Die vier Lerntypen – Was für ein Lerntyp bin ich? Finde es heraus!

Die vier Lerntypen: Was für ein Lerntyp bin ich? Erklärt mit einer angenehmen Lernatmosphäre

Ob in der Schule, dem Studium, der Ausbildung oder sogar noch bei der Arbeit – Lernen gehört einfach zu unserem Alltag. Vielen kann es schwerfallen sich Inhalte langfristig zu merken. Dies hängt oftmals von der Herangehensweise des Lernens ab – und dabei ist es egal, ob man ein Kind oder Erwachsener ist.

Lernen ist ein ganz individueller Prozess, bei dem sich jeder unterscheidet. Das Schlüsselwort ist hierbei „Lerntypen“. Sie entscheiden grundlegend, welche Lernform wir bevorzugen und wie wir uns Wissen am besten aneignen können.

Aus diesem Grund möchten wir uns den vier Lerntypen widmen und sie genauer vorstellen, um dir die folgende Frage zu beantworten: „Was für ein Lerntyp bin ich?“.

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.

Laozi, chinesischer Philosoph aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Tweet

Lernen – ein individueller Prozess

Manch einer kann sich an seine Kindheitstage erinnern oder es bei seinen eigenen Nachfahren erkennen. Man hat als  Kind vermeintlich 30 Minuten konzentriert gelernt. Doch im Anschluss ist von dieser Arbeit nur wenig hängen geblieben. Wie kann das möglich sein?

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass sich mehr erbrachte Lernzeit leider nicht immer in einem besseren Lernerfolg niederschlägt. Ausschlaggebend ist nämlich nicht die Frage wie lange, sondern wie genau gelernt wurde – die Strategie ist entscheidend.

Der eine lernt besser auswendig, der andere muss die Lerninhalte in eigenen Worten wiedergeben. Andere verstehen die Zusammenhänge durch Veranschaulichungen und wiederum andere benötigen eigene Erfahrungen und praktische Beispiele, um die Lerninhalte zu verinnerlichen. Die Bandbreite an Lernstrategien sind vielfältig – lesen, hören, sprechen, schauen, fühlen. Alle können sie das Gehirn anders beanspruchen.

Schon im Jahr 1638 regte der Philosoph Johann Amos Comenius die Menschen dazu an, beim Lernen möglichst viele Sinne anzuregen, um so erfolgreicher lernen zu können. Doch die Ausprägung der Sinnesorgane, bzw. welche man bevorzugt nutzen sollte, variiert von Menschen zu Mensch.

Es hat sich wissenschaftlich erwiesen, dass beim Lernprozess möglichst viele und unterschiedliche Sinne angesprochen werden sollten. Unterschiedliche (Sinnes-)Reize erreichen nämlich so das Gehirn. Es baut unterschiedliche Verbindungen auf und kann sich dadurch Lerninhalte besser merken.

Aus diesem Grund ist es bedeutend seine bevorzugten Lernmethoden zu kennen, damit dem Gehirn so der Lernprozess erleichtert wird. Das Ergebnis ist ein besserer Lernerfolg. Um dies zu erreichen, bietet das Modell der vier Lerntypen eine gute und nachvollziehbare Möglichkeit, um die grundlegenden Lernprozesse zu verstehen und besitzt dabei praktische Hilfen und Tipps für den jeweiligen Lerntypen. 

Was sind Lerntypen?

Mitte Ende des 19. Jahrhunderts haben sich im Volksmund die vier Lerntypen etabliert. Wobei der Begriff “Lerntyp” zum ersten Mal im Jahre 1975 von Fredric Vester in seinem Buch „Denken, Lernen, Vergessen“ verwendet wurde. Dabei wollen wir dir jedoch nicht die Information verschweigen, dass es keine wissenschaftlichen Beweise für die Existenz der vier Lerntypen gibt.

Trotzdem kennt jeder von uns das Phänomen, dass wir gewisse Lernformen bevorzugen. Wie wir bereits besprochen haben, kann jeder unterschiedlich gut Informationen verarbeiten, abhängig davon wie sie uns übermittelt werden – ob akustisch, schriftlich, visuell o.Ä.

Daher macht es durchaus Sinn, dass jeder seinen persönlichen Lerntypen kennt, um so seine individuellen Präferenzen und Sinne bestmöglich zu nutzen. Vielmehr bietet dir das Modell der vier Lerntypen eine ungefähre Grundausrichtung, an die du dich halten kannst, wobei du die Methoden auf deine eigenen Fähigkeiten anpassen und ändern solltest. 

Lernen und nicht denken ist nichtig. Denken und nicht lernen ist ermüdend.

Konfuzius (551 v. Chr.- 479 v. Chr.), chinesischer Philosoph Tweet

Du kannst es dir so vorstellen, dass du nicht nur der eine isolierte Lerntyp aus dem Modell bist, sondern jeder von uns eine Mischform dieser Lerntypen ist und so mehrere Lernformen gegenüber anderen präferiert. In dieser Mischform gibt es jedoch meistens einen der vier Lerntypen und -methoden, die dann dominiert. Das Ziel ist es deshalb deine Lerntypen für dich zu erkennen.

Auf die Frage „Was für ein Lerntyp bin ich?“ findest du daher vermutlich mehr als nur eine Antwort, die auf dich zutrifft, da du dich mit mehr als nur einem der vier Lerntypen identifizieren kannst. Das wirst du nun in der Vorstellung der vier Lerntypen erfahren.

Die vier Lerntypen 

Jeder der vier vorgestellten Lerntypen hat seine ganz eigene Lernpräferenz und -struktur. Du wirst dich vermutlich beim Durchlesen dieser Lerntypen in dem einen oder anderen verstärkt wiedererkennen. Dies ist ein wichtiges Indiz dafür, dass du dich tiefgründiger mit diesem Lerntypen auseinandersetzen solltest. 

Wir empfehlen dir, dass du zu diesem Lerntypen ganz besonders auf die bevorzugten Lernmethoden und Tipps achtest. Womöglich fühlst du dich in diesen Beschreibungen deines Lernverhaltens bekräftigt und solltest diesen somit stärker nachgehen oder andernfalls für dich ausprobieren.

Auditiver Lerntyp

Der auditive Lerntyp lernt besonders gut über das Gehör. Alles, was er akustisch wahrnimmt, kann er sehr gut verarbeiten.

Dem auditiven Lerntypen fällt es besonders einfach das Wissen bereits durch das Zuhören von Gesprächen anzueignen. In Vorträgen, Gesprächen und im Frontalunterricht kann dieser Lerntyp sich bereits viele Informationen einprägen. Er verinnerlicht bereits während des Gesprächs viele Informationen.

Nimmt der auditive Lerntyp bereits in den Unterrichtsstunden und Vorträgen aufmerksam teil, kann er sich schon währenddessen viel der Lerninhalte aneignen, sodass dies nicht erst in der Nachbearbeitung passieren muss. Beim Schreiben hilft es dem auditiven Lerner, wenn er bereits im Kopf alles detailliert ausformuliert, bevor er es seine Gedanken zu Papier bringt.

  • Zuhören fällt auch über längere Zeit leicht
  • gutes Einprägungsvermögen von gesprochenen Informationen
  • es wird sich besonders auf das Zuhören konzentriert und währenddessen werden wenig Notizen gemacht
  • beim Schreiben werden die Sätze bereits im Kopf vorformuliert
  • klassischer Frontalunterricht wie Vorlesungen und Unterrichtsstunden 
  • Gespräche und Diskussionen – auch als passiver Zuhörer
  • Lerninhalte abfragen lassen
  • Hörbücher, Interviews, Podcasts
  • ruhige Arbeitsatmosphäre schaffen, ggf. mit ruhiger Musik unterstützen
  • Aufzeichnungen machen und anhören
  • für sich selbst und laut vorlesen
  • Selbstgespräche über Lerninhalt führen

Visueller Lerntyp

Am besten lernt der visuelle Lerntyp, indem er den Lernstoff sieht oder liest. Lesen, Anschauen und Beobachten – alle visuellen Reize, die ihm Wissen bildlich vermitteln, kann er am besten von den vier Lerntypen verarbeiten.

Beim Lernen helfen dem visuellen Lerntypen Infografiken, Bilder, Mind Maps, Lernposter und Videos, um so das Wissen zu visualisieren und besser aufzunehmen. Aus diesem Grund hat der visuelle Lerntyp auch in der Schule und im Studium einige Vorteile, da viel Wissen über Lesen und Tafelbilder vermittelt wird. 

Wird das Wissen durch einen Vortragenden präsentiert, fällt ihm das Lernen einfacher, wenn der Sprecher viel gestikuliert und bildstarke Sprache benutzt. Der visuelle Lerner ist oftmals ein begeisterter Leser und kann sich die Handlung eines Buches auch besonders gut vorstellen.

  • mag Arten von visualisiertem Wissen in Grafiken, Schaubildern, Tabellen o.Ä.
  • eigene Notizen werden mit Zeichnungen, Listen und Tabellen unterstützt
  • starke Gestik und bildliche Sprache werden vom Lehrenden bevorzugt
  • Lerninhalte in visualisierter Form bereitstellen
  • Ton- und Bildpräsentationen
  • Nutzen von Videomaterialien
  • Erarbeiten und Nutzen von Infografiken, Tabellen und Mindmaps
  • Lerninhalte im Frontalunterricht mitschreiben und sich so vor Augen führen
  • Schaffen einer ansprechenden Lernumgebung wie einem aufgeräumten Schreibtisch, um sich wohlzufühlen
  • Lernkarten mit Bildern
  • Videomaterial, Online-Seminare und Workshop

Motorischer Lerntyp

Der motorische Lerntyp ist gegenüber dem auditiven und visuellen Lerntypen gerne selbst aktiv im Lernprozess. Er nimmt weniger die passive Rolle im Lernen ein, sondern möchte bestimmte Prozesse selber durchführen, beobachten und ausprobieren. Durch diesen Drang des „Aktivseins“ fällt es dem motorischen Lerntypen schnell auch mal schwer längere am Zeit am Schreibtisch zu sitzen – er will sich bewegen und das „stumpfe Lernen“ dynamisch gestalten.

Das übermittelte Wissen darf nicht nur erklärt und veranschaulicht werden, sondern soll für den motorischen Lerntyp durch eigene praktische Erfahrungen gestützt werden. Die Lerninhalte verinnerlicht er am besten durch eigene Projekte, wo er tatsächlich auch seine eigenen Hände einsetzen kann – ganz nach dem Prinzip „Learning by Doing“.

  • muss (praktische) Erfahrungen selbst gemacht haben
  • das Verstehen von Zusammenhängen ist besonders wichtig
  • kann nicht lange an Stück am Schreibtisch sitze
  • „spielt“ gerne mit Gegenständen beim Zuhören
  • praktische und interaktive Übungen
  • Spiele, Quizze und weitere Lernmethoden, bei denen er mitwirken kann
  • konkrete Anwendungsbeispiele für Sachverhalte
  • Erstellen und Suchen von Übungsaufgaben
  • das „aktive“ Erstellen von eigenen Lernmaterialien, wie Lernkarten – Schreiben, Zeichnen, Ankreuzen
  • Lernprozess dynamisch gestalten (bspw. durch Gruppenarbeiten) und nicht stumpf am Schreibtisch sitzen
  • Abwechslung von unterschiedlichen Lernmethoden, um Monotonie vorzubeugen
  • Wissen bspw. mit Zetteln im Zimmer verteilen und dann zu diesen Orten gehen

Kommunikativer Lerntyp

Um zu lernen, schätzt der kommunikative Lerntyp vor allem das Gespräch und den Austausch mit anderen. Daher kann er auch am besten in einer Gruppe lernen, wenn Diskussionen entstehen und unterschiedliche Meinungen zusammengetragen werden. Auch im Unterricht und anderen Diskussionen bringt er sich gerne ein.

Durch das Diskutieren und Erklären werden dem kommunikativen Lerntyp die Zusammenhänge richtig klar und er kann sie verinnerlichen. Auch durch das Halten von Vorträgen kann er sein Erlerntes weiterhin vertiefen – Hauptsache die Kommunikation mit anderen steht für den kommunikativen Lerntypen im Mittelpunkt.

  • schätzt Gruppenarbeiten und Seminare
  • sucht die Interaktion und bringt sich im Unterricht gerne ein
  • Diskussionen und Gespräche helfen beim Lernen, um Wissen zu verinnerlichen
  • mag es gerne Erlerntes durch Vorträge und Referate zu präsentieren
  • angeregte Gespräche und Diskussionen
  • Gruppen- und Seminararbeiten
  • Lerninhalte gegenseitig abfragen
  • Vorträge und Referate
  • Mitwirken in einer Lerngruppe
  • Diskussionen über Lerninhalte führen, ggf. auch bewusst unterschiedliche Rollen und Standpunkte einnehmen
  • Kommunikation über das Erlernte, bspw. durch das Erklären von Lerninhalten gegenüber Freunden und Familie oder auch Erstellen und Halten von Vorträge

Was für Lerntyp bin ich nun?

In welchen dieser vier Lerntypen hast du dich wiedergefunden? Bedenke dabei, dass du auch mehr als nur ein Lerntyp sein kann, wobei einer in dominanter Form bei dir auftritt. Hast du dich in einem oder mehreren wiedererkannt?

Dass du dir nun weitergehend die Frage “Was für ein Lerntyp bin ich?“ beantworten kannst, empfehlen wir dir, dass du die unterschiedlichen Lernmethoden und -tipps an dir regelmäßig austestet. Probieren geht über Studieren. Du wirst mit Testen der unterschiedlichen Varianten an Lernmethoden und dann anhand deines Lernerfolgs bemerken, inwiefern du dich wirklich in diesem Lerntypen wiederfinden kannst. Anschließend kannst du deine Schlüsse ableiten: Du erkennst deine favorisierten Lerntechniken und kannst deinen Lernerfolg langfristig steigern.

Abschließend wollen wir nochmal erklären, wie wichtig es ist, seinen (bevorzugten) Lerntypen zu identifizieren. Kennen man nämlich seinen Lerntypen, kann man Informationen schneller und nachhaltiger aufnehmen kann. Die für das reine Lernen aufgewendete Zeit lässt sich so unterm Strich verkürzen. Es ist auch was Positives, wenn man erkennt, dass man sich die Lerninhalte einfacher merken kann – so etwas sollten man versuchen zu erreichen. Wer letztlich mehr über seine Art zu lernen weiß, lernt auch effektiver.

Lebensziele finden: Mit diesen Methoden erkennst du sie!

Lebensziele finden beschrieben durch einen Lichtkegel im Wald

„Wenn ich mal groß bin…“, so begann ein ums andere Mal der Satz eines Kindes. Lebensziele finden – als Kind schien es so einfach. Mit großen Kinderaugen und einer Prise kindlicher Naivität erträumten wir uns als Kinder, was wir später alles erreicht, erlebt und gesehen haben werden. 

Doch im natürlichen Prozess des “Erwachsenwerdens“ verliert man schnell das Gefühl alles schaffen zu können – als würden wir ein wenig den Mut verlieren unseren Zielen nachzugehen. Dabei wäre genau dieser kindliche “Leichtsinn“ auch im späteren Alter wünschenswert, um seine Lebensziele zu finden und nach ihnen zu streben.

In diesem Artikel widmen wir uns Lebenszielen. Was sind Lebensziele? Wie kann ich meine Lebensziele finden und was kann ich machen, um diese zu erreichen? Diese Fragen möchten wir gemeinsam beantworten.

Lebensziele finden: Warum es so wichtig ist

Ob kurz- oder langfristig – jeder Mensch benötigt Ziele im Leben. Ziele sind der Antrieb unseres Alltags, denn die meiste Zeit unseres Daseins arbeiten wir auf genau solche hin.

Der Ziellose erleidet sein Schicksal - der Zielbewusste gestaltet es.

Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph Tweet

Stell dir vor dein Leben ist ein Auto und du bist der Fahrer, der hinterm Lenkrad sitzt. Die verfügbare Zeit und Energie, sprich deine verfügbaren Ressourcen, sind der Treibstoff deines Autos. Soweit wärst du nun fahrbereit. Was jedoch fehlt, ist die Richtung. Um nun zu wissen, in welche Richtung du lenken sollst, um auch deinen (begrenzten) Treibstoff richtig zu nutzen, sind deine Lebensziele der Kompass, die dir die Richtung vorgegeben.

Wir möchten dir eine Geschichte von der Schwimmerin Florence Chadwick erzählen, die dir zeigt, was es bedeuten kann, wenn einem genau solche Ziele fehlen bzw. man sie nicht sehen kann:

Florence Chadwick stellte sich am Morgen des 4. Juli 1952 der Herausforderung von der US-amerikanischen Insel Catalina 34 Kilometer durch das offene Meer zur Küste Kaliforniens zu schwimmen. Sie war gut trainiert und war die erste Frau, die von beiden Seiten durch den Ärmelkanal zwischen England und Frankreich schwamm. Es gab keine Zweifel, dass sie an dieser Herausforderungen scheitern sollte. Das Wasser war eiskalt und an jenem Tag herrschte starker Nebel, sodass sie weder die Küste noch ihr Begleitboot richtig sehen konnte. 

Nach über 15 Stunden war Chadwick ganz versteift vor Kälte und bat ihre Trainerin und Mutter, dass man sie aus dem Wasser holen solle. Die zwei sagten ihr, dass sie nicht aufgeben solle und die Küste schon gleich da wäre. Florence Chadwick sah jedoch keine Küste - sie sah nur Nebel und kein Ziel. Sie gab 800 Meter vor dem Ziel auf.

Auf die Frage eines Journalisten, warum sie aufgegeben habe, antwortete sie: „Es war der Nebel. Wenn ich das Land hätte sehen können…“ Dieser Satz wurde weltberühmt und noch im selben Jahr schaffte sie die Strecke - ohne Nebel an jenem Tag.

Aus dieser kleinen Geschichte lässt sich gut erkennen, wie wichtig es ist seine Lebensziele zu finden und zu kennen. Lebensziele motivieren einen nicht nur. Sie bündeln deine Fähigkeiten und lassen dich über deine Grenzen gehen. Sie tragen sogar ihren Teil dazu bei, dass du zu dir selbst finden kannst. Du wirst dich selber überraschen, was so alles in dir steckt und wozu du wirklich fähig bist, wenn du nach deinen größten Wünschen und Visionen strebst.

Lebensziele, die du für dich erkennst, geben dir:

  • Sinn und Erfüllung im Leben
  • eine Richtung vor
  • Vorfreude, Begeisterung und Tatendrang für deine Zukunft
  • Entschlossenheit für die Dinge, die du wirklich willst

Wenn man seine Lebensziele kennt, heißt das nicht, dass man sich diesen immer 24/7 widmen muss, um auf diese hinzuarbeiten. Oftmals erreicht man mehrere Zwischenstationen des Erfolgs ehe man sein großes Lebensziel erreicht hat.

Daher geben dir Lebensziele eine umfassende Klarheit, Ausrichtung und Motivation für dein tägliches Handeln – selbst wenn wir es so meistens nicht bewusst wahrnehmen. Sie schenken jedem Menschen den Antrieb und Sinn des Lebens, denn jeder von uns hat die intrinsische Motivation sich zu verwirklichen, etwas zu erreichen und glücklich zu werden.  

Welche Bereiche decken Lebensziele ab?

Man kann in unterschiedlichsten Bereichen seine Lebensziele finden. Es gibt in dieser Hinsicht keine Eingrenzungen. Die einzige Voraussetzung, die erfüllt werden muss, liegt auf der Hand: deine Lebensziele betreffen dich persönlich.

Zu einem Großteil der hier aufgelisteten Dinge wirst du mit Sicherheit einen persönlichen Bezug finden. Aus diesen Lebensbereichen könnten deine Lebensziele stammen. Nicht alle Lebensbereiche werden ggf. dieselbe Wertigkeit für dich besitzen, jedoch berühren dich die meisten in deinem täglichen Leben. Aus folgenden Bereichen könnten deine Lebensziele kommen:

  • Familie
  • Liebe
  • sozialen Umfeld und Freundschaften
  • persönliche Weiterentwicklung, Fähigkeiten, Erfahrungen
  • intellektuelle Weiterbildung
  • Finanzen, Besitz, Materielles
  • Spiritualität, Religion
  • Wohltätigkeit
  • Beruf
  • Freizeit, Sport, Hobby 

Des Weiteren nehmen wir als Person in unserem Leben und Zusammensein mit anderen Menschen unterschiedliche Rollen ein. Auch darüber können sich Lebensziele ableiten. Deshalb ist es wichtig, sich einmal darüber klar zu werden, welche Rollen wir in unserem sozialen Umfeld innehaben und was das für uns bedeutet. Mitunter kannst du sein:

  • Vater, Mutter, Sohn, Tochter etc.
  • Angestellter, Chef, Auszubildender, Selbstständiger
  • Gläubiger, Atheist
  • Gemeindemitglied
  • Vereinsmitglied
  • Freund, Bekannter, Nachbar
  • Reisender, Naturfreund, Sportler

Es ist in der Hinsicht egal, ob deine Wünsche von materieller, immaterieller oder emotionaler Natur sind. Um dir ein wenig Inspiration zu geben, wie solch kleinere oder größere Lebensziele eigentlich lauten können, möchten wir dir ein paar Beispiele vorstellen. Gewisse Lebensziele können wiederkehrende Ereignisse sein, die du als eine Gewohnheit etablierst. Andere hingegen können einmalige Erlebnisse sein, die du einmal in deinem Leben gemacht haben möchtest. 

kleinere Lebensziele

Sport treiben und sich gesund ernähren.

Einmal die Polarlichter sehen.

Einen Baum pflanzen.

Jeden Tag einer geliebten Person etwas Gutes tun.

größere Lebensziele

Das Lieblngsauto kaufen.

Eine lange Reise über mehrere Wochen machen.

Eine erfüllte Beziehung führen und eine Familie gründen.

Ein eigenes Unternehmen aufbauen und sich selbstständig machen.

Lebensziele finden: Darauf solltest du achten

Jeder von uns war, ist und wird auf der Suche nach seinen Lebenszielen sein. Es ist ein stetiger Prozess im Leben. Ziele können sich ändern oder gar auflösen und stattdessen treten neue ins Leben. An gewisse Regeln sollte man sich erinnern, wenn man sich irgendwann erneut die Fragen stellt „Wer bin ich? Was will ich erreichen? Was sind meine Ziele in meinem Leben?“.

Greif nach den Sternen

Wer nicht auf der Suche nach einem normalen einfachen Leben ist, muss nach den Sternen greifen und sich hohe Ziele setzen. Erst wer über den Tellerrand hinausschaut, kann sehen, was das Leben so alles bieten kann. Dabei erfahren wir viel über uns selbst und können noch unentdeckte Seiten an uns erkennen – ein wichtiger Schritt in einem Selbstfindungsprozess. Wer nie über seine Grenzen geht, wird vermutlich nie sein ganzes Potenzial ausschöpfen.

Dabei sind es oft wir selbst, die uns aus irgendwelchen Gründen selber „klein halten“ und die eigenen Erwartungen unbewusst schmälern. Eine kleine Geschichte, um dies zu verdeutlichen. 

In einem Behälter sitzt eine Vielzahl von Springflöhen, ohne dass sie jedoch aus dem Behälter springen können. Die meisten springen zwischen 20 und 30 Zentimeter hoch. Doch in diesen Behälter wurde eine Scheibe auf Höhe von 15 Zentimeter eingeführt. Jeder Floh sprang also gegen diese Scheibe und „stieß sich seinen Kopf“. Irgendwann haben sich die Flöhe an genau diese Höhe gewöhnt und verstanden, dass sie nicht höher kamen - egal was sie auch machten.

Nachdem die Scheibe entfernt wurde und die Flöhe wieder ihr ganzes Potenzial hätten nutzen können, haben sie sich jedoch schon an die alte Höhe gewöhnt. Kein Floh sprang mehr höher als 15 Zentimeter, obwohl es ihnen möglich gewesen wäre. Sie haben sich an genau diese Erwartungen gewöhnt.

Genau diese Scheibe können wir im übertragenen Sinne auch besitzen. Wir setzen uns selber Restriktionen und schmälern die Erwartungen an unsere eigenen Fähigkeiten. Deshalb ist jetzt Schluss mit dieser mentalen Scheibe! Lass deinen Gedanken freien Lauf und greife nach den Sternen, wenn du deine Lebensziele suchst.

Streiche den Konjunktiv 

Lebensziele sind nicht etwas, das du tun „solltest“ oder „müsstest“. Lebensziele sind etwas, was du erreichen willst und benötigen daher keinen Konjunktiv. Wer seine Lebensziele kennt, benötigt nicht solche Worte. Sie sind motivierend genug, dass du dich nicht im Konjunktiv verklausulieren musst.

Nicht umsonst stellst du dir ja auch die Frage „Was will ich?“ und nicht „Was würde ich gerne wollen?“. Es sind deine tiefen inneren Bedürfnisse, die du dir klarmachen musst, um genau diese Ziele zu verwirklichen und Erfüllung zu verspüren. 

Lebensziele finden beschrieben durch ein einen kleinen Zettel mit dem Wort "Dream"
Wer seine Lebensziele finden will, muss nach seinen Wünschen suchen.

Ein Kind kennt den Konjunktiv noch nicht. Ein Kind „will das und das haben/sein/machen“. Es scheint in gewisser Weise so, als würden wir mit dem Erwachsenwerden und den größer werdenden Verantwortungen genau diesen Willen verlieren, weil wir uns dem gesellschaftlichen Bild fügen. Ein bisschen mehr Mut und Leichtigkeit tut jedem von uns gut.

„Wenn… dann…“

„Wenn ich erst mal reich bin und mir alles leisten kann, dann werde ich wirklich glücklich.“

Es ist ein typischer Fehler seine Lebensziele an gewisse Voraussetzungen zu koppeln. „Wenn ich mal reich bin, dann…“, „Wenn ich genug Zeit habe, dann…“, „Wenn ich diesen Schritt in meinem Leben erreicht habe, dann…“. 

Mit solchen Aussagen setzt du deinen Fokus zu sehr auf die Zukunft und knüpfst gewisse Bedingungen, um deine persönliche Erfüllung zu finden. Man verliert den Bezug zur Gegenwart – zum Hier und Jetzt. Womöglich lässt man sogar wichtige Erfahrungen aus, wenn zu sehr versteift und diese Annahme vertritt, dass erst in Zukunft alles sich zusammenfügt. Im Endeffekt grenzt man sich selber von seinem Glück ab.

Wer sagt, dass du erst erfüllt und glücklich sein musst, wenn erst ein gewisses Szenario eingetroffen sein muss? Du kannst sehr wohl auch jetzt schon ein zufriedenes Leben führen und trotzdem noch deine Lebensziele finden bzw. nachgehen. Deine Wünsche und Lebensziele sollen dich in deinem Glück ergänzen und nicht im jetzigen Zeitpunkt von irgendetwas abhalten.

Die Zukunft kann noch lange hin sein und bis dahin kann sich noch vieles ändern. Niemand kann dir garantieren, dass du deine Ziele so erreichst. Knüpfe deine persönliche Erfüllung und Lebensziele also nicht an „Wenn… dann…“-Formulierungen.

Lebensziele finden: 3 Gedankenexperimente um deine Lebensziele zu erkennen

Als Anleitung, wie du am besten deine Lebensziele finden kannst, empfehlen wir dir die folgenden Punkte chronologisch durchzugehen. Starte mit den Gedankenexperimenten und begebe dich auf die Fantasiereisen. Du erhältst ein grobes Bild von deinem Leben und kannst womöglich schon erste Lebensziele für dich ableiten. Die Methoden, die wir dir später näherbringen, sind hingegen dann die praktische Umsetzung deiner Ergebnisse. Wichtig ist es nämlich deine Lebensziele zu visualisieren und später in regelmäßigen Abständen zu dokumentieren – dazu jedoch später mehr in unseren Methoden. Mit jedem Schritt werden deine Visionen konkreter.

Gewisse Gedankenexperimente können dir helfen deine Lebensziele zu finden. Doch eines noch vorweg: Es ist in Ordnung, wenn du nicht auf alles eine Antwort hast oder dir über gewisse Dinge einfach nicht sicher bist. Dabei ist es genauso irrelevant, in welchem Zeitpunkt deines Lebens du dich befindest. Egal wie alt du bist oder in welcher Situation deines Lebens du dich befindest –  auch du kannst noch deine Lebensziele finden.

Lebensziele finden ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen passieren wird. Schenke der Sache Zeit und erfrage dich regelmäßig aufs Neue, was du im Leben für Ziele verfolgen möchtest.

1. Gedankenexperiment: Stell dir vor du hast unbegrenzt viel Geld und Zeit

Dieses Szenario soll dich vor allem eines machen: frei von jeglichen Restriktionen und Eingrenzungen, die du in deinem alltäglichen Leben hast. Stell dir vor, du hättest keine finanziellen oder zeitlichen Eingrenzungen, keine Termine und keine Verpflichtungen. Du hast mehr Geld als du  benötigst.

Du könntest tun und lassen, was du willst. Was stellst du mit dieser Freiheit an? Was würdest du dir mit dieser Freiheit ermöglichen? Wenn wir uns genau dies überlegen, können wir unsere größten Passionen entdecken, die womöglich in unserem Alltag mitunter abhandenkommen.

Hier ist mein Beispiel dafür:

Ich würde mir ein feines und gemütliches Haus mit großem Garten direkt an der Atlantikküste suchen. Wenn andere früh morgens zur Arbeit fahren, werde ich noch vor dem Frühstück auf das Surfboard steigen und meinen Morgensport betreiben. Ich würde viel gärtnern und mein eigenes Obst und Gemüse ernten. Ganz ohne Arbeit will ich jedoch auch nicht sein, da ich gerne als Handballtrainer eine Jugendmannschaft trainiere. Ich werde Musikinstrumente erlernen und mir zwei Hunde holen, die mich täglich auf Trapp halten werden. Mit meiner Freundin werde ich mir regelmäßig längere Auszeiten erlauben, Roadtrips in unserem ausgebauten Van machen oder die Welt bereisen.

Aus diesem Gedankenexperiment lassen sich doch schon ein paar Lebensziele finden. Für einige benötigt es sogar nicht mal groß Geld, sondern hauptsächlich Zeit. Gewisse Lebensziele kann ich bereits direkt übernehmen und angehen. Für andere benötige ich noch ein wenig mehr Zeit und finanzielle Freiheit, um dies zu ermöglichen.

2. Gedankenexperiment: Der ideale Tag

Der ideale Tag schließt sich dem ersten Gedankenexperiment an. Jedoch setzten wir uns nun genau die finanziellen und zeitlichen Ressourcen. Wir denken nun ein wenig kleiner und realer.

Trotzdem ist diese Fantasiereise ähnlich hilfreich wie die erstere, wobei sie auch noch viel realistischer ist. Spiele den Tag von morgens mit dem Aufstehen bis zum Schlafen gehen durch. 

  • Was für eine Morgenroutine hast du? 
  • Mit was für Leuten umgibst du dich? 
  • Was willst du unternehmen?

Dein idealer Tag sollte nicht langweilig sein und 24 Stunden Freude bringen. Genauso kannst du in diesem Gedankenexperiment festhalten, was du keinesfalls erleben möchtest. Es ist genauso wichtig zu wissen, was man nicht in seinem Leben haben möchte.

Der ideale Tag kann dir bewusst werden lassen, was dir im Leben wirklich wichtig ist. Genau diesen Dingen solltest du in deinem Alltag viel Zeit schenken und darum deine Lebensziele formulieren.

3. Gedankenexperiment: Der 80. Geburtstag

Seine Lebensziele finden kann man auch, indem man sich seinen 80. Geburtstag einmal vorstellt. Hierbei handelt es davon hauptsächlich in den „Spätherbst“ seines Lebens zu blicken, sodass man sozusagen sein Leben einmal rückblickend evaluiert und Revue passieren lässt.

Male dir deinen 80. Geburtstag aus. Wie wird er für dich aussehen?

  • Wer ist an deinem Geburtstag alles dabei? Dein Ehepartner, Kinder, Enkelkinder?
  • Was für Freunde werden an deiner Seite sein?
  • Wo wird dein Geburtstag stattfinden? In deinem eigenen Haus oder Garten? 
  • Wie werden die Leute von dir sprechen? Was sagen deine Familie, deine Freunde oder Kollegen über dich? Wie sehen sie dich?

Jeder kennt die typische Filmszene, wenn jemand auf dem Sterbebett liegt und den umstehenden Personen von seinen schönsten Momenten erzählt, was er in seinem Leben so alles erlebt und bereut hat. Auch das solltest du dein „Zukunfts-Ich“ einmal fragen: Was möchte dein 80-jähriges Ich erlebt haben?

  • Worauf wirst du besonders stolz sein?
  • Was werden deine schönsten Erfahrungen sein? 
  • Gebe es womöglich etwas, das du bereuen wirst?

Auch hierbei spielt sich alles in einem nicht realen Zustand ab. Trotzdem kannst du erkennen, was du sein und erlebt haben möchtest – und was auch nicht. Es lassen sich für dein jetziges und zukünftiges Handeln Lebensziele finden und ableiten.

Lebensziele finden: 3 Methoden um deine Ziele zu definieren

Mit den eher praktischen Methoden beschäftigst du dich ganz bewusst mit deinem IST-Zustand und zukünftigem SOLL-Zustand, um deine Lebensziele zu finden. Durch die Gedankenexperimente hast du ein gutes Gefühl erhalten, was dir im Leben alles wichtig ist. Jedoch fehlt die Dokumentation und Visualisierung deiner Lebensziele.

Die drei Methoden sind nun die praktische Umsetzung der erkannten Lebensziele, die du nun Schritt für Schritt zu Papier und ins Gedächtnis bringen wirst. Wie auch bei unseren Gedankenexperimenten werden mit jeder Methode deine Lebensziele konkreter und greifbarer. 

1. Methode: Visualisierung durch Mindmaps und Pro-Contra-Listen

Mindmaps und Pro-Contra-Listen wirken womöglich ein wenig altbacken und kennen viele aus Schul- und Ausbildungszeiten. Trotzdem haben diese Methoden ihre Daseinsberechtigung. Sie ermöglichen dir einen guten Überblick über dein Leben und deine Lebensbereiche.

Für die Mindmap schreibe deinen Namen oder „Ich“ in die Mitte. Von da aus kannst du in deine Lebensbereiche gehen: Familie, Freunde, Arbeit, Hobbys, Leidenschaften, persönliche Entwicklung, Spiritualität, materielle und immaterielle Wünsche, Vision und vieles weiteres.

Was beschäftigt dich in diesen Lebensbereichen – sowohl positiv als auch negativ? Genauso kannst du in einer anderen Farbe die Dinge in der Mindmap ergänzen, die du dir gerne für dein zukünftiges Ich wünschst.

Lebensziele finden beschrieben durch eine Mindmap, um seine Lebensziele zu erkenne
Lebensziele finden: Mind Map Beispiel (in rot die Lebensziele, die man sich für das Zukunfts-Ich wünscht)

Ähnliches Ergebnis können wir auch durch eine Pro-Contra-Liste erreichen. Was gefällt dir in deinem Leben? Worauf bist du stolz und was weniger? Wo siehst du ggf. noch Potenziale?

2. Methode: Formulierung deiner Ziele mit Hilfe der SMART-Methode

Nun wo du weißt, in welchen Lebensbereiche du deine Lebensziele finden kannst, ist die korrekte Formulierung dieser wichtig. Es gibt unterschiedliche Methoden von Zielformulierungen.

Wir finden die SMART-Methode sehr hilfreich und möchten dir diese vorstellen. Gerne kannst du diese natürlich auch in abgewandelter Form auf deine Lebensziele und -bereiche anpassen, denn womöglich ist nicht jedes deiner Lebensziele so zu formulieren.

Die SMART-Methode verhilft dir deine Lebensziele möglichst detailliert und genau zu spezifizieren. Dabei steht jeder Buchstabe für ein Attribut, wie du dein Lebensziel verpacken solltest. Hierzu haben wir dir folgende Grafik erstellt:

Lebensziele finden Infografik der SMART-Methode

Genauer gesagt, solltest du dir zu jeder Eigenschaft folgende Fragen stellen, um so deine Lebensziele zu definieren:

  • Wie lautet dein persönliches Lebensziel?
  • Sei hier so genau und spezifisch wie möglich
  • Womöglich einer der schwersten Punkte für Lebensziele
  • Finde einen Bewertungsmaßstab für dein Lebensziel – verpacke es in Zahlen
  • Mit was für einem Kriterium kannst du sagen, dass du dein Lebensziel erreicht hast?
  • Was für mögliche Zwischenstationen hat dein Lebensziel?
  • Das Lebensziel sollte dich betreffen und eine große Relevanz für dein Leben haben
  • Wirst du Erfüllung und Glück verspüren, wenn du dein Lebensziel erreicht hast?
  • Eine genaue Vorstellung des zukünftigen SOLL-Zustands lässt dir ein klares Bild geben und trägt zu deiner Motivation bei
  • Beantwortung der Frage „Wie?“
  • Sind deine Lebensziele für die realisierbar?
  • Wie kannst du dein Lebensziel erreichen?
  • Was für Schritte und Aufwendungen werden von dir benötigt, um die zu erreichen?
  • Bis wann möchtest du dein Lebensziel erreicht haben?
  • Kannst du einschätzen wie viel Zeit es von dir benötigt?

Empfehlung von DailyMentor

Wir haben einen ausführlichen Beitrag über die Zielformulierungen mit Hilfe der SMART-Methode geschrieben. Falls du mehr darüber erfahren möchtest, schau gerne vorbei!

3. Methode: Dokumentation von Lebenszielen durch Vision Board und Erfolgsjournal

Im letzten Schritt wollen wir uns darum kümmern, dass wir die Lebensziele auch richtig dokumentieren, um uns regelmäßig an diese erinnern. Eine hervorragende Möglichkeit ist das Erstellen eines Vision Boards und/oder Führen eines Erfolgsjournals.

Es ist nämlich wissenschaftlich belegt, dass wir uns Dinge am besten einprägen können, wenn wir uns regelmäßig mit ihnen auseinandersetzt. Je öfter man sich also mit seinen Visionen und Lebenszielen beschäftigt, desto präsenter sind sie in unserem Gedächtnis und Alltag.

Ein Vision Board ist eine umfassende visuelle Zusammenfassung deiner Lebensziele aus all deinen Lebensbereichen, welche dich jeden Tag aufs Neue an deine Wünsche, Ziele, Träume und Visionen erinnert. Für ein Vision Board kannst du all deine persönlichen Lebensbereiche runterschreiben. Dein Vision Board sollte anschließend mit Zeichnungen, Ausschnitten aus Zeitschriften, Bilder o.ä. dann ergänzt werden, die deine Lebensziele visuell unterstreichen.

Was möchtest du in jedem dieser Bereiche erreichen? In sechs Monaten, einem Jahr und fünf Jahren? Passe den Zeitraum gerne für deine Lebensziele an.

Lebensziele finden erklärt durch ein Vorlage eines Vision Boards
Lebensziele finden: Vision Board Beispiel

Dieselben Effekte lassen sich auch mit dem Führen eines Erfolgsjournals erreichen. Es ist wie ein Tagebuch, jedoch für deine Ziele und Erfolge.

Auf dem Markt findet man viele Erfolgsjournale mit vorgefertigten Seiten. Oftmals ist es eine Doppelseite pro Tag, die du mit deinen persönlichen Erfolgen und Zielerreichungen befüllen kannst. Es reichen dir ein paar Minuten am Tag, um so ein Erfolgsjournal zu führen.

In solchen Erfolgsjournalen wird sich nicht nur auf deine Lebensziele konzentriert. Als weitere positive Effekte dokumentierst du in vielen deine Momente und Dinge für die du dankbar und glücklich bist. Es fördert daher nicht nur deinen Dokumentationsprozess, sondern stärkt dein persönliches Wachstum und erfordert von dir regelmäßige Selbstreflexion.

Empfehlung von DailyMentor

Bist du weiter interessiert, wie man ein Erfolgsjournal führt oder möchtest gerne direkt Empfehlungen? Wir haben einen Beitrag über Erfolgsjournale geschrieben, wie sie dein Leben positiv beeinflussen und du fokussierter auf deine Lebensziele hinarbeiten kannst.

Unser Schlusswort über Lebensziele

Wir hoffen unser Beitrag konnte dir die Wichtigkeit und den Einfluss von Lebenszielen etwas näher bringen. Ziele sind für uns Menschen die treibende Kraft des Alltags. Sie bündeln unsere Energie, geben uns Disziplin, Motivation und Zielstrebigkeit.

Seine Lebensziele finden ist keinesfalls einfach. Wir sind es uns jedoch selber wert genau diese zu erkunden und ihnen nachzugehen. Sie schenken uns Erfüllung im Leben und lassen uns selber neue erfahren.

Das Leben bietet uns so viele Möglichkeiten. Schöpfe dein Potenzial aus und erkunde deine Wünsche, Träume und Visionen, die du im Leben hast! Wir glauben an dich!

Gelassener werden im Alltag: 10 praktische und einfache Methoden

gelassener werden beschrieben durch ein Bergpanorama

Wer kennt es nicht? Wir jagen den Verpflichtungen hinterher und rennen von Termin zu Termin. Es entsteht das Gefühl, als würde der Alltag uns auffressen und eine innere Anspannung macht sich breit. Die Lösung: gelassener werden, bewusst Zeit für sich finden und gegen die innere Anspannung proaktiv vorgehen.

Gelassener werden ist einfacher gesagt als getan und dennoch in vielen alltäglichen Situationen sehr hilfreich und wünschenswert. Sich in der Alltagshektik kurz besinnen und seine innere Ruhe finden, bringt viele Vorteile mit sich und ermöglicht es dir deinen Tag erfolgreicher, produktiver und sogar gesünder gestalten zu können. 

Wir möchten dir daher in unserem Beitrag zehn praktische Methoden präsentieren, die dir helfen können, sodass du ruhiger und gelassener werden kannst. 

Gelassener werden: Warum du es dir wert bist

Gelassenheit bringt nur positives mit sich – und das nicht nur für deine psychische und emotionale Verfassung, sondern auch für deine körperliche Gesundheit. 

Viele Situationen lassen sich viel besser meistern, wenn wir gelassener werden und weniger aus Einschränkungen und negativen Emotionen handeln. In einem angespannten Status trifft man viel eher unbedachte Entscheidungen, da einem die klaren Gedanken in solchen Situationen fehlen. Wir werden fahrlässig, gestresst und verspüren ein allgemein unwohles Gefühl – ein unangenehmer Zustand für jeden.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass wir in einem ruhigen Gemütszustand besser handeln und entscheiden. Wir fühlen uns besser, wenn wir gelassener sind – einen Status, den wir erreichen sollten.

Die höchste Krone des Helden ist die Besonnenheit mitten in Stürmen der Gegenwart.

Jean Paul (1763 - 1825), deutscher Schriftsteller Tweet

Doch auch für deine Gesundheit ist es ein wichtiger Faktor. Es besteht ein nachgewiesener Zusammenhang zwischen einer positiven Grundeinstellung und einem starken Immunsystem. Negatives, panisches Denken löst eine Stressreaktion im Körper aus. Daraus potenziell resultierender Dauerstress kann die Folge einer Menge an Erkrankungen sein, die mit Stressmanagement, Gelassenheit und Selbstfürsorge vermeidbar wären. 

Grundlegend möchten wir erklären, dass Gelassenheit nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden sollten. Wer gelassen ist, legt hingegen eine gewisse Leichtigkeit an den Tag. Man weiß sich zu beherrschen, kann Situationen im richtigen Kontext einordnen und kann sein weiteres Vorgehen besser abschätzen. Entspannter und gelassener werden ist daher eine wichtige und positive Eigenschaft, um sein tägliches Leben besser zu bestreiten – genau diese Gelassenheit bist du dir wert!

gelassener werden beschrieben durch eine Frau, die auf einem Steg sitzt
Gelassenheit und innere Ruhe sind eine Fähigkeit für die körperliche und mentale Gesundheit.

Gelassener werden mit 10 praktischen Methoden

Wir möchten dir nun zehn praktische Methoden vorstellen, die dich gelassener werden lassen. Jeder dieser Tipps lässt sich schnell und einfach in Alltag umsetzen. Manch einen empfindest du womöglich als wertvoller als andere. Picke dir deine “Rosinen“ heraus, welche zu dir am besten passen könnten, um mehr Gelassenheit in deinem täglichen Leben zu genießen. 

1. Strukturiere deinen Alltag und reduziere deinen Stress 

Gelassenheit fällt uns besonders schwierig, wenn die eigenen persönlichen Grenzen überschritten werden, jemand/etwas über unsere Zeit verfügt, wir uns überfordert fühlen oder unsere Bedürfnisse ignoriert werden. In diesen Momenten wird es erforderlich auf das Bremspedal zu drücken und wieder Kontrolle über seinen Alltag zu gewinnen und die Ruhe zurückzubringen. Dafür können einem schon kleine Tipps helfen, um gelassener zu werden:

1.1. Reduziere deine Ablenkungen 

Störenden Ablenkungen reduzieren und sich auf das Wesentliche konzentrieren, ist ein wichtiger Faktor, um zur inneren Ruhe zu finden. Immer up to date und erreichbar: das kleine nervige Smartphone, welches jeder von uns mit sich trägt, kann in solchen gestressten Momenten eher Fluch als Segen sein. Gelassener werden heißt seine innere Stimme zu hören – vor allem dann, wenn die äußeren Umstände immer lauter werden. Push Notification und andere Personen können erstmal warten – die sind auch in ein paar Stunden noch da.

1.2. Lerne “Nein“ zu sagen

“Nein“ sagen fällt vielen schwer und benötigt gewisse Überzeugungskraft, doch kann gerlernt werden. Man will den gegenüber nicht kränken oder abweisen und tut ggf. gewisse Dinge aus persönlichem Pflichtgefühl. Verschaffe dir nicht mehr Stress und Aufgaben aus reinem Pflichtgefühl. Wenn deine Bedürfnisse ständig zu kurz kommen, funktionierst du nur noch anstatt zu leben.

Hinterfrage dein Verhalten und ob du so handelst, weil du es so möchtest oder du dich dazu gezwungen fühlst. Ein “Nein” kann man auch erklären und seinem gegenüber verständlich machen. So wird es der anderen Partei auch leichter sein dies zu akzeptieren.

1.3. Plane deinen Tag im Voraus und setze Prioritäten

Plane deinen bevorstehenden Tag am besten noch am Vorabend, wenn du dich schlafen legst – oder spätestens morgens mit dem Aufstehen. Welche Dinge willst du heute unbedingt schaffen? Wenn du weißt, was du erledigen möchtest und deine täglichen Ziele formuliert hast, erhältst du sofort den Durchblick und kannst deine Aufgaben priorisiert “abarbeiten“. Was auf der Arbeit klappt, kann auch im Privaten verhelfen: mit einem Kalender hast du stets die Transparenz was bei dir die Tage ansteht. Denn erst mit der richtigen Planung und Struktur des Alltags können wir an der eigenen Gelassenheit arbeiten.   

Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter und Naturforscher Tweet

2. Meditation, Entspannungstechniken, Atemübungen

Um dich von deinem Tag zu erholen und das Gedankenchaos einmal auszuschalten, können dich Meditationen, Atemübungen oder Entspannungstechniken gelassener werden lassen. Sich einmal bewusst in Ruhe zu bringen, die Augen zu schließen, seinen Geist freizulassen und auf seinen Körper zu hören, kann einem zur inneren Ruhe verhelfen. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener – ein paar tiefe Atemzüge können dich wieder erden.

Viele denken für solche Praktiken bräuchte man mindestens eine halbe Stunde. Doch solch Übungen lassen sich auch wunderbar in fünf bis zehn Minuten und bspw. auf dem Weg in der Bahn durchführen.

Falls du diese Methode für dich ausprobieren möchtest und noch neu auf diesem Gebiet bist, findest du auch viele kostenfreie Apps, die dich durch geführte Affirmations- oder Meditationsübungen begleiten. Beispielsweise können wir die zwei Mediations-Apps Calm und Headspace. Ein Versuch ist es definitiv wert!

3. Räume dir Zeit für dich ein

Alltäglicher Stress und das Leben im Hamsterrad sind einer der Hauptgründe, weshalb man nicht gelassener werden kann und innere Unruhe verspürt. Bei all dieser Hektik und gleichem Trott kann schnell die eigene Person und Gesundheit in Vergessenheit geraten.

Es ist daher wichtig, dass du dir auf täglicher Basis Zeit für dich schenkst. Mache die Dinge, die dir guttun und Spaß machen. Auch dann, wenn wir den Kopf freibekommen und die alltäglichen Probleme und Pflichten für eine geraume Zeit in den Hintergrund rücken, können wir so gelassener werden. Jeder von uns hat eine gewisse Passion, der wir gerne nachgehen.

4. Grübeln aufgeben

Unser Kopf kann uns oftmals die eigene Gelassenheit verwehren, wenn uns dieselben Gedanken und Probleme einfach nicht in Ruhe lassen wollen – ein Gedankenkarussell. Das fortwährende Wiederkäuen der gleichen Probleme lähmt, statt zu Lösungen zu führen.

Wir verkrampfen und vertiefen uns im Grübeln – eine schwere Bürde um gelassener zu werden. Der ursprünglich sinnvolle Ansatz des Analysierens gerät beim Grübeln außer Kontrolle.

Anstatt sich in solchen Situation dem “Warum“ zu widmen, erfrage dich nach einer Lösung:

  • Was kann ich tun, um solch eine Situation zu lösen?
  • Welches Ziel verfolge ich bei der Lösung?
  • Was sind meine Optionen und welche Schritte kann ich unternehmen? 
gelassener werden beschrieben durch Heißluftballons vergleichend für das Gedankenchaos
Unser Gedankenchaos kann die eigene Gelassenheit stören.

5. Akzeptieren lernen

Akzeptanz kann einem einiges an Überwindung abverlangen. Doch lernen wir gewisse Dinge zu akzeptieren, haben wir mehr Zeit und Kraft, um uns auf das zu fokussieren, das uns vorantreibt. 

Nicht alles muss oder lässt sich ändern – diese Mühe ist es dann auch manchmal einfach nicht wert. Verurteile nicht die Vergangenheit oder gemachte Fehler, sondern akzeptiere sie als einen Teil deines Lebens. Denn reibst du nicht mehr langfristig an diesen Dingen auf, kannst du gelassener werden und dich auf das konzentrieren, was dich vorantreibt und glücklich macht.

Empfehlung von DailyMentor

Wir haben einen Beitrag über Akzeptieren lernen geschrieben und wie du mehr Akzeptanz in dein Leben lässt und erlernen kannst. Womöglich bist du daran interessiert etwas mehr darüber zu erfahren.

6. Kommunikation und sozialer Kontakt

Jeder von uns ist der finale Entscheider seines Lebens und Initiator, der entscheidet welche Wege wir bestreiten wollen. Trotzdem sind wir mit unserem Alltag nie alleine. Jeder hat ein soziales Umfeld – eine Familie, einen Partner oder Freundeskreis – welches einen in angespannten Situationen wieder auffangen und den Rücken stärken kann.

Gelassenheit lässt sich auch darüber generieren, indem man über seine Lebenssituation spricht. Wir Menschen wollen kommunizieren und unsere Anliegen mit unserem sozialen Umfeld teilen. Es kann dich gelassener werden lassen, wenn du über deine Situationen sprichst. Diese Menschen hören uns nicht zur zu, sondern können uns neue Wege aufzeigen – auch Wege für mehr Gelassenheit. 

Kommunikation kann – wie in vielen Lebensbereichen – eine große Stütze für Problemlösungen und der Wegweiser neuer Einsichten sein. 

7. Emotionen zulassen

Die eigene Gelassenheit kann schnell von unseren eigenen Emotionen blockiert werden. Angst, Enttäuschungen, innere Unruhe, Unsicherheit, Wut – diese Gefühle zu unterdrücken hilft dir nicht auf dem Weg zur Gelassenheit.

Vielmehr ist es notwendig, dass genau diese Gefühle von einem bewusst erlebt werden, um diese anzunehmen und zu konfrontieren. Erst wenn man dies schafft, verlieren diese Emotionen ihre Macht.

Um gelassener zu werden, hilft dir womöglich folgender Fakt: Eine (negative) Emotion, die man bewusst fühlt, kann bereits nach 90 Sekunden seine Intensität verlieren. Erst der Versuch diese Emotion zu verdrängen und zu unterdrücken, kann das Gefühl zu einem Dauerzustand werden, welches letztlich die eigene Gelassenheit stört.

8. Selbstfürsorge und Achtsamkeit

Sollte dir mal wieder eine Situation über den Kopf steigen, ist es hilfreich sich auf Selbstfürsorge und Achtsamkeit zu berufen, um gelassener zu werden. Das Leben ist schön und wertvoll – solche negativen Situationen sind hingegen viel mehr die Ausnahme und ein temporärer Zustand.

Erinnere dich in genau solchen Situationen an all das Gute, was du im Leben hast und dir widerfahren ist. Schenke dir diese achtsamen Momente und erinnere dich dankbar an Dinge in deinem Leben, um dich in einem ruhigeren Gemütszustand zurückzubringen. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass man sein Temperament ein wenig zügelt und bessere Transparenz gewinnen kann. So kann man viel schneller gelassener werden und solche Situationen bewältigen.

gelassener werden beschrieben durch Wellen, die auf die Küste treffen
Grade in aufregenden und turbulenten Situation ist Gelassenheit ein wichtiger Schlüsselfaktor.

9. Perfektionismus ablegen

Perfektionismus und Gelassenheit können schnell im direkten Konflikt stehen. Der krampfhafte Versuch kann einen schnell für eine Situation versteifen. Als Konsequenz verliert man die Leichtigkeit und Gelassenheit.

Je höher dein Anspruch ist, desto mehr kannst du dich auch ärgern, wenn etwas nicht nach Plan verläuft. Natürlich sollten wir angefangene Projekte auch mit der richtigen Zufriedenheit zu Ende bringen, doch manchmal hat man bereits mit 80 oder  90% sein gewünschtes Ergebnis erreicht. 

Ein sehr passendes Modell ist das Pareto-Prinzip. Der Grundgedanke dieses Modells lässt sich auch gut auf das eigene Leben projizieren, um den eigenen Perfektionismus abzulegen. Das Pareto-Prinzip besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Hingegen benötigt man für die restlichen 20% nochmals 80% der Arbeit. 

Der Grundgedanke wird klar: Ein Großteil eines Projekts kann schnell abgeschlossen werden. Anschließend sollte man sich die Frage stellen, ob der verhältnismäßig große Aufwand die restlichen Prozentpunkte wirklich wert ist.

Ein ähnliches Learning wie aus der Methode der Akzeptanz: Dinge als “unperfekt“ zu verstehen und den eigenen Perfektionismus abzulegen, kann einen gelassener werden lassen.

10. Entscheide dich bewusst für mehr Gelassenheit 

Letztlich haben wir nicht immer Einfluss auf die Situation, in welche uns das Leben schmeißt. Trotzdem ist es die Reaktion und das Verhalten, welches wir bestimmen können. Denn wir sind es, die sich dafür entscheiden, ob wir uns über eine Situation stressen lassen oder nicht. „Nein, Ich will mich jetzt nicht aufregen“ – das ist eine klare Entscheidung für mehr Gelassenheit, die wir selber bestimmen können.

Solche Entscheidungen können wir immer bewusst aufs Neue treffen. Denn auch Gelassenheit kann eine Gewohnheit werden, die uns mit ein wenig Übung immer leichter fallen kann.

Unser Schlusswort

Wir freuen uns, dass du es bis zum Ende unseres Artikels geschafft hast und hoffen, du konntest ein wenig Inspiration für deine persönliche Gelassenheit schöpfen. Wie du bestimmt im Verlauf des Artikels erkannt hast, ist “gelassener werden“ keine Fähigkeit, die dem einen in Wiege gelegt wurde und dem anderen nicht, sondern etwas, was jeder mit gewisser Übung lernen kann.

Es ist deine persönliche Einstellung im Alltag, die bestimmt, inwiefern du mit Gelassenheit reagieren kannst und hoffen, dass du in Zukunft diese bewusster wahrnimmst. Denn eines ist klar: Gelassen sein tut dir gut – für deine Psyche und Gesundheit. 

Wenn man schwierige Entscheidungen treffen muss – 7 Tipps & Methoden

Entscheidungen treffen beschrieben durch Wegweiser im Sonnenuntergang

Jeder kennt die schlaflosen Nächte und das mulmige Gefühl im Bauch, wenn eine schwierige Entscheidung bevorsteht. In unserem Kopf herrscht Chaos und die Gedanken drehen sich. Manchmal scheint es, als gäbe es nichts, das uns schwerer fallen könnte, als Entscheidungen treffen zu müssen. 

Je einschneidiger und wichtiger die Konsequenzen einer Entscheidung für uns scheinen, desto schwerer fällt uns die Entscheidungsfindung. Gleiches gilt, wenn andere Personen direkt von den selbst getroffenen Entscheidungen beeinflusst werden.

Dieser Beitrag soll dir helfen, dass du Methoden und Tipps erlernst, die es dir ermöglichen, bessere Entscheidungen treffen zu können. Du wirst dich dabei besser kennenlernen, indem du deine Beweggründe, Gefühlslage und allgemeine Situation besser beurteilen kannst. 

Doch zuerst möchten wir uns gemeinsam anschauen, wie wir Menschen Entscheidungen treffen – dazu besprechen wir den Unterschied zwischen dem Kopf- und Bauchtyp, sowie unser Unterbewusstsein und wie die Intuition in der Entscheidungsfindung mitwirkt.

Wie wir Menschen Entscheidungen treffen

Entscheidungen treffen wir mit unserem Verstand (Kopf) und unseren Gefühlen (Bauch). Es ist ein Zusammenspiel beider Komponenten, die uns zu einer Urteilsfindung bringen. Eine Entscheidung findet daher auf zwei Ebenen ab: auf der rationalen und der emotionalen Ebene. 

Jeder von uns kennt Situationen, in denen wir unter Emotionen, wie Wut oder großer Euphorie, Entscheidungen gefällt haben, welche im Nachgang für uns nicht mehr vollkommen nachvollziehbar sind. Wir haben uns mehr von unserem Bauch und den Emotionen leiten lassen. Die Emotionen haben die Stimmen des Verstands übertönt. 

Das kann mitunter bewirken, dass ein Außenstehender gewisse Entscheidungen einer anderen Person nicht so nachvollziehen kann, da ihm die emotionale Ebene fehlt, die der Entscheidungsträger in der Situation besaß.

Zur Entscheidungsfindung trägt das Unterbewusstsein einen großen Teil bei. Das Unterbewusstsein greift dabei auf vorhandene Erfahrungen zurück. Diese können periphere Momente gewesen sein, die wir so gar nicht bewusst wahrgenommen haben. Sei es ein kurzer Abschnitt eines Artikels, den man gelesen hat oder Inhalte eines anderen Gesprächs, welches man wahrnahm. Aber auch viel komplexere Dinge werden in unserem Unterbewusstsein gespeichert und verarbeitet. 

Wirkt das Unterbewusstsein in der Entscheidungsfindung stark mit, treffen wir in der Regel bessere Entscheidungen. Das liegt daran, dass in unserem Unterbewusstsein gemachte Erfahrungen und Erinnerungen abgespeichert sind, auf die unser Bewusstsein kein Zugriff hat. Es liegt sozusagen unter der für uns “greifbaren” Oberfläche. 

Entscheidungen treffen beschrieben durch Programmiersprache bezeichnend für die Informationen, die wir verarbeiten.
Das Unterbewusstsein speichert ein riesiges Pensum an Informationen.

Unser Unterbewusstsein verarbeitet und speichert viele komplexe Erfahrungen, auf die wir in der Entscheidungsfindung unbewusst zurückgreifen. In unkomfortablen Situationen oder in welchen wir viel nachdenken und viele Informationen verarbeiten müssen, hilft uns das Unterbewusstsein Entscheidungen zu treffen. Es schützt den Menschen vor der gewaltigen Informationsflut, die man täglich konfrontiert, ohne jedoch diese Informationen zu vergessen. Diese Informationen werden wieder abgerufen, wenn wir sie für unsere Entscheidungen benötigen.

Auch unser Hormonhaushalt spiegelt sich in der Entscheidungsfindung wider. Beispielsweise sorgt das männliche Sexualhormon Testosteron dafür, dass man risikofreudigere Entscheidungen trifft. Das kann mitunter ein Grund sein, weshalb Männer eher zum Risiko neigen, als es Frauen tun. Adrenalin hingegen wird in Stresssituationen ausgeschüttet, wodurch wir fahrlässiger in der Entscheidungsfindung werden können. 

Die Rolle der Intuition

Kennst du das Gefühl von Bauchgrummeln, Euphorie oder Unwohlsein, wenn du in eine dir unbekannte Situation gerätst? Das ist eine Form, wie sich deine Intuition bemerkbar machen kann. Unsere Intuition bildet sich aus dem Unterbewusstsein. Die Äußerung unseres Unterbewusstseins macht sich durch intuitive Gedanken und Gefühle bemerkbar, die wir verspüren. 

Der erste intuitive Eindruck ist oftmals der Ehrlichste, weil er unbefangen ist. Daher könnte man denken, dass die intuitive Entscheidung der beste Weg sei. Doch eine negative Intuition entsteht oftmals aus einer schlechten Erfahrung heraus.

Die Intuition ist ein guter Marker und Wegweiser für den Anfang, doch sollte jedoch stets mit gewisser Vorsicht hinterfragt werden. Vertraue nicht zu sehr dem Gefühl, sondern nutze die Intuition als einen guten Ausgangspunkt um Entscheidungen zu treffen. Mit Hilfe der Selbstreflexion kannst du deine Person und gemachte Erinnerungen hinterfragen. Wir besitzen oft negative Erinnerungen, die wir in unseren Entscheidungsprozess einbeziehen, welche aber vielleicht nicht mehr relevant sind.

Bauchtyp vs. Kopftyp 

Wenn man darüber spricht, wie Leute Entscheidungen treffen, definieren sich viele in eines der beiden Lager: Bauch- bzw. Kopftyp. Es bedeutet letztlich nichts anderes, als dass der eine sich bei der Entscheidungsfindung mehr auf seinen Kopf/Verstand beruft und der andere eher auf seine Gefühle – also den Bauch – hört.

Der Kopftyp trifft verstärkt Entscheidungen auf einer rationalen Ebene, vertraut eher der Objektivität und lässt seine Gefühle außen vor. Er bewahrt sozusagen mehr einen “kühlen Kopf“. Hingegen lässt sich der Bauchtyp eher von seinen Emotionen und Gefühlen leiten. Die Entscheidungen können impulsiver gefällt werden und müssen nicht zwingend rational fundiert sein. 

Entscheidungen treffen beschrieben durch eine nachdenkliche Person
Entscheidungen treffen wir sowohl mit dem Kopf, als auch mit dem Bauch.

Keiner der Typen ist falsch oder gar mehr richtig. Jeder von uns ist beides – sowohl Bauch-, also auch Kopftyp. Es ist eher die Sache, was beim Treffen einer Entscheidung mehr überwiegt – die Gefühle oder der Verstand. Daher handelt es sich hierbei nicht um ein Schwarz/Weiß-Denken. Entscheidungen treffen stets Kopf und Bauch gemeinsam nach einer sorgfältigen Abwägung der Umstände.

Lange Zeit wurde von Psychologen angenommen, dass die rationale Entscheidungsfindung der einzig richtige Weg sei, wie Entscheidungen zu treffen sind. Doch von dieser Meinung wurde sich seit geraumer Zeit immer mehr entfernt. Gewisse Aspekte lassen sich nicht rational beurteilen und nur persönliches Empfinden verstehen. Der Verstand überlegt, doch das Herz weiß es einfach.

Bessere Entscheidungen treffen mit 7 Tipps

Entscheidungen treffen, kann sehr schwierig sein – vor allem, je wichtiger die Entscheidung für uns ist, desto schwerer stellen wir uns an, diese zu fällen. Im Folgenden besprechen wir Methoden und Tipps, die dir eine Entscheidungsfindung erleichtern sollen.

Entscheidungen treffen wir umso besser und einfacher, wenn folgende Punkte weitestgehend gegeben sind und wir uns mit ihnen identifizieren können:

1. Gewinne Klarheit über deine Ausgangsalge

Indem man Klarheit über seine Ausgangslage gewinnt, steigert man das Bewusstsein für die jeweiligen Umstände. Wer Klarheit gewinnen will, muss sich bewusst mit der Situation befassen. Im Verlauf dieses Prozesses werden dir neue Informationen ersichtlich und du erhältst ein besseres Verständnis – so als würden sich Stück für Stück die Puzzleteile ineinander fügen. Die Situation wird sich dir immer mehr erschließen. Über folgende Dinge solltest du Klarheit gewinnen.

Gewinne Klarheit über deine Ziele und Zukunftspläne
Kennst du deine Ziele, Wünsche und Zukunftspläne, wirst du dein Handeln besser einordnen können. Die Entscheidungen, die du triffst, sollten dein Leben und deine Zukunft begünstigen. Jede Entscheidungssituation hat eine Zielsetzung bzw. einen Status, welchen man gerne langfristig als Grundlage erreichen will. 

Gewinne Klarheit über deine Handlungsmöglichkeiten
Kennst du die möglichen Optionen deiner Entscheidung, kannst du diese besser abwägen. Es gibt nicht nur “Entweder/Oder“. Oftmals stehen dir mehr Alternativen zur Auswahl, als du vermutest. Schränke dein Denken und Entscheiden nicht voreilig ein und überlege dir, welche Optionen dir zur Verfügung stehen können.

Gewinne Klarheit über die Entscheidungsangst
Vorerst Entscheidungsangst zu verspüren, hat etwas Gutes. Es schützt einen vor voreiligen und unbedachten Entscheidungen. Entscheidungsangst kann dich trotzdem dazu verleiten eine Entscheidung aufzuschieben, diese gar nicht zu fällen oder den gewohnten Weg weiterzugehen. Diese Angst hindert einen vor Veränderungen. Werde dir daher bewusst, ob die Angst berechtigt ist oder sie dir eher im Weg steht.

Entscheidungen treffen beschrieben durch eine Brille
Je bewusster und klarer eine Situation für dich ist, desto besser kannst du eine Entscheidung treffen.

Gewinne Klarheit über das Wort-Case-Szenario
Das Worst-Case-Szenario geht mit der obenstehenden Entscheidungsangst einher. Oft malt man sich den schlimmsten Ausgang einer Entscheidung aus. Dabei schätzt man die Wahrscheinlichkeit viel höher ein, als sie eigentlich ist. Man hat Angst, dass die eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden können. Schätze daher das Risiko richtig ein – oftmals ist es viel geringer, als man eigentlich denkt. Menschen neigen zu einem risikoaversen Verhalten, das deutet dann man sich vor Risiko scheut.

Selbst wenn das Worst-Case-Szenario eintreffen sollte, kannst du dir einen Notfallplan parat legen. Wie schwer wären die negativen Konsequenzen für dich und was könntest du notfalls tun, um die Situation wieder geradezubiegen? Kennt man seine Möglichkeiten eine Situation wieder zu verbessern, ist man eher bereit Entscheidungen zu treffen. 

Gewinne Klarheit über deine Zukunft
Eine Entscheidung, die du triffst, wird direkten Einfluss auf dein weiteres Leben haben. Sie soll zuallererst dich begünstigen. Mache dir bewusst inwiefern deine Entscheidung dies tut. Du sollst dich mit deiner Entscheidung wohlfühlen und die Weichen für dein erfolgreiches und zufriedenes Leben stellen. 

An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.

Charlie Chaplin (1889-1977), Schauspieler, Komponist, Regisseur und Komiker Tweet

2. Für sich und sein Wohl entscheiden

Die Aussage kann womöglich ein wenig egoistisch klingen. Doch an erster Stelle stehst du. Eine Entscheidung, die du triffst, sollte zuallererst dich voranbringen und dir helfen. Wir verhalten uns manchmal so, wie “man“ es von uns erwartet oder wir von anderen gesehen werden wollen. Man möchte die Erwartung anderer erfüllen. Wer so entscheidet, wie es andere für richtig ansehen, vergisst womöglich sein eigenes Wohl und seine Bedürfnisse.

Eigene Entscheidungen können nicht nur uns, sondern ggf. auch andere Mitmenschen betreffen. Gegenseitige Wertschätzung und Rücksichtnahme sind wichtige Werte im sozialen Umgang der Gesellschaft. Berücksichtige die Konsequenzen deiner Entscheidung, die es für andere hat. Trotzdem vernachlässige nicht dein eigenes Wohl in der Entscheidungsfindung. 

Bekannte und Familienmitglieder können dir einen guten Rat geben, trotzdem bist du es selbst, der eine Entscheidung trifft. Nimm dir ihre Worte zu Herzen. Vertraue trotzdem auf dein inneres Gefühl, deine Bedürfnisse und Ziele. Deine Entscheidungen sollen zuallererst für dich die richtigen sein und nicht für andere.

3. In der richtigen Situation entscheiden

Entscheidungen trifft man besser, wenn man sich in einem ruhigen Gemütszustand befindet. Du kennst es womöglich selber, dass man sich unter Druck- und Stresssituationen anders verhält. Letztlich wirkt sich dies auch auf die Entscheidungsfindung aus. 

In angespannten Situationen treiben einen stärker die Emotionen. Man handelt hauptsächlich aus seinen Gefühlen, sodass der Kopf nicht mehr normal arbeitet. Man verliert die nötige Rationalität und Objektivität in diesen Umständen.

Schaffe dir daher vor allem bei wichtigen Entscheidungen einen geeigneten Rahmen, in dem du dich wohlfühlst und du klare Gedanken greifen kannst. Vermeide Stress und mache dir keinen unnötigen Druck während deiner Entscheidungsfindung.  

4. Die eigenen Gefühle richtig einschätzen

Bei einer guten Entscheidung spielt sowohl dein Kopf und die Rationalität, als auch dein Bauchgefühl und deine Gefühle eine Rolle. Eine Entscheidung muss sich für dich gut und richtig anfühlen.

Hinterfrage daher deine mögliche Entscheidung. Fühlt sich diese gut für dich gut an? Um das einschätzen zu können, musst du dir letztlich über deine Ziele und Gefühle bewusst sein. Selbstreflexion und Selbstliebe sind daher wichtige Bereiche deiner Persönlichkeit, die dir in deiner Urteilsfindung helfen können.

Entscheidungen treffen beschrieben durch Smileys erklärend für menschliche Emotionen
Emotionen treiben uns in der Entscheidungsfindung.

Verstehe die Beweggründe deiner Entscheidung. Emotionen haben einen direkten Einfluss, wie man eine Situation beurteilt. Erkenne daher dein Bauchgefühl und Emotionen. Euphorie kann einen beflügeln, sodass man sich womöglich überschätzt. Stress, Unzufriedenheit und Drucksituationen können uns hingegen hektisch und fahrlässig machen. 

In welchem Gefühlszustand befindest du dich, während du deine Entscheidung triffst? Verstehe deinen Gemütszustand und berücksichtige diesen, bevor du eine Entscheidung triffst.

5. Eine Nacht über die Entscheidung schlafen

Entscheidungen sollten weder langfristig aufgeschoben, noch zu kurzfristig gefällt werden. Ad hoc – sprich spontan –  sollten Entscheidungen nicht getroffen werden, da wir Menschen Zeit benötigen, ehe wir alle Informationen verarbeiten können. Gerade wenn es sich um wichtige Entscheidungen handelt, sollte man nochmal über die Entscheidung schlafen und diese nicht in einem ad hoc Zustand treffen. 

Im Schlaf sortiert unser Gehirn erlebte Ereignisse, Gedanken und die Geschehnisse des Tages. Das Gehirn bildet erst dann alle Zusammenhänge und trennt Wichtiges von Unwichtigem. Erst im Schlaf ist es dem Unterbewusstsein möglich komplexe Sachverhalte zu verarbeiten und einzuordnen. Die Formulierung “noch mal drüber schlafen“ gibt es nicht ohne Grund und hat definitiv seine Daseinsberechtigung. 

Kläre deinen Verstand und deine Gefühle auf und gebe ihnen dafür die nötige Zeit. Im Affekt können wir uns ggf. nicht der ganzen Situation bewusst sein oder werden zu sehr von der aktuellen Situation und unseren Emotionen getrieben. Es ist eher der “Bauch“ den wir wahrnehmen, dass wir die Stimmen des “Kopfes“ nicht wahrnehmen können. Es ist daher wichtig den gesamten Umstand in Ruhe zu evaluieren.

6. Traue dich neue Wege zu gehen 

Neue Situationen können ein Gefühl von Unwohlsein auslösen. Ähnlich können wir uns fühlen, wenn wir Entscheidungen treffen. Das liegt vor allem an dem Glückshormon Dopamin. Das Hormon Dopamin “belohnt“ den Menschen, wenn das Gehirn vertraute Situationen wiedererkannt.

Verstehe Entscheidungen, die du aus Gewohnheit triffst

Das Gehirn versucht immer möglichst effizient und energiesparend zu arbeiten, sodass wir uns in erster Option für vertraute Szenarien entscheiden wollen. Diese Entscheidung fällt einem leichter, denn uns ist die Situation bekannt und wir können das weitere Vorgehen besser einschätzen. 

Das Risiko ist kalkulierbarer. Daher zögern Menschen eher, wenn sie Neues ausprobieren. Doch werde dir bewusst, ob du aus Gewohnheit so handelst und ob es wirklich das Richtige ist.

Verlasse deine Komfortzone

Verlassen wir mit einer getroffenen Entscheidung unsere Komfortzone, konfrontieren wir eine neue Situation, die uns so nicht bekannt ist. Viele verspüren das Gefühl von Unsicherheit und scheuen das Neue. 

Doch so geht es jedem von uns, wenn wir uns in “neue Gewässer“ begeben, die uns nicht bekannt sind. Du bist nicht der einzige, der sich so fühlt. Es bietet sich eine Chance persönlich zu wachsen und neue Erkenntnisse zu sammeln.

Entscheidungen treffen beschrieben durch eine Tür, die geöffnet wird
Öffne neue Türen und begehe neue Wege. Scheue nicht das Ungewisse.

Erst wer sich dafür entscheidet sein Leben und seine Situation zu verändern, kann dies auch tun. Meckern und sich beklagen kann jeder. Doch denk dran, dass du derjenige bist, der Einfluss auf die Situation hat und sie ändern kann.

Erst wer was Neues wagt, kann im Leben Fortschritte verzeichnen. Werde dir über deine Situation bewusst und über die Dinge, die du erreichen willst. Erst wer den Pfad der Gewohnheiten verlässt, darf Veränderungen und Erfolge erwarten.

7. Scheue nicht die Konsequenzen

Falls du die von uns aufgezählten Tipps und Methoden beachtet hast, solltest du nun sicherer deine Entscheidungen treffen können. Du hast dein Handeln wohlbedacht, dir genug Zeit gegeben, auf dich und dein Umfeld Rücksicht genommen, einen kühlen Kopf bewahrt und das richtige Maß zwischen Bauch und Kopf abgeschätzt.

Du hast dich lange genug mit deiner Urteilsfindung beschäftigt und sensibel abgewägt, dass du nun Folgendes von dir behaupten kannst: Du kannst dich mit deiner Entscheidung identifizieren und scheust nicht die Konsequenzen.

Wenn du dies behaupten kannst, darfst mit gutem Gefühl die jeweiligen Entscheidungen treffen – ohne ein schlechtes Gewissen. Wie du selber wahrgenommen hast, ist der Ausgang einer Situation nicht immer genau kalkulierbar und bürgt ein gewisses Risiko. Trotzdem sollte man eine Entscheidung daher nicht aufschieben. Früher oder später wird eine Entscheidung von dir verlangt werden – und daher ist es wichtig, dass du zu deinen Taten und Entscheidungen stehen kannst.

Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.

Joanne K. Rowling, britische Schriftstellerin Tweet

Richtige Entscheidungen treffen kann für einen sehr schwierig sein. Falls du dich und deine Situation mit den obenstehenden Methoden reflektiert und angewendet hast, solltest du dich mit deiner Entscheidung identifizieren können.

Bedenke, dass man nie das Risiko ganz ausschließen kann. Es ist daher in Ordnung, falls du Unsicherheiten in deiner Entscheidungsfindung empfindest. Doch wir können dich beruhigen: so geht es uns allen. Wenn du Situationen sorgfältig bewertet hast, kannst du guten Gewissen deine Entscheidungen treffen.

 

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Stress bewältigen – 5 Methoden zum Stressabbau

Stress bewältigen beschrieben durch ein Graffiti

Stress ist in unserer heutigen Zeit ein sehr präsentes Thema. Jeder Mensch ist in seinem Alltag mit unterschiedlichen Arten von Stress konfrontiert und man findet immer weniger Zeit um zur Ruhe zu kommen. Die Konsequenzen permanenter Stresssituationen können uns krank machen – sowohl körperlich, als auch mental.

Trotzdem ist Stress per se nicht automatisch als negativ zu beurteilen. Die Einstellung zum Stress entscheidet wie wir uns in verschiedenen Situation fühlen und handeln. Wer also Stress bewältigen möchte, muss es lernen diesen zu erkennen, aktiv zu handeln und mit der Belastung umzugehen.

Wichtig ist es zu wissen, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Stress reagiert und ihn anders definiert. Jeder muss daher lernen wie er persönlich seinen Stress bewältigen kann. Dir werden im Folgenden hilfreiche Tipps näher gebracht, wie du Stress bewältigen kannst und welche Präventionsmethoden es gibt, um künftig Stress vorzubeugen.

Wir werden dir in unserem Artikel Tipps und Methoden näher bringen, die sich mit deinem Mindset und deiner Einstellung zur Stressbewältigung beschäftigen.

Medikamente und psychotherapeutische Hilfen sehen wir eher als letzte Instanz, die als eine Möglichkeit der Stressbewältigung betrachtet werden sollte. Daher möchten wir auf diese im Verlauf nicht näher eingehen. Es handelt sich hierbei um eine äußerst sensible Situationen, die über die Kompetenzen eines solchen Artikels hinausgehen, da jeder Fall einzeln angeschaut werden sollte. Falls du eine Notwendigkeit für diese Art der Stressbewältigung in Erwägung ziehst, möchten wir dir raten, deinen Hausarzt aufzusuchen. Lasse dich bitte persönlich und individuell beraten.

Warum Stress bewältigen so wichtig ist

Stress wirkt sich direkt auf unser aktives Handeln aus. Manch einer verfällt in Hektik, wenn er merkt, dass ihm die Situation über den Kopf steigt. Es ist das typische Gefühl von “gestresst sein“. Man entwickelt den Eindruck, man hätte die Kontrolle über die Situation verloren. Man erkennt nicht mehr seinen ursprünglichen Plan, wird vergesslich, macht Sachen nur noch unsauber und alles irgendwie gleichzeitig.

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.

Mahatma Gandhi (1869-1948) indischer Rechtsanwalt, Publizist, Morallehrer und Pazifist Tweet

Andere Menschen hingegen verfallen in einen Status der Prokrastination und des Nicht-Handelns. Sie wissen nicht mehr wie sie weiter vorgehen sollen. Der Stress hat einen wahrhaftig im Griff. Man fühlt sich gelähmt, überwältigt und hilflos.

Ganz davon abgesehen, dass Stress unser aktives Handeln mitbestimmt, hat es auch direkte Auswirkungen auf unseren Körper und Geist. Stress ist aus medizinischer Sicht eine körperliche Reaktion, die den Organismus kurzfristig besonders leistungsfähig machen kann – er schadet ihm zunächst nicht. Andauernder Stress hingegen kann uns Menschen krank machen – körperlich, aber auch seelisch. Die Symptome dafür sind vielfältig.

Beispielhaft für die körperlichen Reaktionen sind Herz- und Kreislaufbeschwerden wie Bluthochdruck, Schwindelgefühle, Herzrasen und Atembeschwerden zu nennen. Stress kann sich aber auch als Kopf-, Nacken-, Rücken- und Magenschmerzen bemerkbar machen. Mental hingegen sind Depressionen und Burnout ein weit verbreitetes Krankheitsbild. Stress kann sich noch in vielen weiteren Formen auswirken. 

Sowohl für dein richtiges Handeln, aber auch schon allein für deine Gesundheit ist es also sehr wichtig, dass du lernst Stress bewältigen zu können und erneut etwas mehr Gelassenheit an den Tag legst. Stress wird man nie komplett aus seinem Leben verbannen. Doch wir können lernen mit Stress umzugehen und besser auf ihn zu reagieren.

Stress bewältigen beschrieben durch einen Mann, der die Hände zusammenschlägt
Stress wirkt sich direkt auf unseren Körper und die Gesundheit aus.

Erkenne deine Stressoren

Stress bewältigen bedeutet sich im ersten Schritt seinen persönlichen Stressoren – also Reize die Stress verursachen – bewusst zu werden, ehe man lernt auf diese dann richtig zu reagieren. Hierfür benötigt es primär die Achtsamkeit und Auseinandersetzung mit seiner Persönlichkeit. Wichtig ist es, dass wir hierbei nicht von kleinen einmaligen Herausforderungen sprechen, die dir nicht erneut begegnen und damals gestresst haben, sondern um alltägliche Dinge, die auf einer größeren Ebene stattfinden.

Beim Erkennen deiner persönlichen Stressoren gibt es kein richtig oder falsch. Jeder ist ein einzigartiges Individuum und empfindet gewisse Situationen unterschiedlich. Diese Tatsache wurde im Stressmodell von Lazarus festgehalten. Nach diesem Modell haben Reize und Situationen, die einen stressen nämlich nur eine subjektive Bedeutung für das Individuum und können nicht objektiv beurteilt werden.

Was du ggf. noch als entspannte Situation definierst, erkennt jemand anderes schon als Stress. Deshalb musst du dir einzig und allein gegenüber ehrlich sein und deine persönlichen Stressoren finden.

Stresssituationen sind zudem in allen unterschiedlichen Lebensbereichen vertreten. Versuche dich selbst zu reflektieren und mit dir auseinanderzusetzen. Um deine persönlichen Stressoren zu erkennen, können dir folgende Fragen helfen. Versuche dabei konkrete Ereignisse vor Augen zu führen, bei denen du dich gestresst gefühlt hast.

  • Gibt es Situationen in deinem Alltag, die dich stressen?
  • In welchen Situationen fühlst du dich unwohl?
  • Was gibt es auf deiner Arbeit, was dich stresst und nicht glücklich macht?
  • Was für Stresspotenzial erkennst du womöglich in deinem Familien- oder Beziehungsleben?
  • Was forderst du von dir selbst oder wer anderes, womit du dich nicht identifizieren kannst?
  • Welche Aktivitäten in der Freizeit stressen dich?
Stress bewältigen beschrieben durch einen Mann, der an seinem PC arbeitet
Stress kann uns rund um die Uhr verfolgen. Es ist wichtig, dass man lernt die Situation zu kontrollieren.

Stress bewältigen mit 5 Tipps

Um Stress bewältigen und vorbeugen zu können gibt es hilfreiche Tipps, die dir wieder Kontrolle über die Situation ermöglichen und zur inneren Ruhe verhelfen. Man muss verstehen, dass es Situationen gibt, in denen man aktiv handeln kann, aber es auch welche, in denen man keinen Einfluss hat. 

Wir möchten uns also anschauen, wie man richtig reagieren kann, es aber auch schafft, gewisse Umstände zu akzeptierenStress bewältigen heißt das richtige Mindset für die Situation zu entwickeln und die richtige Methode zu finden, die für einen persönlich am Besten hilft.

1. Strukturiere deinen Alltag

Gerade im Alltag werden wir regelmäßig mit Stress konfrontiert. Eine Hauptursache, für das Empfinden von Stress ist, dass wir ständig vor mehreren Aufgaben gleichzeitig stehen und alles irgendwie unter einen Hut kriegen wollen. Viele Verpflichtungen und Aufgaben versucht jeder simultan zu erledigen. Es ist daher gerade im Alltag wichtig, diesen richtig zu strukturieren, um Stress bewältigen zu können.

Planung und Priorisierung der Aufgaben sind daher der Schlüssel. Nehme dir bewusst Zeit, um an einer Aufgabe zu arbeiten und fokussiere dich auf diese. Steigere dein Bewusstsein für dein aktuelles Vorhaben und lass dich in dieser Zeit auch nicht von etwas anderem ablenken. Du kennst es selber, dass man Dinge mit einer größeren Zufriedenheit fertig stellt, wenn man sich priorisiert auf eine Sache konzentriert und diese erarbeitet.   

Die modernen Menschen werden nicht mit der Peitsche, sondern mit Terminen geschlagen.

Telly Savalas (1922-1994), US-amerikanischer Schauspieler Tweet

Genauso wie man in der Arbeit Kalender für seine Termine führt, kann man das auch für sein Privatleben und die damit verbundenen Aufgaben tun. Du wirst dich dadurch bewusst mit deiner zur Verfügung stehenden Zeit auseinandersetzen und erhältst eine gute Übersicht über deine Tages- und Wochenplanung. Sei es ein Kalender in haptischer Form oder auf deinem Smartphone. Die Termine sind schnell gemacht und das Eintragen wird schnell zu einer Routine.

Ich nutze beispielsweise bereits seit mehreren Monaten meinen Google Kalender und trage innerhalb weniger Sekunden hier Arzttermine, Verabredungen, Trainingszeiten und weitere Verpflichtungen ein. Die Termine kommen nicht abhanden und mit einem Griff zum Smartphone weiß ich genau, was bei mir die kommenden Tage ansteht. Gerade wiederkehrende Ereignisse kannst du dir in einem wöchentlichen, zweiwöchentlichen oder monatlichen Abstand eintragen. 

2. Gewinne Kontrolle zurück – lerne nein zu sagen

Durch die Interaktion mit Freunden, Arbeitskollegen oder Familienmitglieder kommt es oft vor, dass man spontan um Dinge gebeten wird oder nach einem Treffen gefragt wird, wobei man sich für den Tag schon andere Tätigkeiten vorgenommen hat. 

Wir werden vor Möglichkeiten und Aufgaben gestellt, die wir so selber nicht geplant haben. Verabredungen, Ausgehen, aber auch Aufgaben, die uns auf der Arbeit erteilt werden, gehören hier dazu. Es fällt uns schwer Anfragen abzulehnen mit der Sorge, dass man andere damit enttäuscht oder verärgert. Als Konsequenz wächst der Haufen an Verpflichtungen, was letztlich in Stress für einen selbst enden kann. Stress bewältigen heißt also, dass man lernt auch mal “nein“ zu sagen, wenn man mal nicht möchte oder keine Zeit zur Verfügung hat.

Es ist anfangs nicht einfach “nein“ zu sagen und Möglichkeiten auszuschlagen. Es ist ein Prozess, den man lernen muss. Doch schnell wirst du merken, dass die andere Partei Verständnis für dich und deine Entscheidung aufbringen kann. Deine Entscheidung hatte nicht den persönlichen Hintergrund, dass du die andere Person nicht magst oder sehen willst. Du hast in der Hinsicht keine bösen Absichten. Wenn du viel zu tun hast und deine Zeit bereits verplant ist, ist das Grund genug. Du musst daher kein schlechtes Gewissen entwickeln.

Stress entsteht dann, wenn wir den Eindruck haben, keinen Einfluss auf die Situation zu haben. Fremdbestimmung kann in uns ein Unwohlsein und Gefühl von Stress auslösen. Versuche daher mit mehr Selbstkontrolle wieder einen besseren Durchblick für deinen Alltag zu gewinnen.

Denk daran: Zuallererst musst du es dir selbst recht machen. Lass in deine Entscheidungsfindung zuerst dein persönliches Wohlbefinden einfließen. Gewisse Dinge musst du nicht tun, nur weil du den gesellschaftlichen Druck verspürst es anderen Personen recht machen zu müssen.   

3. Die richtige Einstellung: du kannst nicht alles ändern – externe Stressoren 

Ein wichtiger Punkt um Stress bewältigen zu können, ist zu verstehen, dass es Umstände gibt, die man ändern kann und welche, auf die man keinen Einfluss hat. Gewisse Situationen muss man leider als gegeben hinnehmen. Es gibt äußere Einflüsse, die sich unserem möglichen Handeln entziehen. Sie betreffen uns direkt, doch wir können sie nicht beeinflussen.

Sich durch externe Einflüsse in Stresssituationen zu bringen, ist in gewisser Weise unnötig. Es geht darum, dass man  Akzeptanz lernt. Versuche Dinge so hinzunehmen, die du selber nicht beeinflussen kannst. Lasse dich nicht durch die Situation entmutigen. Stattdessen sehe die Situation als neue Herausforderung und versuche das Beste für dich daraus zu machen. 

Dein Zug hat zwei Stunden Verspätung und du kommst nicht rechtzeitig zu deinem nächsten Termin. Für dich gibt es keine Möglichkeit eine andere Route zu nehmen und du hängst nun leider fest. 

Natürlich ist so etwas ärgerlich. Anstatt aber nun Stress zu verspüren, atme mehrmals tief durch. Was kannst du nun machen? Informiere die Person mit der du einen Termin hast, dass du dich verspätest und schaut ggf. zusammen nach alternativen Zeitpunkten, um euren Termin nachzuholen. Die Person wird sicherlich Verständnis zeigen. Letztlich warst du nicht an dem Zuspätkommen schuld. Versuche stattdessen auf andere Wege produktiv zu sein und später anfallende Verpflichtungen bereits zu erledigen. Dafür kannst du dich auch gerne in ein schönes Café setzen und dir ein Stück von deinem Lieblingskuchen gönnen.

Versuche diese Situation als Herausforderung zu sehen und verstehe, dass du nicht alles beeinflussen kannst – selbst wenn du das gerne möchtest. Auf einmal hört sich die Zugverspätung nicht mehr so schlimm an, oder? 

Es sagt sich einfach, doch versuche stets die Situation zu beurteilen und überlege dir auf was du Einfluss haben kannst und worauf nicht. Lerne gewisse Umstände zu akzeptieren und konzentriere dich auf die Dinge, die du selber voranbringen und ändern kannst. Lasse dich nicht unnötig stressen. 

4. Der trügerische Hang zu Perfektion

Es kann sehr tückisch sein, wenn wir unseren eigenen Ansprüche und denen von anderen immer gerecht werden wollen. Dabei geht es nicht darum, dass wir unsere formulierten Ziele nicht erreichen sollten, sondern um die zwanghafte Perfektion.

Wenn wir auf Biegen und Brechen versuchen gewisse Dinge perfekt machen zu wollen, erzeugen wir uns selbst Stress, der in dieser Weise nicht nötig ist. Du bist dir selber gut genug. Überlege dir immer gut, ob sich der Aufwand hinter deinen Tätigkeiten wirklich auszahlt.

Nimm dir eine kurze Auszeit, wenn du Stress verspürst und werde dir über deine Situation bewusst. Ist es der Stress gerade wirklich wert und wie viel näher bist du bereits deinem Ziel schon gekommen? Jeder ist sich selbst sein größter Kritiker. Geh mit dir nicht zu hart ins Gericht und hinterfrage dich, ob du manchmal mehr machst, als von dir verlangt wird.

Stress bewältigen beschrieben durch das Wort breathe
Versuche in Stresssituationen dich selber zu entschleunigen.

5. Wenn der Stress schon da ist – finde deine Wundermittel gegen ihn

Genauso wie jeder ein unterschiedliches Stressempfinden hat, muss jeder auch lernen wie er persönlich am besten Stress bewältigen kann. Gewisse Stresssituationen lassen sich nicht umgehen. Die unten stehenden Empfehlungen können dir Anregungen geben, was dir kurzfristig helfen kann, wenn du bereits Stress empfindest. 

Entspannungs- und Atemübungen

Es gibt unterschiedliche Entspannungs- und Atemtechniken, die dich wieder mehr in deine innere Mitte bringen und dir beim Entspannen helfen. Manchmal reichen schon fünf tiefe Atemzüge in deine Bauchregion, um wieder klare Gedanken fassen zu können. Entspannungs- und Atemübungen sind daher gute Methoden, um eine Stresssituation ein wenig zu entschleunigen.

Suche deine Lieblingsmenschen und rede mit ihnen

Mit einer dir nahestehenden Person über eine Stresssituation zu sprechen, wird dir helfen die Situation besser zu beurteilen. Kommunikation im Leben hilft bei vielen Angelegenheiten – auch bei Stress. Du kannst nicht nur die Situation beim Aussprechen besser einschätzen, sondern du erhältst auch unterstützende und liebe Worte von dir wertgeschätzten Personen. Hole dir den Rückhalt für die Situation, die du benötigst.

Gute Gedanken 

Ähnlich wie bei Entspannungs- und Atemübungen ist es das Ziel deinen Geist einmal aus der Stresssituation zu holen. Versetze dich in einen positiven Status und bring dich wieder in einen guten Mindset. Schließe die Augen und gehe deine schönsten und erfolgreichsten Momente durch. Denk an deine liebsten Menschen und sei einmal kurz stolz auf dich.

Lieblingsmusik

Musik bewegt uns Menschen und setzt bei uns Emotionen frei. Wenn du durch den Stress schlecht gelaunt wirst, tue dir selber etwas Gutes und höre deine Lieblingsmusik. Was ist deine Lieblingsmusik? Höre sie laut und mach dich selber ein Stückchen glücklicher.

Lasse deine Emotionen zu

Stress und die damit verbundenen Emotionen sind keine schönen Empfindungen. Doch sie aus diesem Grund zu unterdrücken ist falsch. Lerne die Emotionen und Situation zu akzeptieren und mit ihnen umzugehen. Es ist ein großer Schritt für dein persönliches Wachstum und mehr Selbstliebe. Konfrontiere dich bewusst mit deinem Stress und hinterfrage dich wie du wieder Klarheit über die Dinge gewinnen kannst.

Ein Gummiband

Ja, wirklich. Ein Gummiband am Handgelenk ist eine Methode, dich in negativen Situationen, wie Stress, schlechten Gewohnheiten oder Wut, von gewohnten Verhaltensweisen/Reaktionen fernzuhalten. Wenn du merkst, dass du in solch eine Situation kommst, ziehe kurz am Gummi und lass es dann los. Der kurzfristig entstandene Schmerz sendet einen Impuls an das Gehirn. Es unterbricht deine Gedankengänge, die dich normalerweise zu gewohntem Verhalten führen. Es hält dich letztlich davon ab, dass du dich weiter in dieses hineinsteigern würdest. 

Du gibst dir sozusagen selber ein kurzes Stop Signal in der Emotionsspirale der Stresssituation. Das Schnipsen des Gummibands ist eine aktive motorische Reaktion von dir, um dein Bewusstsein für die Situation zu steigern. Stress bewältigen fällt einem leichter, wenn man bewusst die Situation konfrontiert.

Ablenkung und körperliche Bewegung 

Lass’ Stress nicht die Überhand gewinnen. Verschaffe dir einen klaren Kopf und gewinne ein wenig Abstand zu deiner Situation. Mit einem freien Kopf kannst du die Sache nochmal frisch und erholt angehen.

Lenke dich dafür eine gewisse Zeit mit einer Tätigkeit ab, die dir Spaß macht und bringe dich auf bessere Gedanken. Schiebe den Stress für eine gewisse Zeit zur Seite. Ein kurzer Spaziergang, frische Luft oder eine sportliche Betätigungen bieten dir dafür eine gute Möglichkeit.

 

Für deinen Alltag und deine Gesundheit ist es wichtig, dass du lernst mit Stress umzugehen. Stressbewältigung ist ein Lernprozess. Jeder von uns empfindet und reagiert anders auf Stress. Daher ist es wichtig, dass du die Methoden findest, die für dich am besten funktionieren. Welche Methode hast du ausprobiert und was sind deine Erfahrungen mit Stress? Wir freuen uns über den Austausch mit dir!

Wie lerne ich mich selbst zu lieben? 7 Übungen für Selbstliebe

Wie lerne ich mich selbst zu lieben Bank mit Aufschrift Self Love

“Wie lerne ich mich selbst zu lieben?” sieht auf den ersten Blick wie eine egoistische Frage aus. Im Alltag verbindet man mit Selbstliebe einen egozentrischen Menschen, aber das ist hier nicht gemeint.

Ein Mensch, der sich selbst liebt, ist stolz darauf, wer er ist. Außerdem verzeiht er sich Fehler und besitzt die Fähigkeit sich selbst zu motivieren. Er ist glücklich mit sich selbst.

In den folgenden Absätzen schauen wir uns genau an, was Selbstliebe eigentlich ist. Danach besprechen wir die wichtigsten Eigenschaften eines selbst liebenden Menschen. Die dann präsentierten einfachen Übungen ermöglichen es auch dir, dich selbst mehr lieben zu lernen und im Endeffekt glücklicher mit dir selbst zu sein.

Wie lerne ich mich selbst zu lieben? Was heißt Selbstliebe?

Selbstliebe entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte von einem egoistischen Ansatz zu einer Bewegung von vor allem Minderheiten in der Gesellschaft. So sind die Pride Parades der LGBTQ-Gemeinschaft ein Zeichen, dass diese Menschen sich selbst lieben und stolz darauf sind, wer sie sind.

Aristoteles unterschied schon 350 v. Chr. zwischen zwei verschiedenen Arten von Selbstliebe. Aristoteles argumentiert, dass Menschen, die sich selbst lieben, um ungerechtfertigten persönlichen Gewinn zu erzielen, schlecht sind. Aber diejenigen, die sich selbst lieben, um tugendhafte Prinzipien zu erreichen, zählen zu den Guten. Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass wir uns nicht selbst lieben sollten, um uns besser darzustellen als andere. Vielmehr ist es ein Mittel für die eigene mentale Gesundheit. Man sollte stolz auf sich selbst sein, sich selbst motivieren und Fehler eingestehen. Selbstliebe ist ein fundamentaler Schritt zu einem besseren Selbstbewusstsein und im Endeffekt mehr Glück im Leben.

Du kannst dir nicht vorstellen, wie sich das in deinen Alltag widerspiegelt? Hier sind ein paar einfache Beispiele für Menschen mit gesunder Selbstliebe:

  • Ein normalerweise guter Schüler schreibt eine schlechte Arbeit. Anstatt sich selbst runterzumachen, sagt er sich selbst: “Es ist okay, wir alle haben mal einen schlechten Tag. Ich bin sonst ein guter Schüler und werde weiter an mir arbeiten.”
  • Ein guter Sportler verliert einen wichtigen Wettkampf. Anstatt sich selbst schlecht zu reden und an seinen Fähigkeit zu zweifeln, denkt er sich: “Dieser eine Wettkampf definiert nicht, wer ich bin. Ich bin immernoch ein guter Sportler und ein guter Mensch. Ich werde mir einfach noch mehr trainieren und beim nächsten Mal alles geben.”

Warum ist Selbstliebe so wichtig?

Selbstliebe ist essentiell für das eigene Glück. Menschen, die sich selbst lieben, sind generell glücklicher und erfolgreicher im Leben. Fehlende Selbstliebe zeigt sich oft in übermäßigen schüchternen Verhalten, kann aber schlimmere Folgen haben wie Depression.

Solltest du dich momentan nicht selbst lieben oder das Gefühl haben, dich nicht wohl in deiner Haut zu fühlen, ist das noch lange kein Warnzeichen. Jeder hat dieses Gefühl ab und an mal und das ist auch ok. Wie bei den meisten Themen der Persönlichkeitsentwicklung ist das Erkennen eines Problems und sich das bewusste Zeit nehmen für die Lösung der erste Schritt zu persönlichem Wachstum. Selbstliebe ist ein wichtiges Thema in deiner mentalen Gesundheit, aber es ist nicht so schwer zu erlangen, wie es sich jetzt vielleicht anhört. Jeder Mensch ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft, jeder Mensch ist es wert geliebt zu werden. Du hast viele Eigenschaften und Kompetenzen, die dich zu einem unglaublichen Menschen machen.

Der wichtige Punkt ist: Wenn du dich selbst nicht liebst, fällt es anderen schwerer dich zu lieben.

Wie lerne ich mich selbst zu lieben Frau mit leuchtendem Herz
Du bist es wert geliebt zu werden. Vor allem von dir.

Wie wende ich die folgenden Selbstliebe Übungen an?

Dass du diesen Artikel liest, ist schon dein erster Schritt zu mehr Selbstliebe, weil du dir wichtig genug bist, dich mit dir auseinanderzusetzen. Nachforschen ist immer der Anfang zu jedem persönlichen Wachstum. Darauf folgt sich einen guten Plan zu machen und aktiv zu werden. Es ist noch nicht damit getan, sich die folgenden Abschnitte durchzulesen und zu hoffen, dass sich das Problem von alleine regelt.

Schau dir genau an, welche der Themen dich ansprechen. In welchen Bereichen hast du Defizite und Potenziale? Danach räume dir bewusst Zeiten in deinem Alltag ein, in denen du dich auf dich konzentrierst. Mache nicht alle Übungen gleichzeitig, sondern konzentriere dich auf die einfachen Aspekte zuerst. Feiere kleine Erfolge, diese motivieren dich dann größere Ziele zu erreichen.

Es folgen die sieben wichtigsten Konzepte zu mehr Selbstliebe. Kein Aspekt ist wichtiger als der Andere, aber man sollte sich Allen bewusst machen. 

Lerne dich kennen

Der erste Schritt, sich selbst zu lieben, ist zu verstehen, wer man überhaupt ist. Viele Menschen, die Probleme haben sich selbst zu lieben, klagen oft darüber, dass sie “nicht gut genug sind”. Sie erkennen vermeintliche Fehler in ihrer Persönlichkeit aber nicht die guten Seiten. Die Wahrheit ist, dass jeder Mensch Fehler oder Makel hat, lass dich davon nicht unterkriegen. 

Die Fähigkeit sich selbst objektiv zu hinterfragen, nennt sich Selbstreflexion. Es gibt viele verschiedene Methoden der Selbstreflexion mit ähnlichen Zielen. Es geht darum, sich selbst regelmäßig zu hinterfragen. Das kann beispielsweise nach einer Situation sein, mit der du nicht zufrieden warst oder generell in einem von dir gesetzten Zeitabstand zum Beispiel alle zwei Wochen.

Für den Anfang setze dich hin und beantworte die folgenden Fragen so wahrheitsgemäß wie möglich:

  • Was sind meine Glaubenssätze und Prinzipien?
  • Was ist mir wichtig und was schätze ich wert?
  • Was motiviert mich?
  • Was will ich im Leben?

Danach suche dir einen bestimmten kritischen Moment in der letzten Woche. Das kann zum Beispiel ein Streit mit deinem Partner sein oder eine schwierige Situation auf Arbeit und untersuche Folgendes:

  • Deine eigenen Emotionen
  • Deine Denkweise
  • Deine Tendenzen, wie du auf eine Situation dieser Art reagierst

Affirmation – sei gut zu dir

Jeder kennt das Gefühl, wenn ein Mensch dir ein Kompliment macht. Vor allem an Tagen, an denen du dich schlecht fühlst, kann es den Alltag erhellen. Wenn es dann auch noch von einem Mensch kommt, den du sehr schätzt, fühlt es sich umso besser an. Aber warum da aufhören? Was ist, wenn ich dir sage, dass du dir selbst genau das gleiche Gefühl geben kannst?

Stelle dich für diese Übung vor einen Spiegel. Achte darauf, dass du gerade stehst und guck dich selbst an. Ich weiß es ist beim ersten Mal seltsam und befremdlich. Bevor du anfängst die folgenden Sätze dir laut zu sagen, versuche dich in positive Gedanken zu hüllen. Denk an einen Moment, an dem du unglaublich stolz darauf warst, wie du gehandelt hast. Führe dir deine größten Erfolge vor Augen, deine schönsten Momente, deine kühnsten Träume. Viele fangen dabei an unwillkürlich zu lächeln. Dann bist du bereit. Sage dir selbst die folgenden Sätze:

  • Ich mache heute zu einem großartigen Tag!
  • Ich bin gut genug und werde es immer sein!
  • Ich lasse alle negativen Gefühle über mich und mein Leben zurück, ich akzeptiere das Gute!
  • Ich bin mutig! Ich werde handeln und mich meinen Ängsten stellen!
  • Ich habe alles, um jedes Hindernis zu überwinden!
  • Ich bin glücklich und frei, weil ich mich selbst liebe!
  • Heute lege ich meine schlechten Angewohnheiten ab und schaffe neue!

Du fühlst dich die ersten Male vielleicht seltsam, diese Sätze zu sagen. Das liegt aber nur daran, dass du es bisher noch nicht gemacht hast. Affirmationen sollte Bestandteil des Alltags von jedem Menschen sein. Mach es Bestandteil von deinem Alltag und es wird sich schnell nicht komisch anfühlen sondern gut.

Wie lerne ich mich selbst zu lieben motivierendes Zitat
Du kannst aktiv an deinem Glück arbeiten.

Sei der Mensch, auf den du stolz bist

Um sich selbst zu lieben, sollte man versuchen die beste Version seiner Selbst zu sein. Es ist normal zu versuchen ein guter Mensch zu sein, aber oft vergisst man durch den Stress im Alltag sich bewusst damit auseinanderzusetzen, was es überhaupt bedeutet. Was macht einen guten Menschen aus? Natürlich gibt es dafür etliche Prinzipien. Das Wichtige ist daher die Frage: Was macht für dich einen guten Menschen aus? Für mich sind die wichtigsten Eigenschaften, dass man selbstlos, bescheiden und empathisch ist. Doch das ist für jeden Menschen unterschiedlich. Mache deshalb folgende Übung:

  • Schaue dir an welche Menschen du bewunderst.
  • Welche Eigenschaften machen diese Menschen zu einem guten Menschen?
  • Wie kannst du dich selbst in diesen Eigenschaften verbessern?
  • Jetzt schaue dir andere Menschen in deinem Umfeld an?
  • Welche positiven Charakteristiken haben sie?
  • Mache ihnen Komplimente.

Vor allem der letzte Schritt ist ein ein unterschätzter Schritt für mehr Selbstliebe. Deine Freunde haben alle hervorragende Eigenschaften, sonst wären sie nicht in deinem direkten Umfeld. Sag ihnen regelmäßig, was du an ihnen schätzt. Damit zeigst du ihnen, wie viel sie dir wert sind und du stärkst ihr Selbstbewusstsein. Sie merken vielleicht, wie schön es ist Komplimente zu kriegen und setzen sich als Ziel auch positiver mit anderen Menschen umzugehen.

Denke darüber nach, wenn du das nächste Mal ein Kompliment bekommst. Wann hast du das letzte Mal jemandem ein Kompliment gemacht?

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Der Wahn des Vergleichens

Natürlich gibt es auch bei der Selbstliebe Fallen und Schwierigkeiten. Anstatt beim Anblick von vermeintlich erfolgreicheren oder glücklicheren Menschen motiviert zu werden, wird man deprimiert. Im heutigen Zeitalter von Facebook und Instagram ist es zunehmend leichter jemanden zu finden, der gerade “glücklicher aussieht”. Neid kommt auf. Jemanden zu beneiden ist eine völlig normale erste Reaktion, aber meistens völlig unbegründet. Es gibt immer irgendjemanden auf der Welt, der gerade einen schönen Urlaub verbringt oder seine Bikinifigur erreicht hat und es in den sozialen Medien präsentiert. Freue dich für sie, aber vergiss dein eigenes Leben nicht.

Du hast genauso Menschen, die dich lieben. Du hast dein Leben genauso in der Hand. Soziale Medien verlocken Menschen dazu, nur das Beste aus ihrem Leben preiszugeben. Sie entwickeln mitunter eine neue digitale Version von sich selbst. Du siehst ihr Leben nur durch diesen digitalen Filter und es wirkt perfekt. Aber das ist es nicht, es ist eine Illusion.

Hier sind ein paar Tipps, wie du dich diesem Wahn entziehen kannst:

  • Minimiere dein Aufenthalt bei Facebook und Instagram auf einen messbaren Wert. Verbringst du zum Beispiel momentan eine Stunde in sozialen Netzwerken am Tag, halbiere die Zeit auf 30 Minuten.
  • Wenn du wieder merkst, wie du andere beneidest, sage dir folgendes: Ich freue mich für diese Person, aber mein Leben ist genauso schön.
  • Welche Bereiche in deinem Leben willst du verbessern? Mache dir einen Plan, wie du das erreichen kannst.

Man wird nie gänzlich aufhören können, sich mit anderen Menschen zu vergleichen. Das ist Teil der menschlichen Kultur. Versuche dich dabei zu ertappen und mache dir klar, du bist genug.

Dein Körper ist ein Tempel

Dein psychisches und dein physisches Befinden sind stark miteinander verwoben. Körperliche Ertüchtigung sorgt für einen Ausstoß von Glückshormonen und eine zu fettige Mahlzeit sorgt für einen trägen Geist. Wenn du deinen Körper gut behandelst, wird er es dir danken und du wirst automatisch glücklicher werden. Wieso ist es aber für die Selbstliebe so wichtig?
Jeder kennt das Gefühl, wenn man wieder etwas Ungesundes gegessen hat, obwohl man gesünder leben will. Das Gefühl, wenn man eigentlich Sport machen wollte, aber doch nur auf der Couch versackt ist. Man fühlt sich schuldig.

Genau andersrum gibt es einem ein gutes Gefühl, wenn man den inneren Schweinehund überwunden hat. Nachdem man sich eine gesunde Mahlzeit zubereitet hat oder erschöpft aus der Dusche steigt, fühlt man oft ein Hochgefühl. Man ist stolz auf sich, auch wenn das Erreichte klein zu sein mag.

Mache dir einen Plan für die nächste Woche:

  • Ich werde mindestens einmal sportlich betätigen.
  • Ich werde mir mindestens einmal etwas Gesundes und Leckeres zubereiten.

Hast du das für mehrere Wochen am Stück geschafft, erweitere deine Pläne zweimal die Woche. Steigere dich langsam, um motiviert zu bleiben.

Wie lerne ich mich selbst zu lieben Gruppe beim Meditieren
Nimm dir Zeit für dich und deinen Körper.

Finde dein Zentrum des Glücks

Arbeitsleben und der Stress im Alltag können einem die Energie rauben. Dennoch gibt es etwas auf der Welt, dass dich immer aufheitern kann. Etwas, dass dich schlagartig glücklich machen kann. Überlege dir, ob du diese Dinge genug machst. Jeder Mensch hat etwas, dass wir das Zentrum des Glücks nennen. Das kann eine einfache Beschäftigung sein, oder auch ein Ort.

Für diese Übung setze dich hin und überlege genau, was für dich dein Zentrum des Glücks ist.

Danach mache dir einen Plan, wie du dich regelmäßig in dein Zentrum begeben kannst. Achte aber darauf, dass du es nicht übertreibst, um es nicht zu überstrapazieren.

Verschiedene Beispiele für Zentren des Glücks sind:

  • Beim Mittagessen seine Lieblingslieder anzumachen.
  • Zeit mit einem bestimmten Menschen oder Haustier verbringen.
  • Einen Spaziergang zu einem schönen Ort machen.
  • Nach der Arbeit die Schuhe auszuziehen und sich unter die Decke mit einem Glas Wein zu kuscheln.

Es ist egal, wie groß oder klein dein Zentrum des Glücks ist. Du kannst auch mehrere Zentren haben. Das Wichtige ist, dass du dir ihrer Existenz bewusst machst.

Wage dich aus deiner Komfortzone

Neue Herausforderungen sind im ersten Moment immer schwierig. Viele Menschen haben Probleme damit ihre Komfortzone zu verlassen. Vergiss aber nicht, dass deine Komfortzone ein von dir selbst geschaffener Bereich ist. Diese Grenzen hast du dir selbst gesetzt. Sie sind ein imaginäres Produkt deines Verstandes. Egal was es ist, vor dem du Angst hast oder was dich nervös macht. Es gibt jemanden, dem es genauso ging und der es geschafft hat.

Es ist einfach in diese Falle zu tappen und seine Komfortzone nicht zu erweitern. Das Problem daran ist, dass es oft wahren Erfolg und Glück im Leben verhindert.

Um erfolgreich aus deiner Komfortzone auszubrechen, verfolge die folgenden Schritte:

  • Beschaffe dir Informationen. Je informierter du bist über dein neues Wagnis, umso mehr Sicherheit hast du, wenn du es angehst.
  • Mache dir einen Plan. Plane genau, wie du aus deiner Komfortzone ausbrechen willst. Setze dir kleine Ziele für den nächsten Zeitraum.
  • Erzähle es deinen Freunden. Erkläre deinem Umfeld, was du tun möchtest. Sie können dich motivieren, dich aus deiner Komfortzone zu “drücken”. Dir fällt es automatisch schwerer aufzugeben, wenn andere davon wissen.
  • Mache kleine Schritte. Zu große Ziele demotivieren schnell. Setze dir kleine Herausforderungen, die dich fordern aber nicht hoffnungslos machen.
  • Bleib positiv. Egal was du machen willst, vergiss nicht, dass du es für dich machst. Du machst es, weil du glücklicher in deinem Leben werden möchtest. Es ist toll, dass du dich selbst forderst.

Selbstliebe macht Spaß

Je mehr man sich mit seinem persönlichen Wachstum befasst, umso mehr sieht man Potentiale und letztendlich Erfolge. Sei glücklich, was du alles erreichst und hoffnungsvoll, was du in der nächsten Zeit erreichen kannst. Der Mensch ist ein unglaublicher Organismus, der dazu strebt sich jeden Tag zu verbessern.

Was sind deine Erfahrungen mit Selbstliebe? Welche dieser Übungen versuchst du als Erstes? Wir freuen uns wie immer auf deine Kommentare.

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Ziele formulieren – so machst du es richtig mit der SMART Methode

SMART Ziele formulieren Methode beschrieben mit einem Notebook

Ziele und Erfolge gehören genauso zusammen, wie Blitz und Donner. Ohne Blitz kein Donner. Ohne Ziele formulieren kein Erfolg. Wer zu persönlichen Erfolgen gelangen will, muss sich zuerst einmal vorbereiten und mit seinen Zielformulierungen beschäftigen. 

Ziele formulieren, bedeutet letztlich zu wissen, was man will. Mit einem klaren Ziel vor Augen kann man die eigene Zeit und Arbeit deutlich besser steuern. Wer klar definierte Ziele entwickelt, kann dann mit dem richtigen Fokus seine Pläne entschlossener verfolgen.

Im Verlauf werden hilfreiche Tipps näher gebracht, wie man seine Ziele formulieren kann. Eine der gängigsten Methoden, die seit geraumer Zeit großes Aufsehen genießt, ist die SMART Methode. Gemeinsamen schauen wir uns an, was SMART Ziele ausmachen und wie man diese definiert.

Ziele formulieren – warum ist das so wichtig?

Ziele formulieren bedeutet sich einen guten Plan und die richtige Strategie parat zu legen. Mit einem klaren Ziel vor Augen kann man die eigene Zeit und Arbeit deutlich besser steuern. Es ist daher entscheidend für den Erfolg sein Bestreben richtig konkretisieren zu können. 

Um seine Ziele formulieren zu können, muss man sich vorerst mit sich selbst beschäftigen. Menschen, die ihre Ziele formulieren können, sind sich tendenziell bewusster über ihre eigene Person. Sie wissen was sie wollen und können zielstrebiger ihren Wünschen nachgehen. Schaffst du es also dir über deine Ziele im Klaren zu sein, wirst du womöglich auch mehr über dich selbst erfahren können.

Empfehlung von DailyMentor

Du willst deine Ziele und Visionen besser im Überblick haben? Ein Erfolgsjournal kann dir dabei helfen. Schau dir doch gerne mal unseren Beitrag dazu an.

Je akribischer die eigenen Ziele “ausgemalt“ und beschrieben werden, desto besser können wir uns Menschen mit unseren Zielen definieren und identifizieren. Im Folgenden, werden deshalb viele der “W-Fragen“ eine Rolle spielen – also was, wann, warum, wie. Wer ist hoffentlich bereits geklärt – nämlich du. Lass uns ein genaues Bild deiner Ziele entwickeln, dass du es förmlich vor dir siehst!

Was ist der erste Schritt, um Ziele formulieren zu können? Finde sie! Überlege dir: Was sind deine Wünsche, Träume und Ziele? Diese Frage muss als erstes beantworten werden, ehe wir in die Definition deiner Ziele übergehen können.

SMART Ziele formulieren Methode beschrieben mit einer Dartscheibe
Definiere dein Ziel so klar wie möglich, um die am Besten zu fokussieren.

Was sind deine Ziele und Wünsche?

Bevor man Ziele formulieren und definieren kann, muss man sich als Erstes überlegt werden, welche Erfolge man am Ende erreichen möchte. Diese Frage muss sich jeder persönlich beantworten. Deine Träume und Wünsche kennst du am besten.

Erst wenn du dir über diese bewusst bist, können wir gemeinsam schauen, wie wir mit Hilfe der SMART Methode präzise deine Ziele formulieren können. Deine Ziele können aus unterschiedlichen Lebensbereichen kommen: beruflich, persönlich, sportlich, sozial, familiär oder partnerschaftlich.

Wie du wahrscheinlich schon einmal selber erfahren hast, ist es nicht immer leicht seine Ziele zu erkennen und einzuschätzen was ggf. diese an Anforderungen noch mit sich bringen. Vielleicht helfen dir die folgenden Fragen, die auch in Bereichen des Selbstfindungsprozesses ihren Anklang finden, dass du dir über deine Wunschvorstellungen bewusster werden kannst. Beantworte sie dir gegenüber ehrlich.

  • Was macht dich wirklich glücklich? Machst du diese Sache oft genug?
  • Wo siehst du dich selbst in einem Jahr, drei Jahren, zehn Jahren?
  • Handelst du gerade so, dass du dein gewünschtes Zukunfts-Ich werden kannst?
  • Womit bist du gerade unzufrieden und wie würdest du es gerne ändern?
  • Was machst du gerne in deiner Freizeit?
  • Bist du zufrieden mit dir, deiner Familie, Beziehung und deinen Freunden?
  • Wo siehst du selber noch ungenutztes Potenzial?
  • Was möchtest du unbedingt gerne noch lernen und erleben?

Erklärung und Ursprung der SMART Methode

Zur Erklärung und Entstehung der SMART Methode: SMART ist eine Abkürzung, die erstmals im Englischen in den 1990ern verwendet wurde. Schnell gewann die SMART Methode an Attraktivität in der Arbeitswelt und speziell im Bereich des Projektmanagements.

SMART setzt sich aus folgenden Wörtern zusammen: Specific, Measurable, Achievable/Attractive, Reasonable, Time Bound. Im Deutschen wurde die SMART Methode mit folgenden Wörtern übersetzt, was den Sinn weiterhin exakt wiedergibt.

  • Spezifisch - die Ziele werden deutlich definiert
  • Messbar - für die Ziele werden Zahlen als Bewertungsmaßstab angebracht
  • Aktivierend/Attraktiv - die Ziele sollen für dich als Person relevant und motivierend sein
  • Realistisch - die Ziele sollen entsprechend der verfügbaren Ressourcen fordern, aber stets realistisch gesetzt werden
  • Terminiert - die Ziele erhalten eine klare Fristsetzung - einen Stichtag

Bei der SMART Methode handelt es sich um eine Theorie, die den Menschen ziemlich roh sieht und Emotionen außen vor lässt. Nicht umsonst, kam der Ursprung aus der Wirtschaft und dem Projektmanagement. Die Ziele werden sozusagen “in Zahlen gesteckt“ und messbar gemacht.

Pinne dir die Infografik der SMART Methode für später!

SMART Ziele formulieren Methode beschrieben mit Infographik

Ziele formulieren mit Hilfe der SMART Methode

Die SMART Methode ist es definitiv wert auszuprobieren für deine persönliche Zieldefinition. Nicht ohne Grund genießt die Methode im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und Zielformulierung eine gewisse Popularität. SMART Ziele werden sehr faktisch und kraftvoll dargestellt. Durch die Methode werden deine Ziele klar und ersichtlich definiert, was letztlich helfen soll, seine Ziele formulieren zu können.

Die SMART Methode bietet dir eine hervorragende Möglichkeit deinen aktuellen IST- und zukünftigen SOLL-Zustand zu veranschaulichen. Durch das Konzept bekommst du eine klare Sicht auf die Dinge und entwickelst automatisch eine Strategie für deine Pläne.

Lass uns nun anschauen, wie SMART Ziele formuliert werden.

Um dir bei der SMART Methode zu helfen, erhältst du zu jedem Unterpunkt ein praktisches Beispiel für die SMART Ziele. Wir nehmen uns für unsere SMART Ziele, jeweils eins aus der Arbeitswelt und eins aus dem persönlichen Bereich.

SMART Ziele – Spezifisch

Als erstes müssen Ziele klar und deutlich definiert sein. Vage oder verallgemeinerte Ziele sind nicht hilfreich, um eine klare ausreichende Richtung vorzugeben. Beim Ziele formulieren, benötigt es eine klare Marschrichtung, die einem den Weg zeigt. Setze dir klare präzise Ansagen, die dich nicht daran zweifeln lassen können, was dein ursprünglicher Plan ist.

Du musst keinesfalls ausschweifend werden und einen Aufsatz schreiben in der Beschreibung deines Ziels. Die SMART Methode verlangt es nur von einem möglichst präzise zu werden. Dafür können schon eins, zwei Sätze genügend sein.

„Ich möchte eine Gehaltserhöhung erhalten.“

„Ich möchte abnehmen und sportlicher werden.“

SMART Ziele – Messbar

Was erreicht werden soll, ist nun anfänglich definiert. Doch um den Erfolg der SMART Ziele definieren zu können, müssen diese messbar gemacht werden. In der SMART Methode werden nämliche die Ziele qualitativ messbar. 

Man möchte in der SMART Methode immer behaupten können, dass man ein Ziel erreicht oder verfehlt hat. Dafür werden in der SMART Methode Zahlen als Bewertungsmaßstab herangezogen. Denn Zahlen lügen nicht.

Nicht alle Ziele lassen sich in der SMART Methode womöglich in Zahlen ausdrücken. Gibt es vielleicht dann für dich alternative Möglichkeiten, um deinen Erfolg zu messen? Versuche hier einen Indikator für dich ausfindig zu machen, um diese Ziele formulieren zu können.

Es ist wohl klar, dass eine marginale Gehaltserhöhung von einem Euro bzw. 50 Gramm Verlust an Körpergewicht nicht als DAS große Erreichen des Ziels definiert wurde, oder? Klar, man hat eine Gehaltserhöhung erhalten und hat abgenommen, aber man bewegt sich nicht in der Sphäre, in der man es als Erfolg definieren würde. Es ist hoffentlich nur der erste Schritt in die richtige Richtung. Deshalb möchten wir unsere Beispielziele nun in Zahlen ausdrücken:

„Ich möchte von meinem aktuellen Gehalt, welches bei 2400€ liegt, eine Gehaltserhöhung von 300€ erreichen.“

„Ich will fünf Kilogramm abnehmen und drei mal die Woche Sport machen.“

Du siehst: die SMART Ziele nehmen Gestalt an und werden konkreter.

SMART Ziele – Aktivierend/Attraktiv 

Unter aktivierend/attraktiv lässt sich grundlegend die Motivation verstehen. Die SMART Ziele sollen erreichbar und attraktiv sein. Erst dann ist man bereit diese mit dem richtigen Tatendrang anzustreben. 

Gleichzeitig sollen diese SMART Ziele einen relevanten Einfluss auf deine Person haben. Du sollst jeder Zeit wissen, weshalb du dein Ziel verfolgst und was es für positive Auswirkungen auf dein Leben hat.

Wichtig ist es seine SMART Ziele in keiner Negation (also negativ zu formulieren) zu verpacken mit Wörtern wie “kein“, “nie“ oder “nicht“. Dein Unterbewusstsein sollte sich nicht mit diesen negativen Wörtern beschäftigen. 

Nicht nur in der SMART Methode, sondern allgemein, sollen die Ziele stets positiv formuliert werden. Überlege: Was willst du erreichen und nicht auf was du verzichten musst? Der Verzicht ist womöglich auch der Mittel zum Zweck, sollte aber nicht dein ultimatives Ziel sein. 

Für unsere oben genannten Beispiele sind die SMART Ziele schon aktivierend und attraktiv genug formuliert.

Eine Gehaltserhöhung streben letztlich viele Menschen an. Diese gehen früher oder später auch mit einer Beförderung im Unternehmen einher. Auch das Abnehmen sollte Motivation genug für ein besseres Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.

Wichtige Kontrollfragen können hierfür sein:

  • Warum möchte ich die SMART Ziele erreichen?
  • Wie wichtig ist mir das Erreichen der SMART Ziele?
  • Was hat es für einen positiven Einfluss auf mein Leben? 

SMART Ziele – Realistisch

Die angestrebten Ziele in der SMART Methode sollten für einen stets fordernd, aber trotzdem realistisch sein. Wenn wir uns SMART Ziele formulieren, sollen diese aktivierend für unsere Taten wirken unter der richtigen Berücksichtigung der Verfügung stehenden Ressourcen. 

Ziele, die von Anfang an unerreichbar wirken, kratzen womöglich an deinem Selbstbewusstsein und können demotivierend wirken. Genauso solltest du dir die Messlatte nicht zu tief setzen. Zu tief gesteckte Ziele können hemmend für deine Persönlichkeit wirken und bürgen womöglich Zweifel an den eigenen Fähigkeiten. Bleib also realistisch mit den Ansprüchen und Vorstellungen an dich selbst. Finde deine richtige Balance!

SMART Ziele formulieren Methode beschrieben mit einer Frau, die schreibt
Befasse dich mit deinen Zielen und konkretisiere sie.

„Ich möchte von meinem aktuellen Gehalt, was bei 2400€ liegt, eine Gehaltserhöhung von 300€ erreichen.“

Was fordert das von dir bzw. wie kommst diesem Ziel näher?
Man kann bspw. in seiner Arbeit um mehr Verantwortung bitten, wichtige Projekte übernehmen und die richtige Sorgfalt für sein Arbeitsverhalten an den Tag legen. Dem Vorgesetzten wird so etwas definitiv auffallen. 

„Ich will fünf Kilogramm abnehmen und deshalb dreimal die Woche Sport machen.“

Was ist notwendig, um fünf Kilogramm an Gewicht zu verlieren?
Sport kann in den Alltag eingebaut werden. Man versucht sich gesünder zu ernähren und auf Ungesundes und Süßes zu verzichten.

In der SMART Methode geht es also um deine realistischen Einschätzungen und um die Beantwortung der Frage “wie“ du deine SMART Zielen erreichen kannst.

SMART Ziele – Terminiert

In der SMART Methode erhalten alle Ziele eine Fristsetzung. Wenn deine SMART Ziele nämlich keine Deadline haben, fehlt dir der Zeitbezug für das Erreichen. Erst mit einem Stichtag entwickelt sich das Dringlichkeitsgefühl, was leistungsfördernd wirken kann. Es gibt das Parkinsonsche Gesetz, welches besagt, dass die benötigte Arbeit mit der zur Verfügung stehenden Zeit gleichermaßen wächst. Deine Produktivität steigt also, wenn du anfängst eine  gewisse Dringlichkeit zu verspüren.

Jeder kennt die Situation aus der Schule, Ausbildung oder dem Studium: Obwohl man mehrere Wochen Zeit hat einen Vortrag fertig zu stellen, schiebt man diese Aufgabe so lang vor sich hin, bis eine nötige Dringlichkeit entsteht. Wann fängt man an diesem Vortrag wirklich zu arbeiten? Natürlich erst, wenn die Frist immer näher rückt. Erst dann setzt die Produktivität ein und man arbeitet ggf. sogar die Nächte vor dem Termin durch.

Zu deinen Ressourcen gehört letztlich auch deine eigene Zeit. Setze dir für deine SMART Ziele somit realistische Fristen, welche dich motivieren können.

Wir haben nun alle fünf Kriterien, der SMART Methode berücksichtigt. Unsere fertig definierten Ziele lauten somit:

„Ich möchte bis zum Ende des Geschäftsjahres eine Gehaltserhöhung von 300€ erhalten, da ich mehr Verantwortungen im Unternehmen tragen werde.“

„Ich möchte bis zu meinem Sommerurlaub fünf Kilogramm abnehmen und deshalb drei mal die Woche Sport machen.“

SMART Ziele formulieren Methode beschrieben mit einer Straße
Entwickle deine Strategie und finde den Weg zum Ziel.

Ziele formulieren – mit 5 einfachen Regeln zum Erfolg

Neben der gängigen SMART Methode, gibt es noch fünf einfache Regeln, die für deine Zielsetzung hilfreich sind. Denn wie nun schon erklärt, ist Klarheit und persönliche Motivation in der Zielsetzung extrem wichtig. Die weiteren Regeln sollen dir dabei helfen, deine Ziele zu definieren und langfristig motiviert zu bleiben.

1. Ziele formulieren, die einen motivieren

Wie schon in der SMART Methode beschrieben, ist es wichtig Ziele zu finden, die einen motivieren. Gerade wenn es sich um mittel- bis langfristige Ziele handelt, wird einem Durchhaltevermögen abverlangt. Genauso ist es bedeutungsvoll Ziele zu finden, die in deinem Leben oberste Priorität genießen und damit auch die nötige Dringlichkeit für deinen Alltag mit sich bringen. 

Erst mit Hilfe der Motivation und Disziplin ist jeder bereit den entsprechend Aufwand und die nötige Zeit dafür aufzuwenden. Nichts passiert von alleine und daher erfordert es stets dein Engagement. Ohne Motivation und das richtige Gefühl von Dringlichkeit fehlt einem nun mal die Einstellung, den benötigten Extraaufwand zu betreiben, um seine Ziele zu erreichen – das ist ganz normal. 

Jeder kennt es, dass man für gewisse Vorhaben deutlich mehr brennt, als für andere. Diese Dinge gehen einem gleich viel einfacher von der Hand. Versuche also deine Motivation für jedes deiner Ziele zu finden und du erreichst schneller die Ziellinie als erwartet.

2. In kleinen Schritten zum Erfolg

Gerade wenn es sich um große und langfristige Ziele handelt, die einem viel Aufwand abverlangen, ist es hilfreich sich das “große Ganze“ in kleinere Zwischenetappen einzuteilen. Es kann einen gewissermaßen erschlagen, wenn man solch ein großes Ziel im Ganzen betrachtet. Man weiß nicht so recht, wo man anfangen soll oder hegt gewisse Selbstzweifel, ob man dieser Aufgabe gewachsen ist.

Solch ein “Monstrum an Arbeit“ sieht gleich ganz anders aus, wenn man es sich aufteilt. Viel früher kann man erste Erfolge sehen und stolz auf sich selbst sein. Schritt für Schritt kommt man somit seinem Ziel immer näher. Praktisches Beispiel:

Wenn du anfangen möchtest für den Halbmarathon zu trainieren, rennst du als Anfänger ja auch nicht direkt die gesamte Strecke von 21,1 Kilometer, oder? In der ersten Woche fängst du langsam an mit ein bis zwei mal die Woche laufen. Zuerst sind es vielleicht zwei Kilometer. Irgendwann dann fünf, was drei mal die Woche tust. Du arbeitest dich stetig an dein Ziel heran ehe du dich bereit fühlst, die gesamte Strecke zu laufen

Mit Hilfe von den kleinen Zwischenzielen und deren Erfolgen holst du dir regelmäßig deine  eigenen Schulterklopfer ab, wo du auf dich selber stolz sein kannst. Gleichzeitig bieten dir diese Zwischenetappen die Möglichkeit, dass du dir regelmäßig Feedback geben kannst. Du kannst an all diesen Stationen nochmal deine Strategie hinterfragen und schauen, was wirklich gut gelaufen ist.

Genauso wie man große Ziele formulieren kann, kannst du diese anschließend in kleinere Zwischenetappen runterbrechen. Was für die übergeordneten Ziele funktioniert, funktioniert auch für die Kleineren. Versuche doch vielleicht auch hier die SMART Methode anzuwenden?

SMART Ziele formulieren Methode beschrieben mit einem Tempel und Stufen
Mit kleinen Schritt kommst du deinem Ziel immer näher.

3. Schreibe deine Ziele und Erfolge auf

Der physische Akt, Ziele wirklich aufzuschreiben, macht deine Vorstellung real und greifbar. Nun sind deine Ziele nicht nur in deinem Kopf, sondern auch sichtbar. Klebe solch ein aufgeschriebenes Ziel an die Zimmertür, den Kühlschrank oder über deinen Schreibtisch und du wirst regelmäßig daran erinnert. Eine sehr hilfreiche Methode kann zudem ein Erfolgsjournal sein, in dem du deine Visionen, aber auch Fortschritte dokumentieren kannst.

Es gibt keine Entschuldigung mehr seine Ziele zu vergessen. Die Möglichkeiten, wie man seine Ziele festhält, ist jedem selbst überlassen. Ausreden dafür gibt es jedenfalls keine, denn ein einfaches Blatt Papier hat jeder. Des Weiteren verlangt es einem beim Ziele formulieren ab, dass man sich nochmal bewusst mit seinen Zielen konfrontiert und beschäftigt. 

Eine gute Möglichkeit kann bspw. auch ein Tagebuch sein. Du musst darin nicht banale Kleinigkeiten erzählen, was du so Tolles heute zum Mittag gegessen hast und jeden Tag eine halbe Stunde darin schreiben. Oftmals reichen sogar eins, zwei Sätze, die dich an deine Ziele und dazugehörigen Erfolge erinnern werden.

Deine mögliche Skepsis ist verständlich für solch eine banale Methode. Trotzdem beweisen es unterschiedliche Psychologie-Studien, dass das Aufschreiben seiner Ziele, die Zielstrebigkeit erhört. Leute, die ihre Ziele visualisieren sind motivierter, zielstrebiger und haben dadurch auch eine höhere Erfolgschance ihre Ziele zu erreichen.

4. Mach dir einen Plan

Für deine Ziele (die du hoffentlich mit der SMART Methode formuliert hast) kennst du deinen aktuellen IST-Zustand und stellst dir deinen SOLL-Zustand vor – so weit, so gut. Nun wird es jedoch Zeit, zu seinem Ziel zu gelangen. Wir haben uns nun genug Zeit geben, um unsere Ziele zu definieren. Die Vorbereitung war ein wichtiger Schritt für die Erreichung.

Doch nun wird es auch Zeit, dass du deine gute Vorbereitung nutzt und den richtigen Plan für deine Zielerreichung findest. Denk dran: der Weg ist das Ziel. Fang erstmal klein an mit den ersten Schritten, schau wie du dich mit deiner Strategie schlägst. 

Es ist vollkommen ok, dass die erste Strategie womöglich nicht direkt die Optimalste ist. Du lernst dazu und machst deine Erfahrungen – und das ist auch richtig so! Hol dir mit der Zeit die Sicherheit und das richtige Selbstbewusstsein, um die nächsten Erfolge zu sammeln. 

Fragen, die dir für die richtige Strategieentwicklung helfen können:

  • Was brauchst du um dein Ziel zu erreichen?
  • Musst du noch etwas lernen oder in etwas besser werden, um dein Ziel zu erreichen?
  • Auf was verzichtest du auf dem Weg zu deinem Ziel?
  • Welche möglichen Hindernisse können dich erwarten? 
  • Musst du darauf vorbereitet sein?
  • Wie kannst du auf mögliche Rückschläge reagieren? 
  • Wer kann dich unterstützen?

5. Lass dich nicht hängen und bleib am Ball

Ziele formulieren ist die eine Sache. Sein Gesagtes in die Tat umzusetzen ist die andere.

Also, was hält dich auf? Das Definieren von Zielen ist eine immer fortlaufende Aktivität. Erinnere dich regelmäßig an deine Ziele und behalte dein Zeitfenster im Auge, in dem du deine Taten immer wieder aufs neue überprüfen kannst.

Aller Anfang kann schwer sein, doch deine Lernkurve wird stetig steigen und damit auch dein Erfolg. Du wirst in diesem Prozess auch lernen, wie du mit kleineren Misserfolgen umzugehen hast und wie du dir die Stolpersteine aus dem Weg schaffst. Merk dir eines: einmal mehr aufzustehen als hinzufallen, reicht aus, dass du den Weg zu deinem Zielen gehen kannst. Lass dich nicht unterkriegen! Wir glauben an dich und deine Ziele.

 

Zum Abschluss haben wir für dich einen Übungsbogen für die SMART Methode vorbereitet, falls du Hilfe benötigst, um deine SMART Ziele zu definieren. Nutze diesen gerne, um deine Ziele zu konkretisieren. Viel Erfolg dabei!

  • Was hast du für Wünsche und Träume?
  • Was möchtest du in deinem Leben erreichen? Sei es beruflich, persönlich, sportlich, sozial, familiär oder partnerschaftlich.
  • Wo erkennst du selber noch ungenutztes Potenzial?
  • Was möchtest du noch lernen und erleben?
  • Finde einen Bewertungsmaßstab deines Ziels – verpacke es in Zahlen.
  • Am Ende soll es dir möglich sein, dass sagen kannst ob du dein Ziel anhand eines Kriteriums erreicht hast.
  • Falls du das Ziel nicht in Zahlen formulieren kannst, überlege dir Zwischenerfolge, die du als Bewertungskriterium nutzen kannst.
  • Wann hast du bspw. 30, 50, 80% deines Ziels dann erreicht? Das Aufschreiben in Prozent kannst du als letzte Möglichkeit nutzen, wenn du keine andere Option findest.
  • Ist dein Ziel wirklich für dich als Person relevant?
  • Hat dieses Ziel für dich oberste Priorität und macht es dich glücklich?
  • Bist du motiviert dein Ziel erreichen zu wollen? Stell dir vor, wie du dich fühlen wirst, wenn du dein Ziel erreichen wirst.
  • Eine genaue Vorstellung des zukünftigen SOLL-Zustands, lässt dir ein klares Bild geben und trägt zu deiner Motivation bei.
  • Kannst du das Ziel mit der dir zur Verfügung stehenden Ressourcen erreichen?
  • Wie kannst du das Ziel erreichen? 
  • Ist das Ziel wirklich realistisch, aber trotzdem fordern genug formuliert?
  • Benötigst du womöglich Hilfe von anderen oder benötigst du nur dich selbst?
  • Entwickle deine passende Strategie und beantworte dir die Wie-Frage.
  • Bis wann möchtest du das Ziel erreichen? 
  • Denke auch hier an die richtige Balance der Ressource Zeit. Der Zeitraum sollte nicht zu knapp, aber auch nicht zu lang definiert werden. Ist deine Fristsetzung also realistisch?
  • Entwickelst du bei der Fristsetzung ein gewisses Dringlichlkeitsgefühl, dass du dich motiviert fühlst?
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Methoden der Selbstreflexion – Einfache Übungen für deinen Alltag

Methoden Selbstreflexion erklärt durch eine lachende Frau

Selbstreflexion ist eine der wichtigsten Fähigkeiten für dein persönliches Wachstum. Sie ist ein rudimentärer Teil für deine mentale Persönlichkeitsentwicklung. Sie ist essentiell für eine der wichtigsten Eigenschaften für ein glückliches Leben, denn sie ist der erste Schritt, um ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen.

Doch wie funktioniert Selbstreflexion überhaupt? Hierfür präsentieren wir eine Reihe von einfachen Methoden für Selbstreflexion, die du einfach anwenden kannst. Suche dir heraus, was dir am besten gefällt und lege los!

Was ist Selbstreflexion? Warum sind Methoden sinnvoll?

Selbstreflexion bedeutet sich selbst zu observieren und seiner eigenen Gedanken, Wünsche und Gefühle bewusst zu werden. Es ist ein bewusster mentaler Prozess, der darauf abzielt seine eigenen Gedanken, Gefühle und Ideen mithilfe von Denken, Nachforschen und Argumentation zu erklären.

Jeder Mensch kann eine Art Selbstreflexion betreiben. Doch eine strukturierte Selbstreflexion durch Methoden hilft, sich auf klare Wünsche und Ziele zu fixieren. Die folgenden Methoden der Selbstreflexion dienen dazu, äußere Impulse zu nutzen, um mit neuen Gedanken an die eigenen Probleme und Gefühle heranzutreten.

Die Falle der Selbstreflexion

Bei diesen Methoden der Selbstreflexion kann man nicht viel falsch machen. Es ist eher das Problem, wie man zu sich selbst steht. Viele Menschen sind zu negativ und kritisch mit sich selbst. Anstatt sich mit neuen Ideen zu motivieren, machen sie sich runter. Mache dir klar, dass jeder Mensch Schwächen hat. Aber alleine schon, weil du dich mit ihnen beschäftigst, bist du ihnen einen Schritt voraus. Richtig angewandt ist Selbstreflexion der erste Schritt zu mehr Selbstbewusstsein.

Ein weiteres Problem ist, dass Menschen nicht kontinuierlich an sich arbeiten. Sie versuchen vielleicht eine dieser Methoden der Selbstreflexion und vergessen danach, dass sie es getan haben. Zur regelmäßigen Selbstreflexion gehört eine gewisse Disziplin. Versuche dir einfache Ziele zu setzen. Fordere dich nicht heraus, indem du mit den schwierigen zeitaufwändigen Methoden beginnst. Steigere dich langsam.

Methoden der Selbstreflexion – Die verschiedenen Arten

Es gibt eine Reihe von Methoden der Selbstreflexion. Es wird nicht erwartet, dass man alle anwenden muss. Vielmehr sollte man sich einen Überblick der verschiedenen Möglichkeiten machen und selbst abwägen, was für einen selbst am interessantesten ist. Manch einer mag lieber Tabellen und Grafiken, der andere interessiert sich dafür mehr ein Tagebuch zu schreiben. Andere suchen nach einfachen Methoden der Selbstreflexion, um sie in ihren Alltag einzubauen.

Egal welche Techniken man anwenden möchte, wichtig ist, dass man sich bewusst dafür Zeit nimmt. Regelmäßige Selbstreflexion, wenn auch in kleiner Dosis, ist erfolgsversprechender als lange Sitzungen in unregelmäßigen Abständen.

Erste Bestandsaufnahme

Eine der ersten Schritte bei der Selbstreflexion ist das Herausfinden, wer man wirklich ist. Dabei geht es vor allem um Dinge, die dich wirklich ausmachen. Und nicht um Errungenschaften, die du gemacht hast, oder materielle Sachen, die du besitzt. Der folgende Übungsbogen hilft dir das Reflektieren der folgenden Themen:

  • Deine Glaubenssätze und Prinzipien
  • Was dir wichtig ist und was du wertschätzt
  • Was dich motiviert
  • Deine eigenen Emotionen
  • Deine Denkweise
  • Deine Tendenzen, wie du auf bestimmte Situationen reagierst
  • Was du im Leben willst

Der Übungsbogen zur Selbsterkenntnis (James Kelly, 2011)

Diese Übung ist einfach und schnell durchzuführen und sollte unbedingt als Erstes auf deiner Reise zu dir selbst gemacht werden. Sie kann wegweisend sein für deine weitere persönliche Entwicklung. Also nimm dir ein wenig Zeit und bewältige die folgenden Aufgaben so wahrheitsgetreu wie möglich:

  1. Was sind deine größten Talente und Fähigkeiten?
  2. Welcher deiner Talente und Fähigkeiten erfüllen dich mit größter Zufriedenheit und Stolz?
  3. Welche Talente und Fähigkeiten bewunderst du bei Anderen am meisten?
  4. Welche Talente und Fähigkeiten wünschst für dich selbst zu entwickeln?
  1. Was sind deine fünf größten Stärken?
  2. Was sind deine zwei größten Schwächen?
  3. Was sind deine besten Qualitäten/Charaktereigenschaften?
  4. Welche Qualitäten hättest du gerne?
  5. Welche Qualitäten und Charaktereigenschaften bewunderst du bei Anderen am meisten?
  6. Für welche Verhaltensweisen, Eigenschaften und Qualitäten willst du von Anderen bewundert werden?
  1. Nenne zehn Dinge, die dir wichtig sind.
  2. Was sind davon die drei wichtigsten Dinge?
  3. Verbringst du genug Zeit in Zusammenhang mit den Werten, die dir am wichtigsten sind? Warum ja oder warum nicht?
  4. Welche Werte liegen dir nah am Herzen?
  1. Was ist der Unterschied von deinem “öffentlichen Ich” und deinem “privaten Ich”?
  2. Warum fällt es dir mit anderen Personen schwer du selbst zu sein?
  3. Wie versuchst du es anderen Menschen mit deiner Art zu leben Recht zu machen?
  4. Was willst du, dass andere Menschen über dich sagen und denken?
  5. Wie unterstützen deine Verhaltensweisen und Taten, was andere Menschen über dich sagen und denken?
  6. Was ist das Letzte, was Andere über dich denken sollen?
  7. Ist es dir wichtiger wie andere zu sein oder du selbst zu sein? Warum?
  8. Wer in deinem Umfeld erlaubt es dir, du selbst zu sein?
  9. Welche Orte erlauben es dir, du selbst zu sein?
  10. Welche Aktivitäten erlauben es dir, du selbst zu sein?
  11. Wie willst du, dass andere Menschen sich an dich erinnern, wenn es dich nicht mehr gibt?
  1. Was sind die drei Dinge in deinem Leben bis jetzt, auf die du am meisten stolz bist?
  2. Was hoffst du im Leben zu erreichen?
  3. Wenn du einen Preis/Award gewinnen würdest, was sollte er repräsentieren? Warum?
  4. Wenn du nur eine Sache in deinem restlichen Leben erreichen wollen würdest, was wäre das?
  5. Was glaubst du warum du hier bist bzw. was ist dein Zweck in der Welt?
  1. Nenne drei Dinge, die du bist.
  2. Nenne drei Dinge, die du nicht bist.
  3. Was ist etwas, dass dich repräsentiert? (z.B. ein Lied, Tier, Blume, Gedicht, Symbol etc.)
  4. Warum?
  5. Was magst du an dir am meisten?
  6. Was magst du an dir am wenigsten?
  7. Welche drei Dinge willst du an dir am meisten ändern?
  8. Welche zwei Menschen bewunderst du?
  9. Was bewunderst du an ihnen?
  10. Was sind die fünf Dinge, die du am liebsten tust?
  11. Was ist dir im Leben am wichtigsten?
  12. Was macht dich glücklich?
  13. Was sind drei Dinge, die du glaubst zu benötigen, um ein großartiges Leben zu haben?
  14. Warum sind diese Dinge so wichtig für dich?
  15. Für welche Prinzipien stehst du?
  16. Wie willst du das Leben anderer beeinflussen?
  1. Ich gebe mein Bestes, wenn…
  2. Ich kämpfe mit mir selbst, wenn…
  3. Ich fühle mich wohl, wenn…
  4. Ich bin gestresst, wenn…
  5. Ich bin mutig, wenn…
  6. Eine der wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe, war…
  7. Ich habe eine große Gelegenheit verpasst, als…
  8. Eine meiner liebsten Erinnerungen ist…
  9. Bei einer meiner schwersten Entscheidungen ging es um…
  10. Ich selbst zu sein ist schwer, weil…
  11. Ich kann ich selbst sein, wenn…
  12. Ich wünschte ich wäre mehr….
  13. Ich wünschte ich könnte…
  14. Ich wünschte ich würde öfters…
  15. Ich wünschte ich hätte…
  16. Ich wünschte ich wüsste…
  17. Ich wünschte ich fühlte…
  18. Ich wünschte ich sah…
  19. Ich wünschte ich dachte…
  20. Leben sollte handeln von…
  21. Mein Leben wird sich drehen um…

Viele dieser Aufgaben scheinen manchmal redundant zu werden. Das ist aber von Person zu Person verschieden. Vielmehr zeigt es welchen Fokus du in deinem Leben setzen möchtest. Wenn du diesen Übungsbogen erfolgreich beendet hast, dann pack ihn weg und lass es erstmal sacken. Nach ein bis zwei Wochen hole deinen Zettel wieder heraus und lies, was du geschrieben hast. Bei länger verstrichener Zeit kommt es einem so vor, als hätte jemand anderes manche der Antworten geschrieben. Entdecke deine Reaktion auf deine eigenen Worte.

Die drei Personas

Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Personas. Die Person, die man aktuell ist. Die Person, die man als das ideale Selbst sieht und schließlich die Person, die Andere in einem sehen wollen. Es gilt als erste Aufgabe herauszufinden wer du überhaupt bist und welche Erwartungen die Menschen in deiner Umgebung von dir haben. Entspricht die Erwartung deiner Mitmenschen deinem Wunsch? Willst du der Mensch sein, den andere für dich auslegen oder ist dein ideales Selbst ein anderes?

Es ist ein bekanntes Problem, dass vor allem die Familie, aber auch die Gesellschaft an sich, Druck ausübt. Man geht zur Arbeit, weil es von einem erwartet wird. Man geht zur Universität, weil es der “beste” Weg zu Erfolg und einem glücklichen Leben zu sein scheint. Aber ist es auch der Mensch, der du sein willst?

Methoden der Selbstreflexion zwei glückliche Menschen sitzen mit Kaffee und Hund
Nimm dir Zeit für dich selbst.

Selbstreflexion zur Routine werden lassen

Selbstreflexion sollte keine einmalige Sache sein. Sie sollte zur Routine werden. Das bedeutet, dass man sich in einem klaren Rhythmus selbst reflektiert. Es muss auch nicht viel Zeit in Anspruch nehmen oder immer alles gleichzeitig gemacht werden. Man kann viele der hier genannten Methoden in seinen Alltag einbauen. Während viele Teile wie die Bestandsaufnahme vielleicht nur einmal im Jahr gemacht werden müssen, gibt es genügend Methoden, die einen regelmäßigen Rhythmus brauchen.

Empfehlung von DailyMentor

Welcher Persönlichkeitstyp bist du? Wir haben für dich einen Test vorbereitet.

Hier geht es zum Persönlichkeitstest

30 Fragen, die du dir jeden Tag stellen kannst

Eine beliebte Methode ist, sich täglich eine bestimmte Anzahl an Fragen zu stellen. Das kann morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafen geschehen. Wie du auf diese Fragen antwortest, bleibt ganz dir überlassen. Vielen hilft es sie aufzuschreiben oder laut vor dem Spiegel zu sagen.

  1. Wer bin ich wirklich?
  2. Was in der Zukunft bereitet mir Sorgen?
  3. Wenn heute mein letzter Tag auf Erden wäre, wäre ich mit meinen Plänen für heute zufrieden?
  4. Wovor hab ich wirklich Angst?
  5. Halte ich an irgendetwas fest, das ich loslassen sollte?
  6. Wenn nicht heute, wann dann?
  7. Was bedeutet mir im Leben am meisten?
  8. Was mache ich mit den Sachen, die mir am meisten bedeuten?
  9. Warum sind sie wichtig?
  10. Habe ich irgendetwas in letzter Zeit getan, dass es wert ist sich daran zu erinnern?
  11. Habe ich heute jemanden zum Lächeln gebracht?
  12. Was habe ich aufgegeben?
  13. Wann habe ich die Grenzen meiner Komfortzone erweitert?
  14. Wenn ich einem neugeborenen Baby einen Rat geben könnte, was wäre das?
  15. Welcher Akt von Güte wurde mir gezeigt, den ich nie vergessen werde?
  16. Wie werde ich leben, wenn ich weiß, dass ich sterben werde?
  17. Was muss ich an mir ändern?
  18. Ist es wichtiger zu lieben oder geliebt zu werden?
  19. Wie vielen meiner Freunde würde ich mein Leben anvertrauen?
  20. Wer hat den größten Einfluss auf mein Leben?
  21. Würde ich das Gesetz brechen, um einen Geliebten zu retten?
  22. Würde ich stehlen, um ein hungerndes Kind zu ernähren?
  23. Was will ich am meisten im Leben?
  24. Was verlangt das Leben von mir?
  25. Was ist schlimmer: Versagen oder es nicht versuchen?
  26. Wenn ich versuche zu versagen und es dennoch schaffe, was habe ich getan?
  27. Was ist das Eine, woran andere sich am Ende meines Lebens erinnern sollen?
  28. Ist es wirklich bedeutsam, was andere von mir denken?
  29. Wie sehr habe ich die Richtung in meinem Leben selbst im Griff?
  30. Wenn alles gesagt und getan ist, wie viel habe ich davon gesagt und wie viel getan?

Diese Fragen kannst du dir täglich stellen. Irgendwann kennst du deine Antworten auswendig. Du willst es schaffen, dein Leben selbst in die Hand nehmen. Schätzen, wer dir am wichtigsten ist. Menschen aus deinem Leben verbannen, die dir schaden. Macht man sich diese Sachen täglich klar, hat man eine bessere Chance sie einzuhalten.

Affirmation als tägliche Aufgabe

Affirmation bedeutet, dass man eine Aussage, Situation oder Handlung positiv bewertet und kann für Selbstreflexion angewendet werden. Genau so wie man sich täglich wichtige Fragen stellen kann, kann man sich täglich auch selbst motivieren. Versuche diese Übung:

Stelle dich vor den Spiegel, so wie du mit dir am zufriedensten bist. Vielleicht in dem Pullover, der dir so gut steht, oder mit gemachten Haaren. So wie du dir am meisten gefällst. Und dann sag was dir am meisten an dir gefällt. Schreibe dir zehn Sätze auf, die du dir jeden Tag laut vor dem Spiegel sagen willst. Zehn Sätze, die dich, nachdem du sie hörst, motivieren und in gute Laune versetzen. Mein persönlicher Favorit ist: “Ich werde heute die beste Version von mir sein!

Tabelle der Zufriedenheit

Diese Form der Selbstreflexion ist hervorragend für Freunde von Statistiken und Tabellen. Zeichne eine Tabelle mit zehn Spalten und benenne sie von 1 bis 10. Danach fülle die folgenden Punkte unter diese zehn Spalten, abhängig davon wie zufrieden du mit diesem Teil deines Lebens bist. 10 steht für sehr zufrieden und 1 für sehr unzufrieden.

  • Du
  • Gesundheit
  • Beziehungen
  • Geld
  • Karriere
  • Gefühle
  • Kompetenzen
  • Spaß
  • Spiritualität
  • Technologie

Die Sachen, die unter 4, 5, 6, und 7 stehen, sind die Punkte wo du relativ zufrieden bist. Denke nochmal genau über diese Punkte nach und packe sie entweder in 1 bis 3 oder 7 bis 10. Danach markiere alle, die in der Tabelle unter 1, 2, 3 und unter 8, 9 und 10 stehen. Jetzt frage dich, warum sie da stehen und was du dagegen tun kannst.

Methoden der Selbstreflexion jemand macht sich Notizen
Wie glücklich bist du in deinem Leben? In welchen Bereichen bist du unzufrieden?

Kraftfeldanalyse

Bei der Kraftfeldanalyse geht es darum herauszufinden, welche äußeren Faktoren (Kraftfelder) dir helfen oder hindern, deine Ziele zu erreichen. Die Faktoren sind entweder Antreiber oder Blocker für deine gewünschte Entwicklung. Diese äußeren Kraftfelder haben direkten Einfluss auf deine inneren Antreiber und Blocker, denn unser inneres Befinden ist oft direkt verknüpft damit, wie es uns in unserem Umfeld geht.

Die Aufgabe besteht daraus, sich nun seine momentane Situationen und im Leben anzugucken und zu analysieren:

  • Erkenne äußere Antreiber. Wie sind sie mit deinen Gedanken und Gefühlen verknüpft?
  • Erkenne äußere Blocker. Wie sind diese mit deinen Zielen verknüpft? Wieviel Macht haben sie über dich?
  • Erkenne innere Antreiber. Was treibt dich an? Woher rühren sie?
  • Erkenne innere Blocker. Welche Gedanken halten dich zurück? Woher kommen sie?

Karte der Empathie (Copyblogger, 2014)

Eine Empathiekarte ist dazu da eine bestimmte Situation im Leben zu analysieren. Das Ziel ist es sich selbst aus einer anderen Perspektive zu sehen und zu bewerten. Dafür malt man sich ein Koordinatensystem mit vier Quadranten. Jedes dieser vier Quadranten steht für einen anderen Blickwinkel, die du in einem bereits passierten Konflikt sehen könnt:

  • Sagen: Was waren die entscheidenden Worte, die du in der Situation gesagt hast?
  • Tun: Welche Handlungen und Verhaltensweise von dir sind dir aufgefallen? Kannst du ein Schema feststellen?
  • Denken: Was hast du in der Situation gedacht? Was sagt das über deine Werte aus?
  • Fühlen: Was hast du in der Situation gefühlt und warum? An welchen vergangenen Konflikt hat sie dich erinnert?

Nach diesen vier Quadraten malst du einen fünften Quadrat daneben, in denen du anhand deiner Empathiekarte deine Schlüsse aufschreibst. Du wirst schnell merken, dass du nicht optimal gehandelt hast und das ist auch völlig normal. Aber wenn du verstehst, wieso du so gehandelt hast, dann kannst du die ersten Schritte einleiten, dein Verhalten zu ändern.

Methoden der Selbstreflexion Grafik von Copyblogger für Empathiekarte
Die Empathiekarte von Copyblogger.

Tagebuch führen

Ein Tagebuch ist ein gutes Mittel für Menschen, die gerne schreiben. Vor allem bei handgeschriebenen Tagebüchern erleben viele ein Gefühl der Freiheit und Offenheit. Man kann seinen Gedanken freien Lauf lassen und sich ungefiltert auslassen. Wie bei den anderen Methoden ist es auch hier wichtig, ehrlich mit sich selbst zu sein. Außerdem sollte man versuchen nach einem bestimmten Zeitplan zu schreiben. Das kann entweder täglich sein,  wöchentlich oder zweiwöchentlich.

30 Tipps für dein Tagebuch (Tartakovsky, 2014)

Anfänger haben oft das Problem, dass sie nicht wissen wie sie anfangen wollen. Oft fühlt es sich auch komisch an einfach loszuschreiben. Um diesen Startschwierigkeiten vorzubeugen, gibt es hier 30 Ideen, wie man einen Tagebucheintrag starten kann. Nach einigen Sätzen fällt es einem dann immer leichter weiterzuschreiben.

  1. Meine liebste Art den Tag zu starten, ist…
  2. Wenn ich zu meinem Teenager-Ich reden könnte, würde ich sagen…
  3. Die beiden Momente, die ich in meinem Leben niemals vergessen werde, sind…
  4. Mache eine Liste von 30 Sachen, die dich zum Lächeln bringen.
  5. Schreibe über einen Moment mit dem Fokus auf deinen Körper. Lass dabei alle Gedanken und Emotionen außen vor, sondern lege nur Wert, was dein Körper über deine Sinne wahrgenommen hat.
  6. Die Worte, nach denen ich leben will, sind…
  7. Ich kann mir nicht vorstellen ohne … zu leben.
  8. Wenn ich leide – physisch oder emotional – ist das Beste, dass man für mich tun kann…
  9. Mache eine Liste mit Menschen in deinem Leben, die dir wirklich helfen und denen du wahrhaftig vertrauen kannst. Danach räume Zeit für sie ein, um etwas mit ihnen zu unternehmen.
  10. Was bedeutet bedingungslose Liebe für dich?
  11. Was würdest tun, wenn du dich selbst bedingungslos lieben würdest? Wie kann man diese Dinge tun, auch wenn du nicht fähig bist, dich selbst bedingungslos zu lieben?
  12. Ich wünsche mir, dass andere über mich wüssten, dass ich…
  13. Nenne, was für dich genug ist.
  14. Wenn mein Körper reden könnte, würde er sagen…
  15. Nenne einen Moment vor kurzer Zeit, bei dem du mitfühlend und unterstützend zu einem Freund warst. Danach, schreibe auf wie du das Gleiche für dich machen kannst.
  16. Was liebst du am Leben?
  17. Was bringt dich zum Weinen?
  18. Schreibe über eine Zeit, in der die Arbeit, die du machst, notwendig und befriedigend wirkte. Egal ob es bezahlte, unbezahlte, mentale oder physische Arbeit war.
  19. Schreibe über deine erste Liebe. Egal, ob es eine Person, eine Sache oder Ort ist.
  20. Benutze zehn Wörter, um dich selbst zu beschreiben.
  21. Was überrascht dich über dein Leben bzw. das Leben allgemein am meisten?
  22. Was kannst du aus deinen größten Fehlern lernen?
  23. Ich fühl mich energiegeladen, wenn…
  24. Schreibe ein Liste von Fragen, zu denen du am dringendsten Antworten brauchst.
  25. Mache eine Liste von Sachen, die dich inspirieren. Dazu gehören Bücher, Webseiten, Zitate, Menschen, Gemälde, Läden oder die Sterne am Himmel.
  26. Über welches Thema im Leben musst du am meisten lernen, um ein glückliches Leben zu führen? Danach finde heraus, wie du es lernst und fange an es zu lernen.
  27. Ich fühle mich wohl in meiner Haut, wenn…
  28. Mache eine Liste von Sachen, zu denen du nein sagst.
  29. Mache eine Liste von Sachen, zu denen du ja sagst.
  30. Schreibe die Worte, die du hören musst.

Und jetzt?

Nachdem du dich durch diesen Artikel durchgearbeitet hast, ist der erste Schritt in deinem persönlichen Wachstum bereits getan – die Nachforschung. Aber was noch viel wichtiger ist, ist jetzt aktiv zu werden. Welche dieser Methoden versuchst du als erstes? Wie oft hast du schon ein Tagebuch angefangen und wieder aufgegeben? Wir freuen uns auf deine Kommentare.

 

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Was bedeutet Disziplin? Methoden wie du deine Disziplin verbesserst

Was bedeutet Disziplin erklärt durch harte Arbeit

Disziplin ist eine zentrale Kernkompetenz für den persönlichen Erfolg und um die eigenen Ziele zu erreichen. Erst mit dem richtigen Tatendrang und eigener Selbstbeherrschung können entsprechende Erfolge erzielt werden. Es ist der innere Schweinehund in jedem von uns, den wir tagtäglich mehrere Male konfrontieren und bekämpfen. Wir möchten dir etwas über Disziplin erklären und dir letztlich die Frage beantworten: Was bedeutet Disziplin und wie kann man diese erlernen?

Zentrale Begriffe für eine gute Disziplin sind die Beherrschung des eigenen Willens, sowie Ordnung und Kontrolle über sich selbst. Noch so gut können die eigenen Ziele und Aufgaben definiert sein. Doch den Weg zum Erfolg ebnet letztlich die eigene Disziplin und wie gewillt man ist Dinge anzupacken. Nicht umsonst heißt es: Der Anfang macht die Idee, das Ende erreicht die Disziplin.

Was bedeutet Disziplin für mich und meinen Alltag?

Disziplin findet man überall in jeder Kleinigkeit seines Alltags wieder – seien es Ess-, Sport-, Arbeits-, Lern- oder andere Lebensgewohnheiten. Disziplin begegnet einem in jeder Situation, in der man eine Wahl gestellt bekommt. 

Mit Disziplin startest du bereits in den Tag, wenn der Wecker klingelt. Du kannst ihn ausmachen, aufstehen und in den Tag starten oder liegen bleiben und die bevorstehen Verpflichtungen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Gehst du zur Universität/in die Schule/dem Job oder eben nicht? Greifst du heute zum gesunden Obst und Gemüse oder doch zum süßen Snack? Gehst du heute doch nochmal eine Runde laufen oder wird womöglich doch schon früher Netflix eingeschaltet?

Natürlich spielt bei diesen Entscheidungen nicht ausschließlich Disziplin die Rolle, sondern auch vieles mehr. Es sind Werte, die uns in unserer Erziehung mitgegeben wurden und einem wissen lassen, was gut und schlecht für einen ist.

Trotzdem siehst du: Disziplin findest du in jeder Situation und Entscheidung deines Alltags wieder. Du bist derjenige, der zwischen Option A und B entscheidet. Disziplin spielt dabei in dieser Entscheidung immer eine gewisse Rolle.

Du hast stets die Wahl. Du bist derjenige, der die Entscheidung trifft und weiß, was für Lebensziele du verfolgst und am besten für dich sind. Disziplin hilft dir dabei dich in deinem Alltag für den richtigen Weg zu entscheiden. Es ist womöglich nicht immer der angenehmste Weg, den man damit einschlägt, aber derjenige, der dich am weitesten voranbringen wird.

was bedeutet Disziplin erklärt mit mann, der joggt
Du entscheidest selbst über dein Leben und deine Taten. Nimm die Dinge selbst in die Hand und warte nicht auf andere!

Disziplin – eine Charaktereigenschaft?

Disziplin ist keine Eigenschaft, die der eine von Geburt an hat und wer anders nicht bekam. Gute Nachricht also: Disziplin wird nicht vererbt, sondern ist das Ergebnis von Training und der eigenen Charakterstärke. Jeder kann Disziplin also erlernen – es ist nicht zu spät Disziplin zu bilden oder diese zu stärken. Jeder ist selbst für seine eigene Diszipliniertheit verantwortlich. 

Selbst der disziplinierteste Mensch im eigenen Umfeld musste diese Eigenschaft erlernen. Kleine Schritte sind der Weg zum Erfolg. Was hält dich also davon ab? Auf geht’s!

Übung macht den Meister – der Ehrgeiz macht’s

Jeder kennt den ehemaligen faulen Mitschüler, der viel schlauer als die anderen war. Hieß das trotzdem, dass der Mitschüler die besten Noten hatte? Nein – und wenn sind es wenige Ausnahmen. Erst mit den richtigen Ambitionen, sich auf den Hosenboden zu setzen und für die nächste Prüfung zu lernen, können bessere Noten erwartet werden.

Genauso gab es in der Vergangenheit genug junge Sportler, die sich auf ihrem Talent ausgeruht haben. Der prognostizierte große Erfolg und Ruhm blieb aus. Andere Sportler überholten die “Wunderkinder“ und machten fehlendes Talent mit ihrem Ehrgeiz wett. Wie kann das sein? Sie wollten es einfach mehr und zeigten den nötigen Ehrgeiz.

Die großen Superstars sind nicht einzig und allein mit einem großen Talent gesegnet – sie sind die ersten und letzten auf dem Sportplatz. Sie trainieren am längsten und am härtesten, denn auch sie wissen: “es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“.  Erst die stetigen Wiederholungen kombiniert mit der richtigen Disziplin machen die Spitzensportler zu der Elite, die sie sind. Was hilft einem also das beste Talent, wenn man es aufgrund eigener Faulheit nicht nutzt?

Ich fürchte nicht den Mann, der 10.000 Kicks einmal übte, sondern den Mann der einen Kick 10.000 mal übte.

Bruce Lee (1940-1973), Kampfkünstler und Schauspieler Tweet

Erst die Routine und Gewohnheiten sind es, die zur Disziplin führen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Schafft man es also Disziplin in den Alltag zu integrieren, wird es automatisch ein Teil des Verhaltens. Man nimmt sozusagen seinem Gehirn die Entscheidung ab, ob man sich diszipliniert verhält, wenn man eine Routine entwickelt. 

Aller Anfang kann schwer sein, doch man wird über die Zeit merken: mit regelmäßiger Ausübung der Routine geht es einem leichter von der Hand. Versuche dich regelmäßig zu fragen: Was bedeutet Disziplin für mich und handle ich gerade nach meinen Vorstellungen? Disziplin schlägt Intelligenz, den besten Plan und das beste Talent. Nicht umsonst heißt es Übung macht den Meister – werde der Bruce Lee deines besten Ichs.

was bedeutet Disziplin, ein Mann der vor Freude springt
Mit regelmäßiger Routine und Disziplin erreichst du deine Ziele und Träume.

Die richtige Atmosphäre schaffen für die eigene Disziplin

Jeder weiß es: Disziplin ist nicht immer einfach. Disziplin bedeutet den eigenen Schweinehund zu überwinden, die eine (schmerzhafte) Extrameile zu gehen oder auf Sachen zu verzichten, die man gegebenenfalls gerne machen würde. Es ist daher wichtig, dass man sich eine passende Umgebung und Atmosphäre schafft, um nicht in laissez-faire Verhaltensweisen zu verfallen, die die eigene Disziplin womöglich mindern könnte. Erst dann ist es einem möglich, die richtige Selbstbeherrschung auszuüben, um nicht von seinem Vorhaben abzuweichen.

Wie schon erklärt, korreliert Disziplin mit Gewohnheiten. Schafft man es den entsprechenden Fokus zu bewahren, wird es deutlich einfacher sich zu konzentrieren und die richtige Disziplin an den Tag zu legen. 

Wie kann der Fokus also nun gestärkt werden? Man muss es schaffen andere Optionen und deren Versuchungen zu widerstehen. Unnötige Laster und Ablenkungen müssen reduziert werden, sodass der Fokus für das Wesentliche gestärkt wird. Entweder schafft man solche Störer allgemein aus seinem Leben (falls man merkt, dass es einem sowieso nicht gut tut) oder legt sie zur Seite und lernt so diese zu ignorieren. 

Der Weg ist das Ziel: du bist selbst dafür verantwortlich dir die Stolpersteine aus dem Weg zu schaffen und sich keine weiteren dazuzulegen.

Klare Gedanken, ein guter Plan und die richtige Struktur unterstützen dich in deinem Vorhaben. Eine klare Sicht auf das Ziel bringt einen schneller und besser dort hin.

Was bedeutet Disziplin, ein Blick auf die Tartanbahn
Der Weg ist das Ziel. Starte lieber heute, anstatt morgen.

Motivation für eine bessere Disziplin 

Erst wenn man selbst die Motivation dafür aufbringen kann, Dinge in die Hand zu nehmen und seinen Zielen nachzugehen, greift die Disziplin. Schafft man es also die Eigenmotivation hochzuhalten, wird sich dies auch positiv auf die Disziplin auswirken

Es ist zu unterscheiden zwischen intrinsischen und extrinsischen Motivatoren. Extrinsische Motivation erfolgt – wie der Name es bereits verrät – durch äußere Umstände und Mitmenschen. Die intrinsische Motivation passiert durch einen selbst. Es ist also egal was dir andere sagen, denn du motivierst dich aus deiner eigenen Überzeugung heraus. 

Die extrinsische Motivation wird dich auf kürzere Zeit ähnlich gut wie die Intrinsische anspornen. Doch auf langfristige Sicht ist es intrinsische Motivation, die die zu einer besseren Disziplin verhelfen wird. 

Wichtig ist es also seine persönlichen Motivatoren zu finden. Bestimmte Dinge werden dir jedoch stets helfen:

1. Kommuniziere deine Vorhaben mit anderen

Seine Lebensziele und Vorhaben mit der Familie oder dem Bekanntenkreis zu besprechen, stärkt das Vertrauen in einen selbst. Andere Personen wissen von dem eigenen Vorhaben und werden regelmäßig nach den Fortschritten nachfragen. Der Umgang, seine Pläne zu kommunizieren, übt sich erwiesenermaßen positiv auf die eigenen Taten aus. 

Du kennst das mit Sicherheit auch: man möchte zu seinen Worten stehen. Das Vorhaben fallen zu lassen, fällt einem schwieriger und kommt seltener vor. Des Weiteren werden deine verbundenen Menschen an deinem Vorhaben Interesse zeigen. Sie werden sich bei dir regelmäßig nach den neuesten Stand erkundigen, dich motivieren und loben. Durch die Gespräche setzt du dich nochmal aktiv mit der Thematik auseinander und das stärkt deinen Tatendrang.

2. Visualisiere deine Ziele

Auch die Visualisierung seiner Ziele bietet Unterstützung. Sich einen Zettel in die Hand zu nehmen und die Ziele aufzuschreiben zählt als ein Extra-Motivator. Eine hervorragende Methode, um deine Vorhaben zu unterstützen und Fortschritte zu dokumentieren, ist das Führen eines Erfolgsjournals. Falls du dazu mehr erfahren möchtest, können wir dir unseren Beitrag dazu empfehlen.

Es ist in Studien festgehalten, dass Leute, die ihr Ziele aufschreiben, deutlich öfter ihre Ziele erreichen. Es unterstützt die eigene Zielstrebigkeit und erfordert, dass man sich mit seinen Wünschen und Erwartungen auseinandersetzt. Man ist gezwungen sich intensiver mit seinen Zielen zu beschäftigen. Vielleicht stellst du dir auch ein paar Fragen mehr, die du dir so gar nicht gestellt hättest, wenn du die Zielsetzung nur in deinem Kopf vorgenommen hättest?

Ein Griff zum Tagebuch oder Stück Papier, was nachher am Kühlschrank oder an der Wand über deinem Schreibtisch hängt, wirkt womöglich ein wenig altbacken. Doch glaub mir, seine Ziele regelmäßig vor Augen zu haben und zu lesen, wird dich immer wieder an dein nächstes großes Vorhaben erinnern! In deinem Unterbewusstsein setzt es womöglich mehr frei, als du eigentlich denkst. Wie heißt es nicht gleich? Von der Hand in den Kopf.

3. Setzte dir Etappen zum Ziel für Momente des Erfolgs und Feedbacks

Feedback spielt eine wichtige Rolle für die eigene Disziplin – gerade dann, wenn es sich um langfristige Ziele handelt. Sich regelmäßig nochmal umzudrehen, um auf das bisher Geschaffte zu sehen, verhilft einem auch zur Motivation. Es sind Momente, in denen man stolz auf die Etappenerfolge zurückblicken darf. 

Zu schnell wird nämlich das bisher Erreichte als Selbstverständlichkeit betrachtet, da der Fokus ausschließlich auf dem großen Ziel liegt. Disziplin spiegelt sich letztlich auch im Kleinen wieder – und so sollte man deshalb auch anfangen: Schritt für Schritt, um sich dann an Zwischenerfolgen weiter hochzuziehen. 

Zu hoch gesteckte Ziele können sich hingegen negativ auf die Motivation und daher Disziplin ausüben. Das eigene Scheitern scheint realistischer, wenn man den großen Berg an Vorhaben im ganzen vor sich sieht. Es kann einem schwerfallen die dafür aufzubringende Arbeit einzuschätzen. Man fragt sich: will man wirklich diese Bürde auf sich nehmen? Aber ja, das will man! Und zwar Schritt für Schritt. Meter für Meter. Denke also in Etappen und setze dir Zwischenziele!

Empfehlung von DailyMentor

Du willst deine Disziplin stärken und deine Erfolge dokumentieren? Ein Erfolgsjournal ist dafür das genau richtige! Schau doch mal in unserem Beitrag vorbei.

Was bedeutet Diszplin, Blick in die Landschaft
Hab dein Ziel immer vor Augen! Du erreichst es mit mehreren Zwischenetappen - Schritt für Schritt.

Es kann sich schnell der Gedanke einschleichen, dass man es nicht schaffen könnte oder nicht richtig weiß, wo man eigentlich anfangen soll. Doch man überrascht sich stetig selbst. Zerdenke nicht zu viel und mache dir nicht unnötige Sorgen, die du mit dem Startschuss noch gar nicht einschätzen kannst. Nimm die nächste große Sache in die Hand!

Die Momente der Selbstreflexion bieten zudem gute Möglichkeiten, sich erneut zu fragen, ob man den richtigen Weg gegangen ist und ob man sich weiterhin auf diesem befindet. Es ist nochmal die Zeit, um auf seinen “Zielkompass“ zu schauen und gegebenenfalls den Weg nochmal neu zu justieren. Wichtig ist, dass du dir gegenüber ehrlich bist, um zu schauen, was gut geklappt hat – vielleicht aber auch nicht – und wie man dies letztlich besser machen kann. 

Schenke dir Moment, wo du stolz auf dich sein und dir auf die Schulter klopfen kannst. Nichts von dem Erreichten ist eine Selbstverständlichkeit und du hast es selbst erreicht.

4. Setze dir Pausen zur Erholung

Es wäre utopisch von einem zu verlangen, dass jemand stets und rund um die Uhr diszipliniert ist. Das wären wirklich zu hohe Erwartungen. Es ist daher vollkommen in Ordnung, dass man seine Pausen hat, in denen man die Disziplin ein wenig schleifen lässt. Pausen oder gar kleine Motivationslöcher sollten daher nicht als Misserfolg gesehen werden.

Man befindet sich in einem Prozess mit natürlich Aufs und Abs. Der Mensch ist letztlich keine Maschine, die 24/7 auf Hochtouren laufen kann. Die eigene Erholung ist extrem wichtig und notwendig für eine gut funktionierende Disziplin. Keiner verlangt von einem einen Marathon durchzusprinten.

Pausen sind bedeutungsvoll, um sich zu erholen und neue Kräfte zu tanken. Gestärkt mit neuer Energie und der richtigen Disziplin können neue Ziele angegriffen werden. Wichtig ist es jedoch, dass diese Pausen bewusst gesetzt und genutzt werden. Es soll ein temporärer Status der Erholung sein, für den man sich selbst entschieden hat, ehe man seinen Zielen erneut diszipliniert und motiviert weiter nachgeht.

5. Das richtige Mindset: Keiner ist perfekt – du musst es auch nicht sein

Perfektionismus kann unter anderem sehr trügerisch sein. Die letzten Prozentpunkte sind oftmals die schwersten und stehen einem unverhältnismäßig großem Aufwand entgegen (siehe dazu das Parkinsonsche Gesetz). Der eigene Drang nach Perfektion können schlussendlich Einbüßen an Disziplin bedeuten. 

Auch hier spielt Feedback eine große Rolle. Man muss sich fragen, ob man das Ziel geschafft hat, welches womöglich bereits bei einem viel früheren Meilenstein lag. Ist der Aufwand es dann wirklich wert, die letzten zwei, drei Prozentpunkte noch auf Biegen und Brechen zu erreichen und ggf. Einbüßen der Disziplin zu erleiden? 

Kein Mensch auf der Welt ist perfekt und wird es jemals sein. Trotzdem wird dieser Fakt dich nicht hindern können mit der richtigen Disziplin großes zu erreichen. Let’s go for it!

Disziplin zu lernen und sich als Mensch weiterzuentwickeln ist ein stetiger Prozess, der dich wahrscheinlich dein ganzes Leben lang beschäftigen wird. Es gibt leider nicht die eine Universalformel, die dir die Frage beantworten kann „Was bedeutet Disziplin“ und wie du diese direkt in ihrem Maximum erreichen kannst. Doch um dir zu helfen, dienen dir die von uns beschriebenen Handwerkzeuge. Integriere diese Dinge in deinen Alltag, lasse sie zur Routine werden und dokumentiere deine Fortschritte mit Hilfe eines Erfolgsjournals.

 

Was bedeutet Disziplin für dich und was du für schwierige Situationen hast du schon damit erfahren? Welcher unserer Tipps haben dir am meisten geholfen? Erzähl uns gerne von deinen Zielen und was dein Weg sein wird!

Wir sind gespannt auf deine Meinung und Erfahrungen!

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