und Fehler vermeiden

Aktives Zuhören, perspektivisch mit einem ruhigen See

Was macht für dich ein gutes Gespräch aus? Ist es die Vertrauensbasis, sind es die Impulse deines Gegenübers? Für die meisten gibt es ein Hauptsignal für eine gute Unterhaltung: Das Gefühl gehört und verstanden zu werden. Aktives Zuhören macht sich genau das zum Ziel.

Generell hat man heutzutage immer weniger Zeit für ein gutes Gespräch. Man arbeitet viel, ist immer beschäftigt, die Freunde sind nicht immer direkt erreichbar und seien wir mal ehrlich: WhatsApp mag gut und schön sein, aber ein echtes Gespräch Auge zu Auge ist trotzdem noch hundertmal besser.

Leider ist es heutzutage so, dass man sich immer seltener trifft, um sich auszutauschen oder einfach nur zu quatschen. Aus dem Grund kommt eine gute Gesprächskultur im Alltag einem immer mehr abhanden. Wir möchten uns in diesem Artikel mit dem wahrscheinlich wichtigsten Teil der Kommunikation widmen: dem Zuhören.

Auf die große Frage, ob es wichtiger ist, ein guter Erzähler oder ein guter Zuhörer zu sein, wollen wir hier nicht genauer eingehen. Fakt ist jedoch: Die meisten Menschen haben in der heutigen Zeit primär ihre eigenen Gedanken, Probleme und Wünsche im Fokus – das bedeutet, dass Menschen von Natur aus eher egozentrisch sind. Deswegen wird ein guter Zuhörer oft mehr geschätzt. Denn ein guter Zuhörer gibt einem das Gefühl sich öffnen zu können, seine Gedanken teilen zu dürfen, Bedürfnisse, Sorgen, Ängste oder Ähnliches zu erzählen – man fühlt sich von seinem Gegenüber einfach verstanden.

Aktives Zuhören ist mehr als nur Kopfnicken

Viele verstehen sich als guter Zuhörer, wenn sie dem Gesprächspartner die volle Aufmerksamkeit widmen, alle fünf Sekunden mit dem Kopfnicken und „Ja“ sagen. Verstehe uns bitte nicht falsch, das ist auf jeden Fall schonmal ein guter Anfang. Dennoch ist aktives Zuhören noch soviel mehr als das. Beim aktiven Zuhören geht es nach dem US-amerikanischen Psychologen und Psychotherapeuten Carl Rogers für eine gute Basis um drei grundlegende Punkte:

  1. Eine offene und empathische Grundhaltung
  2. Ein authentisches und aufrichtiges Verhalten
  3. Akzeptanz und positive Impulse

Diese drei Punkte werden zwar mit der oben genannten Technik relativ gut abgedeckt, aber ein guter aktiver Zuhörer geht noch viel weiter. Das Ziel beim aktiven Zuhören ist es eine Vertrauensbasis mit dem Partner aufzubauen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich auf den Gesprächspartner voll einlässt, seine Denkweise versteht und ihn schließlich wieder animiert.

Nach einem Gespräch mit einem guten aktiven Zuhörer sollte man nicht nur das Gefühl haben „gehört zu werden“. Der Zuhörer sollte versuchen zu erkennen, was der Andere mit dem Gespräch eigentlich bezweckt. Braucht er einen Ratschlag, will er nur etwas erzählen oder sich Luft machen? Je nach Intention es Sprechers ist das Ziel des aktiven Zuhörers unter Umständen auch den Sprecher zur Handlung zu motivieren – oder zumindest zum weiteren Nachdenken anzuregen.

Die meisten Menschen hören nicht zu, um zu verstehen, sondern um zu antworten.

Stephen R. Covey (1932-2012), US-amerikanischer Autor Tweet

Aktives Zuhören: Die vier Komponenten nach dem WIBR-Modell

Schauen wir uns das Thema des aktiven Zuhörens erstmal auf der theoretischen Ebene an, eignet sich dafür das WIBR-Modell von Kommunikationspsychologe Lyman K. Steil. Steil beschreibt vier Aktivitäten, die den Prozess des aktiven Zuhörens erklären:

Aktives Zuhören erklärt mithilfe einer Grafik über das WIBR-Modell
WIBR-Modell bricht Zuhören auf vier Aspekte herunter
  1. W – Wahrnehmung: Die Informationsaufnahme mit Hilfe der eigenen Sinne, erkennen von Körpersprache, Mimik, Gestik und Tonalität.
  2. I – Interpretation: Die Sinnerfassung und Interpretation des Gesagtem anhand eigener Erfahrungen, Interpretation und Glaubenssätze.
  3. B – Bewertung: Vergleich der eigenen persönlichen Wertvorstellung und des eigenen Wissens mit dem Gesagten und Bewertung der Information.
  4. R – Reaktion: Eine vom Zuhörenden als angemessen wirkende ausgewählte Reaktion. Diese Reaktion kann verbal, aber auch nonverbal sein. Auch das Ausbleiben einer vom Sprechenden erwartenden Reaktion gehört dazu.

Generell kann bei einer schlechten Kommunikation bzw. bei schlechtem Zuhören an jeder dieser vier Stellen ein Fehler passieren, sodass sich der Redner nicht verstanden fühlt.

Gleichzeitig kann man aber sich auch selbst reflektieren und überlegen, welchen dieser Punkte vernachlässigt man selbst am stärksten. Achtest du nicht auf die Tonalität? Nimmst du dir nicht genug Zeit zu bewerten und reagierst sofort aus deinem Bauch heraus? 

Häufigsten Fehler beim Zuhören

Der einfachste Weg herauszuarbeiten, was man beim aktiven Zuhören alles falsch macht, ist zu überlegen, wie andere Menschen einem selbst negativ aufgefallen sind. Denn letztendlich geht es beim aktiven Zuhören darum, wie es bei dem Gesprächspartner ankommt. Fühlt er sich gehört, verstanden oder sogar inspiriert, hat man alles richtig gemacht. Aber auch, wenn man den Redenden ins Stocken bringt, ein anderes Licht in seine Denkweise bringt, hat man als guter Zuhörer schon etwas geleistet.

Die häufigsten Fehler beim Zuhören können wir anhand des WIBR-Modells gut gegliedert zusammenstellen, da in jeder der vier Schritte Fehler in der Kommunikation passieren können.

Wahrnehmung:

  • Man hört nicht zu, ist abgelenkt und bekommt nicht den gesamten Inhalt des Gesagten mit.
  • Das Gesagte wird kognitiv nicht verstanden, das Themengebiet entspricht nicht der Expertise des Zuhörenden und er kann mit der Thematik nichts anfangen.
  • Die Körpersprache, Gestik und Mimik wird nicht richtig gedeutet bzw. nicht erkannt. Beispielsweise ist der Sprechende sehr niedergeschlagen und möchte nur sich Luft machen, aber es ist nicht aufgefallen.

Interpretation:

  • Die Aussage wird nicht verstanden und falsch interpretiert.
  • Die Intention des Sprechenden wird nicht erkannt. Wollte er sich nur Luft machen oder braucht er Verbesserungsvorschläge? Dies sollte vor der Bewertung berücksichtigt bzw. sogar erfragt werden.

Bewertung:

  • Informationen wurden vorher falsch wahrgenommen bzw. interpretiert. Aus diesem Grund kann die Bewertung sich verändern und nicht der Situation entsprechen.
  • Es fehlen Erfahrungen bzw. Wissen für eine erfolgreiche Bewertung. Anstatt sich der eigenen Unzulänglichkeit bewusst zu werden, versuchen wir die Löcher mit Annahmen zu stopfen und bekommen eine teils fehlerhafte Bewertung.

Reaktion:

  • Eine Reaktion bzw. Feedback wird vom Sprechenden erwartet, aber nicht geliefert (Kopfnicken oder kurze verbale Reaktionen)
  • Die Energie und Tonalität des Sprechenden wird nicht vom Zuhörer berücksichtigt und die Reaktion ist beispielsweise zu laut oder zu passiv.
  • Es werden zu wenige Impulse an den Sprechenden zurückgesendet, sodass es für den Sprechenden als Desinteresse interpretiert wird.

Dies sind alles sehr theoretische Beispiele, wo die Kommunikation falsch laufen kann. Eine Schwierigkeit ist hier natürlich zu erkennen, an welchem Punkt der Fehler entstanden ist. Oftmals sieht man den Fehler erst bei dem letzten Schritt: bei der Reaktion. Der Zusammenbruch der Kommunikation war aber vorher bei einem der anderen drei Schritte und wurde nicht aufgearbeitet bzw. Erkannt.

Natürlich gibt es aber auch Gesprächspartner, die gar nicht als Zuhörer fungieren wollen. Sie überspringen Teile des WIBR-Modells, denn sie lassen einen nicht ausreden, hören nicht richtig zu und warten im wahrsten Sinne des Wortes nur darauf, dass „sie jetzt dran“ sind, von sich zu erzählen.

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Aktives Zuhören  – Wie man dem Gegenüber ein gutes Gefühl gibt

Als aktiver Zuhörer ist eine Hauptaufgabe dem Sprechenden das Gefühl zu geben, gehört zu werden. Das bedeutet nicht, das man dem Sprechenden immer recht geben soll oder entgegen seiner persönlichen Werte handeln soll. Unter Umständen kann es auch sein, dass man sich gar nicht mit der Meinung deines Gesprächspartners identifizieren kann oder sich mit dem Gesprächsthema nicht beschäftigen möchte.

Das ist völlig okay und macht einen nicht zu einem schlechten Zuhörer. Denn auch als Zuhörer hat man Bedürfnisse, die man ausleben möchte. Auch als Zuhörer hat man seine Grenzen und möchte vielleicht nicht über ein bestimmtes Thema aus verschiedenen Gründen sprechen. Denn auch als passiver Gesprächspartner muss man sich auf das Thema einlassen und ist gegebenenfalls dazu nicht immer bereit. Unter Umständen will man auch selbst in die Rolle des Erzählenden schlüpfen, weil man etwas Wichtiges mitzuteilen hat.

Generell ist es hier einfach wichtig es offen mit deinem Gesprächspartner zu kommunizieren. „Ich möchte über dieses Thema heute nicht sprechen.“ sollte ein Satz sein, den du dich ruhig trauen darfst zu sagen. Auch wenn du vielleicht Angst hast, arrogant oder egoistisch zu wirken, sollten deine eigenen Bedürfnisse immer an erster Stelle stehen.

Körpersprache beim aktiven Zuhören

Die eigene Körpersprache in einem Gespräch zu kontrollieren, klingt einfacher als es ist. So ist Desinteresse oder Unmut bzw. Unzufriedenheit mit dem Gesagten als Anfänger schwer zu kaschieren. Grundsätzlich hilft reger Blickkontakt und eine offene Körperhaltung. Das bedeutet, man dreht sich zu dem Sprechenden und gibt ihm die volle Aufmerksamkeit. Eine etwas fortgeschrittene Technik kommt nun von der Neurolinguistischen Programmierung (NLP): Bei dem sogenannten „Pacing and Leading“-Prinzip versucht man Vertrauen zu dem Gesprächspartner aufzubauen, in dem man die Mimik und Gestik des anderen zurückspiegelt.

Dazu gehört das Spiegeln von Mimik, der Körpersprache und sogar der Tonalität und der Wortwahl. Das sollte möglichst natürlich geschehen und man sollte es damit aber nicht übertreiben, denn sonst wirkt es schnell albern.

Ein schwieriger Moment bei der richtigen Körpersprache trifft auf, wenn man einmal nicht mit den Worten des Gegenübers konform geht. Es kann hier vorkommen, dass einem die „Gesichtszüge entgleisen“ oder man instinktiv in eine Abwehrhaltung gerät. Eine gerümpfte Nase oder verschränkte Arme sind gute Beispiele und oft Ausdruck eigener Unzufriedenheit. Sie mögen zwar als Signal gut funktionieren, erzeugen aber unnötigen Druck. Nur weil du mit dem Gesagten nicht konform gehst, ist es nicht immer gleich angebracht, es mit deinem Körper zu signalisieren. Damit erzeugt man eine gewisse Spannung, die dem Gespräch aber nicht hilft.

Erst nachfragen und dann reagieren

Der einfachste Weg die vorher genannten Fehlern bei der Kommunikation und dem aktiven Zuhören zu vermeiden, ist mit gezieltem Nachfragen vorzubeugen. Gezielte Fragen wie „Wie meinst du das genau?“ oder auch Eingeständnisse wie „Ich verstehe den Zusammenhang nicht genau, kannst du es mir noch einmal anders erklären?“ zeugen nicht von eigenem Unwissen, sondern von einem ehrlichen Umgang miteinander. Der Sprechende fühlt sich nicht unverstanden, sondern eher gestärkt, da diese Nachfragen das Interesse des Zuhörenden signalisieren.

Aber auch, wenn du merkst, dass du dich gar nicht mit dem Erzählten identifizieren kannst oder es sogar befremdlich findest, hilft es nachzufragen. Oftmals hast du vielleicht etwas falsch verstanden oder der Erzähler hat sich nicht richtig ausgedrückt.

Im Gespräch muss man die Gedanken des Partners unterstützen, ihnen Raum und Luft schaffen. Man sollte sie nicht ersticken, bevor man ihnen widerspricht.

Friedrich Georg Jünger (1898-1977), deutscher Schriftsteller Tweet

Sprechmethodik beim aktiven Zuhören

Eine noch bessere Art die eigenen Gefühle im Gespräch wiederzugeben, ist eine geeignete Sprechmethodik zu entwickeln. Man spricht hier von zwei verschiedenen Methodiken: Paraphrasieren und Verbalisieren.

Beim Paraphrasieren geht es darum, dass Gesagte dem Gesprächspartner möglichst genau in eigenen Worten noch einmal wiederzugeben. Damit können Missverständnisse schnell aus dem Weg geräumt werden und man wirkt sofort, wie jemand, der sich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hat und zuhören will. Dazu gehören fortgeschrittenere Fragen wie „Habe ich richtig verstanden, dass…?“ oder „Du möchtest mir also sagen, dass…?“

Der nächste Schritt ist nun das Verbalisieren. Hierbei geht es darum das Gesagte und vor allem die Emotionen dahinter mit eigenen Worten wiederzugeben. „Ich habe das Gefühl, dass du…“, „Es wirkt so, als ob du dich … gefühlt hast.“ oder „Ich habe den Eindruck, dass dir das Thema wichtig ist, weil…“ sind sehr gute Einstiege, da du dem anderen das Gefühl gibst, nicht nur gehört, sondern auch emotional verstanden zu werden. Natürlich ist dieser Teil der Sprechmethodik nicht ganz einfach, denn du berufst dich nicht nur auf die Worte, sondern auch auf die Tonalität und Mimik des anderen.

Die Aufmerksamkeit liegt hier oft auf den Details. „Wie hat er es gesagt?“, „Wann hat er Pausen gemacht?“ und „Welches grundlegende Problem beschäftigt ihn?“ sind Fragen, die du dir über deinen Gesprächspartner stellen kannst.

Eigene Unwissenheit eingestehen

Dieser Punkt hilft nicht nur dem Erzähler, oft wird es auch gar nicht auffallen, wenn man es nicht tut. Er trägt aber generell zu einer besseren Gesprächskultur bei. Als guter Zuhörer gehört es auch dazu, einzugestehen, dass man zu einer Materie nichts zu sagen hat. Sei es aus Unwissenheit, Desinteresse oder fehlender Erfahrung. Man muss nicht zu jedem Thema eine Meinung haben oder sich eine Meinung bilden müssen. Leider ist es heutzutage in der schnelllebigen Zeit mit Social Media und dem Überfluss an Informationen normal zu allem einen Standpunkt zu vertreten bzw. das Gefühl zu haben, zu allem eine Meinung zu besitzen. Doch das ist gar nicht nötig.

Die eigene Unsicherheit zu einem Thema muss man nicht verstecken, denn ein Satz wie „Tut mir leid, ich kenne nicht genug Hintergrundinformationen, um mir eine Meinung zu bilden.“ macht sehr viel mehr für eine gelungene Kommunikation, als mit halbseidenen Aussagen sich durch ein Gespräch zu schlängeln, das man gar nicht führen möchte oder kann.

Es geht darum seine eigene Inkompetenz nicht als Schwäche zu sehen. Natürlich musst du nicht zu allem eine Meinung haben oder alles wissen.

Die richtigen Worte finden

Bevor man über die richtigen Worte, die man antwortet, nachdenkt, sollte man darüber nachdenken, was der andere eigentlich will. Hat man das in mit den oben genannten Methoden herausgearbeitet und der Gesprächspartner sucht auch wirklich den Input von dem Zuhörer, kann man jetzt selbst in die „Offensive gehen“. 

Schlussendlich spricht der Erzähler meistens, um auch die Meinung des Zuhörers einzuholen. Natürlich gibt man dem Anderen ein gutes Signal, wenn er sich gehört fühlt und er seine Standpunkte zum Ausdruck bringen kann. Jetzt ist aber quasi das Sahnehäubchen, wenn du es schaffst, ihn mit deinen Worten nicht nur zum Nachdenken verleitest, sondern womöglich auch zum Handeln.

Der erste Schritt dazu ist für dich eine völlige Authentizität. Du solltest wirklich meinen, was du sagst und nicht nur etwas sagen, weil du davon ausgehst, dass der Gegenüber es hören möchte.

Das bedeutet, dass du deinen Gesprächspartner auf deine Worte vorbereiten musst. Wir haben vorher über Sprechmethodik und Körpersprache gesprochen. Solltest du in einem Gespräch merken, dass du zu einer bestimmten Haltung tendierst, kannst du dein Gegenüber darauf langsam vorbereiten. Hierfür gibt es einige Fragen, die du stellen kannst, um den Fokus des Gesprächs auf die dir wichtigen Punkte zu lenken. „Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass…“, „Hast du es einmal von der Seite gesehen…?“ oder „Ist dir dabei aufgefallen…?“ sind gute Möglichkeiten, deinen Gesprächspartner auf deine Meinung vorzubereiten.
Hier suggerierst du schon, was du ihm sagen möchtest, ohne es ihm direkt „an den Kopf zu knallen“.

Achte bei Anwendung dieser Technik aber auf deine Tonalität. Man kann sehr schnell kontrollierend oder manipulativ wirken, wenn man es übertreibt. Vergiss nicht, das oberste Ziel ist es nicht deinen Gesprächspartner zu steuern, sondern vielmehr zu leiten – oder aber sich auch mal leiten zu lassen.

 

Wir hoffen, wir konnten dir das Prinzip des aktiven Zuhörens etwas näher bringen. Als wir das erste Mal davon gehört haben, waren wir sehr überrascht, wie viel doch wirklich dahintersteckt. Das Wichtigste fernab aller Prinzipien, Techniken und Methodiken ist aber deine Intention. Alleine schon, weil du ein guter Zuhörer sein möchtest, deinem Gegenüber helfen möchtest verstanden zu werden, bist du schon ein besserer Zuhörer als die meisten.

Motivation finden leicht gemacht – das richtige Mindset entwickeln

Motivation finden beschrieben durch ein Funkenstrahl

Es ist manchmal gar nicht so einfach die eigene Motivation hochzuhalten – besonders im Alltag, in dem von einem so viel gefordert wird. Doch wenn es um die eigenen Ziele und Visionen im Leben geht, führt kein Weg daran vorbei: Es benötigt Fleiß, Disziplin und Selbstmotivation. Denn erst, wenn man für sein Handeln die nötige Motivation finden kann, erreicht man den eigenen Schöpfermodus – einen Rhythmus, in dem es einem leichter fällt, auf seine Ziele erfolgreich hinzuarbeiten.

Ganz gleich für welche persönlichen Zielvorhaben du auf der Suche nach Motivation bist: Die folgenden Maßnahmen werden dich dafür in jedem Lebensbereich unterstützen.

Unsere Methoden und Inspirationen unterscheiden sich dennoch von vielen gängigen Tipps, die du sicherlich woanders bereits gehört und erfahren hast. Sich einen Motivations- und Handlungsplan erstellen, Stress möglichst vermeiden, aus seinen eigenen Fehlern lernen, um mit Rückschlägen umzugehen, sich in ein positives und motivierendes soziales Umfeld begeben: Ähnliche Tipps wie diese sind alle richtig. Doch wir möchten bereits bekannte Inhalte nicht erneut verwerten und erzählen.

Wir wollen mit unseren Worten weitaus tiefer in den Begriff der Motivation eintauchen; was sie im Kern wirklich ausmacht, wie sie in dir wirkt und wie du auch schließlich deine Motivation finden kannst. Daher ist das Ziel dieses Beitrags, dass du deine wahren Motive für deine Handlungen erkennst, sowie auch Wissen für dich erarbeitest, welches du auf alle Bereiche deines Lebens umsetzen kannst, um schließlich so für dich eine nachhaltige Motivation zu erfahren.

Inhaltsverzeichnis

Unterschied zwischen Motivation und Disziplin 

Die Begriffe Motivation und Disziplin werden von manchen im alltäglichen Sprachgebrauch gerne mal Synonymhaft verwendet. Weitestgehend ist das nicht schlimm, doch du bist hier, um deine Motivation zu finden. Daher ist es wichtig den Unterschied dieser zwei Begrifflichkeiten zu verstehen.

Unter Motivation versteht man die persönlichen Beweggründe, die einen Menschen dazu veranlassen, eine bestimmte Handlungsalternative auszuwählen, die ihn wiederum zu seiner Handlungsbereitschaft führt. Wie es das Wort Motivation bereits verrät, sind es die Motive, die eine Person zu ihrem Streben nach Zielen und visionären Seinszuständen verleitet. 

Um das zu verdeutlichen: Motivation leitet sich von dem lateinischen Wort „movere“ her, was so viel wie „bewegen“ und „antreiben“ bedeutet. Die Motivation eines Menschen ist demnach die Antwort auf sein „Warum“; weshalb er gewisse Handlungen ausführt und bestimmten Zielen nachgeht. Es ist der Wille und Zielgedanke, der sich hinter seinen Taten verbirgt.

Im Gegenzug ist Disziplin die Beherrschung seines Willens. Folgende Definition erfolgt aus dem Duden: „das Beherrschen des eigenen Willens, der eigenen Gefühle und Neigungen, um etwas zu erreichen“. Das Cambridge Dictionary ergänzt zudem „die Fähigkeit, sich selbst dazu zu bringen, etwas zu tun, auch wenn es schwierig ist, damit man ein Ziel erreichen kann“ (aus dem Englischen übersetzt).

Einfach gesagt, ist Motivation das Warum seiner Taten; der Wille und die Motive hinter dem eigenen Handeln. Die Disziplin ist anschließend das kontrollierte Verhalten und die Einhaltung seines Willens zur Erreichung seiner Ziele und Motive. 

Motivation dient sozusagen als Treibstoff, um die Disziplin einfacher aufrechtzuerhalten. Bei relevanten Motiven fällt es dem Mensch einfacher diszipliniert zu handeln, da er sich selbst durch seine Ziele motiviert fühlt.

Motivation ist nicht gleich Motivation

Was meinen wir mit dieser Überschrift? Es gibt mehr als nur eine Art von Motivation. Als ein einfaches Beispiel: Du musst heute noch unbedingt zur Post gehen, um ein Paket wegzuschicken. Du hast keine Lust und es regnet draußen. Doch trotzdem motivierst du dich und bringst das Paket zur Post. Am selben Tag fühlst du dich dennoch motiviert eine Stunde Sport zu betreiben.

In beiden Situationen hast du dich für deine Unternehmung motiviert – jedoch aus anderen Beweggründen. Einerseits kam dein Motiv aus einem externen Ursprung – dass du eine Pflicht einzuhalten hast, die dir aufgelegt wurde – und andererseits war es dein eigenes Interesse sich körperlich zu betätigen.

Dies erklären die Begriffe intrinsische und extrinsische Motivation. 

Extrinsische Motivation

Extrinsische Motivation erfolgt – wie der Name es bereits verrät – durch äußere Umstände, die einem aufgelegt werden. Dies können bspw. Verpflichtungen, Normen und Regeln sein, die es einzuhalten gilt. Genauso können einem auch andere Personen Aufgaben auferlegen, die man zu erledigen hat – sei es bei der Arbeit, im Bekannten- oder Familienkreis. Doch solch externe Motivatoren müssen nicht ausschließlich mit einem Pflichtgefühl einhergehen, sondern können auch auf Gegenleistungen basieren – gewissermaßen sind es  „wenn… dann“-Belohnungen: 

  • Wenn du bei der Arbeit ein gewisses Ziel erreicht hast, erwartet dich eine Prämienzahlung.
  • Wenn du eine Zahlungsfrist einhältst, erhältst du drei Prozent Skonto und sparst Geld.
  • Oder früher: Bei einer guten Note haben dir deine Eltern etwas Besonderes erlaubt oder dir mal fünf Euro zugesteckt.

Egal ob Pflichtgefühl oder mit Belohnungssystem: Die Motivation für das eigene Verhalten wird also durch äußere Reize und Einflüsse hervorgerufen. Dabei werden gewisse Dinge nicht zwingend aus innerer Überzeugung, Leidenschaft oder Lust getan, sondern durch externe Motivatoren.

Die extrinsische Motivation wird eine Person für kurze Zeit genauso motivieren können, wie, wenn es eigene Beweggründe wären, die einem zu seinem Handeln führen. Doch trotzdem entsteht die Motivation durch äußere Einflüsse, die einer Person auferlegt wurden. Würden diese Anreize irgendwann an Attraktivität verlieren, könnte entsprechend auch die Motivation schwinden. Eine nachhaltige und langfristige Motivation erfolgt daher vor allem durch persönliche Überzeugungen.

Intrinsische Motivation 

Solch persönliche Überzeugungen resultieren nämlich in intrinsischer Motivation. Intrinsische Motivation geschieht durch einen selbst; durch ein starkes persönliches Warum, das man nicht durch äußere Umständen aufgelegt bekommen muss.

Die intrinsische Motivation gilt als wichtigste und intensivste Form der Motivation, da sie aus einem selbst entsteht und zu Höchstleistungen antreibt. Die Beweggründe der intrinsischen Motivation können dabei aus unterschiedlichen Motiven entstehen: persönliches Interesse, Sinnhaftigkeit, eigene Werte, Bedürfnisse und Ziele oder auch ganz einfach aus dem Spaß, die eine Person an einer bestimmten Tätigkeit besitzt.

Intrinsische Motivation benötigt demnach kein Zutun von äußeren Einflüssen wie Regeln, Pflichten, Status oder Belohnungen, sondern entsteht stattdessen aus dem Inneren einer Person. Diese Beweggründe haben für eine Person einen deutlich höheren Stellenwert und führen zu einer nachhaltigeren Überzeugung.

Motivation finden: Schaubild zur intrinsischen und extrinischen Motivation

Diesen Unterschied für sich zu verstehen, ist von ganz wichtiger Bedeutung. Mach dir dies bitte klar. Motivation finden, heißt demnach sein Warum und seine intrinsische Motivation zu finden. Denn anders als zur extrinsischen Motivation, die einem aufgelegt wird, kann man in seinem Inneren nachforschen, weshalb man sich für gewisse Dinge motiviert fühlen sollte. 

Unsere Inhalte und Methoden, wie du deine Motivation findest, beschäftigen sich demnach mit der intrinsischen Motivation. Denn diese lässt sich von dir beeinflussen.

Motivation finden = Motive finden

Jedes Verhalten, das du an den Tag legst, jede Entscheidung, die triffst und jede Tätigkeit, du ausführst: Sie unterliegen immer einem Motiv.

Wie wir uns soeben angeschaut haben, gibt es Motive und Motivatoren, die aus einem selbst entstehen oder uns extern erreichen. Dennoch: Nichts in unserem Leben erfolgt ohne ein Motiv.

Wichtig ist es dabei zu verstehen, dass wir viel öfters aus dem Wollen, als aus dem Müssen handeln. Selbst mit der Einhaltung von Pflichten und Regeln handelt man nicht ausschließlich aus dem Müssen heraus – dass man sich an gewisse Maßnahmen halten muss. Die Einhaltung von Vorschriften hält einem sozusagen persönliches Leid, Sanktionen, Bestrafungen o.Ä. vom Leib, was man auch als Wollen bezeichnen kann – nämlich dem Motiv des bewussten Fernhaltens von Negativsituationen. Wir wollen nicht bestraft werden.

So abgedroschen, wie die Floskel „Müssen muss ich gar nichts“ auch klingen mag: Im Grunde steckt in ihr viel Wahrheit. Denn was in deinem Alltag musst du wirklich tun? Als einfaches Beispiel:

Musst du wirklich die eigenen vier Wände sauber und aufgeräumt halten? Man denkt, dass man es müsste. Doch was liegt wirklich hinter solch einer Aufräumaktion? Das Bedürfnis nach Ordnung und Sauberkeit, welches man sich erfüllen möchte. Es besteht keinesfalls ein (externer) Zwang, dass man die Wohnung sauber halten muss. Vielmehr trifft man die Entscheidung aus der intrinsischen Motivation heraus, sich selbst ein bestimmtes Bedürfnis zu erfüllen. Die Umsetzung mag den meisten Personen sicherlich keinen Spaß bereiten, doch man versteht den Sinn und das Motiv in dieser Aufgabe. In der Umsetzung hilft einem demnach die eigene Disziplin.

Ziel dieses Abschnittes ist es dir ein Bewusstsein zu schaffen. Nämlich das Bewusstsein für deine Motive, die du tagtäglich bis auf die Mikroebene deiner Handlungen verfolgst. Denn selbst wenn es sich manchmal noch so willkürlich wirken mag: Unser Verhalten unterliegt keinem Zufall, sondern ist stets eine (manchmal auch unbewusste) Entscheidung, die ihre Beweggründe besitzt.

Selbst das augenscheinlich unproduktive Verhalten, Zeit zu „verschwenden“ und sich bspw. vor den Fernseher zu setzen, entsprang einer (un-)bewussten Entscheidung und einem Bedürfnis; bspw. dem Bedürfnis nach Erholung, vielleicht auch mal wieder nichts zu tun, Unterhaltung, Interesse an einem Film oder Ähnlichem.

Gewissermaßen wollen wir dich mit dieser Denkweise auf die kommenden Methoden vorbereiten. Diese Gedanken sollen dir sozusagen als Tipp 0 dienen. Denn Motivation zu finden, heißt an erste Stelle seine Bedürfnisse und Motive hinter seinen Handlungen zu erkennen. 

Mit diesem Wissen weißt du, wo wir immer starten werden: Jedes Mal, wenn du auf der anfänglichen Suche nach Motivation bist, benötigt es ein starkes Warum, welches du dir bewusst machen musst. Es könnten deine kurzfristigen Ziele sein, deine Visionen und Lebensziele sein; doch genauso auch deine persönlichen Werte, nach denen du lebst oder einfach gesagt, kann es auch nur der Spaß sein, der dich motiviert. Jedenfalls geht es stets um dasselbe: Um einen Sinn, der sich an das eigene Verhalten knüpft, sowie ein damit verbündendes Bedürfnis, das man sich selbst erfüllen möchte.

Unterliegt dem Verhalten nämlich kein Warum, so scheinen die Bemühungen schlichtweg zwecklos. Ob man etwas tut oder unterlässt, wäre gewissermaßen gleichgültig, wenn man nicht wüsste, weshalb man eine bestimmte Tätigkeit ausübt.

Als einfache Frage, die dir dabei helfen wird dein Warum zu erkennen, ist folgende: Weshalb bzw. wofür habe ich gerade etwas gemacht? Welches Bedürfnis verbirgt sich hinter meinem Handeln?

Wie oft verglimmen die gewaltigsten Kräfte, weil kein Wind sie anbläst.

Jeremias Gotthelf (1797 - 1854), Schweizer Schriftsteller Tweet

7 nachhaltige Inspirationen, um Motivation zu finden

Nun erreichen wir die Methoden, um deine Motivation zu bündeln. Du wirst merken, dass sich viele der Inspirationen mit deinen Gedanken und deinem Mindset auseinandersetzen. Diesen Weg haben wir ganz bewusst gewählt. Denn intrinsische Motivation entsteht aus seinem Inneren: Aus den eigenen Gedanken, die man mit seinen Handlungen verbindet. Finden wir demnach motivierende Gedankengänge, lernen wir es auch unsere Motivation nachhaltig zu stärken.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

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Identifikation mit den eigenen Zielen und Motiven

Wir wollen an den oberen Punkt nochmals anknüpfen. Motivation erfolgt aus eigenen Motiven, die einen zum Handeln bringen.

Die Gleichung für Motivation ist demnach recht einfach: Je klarer das Ziel und das eigene Motiv, desto besser ist also auch die Motivation. Je mehr wir etwas Bestimmtes begehren, desto mehr sind dafür bereit uns zu bemühen.

Für diese Verhalten wirst du sicherlich genug Beispiele in deinem eigenen Leben finden, wo du Motivation verspürt hast. Doch sicherlich kennst du es auch, wenn du dich mit gewissen Motiven und Zielen weniger identifizieren konntest und demnach etwas halbherziger an die Sache herangetreten bist.

Leidenschaft und Sinnhaftigkeit in dem, was man tut, sowie Identifikation mit seinen Motiven sind daher eine Notwendigkeit, um Motivation finden zu können. Was geschieht, falls dies nicht der Fall ist, möchten wir dir kurz einem prominenten Beispiel erklären:

Eine gängige Lebensphase, in der viele Menschen mit fehlender Motivation zu kämpfen haben, ist die Midlife-Crisis. Einer der Hauptgründe ist es, dass man in dem typischen Alter von etwa 30 bis 55 Jahren sein Leben gewissermaßen hinterfragt: Hat man damals wirklich den richtigen Weg in seinem Leben eingeschlagen oder hätte man sich vielleicht doch anders entschieden sollen?

Die eigene Identität, sein bisher geführtes Leben und die eigenen Ziele werden auf den Prüfstand gestellt. Gewissermaßen kann in einer Midlife-Crisis die Identifikation zu diesen Dingen beachtlich nachlassen.

Dieses Verhalten führt vor allem zu einem: zum Zweifeln an seinen bisherigen Motiven – seiner Warums im Leben.

Ganz gleich, ob in der Midlife-Crisis oder im normalen Alltag: Es kann seine Zeit dauern, ehe man die Kompassnadel des Lebens nach seinen persönlichen Motiven ausgerichtet hat. Mit einer klaren (Ziel-)Richtung (Was – Motiv) und einem feinjustierten Kompass (Wie – Plan) nimmt das Schiff des Lebens wieder Fahrt auf und findet letzten Endes auch so wieder zu altbewährter Motivation.

Empfehlung von DailyMentor

Eine Empfehlung, die wir dir deshalb gesondert aussprechen möchten: Fühle dich so sehr wie es dir möglich ist in deine Motive hinein. So fern wie sie auch noch sein möchten, doch das Gefühl, sein Ziel zu erreichen, löst wahre Glücksgefühle in einem aus. Der Einbezug solch positiver Emotionen ermöglicht es, dass wir uns noch besser mit unseren Zielen identifizieren können - wenn wir den persönlichen Erfolg vor unserem gedanklichen Auge haben.

Alte Muster verlassen, um Motivation zu finden

Falls du dich angehalten fühlst, dass du aktiv deine Motivation finden musst, scheinst du – bitte verzeih uns die Formulierung – irgendwas was falsch zu machen. Und mit falsch meinen wir gar nicht zwingend, dass du einen Fehler machst, sondern vielleicht Tag ein, Tag aus die Dinge gleich machst.

Um dir das genauer zu erklären, müssen wir einen kurzen Blick in die Neurologie und das menschliche Gehirn werfen: Erinnerst du dich an das Gefühl, als du gewisse Erfolge und Dinge, die dir wichtig waren, zum ersten Mal erlebt hast? 

Wie hast du dich gefühlt? Vermutlich war es eine Art Gefühlscocktail aus Aufregung, Glück, Zufriedenheit und ähnlichen Emotionen. Solch positive Gefühlserlebnisse löst mitunter das Glückshormon Dopamin aus. Dopamin ist der wichtigste Botenstoff des Belohnungssystems im menschlichen Gehirn und wird bspw. dann ausgeschüttet, wenn man seine Ziele erreicht hat, einen Erfolg feiern kann oder einem die unmittelbare Aussicht einer Belohnung bevorsteht, die sich aus der eigenen Handlung ergeben hat.

Dieser Glücks- und Seinszustand ist sozusagen das Endresultat der Motivation – die Vision, die durch das eigene Handeln erreicht wurde.

Doch nun kommt die Krux an der Geschichte: Irgendwann werden gewisse Handlungsabläufe, die früher noch als etwas Besonderes angesehen wurden, zu einer Gewohnheit. Nach und nach fallen immer mehr diese Glücksgefühle aus. Als kleines Beispiel: Kannst du dich noch daran erinnern, wie sehr du dich gefreut hast, als du ganz alleine das erste Mal Fahrrad ohne Stützräder gefahren bist? Wie stolz, aufgeregt und zufrieden du mit dir warst? In deinem Kopf geschah damals förmlich eine Explosion an Dopaminausschüttung. Doch wie ist es nun heute, wenn du auf ein Fahrrad aufsteigst? Wahrscheinlich deutlich weniger aufregend, oder?

Dieses recht pragmatische Beispiel soll dir letztlich genau eines sagen: Falls sich gewisse Handlungsabläufe routinemäßig in deinem Leben abspielen und du dich fest gefahren fühlst, dann wird es Zeit für eine Veränderung. Eine Veränderung, um dich wieder lebendiger zu fühlen, sodass dein Dopaminspiegel wieder steigt, dein Gehirn wieder vor eine neue Herausforderung gestellt wird, neue Synapsen bildet und du zu neuer Motivation finden kannst.

Daher legen wir dir nahe, ausgetrampelte Wege und Verhaltensmuster regelmäßig zu verlassen, um gewisse Prozesse in deinem Leben anders zu gestalten und wieder Neues zu erfahren. Neue Prozesse bedeuten neue (kognitive) Herausforderungen. Das bewusste Verlassen der eigenen Komfortzone bringt dich in neue Gewässer und zu neuer Motivation.

Die Ausrede „Das habe ich aber immer schon so gemacht“ zählt in diesem Fall nicht. Diese Entschuldigung müsstet du nicht treffen, wenn du dich motiviert fühlen würdest.

Du möchtest also neue Motivation finden? Dann verändere das Gewohnte. Mehr riskieren wirst du nicht, als ausprobieren, hinfallen, seine Erkenntnisse zu fassen und zum Gewohnten zurückzukehren.

„Ich muss“ wird zu „Ich entscheide mich“

Ein kleiner psychologischer Trick für deine Motivation ist das positive Framing der eigenen Gedanken. Einfach gesagt, haben nämlich all unsere Handlungsmotive eines gemeinsam: Positive Gefühle zu gestalten und negative Gefühle zu vermeiden.

Aus diesem Wissen heraus, entsteht eines der Hauptprobleme unseres Alltags: Nämlich, dass man oftmals eher zweiteres – das Vermeiden der negativen Gefühle – mit seinen Taten verfolgt, um nichts in seinem Leben zu verschlimmern. Die Motivation ist daher mehr ein innerer Antreiber, der aus einem evolutionären Angst- und Sicherheitsgefühl entstammt, um sich Gefahr vom Leibe zu halten. Als logische Konsequenz entwickelt man sozusagen eine „Ich muss“-Denkweise. Die „Ich-muss“-Denkweise beschäftigt sich demnach vor allem mit dem Fernhalten von negativen Gefühlen, die mit den eigenen Taten erreicht werden sollen. 

Genau an diesem Punkt setzt nun das positive Framing für eine bessere Motivation ein: Nämlich, wenn aus „Ich-muss“-Taten „Ich entscheide mich“-Taten werden.

Durch eine bewusste Entscheidung zu seinen Handlungen verändert sich nämlich der Fokus gewaltig. Man hält sich die positiven Aspekte seiner Taten vor Augen. Der (Sicherheits-)Zwang – handeln zu müssen – wird durch das Privileg ersetzt, eine freie und eigenständige Entscheidung zu treffen.  

Solch ein einfaches Reframing der eigenen Gedanken setzt das positive Warum der eigenen Taten erneut in den Mittelpunkt. Wir halten uns damit ein wertvolles Motiv vor Augen, anstatt dass wir aus einer treibenden Angst und negativen Gedanken heraus (re-)agieren. Man verbindet sozusagen mit der eigenen Motivation eine positive Energie anstatt eine negative.

Memento Mori: Motivation finden in der Endlichkeit

Memento Mori, was so viel bedeutet wie „Sei dir der Sterblichkeit bewusst“ oder etwas nihilistischer gesagt: „Bedenke, du musst sterben“ war eine lateinische Wortfolge, die im Mittelalter als Gegenbewegung gegen den moralischen Verfall vor allem der christlichen Kirche genutzt wurde. Kerngedanke dieser Bewegung war die Erinnerung an die eigene Sterblichkeit.

Dies stellt für dich nun sicherlich noch keine großartige Neuigkeit dar. Doch sie soll dir eines nochmal in die Erinnerung rufen: Das menschliche Leben ist endlich. Deine Zeit auf diesem Erdball ist begrenzt.

Die Beschäftigung mit dem eigenen Tod: Dieser Gedanke kann an erster Stelle beängstigend wirken, doch es soll dir vor allem eines sagen: Erst die (zeitliche) Begrenzung des eigenen Lebens macht eine sinnvolle Ausgestaltung des Lebens notwendig.

Zeit ist nach dieser Rechnung wohl das kostbarste Gut, das jeder Mensch besitzt. Denn Zeit vergeht. Sie kann nicht angehalten oder wiedergeholt werden. Jeden Tag verlieren wir etwas mehr von dieser kostbaren Ressource.

Doch wie kann man in solch einem Gedanken nun Motivation finden?
Ganz einfach: Dass du diese kostbare Zeit, so gut wie es dir möglich ist, nutzt. Sei bereit für Neues in deinem Leben, traue dich Risiko einzugehen, für Dinge, die es dir wert sind, verfolge deine Lebensziele und Visionen. Letzten Endes: Hol dir genau die Dinge in dein Leben, die dich motivieren, dein inneres Feuer erwecken und dich erfüllen.

Wäre unser Leben unendlich, so könnten wir uns mit dieser Lebensaufgabe unendlich viel Zeit lassen. Doch so ist es nicht. Und deshalb benötigt es deine Motivation und Verantwortung, um dir das Leben zu kreieren, welches du dir wünschst. 

Weniger aufschieben, mehr machen

Einer der größten Motivationskiller, ist die falsche Annahme, dass die Dinge erst so wirklich schwer werden, sobald man sie anfängt. Doch in Wirklichkeit ist es in der Regel genau andersherum.

Der schwerste Schritt ist die eigentliche Entscheidung; mutig zu sein, sich gegen die eigenen (negativen) Gedanken und Zweifel aufzubäumen. Denn vor dem Zeitpunkt der Entscheidung schweben wir in einem Status der Unsicherheit. Oftmals meldet sich vor Beginn der tatsächlichen Handlung der innere Kritiker. Er lässt uns daran erinnern, weshalb wir etwas unterlassen sollten und nicht gut genug wären – was wir alles nicht könnten, um uns einer neuen Aufgabe zu stellen.

Den perfekten Zeitpunkt abwarten, ist eine typische Reaktion, um solche Entscheidung hinauszuzögern. Diese gängige Entschuldigung, man müsse sich noch weiter vorbereiten, hört man in diesem Kontext des Öfteren. Doch wer auf den perfekten Zeitpunkt wartet, kann lange warten. Gleichermaßen beißt sich dieser Überlegung mit unserem zuvor genannten Memento Mori Gedanken.

Zögern hält uns nicht nur zurück, sondern lässt uns viel länger in einem Status der Unsicherheit verharren, in dem Selbstzweifel wachsen und wir uns schlussendlich der eigenen Motivation  berauben.

Verwehre dir nicht selbst deine Chancen. Sich im Nachgang für sein Nichthandeln zu ärgern, fühlt sich umso demütigender an. Motivation heißt demnach auch sich ein Herz zu fassen und mutig zu sein

Niemand weiß, was er kann, bis er es probiert hat.

Publilius Syrus (85 v. Chr. - 40 v. Chr.), römischer Mimen-Autor Tweet

Pausen und Erholung

Wir möchten dich beruhigen: Kein Mensch der Welt wird es schaffen 24/7 motiviert und diszipliniert durchs Leben laufen. Auf produktive Phasen folgen unproduktivere, erholsame Sequenzen.

Es ist die Dualität bzw. vielmehr die Vielseitigkeit des Lebens: positive und negative Gefühle, Hoch- und Tiefzeiten, Produktivität und Entspannung, usw.

Es wird dir nicht großartig helfen, wenn du dich selber zu deinen Aufgaben zwingen musst, obwohl dir jegliche Motivation und Disziplin fehlt. Sondern ganz im Gegenteil: Solch ein Verhalten kann deiner Motivation sogar eher schaden. Denn ohne Motivation sinkt die eigene Arbeitsleistung und Konzentration. Und schließlich damit auch die eigene Zufriedenheit mit seinen Ergebnissen.

Daher soll sich dieser Tipp daran erinnern, dass du dir auch Gelassenheit und Erholung erlauben kannst bzw. sogar musst. Denn eine gute Motivation kannst du nur dadurch aufrechterhalten, indem du dir auch regelmäßig Auszeiten erlaubst und du dich ausgeruht fühlst.

Denk bitte daher daran, regelmäßig deine Akkus wieder aufzuladen, Abstand zu deinen Aufgaben zu nehmen, um einen freien Kopf zu bekommen. Kein Mensch wird immer gleich gut performen können. Selbst ein paar Tage Auszeit zur Erholung sind ab und zu mal notwendig. 

Feiere deine Erfolge und setze dir Zwischenziele

Du bist ein Gewinner. Feiere deine Erfolge! Die eigenen Ergebnisse stempelt man gerne auch mal schnell als Selbstständigkeit ab. Doch das sind sie keinesfalls. Ganz egal wie klein sich auch ein Erfolg für dich auch anfühlen mag: Es ist das Ergebnis deiner Taten und aufgebrachten Motivation. Es ist durch dich zustande gekommen!

Ab und zu darfst du dir einen Moment des Innehaltens gewähren und dankbar auf dein bisher Vollbrachtes zurückschauen. Denn auch, wenn du in die Zukunft blickst und ein Ziel vielleicht noch nicht ganz erreicht ist, gab es sicherlich bereits Zwischenetappen, die du erfolgreich gestalten konntest. Nicht umsonst hast du es nämlich bis hierhin in deinem Leben geschafft.

Daher als weitere Inspiration, um deine Motivation aufrechtzuerhalten: Anstatt ein gewaltiges Vorhaben als großes Ganzes zu betrachten, zerstückle es in kleinere Zwischenziele. So erwartest du nicht eine lange Durststrecke ehe dein Dopaminspiegel wieder steigen darf, sondern du kannst regelmäßig – Schritt für Schritt – deine Erfolge wahrnehmen.

Das Feiern seiner eigenen Erfolge ist keinesfalls ein narzisstischer Ansatz. Mit diesem Verhalten nutzen wir vielmehr erneut die positive Psychologie, um uns selbst zu loben und erbrachte Leistungen anzuerkennen.

Motivation findest du schließlich nicht nur in deinen noch zukünftigen Unternehmungen, sondern auch in deinen bereits erreichten Zielen. Sie schenken einem Selbstvertrauen, Mut und stärken einem den Rücken für seine weiteren Unternehmungen.

Das Bewusstsein für seine bisherigen Erfolge ist essenziell, um sich klarzumachen, was man alles schon selbstständig erreicht hat. Dieses Bild lässt einen regelmäßig motiviert fühlen. Es stärkt die eigenen Stärken – vielleicht auch gerade in Momenten, in denen man in einem kleinen Motivationstief sitzt.


Wir von DailyMentor hoffen, dass du aus unseren Worten ein paar neue hilfreiche Handwerkszeuge und Denkweisen erhalten hast, die dein Mindset und deine Motivation nachhaltig unterstützen. Ganz gleich für welche persönlichen Zielvorhaben du diese neuen Fähigkeiten auch nutzen möchtest:
Bedenke, dass deine Motivation aus dir und deinen Gedanken, sowie aus einem starken und positiven Warum entsteht.

Innere Antreiber erkennen, verstehen & auflösen

Innere Antreiber beschrieben anhand einer Silhouette des Gehirns und Gedankenstrahlen

Kennst du diese kleine Stimme, die sich permanent bei dir meldet und dir sagt, wie du zu sein und zu handeln hast? Ich muss alles perfekt machen, stark sein, gefällig sein, mich immer anstrengen. Ich muss dies und das. Ähnliche Sätze wie diese verleiten einen Menschen zu klaren Handlungs- und Denkmustern, die sich fest in der Persönlichkeit verankert haben. Diese lebensbestimmenden Sätze nennt man innere Antreiber.  

Im Grunde repräsentieren innere Antreiber positive Eigenschaften eines Menschen und befähigen ihn etwas besonders gutzumachen. Die Krux in dem Konzept der inneren Antreiber: Aufgrund eines falschen persönlichen Bezugs zu seinen Antreibern, kann ein Mensch schnell dazu tendieren seine inneren Antreiber in einem übertriebenen und unpassenden Maß auszuleben.

Unsere inneren Antreiber haben einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Denk- und Handlungsweise, wie wir meinen unser Leben bestreiten zu müssen. Fehlen uns in diesem Sinne die förderlichen Gedanken, die wir mit ihnen assoziieren, legen wir uns manchmal mehr Steine in den Weg, als dass wir sie wegschaffen. Stress und kräftezehrende Gedanken folgen dem Alltag, die es nur selten schaffen den inneren Antreiber zu bändigen.

Was nämlich in diesem Zuge schnell vergessen wird: So sehr wie diese Antreiber uns in gewissen Bereichen hemmen mögen, lassen sie uns in anderen auch deutlich besser sein als unser Umfeld. Sie schenken uns Motivation und bringen uns voran. Sie treiben uns an. 

Es wirkt nahezu verwirrend, doch unsere inneren Antreibern melden sich bei einem, weil sie es eigentlich gut mit uns meinen wollen. Im Grunde treiben sie uns nämlich an, um ein tief in uns liegende Bedürfnisse zu füllen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind innere Antreiber und wie wirken sie? 

Innere Antreiber sind letzten Endes nichts anderes als Glaubenssätze. Und wie es in dem Wort schon steht, glauben wir an diese Sätze. So wie es positive und negative Glaubenssätze gibt, gibt es dies auch für innere Antreiber.

Der Unterschied zwischen Antreibern und Glaubenssätzen ist, dass ein innerer Antreiber mehr als ein „Hauptglaubenssatz“ des eigenen Lebens gilt, der sich aus intensiven Erfahrungen und mehreren Glaubenssätzen gebildet hat; also mit einer viel vehementeren Beeinflussung auf unterschiedlichste Lebensbereiche für einen Menschen einhergeht, als es normale Glaubenssätze tun.

Die Ausmaße dieser Wirkung sind für außenstehende manchmal kaum nachvollziehbar. Doch all unsere inneren Antreiber und Glaubenssätze – ganz gleich, ob positiv oder negativ – bilden sozusagen eine dicke Brille mit viel Dioptrien, die sich jeder Mensch aufgesetzt hat.

Diese Brille beeinträchtigt die Sicht von jedem Menschen: Wie man sich selbst sieht, auf sein Leben und die Welt schaut. Die Konsequenz erkennt man schließlich in den eigenen Denk- und Verhaltensmustern:

  • Was man denkt, wer man zu sein hat
  • Wie man denkt, sich verhalten zu müssen
  • Wie man denkt, was man darf/muss/kann oder auch nicht
  • Wie man sich fühlt

Was dabei von entscheidender Bedeutung ist, ist der persönliche Umgang mit seinen Antreibern. Die Energie, die man seinen Antreibern nämlich schenkt, entscheidet darüber welche Wirkungen sie auf das Leben entwickeln können. 

Betankt man seine inneren Antreiber also mit negativer Energie und assoziiert sie vor allem mit etwas Schlechtem, so werden sie für eine Person aller Voraussicht nur als Verhinderer und persönliche Hemmungen wirken.

Stell dir nochmal kurz die „Glaubenssatzbrille“ von vor ein paar Absätzen vor: Diese Brille wird in negativer Energie getränkt bzw. ist vor allem von negativen Denkmustern gezeichnet. Die Sicht auf das Leben wird dadurch stark beeinträchtigt und vielleicht auch viel schlechter gesehen, als es andere Menschen tun würden.

Doch diese Brille muss nicht für immer trüb bleiben. Innere Antreiber und Glaubenssätze lassen sich verändern und können uns im Leben behilflich sein.

Denn schließlich treiben uns unsere Antreiber an: So zu denken, wie wir denken, so zu handeln, wie wir handeln und so zu fühlen, wie wir fühlen. Bestenfalls sollten es positive Energien und Gedanken sein, die wir mit unseren Antreiber verbinden.

Der innere Antreiber – gut und böse gleichermaßen?

Unsere Antreiber verleiten uns zu unseren Denk- und Verhaltensweisen. Dass ein innerer Antreiber – so negativ wie er sich auch anfühlen mag – nicht ausschließlich negativ auf das Leben eines Menschen wirkt, möchten wir dir anhand eines Beispiels zeigen:

Ein Perfektionist, der denkt, er müsse immer perfekt sein, wird bei seinen Aufgaben immer alles geben. Eine Aufgabe, die er angefangen hat, wird er immer zu Ende bringen wollen. Sicherlich wird ihm dies auch in der Schule bzw. bei der Arbeit helfen: Gute Noten, stets Projekte in bester Zufriedenheit abgeschlossen und vielleicht hat der Perfektionist genau deshalb die ersehnte Beförderung erhalten.

Diese Denkweise wird ihm in vielen Formen helfen immer das Bestmögliche aus sich herauszuholen. Doch genauso ist dieses Verhalten für ihn immens kräftezehrend. Die Person wird sicherlich kaum zur Ruhe finden. Jedes Staubkorn in der Wohnung muss aufgesaugt werden. In Kleinigkeiten wird sich stetig verzettelt und bei jeder Aufgabe im Detail verloren. Unter Umständen leiden unter seinem Muster deshalb auch seine Beziehungen und Freundschaften, da er genau solche Ansprüche auch an sein soziales Umfeld stellt.

Nun sag du uns: Hat der innere Antreiber diese Person im Leben nur blockiert oder stets geholfen? Perfektionismus – so wie auch andere innere Antreiber – ist ein zweischneidiges Schwert – Fluch und Segen gleichermaßen.

In der Untersuchung und Weiterentwicklung der Transaktionsanalyse erarbeitete Taibi Kahler 1977 die fünf inneren Antreiber. Sie sind sozusagen die typischsten Formen an Antreibern. An ihnen wollen wir beispielhafte mögliche Vor- und Nachteile gegenüberstellen:

Innerer Antreiber Vorteile Nachteile

Sei stark!

hohes Durchhaltevermögen, resilient, Autorität, belastbar

kann nur schwer Hilfe annehmen, Einzelkämpfer, hat Probleme im Umgang mit (negativen) Gefühlen

Sei perfekt!

hoher Qualitätsanspruch, guter Planer, detailgetreu, sorgfältig

langsames Arbeitstempo, zu hohe Ansprüche an sich selbst und andere, hoher Informationsbedarf, verliert sich in Details

Sei gefällig!

empathisch, hilfsbereit, harmonisierend, ausgeprägte emotionale Intelligenz

sagt schnell Ja und selten Nein, hat das Gefühl es allen recht machen zu müssen, stellt Bedürfnisse anderer Menschen über die eigenen, geringe Kritikfähigkeit

Streng dich an!

hohes Engagement, Bereitschaft, Disziplin, lösungsorientiert

Missachtung eigener körperlicher und emotionaler Grenzen gerät mit seinen Aufgaben schnell in persönliche Überforderung

Beeil dich!

entscheidungsfreudig, gutes Zeitmanagement, schnelles Arbeiten

macht Dinge gleichzeitig und unsauber, Tendenz zur Unorganisiertheit, fehleranfällig

Du siehst: Ein und derselbe Antreiber kann uns sowohl unterstützen, als auch schaden. 

Durch die Antreiber strengen wir uns in gewissen Dingen mehr an als andere oder sind genau deshalb besonders gut in bestimmten Eigenschaften.

Gegensätzlich blockieren wir uns schlichtweg selbst bei einer zu schlechten Einstellung und Denkweise zu unseren Antreibern, stecken uns vielleicht sogar in die Opferrolle des eigenen Lebens, für das wir nach wie vor in voller Verantwortung stehen. Manchmal wirkt es so, als würde man sich sein eigenes Glücklichsein verwehren und sich in ein schlechteres Licht stellen als notwendig.

Um sich in dem richtigen Umgang mit seinen Antreibern zu üben, benötigt es an erster Stelle das Bewusstsein für seine tief sitzenden Glaubenssätze. Diese Erkenntnis ist der erste – und unheimlich große – Schritt in die richtige Richtung.

Dadurch können wir lernen mit ihnen besser umzugehen, um auch die negativen Einflüsse zu entkräften. Langfristig befähigen wir uns dadurch die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen. Doch dazu kommen wir später genauer.

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Schweizer Schriftsteller Tweet

Ein kleiner Exkurs: Deine Gedanken, deine Handlungen, deine Gefühle

Ein wichtiger Punkt, der besonders zu diesem Thema – doch auch generell im Leben – von großer Bedeutung ist, ist, dass alle Aspekte deines Seins miteinander in Verbindung stehen. Es ist ein Kreislauf, den wir dir gerne genauer erläutern möchten.

Wir bitten dich: Nimm dir die folgenden Worte zu Herzen und lass sie in dir wirken. Reflektiere dich und lass diese Inspiration für einen Moment in dir resonieren.

Deine Gedanken verleiten dich zu deinen Entscheidungen. Deine Entscheidungen zeigen sich in deinen Verhaltensweisen. Diese bringen dir wiederum Erfahrung in dein Leben. Diese Erfahrungen lassen in dir Emotionen entstehen. Und schlussendlich: Emotionen lösen wieder deine Gedanken aus. Es ist ein Kreislauf, den jeder von uns Menschen im Leben führt.

Innere Antreiber erklärt anhand des Kreislaufs von Gedanken, Entscheidungen, Verhalten, Erfahrungen und Emotionen

Das, was du also denkst, wird sich auf die eine oder andere Art in deinem Leben bemerkbar machen und zeigen. Deine Gedanken bleiben nicht nur fiktiv in deinem Kopf – und vor allem nicht ohne Einfluss. Ganz im Gegenteil: Mit deinen Gedanken ziehst du dir bestimmte Emotionen und Erfahrungen ins Leben.

Weshalb wir dir das erzählen? Weil deine Antreiber und Glaubenssätze ausschlaggebend für deine Gedanken sind und diesen Kreislauf entsprechend befeuern. 

Eine schwangere Frau, die offensichtlich weiß, dass sie schwanger ist, sieht auf einmal nur noch andere Schwangere. Du wolltest schon immer deinen Traumwagen? Auf einmal siehst du diesen andauernd auf den Straßen. Als würden alle dieses Auto fahren, außer du.

Vielleicht hast du auch einen Menschen in deinem Umfeld, der grundsätzlich optimistisch und mit einem positiven Mindset durch das Leben geht. Bei demjenigen scheint es ganz so, als würde ihm alles ganz leicht von der Hand gehen und sich sein Glück von alleine – schon fast zufällig – einstellen.

Es sind zwar recht pragmatische Beispiele, doch es soll dir eines zeigen: Du nimmst das wahr, was du denkst. 

Das ist alles andere als ein Naturgesetz. Vielleicht liegt auch keine direkte Kausalität vor. Doch trotzdem eine gewisse Korrelation. Letztlich sollen es Beispiele dafür sein, welche Bedeutung deine Gedanken besitzen.

Die Kraft deiner Gedanken ist so unglaublich groß und daher auch so ausschlaggebend für die Gestaltung deines Lebens. Deshalb sei dir eines bewusst: Du bist derjenige, der alles, was in deinem Leben ist, kreiert hat. Es kommt alles aus dir – aus deinem Inneren, deinen Gedanken und Entscheidungen. Wir holen uns langfristig nämlich das in unser Leben, was wir vermuten, das uns zustehe.

Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken.

Marcus Aurelius (121-180 n. Chr.), römischer Philosoph Tweet

Unsere Glaubenssätze und inneren Antreiber sind von diesem nicht ausgenommen. Ganz im Gegenteil: Sie spielen eine maßgebliche Rolle. Deshalb ist es so wichtig, dass wir förderliche Gedanken an den Tag legen und mit unseren Antreibern verbinden. Das beschreibt mitunter…

Das Phänomen des Bestätigungsfehlers

Für unsere Gedanken werden wir nämlich immer Bestätigung suchen – und in aller Regel auch finden. So sind wir Menschen.

Wir sehen das, was wir sehen wollen. Wir sind ganz gut darin die Dinge so zu verschieben und verdrehen, dass wir uns selber bestätigt fühlen. Ganz gleich, ob wir negativ oder positiv über uns denken. Wir „belohnen“ uns nämlich damit, dass wir recht haben und uns in der eigenen Sichtweisen bestätigen. Diese Eigenart unseres Gehirns erklärt das bekannte Phänomen des Bestätigungsfehlers:

Es ist die menschliche Tendenz zur kognitiven Verzerrung und dir Neigung einer Person, Informationen so auszuwählen, zu ermitteln und zu interpretieren, dass sie die eigenen Erwartungen und Ansichten erfüllen. Also einfach gesagt: Sich Informationen so zurechtzulegen (und andere ggf. sogar zu ignorieren), sodass die eigene Meinung bestätigt wird.

Haften an unseren inneren Antreibern also vor allem negative Gedanken und Ansichten, so wird es uns schwerfallen, dass wir uns von dem positiven Gegenteil überzeugen können.

Genau mit diesem Phänomen wollen wir später nämlich noch arbeiten: Wir schauen uns deine inneren Arbeiter ganz genau an. Wir nehmen sie auf den Prüfstand, was vielleicht an ihnen falsch ist und versuchen sie umzukehren. 

Der Bestätigungsfehler ist mitunter daran schuld, die Realität negativer zu sehen, wenn du von negativen Gedanken ausgehst. Ist man sich diesem Fehler aber bewusst, kann man damit Negatives in Positives drehen. Wir können uns das Phänomen nämlich auch zu Gute machen.

Du bist dran: Falsche innere Antreiber erkennen

Es ist so weit: Wir möchten uns nun dir ganz persönlichen widmen. Vielleicht hast du schon eine grobe Vorahnung, was deine inneren Antreiber sein könnten. Falls jedoch noch nicht ist das auch nicht weiter schlimm. Denn genau deshalb bist du hier.

Wir suchen nun im folgenden deine inneren Antreiber: Deine Forderung, die du dir immer wieder selbst stellst – wie du zu sein hast. Vielleicht stellst du dir aber auch immer wieder die gleiche zermürbende Frage, die du dir einfach nicht beantworten kannst. In diesem Fall sprechen wir nämlich von deiner persönlichen Grundfrage, die für dich als innerer Antreiber fungiert.

Den inneren Antreiber erkennen: Wo verspürst du größeren Widerstand?

Ein erster Punkt, um an deinen inneren Antreiber heranzukommen, ist, dass du dir ganz ehrlich deine Lebensbereiche anschaust, wo du am meisten persönliche Widerstände verspürst.

Widerstand ist nämlich ein Gefühl, das seine Berechtigung hat und vor allem auch nicht ohne Grund vorliegt. Denn Widerstand ist eine persönliche Schutzfunktion, die verhindert, dich mit schmerzhaften Gefühlen zu konfrontieren. Auf Druck entsteht Gegendruck – sprich Widerstand. Dort, wo du also Widerstand oder ein Druckgefühl empfindest, kann sich auch ein innerer Antreiber vermuten lassen.

Die folgenden Fragen und Anregungen möchten wir dir mitgeben, sodass du einmal in dich hineinhorchst:

Wo in deinem Leben verspürst du die meisten Reibungspunkte?
In welchen Lebensbereichen entstehen für dich schneller persönliche Konflikte bzw. wo liegen diese für dich vor?
Welche wiederkehrenden Gedanken verfolgen dich im Alltag?
Welche Hintergründe und Bedürfnisse verfolgst du mit deinen täglichen Handlungen?
Vielleicht gibt es auch einen bestimmten Bereich, wo du innere Blockaden verspürst, du dich zurückgehalten fühlst oder dich selber unter starken Druck setzt. Welche sind das?

Deine Antworten sollten für dich erste Indizien sein, dass hier gewissermaßen etwas nicht stimmt; dass sich hier vielleicht dein innerer Antreiber oder auch deine Grundfrage des Lebens verbirgt.

Anstatt, dass du diese Gedanken und Widerstände nun weg- oder unterdrückst, gewähre dir die Empfindungen und fühle dich in sie hinein. Womöglich fällt dir dies im Moment noch etwas schwerer. Doch das soll vollkommen in Ordnung sein. Setze dich bitte daher nicht unter Druck und gewähre dir diesen natürlichen Prozess.

Am besten beobachtest du dich einfach die folgenden Tage mit dem Wissen, dass du auf der Suche nach deinem inneren Antreiber bist. Er wird sich stets auf eine Weise über den Tag bemerkbar machen. Mit diesem Wissen bist du sensibilisiert. Beobachte also deine Gedanken, Gefühle und Handlungen. Überleg dir, was sie dir gerne sagen möchten und was sich hinter ihnen verbirgt.

Um dir bei dieser Übung etwas zu helfen, möchten wir uns den inneren Antreiber „Sei gefällig!“ einmal genauer anschauen und wie er sich in bestimmten Bereichen eines Menschen möglicherweise äußern kann:

Die Person scheint immer gut gelaunt zu sein – selbst wenn es ihr ggf. auch mal nicht so gutgeht. Aufgrund der Harmoniebedürftigkeit versteckt sie vielleicht ihre negativen Emotionen, um keinem zur Last zur fallen. Negative Gefühle scheinen grundsätzlich etwas Bösartiges zu sein, das man nicht zeigen darf.

Zuerst denkt man immer an die anderen. Die Wünsche und Bedürfnisse anderer Personen werden über die eigenen gestellt. Die Person hat Probleme Nein zu sagen und ihre persönlichen Grenzen einzuhalten. Sie möchte niemand anderen verletzen und hat vielleicht sogar Angst, dass andere schlecht über sie denken oder sogar abweisen. Die Person hat demnach ganz feine Antennen, wie es anderen Menschen geht, versucht es allen recht zu machen, passt sich gerne an und sucht in ihrem Umfeld förmlich nach wertschätzender Bestätigung der eigenen Persönlichkeit.

Die Aufmerksamkeit der Person liegt viel im Außen. Eigene (negative) Gefühle und Gedanken werden manchmal gar nicht richtig wahrgenommen. Das eigene Selbstwertgefühl ist an die (positiven) Reaktionen der Mitmenschen gekoppelt. Ohne diese Resonanz weiß die Person nicht, ob sie gemocht wird oder nicht. Ihr Selbstbild wirkt womöglich auch etwas fragil bzw. variabel, sodass bspw. auch das Selbstbewusstsein ein Problem sein könnte.

Die Person versucht sich vor allem positiv zu äußern, weicht vielleicht auch unangenehmen Gesprächsthemen aus. In ihrem Auftreten wirkt sie sehr lebendig, um die Aufmerksamkeit von anderen zu erhalten.

Mag mich die andere Person überhaupt? Wie kann ich anderen noch behilflich sein? Falle ich gerade wem anders zur Last? Bin ich wertvoll und genug? Werde ich wahrgenommen?

Den inneren Antreiber erkennen: Wo liegt sein Ursprung?

Dass du dir einen bestimmten inneren Antreiber ins Leben geholt hast, ist nicht ohne Grund geschehen. Den eigenen Antreiber zu erkennen, ist wichtig. Den Ursprung dahinter zu verstehen, hilft uns jedoch noch weiter, um mit ihm langfristig besser umzugehen. 

Dafür möchten wir dich also einladen, dass du einen Blick in deine Vergangenheit – vor allem auch in deine Kindheit – wirfst. Oftmals waren es nämlich intensive Erfahrungen in unserer Vergangenheit, die uns bestimmte Verhaltens- und Denkweisen entwickeln ließen. Öfters als wir denken liegt dieser Ursprung in unserer Kindheit und bei unserem inneren Kind:

Du musst wissen, als Kind nehmen wir alles persönlich. Alles, was uns im Leben passiert, projizieren wir in jungen Jahren auf uns selbst. Dieser Mechanismus ist durch die Natur bedingt: Als Kind lernen wir von unserem Umfeld, um schnellstmöglich (über-)lebensfähig zu werden. Dabei ist die Eltern-Kind-Beziehung eine ganz wichtige Beziehung in dem Leben eines Kindes. Die Beziehungen und Erfahrungen zu unseren Eltern, aber auch grundsätzlich, was wir als Kind erlebt haben, besitzen einen großen Einfluss auf unsere Muster, die wir bis in unser Erwachsenenalter mitnehmen.

Doch auch wenn die Kindheit so prägend ist, muss sie nicht ausschließlich der Ursprung unserer Antreiber sein. Denn auch im Erwachsenenalter können sich noch innere Antreiber entwickeln: eine gescheiterte Beziehung, eine fatale Fehlentscheidung mit bösen Konsequenzen, Unzufriedenheit im Beruf, eine zerstörerische Freundschaft, finanzielle Nöte, Krankheiten o.Ä. – den möglichen Ursachen sind keine Grenzen gesetzt.

Du siehst: Die möglichen Ursprünge deines Antreibers sind vielzählig und sind vor allem von deiner subjektiven Wahrnehmung und deinen Erfahrungen geprägt. Wir möchten dir deshalb nur ein paar Möglichkeiten deshalb aufzählen, um dir ein Gefühl zu geben, wo vielleicht auch du ansetzen könntest:

Ich bin für alles verantwortlich.
Ich bin an allem schuld.
Ich bin nicht wertvoll.

Ich bin nicht wertvoll.
Ich muss anderen gefallen.
Ich muss es jedem recht machen.
Ich muss stark sein.
Ich darf nicht auffallen.

Ich bin auf mich alleine gestellt.
Ich kann keinem vertrauen.
Ich muss stark sein.
Ich habe keine Liebe verdient.

Entscheidungen zu treffen fallen mir schwer.
Ich lasse lieber Entscheidungen treffen, als sie selber zu fällen.
Ich muss so viel wissen wie möglich.
Ich muss perfekt sein.

Ich muss stark sein.
Ich muss alles mit mir alleine ausmachen.
Ich darf keine Hilfe annehmen.
Ich vertraue nur mir selbst.

Die Ursprünge seiner inneren Antreiber sind so vielfältig und beruhen auf einer ganz subjektiven Wahrnehmung, dass dies auf einer persönlichen Ebene in solch einem Artikel kaum wiederzugeben sind. Wir hoffen jedenfalls, du hast ein Gefühl dafür erhalten, wovon wir sprechen, sodass auch du bei dir ansetzen und schauen kannst.

Innere Antreiber aus positiven Erfahrungen

Du musst wissen, dass sich innere Antreiber zwar meist aus negativen Erlebnissen bilden, doch es manchmal auch positive Erfahrungen waren. So kann es bspw. sein, dass du etwas ganz Positives erfahren hast, was du in deinem Leben nicht mehr missen möchtest. 

Diese positive Erfahrung kann sich als Ursprung deines inneren Antreibers herausstellen. Obwohl du ein positives Erlebnis mit deinem inneren Antreiber verbindest, kann es dir ein gewisses Druckempfinden verleihen; dass du Angst hast, dieses Gefühl zu verlieren und du deshalb alles geben möchtest, um es zu bewahren. Obwohl es für dich eine positive Erfahrung war, hat sie sich in dir gewissermaßen verkehrt und mit negativer Energie verbunden.

Falls du dich damit angesprochen fühlst, werde dir auch diesen positiven Erfahrungen bewusst, und dass du im Grunde dafür dankbar sein kannst. Langfristig sollte es dann dein Ziel sein, dass du auch wieder diese positive Energie mit deinem Antreiber verbinden kannst.

Das Erkennen seiner persönlichen Widerstände und deren Ursprünge: Es sind zwei Punkte, die ihre Zeit benötigen, eine Menge Selbstreflexion verlangen und dass du in dich in aller Ruhe hineinhorchst.

Daher ist unsere Bitte an dich: Nimm dir diese Zeit für dich. Schau dir in aller Ruhe deine Gedanken, Erinnerungen und Gefühle an. Lass das, was sich dann zeigen möchte, zu und erkunde es.

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Umgang, Prüfung und Änderung des inneren Antreibers

Solltest du nun deinen inneren Antreiber und seinen Ursprung erkannt haben, möchten wir uns genauer mit ihm beschäftigen. 

Wir möchten uns gemeinsam anschauen, was er uns Gutes und Böses tut – wie er schließlich Einfluss auf unser Leben hat. Gleichermaßen möchten wir ihn hinterfragen: Wollen wir uns auch für die Zukunft mit unserem inneren Antreiber identifizieren? Oder wollen wir uns vielleicht dazu entscheiden ihn für uns neu zu definieren?

Für die weiteren Punkte wird es dir helfen, wenn du bereits eine grobe Vorstellung hast, was dein Antreiber sein könnte, damit du gleich mitmachen kannst.

Prüfung: Lieber innerer Antreiber… Was machst du mit mir?

Wenn du dir deinen persönlichen Antreiber so betrachtest: Was macht er mit dir? Wie zeigt er sich in deinem Leben? In deinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen. 

Er verleitet dich so zu handeln, wie du es tust. Daher hilft es dir, dass du einmal die positiven und negativen Konsequenzen deines inneren Antreiber gegenüberstellst. Wozu befähigt dich dein Antreiber? Wovon hält er dich aber vielleicht auch ab?

Schnapp dir doch mal ein Blatt Papier und schreibe genau diese Gedanken auf.

Innere Antreiber: Erklärung von Vor- und Nachteilen des Antreiber "Ich muss stark sein."

Umgang: Welche Bedürfnisse liegen hinter deinem Antreiber?

Der inneren Antreiber ist nicht ohne Grund in uns. Er will uns was sagen. Im Grunde sind an ihn tief in uns liegende Bedürfnisse gekoppelt. Er treibt uns in unserem Leben deshalb so stark an, weil wir das Gefühl haben, dass wir ein bestimmtes Bedürfnis (noch) nicht in unserem Leben besitzen.

Beispielhaft schauen wir uns deshalb nochmal die fünf Antreiber aus der Transaktionsanalyse an und welche möglichen Bedürfnisse hinter diesen Sätzen liegen können:

Sei perfekt → Das Bedürfnis nach Kontrolle, sich Fehler einzugestehen
Sei gefällig → Das Bedürfnis nach Harmonie, Aufmerksamkeit, Liebe, Wertschätzung
Streng dich an → Das Bedürfnis nach Erfolg, Zufriedenheit, Wertschätzung
Sei stark → Das Bedürfnis nach dem inneren zu Hause, Emotionen fühlen, Schwäche zeigen dürfen
Beeil dich → Das Bedürfnis nach Gelassenheit, Ruhe, Zufriedenheit

Verstehe daher, welche Bedürfnisse unter deinem Antreiber liegen. Sie sind es nämlich, die unseren Antreiber wirklich aktivieren und weshalb wir ihn in unser Leben gebracht haben. Wenn wir uns also die Bedürfnisse in unser Leben holen bzw. sicherstellen, kann nämlich unser innerer Antreiber gewissermaßen an negativer Energie bzw. Lautstärke verlieren und zur Ruhe finden.

Frag dich also ehrlich: Welche deiner Bedürfnisse hast du versucht, durch deinen inneren Antreiber zu erfüllen?

Falls du den Ursprung deines Antreibers erkannt hast, kannst du auch dort nochmal schauen welche Bedürfnisse damals nicht erfüllt wurden. Der Ursprung steht nämlich meist in enger Verbundenheit mit diesem Bedürfnis, was damals nicht erfüllt wurde.

Änderung: Transformiere deinen inneren Antreiber

Bisher haben wir gemeinsam in die Vergangenheit und Gegenwart geschaut; wie sich dein innerer Antreiber ergeben und dich bis hier hin beeinflusst hat. Doch nun geht es darum, wie wir ihn zukünftig neu erfinden dürfen. Anstatt, dass wir mit ihm eine negative Treibkraft assoziieren, möchten wir ihn nun mit neuer Energie betanken. 

Wir legen ganz bewusst den Fokus auf das Positive unseres Antreiber und formulieren das Negative um, ohne ihm die ursprüngliche Bedeutung zu nehmen. Denn wir wissen: Unser innerer Antreiber hilft uns auch in vielen Lebensbereichen. Diesen Einfluss möchten wir ihm auch gar nicht nehmen, sondern beibehalten.

Also überlege dir, wie du deinen Antreiber für dich umformulieren kannst. Jeder von uns hat eine gewisse Formulierung im Kopf, die wir uns regelmäßig in bestimmten Situationen sagen. Diese wollen wir nun nehmen und verändern.

Zuallererst nimm dir deine alte Formulierung deines Antreiber-Satzes und beachte dabei vor allem auf Worte, die deinem inneren Antreiber seine besondere Ausdrucksstärke verleihen, bspw. immer, nie, alle, außer, ich, warum, wann, fühlen etc.

Frag dich nun, ob diese starken Worte ihre Daseinsberechtingung haben und achte später darauf, wie du sie in deiner neuen Formulierung einbaust. Deine neue Formulierung soll den Fokus auf das Konstruktive und Positive legen – was vielleicht auch schon da ist und nicht, was noch nicht da ist. Wir möchten uns nämlich das Gute und die Fülle in unserem Leben vor Augen halten bzw. wie wir diese bereits im Hier und Jetzt erlauben können – nicht das Gegenteil.

Unsere Hilfe für die Umformulierung ist, dass du deinen Antreiber als Frage formulierst. Somit wirkt der Satz nicht absolut – so, als wäre er ein Fakt für dich.

Ich muss stark sein. → Warum fühle ich mich immer so, dass ich stark sein muss?

Ist dein Antreiber nämlich eine Frage, so kannst du dich jedes Mal fragen: Stimmt das eigentlich, was ich mir bisher immer wieder selber sage? Sind die Umstände wirklich so negativ, wie ich sie augenscheinlich sehe?

Genauso bist du nach der positiven Umformulierung deines Antreiber dahingehend angehalten, dich und deine Umwelt stets zu reflektieren, um dir deine positive Bestätigung vor Augen zu halten.

Beachte vor allem, dass deine neue Formulierung ausschließlich positiv oder konstruktiv formuliert ist. Es ist ganz wichtig und ein wichtiger Bestandteil des Framing-Effekts, dass wir keine Negationen in unsere neue Formulierung einbringen:

Schlechtes Beispiel: Wann habe ich es geschafft nicht perfekt zu handeln?
Positives Beispiel: Wann habe ich mir heute Ruhe und Gelassenheit gewährt?

Wie könnte mit diesem Wissen also dein neu transformierter Antreiber heißen?

Alter Antreiber Neuer Antreiber

Ich fühle mich für alles verantwortlich.

Wofür trage ich in meinem Leben die Verantwortung?
Wo habe ich heute Verantwortung bzw. Kontrolle abgeben dürfen und habe trotzdem Gutes erfahren?

Ich muss es schaffen.

Wie entdecke ich, was ich bereits erreicht habe?
Was habe ich heute für mich getan, um mich zufrieden zu fühlen?

Ich muss perfekt sein.

Wann habe ich mir heute einen Fehler verziehen und was konnte ich aus ihm lernen?
Wann habe ich mich heute wertvoll gefühlt auch ohne, dass ich Leistung erbringen musste?
Wann war ich heute zufrieden mit mir?

Ich muss mich immer stark zeigen.

Wann habe ich mich heute besonders wohlgefühlt?
Wann habe ich mich heute authentisch gezeigt?
Wann habe ich mir heute Schwäche einstehen dürfen?

Ich muss es allen recht machen.

Was kann ich dafür tun, um meine Bedürfnisse zu kommunizieren?
Wie kann ich meine Grenzen einhalten?

Ich darf nicht Nein sagen.

Wie kann ich meine Grenzen einhalten?
Wann habe ich heute zu etwas Nein gesagt?

Ich habe keine Liebe verdient.

Was kann ich für mich tun, um mich wertvoll zu tun?
Wie darf ich mir erlauben, mich selbst zu lieben?

Ich werde nicht beachtet.

In welchen Situationen habe ich mir heute Gehör und Beachtung eingefordert?
Wann habe ich heute Wertschätzung und Respekt bekommen, für das, was ich bin?

Ich ziehe Leid an.

Wie kann ich es schaffen konstruktiv auf das zu reagieren, was passiert?
Was ist mir heut Gutes gesehen, für das ich dankbar bin?

Du siehst, dass wir das ursprüngliche Bedürfnis und Problem, um das es sich in dem inneren Antreiber handelt, nicht anfassen oder gar manipulieren. Alles, was wir mit der Umformulierung machen, ist den Fokus auf das Positive und Konstruktive zu richten.

Ein Blick in die Zukunft: Spüre in deinen neuen Antreiber

Wenn du dir nun deine neue Formulierung ansiehst, wie fühlt es sich für dich an?

Überleg dir, welche positiven Effekte deine neue Formulierung für dich hat. Was gewährst du dir damit? Und welche negativen Auswirkungen entfallen vielleicht sogar für dich?

Mache dir bewusst, dass du es selber bist, der seinen inneren Antreiber „füttern“ kann – nämlich genau mit dem Bedürfnis, welches du dir in deinem Leben wünschst. Was kannst du dir also geben, um dich und deinen neuen Antreiber zufriedenzustellen?

Wir wünschen uns für dich, dass dein neuer Antreiber – man nennt ihn in diesem Zuge auch Erlauber – in dir schöne und neue Erkenntnisse erweckt. 

Genau mit diesem Wissen empfehlen dir, dass du dir deinen neuen Antreiber jeden Morgen mit dem Aufstehen aufsagst und nochmals abends, bevor du dich schlafen legst. Damit stellst du einerseits die Weichen, um deinen Tag nach deinem positiven Antreiber auszurichten und andererseits erlaubst du dir abends einen Moment der Reflexion. Abends darfst du stolz auf dich und deinen Tag sein, wenn du dir bewusst machst, wie du deine neuen Gedanken- und Verhaltensweisen um deinen neuen Antreiber ausgerichtet hast.

Genauso möchten wir dir auch nochmal zusprechen: Es kann vielleicht passieren, dass du in Zukunft nochmal in alte Muster verfallen könntest. Das ist vollkommen in Ordnung. Bitte verurteile dich nicht dafür, denn du bist auf dem richtigen Weg. Beobachte dich regelmäßig über den Tag und halte dir deine neue Formulierung vor Augen. Vertraue dir und dem Prozess.

Der innere Antreiber auf einen Blick

Bevor wir dich nun verabschieden, erhältst du nochmal einen Überblick mit den wichtigsten Dingen, die du bitte für dich und deinen inneren Antreiber beachten solltest.

  1. Jeder von uns besitzt seine inneren Antreiber. Sie haben uns in der Vergangenheit oftmals gedient und zu dem Punkt gebracht, wo wir heute stehen.
  2. Jeder Antreiber hat seinen Ursprung. Sie haben sich nicht per Zufall für unser Leben eingestellt. Ganz im Gegenteil: Es waren intensive Erfahrungen in der Vergangenheit, die uns geprägt haben und mit starken Gefühlen verknüpft sind.
  3. Hinter jedem Antreiber liegt ein Bedürfnis, das wir uns selber erfüllen möchten.
  4. Für unseren inneren Antreiber zahlen wir oft einen hohen Preis, verwehren uns manchmal unser Glück und denken schlechter über uns, als wir sollten.
  5. Das, was wir denken und fühlen, holen wir uns in unser Leben.
  6. Unsere inneren Antreiber lassen sich verändern. Wie ist es dir möglich diese umzuformulieren?
  7. Frag dich immer wieder neu: Was kannst du dir schon heute geben, um deinen Antreiber zu befriedigen und deine Bedürfnisse zu erfüllen?

Persönliche Werte ermitteln: Wie du zu einem erfüllten Leben findest

Persönliche Werte ermitteln beschrieben durch farbige Funken

Persönliche Werte sind wie ein innerer Kompass. Sie bilden die Grundlage dafür, wie du deine Leben gestalten möchtest und was dir im Leben wirklich von Bedeutung ist. Dazu gehört auch wie du mit deinen Mitmenschen umgehst, welche Lebensmotive und -ziele du verfolgst oder deine Entscheidungen triffst.

Gewissermaßen sind deine persönlichen Werte der Anker deines täglichen Handelns und Denkens. Deine inneren Überzeugungen und Werte sind Eigenschaften, die du nach außen trägst und für die du im Leben einstehst. Sie sind es, die dich als Menschen ausmachen.

Ein Mensch, der seine persönlichen Werte ermittelt hat und diese auch auslebt, befindet sich auf dem besten Wege ein erfülltes Leben zu führen. Denn dies, hat viel damit zu tun sich selbst treu zu sein, authentisch zu bleiben und seine eigenen Lebensvorstellungen ausleben zu können. Um dies zu schaffen, gilt es, dass man in Einklang mit seinen persönlichen Werten lebt.

Daher möchten wir uns mit dir auf den Weg begeben, wie du deine persönlichen Werte erkennen kannst und schlussendlich ein Stückchen mehr zu dir selber findest. Unsere Worte und Übungen soll dir dabei helfen deine Authentizität zu stärken und dich dazu ermutigen dein Wertebild nach außen zu tragen.

Inhaltsverzeichnis

Persönliche Werte: Jeder trägt sie in sich

Sicherlich hast du schon mal den Begriff Unternehmensphilosophie gehört. Was das nun mit persönlichen Werten zu tun hat? Lass es uns kurz erklären:

Eine Unternehmensphilosophie bildet sich aus unterschiedlichen Leitsätzen, mit denen sich ein Unternehmen auszeichnen möchte. Gewissermaßen sollen sich klar definierte Begriffe in der Identität einer Organisation abbilden und für die Mitarbeiter als Wegweiser bzw. „Verhaltenskodex“ dienen – bei der täglichen Arbeit, den Umgang innerhalb Belegschaft, aber auch im Kontakt mit Kunden. Eine gute Unternehmensphilosophie vermittelt der gesamten Belegschaft ein bestimmtes Wertebild, welches die tägliche Arbeit und den Zusammenhalt innerhalb einer Organisation positiv beeinflussen soll.

Ähnlich wie viele Firmen solche Unternehmensphilosophien an ihre Mitarbeiter weitergeben, trägst auch du solch eine Philosophie in dir – nämlich dein ganz individuelles Wertebild. Es sind deine persönlichen Werte, die maßgeblich dein tägliches Leben und deinen Umgang mit anderen Menschen bestimmen.

Anders als bei der Arbeit verfolgen wir jedoch solch persönliche Werte meist ganz intuitiv – sozusagen ohne, dass wir sie bewusst wahrnehmen. Unsere Werte sind nämlich ein Teil unserer Persönlichkeit, für die wir uns im Laufe unseres Lebens auf eine natürliche Weise entschieden haben und die sich in unterschiedlichen Situationen bei uns „melden“.

Sie spielen dabei eine übergeordnete Rolle für unser Verhalten: Welche Ansichten wir vertreten, welche Ziele wir verfolgen, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen, eine Situation für uns beurteilen, Entscheidungen treffen – also grundlegend, was und wie wichtig uns bestimmte Dinge sind.

Doch keiner deiner Werte ist auf ewig in Stein gemeißelt. Denn auch so wie du dich als Mensch in einem stetigen Reife- und Veränderungsprozess befindest, verändern sich auch deine Sichtweisen aufs Leben und mit ihnen deine persönlichen Werte.

Eine Freude, die von außen kommt, wird uns auch wieder verlassen. Jene anderen Werte aber, die im Inneren wurzeln, sind zuverlässig und dauernd.

Lucius Annaeus Seneca (4 v. Chr. - 65 n. Chr.), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Politiker Tweet

Was sind persönliche Werte und weshalb sind sie so wichtig?

In einem Satz erklärt, sind persönliche Werte all das, was einem selbst von großer Bedeutung ist und für sich als wertvoll erscheint.

Aus diesem Grundsatz lässt sich auch schnell erkennen, was für einen Einfluss persönliche Werte haben: Deine Werte beeinflussen deine Entscheidungen, dein Denken und Handeln. Doch wie oft bist du mit deinem Verhalten hundertprozentig zufrieden? Denn grundsätzlich solltest du so handeln, dass dein Verhalten und Wertebild miteinander im Einklang sind.

Wenn du dir also deiner persönlichen Werte bewusst bist, kannst du dein Verhalten besser nachvollziehen – und gleichzeitig auch gezielter beeinflussen. Hast du einmal deine persönlichen Werte ermittelt, kannst du dein Handeln und deine Entscheidungen danach ausrichten und stehst somit mehr hinter deinem Verhalten.

Dabei können die eigenen Werte die Grundlage sowohl proaktiver Handlungen bilden – also wie man selbst agiert – als auch bestimmte Reaktionen hervorrufen. Als einfaches Beispiel: 

Eine Kollegin erzählt dir während der Arbeitszeit bei einer Tasse Kaffee den neusten Klatsch. Aus ihren Erzäh­lun­gen wird deut­lich, dass es darum geht, sich über einen ande­ren Kol­le­gen lustig zu machen. Du hast nun zwei Ent­schei­dungs­mög­lich­kei­ten:

1) Du steigst in dieses Gespräch mit ein, möchtest jedes Detail erfahren und freust dich zu Hause diese Geschichte deinem Lebenspartner zu erzählen.
2) Du intervenierst und weist deine Kollegin darauf hin, dass sie gerade über eine Kollegin herziehe und ggf. sogar schlecht hinter ihrem Rücken rede.

Würdest du dich für die zweite Option entscheiden, haben sich womöglich deine persönlichen Werte bei dir gemeldet; dass dir Gerechtigkeit, Toleranz und Freundlichkeit im Umgang mit anderen Menschen wichtig sind. Deine persönlichen Werte haben dich sozusagen „reagieren lassen“, weil du für dein persönliches Wertebild einstehen wolltest.

Als proaktives Handeln ließe sich bspw. verstehen, dass dir deine Gesundheit wichtig ist und du deshalb dich bewusst für eine gesunde Ernährung entscheidest, regelmäßig Sport machst, nicht rauchst oder Alkohol trinkst. Genauso könnte einer deiner persönlichen Werte dein beruflicher Erfolg sein, weshalb du an deiner Selbstständigkeit arbeitest, ggf. vielleicht auch Überstunden in Kauf nimmst, um eine Führungsposition übernehmen zu können.

Die Beispiele, wie und wann deine persönlichen Werte für dich greifen, sind unzählig. Doch du hast sicherlich verstanden, worauf wir hinauswollten und weshalb sie so wichtig in unserem Leben sind.

Persönliche Werte vs. Normen —  Was ist der Unter­schied?

Es kann schnell zum Missverständnis kommen, dass man die Begriffe persönliche Werte und Normen vermischt bzw. gleichsetzt. In vielen Fällen ist eine Vermischung der zwei Wörter auch nicht weiter schlimm: Denn Werte können sich an Normen orientieren bzw. werden persönliche Werte sogar an Normen abgeleitet. Dennoch wollen wir dir kurz den Unterschied erklären.

Normen – wenn wir sie uns einer soziokulturellen Perspektive betrachten – bilden in einer Gesellschaft ein obligatorisches bzw. gefordertes (Einheits-)Maß. Sie bestimmten sozusagen in der Gesellschaft anerkannte Ver­hal­tenser­war­tun­gen und werden häufig mit unaus­ge­spro­che­nen Regeln, Vor­schrif­ten oder mora­li­schen Prin­zi­pien asso­zi­iert. Im Grunde existieren Normen dafür, um ein geregeltes Zusammenleben zu ermöglichen, einfache (gesellschaftliche) Unsicherheiten zu vermeiden und gegenseitiges Verständnis füreinander zu fördern. Sie beschrei­ben, wie etwas ​„norm-aler­weise“ vonstattengeht und gesell­schaft­lich als rich­tig aner­kannt wird.

Persönliche Werte können sich letztlich an solchen Normen orientieren. Dass man bspw. seine Mitmenschen grüßt, wenn man einen Raum betritt, ist eine Norm. Dass einem hingegen die Wertschätzung und Beachtung seiner Mitmenschen wichtig ist, sind vielmehr persönliche Werte, die sich ggf. durch diese Norm gebildet haben.

Im Grunde werden durch persönliche Werte solch Dinge wie Normen, aber auch andere Lebensbereiche wie Gesundheit, Karriere, persönliches Wachstum, Spiritualität etc. „verzahlt“ und in einen Maßstab gebracht, um die unterschiedlichen Bedeutungen abzugrenzen. Wenn man sich nämlich an der Wissenschaft orientiert, ist ein Wert ein Maßstab.

Daher beschreiben persönliche Werte sozusagen Eigenschaften und Vorstellungen vom Leben, die für jeden Menschen unterschiedlich wichtig sind – mal mehr und mal weniger.

Der eine schreibt gewissen Begriffen wie Selbstverantwortung und persönliche Freiheit einen größeren/wichtigeren Wert zu, als der andere – dem hingegen Leidenschaft und Hilfsbereitschaft wichtiger sind. Es sind alles Begriffe, denen jeder von uns einen anderen persönlichen Wert zuordnet.

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

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Persönliche Werte – ein Weg der Selbstfindung und -erkenntnis

Doch nach so viel Theorie: Weshalb ist es so wichtig seine persönlichen Werte zu kennen? Die Gründe dafür sind vielfältig und nicht von der Hand zu weisen.

Persönliche Werte steigern deine Integrität und Authentizität

Menschen, die ihre persönlichen Werte ermittelt haben, wissen gewissermaßen, wo sie im Leben stehen, welche Überzeugungen sie vertreten und auch vor anderen verteidigen möchten. Sie können ihren Standpunkt gegenüber anderen verdeutlichen und haben klare Ziele im Leben

Durch ihre persönlichen Wertvorstellungen und Überzeugungen machen sie sich für andere Leute „greifbarer“. Sie werden als zuverlässiger wahrgenommen und andere Personen wissen, worauf sie sich im Zweifelsfall bei einem verlassen können. In ihrem Umfeld zählen solche Menschen daher als integer und authentischer.

Menschen, die hingegen ihre persönlichen Werte noch nicht so richtig ermittelt haben bzw. nicht nach ihnen leben, können gegenüber anderen kein klares Bild vermitteln. Sie schlängeln sich sozusagen durch gewisse Situationen und wirken auf andere sprunghaft in ihren Entscheidungen. Andere Personen können diese Menschen verhältnismäßig schwieriger einschätzen.

Persönlichen Werte sind Entscheidungsträger und -helfer

Werte dienen einem Menschen zur Orientierung, um klare Entscheidungen im Sinne ihrer Überzeugungen zu fällen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Sie scheuen sich nicht davor für ihre Werte Verantwortung zu übernehmen.

Das eigene Wertebild ist daher eine grundlegende Hilfe, welches man stets in seine Entscheidungen einfließen lässt. Sie bilden sozusagen feste Argumente für oder gegen eine Entscheidung. Selbst wenn man sie vielleicht nicht bewusst in seiner Entscheidungserörterung wahrnimmt, entscheiden wir regelmäßig nach den Werten, die uns im Leben wichtig sind.

Persönlichen Werte lassen dich deine Lebensmotive erkennen

In gewissermaßen besteht eine Verbindung zwischen persönlichen Werten, Selbsterkenntnis und Selbstfindung. Alle dieser Begriffe unterstützen sich gegenseitig und helfen einem Menschen ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

Einfach gesagt: Umso mehr es uns möglich ist nach unseren eigenen Werten zu leben, desto zufriedener können wir sein und können im Grunde zu der Person reifen, die wir im Kern wirklich sind. Denn durch die eigenen Werte ergeben sich für den Menschen klare Motive, die ihn im Leben antreiben. 

Der höhere Mensch sieht nur auf den inneren Wert, der gewöhnliche nur auf das Ansehen.

Übungen, um deine persönlichen Werte zu ermitteln

Doch nun lass uns in die Praxis springen. Wir haben für dich drei Übungen vorbereitet mit denen du deine persönlichen Werte erkennen kannst. 

Bedenke – wie oben bereits einmal aufgeführt – dass sich deine Werte im Laufe des Lebens verändern können. Genauso kann es sein, dass dir manche Werte schneller klar werden als andere. Daher versuche dich regelmäßig an dein Wertebild zu besinnen und reflektiere dich regelmäßig durch Übungen wie die hier folgenden.

Reflexionssätze, um deine persönlichen Werte zu erkennen

Wir möchten uns langsam an das Thema herantasten und uns ein Bewusstsein für unsere persönlichen Werte schaffen. Damit du ein Gefühl entwickelst, wann und wofür deine Werte zuständig sein können, haben wir dir ein paar Reflexionssätze vorformuliert. Sie sollen dir dabei helfen, dass sich deine persönlichen Werte herauskristallisieren.

Wenn du die Reflexionssätze vervollständigst, antworte mit deiner ehrlichen Meinung und mit dem, was dir in den Sinn kommt. Mehrfachantworten sind hierbei logischerweise möglich.

Du musst an erster Stelle gar nicht darauf achten, ob du mit deiner Antwort einen bestimmen Wert ansprichst. Diese kannst du nämlich im Anschluss genauer erörtern, wenn du deine Antworten nochmals durchgehst; also dass du dir überlegst welche Werte sich hinter deinen Antworten „verstecken“.

Beantworte diese Fragen am besten zweimal. Beim ersten Mal gehst du intuitiv über die Liste und schreibst das auf, was dir als Erstes in den Sinn kommt. Danach nimm dir mehr Zeit und denke länger über deine Antwort nach. Dadurch greifen wir einerseits ggf. auf dein Unterbewusstsein (mit der intuitiven Antwort) zurück und einmal auf dein Bewusstsein. 

Mir ist es wichtig,...

Mich ärgert/stört an anderen,...

Ich bin glücklich, wenn...

Ich bin unglücklich, wenn...

An meiner besten Freundin/an meinem besten Freund schätze ich am meisten/wenigsten…

Mein größtes Ziel in meinem Leben ist… und erfordert von mir….

Wenn ich auf ... verzichten müsste, würde ich es sehr vermissen.

Wenn ich noch ein Jahr zu leben hätte, dann würde ich... 

Nach meinem Leben, möchten ich, dass sich die Menschen daran erinnern, dass ich .... war/bin.

Verstehe deine Verhalten im Alltag

Wie wir bereits wissen, sind persönliche Werte bewusste und unbewusste (Persönlichkeits-)Merkmale und Lebensmotive, die wir als Mensch innetragen.

Wichtige dabei zu verstehen, ist, dass deine persönlichen Werte kein Zufall sind, sondern deine Entscheidungen. Du wählst – ggf. auch ganz unbewusst – deine persönlichen Werte und fängst an nach ihnen zu leben.

Keine deiner Handlungen, Denkweisen oder Emotionen ergeben sich per Zufall und sind das Ergebnis deiner Wertvorstellungen.

Im Grunde könnte man auch sagen, dass du deine persönlichen Werte gar nicht ermitteln musst, sondern nur, dass du sie dir besser bewusst machen musst. Denn du trägst sie bereits in dir und lebst die meiste Zeit nach ihnen.

Diese Übungen kannst du also im Verlauf deines Tages durchführen; dass du dich bewusst hinterfragst, weshalb du gerade entsprechend gehandelt, gedacht, entschieden oder gefühlt hast. Denn hinter deinen Aktionen haben sich oftmals deine persönlichen Werte bemerkbar gemacht.

Welche persönlichen Werte haben dich zu einer Entscheidung geführt?

Worauf berufen sich deine Glaubenssätze und -muster? 

Wie stehst du zu den Meinungen und Äußerungen deiner Kollegen/Freunden/Familienmitgliedern? Inwiefern kannst du diesen zustimmen bzw. kollidieren sie mit deiner Meinung?

Wann warst du das letzte Mal mit deiner Entscheidung und deinem Handeln unzufrieden? Woran liegt das? 

Wann warst du das letzte Mal mit deinem Handeln sehr zufrieden? Warum?

Weshalb hast du dich in einer entsprechenden Situation gerade so gefühlt oder gedacht?

Hinter deinen Antworten verbürgen sich sicherlich das eine oder andere Mal persönliche Werte, die es du für zu erkennen gilt. Frag dich also ganz bewusst, weshalb du dich so gehandelt hast. Veranschauliche es dir regelmäßig an konkreten Alltagssituationen und -entscheidungen.

Vor allem im Umgang mit anderen Menschen erscheinen uns unterschiedlichste Wertebilder: Interaktionen lassen dich dein Wertebild und mit einem anderen gewissermaßen „vergleichen“. Denn deine Werte treffen auf die deines Gegenübers. Gleichzeitig ergibt sich für dich ein neuer Horizont, mit dem du deine eigenen Werte prüfen oder ggf. erweitern kannst.

Persönliche Werte ermitteln anhand einer Auflistung

Um nun deine persönlichen Werte für dich nachhaltig festzuhalten, kannst du die nachfolgende Übung gerne durchführen, die wir dir besonders an Herz legen möchten.

Das Schöne an dieser Übung ist, dass du deine persönlichen Werte verschriftlichst und gleichzeitig hierarchisch ordnest. Dadurch führst du dir deine Werte einmal bewusst vor Augen und kannst erkennen, welche dir besonders wichtig sind.

Für folgende Übung benötigst du in etwa 15 bis 20 Minuten, einen Stift und ein Blatt Papier. Wichtig ist: Wenn du die Übung ausführst, übernimm nicht einfach nur Begriffe, weil sie für dich gut klingen oder moralisch hoch angesehen sind. Konzentriere dich auf das, was dir im Leben wichtig ist und wähle die Werte aus, die dich im Kern ausmachen.

Schritt 1: Triff eine Vorauswahl deiner persönlichen Werte

Greife nun zuallererst zu deinem DIN-A4-Blatt und Stift. Aus der unterstehenden Tabelle suchst du dir nun deine wichtigsten 12 bis 20 persönliche Werte raus, die dir besonders wichtig sind. Diese schreibst du vorerst willkürlich untereinander auf.

Lass dich gerne von der Liste inspirieren. Ergänze sie jedoch auch gerne mit deinen eigenen Begriffen oder Synonymen, falls du das Gefühl hast, dass in dieser Liste einer deiner persönlichen Werte fehlen sollte.

Liste an persönlichen Werten

Achtsamkeit

Erfolg

Respekt

Akzeptanz

Fairness

Kommunikation

Selbstbestimmtheit

Aufgeschlossenheit

Fleiß

Konsequenz

Aufrichtigkeit

Flexibilität

Kreativität

Sensibilität

Ausgeglichenheit

Freiheit

Kritikfähigkeit

Sicherheit

Freiheit

Leichtigkeit

Solidarität

Beliebtheit

Freundlichkeit

Leidenschaft

Sorgfalt

Bescheidenheit

Geduld

Liebe

Sparsamkeit

Bodenständigkeit

Loyalität

Spiritualität

Dankbarkeit

Gemeinschaftsgefühl

Mitgefühl

Spontanität

Demut

Genauigkeit

Mut

Toleranz

Gerechtigkeit

Nachhaltigkeit

Tradition

Effizienz

Gesundheit

Neugier

Transparenz

Ehrgeiz

Glaubwürdigkeit

Offenheit

Treue

Ehrlichkeit

Gleichheit

Optimismus

Verantwortung

Eigenständigkeit

Großzügigkeit

Ordnung

Verlässlichkeit

Harmonie

Organisation

Vertrauen

Engagement

Herzlichkeit

Wohlstand

Entschlossenheit

Hilfsbereitschaft

Pünktlichkeit

Zugehörigkeit

Entwicklung

Integrität

Rationalität

Zuverlässigkeit

Deine Liste könnte dann fürs Erste wie dieses Beispiel aussehen:

Persönliche Werte ermitteln anhand einer Auflistungsübung - Beispiel Teil 1

Schritt 2: Vergleiche deine persönlichen Werte miteinander

Dieser Schritt wird dich nun etwas mehr Zeit kosten, da du jeden Wert gegen jeden anderen abwägst. Dabei gehst du deine Liste von oben nach unten durch.

Starte beim ersten Wert auf deiner Liste. Ist er dir wichtiger, als der zweite auf deiner Liste? Wenn ja, machst du einen Strich beim ersten Wert. Wenn der zweite Wert dir wichtiger ist, machst du dort einen Strich. Danach vergleichst du den ersten Wert mit dem dritten Wert. Dies wiederholst du bis du deinen ersten Wert gegen jeden anderen verglichen hast.

Nun startest du bei deinem zweiten Wert. Mit dem ersten Wert musst du ihn nicht mehr vergleichen, da du dies bereits in der ersten Runde getan hast. Du vergleichst ihn also nun mit dem dritten Wert. Dann mit dem vierten und so weiter.

So stellst du jeden deiner persönlichen Werte in deiner Liste den anderen gegenüber. Du vergleichst sie und erhältst so eine Sortierung nach eigener Wichtigkeit.

Am Ende der Übung könnte dein Blatt bspw. wie folgt aussehen:

Persönliche Werte ermitteln anhand einer Auflistungsübung - Beispiel Teil 2

Zu guter Letzt kannst du nun die Top 5 deiner persönlichen Werte  untereinanderschreiben. Sollte es ggf. zu einer Pattsituation kommen, könnest du die Werte mit gleicher Punktanzahl nochmals gegenüberstellen und vergleichen. Aus dem obigen Ergebnis würde sich bspw. die folgende Rangfolge ergeben:

Persönliche Werte ermitteln anhand einer Auflistungsübung - Beispiel finales Ergebnis

Wenn du dir nun deine Liste so ansiehst, bist du mit deinem Ergebnis zufrieden? Lies dir gerne nochmal deine Werte durch und überlege dir, ob du nicht vielleicht doch noch einer deiner persönlichen Werte tauschen willst.

Das Gute an dieser Übung ist, dass du sie beliebig oft wiederholen kannst und ganz einfach auf bestimmte Lebensbereiche implizieren kannst. Beim ersten Mal hast du sicherlich ganz grundlegend über deine persönlichen Werte nachgedacht, die dich als Mensch ausmachen. 

Doch du kannst diese Übung auch nochmal in deinem beruflichen Kontext wiederholen und schauen, was dir in deinem Arbeitsleben wichtig ist. Genauso kannst du diese Übungen mit deinem Partner machen und ihr schaut euch gemeinsam eure wichtigsten Werte für die Beziehung an.

Diese Technik verhilft dir grundlegend zu mehr Achtsamkeit in deinem Leben. Eine Reflexionsübung wie diese kann dir weiterhelfen dich besser kennenzulernen. Wenn du deine persönlichen Werte ermittelt hast, kannst du diese besser vertreten und in dein Umfeld tragen.

Was war deine Top 5 und was leitest du aus dem Ergebnis dieser Übung für dich ab? Wir sind gespannt, was du uns erzählen wirst.

Die 5 Säulen der Identität: Die Reflexion der eigenen Identität

Die 5 Säulen der Identität beschrieben durch ein Gebäude mit fünf Säulen

Wer bin ich? Jeder Mensch hat sich diese Frage mindestens einmal im Laufe seines Lebens gestellt. Auf der Suche nach der eigenen Identität können sich gewisse Unsicherheiten ergeben, da die Ergründung dieser Frage alles andere als einfach ist. Als Hilfestellung kann hier das Modell der 5 Säulen der Identität nach dem deutschen Philosophen Hilarion Petzold gelten.

Die 5 Säulen der Identität ist eine transparenzschaffende Methode, die durch die subjektive Einschätzung und Selbstwahrnehmung geschieht, um die eigene Identität zu entdecken. Die eigene Identität und das persönliche Wohlbefinden wird bei diesem Modell auf fünf große Säulen aufgeteilt, um sich Stück für Stück der eigenen Persönlichkeit bewusster zu werden. So wird die Identitätsfrage in deutlich greifbarere Abschnitte unterteilt.

Die 5 Säulen der Identität kann jeder bei sich selbst anwenden, um die eigene Identität zu reflektieren. Gleichermaßen ist es ein geeignetes Coaching Tool oder eine therapeutische Maßnahme, um sein Gegenüber besser kennenzulernen.

Alles, was es für diese Methode benötigt, sind die untenstehenden Fragen, deine Zeit und deine ehrliche Beantwortung der Fragen. Du kannst diese Übung alleine durchführen, aber auch gerne gemeinsam mit einem Freund, deinem Partner oder einer anderen dir nahestehenden Person.

Was ist die Identität?

Bevor man sich den fünf Säulen der Identität widmen kann, müssen wir vorweg die Begrifflichkeit „Identität“ genauer erklären, um ein klares Bild und Ziel des Modells zu schaffen.

Identität stammt aus dem Lateinischen (lat. identitas für Wesenseinheit). Die Identität ist die einzigartige Persönlichkeitsstruktur eines Menschen. Es ist reinste Form der Authentizität, die jeden Menschen von allen anderen sieben Milliarden auf dem Planeten unterscheidet. Dabei ist Identität zudem die Voraussetzung für Individualität (lat. individuum für Einzelwesen).

Die Identität steht unter ständigen Einfluss zweier Faktoren:

  • Die Selbstwahrnehmung: Aus dem Leib-Selbst also aus sich selbst heraus („Wie sehe ich mich selbst?“)
  • Die Fremdwahrnehmung: Aus der äußeren Welt („Wie werde ich von anderen Menschen wahrgenommen?“)

Die Entwicklung der eigenen Identität ist ein andauernder lebenslanger Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und durchläuft dabei stetig unterschiedliche Stationen von Identitätsentwicklungen und -krisen.

Sie befindet sich somit ein Leben lang in Entwicklung und Veränderung. Identität ist einfach gesagt die erleuchtende Erkenntnis auf die Frage „Wer bin ich?“.

Die 5 Säulen der Identität: Das Lebenshaus – der Ursprung der Identität

Stell dir vor, du siehst ein Haus – wie eine Akropolis aufgebaut. Dieses Haus – auch Lebenshaus genannt – besitzt fünf Säulen, auf welchen ein Dach ruht.

Das Dach steht für die eigene Identität, Zufriedenheit und das eigene Wohlbefinden. Die fünf tragenden Säulen stellen unterschiedliche Bereiche eines Leben dar:

  • Arbeit & Leistung: Anerkennung, Erfolgserlebnisse und „Tätig-sein“
  • Materielle Sicherheit: Lebensstandard, Konsumverhalten und finanzielle Absicherung
  • Gesellschaft & Soziales: Familie, Partnerschaften, Freunde und alle weiteren sozialen Kontakte
  • Körper & Gesundheit: mentale und körperliche Gesundheit
  • Werte & Sinn: Spiritualität und persönliche Lebensphilosophien
Die 5 Säulen der Identität als Schaubild mit ihren fünf Faktoren
Das Lebenshaus und die fünf Säulen der Identität

Jede dieser Säulen schenkt dem Leben eines Menschen einen Teil an Identität und Erfüllung. Dabei können sich die persönlichen Prioritäten für jeden einzelnen Menschen unterscheiden, sodass sich die Struktur eines Lebenshauses von Mensch zu Mensch individuell unterscheidet. 

Als Beispiel setzen manche die Säule der Arbeit und Leistung vorrangig in den Fokus und vernachlässigen hingegen mehr ihre sozialen Kontakte – vielleicht weil sie ein bestimmte Persönlichkeitstypen sind, die sich hauptsächlich über ihre Arbeit definieren oder sich selber in ihrer Blütezeit ihrer Karriere sehen.

Die Wertigkeit jeder Säule bestimmt jeder Mensch individuell und kann auch von äußeren Lebensumständen und -situationen abhängig sein. Das Erscheinungsbild deines persönlichen Lebenshauses kann daher unterschiedlich ausfallen und sich sogar im Laufe deines Lebens ändern. Nichtsdestotrotz besitzt jede der fünf Säulen ihren Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden.

Das Gewicht des Daches wird von allen fünf Säulen gleichermaßen mitgetragen. Wenn jede dieser Säulen sehr stabil ist, sauber gearbeitet ist und mit viel Hingabe gepflegt wird, kann dieses Haus der eigenen Identität gar ewig stehen.

Ein gut gebautes Lebenshaus kann so der Ursprung von innerer Stärke und einer gefestigten Persönlichkeit sein – egal welche Herausforderungen im Leben auf einen warten. Sie schenken persönliche Sicherheit, sodass auch selbst in persönlichen Krisen auf diese Grundpfeiler zu vertrauen ist.

Doch nicht bei jedem Menschen hat dieses Lebenshaus den gleichen Aufbau. Die fünf Säulen der Identität können daher in ihrer Stabilität und Struktur variieren. Entsprechend kann sich das Gewicht des Daches unterschiedlich auf dem Unterbau verteilen. Manch eine Säule ist besonders stabil und bietet so her mehr Stabilität als andere. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein:

Die Auswirkungen von Dysbalancen im Lebenshaus

Bestimmte Säulen können womöglich etwas poröser oder weniger stabil wirken als andere. Auf den gesunden und stabilen Säulen wirkt so mehr Last, was jedoch keinen sofortigen Einsturz des Lebenshauses bedeuten muss. Bis zu einem gewissen Maß ist diese ungleichmäßige Verteilung des Gewichtes im Lebenshaus von anderen gesunden Säulen mit tragbar. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass das Lebenshaus aufgrund der Dysbalance an Stabilität verliert. 

Als mögliche Folgen können persönliche Unsicherheiten und Identitätszweifel resultieren, die die innere Stärke auf die Probe stellen und gar das eigene Selbstwertgefühl darunter leiden lassen. Eine Person, die solch eine Dysbalance in ihrem Lebenshaus erfährt, kann somit allgemein krisenanfälliger sein, da dem Unterbau die nötige Stabilität fehlt.

Das schlimmste Szenario im Modell der fünf Säulen der Identität ist eine Identitätskrise. Dies kann eintreten, wenn im Lebenshaus eine oder mehrere Säulen komplett wegbrechen oder sich plötzlich stark verändern und die anderen Säulen in dieser Situation das Lebenshaus nicht ausreichend stabilisieren können.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass auf lange Sicht jede Säule eine ähnliche Wertschätzung und Stabilität erhält, um so ein starkes Fundament für eine gefestigte Persönlichkeit und Identität zu schaffen. 

Die 5 Säulen der Identität: Eine Methode zur Reflexion der eigenen Person

Wir möchten uns nun die fünf Säulen der Identität genauer anschauen, uns jeder einzeln widmen, sie dir vorstellen und dir ihren Aufbau erklären.

Zu jeder Säule findest du wichtige und grundlegende Fragen, wodurch du die Stabilität jeder einzelnen prüfen kannst. So kannst du womöglich einen Lebensbereich mehr als Fundament betrachten. Andersherum erkennst du vielleicht gewisse Potenziale, die es für eine stärkere Identität noch benötigen.

Wenn du dich den Fragen der jeweiligen Säule widmest, versuche die persönlichen Stabilisatoren und Gefährdungen zu identifizieren, um später mit diesen besser arbeiten zu können. Die Fragen sollen dir als erste Hilfe gelten und dich dazu ermutigen eine tiefer greifender persönliche Analyse durchzuführen.

Wir bieten dir hier allgemeine Definitionen und Fragen an, die sich jeder stellen kann. Vielleicht fallen dir jedoch auch weitere – und ganz persönliche – Fragen ein, um deine fünf Säulen der Identität zu analysieren.

1. Säule der Identität: Arbeit & Leistung

Abhängig davon in welchem Stadium deines Lebens du aktuell stehst, kann diese Säule für ganz unterschiedliche Dinge im beruflichen Kontext stehen: Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit, Selbstständigkeit – im Allgemeinen bezieht sie sich auf deine berufliche Karriere und dessen Vorbereitung.

Doch die erste Säule umfasst noch mehr: Nämlich jegliches Engagement und andere Arten von Tätigkeiten, die Leistungen erfordern und Anerkennung oder Erfüllung zurückgeben. Denn auch Erwerbslose, Rentner, Invalide oder Berufsunfähige habe sehr wohl die Chance, tätig zu sein oder wieder tätig zu werden. Hierzu gehören bspw. Ehrenämter, Hobbys und Tätigkeiten in Vereinen.

Die erste Säule der Identität beschreibt also die Lebensbereiche des „Tätig-Seins“ für die man Anerkennung und Erfolge erlangen kann. Hier sind nun die ersten Fragen, um deine erste Säule zu reflektieren.

  • Welcher Berufs- und Ausbildungsweg liegt hinter dir? Welche Ausbildung hast du genossen?
  • Was machst du zurzeit beruflich und erfüllt dich diese Tätigkeit auch persönlich?
  • Werden deine Stärken und Schwächen richtig eingesetzt?
  • Wie sehr wirst du für deine Tätigkeiten wertgeschätzt?
  • Bist du mit deinen Fortschritten und Erfolgen zufrieden?
  • Gehst du einem freizeitlichen Engagement nach, dass dich glücklich macht?
  • Wie lange machst du schon die gleichen Tätigkeiten? 
  • Wünschst du dir eine Veränderung in einer deiner Engagements?
  • Was ist Erfolg für dich?

2. Säule der Identität: Materielle Sicherheit

Die materielle Sicherheit umfasst unterschiedliche Aspekte deines Konsums und deiner Finanzen. Hier werden Aspekte eingeschlossen wie dein monatliches Einkommen, finanzielle Rücklagen, deine Wohnsituation, wie dein Konsumverhalten ausfällt und welche finanziellen Verpflichtungen du hast.

Die zweite Säule beschäftigt sich somit allumfassend mit deinen Ein- und Ausgaben und die damit verbundenen Sicherheiten und Verpflichtungen. Auch wenn sich diese Säule ausschließlich auf Materielles und Finanzielles bezieht, so formen auch diese Dinge unsere Identität und beeinflussen unser Wohlbefinden. 

Als einfaches Beispiel: Eine Person, die in starke finanzielle Nöte gerät, kann auch schnell in tiefe persönliche Abgründe und Zweifel abrutschen. Wenn die eigenen Bedürfnisse – wie einem Wohnort, Kleidung, Nahrung und anderem Lebensbedarf – nicht mehr gesichert sind, eröffnet sich das Potenzial für persönliche Krisen o.Ä.

  • Wie ist derzeit deine finanzielle Situation?
  • Wie kommst du mit deinen monatlichen Ausgaben zurecht? 
  • Wie stehen deine Ein- und Ausgaben gegenüber?
  • Welche materiellen Wünsche möchtest du dir erfüllen und reicht das Geld aus, welches dir dafür zur Verfügung steht?
  • Welche materiellen Dinge benötigst du, um glücklich zu sein?
  • Wie schätzt du deine materielle und finanzielle Zukunft ein? Gibt sie dir Sicherheit/Unsicherheit?
  • Hast du gewisse Sparpläne für deine Zukunft?
  • Welche notwendigen Ausgaben kommen langfristig auf dich zu?

3. Säule der Identität: Gesellschaft & Soziales

Die dritte Säule der Identität umfasst jegliche soziale Verbindungen und Kontakte in deinem Leben: deine Partnerschaft, deine Familie, deine Kollegen, deine Freunde, womöglich auch schon deine Kinder – sämtliche Gruppen, zu denen du dich zugehörig fühlst. Auch diese Säule trägt zu deiner Identität bei und beeinflusst letztlich deine Zufriedenheit.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und benötigt sozialen Kontakt, um sich auszutauschen, Rückhalt zu erfahren und sich wohl zu fühlen. Jeder Mensch braucht Gesellschaft, um sich zugehörig und nicht alleine zu fühlen. Und so definiert sich auch ein Teil der eigenen Identität über die persönlichen Kontakte, die man pflegt.

  • Wie sehr erfüllen dich deine Freundschaften, dein Familienkreis und deine Beziehung?
  • Wie wohl fühlst du dich in der Gesellschaft der jeweiligen Personen?
  • Auf welche Personen kannst du dich immer verlassen und ggf. auch nicht?
  • Verbringst du die Zeit mit Menschen, die du wirklich schätzt?
  • Was für Arten von Freundschaften führst du? Sind es eher welche, die du darüber definierst, dass ihr gemeinsam was unternehmen könnt oder nutzt du Freundschaft für vertrauensvolle Gespräche?
  • Decken die Freundschaften deine Interessen ab?
  • Welche sozialen Kontakte sind für dich am wichtigsten?
  • Welchen Stellenwert hat Familie für dich?
  • Wie ist und war die Dynamik in deiner Familie? Fühlst du dich in deiner Familie wohl? 
  • Hast du einen Partner/eine Partnerin und wie steht es um diese Beziehung aus?
  • Macht dich deine Beziehung glücklich und erfüllt sie dich? 
  • Siehst du noch ungenutzte Potenziale in den Beziehungen zu deinen sozialen Kontakten?

Was dir für die dritte Säule der Identität helfen kann, ist, wenn du dir ein Blatt Papier nimmst und dich in das Zentrum dieses Blattes setzt. Schreibe nun all die Namen deiner Kontakte um dich herum. Je näher sie zu dir stehen, desto näher ist auch die Verbindung zu diesem Menschen.

Dies kann dir helfen deinen engsten und vertrautesten Kreis zu identifizieren und welche Personen womöglich mehr in den peripheren Kreis deiner Bekanntschaften gehören. Je weiter eine Person von deinem Kern entfernt ist, desto möglicher ist es, dass du zu diesen Menschen weniger Nähe verspürst. Hinterfrage dich vielleicht auch hier, ob du diese Beziehung intensivieren oder gar verringern möchtest.

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4. Säule der Identität: Körper & Gesundheit

Die vierte Säule steht allgemein für dein körperliches und mentales Wohlbefinden. Hier zählen unterschiedlichste Faktoren hinzu, die für deine Gesundheit wichtig sind: Ernährung, Sexualität, körperliche Beschwerden, sowie psychische und physische Erkrankungen bzw. auch das eigene Wohlergehen.

Wie es schon eine alte lateinische Redewendung besagte: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.

Die physische und mentale Gesundheit stehen gewissermaßen in direkter Verbindungen. So ist es auch die eigene Gesundheit, die ihren Einfluss auf eine gesunde und starke Identität besitzt.

  • Wie gesund fühlst du dich aktuell?
  • Was unternimmst du für deine Gesundheit?
  • Ernährst du dich gesund? 
  • Bestätigst du dich sportlich? 
  • Unternimmst du ggf. sogar schon irgendwelche präventiven Maßnahmen?
  • Welche körperlichen Einschränkungen hast du vielleicht?
  • Trägst du gewisse Laster oder schlechte Gewohnheiten (bspw. eine Sucht) mit dir, die dich belasten? 
  • Aber natürlich auch positiv herum: Hast du gute Gewohnheiten, an denen du festhalten oder weiter arbeiten willst?
  • Wie ist dein Verhältnis zu deinem Körper? 
  • Magst du deinen Körper und lebst im Einklang mit ihm oder arbeitest du womöglich sogar gegen ihn?
  • Führst du ein erfüllendes Sexualleben?
  • Wie ist deine aktuelle mentale Verfassung? Wie fühlst du dich?
  • Trägst du in dir gewisse Erinnerungen, die dich belasten?
  • Wie geht es mit dir mit deinen Emotionen, Gedanken und Stimmungen?

5. Säule der Identität: Persönliche Werte & Sinn

Die fünfte Säule widmet sich deiner gesamten Spiritualität und Selbstverwirklichung. Sie beschreibt deine persönlichen Werte und Glaubenssätze, die dich antreiben und so handeln lassen, wie du es tust. Hierzu gehört bspw. dein religiöser Glaube, deine Achtsamkeit, Moral, Ethik o.Ä.

Es sind wichtige persönliche Lebensphilosophien, die man im Verlauf seines Lebens erfährt oder selber entwickelt. Sie bilden zentrale Grundprinzipien in jedermanns Alltag und sind ein wichtiger Antreiber der eigenen Identität. Sie bestimmen wahrhaftig, wie wir das Leben sehen – und es führen wollen.

Die fünfte Säule der Identität ist eine ganze wichtige Säule und wird sich in der Regel von vielen Menschen erst später im Leben gewidmet bzw. erst dann, wenn die anderen Säulen grundlegende Stabilität erreicht haben. Die vier anderen Säulen umfassen deutlich zentralere und lebensnotwendigere Dinge, die erfüllt sein müssen, ehe sich ein Individuum der persönlichen Weiterbildung und Spiritualität widmen kann – ein Prinzip, das auch die Maslowsche Bedürfnispyramide wiedergibt.

Diese Säule vermittelt das Zentrum der Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung. Sie definiert die persönlichen Werte, nach denen man sein Leben ausrichtet und führt. In dieser Säule geschieht eine fundamentale Selbstreflexion der eigenen Personen. Es wird geprüft, ob das persönliche Weltbild mit dem eigenen Leben und den daraus resultierenden (Lebens-)Zielen im Einklang steht.

  • Wie beschreibst du für dich Glück, Erfolg, aber auch Unzufriedenheit und Misserfolg?
  • Wenn du ganz alleine mit dir bist, womit beschäftigst du dich?
  • Was sind deine Herzensthemen und was ist dir im Leben besonders wichtig?
  • Wann geht es dir besonders gut und was löst dieses Gefühl in dir aus?
  • In welchen Momenten fühlst du dich mit dir ganz nah verbunden?
  • Nach welchen Prinzipien und Idealen lebst du?
  • Wenn du nur noch eine begrenzte Zeit auf der Welt hast, wie würdest du diese Zeit für dich nutzen wollen?
  • Welche persönlichen Eigenschaften schätzt du besonders an dir? 
  • Wo siehst du jedoch auch noch Makel, an denen du arbeiten möchtest?
  • Gibt es für dich so etwas wie einen Sinn des Lebens? Falls ja, wie definierst du ihn für dich?
  • Was schenkt dir im Leben Hoffnung?
  • Welcher Mensch möchtest du persönlich sein oder werden?
  • Was sind deine Lebensziele und Wünsche? Wer hilft dir dabei? Wer und was inspiriert dich? 
  • Was möchtest du unbedingt noch erlernen, erleben und gesehen haben?

Auswertung der 5 Säulen der Identität

Wenn du dich nun jeder einzelnen Säule der Identität gewidmet hast und deine dazugehörigen Gedanken zusammengetragen hast, besitzt du ein komplettes Bild deines Lebenshauses und deiner Identität.

Du siehst welche Säulen stark und stabil sind und das Dach deiner Identität und deines Wohlbefindens tragen. Du siehst aber womöglich auch, welche Säulen rissig sind, weniger Last als andere tragen und dein Lebenshaus potenziell ins Wanken bringen können.

Doch was nun zum Abschluss ganz wichtig ist, ist eine Gesamtwertung und -betrachtung deines Lebenshauses zu ziehen. Hierfür kann es hilfreich sein, wenn du dir ein Lebenshaus auf ein weißes Blatt Papier skizzierst oder unsere Vorlage ausdruckst und jede Säule so weit ausfüllst, wie sehr du sie als erfüllt anerkennst.

Die 5 Säulen der Identität als Vorlage zum Herunterladen
Die Vorlage deines Lebenshauses zum Herunterladen.

Schau dir nun jede Säule einzeln an und hinterfrage dich, weshalb du jede einzelne Säule so weit ausgefüllt, wie du es getan hast.

Die 5 Säulen der Identität ein Beispiel einer ausgefüllten Vorlage
Wie ein ausgefülltes Lebenshaus beispielhaft aussehen könnte.

Die Ursachen zeichnen sich selten nur in der Gegenwart ab. Jede Säule kann nämlich unter dem Einfluss der Vergangenheit – und die damit verbundenen Erfahrungen stehen. Aber auch die Zukunft kann bereits im Hier und Jetzt auf dein Lebenshaus wirken. Zukunftsängste, aber auch Dinge, auf die man sich in der Zukunft freut, beeinflussen die Gegenwart und somit auch jede einzelne Säule der Identität.

Folgende Fragen helfen dir als erster Anhaltspunkt, um dein Ergebnis in einen Kontext zu setzen und genauere Ursachen zu erforschen:

  • Weshalb ist eine Säule besonders ausgeprägt bzw. schwach?
  • Gab es besondere Ereignisse, die eine Säule begünstigt oder erschüttert hat?
  • Hast du einer Säule in der Vergangenheit besonders viel bzw. zu wenig Beachtung geschenkt?
  • Welche Säulen waren vielleicht mal gefestigter und sind nun angeschlagen – oder andersrum?
  • Wie sehr beeinflusst die Zukunft eine Säule in der Gegenwart?
  • Wie resistent und standfest siehst du deine Säulen? Können sie größere Krisen überstehen und dir sogar Sicherheit gebe? Oder sind wohl eher fragil, sodass kleine Erschütterung dein Lebenshaus ins Wanken bringen können?
  • Allumfassend: Wieso sieht jede einzelne Säule der Identität so aus, wie sie aussieht?

Dank einer abschließenden Gesamtauswertung und -betrachtung deines Lebenshauses kannst du erkennen, auf welche Säulen du besonders vertrauen kannst – selbst in schwierigen Zeit. Im Umkehrschluss siehst du jedoch auch, auf welche Säulen du besonders achten musst und noch weitere Fürsorge von dir benötigen.

Werde dir dieser Dinge bewusst und mach dir klar, dass du langfristig all deinen Säulen Beachtung und Wertschätzung schenken musst, um sie in deinem Leben zu stabilisieren.

Die fünf Säulen der Identität bieten dir die Möglichkeit einen gewissen Aktionsplan für deine persönliche Weiterentwicklung und innere Stärke mit an die Hand zu geben – und am besten schaust du dir dabei Säule für Säule einzeln und gründlich an. Schenke diesem Prozess all die Zeit, die er benötigt, um dir deiner Identität bewusst zu werden.

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Gewitter im Kopf? Wie du deinen Kopf freibekommen kannst

Kopf freibekommen beschrieben durch einen jungen Mann der beruhigt in die Ferne auf einen Berg schaut

Es gibt Tage, da kreisen tausende Gedanken im Kopf herum. Wie ein Karussell drehen sich die Gedanken und hindern einen daran den Kopf freizubekommen. Wenn du dieses Gefühl kennst, gehörst du zu der Mehrheit der Gesellschaft, die sich dem wachsenden Leistungsdruck ausgesetzt fühlt.

Egal ob im privaten oder beruflichen Kontext: Man jagt der nächsten Aufgabe hinterher und einem bleibt kaum die Zeit sich mental ein wenig zu erholen. Schnell fühlt man sich von seinem Alltag vereinnahmt und im Kopf breiten sich dunkle Gewitterwolken aus. Stress und persönliches Unwohlsein folgen schnell und sind nur einige der bitteren Konsequenzen.

Als Medizin bekommst du von uns die sieben besten Tipps, wie du deinen Kopf freibekommen kannst. Wir möchten dir helfen wieder mehr Gelassenheit und Leichtigkeit in dein Leben zu lassen. Also schenke dir wieder ein wenig mehr Entspannung durch unsere Behandlungs- und Präventionsmethoden. 

Den Kopf freibekommen mit den besten 7 Tipps

Falls du auf der Suche bist, wie du von deinem Alltag ein wenig Abstand gewinnen und deinen Kopf freibekommen kannst, bist du hier genau richtig. Also nun zu unseren Tipps und deiner Medizin:

1. Struktur schaffen, planen und priorisieren 

Eine gute Organisation kann nicht nur alltäglichen Stress vorbeugen, sondern auch akute Stresssituationen bewältigen. Jeder kennt wohl das Gefühl, wenn der Alltag einen übermannt und man nicht mehr richtig weiß, wo oben und unten ist.

Schritt Nummer 1, um aus diesem Wirrwarr wieder herauszufinden, heißt Struktur und Transparenz schaffen. Das Wichtige vom Unwichtigem differenzieren und Prioritäten setzen.

Wer den Kopf freibekommen oder Stress vermeiden will, der muss sich einen Überblick über seine Aufgaben verschaffen. Mit den nächsten drei Tipps solltest du es schaffen mehr Selbstorganisation in dein Leben zu bringen, um so Stück für Stück einen freien Kopf zu bekommen.

1.1. Eine To-do-Liste führen

Eine To-do-Liste ist nun wahrhaftig kein Hexenwerk, kann aber trotzdem als Notfallinstrument gesehen werden oder ist für diejenigen geeignet, die großer privater „Bürokratie“ nicht so viel abverlangen können.

Steht heute und die nächsten Tage viel an? Dann schnapp dir dein Smartphone oder ein Blatt Papier und schreib alle deine Verpflichtungen auf. Hast du all deine Aufgaben niedergeschrieben, dann fange an sie numerisch oder farblich (eine praktische Methode aus dem Bullet Journaling) zu priorisieren. 

Es ist eine einfache und allseits bekannte Methode, doch trotzdem werden aus der Aussage „Ich habe so viel zu tun“ klar definierte Ziele und Aufgaben. Du weißt was ansteht und was du als Erstes, Zweites und Drittes machen sollst, um so deinen Kopf freizubekommen. 

1.2. Einen privaten Kalender führen

Die meisten organisieren ihren Berufsalltag mit Terminkalendern. Was im Berufsleben funktioniert, kann auch im Privatleben funktionieren. Ein privater Terminkalender ist in gewisser Weise das nächste Stadium der zuvor aufgeführten To-do-Liste. Es benötigt letztlich mehr Arbeit und Fleiß den Kalender zu pflegen, doch du gewinnst eine klare Struktur und Transparenz über deinen Alltag. 

Anders als bei der Arbeit stehen im privaten Kalender nicht nur deine Verpflichtungen wie Arzttermine, Einkäufe oder andere lästige Aufgaben. Hier sollst du dir auch bewusst Zeiten für dich selbst frei halten. So kannst du dir hier deinen Spaziergang, das Treffen mit einem Bekannten, deine Lesestunde oder das abendliche „auf dem Sofa entspannen“ vermerken. 

Dein Terminkalender füllt sich so nicht nur mit (negativen) Aufgaben, die dir Energie abverlangen, sondern dir auch neue Kraft schenken können. Wer den Kopf freibekommen will, muss sich nämlich auch bewusst die Zeit für die Dinge nehmen, die einem guttun und Spaß machen.

 1.3. Priorisieren mit der Eisenhower-Matrix

Das Eisenhower-Prinzip ist eine Methode, die man hauptsächlich in der Wirtschaft und im Büroalltag wiederfindet. Sie ist ein einfaches Instrument, um bevorstehende Aufgaben zu veranschaulichen, aufzuteilen und letztendlich auch so zu priorisieren.

Deine Aufgaben teilst du dir in vier Bereiche ein, sodass du dir so einen Überblick zu Abarbeitung der Aufgaben erschaffst:

  1. wichtig und dringend → sofort und selbst erledigen
  2. nicht wichtig, aber dringend → erst nach den wichtigen und dringenden Aufgaben erledigen (oder in der Arbeitswelt an andere delegieren)
  3. wichtig, aber nicht dringend → terminieren und selbst erledigen
  4. weder wichtig noch dringend → aussortieren und nicht machen
Kopf freibekommen erklärt anhand der Eisenhower-Matrix

Die Eisenhower-Matrix findet im Privatleben nicht immer einen praktischen Bezug. Doch trotzdem hast du damit bildlich vor Augen, wie du deine zeitlichen Kapazitäten auf die Aufgaben verteilen sollst.

Mit dem Wissen des Eisenhower-Prinzips solltest du deine To-do-Liste oder deinen Kalender führen, um so wohlbedacht deinen Tag zu planen, Aufgaben rechtzeitig und priorisiert zu erledigen und Stress vorzubeugen.

2. Den Kopf in der Natur abschalten

Natur beruhigt. Dies ist ein Fakt, der immer wieder bewiesen wurde. Viele Menschen verspüren ganz intuitiv, dass ihnen der Aufenthalt in der Natur guttut, sie erdet und sie dadurch gelassener werden.

Die Bewegung im Freien hilft einem nicht nur den Kopf freizubekommen, sondern stärkt auch das Herz, den Kreislauf und das Immunsystem. Das natürliche Sonnenlicht fördert die Vitamin-D-Produktion und der Körper schüttet sogenannte Endorphine wie Serotonin aus. Das Hormon, das für viele komplexe Abläufe im menschlichen Körper zuständig ist, wird als Aktivitätshormon oder als Botenstoff des Glücks bezeichnet. Auch die Naturgeräusche haben einen beruhigenden Effekt auf Menschen und verhelfen zu einem natürlichen Stressabbau.

Ein Gang ins Freie kann uns mit der Natur verbunden fühlen lassen. Das Laufen über die Felder, die Geräusche von rauschenden Blättern, das Beobachten der Strömung eines Baches und der Geruch von frischer Waldluft zeigt uns die Schönheit und Einfachheit der Natur.

Ganz von allein verstummen die noch so lauten Gedanken, wenn wir uns in die Natur begeben. Der Kopf wird frei, wenn wir es uns erlauben die Eindrücke der Natur auf uns wirken zu lassen.

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3. Bespaßung und Multimedia kann warten

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Unterhaltung, Informationen und der einfache Zeitvertreib sind dank Smartphones nur einen Griff in die Hosentasche entfernt. Push-Benachrichtigungen und ständige Vibrationen halten uns in ständiger Versuchung zu unseren mobilen Endgeräten zu greifen. Ständig setzen wir uns so neuen Reizen aus und kommen nicht zur Ruhe. 

Deshalb unser Appell, wenn du den Kopf freibekommen möchtest: Smartphone aus, Rechner aus, Tablet aus. Gönne dir eine Pause von der ständigen Erreichbarkeit und der Informationsflut.

Die Benachrichtigungen werden auch noch in zwei Stunden auf dich warten. Um wirklich deinen Kopf freizubekommen und abschalten zu können, benötigen wir diese Technik nicht. Ganz im Gegenteil: Sie lenkt den Fokus von uns selbst ab.

4. Zeremonielle Gewohnheiten um so den Kopf freizubekommen

Manche Personen verurteilen Routinen, sodass manchmal Gewohnheiten aufgrund ihrer Starrheit einen schlechten Ruf genießen. Es sei langweilig ständig das Gleiche zu machen. Doch um den Kopf freizubekommen, können sie einem sehr wohl helfen.

Als praktisches Beispiel: Es kommen viele von uns geschafft von der Arbeit nach Hause. Nicht jedem fällt es dann so einfach mit seiner Arbeit abzuschließen, sodass man die Arbeit sozusagen mit nach Hause nimmt. Der Arbeitsstress wird somit in die eigenen vier Wände getragen. Den Kopf freibekommen? Daran ist dann wirklich nicht zu denken.

Aber auch wenn einmal das Gedankenkarussell wieder angeschmissen wird und der Kopf alles andere als frei ist, können solch Gewohnheiten helfen.

Schon gewisse routinemäßige Aktionen können als „zeremonieller“ Abschluss vom Arbeitsalltag oder dem Gedankenkarussell zählen. Deine gute Gewohnheit kann als Startschuss gelten, dass du dich nun bewusst dafür entscheiden möchtest den Kopf freizubekommen.

Beispielsweise kannst du dir immer nach dem Feierabend einen Tee kochen und deinen neuen Lieblingssong hören, der dich auf Stimmung bringt. So läutest du dann deinen Feierabend bzw. dein Nachhausekommen ein.

Genauso, wenn du wieder einmal das Gefühl hast, dass dir alles zu Kopfe steigt, kannst du einen kurzen Spaziergang machen oder nimmst dir eine halbe Stunde Zeit zum Lesen.

Schon solche Kleinigkeiten können sich in unserem Unterbewusstsein als Ritual manifestieren, sodass wir mit dieser Gewohnheit einen freien Kopf assoziieren (siehe hierzu das Prinzip der klassischen Konditionierung).

5. Den Kopf freibekommen mit verschiedenen Entspannungsübungen

Unterschiedliche Entspannungsübungen können dabei helfen den eigenen Fokus auf sein Inneres zu richten, um sich in einen gelasseneren Gemütszustand zu versetzen und so seinen Kopf freizubekommen.

Die nachfolgenden Übungen können dabei als akute Problemlöser, sowie als Präventionsmethode von dir genutzt werden. Wir möchten dir gerne kurz drei gängige Entspannungsübungen kurz erläutern und verweisen dich gerne auf weitere Anleitungen der jeweiligen Methoden.

Atemübungen

Falls du ggf. noch Anfänger von Entspannungsübungen bist oder nach einer simpleren Methode suchst, können schon einfache Atemübungen als erste Hilfe gelten, um deinen Kopf freizubekommen.

Bei Atemübungen wird sich ganz bewusst auf die eigene Atmung konzentriert. Durch den Fokus auf die Faszination der Atmung wird so ein stärkeres Bewusstsein für den eigenen Körper erlangt, sodass man es dem Kopf ermöglicht zur Ruhe zu finden.

Eine kleine Mini-Anleitung geben wir dir im Folgenden, doch möchtest du eine tiefer greifende Erklärung haben, empfehlen wir einen Beitrag mit Anleitungen zu unterschiedlichen Atemübungen.

Setze bzw. lege dich ruhig hin und finde dich in einer bequemen Position ein. Atme nun tief in den Bauch. Falls du möchtest, kannst du deine Hand auf deinen Bauch legen, um so die Bewegung in deinem Körper wahrzunehmen. Fokussiere dich nur auf deine Atmung – nichts Weiteres.

Setze bzw. lege dich ruhig hin und finde dich in einer bequemen Position ein. Atme nun tief in den Bauch. Falls du möchtest, kannst du deine Hand auf deinen Bauch legen, um so die Bewegung in deinem Körper wahrzunehmen. Fokussiere dich nur auf deine Atmung - nichts Weiteres.

Atme tief ein, merke wie die Luft in deine Bauchdecke strömt, sich die Lunge füllt und dein Brustkorb erhebt. Spüre wie die Luft durch deinen Körper strömt und stelle dir vor wie du mit jeder Ausatmung ein wenig negative Energie aus deinem Körper lässt. Nimm dir hierfür bspw. fünf Minuten Zeit oder zähle 30 Atemzüge - so wie es für dich am besten anfühlt.

Meditationen

Es gibt eine riesige Bandbreite an Meditationsformen, die dich zurück zu deiner inneren Mitte führen können, um so wieder mehr Leichtigkeit verspüren zu können. Das Schöne – wie auch bei den anderen Übungen – ist, dass es bei Meditationen kein Richtig oder Falsch gibt.

Die Mediation ist eine spirituelle Praxis, die durch die aktive Kontrolle der Atmung und Gedanken den Geist beruhigen, die Gedanken zur Ruhe kommen und sogar das Bewusstsein erweitern soll.

Meditation erfordert ein wenig Übung und Training und ist daher etwas anspruchsvoller als Atemübungen. Doch selbst die Integration von kurzen Meditationseinheiten in den Alltag können sich schnell als persönlicher Zugewinn erweisen, um den Kopf freizubekommen und die Gedanken zu sortieren.

Eine halbe Stunde Meditation ist absolut notwendig, außer, wenn man sehr beschäftigt ist, dann braucht man eine ganze Stunde.

Franz von Sales (1567-1622), französischer Fürstbischof Tweet

Du findest auf unterschiedlichsten Webseiten Anleitungen zu Mediationen. Aber auch bei YouTube oder mithilfe von Apps wie Calm oder Headspace kannst du dich durch geführte Meditationen leiten lassen. Hier findest du eine Übersicht der unterschiedlichen Meditationsarten.

Gedankensteuerung

Suchst du vielleicht eine mehr bewusstere mentale Übung, um deinen Kopf freizubekommen, können dir Übungen der Gedankensteuerung helfen. 

Bewusste Gedankensteuerungen, wie bspw. durch Affirmationen, funktionieren mit dem wiederholten innerlichen Aufsagen von bestimmen Sätzen, die zur Folge haben, dass diese ins Unterbewusstsein übergehen.

Beispielsweise kannst du dir folgende Sätze wiederholen und diese so in deinem Kopf manifestieren: 

  • Ich habe alle meine Aufgabe heute erledigt.
  • Ich lasse die negativen Emotionen und Energien in meinem Körper frei.
  • Ich bin mir selbst genug und tue mir etwas Gutes.

Nicht bei allen wirkt diese Methode direkt. Doch durch eine erfolgreiche Gedankensteuerung wandern diese innerlich aufgesagten Sätze in dein Unterbewusstsein und verankern sich dort.

Beispielsweise kannst du dir so bewusst machen, dass du mit dir zufrieden sein darfst und nicht alle Anstrengungen und Aufgaben von dir sofort – im Hier und Jetzt – erledigt werden müssen. 

6. Zeit für dich nehmen

Den Kopf freibekommen muss man vor allem dann, wenn der Alltag einen in gewisser Weise auffrisst, eine große Entscheidung bevorsteht oder uns eine gewisse Sache nicht aus dem Kopf gehen möchte. Jedenfalls besitzen wir nicht mehr die komplette Kontrolle über unsere Gedanken und werden von ihnen sozusagen bestimmt.

Doch um sich von diesen Dingen auch mal loseisen zu können, hilft es sich Zeit für sich zu nehmen – und sei es auch nur, um mal Abstand zur Situation zu gewinnen. Räume dir die Zeit ein und kümmere dich ganz bewusst um dich selbst, um so deinen Kopf freizubekommen.

Vor allem solltest du dich an deine eigenen Fristen halten, um Zeit für dich freizuhalten. Wenn du Feierabend hast, hast du Feierabend. Wenn du dir vorgenommen hast, drei Stunden an einem Projekt zu arbeiten, dann mach auch nach den Stunden Schluss. Aber auch, wenn dir immer wieder dieselben negativen Gedanken im Kopf herumschwirren, beschenke dich selbst mit etwas Gutem, um aus deinem negativen Zustand herauszufinden.

Es ist leichter gesagt, als getan, doch ziehe deine Grenzen, wenn gewisse Dinge die Kontrolle über dich einnehmen. Mache es dir selbst nicht schwerer und verharre in diesem Zustand. Lass es nicht entscheiden, sondern entscheide – und zwar für etwas, das deine Stimmung hebt. 

Gehe einem deinen Hobbys und Leidenschaften nach oder verabrede dich mit einem Bekannten. Power dich beim Sport so richtig aus und betätige dich körperlich, sodass du deinem Kopf eine Pause verschaffst. Bringe dich mal wieder auf andere – und vor allem positive – Gedanken, um so die Negativspirale in deinem Kopf zu stoppen. 

7. Bringe die Gedanken zu Papier

Unser Gehirn verarbeitet und speichert Unmengen an Informationen über den Tag. Ist es überfrachtet und überladen, schießen uns in unterschiedlichsten Situationen die trivialsten Gedanken in den Kopf, die als große Stressoren wirken.

Als eine einfache Gegenstrategie hilft es all diese Hirngespinste und Gedanken aufzuschreiben. Schnapp dir einen Zettel und schreibe alles auf, was dich beschäftigt – selbst die winzigsten Kleinigkeiten, um so deinen Kopf von ihnen zu befreien.

Das konzentrierte Aufschreiben hilft dir die belastenden Gedanken in Worte zu fassen und diese zu „verbildlichen“. Sie sind nun nicht mehr schwer zu deutende Gewitterwolken im Kopf, sondern wurden von dir klar definiert und haben einmal deine Beachtung erhalten. Nun kannst du dich aktiv dazu entscheiden dich von ihnen zu trennen.

Das beschriebene Blatt Papier kannst du als Symbol sehen, dass dir deine Gedanken nun nicht mehr im Kopf herumschwirren, sondern nun (aus-)sortiert auf dem Blatt zu finden sind. 

Jetzt dein Bullet Journal starten und dein Leben einfach ordnen

Bullet Journal Starten Beispiel Journal

Tagebuch, Terminkalender, Erfolgsjournal – Sein Leben mit diesen Hilfsmitteln zu ordnen ist für viele Menschen heutzutage nicht mehr wegzudenken. Das Tagebuch und der Terminkalender sind dafür lange bekannte Mittel, aber das Erfolgsjournal genießt in letzter Zeit immer mehr Aufmerksamkeit, indem es dir hilft deine Ziele und Wünsche zu fokussieren.

Für wen drei Bücher zuviel sind, um sein Leben zu ordnen, wollen wir dir eine andere Lösung vorstellen – Das Bullet Journal. Mit diesem Journal kannst du deine Aufgaben und Termine planen, deine Wünsche und Ziele aufschreiben, sowie viele weitere Sachen wie Gewohnheiten in deinem Leben verbessern. Deiner Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

In diesem Artikel werden wir dir genau erklären, wie du sofort ohne viele Hilfsmittel ein Bullet Journal starten kannst. Das einzige, was du dafür brauchst, ist ein Notizbuch deiner Wahl, einen Stift und offenen Geist.

Was sind die Vorteile eines Bullet Journals?

Genau so wie die anderen Bücher ist ein Bullet Journal dafür da, dein Leben zu ordnen – ein ständiges Hilfsmittel. Hierbei vereint es alle Tugenden eines Tagebuchs, Terminkalenders und Erfolgsjournals in einem:

  • Freie Entfaltung deiner Gedanken
  • Planung deines Alltags und deiner Termine
  • Visualisierung und Fokussierung deiner Wünsche und Ziele
  • Regelmäßige Selbstreflexion

Doch wie genau kann man das mit einem einfachen Notizbuch erreichen? Der wichtigste Punkt ist dabei die innere Ordnung, die ein Bullet Journal besitzt. Ein Tagebuch ist beispielsweise sehr chaotisch. Man schreibt seine Gedanken oft täglich oder wöchentlich auf, doch verliert nach mehreren Wochen den Überblick. Viele die ein Tagebuch besitzen, schreiben nur für den Moment, haben aber hinterher wenig Motivation bereits Geschriebenes noch einmal zu lesen. Das liegt vor allem an der Unordnung. Denn blätterst du in deinem Tagebuch nach hinten, siehst du häufig Absätze um Absätze, höchstens vielleicht ein paar Stichpunkte.

Ein Bullet Journal hingegen besitzt eine klare Ordnung durch verschiedene Symbole, Inhaltsverzeichnisse und klar definierten Bereichen. Das Beste daran ist, dass wir uns diese Ordnung selbst schaffen. Zwar haben Terminkalender und Erfolgsjournale auch eine gute innere Ordnung, diese ist oft aber zu restriktiv, da eine Struktur vorgegeben wird, und stimmt nicht mit den eigenen Prioritäten über ein.

Solltest du aber dein eigenes Bullet Journal starten, hast du die volle Gewalt über dein Notizbuch. Du kannst entscheiden, welche Bereiche dir wichtig sind und wie du sie aufbauen möchtest.

Ich will mein Bullet Journal starten. Was brauche ich alles?

Wie oben schon angedeutet, reicht schon ein Stift und ein Notizbuch, um ein Bullet Journal zu starten. Damit es etwas übersichtlicher und schöner bleibt, empfehlen wir dazu noch ein Lineal und verschiedenfarbige Stifte. 

Bei dem Notizbuch hat man auf dem heutigen Markt die Qual der Wahl. Jeder hat andere Vorlieben und Geschmäcker. Wichtig für uns ist ein handliches DINA5-Format, sowie ein kariertes bzw. punktkariertes Muster und eine hochwertige Qualität. Denn im besten Falle nutzt du dieses Notizbuch über ein Jahr und es sollte nicht irgendwann auseinanderfallen. Es gibt auch Notizbücher, die schon Strukturen für Bullet Journale, wie Seiten für Symbole und Indizes besitzen und dir den Start erleichtern.

Für die Stifte hast du viele verschiedene Möglichkeiten. Auch hier sollte Langlebigkeit, aber auch Komfort das wichtigste für dich sein. Ob Bleistift und Buntstifte, Kugelschreiber oder sogar Federhalter bleibt ganz dir überlassen. Wir können dir wärmstens Fineliner empfehlen. Sie liegen sehr gut in der Hand und kommen in vielen verschiedenen Farben, damit dein Bullet Journal so gut wie möglich aussieht und du es dir selber gerne anschaust. Fineliner gibt es in vielen verschiedenen Variationen und Preisklassen, sodass für jeden etwas dabei sein sollte.

Bullet Journal starten: Das Grundgerüst

Wir haben unsere Stifte und unser Notizbuch ausgewählt. Jetzt kann es eigentlich schon losgehen. Zuerst sollten wir dir genauer erklären, wie ein Bullet Journal überhaupt aufgebaut ist. 

Essenzielle Doppelseiten

Der essenzielle Teil ähnelt sehr einem normalen Terminkalender. So empfehlen wir dir sogenannte “Monthlies”. Das sind Seiten, auf denen ein gesamter Monat abgebildet wird. 

Jeder Tag im Monat kriegt hier ein kleines Kästchen, indem man wichtige Sachen eintragen kann. Diese Monthlies sind sehr gut geeignet, um z.B. Geburtstage oder Urlaubstage einzutragen. Die genaue Gestaltung dieser Seiten – so wie bei allen späteren Seiten – bleibt ganz dir überlassen. Manche mögen es eher minimalistisch, andere sind kreativer und malen ihr Bullet Journal gerne bunt an. Ein Monthly sollte pro Monat eine Doppelseite an Platz benötigen, sodass du für ein gesamtes Jahr zwölf Doppelseiten benötigst.

Bullet Journal starten Monthly Beispielseite
Monthlies eignen sich gut für einen groben Überblick.

Hast du deine Monthlies erstellt, kommen wir nun zum nächsten Schritt: die “Weeklies”. Diese sind ein bisschen so aufgebaut, wie unsere Hausaufgabenhefte damals aus der Schule. Auf einer Doppelseite kannst du hier deine gesamte Wochenplanung vornehmen. So hast du meistens sieben längliche Felder, in denen du stichpunktartig deine Notizen eintragen kannst. Hier ist genau der richtige Platz, um deine Aufgaben, Deadlines, Termine und Ziele einzutragen.

Du kannst dir außerdem etwas Platz lassen, um deine wöchentlichen Gewohnheiten zu tracken.

Bullet Journal starten Weekly Beispielseite
Kriege einen guten Überblick über deine Pläne in der Woche.

Jetzt kommen wir zu dem meistens wichtigsten Teil deines Bullet Journals: Deine “Dailies”. Bei den Dailies geht es darum, dass du dich hier deinen täglichen Gedanken und Aufgaben widmest. Während bei einem Monthly 30 Tage und bei einem Weekly sieben Tage auf einer Doppelseite Platz gefunden haben, sind bei den Dailies nur noch um die vier Tage auf einer Doppelseite. Das bedeutet, es gibt mehr Platz für dich, deine Gefühle und Gedanken aufzuschreiben. Dieser Teil ist oft eine Mischung aus Tagebuch und To-do-Liste, da es nicht nur darum geht deinen Tag zu planen.

Bullet Journal starten Daily Beispielseite
Du kannst deine Dailies nach deinen persönlichen Bedürfnissen aufbaen.

Symbole und Index

Nachdem wir unsere essenziellen Doppelseiten erstellt haben, gilt es nun zu überlegen, welche Symbole du nutzen möchtest. Symbole sind vor allem dazu da Platz zu sparen und deine Stichpunkte zu ordnen. Schreibe dir deine Symbole am besten ganz vorne wie eine Legende auf die erste Seite, damit du sie immer wieder checken kannst, falls du sie vergessen hast.

Falls du dir noch nicht genau vorstellen kannst, was deine Symbole bedeuten könnten, haben wir eine kleine Liste mit Beispielen für dich vorbereitet:

  • Aufgaben
  • Termine
  • Ideen
  • Wichtiges
  • Gedanken
  • Notizen
  • Ziele
  • Deadlines
  • Insprierendes

Natürlich kann man hier variieren. Manch einer mag viele verschiedene Symbole, andere kommen mit weniger aus. Wichtig ist, dass du es dir nicht zu kompliziert machst, sonst hast du am Ende gar keine Lust mehr die Symbole zu benutzen. Für die Symbole bevorzugen wir einfache Muster, wie Vierecke, Dreiecke oder Ausrufezeichen. Du kannst aber auch mit kleinen Karikaturen wie Flugzeuge für den Urlaub oder einen Telefonhörer für wichtige Anrufe arbeiten.

Als Letztes müssen wir uns nach den Symbolen eine Seite Platz lassen für unseren Index. Der Index ist unser Inhaltsverzeichnis, mit dem wir unsere Monthlies, Weeklies und Dailies ordnen. Dafür sollten wir alle unsere Seiten nummerieren und planen, welche Seiten für welche Einträge genutzt werden. Es ergibt Sinn die ersten zwölf Doppelseiten für deinen Monthly Kalender zu nutzen, die nächsten für deine Weeklies und schließlich deine Dailies. Diese Planung ist wichtig, damit du später schnell zu deinen wichtigen Seiten springst und nicht deine Motivation mit ständigem Suchen verlierst.

Kreatives oder minimalistisches Design

Bei diesem Thema scheiden sich wahrscheinlich die Geister. Die meisten nutzen ein Bullet Journal vor allem auch, um sich kreativ auszuleben. Sucht man im Internet nach Beispielseiten von Bullet Journals so wird man regelrecht erschlagen von wunderschön dekorierten und aufwendig gestalteten Doppelseiten. Es wird mit verschiedenen Finelinern gearbeitet, vielleicht noch Felder mit Verläufen eingefärbt. Das kann zu Anfang demotivieren. Denn wer möchte schon die ersten 20 Stunden beim Bullet Journal starten, damit verbringen 52 Wochenseiten dekorativ einzufärben?

Mach dir deswegen keinen Druck. Dein Bullet Journal muss nicht so unglaublich aussehen, wie diese ganzen Beispiele im Internet. Du schreibst dein Bullet Journal nicht für andere, sondern nur für dich selbst. Deswegen reicht zu Anfang auch ein minimalistisches Design mit klaren Linien und Kästchen. Das spart Zeit und lässt dich aufs Wesentliche konzentrieren – die Anwendung deines Journals.

Eigentlich willst du ja direkt loslegen und nicht erst etliche Seiten vorbereiten. Deswegen musst du nicht alle Monthlies und Weeklies vorerstellen, sondern kannst sie erst vorzeichnen, wenn du sie wirklich brauchst. Achte nur darauf genug Platz für sie in deinem Index einzuplanen.

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Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Was kann man noch für Seiten erstellen

Hast du deine Symbole, dein Index und deine Monthlies, Weeklies und Dailies erfolgreich erstellt, kannst du direkt loslegen dein Bullet Journal zu nutzen. Dennoch gibt es noch einige weitere Anwendungsmöglichkeiten für dein Journal.

Tracker

Mit sogenannten Trackern kannst du viele alltägliche Probleme in deinem Leben verfolgen. Die meisten Tracker sind Monthlies oder sogar jahresumfassend – also haben genug Platz, um viele Tage auf einer Doppelseite auszudrücken – die sich auf ein bestimmtes Thema fokussieren und in die du täglich oder wöchentlich deine Fortschritte einträgst. Zu den beliebtesten Trackern gehören

  • Mood Tracker. Ein farbenkodierter Tracker, der deine tägliche Laune anzeigt. Male für jeden vergangenen Tag ein Kästchen in einer Farbe passend zu deiner Laune aus.
  • Wasser Tracker. Genug trinken ist sehr wichtig für die Gesundheit. Deswegen ergibt es Sinn deinen Wasserhaushalt täglich zu dokumentieren, um dich selbst an das regelmäßige Trinken zu erinnern.
  • Finanz Tracker. Es geht schnell, dass man vergisst wie viel Geld man am Tag ausgegeben hat. Am Ende des Monats kann es schon einmal zu einem bösen Erwachen kommen. Deswegen kannst du deine täglichen oder wöchentlichen Ausgaben tracken. Dazu brauchst du dir nur ein Budget festsetzen und mit deinen Ausgaben verrechnen.
Bullet Journal starten Wassertracker Beispielseite
Mach das Nutzen deines Trackers so schnell und einfach wie möglich.

Kollektionen

Kollektionen sind Sammlungen, die nicht an Zeiträume gebunden sind. Hier geht es mehr darum, deine Gedanken oder Informationen nach Themengebiete zu bündeln. Diese kannst du dann immer mal wieder nachschlagen, wenn du sie gerade brauchst.

  • Gedankenkollektion. Reichen dir deine Gedankensymbole in den Dailies oder Weeklies nicht aus, kannst du sie hier auf einer Doppelseite noch einmal gebündelt sammeln.
  • Affirmationskollektion. Tägliche Affirmationen können dir vor allem beim Start in den Tag helfen, dich zu motivieren. Schreibe in dieser Kollektion deine besten Affirmationssätze auf und schlage sie nach, wann immer du sie brauchst.
  • Rezeptkollektion. Sammle hier deine Lieblingsrezepte mit deinen Lieblingszutaten. Halte die Anweisungen so kurz wie möglich, um nicht zu viel Platz zu verschwenden. Vielleicht kannst du dir ja extra Symbole für das Kochen einfallen lassen.

Weitere Beispiele wären Trainingspläne, Yogaübungen, Langzeitziele, aber auch die erinnerungsreichsten Momente mit deinen Freunden. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Bullet Journal starten Affirmationen Beispielseite
Nutze Kollektion, um dir selbst in deinem Leben zu assistieren.

Einfache Tipps, um dein Bullet Journal zu starten

Schließlich wollen wir dir noch ein paar einfache Tipps, auf den Weg geben, damit du mit Spaß an dein Bullet Journal herangehen kannst. 

Fange nicht mit zu großen Ambitionen an

Viele stürzen sich Hals über Kopf in die Erstellung der essenziellen Seiten. Man hat große Ideen und will sie am liebsten alle gleichzeitig und sofort umsetzen. Ist aber die erste Vorfreude verflogen, setzt eine gewisse Müdigkeit ein. Einem wird die ganze Arbeit, die man sich “aufgehalst hat” bewusst. Das kann schnell demotivieren. Überlege dir daher: Welche Seiten brauche ich, damit ich mein Bullet Journal direkt nutzen kann? Dafür benötigst du keine 52 Doppelseiten von kompliziert dekorierten Weeklies. Es reicht generell erst einmal eine Doppelseite pro Kategorie – ein Monthly, ein Weekly und ein Daily. Genau so solltest du dir nicht zehn verschiedene Kollektionen erstellen und 15 Tracker. Fange erstmal klein an mit einer Kollektion und einem Tracker. Solltest du dann merken, dass du genug Zeit hast mehr in deinem Alltag zu tracken oder zu sammeln, kannst du hinterher immer noch weitere erstellen.

Der demotivierende Perfektionismus

Am liebsten hätte jeder sofort gerne die perfekte Idee. Sie wollen sofort die perfekten Weeklies erstellen. Doch in der Realität ist das gar nicht so wichtig. Es müssen nicht alle Seiten perfekt gleich gut aussehen. Vielleicht fällt dir hinterher ein besseres Design für deine Seiten ein und deine Dailies und Weeklies verändern sich über die Zeit. Das macht dein Bullet Journal nicht weniger wirkungsvoll. Vergiss nicht, dass du dieses Journal für dich schreibst, um deine Gedanken und im Endeffekt dein Leben zu ordnen.

Achtest du nur darauf alles makellos zu erstellen, wirst du feststellen, dass du irgendwann gar keine Lust mehr hast, dein Bullet Journal zu nutzen – aus Angst irgendetwas “kaputtzumachen”.

Hör auf dich zu vergleichen

Inspiration ist für ein Bullet Journal sicherlich wichtig, aber nicht jeder Mensch ist ein Künstler. Genau so hat nicht jeder Mensch gleich viel Zeit sein Bullet Journal zu schreiben. Gucke deswegen nicht, wie unglaublich schön die Bullet Journals anderer sind und versuche nicht ihnen nachzueifern. Sicherlich kannst du dich inspirieren lassen für deine eigenen Designs, aber versuche nicht irgendwelche Seiten zu kopieren, nur damit deine auch so schön aussehen wie von den anderen.

Das Schöne an deinem Bullet Journal ist, dass es dein Eigen ist – mit allen Ecken und Kanten. Es ist im Endeffekt nur für dich bestimmt und keiner wird dich danach beurteilen, wie schön es aussieht. Die Designer von diesen Journals im Internet haben oft Stunden an ihren Seiten gesessen, das musst du nicht.

Bullet Journal starten grünes Journal Beispielseite
Dein Bullet Journal muss nur dir gefallen.

Übung macht den Meister

Wie in allen Dingen ist am Anfang noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die ersten Anfänge werden vielleicht nicht so schön aussehen. Das sollte dich aber nicht demotivieren, stattdessen konzentriere dich darauf herumzuexperimentieren. Probiere dich aus und teste, welche Sachen dir in deinem Bullet Journal gefallen. Hast du in den ersten Weeklies Felder eingebaut, die du gar nicht nutzt? Dann änder sie. Symbole, die dir nicht gefallen oder unnütz sind? Weg damit. Mit der Zeit wirst du deinen Stil finden, der zu dir passt.

Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben

So gut wie jeder hat schon einmal ein Tagebuch angefangen, dass er dann linksliegen gelassen hat. Oder man hat einen Terminkalender, den man unbedingt benutzen will und hat es dann vergessen. Das Schöne am Bullet Journal ist, dass man es von Hand selbst erstellt hat. Hat man erst einmal die ersten Stunden investiert, fällt es einem schwerer die erstellten Seiten nicht zu nutzen. Hier ist wiederum wieder wichtig, sich nicht zu viele “Pflichten” mit dem Bullet Journal aufzubürden. Fange klein an mit wenigen Kollektionen und Trackern, um deinen Alltag nicht zu sehr mit Buchführung zu belasten. Fällt dir dann auf, dass du einen Tracker mehr benötigst und auch genug Zeit hast, kannst du ihn nachträglich erstellen.

Falls du einmal ein paar Tage nicht Zeit hattest dein Bullet Journal zu nutzen, ist das nicht schlimm. Dann hast du eben ein paar leere Seiten in der Mitte. Wen stört es schon? Lass dich dadurch nicht entmutigen. Hab Spaß an deinem Bullet Journal, aber fühle dich nicht in der Pflicht immer alles sofort und gründlich zu machen. Es soll dir bei deinem Alltag helfen und nicht zur Last werden.

Unser Schlusswort

Den ersten Schritt zu wagen und sein Bullet Journal zu starten, kann erstmal schwer sein. Umso mehr kann es aber auch dein Leben und dein Alltag unterstützen. Wir hoffen wir konnten dich etwas inspirieren und dir den nötigen Anstoß geben, nicht nur über Bullet Journale zu lesen, sondern den Schritt zu wagen dein eigenes zu erstellen.

10 Produktivitätshacks – So kannst du produktiver werden

produktiver werden beschrieben durch eine Brille liegend auf einem Laptop

Schneller. Höher. Weiter. Das kleine Wörtchen Produktivität ist mittlerweile ein täglicher Begleiter in so vielen Lebensbereichen – und nicht nur in der Arbeitswelt. In der heutigen Leistungsgesellschaft wird immer mehr von uns gefordert. Jeder Mensch muss noch effizienter und noch produktiver werden.

Egal, ob bei der Arbeit oder im Privatleben: Man hat das Gefühl die To-do-Liste wird immer länger – und dabei läuft die Uhr nonstop gegen einen. Man fühlt sich ständig einer Drucksituation konfrontiert.

Und genau deshalb möchten wir dir unsere Produktivitätshacks vorstellen. Du kannst durch sie effizienter, leistungsstärker und im Endeffekt produktiver werden.

Doch noch besser: Wir möchten mit unseren Ideen für mehr Produktivität vor allem darauf abzielen, dir langfristig ein wenig die Last von den Schultern zu nehmen, deinen Stress zu reduzieren und dich gelassener zu machen. Solltest du diese Tipps für dich anwenden, wirst du deine Aufgaben schneller abhaken können und gewinnst so reichlich Zeit für dich und die Dinge, die dir im Leben Spaß bereiten.

Falls du also nicht nur auf der Suche nach mehr Produktivität bist, sondern auch nach mehr Freizeit, bist du hier genau richtig.

Inhaltsverzeichnis

Produktiver werden mit 10 Produktivitätshacks

Manch einer unserer Tipps findet bei dir womöglich eine bessere Anwendung, als andere. Genauso wirkt manch Tipp recht intuitiv. Doch manchmal geht es nicht darum das Rad neu zu erfinden, sondern die einfachen Techniken für sich (erneut) zu entdecken, um wieder zu seiner Motivation und Produktivität zu finden.

Doch keine Sorge: Dich werden im späteren Verlauf auch noch unkonventionellere Tipps erwarten, dich produktiver werden lassen. Daher gebe jedem seine Möglichkeit sich zu beweisen, sodass du abschätzen kannst, ob du dadurch produktiver werden kannst. Lass uns starten!

Was ist zu tun? Mach dir eine Liste

So öde und einfach Tipp 1 auch klingen mag, sollte es direkt der erste sein, den du umsetzen solltest, wenn du in einen neuen Tag startest. Bevor man sich nach dem Aufstehen sagt „Ich habe wieder so viel zu tun“, verschaffe dir zuallererst einen Überblick.

Man macht sich gerne zu viel Druck und Stress, wenn man das „so viel zu tun“ nicht genauer betitelt. Denn das Gefühl, noch Unmengen an Dingen erledigen zu müssen, ohne diese irgendwie klar umrissen zu haben, kann einen unbewusst belasten.

Deshalb: Was gibt es für dich heute zu erledigen? Am besten überlegst du dir bereits deine ganzen Aufgaben und Pflichten bevor du den ersten Fuß aus dem Bett gesetzt hast. Mach dir eine Liste – entweder im Kopf mit all deinen heutigen Aufgaben oder noch besser: Du schreibst sie dir auf.

Struktur und Klarheit sind dafür Schlüsselfaktoren, damit du deine Zeit effizient nutzen kannst. Mit klaren To-dos und Aufgaben lässt es sich direkt viel besser planen und priorisieren – dafür siehe Punkt 2.

Was wichtig ist, ist nicht immer dringend, und was dringend ist, ist nicht immer wichtig.

Dwight D. Eisenhower (1890-1969), 34. Präsident der Vereinigten Staaten Tweet

Produktiver werden durch Planung und Priorisierung deiner Aufgaben

Jeder hat es schon mal gehört: Vorbereitung ist die halbe Miete. Und ja, es stimmt. 

Eine klare Priorisierung und Planung deiner Aufgaben sind immens wichtig, wenn du produktiver werden willst. Nachdem du dir einen Überblick über deine heutigen Aufgaben verschafft hast, solltest du die nach dem „Top-Down-Prinzip“ planen. Also was ist deine wichtigste Aufgabe? Deine zweitwichtigste, drittwichtigste etc.

Am Anfang des Tages hat man noch am meisten Zeit und ist am frischesten im Kopf. Deshalb solltest du dich da deiner „Prio A“ widmen und so Stück für Stück deine Aufgaben abarbeiten.

Ich bin auch Freund davon die unangenehmste Aufgabe direkt am Anfang des Tages zu erledigen. Dann schiebe ich sie nicht den ganzen Tag vor mir her und muss mich später noch damit herumschlagen. Also schnell abhaken und dann weiter machen.

Beachte dabei jedoch, dir deinen Tag nicht zu vollzupacken. Ein Tag hat 24 Stunden und nicht mehr. Genauso wie die Zeit sind auch die geistigen Kapazitäten für einen Tag begrenzt. Bevor du viele Sachen irgendwie halbherzig machst, fokussiere dich auf deine Top-Ziele des Tages und erledige sie nach eigener Zufriedenheit. Weniger ist manchmal mehr. 

Produktiver werden? Dann aber kein Multitasking mehr!

Wir wollen die positiven Effekte von Multitasking schnell ins Land der Fabeln verweisen. Es gibt das Gerücht, dass Multitasking die Effizienz und Produktivität steigern soll, doch tatsächlich führt es zu erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlusten.

Multitasking: Die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig falsch zu machen.

Ein Beispiel: Telefonieren und Auto fahren soll man ohnehin nicht tun – jedenfalls nicht ohne Freisprechanlage. Doch die Universität Utah hat für eine Studie Versuchspersonen an das Steuer eines Fahrsimulators gesetzt. Die Personen sollten während des Fahrens telefonieren.

Ihre Leistungsfähigkeit sank um mehr als 40 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Stress-Wert der Probanden erheblich. Ihre Fehlerquote war ähnlich hoch, wie sonst nur bei betrunkenen Fahrern mit einem Promillewert von 0,8.

Eine ähnliche Studie wurde mit Havard-Studenten durchgeführt. Die (hoch-)begabten Studenten schlugen sich nicht großartig besser. Teilweise fiel ihre Gedächtnisleistung auf die eines achtjährigen Kindes ab.

Das sind schlagfertige Argumente, die dir Beweis genug sein sollten, dass sich Multitasking nicht lohnt. Wer produktiver werden will, sollte sich daher nur auf einer Aufgabe widmen, ehe man zur nächsten übergeht.

Planlos in mehrere Richtungen gleichzeitig zu steuern, bringt dich zwar überall irgendwie ein bisschen voran. Doch zielgerichtet eine Aufgabe nach der nächsten abzuschließen, ist deutlich erfolgversprechender.

Exkurs Aufmerksamkeit: Steigere deinen Fokus

Stell dir vor, deine Aufmerksamkeit wäre eine Taschenlampe. Diese Taschenlampe besitzt zwei Betriebsmodi: Einen gebündelten Strahl, in dem du das Licht einen kleinen Fleck ganz hell beleuchten kannst und einen zweiten Modus, der mehr einer Fackel ähnelt. Deine ganze Umgebung wird zwar erkenntlich, aber nichts ist so richtig hell.

Genau die zwei Modi hat der Mensch auch hinsichtlich seiner Aufmerksamkeit. Die meiste Zeit befinden wir uns in einem Status der offenen Aufmerksamkeit. Wir erfassen die Umgebung in ihrer Gesamtheit, aber viele kleine Details entgehen uns dabei. Das ist der Grundzustand der Aufmerksamkeit, in dem wir Menschen uns die meiste Zeit befinden.

Um wirklich produktiver zu werden, wollen wir jedoch den zweiten Status erreichen: die fokussierte Aufmerksamkeit. Ganz bewusst wird die Aufmerksamkeit nur auf eine Sache gelenkt. Nun spricht man von Konzentration. 

Wir werden sozusagen blind für andere Einflüsse in unserem Umfeld, wodurch wir uns einer Sache fokussiert hingeben können. Und genau darin liegt die Quintessenz dieses Tipps: Sich Fokus zu schaffen und die eigene Aufmerksamkeit bündeln für eine einzige Sache.

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Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Wusstest du, dass das Gehirn mindestens zehn Minuten benötigt, um diese fokussierte Aufmerksamkeit aufzubauen? Durch jegliche Ablenkungen wird dieser fokussierte Lichtstrahl wieder auf „Fackel-Modus“ gestellt und dein Gehirn muss erneut diese Konzentrationsschleife aufbauen.

Willst du produktiver werden, musst du Ablenkungen so gut wie möglich reduzieren, sodass du dich in deinem „Flow“ nicht unterbrechen lässt. Deshalb kommen hier ein paar einfache Tipps und Ideen, die du schnell in deine Arbeitsprozesse integrieren kannst, um so deine Konzentration zu steigern:

  • Schalte alle Push-Benachrichtigungen am Computer aus, während du an ihm arbeitest
  • Lege dein Handy weg und schalte es auf stumm – ohne Vibration. Denn selbst die Vibration lenkt uns ab, wenn wir wissen, dass eine Benachrichtigung gerade angekommen ist.
  • Hab auch weiterhin nichts in Griffnähe, was dich visuell oder haptisch ablenken kann
  • Kommuniziere deine produktive Phase gegenüber anderen, sodass du die kommenden Stunden nicht gestört wirst
  • Sage auch mal “Nein” und weise spontane und kurzfristige Anfragen auch gerne mal zurück und sage, dass du sie dir später vornimmst, wenn du mehr Zeit dafür hast 
  • Versuche in einer ruhigen Atmosphäre zu arbeiten oder höre ruhige Musik, die dich währenddessen nicht ablenkt

Es ist wirklich immens wichtig, dass du vor allem visuell und akustisch – aber auch olfaktorisch (riechen) oder haptisch – nicht durch dein äußeres Umfeld abgelenkt wirst. Bei jeder Ablenkung muss sich dein Gehirn einem anderen Reiz widmen und darunter leidet letztlich dein Fokus.

Schaffe dir eine angenehme Arbeitsatmosphäre 

Wer im Chaos lebt, kann sich nicht wirklich konzentrieren – und erst recht nicht produktiver werden.

In einem aufgeräumten Zimmer, an einem aufgeräumten Schreibtisch lässt es sich deutlich besser arbeiten. Du hast Platz, um dich mit deinen Sachen auszubreiten, die du benötigst und sitzt nicht zwischen deinem eigenen Krempel.

Ein sauberer Arbeitsplatz lässt dich klare Gedanken fassen und bietet dir weniger Potenzial für Ablenkungen (siehe Tipp 4). Fühlt man sich zudem wohler in seiner Umgebung, kann sich der Geist viel besser entfalten. Man wird inspirierter, kreativer, aber auch leistungsfähiger.

Klassische Konditionierung: Etabliere deine Produktivitätsgewohnheit

Unser Gehirn hat seine Eigenarten und wir können uns das Prinzip der klassischen Konditionierung zu Gute machen, um produktiver zu werden. Vor allem, wenn es uns mal an Motivation fehlen sollte, kann uns dieses Phänomen langfristig dabei unterstützen unsere Produktivität zu steigern.

Die klassische Konditionierung ist eine behavioristische Lerntheorie. Sie besagt, dass natürliche und unbedingten Reize durch Lernen und Wiederholungen eine neue, bedingte Reaktion entstehen lassen können. 

Diese Theorie wollen wir dir anhand des wohl bekannteste praktischen Beispiels und auch der Entdeckung der klassischen Konditionierung erklären: Der Pawlowsche Hund

Der russische Professor Iwan Petrowitsch Pawlow brauchte für die Erklärung der klassischen Konditionierung drei Sachen: eine einfache Glocke, einen Hund und Futter.

Immer wenn sein Versuchshund etwas zu fressen bekam, klingelte Petrowitsch’ Glocke - ein akustischer Reiz. Jedes Mal aufs Neue klingelte die Glocke und der Hund wusste, dass gleich sein Fressen kam. Der Naturwissenschaftler beobachtete einen vermehrten Speichelflussreflex bei dem Vierbeiner. Der Hund hat es verstanden: Klingeln der Glocke = Fressen. Sein Gehirn hatte die beiden Reize „Glocke“ und „Futter“ miteinander verbunden. 

Petrowitsch beobachtete, dass auch wenn die Glocke klingelte und es kein Fressen gab, der Hund Speichel produzierte. Der Glockenton war nicht mehr ein neutraler auditiver Reiz im Gehirn, sondern löste einen konditionierten Reflex aus. 

Auch wenn das menschliche Gehirn ein wenig ausgereifter ist, als das eines Hundes, können auch wir die klassische Konditionierung nutzen, um produktiver zu werden. Wir starten mit einer bestimmten Gewohnheit und unser Gehirn versteht, dass es nun aktiv werden muss. Wir können so unser Gehirn trainieren, indem wir eine Gewohnheit ausbilden, die wir zu Beginn unserer produktiven Phase ausüben.

Finde eine Gewohnheit, die dir einerseits guttut, als auch deine Produktivität steigert. Das können ganz banale Sachen sein:

  • Lege dein Handy in ein anderes Zimmer, bevor du dich an die Arbeit setzt
  • Mache dir einen Tee oder Kaffee
  • Schalte deine „Arbeitsplaylist“ an
  • Mache ein paar Dehnübungen, bevor du dich an deinen Rechner setzt

Es kann auch etwas „Extravaganteres“ sein. Springe dreimal auf deinem linken Bein oder drehe dich einmal um die eigene Achse, ehe du dich an deinen Schreibtischstuhl setzt. Dein Gehirn wird diesen motorischen Prozess mit Produktivität verbinden. 

Es ist bloß wichtig, dass es eine Gewohnheit wird und du versuchst es immer zu machen, bevor du mit deiner produktiven Phase startest.

Mini-Pausen mit der Pomodoro-Technik 

Wer effektiver und produktiver werden will, muss auch Pausen machen. So jedenfalls empfiehlt es die Selbstmanagementmethode Pomodoro-Technik. Das simple Vorgehen dieser Technik empfiehlt getaktete Arbeitszeiten und geplante Pausen.

Dieser Produktivitätshack soll in keinem Konflikt mit unserem Aufmerksamkeits-Exkurs stehen, in dem wir sagen, dass man mindestens 10 Minuten benötigt, um eine fokussierte Aufmerksamkeit aufzubauen.

Die Pomodoro-Technik bietet sich vor allem für Aufgaben an, in denen du sozusagen in Sprints arbeitest, wenn du bspw. Vokabeln lernst, den Haushalt machst oder dich um andere operative und administrative Aufgaben kümmerst. 

Bei der Idee geht es also vielmehr darum dich und deinen Kopf frisch zu halten. Zwischendurch benötigt man auch mal seine Pausen, um produktiver zu werden. Keiner soll und kann mehrere Stunden am Stück durcharbeiten.

Die Pomodoro-Technik kann in etwa so aufgebaut werden:

  1. Wähle EINE Aufgabe deiner To-do-Liste aus, welche du erledigen möchtest.
  2. Notiere, was dafür getan werden muss.
  3. Stelle den Wecker auf 25 Minuten und lege los.
  4. Sobald der Wecker klingelt, hakst du alle Teilschritte ab, die du erledigt hast
  5. Lege nun eine Pause von fünf Minuten ein. Erlaube dir in dieser Zeit dich nicht mehr mit der Aufgabe auseinandersetzen zu müssen.
  6. Wiederhole viermal Schritte 1-5. Nach der letzten Runde gönnst du dir 30 Minuten Pause.

Dieses Vorgehen muss nicht unbedingt so gehandhabt werden. Falls du anfangs Schwierigkeiten hast, starte mit 10-15 Minütigen Arbeitsintervallen und steigere dich fortgehend. Genauso gut kannst du die produktiven Intervalle verlängern. 

Diese Technik bietet eine attraktive Lösungsmöglichkeit für die diversen Ablenkungen im Alltag. Die simple Pomodoro-Technik diszipliniert dich dazu deinen Fokus auf eine Sache zu fixieren, beseitigt unnütze Prokrastination, schult deine Impulskontrolle und belohnt dich folgend mit einer kurzen, geplanten Pause. Du schaffst dir immer eine kleine Belohnung, auf die hinarbeiten kannst. 

Wer produktiver werden will, muss fit und gesund bleiben

Stell dir vor, du besitzt einen teuren Sportwagen. Um dein Auto kümmerst du dich dann auch entsprechend gut und gehst es regelmäßig warten. Du fährst auch nicht nur an Tankstelle neben an, sondern tankst auch besseren Sprit, der deinen Wagen auf Touren bringt und den Motor nicht schadet. Du schüttest nicht „irgendwas“ in dein Prunkstück rein. 

Dieser Sportwagen war ein Vergleich für deinen Körper. Auch du brauchst den richtigen Treibstoff, damit du produktiver werden kannst. 

Mit Sicherheit kennst du das Gefühl, wenn du etwas Fettiges oder Schweres gegessen hast. Wonach ist dir dann mehr? Faulenzen auf der Couch oder dich produktiv an deine Arbeit zu setzen? Wohl eher ersteres.

Das liegt vor allem daran, dass der Körper viel Energie für die Verdauung benötigt. Dein Körper „konzentriert“ sich auf dein Verdauungssystem und andere Stellen im Körper werden mehr vernachlässigt – auch dein Denkzentrum. 

Nicht umsonst lautet deshalb auch eine der Baderegeln, dass man nicht mit vollem Magen schwimmen gehen soll. Beim Schwimmen benötigst du nämlich deine Energie in den Muskeln und nicht im Verdauungstrakt.

produktiver werden durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung
Neben einer gesunden Ernährung ist auch Timing deiner Mahlzeiten wichtig.

Achte also auf eine gesunde Ernährung. Dazu gehört nicht nur was du isst, sondern auch wann du isst. Eine große fettige Mahlzeit unmittelbar vor deiner Produktivitätsphase ist daher nicht ratsam.

Zur Ernährung gehört auch die Wasseraufnahme. Der Mensch besteht aus 70 Prozent Wasser und verliert ständig etwas davon. Studien haben bewiesen, dass schon bei einem Wasserverlust von zwei Prozent die Konzentration deutlich nachlässt.

Trinke bevor das Durstgefühl aufkommt. Denn, wenn du Durst empfindest, ist es schon zu spät und deinem Körper mangelt es an Wasser. Ein Wasserwecker kann dich an eine regelmäßige Wasseraufnahme erinnern. 

Das hochgepriesene Pareto-Prinzip 

Man kommt einfach nicht um das Pareto-Prinzip drum herum. Wie auch bei vielen anderen Themen findet es auch bei diesem eine Anwendungsmöglichkeit.

Wer produktiver werden will, will Sachen abschließen. Also schnell fertig werden. Damit meinen wir natürlich nicht schlampig arbeiten oder etwas unsauber zu Ende stellen.

Das Pareto-Prinzip, auch bekannt als 80/20-Regel, ist kein strenges Naturgesetz, aber besitzt eine gewisse Allgemeingültigkeit. Die Regel besagt, dass 80 Prozent der Ergebnisse mit 20 Prozent Einsatz erreicht werden. Die restlichen 20 Prozent benötigen hingegen 80 Prozent Aufwand.

20 Prozent der Kunden generieren 80 Prozent Umsatz. Kinder spielen 80 Prozent der Zeit mit 20 Prozent ihres Spielzeugs. 20 Prozent aller Länder produzieren 80 Prozent der Emissionen.

Genau dieses Prinzip lässt sich auch auf die eigene Produktivität übertragen. Viele der eigenen Arbeiten lassen sich schneller abschließen, wenn man sich auf das „große Ganze“ konzentriert und sich nicht in der Detailarbeit verliert.

Was sind die wichtigsten 20 Prozent Aufwand bei deiner Aufgabe, die für 80 Prozent deiner Ergebnisse verantwortlich sind? Sobald du das weißt, konzentriere dich darauf, diese 80 Prozent deines Ergebnisses zu erledigen.

Investiere in dich selbst

Ein etwas theoretischer und betriebswirtschaftlicher Ansatz, doch wir wollen dir gerne erklären, was wir meinen: Du wirst bei deiner Arbeit entlohnt. Pro Stunde erhältst du einen gewissen Stundensatz ausgezahlt, der sich am Monatsende auf deinem Konto wiederfindet. In deiner Freizeit bekommst du zwar kein Geld, aber hast auch da gewisse Arbeiten zu erledigen.

Für diesen Produktivitätshacks müssen wir annehmen, dass du dich in deiner Freizeit mit einem imaginären Stundenlohn bezahlst – wir sagen jetzt mal 15 Euro. In deiner freien Zeit gehst du auch regelmäßig deinen Arbeiten und Pflichten nach, die dich Zeit kosten. Sei es ein freizeitliches Nebenprojekt, Hausarbeit, Steuer- und Rechnungszahlungen, aber auch bestimmten Hobbys.

Mit dem richtigen Equipment oder geeigneten Fähigkeiten könntest du diese Arbeit viel schneller erledigen. Anstatt dass du gewisse zeitliche oder finanzielle Investitionen nicht tätigst, musst du länger/mehr arbeiten, um dein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. 

Ein praktisches Beispiel: Für die Website sitze ich viel am PC, recherchiere, erarbeite Texte, erstelle Bilder und programmiere. Mit der Investition eines zweiten Bildschirms und einer besseren Maus habe ich mir meine Arbeit erleichtert. Zwar hat mich dies 200 Euro gekostet, jedoch bin ich in meiner täglichen Arbeit deutlich schneller geworden. Mittlerweile habe ich so viel an Zeit gespart. Jede ersparte Stunde habe ich mich selber mit 15 Euro bzw. einer Stunde Freizeit entlohnt. Längst habe ich dadurch meine ursprüngliche Investition für einen zweiten Bildschirm und eine bessere Maus wieder reingeholt.

Der Punkt ist dir hoffentlich klar geworden: Wir sprechen hier ganz explizit von einer Geldinvestition in die eigene Produktivität und keinem Geldausgeben in Bespaßung und freizeitliche Aktivitäten. Du kannst nicht nur produktiver werden mit gewissen „Mindhacks“ oder effizienteren Prozessen, sondern auch mit dem richtigen Equipment.

Es macht also durchaus Sinn, sich die Zeit zu nehmen, um neue Sachen zu lernen, die deinen Aufgabenalltag auf lange Sicht erleichtern und dir Zeit sparen – sei es durch Fähigkeiten, die du lernst, oder durch gewisses Equipment, welches deine Produktivität steigert. 

Wer viel am PC sitzt, sollte Shortcuts lernen und in das nötige Equipment investieren. Wer gerne und viel Marmelade kocht, sollte nicht die Erdbeeren durch ein Sieb quetschen, sondern sich ein Pürierstab leisten.

Denk daran, dass deine Zeit für einen Tag begrenzt ist und man sich selber auch irgendwie (imaginär) bezahlt. Ab und zu sollte man nicht zu knauserig sein und in sich selbst investieren. Du sparst dir Zeit, wirst produktiver und entlohnst dich mit deinen imaginären 15 Euro für jede gesparte Stunde.

Ein letztes Wort um produktiver zu werden…

Das waren sie – unsere 10 Produktivitätshacks, um produktiver zu werden. Selbst wenn manch ein Tipp für dich offensichtlich schien, konnten wir dir hoffentlich den Ursprung und die Hintergründe näherbringen und du hast das ein oder andere dazugelernt. Was ist dein persönlicher Produktivitätshack, den wir womöglich nicht erwähnt haben?

Nun erstmal viel Spaß beim effizienten Arbeiten und produktiver werden. Doch viel wichtiger: Viel Spaß mit deiner gewonnenen Freizeit, die du dir geschaffen hast!

Lebensziele finden – 3 Methoden, wie du sie identifizierst

Lebensziele finden beschrieben durch einen Lichtkegel im Wald

„Wenn ich mal groß bin…“, so begann ein ums andere Mal der Satz eines Kindes. Lebensziele finden – als Kind schien es so einfach. Mit großen Kinderaugen und einer Prise kindlicher Naivität erträumten wir uns als Kinder, was wir später alles erreicht, erlebt und gesehen haben werden. 

Doch im natürlichen Prozess des “Erwachsenwerdens“ verliert man schnell das Gefühl alles schaffen zu können – als würden wir ein wenig den Mut verlieren unseren Zielen nachzugehen. Dabei wäre genau dieser kindliche “Leichtsinn“ auch im späteren Alter wünschenswert, um seine Lebensziele zu finden und nach ihnen zu streben.

In diesem Artikel widmen wir uns Lebenszielen. Was sind Lebensziele? Wie kann ich meine Lebensziele finden und was kann ich machen, um diese zu erreichen? Diese Fragen möchten wir gemeinsam beantworten.

Lebensziele finden: Warum es so wichtig ist

Ob kurz- oder langfristig – jeder Mensch benötigt Ziele im Leben. Ziele sind der Antrieb unseres Alltags, denn die meiste Zeit unseres Daseins arbeiten wir auf genau solche hin.

Der Ziellose erleidet sein Schicksal - der Zielbewusste gestaltet es.

Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph Tweet

Stell dir vor dein Leben ist ein Auto und du bist der Fahrer, der hinterm Lenkrad sitzt. Die verfügbare Zeit und Energie, sprich deine verfügbaren Ressourcen, sind der Treibstoff deines Autos. Soweit wärst du nun fahrbereit. Was jedoch fehlt, ist die Richtung. Um nun zu wissen, in welche Richtung du lenken sollst, um auch deinen (begrenzten) Treibstoff richtig zu nutzen, sind deine Lebensziele der Kompass, die dir die Richtung vorgegeben.

Wir möchten dir eine Geschichte von der Schwimmerin Florence Chadwick erzählen, die dir zeigt, was es bedeuten kann, wenn einem genau solche Ziele fehlen bzw. man sie nicht sehen kann:

Florence Chadwick stellte sich am Morgen des 4. Juli 1952 der Herausforderung von der US-amerikanischen Insel Catalina 34 Kilometer durch das offene Meer zur Küste Kaliforniens zu schwimmen. Sie war gut trainiert und war die erste Frau, die von beiden Seiten durch den Ärmelkanal zwischen England und Frankreich schwamm. Es gab keine Zweifel, dass sie an dieser Herausforderungen scheitern sollte. Das Wasser war eiskalt und an jenem Tag herrschte starker Nebel, sodass sie weder die Küste noch ihr Begleitboot richtig sehen konnte. 

Nach über 15 Stunden war Chadwick ganz versteift vor Kälte und bat ihre Trainerin und Mutter, dass man sie aus dem Wasser holen solle. Die zwei sagten ihr, dass sie nicht aufgeben solle und die Küste schon gleich da wäre. Florence Chadwick sah jedoch keine Küste - sie sah nur Nebel und kein Ziel. Sie gab 800 Meter vor dem Ziel auf.

Auf die Frage eines Journalisten, warum sie aufgegeben habe, antwortete sie: „Es war der Nebel. Wenn ich das Land hätte sehen können…“ Dieser Satz wurde weltberühmt und noch im selben Jahr schaffte sie die Strecke - ohne Nebel an jenem Tag.

Aus dieser kleinen Geschichte lässt sich gut erkennen, wie wichtig es ist seine Lebensziele zu finden und zu kennen. Lebensziele motivieren einen nicht nur. Sie bündeln deine Fähigkeiten und lassen dich über deine Grenzen gehen. Sie tragen sogar ihren Teil dazu bei, dass du zu dir selbst finden kannst. Du wirst dich selber überraschen, was so alles in dir steckt und wozu du wirklich fähig bist, wenn du nach deinen größten Wünschen und Visionen strebst.

Lebensziele, die du für dich erkennst, geben dir:

  • Sinn und Erfüllung im Leben
  • eine Richtung vor
  • Vorfreude, Begeisterung und Tatendrang für deine Zukunft
  • Entschlossenheit für die Dinge, die du wirklich willst

Wenn man seine Lebensziele kennt, heißt das nicht, dass man sich diesen immer 24/7 widmen muss, um auf diese hinzuarbeiten. Oftmals erreicht man mehrere Zwischenstationen des Erfolgs ehe man sein großes Lebensziel erreicht hat.

Daher geben dir Lebensziele eine umfassende Klarheit, Ausrichtung und Motivation für dein tägliches Handeln – selbst wenn wir es so meistens nicht bewusst wahrnehmen. Sie schenken jedem Menschen den Antrieb und Sinn des Lebens, denn jeder von uns hat die intrinsische Motivation sich zu verwirklichen, etwas zu erreichen und glücklich zu werden.  

Welche Bereiche decken Lebensziele ab?

Man kann in unterschiedlichsten Bereichen seine Lebensziele finden. Es gibt in dieser Hinsicht keine Eingrenzungen. Die einzige Voraussetzung, die erfüllt werden muss, liegt auf der Hand: deine Lebensziele betreffen dich persönlich.

Zu einem Großteil der hier aufgelisteten Dinge wirst du mit Sicherheit einen persönlichen Bezug finden. Aus diesen Lebensbereichen könnten deine Lebensziele stammen. Nicht alle Lebensbereiche werden ggf. dieselbe Wertigkeit für dich besitzen, jedoch berühren dich die meisten in deinem täglichen Leben. Aus folgenden Bereichen könnten deine Lebensziele kommen:

  • Familie
  • Liebe
  • sozialen Umfeld und Freundschaften
  • persönliche Weiterentwicklung, Fähigkeiten, Erfahrungen
  • intellektuelle Weiterbildung
  • Finanzen, Besitz, Materielles
  • Spiritualität, Religion
  • Wohltätigkeit
  • Beruf
  • Freizeit, Sport, Hobby 

Des Weiteren nehmen wir als Person in unserem Leben und Zusammensein mit anderen Menschen unterschiedliche Rollen ein. Auch darüber können sich Lebensziele ableiten. Deshalb ist es wichtig, sich einmal darüber klar zu werden, welche Rollen wir in unserem sozialen Umfeld innehaben und was das für uns bedeutet. Mitunter kannst du sein:

  • Vater, Mutter, Sohn, Tochter etc.
  • Angestellter, Chef, Auszubildender, Selbstständiger
  • Gläubiger, Atheist
  • Gemeindemitglied
  • Vereinsmitglied
  • Freund, Bekannter, Nachbar
  • Reisender, Naturfreund, Sportler

Es ist in der Hinsicht egal, ob deine Wünsche von materieller, immaterieller oder emotionaler Natur sind. Um dir ein wenig Inspiration zu geben, wie solch kleinere oder größere Lebensziele eigentlich lauten können, möchten wir dir ein paar Beispiele vorstellen. Gewisse Lebensziele können wiederkehrende Ereignisse sein, die du als eine Gewohnheit etablierst. Andere hingegen können einmalige Erlebnisse sein, die du einmal in deinem Leben gemacht haben möchtest. 

kleinere Lebensziele
Sport treiben und sich gesund ernähren.
Einmal die Polarlichter sehen.
Einen Baum pflanzen.
Jeden Tag einer geliebten Person etwas Gutes tun.

größere Lebensziele
Das Lieblngsauto kaufen.
Eine lange Reise über mehrere Wochen machen.
Eine erfüllte Beziehung führen und eine Familie gründen.
Ein eigenes Unternehmen aufbauen und sich selbstständig machen.

Lebensziele finden: Darauf solltest du achten

Jeder von uns war, ist und wird auf der Suche nach seinen Lebenszielen sein. Es ist ein stetiger Prozess im Leben. Ziele können sich ändern oder gar auflösen und stattdessen treten neue ins Leben. An gewisse Regeln sollte man sich erinnern, wenn man sich irgendwann erneut die Fragen stellt „Wer bin ich? Was will ich erreichen? Was sind meine Ziele in meinem Leben?“.

Greif nach den Sternen

Wer nicht auf der Suche nach einem normalen einfachen Leben ist, muss nach den Sternen greifen und sich hohe Ziele setzen. Erst wer über den Tellerrand hinausschaut, kann sehen, was das Leben so alles bieten kann. Dabei erfahren wir viel über uns selbst und können noch unentdeckte Seiten an uns erkennen – ein wichtiger Schritt in einem Selbstfindungsprozess. Wer nie über seine Grenzen geht, wird vermutlich nie sein ganzes Potenzial ausschöpfen.

Dabei sind es oft wir selbst, die uns aus irgendwelchen Gründen selber „klein halten“ und die eigenen Erwartungen unbewusst schmälern. Eine kleine Geschichte, um dies zu verdeutlichen. 

In einem Behälter sitzt eine Vielzahl von Springflöhen, ohne dass sie jedoch aus dem Behälter springen können. Die meisten springen zwischen 20 und 30 Zentimeter hoch. Doch in diesen Behälter wurde eine Scheibe auf Höhe von 15 Zentimeter eingeführt. Jeder Floh sprang also gegen diese Scheibe und „stieß sich seinen Kopf“. Irgendwann haben sich die Flöhe an genau diese Höhe gewöhnt und verstanden, dass sie nicht höher kamen - egal was sie auch machten.

Nachdem die Scheibe entfernt wurde und die Flöhe wieder ihr ganzes Potenzial hätten nutzen können, haben sie sich jedoch schon an die alte Höhe gewöhnt. Kein Floh sprang mehr höher als 15 Zentimeter, obwohl es ihnen möglich gewesen wäre. Sie haben sich an genau diese Erwartungen gewöhnt.

Genau diese Scheibe können wir im übertragenen Sinne auch besitzen. Wir setzen uns selber Restriktionen und schmälern die Erwartungen an unsere eigenen Fähigkeiten. Deshalb ist jetzt Schluss mit dieser mentalen Scheibe! Lass deinen Gedanken freien Lauf und greife nach den Sternen, wenn du deine Lebensziele suchst.

Streiche den Konjunktiv 

Lebensziele sind nicht etwas, das du tun „solltest“ oder „müsstest“. Lebensziele sind etwas, was du erreichen willst und benötigen daher keinen Konjunktiv. Wer seine Lebensziele kennt, benötigt nicht solche Worte. Sie sind motivierend genug, dass du dich nicht im Konjunktiv verklausulieren musst.

Nicht umsonst stellst du dir ja auch die Frage „Was will ich?“ und nicht „Was würde ich gerne wollen?“. Es sind deine tiefen inneren Bedürfnisse, die du dir klarmachen musst, um genau diese Ziele zu verwirklichen und Erfüllung zu verspüren. 

12 Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst.

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Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Ein Kind kennt den Konjunktiv noch nicht. Ein Kind „will das und das haben/sein/machen“. Es scheint in gewisser Weise so, als würden wir mit dem Erwachsenwerden und den größer werdenden Verantwortungen genau diesen Willen verlieren, weil wir uns dem gesellschaftlichen Bild fügen. Ein bisschen mehr Mut und Leichtigkeit tut jedem von uns gut.

„Wenn… dann…“

„Wenn ich erst mal reich bin und mir alles leisten kann, dann werde ich wirklich glücklich.“

Es ist ein typischer Fehler seine Lebensziele an gewisse Voraussetzungen zu koppeln. „Wenn ich mal reich bin, dann…“, „Wenn ich genug Zeit habe, dann…“, „Wenn ich diesen Schritt in meinem Leben erreicht habe, dann…“. 

Mit solchen Aussagen setzt du deinen Fokus zu sehr auf die Zukunft und knüpfst gewisse Bedingungen, um deine persönliche Erfüllung zu finden. Man verliert den Bezug zur Gegenwart – zum Hier und Jetzt. Womöglich lässt man sogar wichtige Erfahrungen aus, wenn man zu sehr versteift und diese Annahme vertritt, dass erst in Zukunft alles sich zusammenfügt. Im Endeffekt grenzt man sich selber von seinem Glück ab.

Wer sagt, dass du erst erfüllt und glücklich sein musst, wenn erst ein gewisses Szenario eingetroffen sein muss? Du kannst sehr wohl auch jetzt schon ein zufriedenes Leben führen und trotzdem noch deine Lebensziele finden bzw. nachgehen. Deine Wünsche und Lebensziele sollen dich in deinem Glück ergänzen und nicht im jetzigen Zeitpunkt von irgendetwas abhalten.

Die Zukunft kann noch lange hin sein und bis dahin kann sich noch vieles ändern. Niemand kann dir garantieren, dass du deine Ziele so erreichst. Knüpfe deine persönliche Erfüllung und Lebensziele also nicht an „Wenn… dann…“-Formulierungen.

Lebensziele finden: 3 Gedankenexperimente um deine Lebensziele zu erkennen

Als Anleitung, wie du am besten deine Lebensziele finden kannst, empfehlen wir dir die folgenden Punkte chronologisch durchzugehen. Starte mit den Gedankenexperimenten und begebe dich auf die Fantasiereisen. Du erhältst ein grobes Bild von deinem Leben und kannst womöglich schon erste Lebensziele für dich ableiten. Die Methoden, die wir dir später näherbringen, sind hingegen dann die praktische Umsetzung deiner Ergebnisse. Wichtig ist es nämlich deine Lebensziele zu visualisieren und später in regelmäßigen Abständen zu dokumentieren – dazu jedoch später mehr in unseren Methoden. Mit jedem Schritt werden deine Visionen konkreter.

Gewisse Gedankenexperimente können dir helfen deine Lebensziele zu finden. Doch eines noch vorweg: Es ist in Ordnung, wenn du nicht auf alles eine Antwort hast oder dir über gewisse Dinge einfach nicht sicher bist. Dabei ist es genauso irrelevant, in welchem Zeitpunkt deines Lebens du dich befindest. Egal wie alt du bist oder in welcher Situation deines Lebens du dich befindest –  auch du kannst noch deine Lebensziele finden.

Lebensziele finden ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen passieren wird. Schenke der Sache Zeit und erfrage dich regelmäßig aufs Neue, was du im Leben für Ziele verfolgen möchtest.

1. Gedankenexperiment: Stell dir vor du hast unbegrenzt viel Geld und Zeit

Dieses Szenario soll dich vor allem eines machen: frei von jeglichen Restriktionen und Eingrenzungen, die du in deinem alltäglichen Leben hast. Stell dir vor, du hättest keine finanziellen oder zeitlichen Eingrenzungen, keine Termine und keine Verpflichtungen. Du hast mehr Geld als du  benötigst.

Du könntest tun und lassen, was du willst. Was stellst du mit dieser Freiheit an? Was würdest du dir mit dieser Freiheit ermöglichen? Wenn wir uns genau dies überlegen, können wir unsere größten Passionen entdecken, die womöglich in unserem Alltag mitunter abhandenkommen.

Hier ist mein Beispiel dafür:

Ich würde mir ein feines und gemütliches Haus mit großem Garten direkt an der Atlantikküste suchen. Wenn andere früh morgens zur Arbeit fahren, werde ich noch vor dem Frühstück auf das Surfboard steigen und meinen Morgensport betreiben. Ich würde viel gärtnern und mein eigenes Obst und Gemüse ernten. Ganz ohne Arbeit will ich jedoch auch nicht sein, da ich gerne als Handballtrainer eine Jugendmannschaft trainiere. Ich werde Musikinstrumente erlernen und mir zwei Hunde holen, die mich täglich auf Trapp halten werden. Mit meiner Freundin werde ich mir regelmäßig längere Auszeiten erlauben, Roadtrips in unserem ausgebauten Van machen oder die Welt bereisen.

Aus diesem Gedankenexperiment lassen sich doch schon ein paar Lebensziele finden. Für einige benötigt es sogar nicht mal groß Geld, sondern hauptsächlich Zeit. Gewisse Lebensziele kann ich bereits direkt übernehmen und angehen. Für andere benötige ich noch ein wenig mehr Zeit und finanzielle Freiheit, um dies zu ermöglichen.

2. Gedankenexperiment: Der ideale Tag

Der ideale Tag schließt sich dem ersten Gedankenexperiment an. Jedoch setzten wir uns nun genau die finanziellen und zeitlichen Ressourcen. Wir denken nun ein wenig kleiner und realer.

Trotzdem ist diese Fantasiereise ähnlich hilfreich wie die erstere, wobei sie auch noch viel realistischer ist. Spiele den Tag von morgens mit dem Aufstehen bis zum Schlafen gehen durch. 

  • Was für eine Morgenroutine hast du? 
  • Mit was für Leuten umgibst du dich? 
  • Was willst du unternehmen?

Dein idealer Tag sollte nicht langweilig sein und 24 Stunden Freude bringen. Genauso kannst du in diesem Gedankenexperiment festhalten, was du keinesfalls erleben möchtest. Es ist genauso wichtig zu wissen, was man nicht in seinem Leben haben möchte.

Der ideale Tag kann dir bewusst werden lassen, was dir im Leben wirklich wichtig ist. Genau diesen Dingen solltest du in deinem Alltag viel Zeit schenken und darum deine Lebensziele formulieren.

3. Gedankenexperiment: Der 80. Geburtstag

Seine Lebensziele finden kann man auch, indem man sich seinen 80. Geburtstag einmal vorstellt. Hierbei handelt es davon hauptsächlich in den „Spätherbst“ seines Lebens zu blicken, sodass man sozusagen sein Leben einmal rückblickend evaluiert und Revue passieren lässt.

Male dir deinen 80. Geburtstag aus. Wie wird er für dich aussehen?

  • Wer ist an deinem Geburtstag alles dabei? Dein Ehepartner, Kinder, Enkelkinder?
  • Was für Freunde werden an deiner Seite sein?
  • Wo wird dein Geburtstag stattfinden? In deinem eigenen Haus oder Garten? 
  • Wie werden die Leute von dir sprechen? Was sagen deine Familie, deine Freunde oder Kollegen über dich? Wie sehen sie dich?

Jeder kennt die typische Filmszene, wenn jemand auf dem Sterbebett liegt und den umstehenden Personen von seinen schönsten Momenten erzählt, was er in seinem Leben so alles erlebt und bereut hat. Auch das solltest du dein „Zukunfts-Ich“ einmal fragen: Was möchte dein 80-jähriges Ich erlebt haben?

  • Worauf wirst du besonders stolz sein?
  • Was werden deine schönsten Erfahrungen sein? 
  • Gebe es womöglich etwas, das du bereuen wirst?

Auch hierbei spielt sich alles in einem nicht realen Zustand ab. Trotzdem kannst du erkennen, was du sein und erlebt haben möchtest – und was auch nicht. Es lassen sich für dein jetziges und zukünftiges Handeln Lebensziele finden und ableiten.

Lebensziele finden: 3 Methoden um deine Ziele zu definieren

Mit den eher praktischen Methoden beschäftigst du dich ganz bewusst mit deinem IST-Zustand und zukünftigem SOLL-Zustand, um deine Lebensziele zu finden. Durch die Gedankenexperimente hast du ein gutes Gefühl erhalten, was dir im Leben alles wichtig ist. Jedoch fehlt die Dokumentation und Visualisierung deiner Lebensziele.

Die drei Methoden sind nun die praktische Umsetzung der erkannten Lebensziele, die du nun Schritt für Schritt zu Papier und ins Gedächtnis bringen wirst. Wie auch bei unseren Gedankenexperimenten werden mit jeder Methode deine Lebensziele konkreter und greifbarer. 

1. Methode: Visualisierung durch Mindmaps und Pro-Contra-Listen

Mindmaps und Pro-Contra-Listen wirken womöglich ein wenig altbacken und kennen viele aus Schul- und Ausbildungszeiten. Trotzdem haben diese Methoden ihre Daseinsberechtigung. Sie ermöglichen dir einen guten Überblick über dein Leben und deine Lebensbereiche.

Für die Mindmap schreibe deinen Namen oder „Ich“ in die Mitte. Von da aus kannst du in deine Lebensbereiche gehen: Familie, Freunde, Arbeit, Hobbys, Leidenschaften, persönliche Entwicklung, Spiritualität, materielle und immaterielle Wünsche, Vision und vieles weiteres.

Was beschäftigt dich in diesen Lebensbereichen – sowohl positiv als auch negativ? Genauso kannst du in einer anderen Farbe die Dinge in der Mindmap ergänzen, die du dir gerne für dein zukünftiges Ich wünschst.

Lebensziele finden beschrieben durch eine Mindmap, um seine Lebensziele zu erkenne
Lebensziele finden: Mind Map Beispiel (in rot die Lebensziele, die man sich für das Zukunfts-Ich wünscht)

Ähnliches Ergebnis können wir auch durch eine Pro-Contra-Liste erreichen. Was gefällt dir in deinem Leben? Worauf bist du stolz und was weniger? Wo siehst du ggf. noch Potenziale?

2. Methode: Formulierung deiner Ziele mit Hilfe der SMART-Methode

Nun wo du weißt, in welchen Lebensbereiche du deine Lebensziele finden kannst, ist die korrekte Formulierung dieser wichtig. Es gibt unterschiedliche Methoden von Zielformulierungen.

Wir finden die SMART-Methode sehr hilfreich und möchten dir diese vorstellen. Gerne kannst du diese natürlich auch in abgewandelter Form auf deine Lebensziele und -bereiche anpassen, denn womöglich ist nicht jedes deiner Lebensziele so zu formulieren.

Die SMART-Methode verhilft dir deine Lebensziele möglichst detailliert und genau zu spezifizieren. Dabei steht jeder Buchstabe für ein Attribut, wie du dein Lebensziel verpacken solltest. Hierzu haben wir dir folgende Grafik erstellt:

Lebensziele finden Infografik der SMART-Methode

Genauer gesagt, solltest du dir zu jeder Eigenschaft folgende Fragen stellen, um so deine Lebensziele zu definieren:

  • Wie lautet dein persönliches Lebensziel?
  • Sei hier so genau und spezifisch wie möglich
  • Womöglich einer der schwersten Punkte für Lebensziele
  • Finde einen Bewertungsmaßstab für dein Lebensziel – verpacke es in Zahlen
  • Mit was für einem Kriterium kannst du sagen, dass du dein Lebensziel erreicht hast?
  • Was für mögliche Zwischenstationen hat dein Lebensziel?
  • Das Lebensziel sollte dich betreffen und eine große Relevanz für dein Leben haben
  • Wirst du Erfüllung und Glück verspüren, wenn du dein Lebensziel erreicht hast?
  • Eine genaue Vorstellung des zukünftigen SOLL-Zustands lässt dir ein klares Bild geben und trägt zu deiner Motivation bei
  • Beantwortung der Frage „Wie?“
  • Sind deine Lebensziele für die realisierbar?
  • Wie kannst du dein Lebensziel erreichen?
  • Was für Schritte und Aufwendungen werden von dir benötigt, um die zu erreichen?
  • Bis wann möchtest du dein Lebensziel erreicht haben?
  • Kannst du einschätzen wie viel Zeit es von dir benötigt?

Empfehlung von DailyMentor

Wir haben einen ausführlichen Beitrag über die Zielformulierungen mit Hilfe der SMART-Methode geschrieben. Falls du mehr darüber erfahren möchtest, schau gerne vorbei!

3. Methode: Dokumentation von Lebenszielen durch Vision Board und Erfolgsjournal

Im letzten Schritt wollen wir uns darum kümmern, dass wir die Lebensziele auch richtig dokumentieren, um uns regelmäßig an diese erinnern. Eine hervorragende Möglichkeit ist das Erstellen eines Vision Boards und/oder Führen eines Erfolgsjournals.

Es ist nämlich wissenschaftlich belegt, dass wir uns Dinge am besten einprägen können, wenn wir uns regelmäßig mit ihnen auseinandersetzt. Je öfter man sich also mit seinen Visionen und Lebenszielen beschäftigt, desto präsenter sind sie in unserem Gedächtnis und Alltag.

Ein Vision Board ist eine umfassende visuelle Zusammenfassung deiner Lebensziele aus all deinen Lebensbereichen, welche dich jeden Tag aufs Neue an deine Wünsche, Ziele, Träume und Visionen erinnert. Für ein Vision Board kannst du all deine persönlichen Lebensbereiche runterschreiben. Dein Vision Board sollte anschließend mit Zeichnungen, Ausschnitten aus Zeitschriften, Bilder o.ä. dann ergänzt werden, die deine Lebensziele visuell unterstreichen.

Was möchtest du in jedem dieser Bereiche erreichen? In sechs Monaten, einem Jahr und fünf Jahren? Passe den Zeitraum gerne für deine Lebensziele an.

Lebensziele finden erklärt durch ein Vorlage eines Vision Boards
Lebensziele finden: Vision Board Beispiel

Dieselben Effekte lassen sich auch mit dem Führen eines Erfolgsjournals erreichen. Es ist wie ein Tagebuch, jedoch für deine Ziele und Erfolge.

Auf dem Markt findet man viele Erfolgsjournale mit vorgefertigten Seiten. Oftmals ist es eine Doppelseite pro Tag, die du mit deinen persönlichen Erfolgen und Zielerreichungen befüllen kannst. Es reichen dir ein paar Minuten am Tag, um so ein Erfolgsjournal zu führen.

In solchen Erfolgsjournalen wird sich nicht nur auf deine Lebensziele konzentriert. Als weitere positive Effekte dokumentierst du in vielen deine Momente und Dinge für die du dankbar und glücklich bist. Es fördert daher nicht nur deinen Dokumentationsprozess, sondern stärkt dein persönliches Wachstum und erfordert von dir regelmäßige Selbstreflexion.

Empfehlung von DailyMentor

Bist du weiter interessiert, wie man ein Erfolgsjournal führt oder möchtest gerne direkt Empfehlungen? Wir haben einen Beitrag über Erfolgsjournale geschrieben, wie sie dein Leben positiv beeinflussen und du fokussierter auf deine Lebensziele hinarbeiten kannst.

Unser Schlusswort über Lebensziele

Wir hoffen unser Beitrag konnte dir die Wichtigkeit und den Einfluss von Lebenszielen etwas näher bringen. Ziele sind für uns Menschen die treibende Kraft des Alltags. Sie bündeln unsere Energie, geben uns Disziplin, Zielstrebigkeit und Motivation.

Seine Lebensziele finden ist keinesfalls einfach. Wir sind es uns jedoch selber wert genau diese zu erkunden und ihnen nachzugehen. Sie schenken uns Erfüllung im Leben und lassen uns selber neue erfahren.

Das Leben bietet uns so viele Möglichkeiten. Schöpfe dein Potenzial aus und erkunde deine Wünsche, Träume und Visionen, die du im Leben hast! Wir glauben an dich!

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Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

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