Zu sich selbst finden: Die drei großen Schritte zur Selbstfindung

Zu sich selbst finden beschrieben durch eine einzelne Person am Meer

Wer bin ich? Was will ich? Was kann ich? Viele dieser Fragen können einem im Kopf herumschwirren, wenn man sich dem übergeordneten Thema des „zu sich selbst findens“ widmet.

Es ist ein verwirrendes Gefühl, wenn man noch nicht die Antworten auf solche Fragen hat. Man fühlt sich ein wenig unbeholfen und ziellos. Diese Zweifel können einen schwer belasten. Wie schön es doch nur wäre, wenn es eine „Pille der persönlichen Erleuchtung“ gebe, damit man zu sich selbst finden könnte.

Doch weißt du was? Dieses Gefühl der Ungewissheit kennt wohl jeder – und jeder ist bzw. war auf der Suche nach diesen Antworten.

Wohl kaum ein Mensch hat das Licht der Welt erblickt und hat bereits zu sich selbst gefunden. Erst mit dem bewussten (Konfrontations-)Prozess der Selbstfindung folgen solche Einsichten und man versteht was das Leben für einen bedeutet. Dieser Prozess ist ganz natürlich und benötigt seine Zeit. Damit bist du nicht alleine.

Wer zu sich selbst gefunden hat, hat es geschafft all diese Zweifel abzulegen und seine Antworten zu finden. Es ist wie ein Upgrade des eigenen Lebens, in dem man sich viel wohler und erfüllter fühlt. Man ist lebendiger und glücklicher und kann jeden einzelnen Moment so richtig auskosten. 

Zu sich selbst finden, ist ein Gefühl des Ankommens – als hätte man seinen Platz im Leben und seine Bestimmung gefunden. Man weiß nun wer man ist und welche Wege und Abenteuer man bestreiten möchten.

Lass uns gemeinsam den Prozess der Selbstfindung ein wenig mehr beleuchten. Wir möchten dir mit unserer großen Schritt-für-Schritt-Anleitung unter die Arme greifen, sodass du es schaffst genau diese und viele weitere Vorzüge genießen kannst.

Was benötigt es, um zu sich selbst zu finden und welche Schritte kann man einleiten? Es gibt Antworten und Möglichkeiten, sodass du dies für dich herausfinden kannst. Damit wollen wir uns nun genauer auseinandersetzen.

Wer einmal sich selbst gefunden hat, kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren.

Stefan Zweig (1881-1942), österreichischer Schriftsteller Tweet

Was bedeutet es zu sich selbst zu finden?

Zu sich selbst finden – ist das der besagte Sinn des Lebens, den jeder finden muss? Womöglich auch. Doch viel mehr ist es ein beachtlicher Schritt des eigenen persönlichen Wachstums, wenn man erkennt, wer man wirklich ist.

Wer zu sich selbst gefunden hat, kennt seine Werte, für die er einstehen will, wer er ist, was ihn erfüllt – im Allgemeinen also, was ihm im Leben wichtig ist und was er damit anstellen möchte.

Es ist die freie und vollkommene Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, die es ermöglicht das Leben in vollen Zügen auszukosten. Auch wenn es nach außen hin keinen großen Unterschied macht: Das Leben lässt sich viel mehr genießen, wenn man zu sich selbst gefunden hat, als wenn man noch auf der Suche ist.

Es kann in einem ganz neue Energien freisetzen, wenn man sich der Selbstfindung nähert. Wer es schafft, zu sich selbst zu finden, kann… 

  • lebendiger
  • glücklicher
  • aufgeschossener
  • aktiver
  • motivierter

…durch das Leben gehen. Als würden sich die Farben, Emotionen und allgemein deine Empfindungen verstärken. Du fühlst dich lebendiger.

Zu sich selbst finden beschrieben durch einen jungen, der sich freut und in den Sonnenuntergang schaut
Es ist ein gutes Lebengefühl, wenn man auf dem Selbstfindsweg immer weiter vorankommt.

Genauso sind es Fähigkeiten und Ansichten auf das Leben, die man erhält, wenn man zu sich selbst gefunden hat. Man fühlt sich in der eigenen Haut einfach wohler und dies hat positive Auswirkungen auf das tägliche Leben. Sich selbst finden heißt…

  • im Einklang mit seinem inneren und äußeren Erscheinungsbild zu sein
  • tiefe Bindungen und Beziehungen zu Menschen aufzubauen
  • innere Ruhe und Gelassenheit zu verspüren – auch in stressigen Situationen
  • Interesse und Mut für Neues zu entwickeln
  • Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten zu haben
  • seine Stärken und Schwächen zu akzeptieren
  • stolz auf seinen gemachten Lebensweg zu sein
  • motiviert auf seine Lebensziele und Visionen zu schauen

Im Selbstfindungsprozess findet man nicht nur sein “jetziges Ich”, sondern auch sein zukünftiges – es ist ein sehr progressiver Prozess. Derjenige, der sich gefunden hat, ermöglicht sich nämlich auch zu entscheiden, wer er sein will. Er findet seinen ganzen persönlichen Weg, den er im Leben bestreiten will.

Selbstfindung ist definitiv ein Status, der für uns Menschen erstrebenswert ist – denn es kommt mit vielen wünschenswerten Vorteilen. Jeder von uns möchte gerne über sein „Sein“ erfahren.

Zu sich selbst finden – die Anleitung

Bevor wir uns der Schritt-für-Schritt-Anleitung widmen, möchten wir noch ein paar wichtige Worte vorweg verlieren.

Zu sich selbst finden ist ein langwieriger Prozess, der nicht von heute auf morgen oder mit dem Lesen dieses Beitrags passiert. Es ist ein erster wichtiger Schritt, dass du die Erkenntnis erlangt hast, dich auf deinen ganz persönlichen Selbstfindungspfad begeben zu wollen. 

Viele Menschen finden nicht zu sich selbst, weil sie sich erst gar nicht suchen.

Willy Meurer (1934 - 2018), deutsch-kanadischer Aphoristiker und Publizist Tweet

Dieser Weg kann dir viel Mühe bereiten und erfordert stetiges proaktives Handeln deiner selbst. Für viele dieser Teilprozesse wirst du dich ganz bewusst mit deiner eigenen Person und Gedankenwelt auseinandersetzen – ein Schlüsselfaktor, um zu sich selbst zu finden. Doch auch in deinem Unterbewusstsein können dadurch viele Prozessketten angestoßen werden, die dir helfen werden. Denn nicht alles findet an der für uns greifbaren Oberfläche statt, trotzdem können wir diese beeinflussen.

Genau aus diesen Gründen haben wir unsere Anleitung in drei Kategorien eingeteilt. Die einzelnen Schritte beleuchten alle einen anderen Aspekt, doch folgen alle dem übergeordneten Ziel sich selbst zu finden:

Schritt 1: Der Status Quo - Reflexion deines jetzigen Ichs und wo du im Leben stehst

Schritt 2: Proaktive Handlungsmethoden für den Selbstfindungsprozess  

Schritt 3: Charakterliche Eigenschaften und Fähigkeiten für den langfristigen Erfolg des Selbstfindungsprozesses

Wir möchten keinen der Punkte vernachlässigen und dir das grundlegende Handwerkszeug der Selbstfindung mit an die Hand geben. Der Beitrag kann und wird für sich allein stehen.

Viele Methoden können und sollten jedoch noch weiter beleuchtet werden. Möchtest du in gewisse Thematiken tiefer eintauchen, haben wir für viele dieser Punkte weiterführende und umfangreiche Beiträge geschrieben.

Nun jedoch genug. Lass uns starten!

Zu sich selbst finden Schritt 1: Der Status Quo – Reflexion deines jetzigen Ichs und wo du im Leben stehst

Im ersten Schritt steht der aktuelle IST-Zustand im Vordergrund. Um zu sich selbst zu finden ist eine umfangreiche Selbstreflexion der Persönlichkeit notwendig – also zu ermitteln, wer du als Person bist. Was für ein Charakter bist du? Was ist dein Weltbild? Was sind deine Werte? Was sind deine Stärken und Schwächen?

Wir möchten diesen Fragen auf den Grund gehen, was dich als Person ausmacht. Folgende zwei Schritte können dich deiner Antwort näher bringen.

1. Selbstreflexion: Erkenne deine Werte und definiere dein Weltbild

Zuerst  – um auch die nächsten Schritte für dich einfacher zu gestalten – möchten wir uns der Methodiken der Selbstreflexion widmen. Es geht darum, sich wichtige Fragen zu beantworten, die einem mehr Aufschluss geben können. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Art und Weise die Welt zu sehen. Wir unterscheiden uns in unseren Eigenschaften, Fähigkeiten, Werten und was uns wichtig ist.

Dabei ist regelmäßige Selbstreflexion ein zentraler Schlüsselfaktor der Selbstfindung, der von dir beachtet werden muss. Selbstreflexion ein mentaler Prozess, der darauf abzielt seine eigenen Gedanken, Gefühle und Ideen mithilfe von Denken, Nachforschen und Argumentation zu erklären. 

Wie auch in vielen der nächsten Schritte ist es ganz bewusster (Konfrontations-)Prozesse mit deinen Empfindungen und der eigenen Person. Ein wichtiger Schritt, um sich selbst zu finden, ist genau dies zu erkennen. Was macht dich als Person aus und was unterscheidet dich von anderen?

Wir haben dir eine große Auswahl vieler wichtiger Fragen zusammengestellt. Doch womöglich findest du auch noch andere oder weiterführende Fragen, die du dir stellen kannst. Nutze es also auch als Gedankenanstoß und Inspiration, um weitere solcher Fragen zu finden.

Ganz wichtig ist es hierbei, dass du dir die Fragen ganz ehrlich beantwortest – so wie du wirklich bist oder die Welt siehst und nicht wie du es dir selber wünschst. Gerne kannst du es auch mit einer dir verbundenen Person machen – einer, der du vertraust. Auch sie kann dir diese Fragen beantworten oder einen positiven Input geben.

  • Was ist dir im Leben wirklich wichtig?
  • Was möchtest du in deinem Alltag vermeiden?
  • Welche sind die Werte, für die du einstehst und die dir wichtig sind?
  • Was für Stresssituationen begegnen dir im Leben?
  • Wann verspürst du Ungerechtigkeit?
  • Wie möchtest du dein Leben gestalten?
  • Was für Wünsche hast du?
  • Was bedeutet für dich Freiheit und wann verspürst du diese?
  • Welche Ängste und Unsicherheiten trägst du in dir?
  • Wie stellst du dir deine Zukunft vor?
  • Was für Beziehungen und Freundschaften möchtest du pflegen?
  • Auf was bist du in deinem Leben wirklich stolz oder dankbar?
  • In welchen Werten, Eigenschaften und Fähigkeiten unterscheidest du dich von anderen?
  • Worin bist du besser als andere? Worin wirst du ab und zu kritisiert?
  • Was erfüllt dich im Leben – freizeitlich, beruflich, familiär, freundschaftlich?

Deine Werte können aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen stammen. Zu allem was dich im Leben tangiert, kannst du eine persönliche Wert- und Weltvorstellung haben. 

Finde deine Werte und Prioritäten, wofür du als Mensch einstehen möchtest. Erkennst du dies für dich, machst du einen riesigen Schritt in die richtige Richtung, um dich selbst finden zu können.

Erst wer es schafft sich in gewissermaßen zu reflektieren, schafft es auch zu sich selbst zu finden. Dies bedeutet nicht, dass du von Selbstreflektiertheit erfüllt sein musst, jedoch zu diesen Bereichen deiner Persönlichkeit einen Zugang aufbaust. Es öffnet dir die Tür, dass du erkennst, wer du wirklich bist.

Empfehlung von DailyMentor

Selbstreflexion lässt sich auch noch durch weitere verschiedene Methoden ausüben. Falls du noch tiefer in dieses Thema einsteigen möchtest, möchten wir dich auf unseren Beitrag dazu verweisen. Selbstreflexion ist eine ganz zentrale und umfangreiche Fähigkeiten, die erlernt werden kann und im weiteren Selbstfindungsprozess regelmäßig ihre Überschneidungspunkte mit anderen Thematiken hat. Aus diesem Grund wollen wir ganz explizit auf die Methoden der Selbstreflexion verweisen.

2. Akzeptanz und Selbstliebe: Sei du selbst – mit all deinen Ecken und Kanten 

In diesem Punkt geht es nun darum dein Bild, welches du von dir erlangt hast, bewusst zu sehen und auch zu akzeptieren. Du siehst dich – und zwar als die wundervolle und besondere Person, die du bist. Es sind die Eigenschaften Selbstliebe und Akzeptanz, die hier ihren Anklang finden. 

Wenn du dir für den ersten Punkt der Selbstreflexion sorgfältig Zeit genommen hast, liegt mittlerweile eine Menge Arbeit hinter dir. Gewisse Sachen kanntest du bereits an dir – andere hingegen vielleicht noch nicht. Du hast deine Stärken, Fähigkeiten, Sichtweisen und positiven Eigenschaften erkannt, aber vermutlich auch gewisse Schwächen und „persönliche Baustellen“.

Doch dies ist kein Grund an dir zu zweifeln. Kein Mensch ist perfekt und jeder besitzt seine Ecken und Kanten. Erst das macht uns zu einzigartigen Individuen. Anstatt diese auf Biegen und Brechen ändern zu wollen, ist es eine ganz tolle und bewundernswerte Eigenschaft diese Dinge an sich anzuerkennen und zu akzeptieren.

Bedenke, dass wir stets unser größter Kritiker sind. Wir reden uns manchmal schlechter und machen uns kleiner als wir in Wirklichkeit sind. Die Eigenschaft (Selbst-)Akzeptanz ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Selbstliebe, sondern auch ein bedeutsamer Baustein für den Selbstfindungsprozess.

Selbstliebe und Akzeptanz öffnen dir eine Tür, dass du anerkennst, wer du wirklich bist – und dass du dich lieben darfst. Es ist ein beachtlicher Schritt in deiner persönlichen Entwicklung, dass du dich so wahrnimmst, wie du bist – und auch wertschätzt.

Sei du selbst. Akzeptiere und liebe dich, wer du bist und wie du bist. Du bist gut so – mit all deinen Stärken und Schwächen.

Empfehlung von DailyMentor

Auch zu diesem Punkt möchten wir dich auf unsere zwei Beiträge hinweisen. Wir haben einen Beitrag mit Übungen der Selbstliebe verfasst, sowie einen über das Thema Akzeptanz lernen. Vielleicht helfen dir unsere Artikel diese Fähigkeiten zu stärken.

Du bist dir nun ein Stückchen näher gekommen und hast hoffentlich erkannt, wer dein jetziges Ich ist und wo du im Leben aktuell stehst. Du hast dich im ersten Punkt reflektiert, erkannt, wer du bist, dein Wert- und Weltbild entwickelt. Im zweiten Punkt hast du genau diese Ergebnisse bewusst wahrgenommen und mit Hilfe von Selbstliebe und Akzeptanz angenommen und gestärkt.

Um nochmal wiederholend zu sagen, ist dies ein langer und müßiger Prozess, der dich Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre kosten wird. Doch so geht nicht nur dir. Erkenne und frage dich regelmäßig wer du wirklich bist mit genau diesen drei zentralen Fähigkeiten und Methoden: Selbstreflexion, Selbstakzeptanz und Selbstliebe.

Zu sich selbst finden Schritt 2: Proaktive Handlungsmethoden für den Selbstfindungsprozess

Im zweiten Schritt geht es nun darum, dass wir auf den erarbeiteten Ergebnissen aus Schritt 1 weiter aufbauen. Zu sich selbst finden ist ein progressiver Prozess. Das heißt, dass man nicht nur erkennt, wer man im Jetzt ist, sondern auch wer man in der Zukunft sein will.

Der, der erkennt, wer er ist, hat die Möglichkeit sich zu entscheiden, wer er sein will.

Ein schwieriger Satz, doch ein ganz entscheidender für die Selbstfindung. Es ist die halbe Miete, wenn man erkennt, wer man im jetzigen Zeitpunkt ist. Es heißt jedoch noch nicht, dass man zu sich selbst gefunden hat.

Aus diesem Grund beschäftigen wir uns jetzt nicht mehr mit der Reflexion deines jetzigen Ichs, sondern wollen nun den Blick nach vorne richten – in die Zukunft.

1. Schaue über den Tellerrand – Leben außerhalb der Komfortzone

Ein wichtiger Punkt, um sich selbst zu finden, ist das Ablegen von gewissen Prinzipien. Erfahrungen, Erlerntes, Regeln, Normen, aber auch die Erziehungen und der soziale Kontakt zu anderen haben uns gelehrt, was „gesellschaftlich richtig“ ist.

Wir sprechen nun nicht von Gesetzesbrüchen, Dingen, mit den du anderen Leuten schaden könntest o.Ä., aber trotzdem: Wie oft haben wir es gehört oder es zu uns selbst gesagt:

  • Das darf so nicht.
  • Das soll so nicht.
  • Das geht so nicht.

Aber wieso? Mit gemachten Erfahrungen im Leben bauen wir uns einen Rahmen von Restriktionen und (Verhaltens-)Regeln. Es sind die Ansichten, die uns sagen, wie wir Karriere machen, wie wir Freundschaften und Beziehungen pflegen, wie wir unsere Freizeit gestalten, wie und was wir lernen sollen, wie wir unser Geld ausgeben/investieren etc. Dieser Rahmen “bestimmt” wie wir unser Leben führen (sollen).

Einige dieser Prinzipien haben ihre Daseinsberechtigung, doch trotzdem sollten wir nicht alles für bare Münze nehmen. Nicht alles sollte sich in unserem Kopf so fest zementieren.

Um zu sich selbst zu finden, muss man auch seine Scheuklappen ablegen. Es gehört dazu nach links und rechts zu schauen und zu erkunden, was sich hinter „diesem Vorhang“ verbürgt. 

Es ist Zeit über den Tellerrand zu schauen und was das Leben so alles bieten kann. Viele Grenzen hat sich jeder von uns ganz unbewusst gesetzt und diese sollte man unter die Lupe nehmen.

Keiner zwingt dich nach einem bestimmten Muster zu leben. Wer weiß, ob dieser Rahmen, in dem du dich bewegst, ausreicht um sich selbst zu finden? Teste deine Grenzen und schaue, wo dein Potenzial liegt.

Erst wer den Mut hat Neues zu entdecken, kann auch mehr über sich selbst erfahren. Du bringst dich in neue, unbekannte Situationen. Du wirst dich lebendig fühlen und viele neue Dinge erfahren – und dabei lernst du auch viel über dich.

Und weißt du was? Fehler und Enttäuschungen werden dabei wahrscheinlich nicht ausbleiben. Doch anstatt, dass du dich von diesen ausbremsen lässt, kannst du es als Lektion sehen. Denn auch negative Erfahrungen bringen dich in deinem persönlichen Wachstum weiter.

Du bist es dir wert dich und neue Dinge zu erkunden! Ein wenig zögerlich kann man am Anfang sein, doch wenn du erstmal auf den Geschmack gekommen bist, kannst du merken wie wertvoll diese Erfahrungen für deine eigene Person sein können.

Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller Tweet

2. Erkenne deine Lebensziele und -aufgaben

Nicht nur unsere charakterlichen Eigenschaften und Fähigkeiten machen uns zu dem wer wir sind. Es sind auch unsere Taten, die uns bezeichnen können.

„Taten sprechen mehr als Worte.“ Ein Mensch definiert sich auch darüber, was er im Leben tut und welche Aufgaben und Ziele er dabei verfolgt.

Persönliche Lebensziele und -aufgaben können einen zu sich selbst finden lassen – oder den Selbstfindungsprozess unterstützen. Menschen wollen nicht nur „vor sich hinleben“. Sie wollen etwas bewegen – etwas mit ihrem Leben anstellen und am Ende etwas hinterlassen.

Den Charakter kann man auch aus den kleinsten Handlungen erkennen.

Lucius Annaeus Seneca ( -65. n Chr.), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Politiker Tweet

Lebensziele und -aufgaben sind übergeordnete Anforderungen, die man anstreben möchte. Sie können das Denken und Handeln beeinflussen. Sie beeinträchtigen grundlegend, wie wir unser alltägliches Leben definieren und strukturieren – manchmal auch ohne, dass es uns selber bewusst ist.

Jede deiner Handlungen verfolgt ein Ziel oder eine Aufgabe. Genauso wie deine kurzfristigen Ziele und Aufgaben dein temporäres Handeln beeinflussen – manchmal nur ein paar Sekunden, Minuten oder Stunden – können Lebensziele eine gewisse Grundrichtung für dein Leben ausgeben. Sie sind der Antrieb unseres Alltags.

Lebensziele können aus jeglichen Bereichen deines Lebens kommen. Dabei gibt es keine Einschränkungen. Aus folgenden Bereichen können sich Lebensziele ableiten:

  • Familie
  • Liebe
  • soziales Umfeld und Freundschaften
  • persönliche Weiterentwicklung, Fähigkeiten
  • Erfahrungen, Abenteuer und andere Erlebnisse
  • intellektuelle Weiterbildung
  • Spiritualität, Religion
  • Beruflich
  • Freizeit, Sport, Hobby
  • Finanzen, Besitz, materielle und immaterielle Wünsche

 Nicht aus jedem Lebensbereich musst du für dich Lebensziele und -aufgaben erarbeiten. Genauso wird manch ein Bereich wichtiger sein als andere. Doch es ist bedeutend seine persönlichen Lebensziele zu erforschen und zu erkennen. Zu sich selbst finden bedeutet nämlich auch zu erkennen, was man mit seinem Leben anstellen will.

Empfehlung von DailyMentor

Was genau Lebensziele sind, welche Auswirkungen sie haben und wie du sie finden kannst, haben wir in einem gesonderten Beitrag festgehalten. Ähnlich wie in diesem Beitrag wirst du viele praktische Methoden finden, wie du deine Lebensziele finden kannst.

3. Sich selbst finden durch Momente des Anhaltens und Alleinseins

Wer zu sich finden will, muss zwischendurch anhalten – sich selber stoppen. Viele haben einen stressigen Alltag. Viele von uns sind ständig beschäftigt und abgelenkt. Dem Geist schenken wir dabei viel zu selten seine Pausen.

Um den stressigen Gedanken zu entfliehen, reagieren manche Menschen mit vorschnellen Käufen, dem schnellen Griff zum Smartphone, erhöhtem Fernsehkonsum oder dem Drang nach Bestätigung von außenstehenden Personen. All das nur, um sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Diese Ablehnung vor der Beschäftigung mit sich selbst mündet aus der Angst, sich mit seinen (negativen) Gedanken auseinandersetzen zu müssen. So lenken Sie sich immer weiter ab.  

Das hört sich jetzt härter an, als es gemeint ist: Doch wer zu sich selbst finden will, muss sich selbst aushalten können – und das in kompletter Ruhe und ohne Ablenkungen. So, dass du nur dich selbst konfrontierst. Dich und deine Gedanken.

So erkennst du den Hauptzustand deiner Persönlichkeit, der hinter deinen Gedanken und Verhaltensweisen steckt und wirst so mit all deren Facetten vertraut.

Einige dieser Gedanken stammen aus dem Buch „Ein neues Ich“ von Dr. Joe Dispenza, welches genau diese Methode genauer beleuchtet und deinen Selbstfindungsprozess unterstützen kann. Dieses Buch können wir dir sehr empfehlen.

In der Ruhe finden wir uns selbst und alle unsere verborgenen Schätze.

Wolfgang Lörzer, deutscher Pädagoge und Autor Tweet

Bis ins 18./19. Jahrhundert wurde Alleinsein als Privileg anerkannt. Dieser Status wurde als Möglichkeit von spirituellen Erlebnissen und besonderen Erfahrungen gesehen. Heutzutage wird es schnell als etwas Negatives gesehen und einige versuchen es zu vermeiden. Doch dabei wurde es wissenschaftlich belegt, dass Alleinsein dem Menschen und Geist guttun kann.

Gehe auf Konfrontationskurs mit dir selbst. Lege das Smartphone und andere Ablenkungen zur Seite und versuche deine Geräuschkulisse auf das Minimum zu reduzieren. Setz dich hin und nimm dich selbst wahr.

  • Wie geht es dir wirklich?
  • Was spürst du in deinem Körper?
  • Wie fühlst du dich in dem Moment, wenn du nichts tust?

Versuche dich selber zu fühlen, bemerke deine Gedanken und spüre deinen Körper. Was sagen sie zu dir? Nehme deine Empfindungen und Gefühle bewusst wahr. Sie sind die Zeichen deiner Person, die nun an die Oberflächen gelangen. Flüchte nicht vor ihnen oder versuche sie wegzuschieben. Stattdessen nehme sie in ihrem Sein wahr und durchfühle deine Emotionen.

Zu sich selbst finden erklärt durch ein Feld bezeichnend für die innere Ruhe
Zu sich selbst finden kann man in Momenten der kompletten Ruhe und des Anhaltens.

Du wirst selber bemerken, wie du zwischenzeitlich mit den Gedanken von den obenstehenden Fragen abschweifst und über andere (alltägliche) Dinge nachdenkst. Das beschäftigt dich und lenkt dich von der Übung ab. Versuche diese aufgekommenen Gedanken zu unterbinden. 

Diese Übung kann einem schwerfallen – vor allem, wenn man sie die ersten Male macht. Doch lerne dich selbst kennen und bringe dich bewusst in eine Zeit des Alleinseins ohne Ablenkungen. Tauche ein in die Gedanken- und Gefühlswelten zu deiner eigenen Person. Gehe auf deine persönliche Erkundungstour und stärke so deinen Selbstfindungsprozess.

Zu sich selbst finden Schritt 3: Charakterliche Eigenschaften und Fähigkeiten für einen langfristigen Erfolg des Selbstfindungsprozesses  

Nach nun vielen praktischen Ratschlägen und Methoden, möchten wir noch auf charakterliche Eigenschaften und Fähigkeiten eingehen, die deinen Selbstfindungsprozess langfristigen unterstützen können.

Die richtige Herangehensweise, aufbauend auf (Selbst-)Vertrauen und der richtigen Einstellung, entscheidet wie sehr man sich dem Zugang zur eigenen Person gewährt. Es ist der Umgang mit einem selbst. Diesen wollen wir stärken.

1. Gib dir Zeit – Vertraue dem Prozess und sei geduldig

Zuerst wollen wir dich nochmal daran erinnern, dass zu sich selbst finden ein langer Prozess sein kann. Jeder muss seine Erfahrungen sammeln und aktiv auf die Suche seiner eigenen Person gehen. Vertraue diesem Prozess und gehe mit dir nicht allzu hart ins Gericht.

Sei geduldig mit dir, ganz nach dem Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“. Schenke dir und der Entwicklung das nötige Vertrauen und gehe mit einer gewissen Gelassenheit an die Sache. Sei nicht zu verbissen und genieße das Leben in vollen Zügen – jeden Tag.

2. Lass die Vergangenheit hinter dir

Alles, was du erlebt hast, hat dich zu dem gemacht, wer du heute bist – egal, ob es die negativen oder positiven Erfahrungen waren. Alles davon hat seinen Platz – und zwar in deiner Vergangenheit.

Jeder trägt Laster mit sich: schlechte Erfahrungen, Enttäuschungen, Beziehungen mit Menschen, die einen aufgehalten haben und vieles weiteres. Diese Erinnerungen können schnell in Selbstzweifel und -vorwürfen resultieren.

Du kannst nicht das nächste Kapitel deines Lebens beginnen, wenn du ständig den letzten Abschnitt wiederholst.

Michael McMillan, britischer Dramatiker und Künstler Tweet

Es ist ein großer mentaler Schritt seinen Umgang mit diesen Erfahrungen zu ändern. Anstatt dass man sich von diesen Teilabschnitten seiner Vergangenheit aufhalten lässt, lernt man sie zu akzeptieren. 

Sie sind ein Teil des Lebens – des vergangenen Lebens. Doch der Blick liegt nun in Richtung Zukunft. Lass dich nicht von deiner Vergangenheit aufhalten, wenn du auf der Suche nach dir selbst bist.

3. Stärke die Beziehung zu dir selbst

Stell dir vor, die Beziehung zu dir selbst wäre eine zwischen zwei Menschen: Wann habt ihr euch das letzte Mal umarmt? Euch gesagt was ihr euch bedeutet und ihr für einander empfindet? Euch umeinander gesorgt, gegenseitig überrascht oder euch was gegönnt?

Die Basis und eine wichtige Eigenschaft für eine gute Beziehung ist Achtsamkeit. In einer Beziehung hört man dem anderen Menschen zu, schaut sich an, spricht zu ihm und schätzt die gemeinsame Zeit. Genau die Wertschätzung, die du deinem Partner schenkst, solltest du auch dir schenken. Stärke die Beziehung zu deiner eigenen Person.

Gerade dann, wenn du zu dir selbst finden möchtest, schätze genau diese achtsamen Momente. Erkenne in deinem persönlichen Selbstfindungsprozess auch die kleinsten Erfolge und sei stolz auf dich. So etwas ist Balsam für die Seele, kann dich motivieren und zeigt dir wie weit du schon auf deinem Weg gekommen bist.

4. Steh für dich ein, beeindrucke dich selbst und übernimm die Verantwortung

Wer zu sich selbst finden will, will sich in seiner eigenen Haut wohlfühlen, will ein glücklicheres und erfüllteres Leben, will wissen, wer er selber ist. Dieser Fakt macht dir erkenntlich, für wen du diesen Prozess bestreitest: für dich und keinen anderen!

Übernehme die Verantwortung für dich selbst. Es klingt schon fast egoistisch, doch wenn du zu dir selbst finden möchtest, solltest du es keinem anderen recht machen müssen. Selbstfindung ist ein ganz individueller Prozess, für den jeder selbst einstehen muss.

Mach in dieser Entwicklung nicht das, was andere von dir erwarten, sondern gehe deinen Erwartungen nach. Verantwortung übernehmen bedeutet, dass du so denkst und handelst, wie du es für dich am besten hältst. 

Dabei sollte es keine Rolle spielen, was andere von dir denken. Versuche niemand anderes zu beeindrucken. Stattdessen beeindrucke dich selbst. Deinem Umfeld wird auch dies positiv auffallen.

Gut gemeinten Ratschlägen sollte definitiv Gehör geschenkt werden, doch du bist der Entscheidungsträger und dabei muss es dir gut gehen. Das bist du dir immer wert!

5. Positives Mindset

Gedanken können Berge versetzen. Die Einstellung und Sichtweise, wie wir gewisse Situationen betrachten, ist ausschlaggebend für deren Erfolg.

Wer denkt, dass er verliert, sollte sich auch nicht wundern, wenn er verloren hat. Es gibt unzählige Geschichten, die dir aufzeigen können, dass es die positive Einstellung ist, die darüber entscheidet, inwiefern wir unser Potenzial ausschöpfen können.

Ein positives Mindset bedeutet eine optimistische Grundhaltung zu haben, Herausforderungen mutig entgegenzutreten, nicht aufzugeben und immer einen Weg zum Ziel zu finden.

Vertraue deiner Person, deinen Fähigkeiten und Stärken. Vertraue all dem Positiven in deinem Leben. Wer will, der kann! Wir wissen, dass du es kannst und dein Ziel, zu dir selbst zu finden, erreichen wirst.

Auf der Suche nach mir selbst habe ich viele Wege beschritten. Auf der Suche nach mir selbst habe ich immer wieder Mosaiksteinchen entdeckt. Nun liegt ein Haufen Steinchen vor mir, von denen ich weiß, dass sie zu mir gehören. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: die Steinchen zu einem schönen Bild zusammenzusetzen.

Irina Rauthmann, deutsche Aphoristikerin und Lyrikerin Tweet

Lebensziele finden: Mit diesen Methoden erkennst du sie!

Lebensziele finden beschrieben durch einen Lichtkegel im Wald

„Wenn ich mal groß bin…“, so begann ein ums andere Mal der Satz eines Kindes. Lebensziele finden – als Kind schien es so einfach. Mit großen Kinderaugen und einer Prise kindlicher Naivität erträumten wir uns als Kinder, was wir später alles erreicht, erlebt und gesehen haben werden. 

Doch im natürlichen Prozess des “Erwachsenwerdens“ verliert man schnell das Gefühl alles schaffen zu können – als würden wir ein wenig den Mut verlieren unseren Zielen nachzugehen. Dabei wäre genau dieser kindliche “Leichtsinn“ auch im späteren Alter wünschenswert, um seine Lebensziele zu finden und nach ihnen zu streben.

In diesem Artikel widmen wir uns Lebenszielen. Was sind Lebensziele? Wie kann ich meine Lebensziele finden und was kann ich machen, um diese zu erreichen? Diese Fragen möchten wir gemeinsam beantworten.

Lebensziele finden: Warum es so wichtig ist

Ob kurz- oder langfristig – jeder Mensch benötigt Ziele im Leben. Ziele sind der Antrieb unseres Alltags, denn die meiste Zeit unseres Daseins arbeiten wir auf genau solche hin.

Der Ziellose erleidet sein Schicksal - der Zielbewusste gestaltet es.

Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph Tweet

Stell dir vor dein Leben ist ein Auto und du bist der Fahrer, der hinterm Lenkrad sitzt. Die verfügbare Zeit und Energie, sprich deine verfügbaren Ressourcen, sind der Treibstoff deines Autos. Soweit wärst du nun fahrbereit. Was jedoch fehlt, ist die Richtung. Um nun zu wissen, in welche Richtung du lenken sollst, um auch deinen (begrenzten) Treibstoff richtig zu nutzen, sind deine Lebensziele der Kompass, die dir die Richtung vorgegeben.

Wir möchten dir eine Geschichte von der Schwimmerin Florence Chadwick erzählen, die dir zeigt, was es bedeuten kann, wenn einem genau solche Ziele fehlen bzw. man sie nicht sehen kann:

Florence Chadwick stellte sich am Morgen des 4. Juli 1952 der Herausforderung von der US-amerikanischen Insel Catalina 34 Kilometer durch das offene Meer zur Küste Kaliforniens zu schwimmen. Sie war gut trainiert und war die erste Frau, die von beiden Seiten durch den Ärmelkanal zwischen England und Frankreich schwamm. Es gab keine Zweifel, dass sie an dieser Herausforderungen scheitern sollte. Das Wasser war eiskalt und an jenem Tag herrschte starker Nebel, sodass sie weder die Küste noch ihr Begleitboot richtig sehen konnte. 

Nach über 15 Stunden war Chadwick ganz versteift vor Kälte und bat ihre Trainerin und Mutter, dass man sie aus dem Wasser holen solle. Die zwei sagten ihr, dass sie nicht aufgeben solle und die Küste schon gleich da wäre. Florence Chadwick sah jedoch keine Küste - sie sah nur Nebel und kein Ziel. Sie gab 800 Meter vor dem Ziel auf.

Auf die Frage eines Journalisten, warum sie aufgegeben habe, antwortete sie: „Es war der Nebel. Wenn ich das Land hätte sehen können…“ Dieser Satz wurde weltberühmt und noch im selben Jahr schaffte sie die Strecke - ohne Nebel an jenem Tag.

Aus dieser kleinen Geschichte lässt sich gut erkennen, wie wichtig es ist seine Lebensziele zu finden und zu kennen. Lebensziele motivieren einen nicht nur. Sie bündeln deine Fähigkeiten und lassen dich über deine Grenzen gehen. Sie tragen sogar ihren Teil dazu bei, dass du zu dir selbst finden kannst. Du wirst dich selber überraschen, was so alles in dir steckt und wozu du wirklich fähig bist, wenn du nach deinen größten Wünschen und Visionen strebst.

Lebensziele, die du für dich erkennst, geben dir:

  • Sinn und Erfüllung im Leben
  • eine Richtung vor
  • Vorfreude, Begeisterung und Tatendrang für deine Zukunft
  • Entschlossenheit für die Dinge, die du wirklich willst

Wenn man seine Lebensziele kennt, heißt das nicht, dass man sich diesen immer 24/7 widmen muss, um auf diese hinzuarbeiten. Oftmals erreicht man mehrere Zwischenstationen des Erfolgs ehe man sein großes Lebensziel erreicht hat.

Daher geben dir Lebensziele eine umfassende Klarheit, Ausrichtung und Motivation für dein tägliches Handeln – selbst wenn wir es so meistens nicht bewusst wahrnehmen. Sie schenken jedem Menschen den Antrieb und Sinn des Lebens, denn jeder von uns hat die intrinsische Motivation sich zu verwirklichen, etwas zu erreichen und glücklich zu werden.  

Welche Bereiche decken Lebensziele ab?

Man kann in unterschiedlichsten Bereichen seine Lebensziele finden. Es gibt in dieser Hinsicht keine Eingrenzungen. Die einzige Voraussetzung, die erfüllt werden muss, liegt auf der Hand: deine Lebensziele betreffen dich persönlich.

Zu einem Großteil der hier aufgelisteten Dinge wirst du mit Sicherheit einen persönlichen Bezug finden. Aus diesen Lebensbereichen könnten deine Lebensziele stammen. Nicht alle Lebensbereiche werden ggf. dieselbe Wertigkeit für dich besitzen, jedoch berühren dich die meisten in deinem täglichen Leben. Aus folgenden Bereichen könnten deine Lebensziele kommen:

  • Familie
  • Liebe
  • sozialen Umfeld und Freundschaften
  • persönliche Weiterentwicklung, Fähigkeiten, Erfahrungen
  • intellektuelle Weiterbildung
  • Finanzen, Besitz, Materielles
  • Spiritualität, Religion
  • Wohltätigkeit
  • Beruf
  • Freizeit, Sport, Hobby 

Des Weiteren nehmen wir als Person in unserem Leben und Zusammensein mit anderen Menschen unterschiedliche Rollen ein. Auch darüber können sich Lebensziele ableiten. Deshalb ist es wichtig, sich einmal darüber klar zu werden, welche Rollen wir in unserem sozialen Umfeld innehaben und was das für uns bedeutet. Mitunter kannst du sein:

  • Vater, Mutter, Sohn, Tochter etc.
  • Angestellter, Chef, Auszubildender, Selbstständiger
  • Gläubiger, Atheist
  • Gemeindemitglied
  • Vereinsmitglied
  • Freund, Bekannter, Nachbar
  • Reisender, Naturfreund, Sportler

Es ist in der Hinsicht egal, ob deine Wünsche von materieller, immaterieller oder emotionaler Natur sind. Um dir ein wenig Inspiration zu geben, wie solch kleinere oder größere Lebensziele eigentlich lauten können, möchten wir dir ein paar Beispiele vorstellen. Gewisse Lebensziele können wiederkehrende Ereignisse sein, die du als eine Gewohnheit etablierst. Andere hingegen können einmalige Erlebnisse sein, die du einmal in deinem Leben gemacht haben möchtest. 

kleinere Lebensziele

Sport treiben und sich gesund ernähren.

Einmal die Polarlichter sehen.

Einen Baum pflanzen.

Jeden Tag einer geliebten Person etwas Gutes tun.

größere Lebensziele

Das Lieblngsauto kaufen.

Eine lange Reise über mehrere Wochen machen.

Eine erfüllte Beziehung führen und eine Familie gründen.

Ein eigenes Unternehmen aufbauen und sich selbstständig machen.

Lebensziele finden: Darauf solltest du achten

Jeder von uns war, ist und wird auf der Suche nach seinen Lebenszielen sein. Es ist ein stetiger Prozess im Leben. Ziele können sich ändern oder gar auflösen und stattdessen treten neue ins Leben. An gewisse Regeln sollte man sich erinnern, wenn man sich irgendwann erneut die Fragen stellt „Wer bin ich? Was will ich erreichen? Was sind meine Ziele in meinem Leben?“.

Greif nach den Sternen

Wer nicht auf der Suche nach einem normalen einfachen Leben ist, muss nach den Sternen greifen und sich hohe Ziele setzen. Erst wer über den Tellerrand hinausschaut, kann sehen, was das Leben so alles bieten kann. Dabei erfahren wir viel über uns selbst und können noch unentdeckte Seiten an uns erkennen – ein wichtiger Schritt in einem Selbstfindungsprozess. Wer nie über seine Grenzen geht, wird vermutlich nie sein ganzes Potenzial ausschöpfen.

Dabei sind es oft wir selbst, die uns aus irgendwelchen Gründen selber „klein halten“ und die eigenen Erwartungen unbewusst schmälern. Eine kleine Geschichte, um dies zu verdeutlichen. 

In einem Behälter sitzt eine Vielzahl von Springflöhen, ohne dass sie jedoch aus dem Behälter springen können. Die meisten springen zwischen 20 und 30 Zentimeter hoch. Doch in diesen Behälter wurde eine Scheibe auf Höhe von 15 Zentimeter eingeführt. Jeder Floh sprang also gegen diese Scheibe und „stieß sich seinen Kopf“. Irgendwann haben sich die Flöhe an genau diese Höhe gewöhnt und verstanden, dass sie nicht höher kamen - egal was sie auch machten.

Nachdem die Scheibe entfernt wurde und die Flöhe wieder ihr ganzes Potenzial hätten nutzen können, haben sie sich jedoch schon an die alte Höhe gewöhnt. Kein Floh sprang mehr höher als 15 Zentimeter, obwohl es ihnen möglich gewesen wäre. Sie haben sich an genau diese Erwartungen gewöhnt.

Genau diese Scheibe können wir im übertragenen Sinne auch besitzen. Wir setzen uns selber Restriktionen und schmälern die Erwartungen an unsere eigenen Fähigkeiten. Deshalb ist jetzt Schluss mit dieser mentalen Scheibe! Lass deinen Gedanken freien Lauf und greife nach den Sternen, wenn du deine Lebensziele suchst.

Streiche den Konjunktiv 

Lebensziele sind nicht etwas, das du tun „solltest“ oder „müsstest“. Lebensziele sind etwas, was du erreichen willst und benötigen daher keinen Konjunktiv. Wer seine Lebensziele kennt, benötigt nicht solche Worte. Sie sind motivierend genug, dass du dich nicht im Konjunktiv verklausulieren musst.

Nicht umsonst stellst du dir ja auch die Frage „Was will ich?“ und nicht „Was würde ich gerne wollen?“. Es sind deine tiefen inneren Bedürfnisse, die du dir klarmachen musst, um genau diese Ziele zu verwirklichen und Erfüllung zu verspüren. 

Lebensziele finden beschrieben durch ein einen kleinen Zettel mit dem Wort "Dream"
Wer seine Lebensziele finden will, muss nach seinen Wünschen suchen.

Ein Kind kennt den Konjunktiv noch nicht. Ein Kind „will das und das haben/sein/machen“. Es scheint in gewisser Weise so, als würden wir mit dem Erwachsenwerden und den größer werdenden Verantwortungen genau diesen Willen verlieren, weil wir uns dem gesellschaftlichen Bild fügen. Ein bisschen mehr Mut und Leichtigkeit tut jedem von uns gut.

„Wenn… dann…“

„Wenn ich erst mal reich bin und mir alles leisten kann, dann werde ich wirklich glücklich.“

Es ist ein typischer Fehler seine Lebensziele an gewisse Voraussetzungen zu koppeln. „Wenn ich mal reich bin, dann…“, „Wenn ich genug Zeit habe, dann…“, „Wenn ich diesen Schritt in meinem Leben erreicht habe, dann…“. 

Mit solchen Aussagen setzt du deinen Fokus zu sehr auf die Zukunft und knüpfst gewisse Bedingungen, um deine persönliche Erfüllung zu finden. Man verliert den Bezug zur Gegenwart – zum Hier und Jetzt. Womöglich lässt man sogar wichtige Erfahrungen aus, wenn zu sehr versteift und diese Annahme vertritt, dass erst in Zukunft alles sich zusammenfügt. Im Endeffekt grenzt man sich selber von seinem Glück ab.

Wer sagt, dass du erst erfüllt und glücklich sein musst, wenn erst ein gewisses Szenario eingetroffen sein muss? Du kannst sehr wohl auch jetzt schon ein zufriedenes Leben führen und trotzdem noch deine Lebensziele finden bzw. nachgehen. Deine Wünsche und Lebensziele sollen dich in deinem Glück ergänzen und nicht im jetzigen Zeitpunkt von irgendetwas abhalten.

Die Zukunft kann noch lange hin sein und bis dahin kann sich noch vieles ändern. Niemand kann dir garantieren, dass du deine Ziele so erreichst. Knüpfe deine persönliche Erfüllung und Lebensziele also nicht an „Wenn… dann…“-Formulierungen.

Lebensziele finden: 3 Gedankenexperimente um deine Lebensziele zu erkennen

Als Anleitung, wie du am besten deine Lebensziele finden kannst, empfehlen wir dir die folgenden Punkte chronologisch durchzugehen. Starte mit den Gedankenexperimenten und begebe dich auf die Fantasiereisen. Du erhältst ein grobes Bild von deinem Leben und kannst womöglich schon erste Lebensziele für dich ableiten. Die Methoden, die wir dir später näherbringen, sind hingegen dann die praktische Umsetzung deiner Ergebnisse. Wichtig ist es nämlich deine Lebensziele zu visualisieren und später in regelmäßigen Abständen zu dokumentieren – dazu jedoch später mehr in unseren Methoden. Mit jedem Schritt werden deine Visionen konkreter.

Gewisse Gedankenexperimente können dir helfen deine Lebensziele zu finden. Doch eines noch vorweg: Es ist in Ordnung, wenn du nicht auf alles eine Antwort hast oder dir über gewisse Dinge einfach nicht sicher bist. Dabei ist es genauso irrelevant, in welchem Zeitpunkt deines Lebens du dich befindest. Egal wie alt du bist oder in welcher Situation deines Lebens du dich befindest –  auch du kannst noch deine Lebensziele finden.

Lebensziele finden ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen passieren wird. Schenke der Sache Zeit und erfrage dich regelmäßig aufs Neue, was du im Leben für Ziele verfolgen möchtest.

1. Gedankenexperiment: Stell dir vor du hast unbegrenzt viel Geld und Zeit

Dieses Szenario soll dich vor allem eines machen: frei von jeglichen Restriktionen und Eingrenzungen, die du in deinem alltäglichen Leben hast. Stell dir vor, du hättest keine finanziellen oder zeitlichen Eingrenzungen, keine Termine und keine Verpflichtungen. Du hast mehr Geld als du  benötigst.

Du könntest tun und lassen, was du willst. Was stellst du mit dieser Freiheit an? Was würdest du dir mit dieser Freiheit ermöglichen? Wenn wir uns genau dies überlegen, können wir unsere größten Passionen entdecken, die womöglich in unserem Alltag mitunter abhandenkommen.

Hier ist mein Beispiel dafür:

Ich würde mir ein feines und gemütliches Haus mit großem Garten direkt an der Atlantikküste suchen. Wenn andere früh morgens zur Arbeit fahren, werde ich noch vor dem Frühstück auf das Surfboard steigen und meinen Morgensport betreiben. Ich würde viel gärtnern und mein eigenes Obst und Gemüse ernten. Ganz ohne Arbeit will ich jedoch auch nicht sein, da ich gerne als Handballtrainer eine Jugendmannschaft trainiere. Ich werde Musikinstrumente erlernen und mir zwei Hunde holen, die mich täglich auf Trapp halten werden. Mit meiner Freundin werde ich mir regelmäßig längere Auszeiten erlauben, Roadtrips in unserem ausgebauten Van machen oder die Welt bereisen.

Aus diesem Gedankenexperiment lassen sich doch schon ein paar Lebensziele finden. Für einige benötigt es sogar nicht mal groß Geld, sondern hauptsächlich Zeit. Gewisse Lebensziele kann ich bereits direkt übernehmen und angehen. Für andere benötige ich noch ein wenig mehr Zeit und finanzielle Freiheit, um dies zu ermöglichen.

2. Gedankenexperiment: Der ideale Tag

Der ideale Tag schließt sich dem ersten Gedankenexperiment an. Jedoch setzten wir uns nun genau die finanziellen und zeitlichen Ressourcen. Wir denken nun ein wenig kleiner und realer.

Trotzdem ist diese Fantasiereise ähnlich hilfreich wie die erstere, wobei sie auch noch viel realistischer ist. Spiele den Tag von morgens mit dem Aufstehen bis zum Schlafen gehen durch. 

  • Was für eine Morgenroutine hast du? 
  • Mit was für Leuten umgibst du dich? 
  • Was willst du unternehmen?

Dein idealer Tag sollte nicht langweilig sein und 24 Stunden Freude bringen. Genauso kannst du in diesem Gedankenexperiment festhalten, was du keinesfalls erleben möchtest. Es ist genauso wichtig zu wissen, was man nicht in seinem Leben haben möchte.

Der ideale Tag kann dir bewusst werden lassen, was dir im Leben wirklich wichtig ist. Genau diesen Dingen solltest du in deinem Alltag viel Zeit schenken und darum deine Lebensziele formulieren.

3. Gedankenexperiment: Der 80. Geburtstag

Seine Lebensziele finden kann man auch, indem man sich seinen 80. Geburtstag einmal vorstellt. Hierbei handelt es davon hauptsächlich in den „Spätherbst“ seines Lebens zu blicken, sodass man sozusagen sein Leben einmal rückblickend evaluiert und Revue passieren lässt.

Male dir deinen 80. Geburtstag aus. Wie wird er für dich aussehen?

  • Wer ist an deinem Geburtstag alles dabei? Dein Ehepartner, Kinder, Enkelkinder?
  • Was für Freunde werden an deiner Seite sein?
  • Wo wird dein Geburtstag stattfinden? In deinem eigenen Haus oder Garten? 
  • Wie werden die Leute von dir sprechen? Was sagen deine Familie, deine Freunde oder Kollegen über dich? Wie sehen sie dich?

Jeder kennt die typische Filmszene, wenn jemand auf dem Sterbebett liegt und den umstehenden Personen von seinen schönsten Momenten erzählt, was er in seinem Leben so alles erlebt und bereut hat. Auch das solltest du dein „Zukunfts-Ich“ einmal fragen: Was möchte dein 80-jähriges Ich erlebt haben?

  • Worauf wirst du besonders stolz sein?
  • Was werden deine schönsten Erfahrungen sein? 
  • Gebe es womöglich etwas, das du bereuen wirst?

Auch hierbei spielt sich alles in einem nicht realen Zustand ab. Trotzdem kannst du erkennen, was du sein und erlebt haben möchtest – und was auch nicht. Es lassen sich für dein jetziges und zukünftiges Handeln Lebensziele finden und ableiten.

Lebensziele finden: 3 Methoden um deine Ziele zu definieren

Mit den eher praktischen Methoden beschäftigst du dich ganz bewusst mit deinem IST-Zustand und zukünftigem SOLL-Zustand, um deine Lebensziele zu finden. Durch die Gedankenexperimente hast du ein gutes Gefühl erhalten, was dir im Leben alles wichtig ist. Jedoch fehlt die Dokumentation und Visualisierung deiner Lebensziele.

Die drei Methoden sind nun die praktische Umsetzung der erkannten Lebensziele, die du nun Schritt für Schritt zu Papier und ins Gedächtnis bringen wirst. Wie auch bei unseren Gedankenexperimenten werden mit jeder Methode deine Lebensziele konkreter und greifbarer. 

1. Methode: Visualisierung durch Mindmaps und Pro-Contra-Listen

Mindmaps und Pro-Contra-Listen wirken womöglich ein wenig altbacken und kennen viele aus Schul- und Ausbildungszeiten. Trotzdem haben diese Methoden ihre Daseinsberechtigung. Sie ermöglichen dir einen guten Überblick über dein Leben und deine Lebensbereiche.

Für die Mindmap schreibe deinen Namen oder „Ich“ in die Mitte. Von da aus kannst du in deine Lebensbereiche gehen: Familie, Freunde, Arbeit, Hobbys, Leidenschaften, persönliche Entwicklung, Spiritualität, materielle und immaterielle Wünsche, Vision und vieles weiteres.

Was beschäftigt dich in diesen Lebensbereichen – sowohl positiv als auch negativ? Genauso kannst du in einer anderen Farbe die Dinge in der Mindmap ergänzen, die du dir gerne für dein zukünftiges Ich wünschst.

Lebensziele finden beschrieben durch eine Mindmap, um seine Lebensziele zu erkenne
Lebensziele finden: Mind Map Beispiel (in rot die Lebensziele, die man sich für das Zukunfts-Ich wünscht)

Ähnliches Ergebnis können wir auch durch eine Pro-Contra-Liste erreichen. Was gefällt dir in deinem Leben? Worauf bist du stolz und was weniger? Wo siehst du ggf. noch Potenziale?

2. Methode: Formulierung deiner Ziele mit Hilfe der SMART-Methode

Nun wo du weißt, in welchen Lebensbereiche du deine Lebensziele finden kannst, ist die korrekte Formulierung dieser wichtig. Es gibt unterschiedliche Methoden von Zielformulierungen.

Wir finden die SMART-Methode sehr hilfreich und möchten dir diese vorstellen. Gerne kannst du diese natürlich auch in abgewandelter Form auf deine Lebensziele und -bereiche anpassen, denn womöglich ist nicht jedes deiner Lebensziele so zu formulieren.

Die SMART-Methode verhilft dir deine Lebensziele möglichst detailliert und genau zu spezifizieren. Dabei steht jeder Buchstabe für ein Attribut, wie du dein Lebensziel verpacken solltest. Hierzu haben wir dir folgende Grafik erstellt:

Lebensziele finden Infografik der SMART-Methode

Genauer gesagt, solltest du dir zu jeder Eigenschaft folgende Fragen stellen, um so deine Lebensziele zu definieren:

  • Wie lautet dein persönliches Lebensziel?
  • Sei hier so genau und spezifisch wie möglich
  • Womöglich einer der schwersten Punkte für Lebensziele
  • Finde einen Bewertungsmaßstab für dein Lebensziel – verpacke es in Zahlen
  • Mit was für einem Kriterium kannst du sagen, dass du dein Lebensziel erreicht hast?
  • Was für mögliche Zwischenstationen hat dein Lebensziel?
  • Das Lebensziel sollte dich betreffen und eine große Relevanz für dein Leben haben
  • Wirst du Erfüllung und Glück verspüren, wenn du dein Lebensziel erreicht hast?
  • Eine genaue Vorstellung des zukünftigen SOLL-Zustands lässt dir ein klares Bild geben und trägt zu deiner Motivation bei
  • Beantwortung der Frage „Wie?“
  • Sind deine Lebensziele für die realisierbar?
  • Wie kannst du dein Lebensziel erreichen?
  • Was für Schritte und Aufwendungen werden von dir benötigt, um die zu erreichen?
  • Bis wann möchtest du dein Lebensziel erreicht haben?
  • Kannst du einschätzen wie viel Zeit es von dir benötigt?

Empfehlung von DailyMentor

Wir haben einen ausführlichen Beitrag über die Zielformulierungen mit Hilfe der SMART-Methode geschrieben. Falls du mehr darüber erfahren möchtest, schau gerne vorbei!

3. Methode: Dokumentation von Lebenszielen durch Vision Board und Erfolgsjournal

Im letzten Schritt wollen wir uns darum kümmern, dass wir die Lebensziele auch richtig dokumentieren, um uns regelmäßig an diese erinnern. Eine hervorragende Möglichkeit ist das Erstellen eines Vision Boards und/oder Führen eines Erfolgsjournals.

Es ist nämlich wissenschaftlich belegt, dass wir uns Dinge am besten einprägen können, wenn wir uns regelmäßig mit ihnen auseinandersetzt. Je öfter man sich also mit seinen Visionen und Lebenszielen beschäftigt, desto präsenter sind sie in unserem Gedächtnis und Alltag.

Ein Vision Board ist eine umfassende visuelle Zusammenfassung deiner Lebensziele aus all deinen Lebensbereichen, welche dich jeden Tag aufs Neue an deine Wünsche, Ziele, Träume und Visionen erinnert. Für ein Vision Board kannst du all deine persönlichen Lebensbereiche runterschreiben. Dein Vision Board sollte anschließend mit Zeichnungen, Ausschnitten aus Zeitschriften, Bilder o.ä. dann ergänzt werden, die deine Lebensziele visuell unterstreichen.

Was möchtest du in jedem dieser Bereiche erreichen? In sechs Monaten, einem Jahr und fünf Jahren? Passe den Zeitraum gerne für deine Lebensziele an.

Lebensziele finden erklärt durch ein Vorlage eines Vision Boards
Lebensziele finden: Vision Board Beispiel

Dieselben Effekte lassen sich auch mit dem Führen eines Erfolgsjournals erreichen. Es ist wie ein Tagebuch, jedoch für deine Ziele und Erfolge.

Auf dem Markt findet man viele Erfolgsjournale mit vorgefertigten Seiten. Oftmals ist es eine Doppelseite pro Tag, die du mit deinen persönlichen Erfolgen und Zielerreichungen befüllen kannst. Es reichen dir ein paar Minuten am Tag, um so ein Erfolgsjournal zu führen.

In solchen Erfolgsjournalen wird sich nicht nur auf deine Lebensziele konzentriert. Als weitere positive Effekte dokumentierst du in vielen deine Momente und Dinge für die du dankbar und glücklich bist. Es fördert daher nicht nur deinen Dokumentationsprozess, sondern stärkt dein persönliches Wachstum und erfordert von dir regelmäßige Selbstreflexion.

Empfehlung von DailyMentor

Bist du weiter interessiert, wie man ein Erfolgsjournal führt oder möchtest gerne direkt Empfehlungen? Wir haben einen Beitrag über Erfolgsjournale geschrieben, wie sie dein Leben positiv beeinflussen und du fokussierter auf deine Lebensziele hinarbeiten kannst.

Unser Schlusswort über Lebensziele

Wir hoffen unser Beitrag konnte dir die Wichtigkeit und den Einfluss von Lebenszielen etwas näher bringen. Ziele sind für uns Menschen die treibende Kraft des Alltags. Sie bündeln unsere Energie, geben uns Disziplin, Motivation und Zielstrebigkeit.

Seine Lebensziele finden ist keinesfalls einfach. Wir sind es uns jedoch selber wert genau diese zu erkunden und ihnen nachzugehen. Sie schenken uns Erfüllung im Leben und lassen uns selber neue erfahren.

Das Leben bietet uns so viele Möglichkeiten. Schöpfe dein Potenzial aus und erkunde deine Wünsche, Träume und Visionen, die du im Leben hast! Wir glauben an dich!

Psychografie – was für ein Persönlichkeitstyp bist du? Erkenne dein Naturell

Psychografie Persönlichkeitstyp beschrieben durch verschiedenfarbige Pflanzen

Jedes Individuum wird ausgezeichnet durch verschiedene Eigenschaften, die uns entweder in die Wiege gelegt oder im Verlauf unseres Lebens angeeignet worden sind. Jeder Mensch ist einzigartig – dennoch streben viele von uns danach sich trotz der Vielfalt irgendwo einordnen zu können. Dafür gibt es verschiedene persönlichkeitspsychologische Ansätze, die dem Bedürfnis nahekommen. Einer davon ist die Psychografie. Sie ist ein adäquates, lebensnahes und verständliches System, um Persönlichkeitstypen zu verstehen und sich und sein Umfeld einordnen zu können. 

In der Psychografie spricht man von drei Persönlichkeitstypen: dem Handlungs-, Beziehungs- und Sachtypen. Jeder Mensch ist mindestens einem dieser Typen primär zugeordnet – auch Naturell genannt. Meistens kommt jedoch eine Mischform aus allen dieser Typen zustande, wonach kein einfaches Schubladendenken möglich ist. Davon dominiert jedoch immer einer, der viele Bereiche seines Lebens bestimmt.

Was kannst du in diesem Beitrag lernen?

Im Verlauf unseres Artikels bringen wir dir grundlegendes Wissen über die drei verschiedenen Typen bei. Wir werden uns mit den einzelnen Besonderheiten, Stärken, aber auch Schwächen und Ängsten der Persönlichkeiten befassen. 

Sobald du Kenntnisse über die verschiedenen Grundtypen erlangt hast, kannst du diese nicht nur auf dich anwenden, sondern wirst auch deine Mitmenschen in ihrem Denken und Verhalten besser verstehen können. Die Psychografie bietet dir daher eine hervorragende Voraussetzung für eine gute Selbstbeziehung und gelingende Beziehungen zu Anderen.

Empfehlung von DailyMentor

Bevor du weiterliest, haben wir einen Persönlichkeitstest auf Basis der Psychografie erstellt. 

Am besten du startest zuerst mit dem Test, um gleich einen persönlichen Bezug zur Psychografie zu erhalten.

Hier geht es zum Persönlichkeitstest

Was ist Psychografie?

Die Psychografie basiert auf der Grundannahme, dass die menschliche Psyche auf folgenden drei Bereichen aufgebaut ist: Denken, Handeln, Fühlen. Auf dieser Basis wurden in der Psychografie die drei Persönlichkeitstypen nach Dr. Dietmar Friedmann definiert, die alle ihre Besonderheiten, Talente, Fähigkeiten, aber auch Schwächen haben:

Jeder Mensch hat bereits seit seiner Kindheit eine gewisse Begabung und Bevorzugung in den Bereichen des Fühlens, Handelns oder Denkens entwickelt. Einen dieser Bereiche hat jeder von uns zu seiner persönlichen Stärke gemacht. Hingegen hat man sich unbewusst dazu entschieden einen anderen Teil dieser drei Persönlichkeitstypen eher zu vernachlässigen.  

Psychografie Persönlichkeitstyp beschrieben durch ein Kind, welches eine Landkarte hält
Im Kindheitsalter entscheidet sich unser bevorzugtes Naturell.

In jedem von uns steckt jedoch zumindest ein kleiner Anteil aller drei Typen. Es ist allerdings die Gewichtung dieser drei Persönlichkeitstypen, die bei jedem Charakter unterschiedlich sein kann. Jeder von uns hat trotzdem seine “Lieblingsstrategie“ und eigene Art und Weise, wie man persönlich mit sich und seiner Umwelt interagiert.

So hat jeder Grundtyp seine ganz eigenen praktischen, emotionalen oder mentalen Kompetenzen. Diese ganz individuelle Dynamik ist ausschlaggebend, wie wir die Welt sehen und unseren Alltag bestreiten.

Die Psychografie unterscheidet sich in der Hinsicht von anderen eher statischen und starren Persönlichkeitstests und -modellen. Sie gibt dir eine Grundrichtung an und orientiert sich danach mehr, was innerhalb deiner Persönlichkeit passiert, ohne dich darin einzuschränken. 

Schließlich befasst sich die Psychografie mit ihren drei Persönlichkeitstypen damit, wie die einzelnen Typen handeln, Probleme lösen, wo ihre Stärken und Talente liegen, aber auch wo sich gewisse persönlichkeitstypische Fallen und Lösungswege verstecken können. 

Die drei Persönlichkeitstypen 

Wenn du dir nun die drei Persönlichkeitstypen durchliest, wirst du dich oder eine dir bekannte Person in einigen dieser Beschreibungen mehr – in anderen womöglich weniger – wiedererkennen.

Verstehe, dass du nicht alles “für bare Münze“ nehmen sollst. Die Beschreibung der einzelnen Persönlichkeitstypen entspricht einem 100 prozentigem Naturell, was keinem oder zumindest sehr wenigen von uns entspricht. Wir Menschen sind dynamische Individuen und werden von unserer Umwelt beeinflusst. Daher ist hier kein Schubladendenken angebracht. Eher sollen dir die Naturelle eine Tendenz deiner Persönlichkeit aufzeigen.

Psychografie Persönlichkeitstyp beschrieben durch unterschiedliche Blätterfarben
Abhängig vom Charakter können sich unsere Naturelle überschneiden.

Verstehst du dein Naturell, das deines Partners oder deiner Freunde, so kannst du womöglich diese besser nachvollziehen. Du erkennst, weshalb jemand so handelt wie er es tut, verstehst seine Stärken und Schwächen. Vor allem soll dir unsere Auflistung die Möglichkeit geben, dass du zwischenmenschliche Beziehungen besser handhaben und verstehen kannst. 

Jedoch wollen wir dir mit dem einordnen und erkennen der drei Naturelle nicht nur “Honig um den Mund schmieren”, sondern dir einen Lerneffekt mitgeben. Du erhältst von uns daher nicht ausschließlich Positives in der Auflistung, sondern wirst auch viele “persönlichen Baustellen“ der Naturelle erkennen. Denn es sind vor allem die Schwächen, die man bei den einzelnen Naturellen verstehen muss, sodass man sich in sein Gegenüber besser hineinfühlen kann. 

Beachte dabei bitte immer, dass es bei der Unterscheidung der drei Grundtypen nicht darum geht, dass der eine oder andere besser oder schlechter ist. Sondern es geht darum, dass man die Eigenheiten seines Persönlichkeitstyps und den seiner Mitmenschen analysieren und akzeptieren lernt, um Missverständnissen entgegenzuwirken.

Der Beziehungstyp

Der erste der hier vorgestellten Persönlichkeitstypen ist der Beziehungstyp. Er ist mit Abstand die kreativste uns abenteuerlustige der drei Grundtypen – mit ihm wirst du immer spannende neue Dinge erleben.

Mitunter liegt das daran, dass der Beziehungstyp ein nahezu chronischer “Ja”- Sager ist und nur selten “Nein” sagen kann. Dies kommt ihm jedoch nicht allzu oft zulasten, da er sich rasch für jegliche Dinge begeistern kann. Das sind vor allem die Dinge, bei denen er herausgefordert wird. Diese Hingabe kann jedoch schnell aufgrund des oberflächlichen Interesses schwinden, sobald sich ihm eine neue, spannendere Möglichkeit eröffnet. 

Er hat oftmals einen großen Freundeskreis und hegt eine starke Bindung zu seinem sozialen Umfeld, auf welches er großen Wert legt. Empathie und Verständnis für sein Gegenüber ist eine seiner größten Stärken. Er verstreut mit seiner offenen, optimistischen Persönlichkeit und vielfältigen Mimik stets viel positive Energie aus, wobei er auch stets selbstbewusst wirkt – dieser Schein kann jedoch in einigen Fällen trügen. 

Ein Beziehungsmensch hat eine große innere Angst von anderen ausgeschlossen oder gar nicht gemocht zu werden. Von allen Typen kann der Beziehungstyp am meisten unter seinen Problemen leiden. Die Fülle an negativen Gedanken kann dieser Typ jedoch mit seinen positiven Gefühlen ausgleichen, da er sehr gut mit seinen Gefühlen, als auch denen von anderen, umgehen kann.

Aufgrund seiner hohen emotionalen Wahrnehmungsdichte denkt, fühlt und handelt er demnach oft sehr emotional. Der Beziehungstyp hat einen ausgeprägten Sinn für alles Schöne, weshalb er auch einen großen Wert auf sein Erscheinungsbild legt, um anziehend und attraktiv zu wirken.

Der Beziehungstyp hat großes Interesse für Neues und scheut es daher nicht neue Wege einzuschlagen – weshalb der Werdegang eines Beziehungstyps nicht immer konstant ist. Der Beziehungstyp lebt nämlich stets im Hier und Jetzt – die Gegenwart ist seine Zeitform. 

  • lebendig, kontaktfreudig, ausdrucksstark, ideenreich, optimistisch
  • kommunikative und offene Persönlichkeit und findet schnell den Zugang zu anderen
  • starkes Empathievermögen und das Verständnis für andere Personen und Situationen
  • verantwortungsbewusst und hilfsbereit
  • kann sich sehr gut ausdrücken, was vor allem an seinen eigenen starken Emotionen liegt
  • ist durch die Begeisterungsfähigkeit in der Lage Zusammenhänge und Situationen schnell zu verstehen
  • ungeduldig, unvorsichtig, leichtgläubig, schnell ablenkbar, unpünktlich
  • nimmt viele Dinge sehr persönlich und bezieht vieles auf sich
  • verausgabt sich überdurchschnittlich für andere – geht er dem nicht nach, fühlt er sich schuldig
  • passt sich sehr an die Bedürfnisse von anderen an und stellt das eigene Wohl hinten an, im übertriebenen Ausmaß kann sich dies im Helfersyndrom bemerkbar machen
  • kann sich schwer abgrenzen
  • Probleme mit der Einteilung von zeitlichen und finanziellen Ressourcen durch vielfältiges und gleichzeitiges Interesse
  • kann sehr gut mit Menschen umgehen, weshalb er oft im Sozialen beruflich tätig ist
  • starke Beziehung zum Umfeld und daher sehr anfällig auf die Impulse, die von außen kommen – oder ggf. nicht kommen
  • vergleicht sich oft mit anderen und hat einen hohen Anspruch an sich selbst
  • durch vielfältiges und sprunghaftes Interesse kann der Beziehungstyp unkritisch und oberflächlich wirken, wobei gewisse Versprechen auch nicht immer eingehalten werden können 
  • besitzt eine Fluchttendenz, um sich abzuschotten, wenn ihm Abweisung widerfährt oder er sich ungeliebt und hilflos fühlt
  • nicht mehr gemocht oder geliebt zu werden und aus der Verbindung zu fallen
  • hilflos zu sein
  • dass sich andere nicht für ihr Interessen und Bedürfnisse interessieren
  • kritisches Denken und Hinterfragen
  • klares Denken, Abstand zu Situationen gewinnen
  • Geduld: sich Zeit einräumen und angefangene Projekte zu Ende bringen
  • auf das eigene Wohl verstärkter achten, auch wenn man es dabei nicht immer allen recht machen kann 
  • Rücksicht auf die eigenen Ressourcen und Planung des Alltags zu legen

Der Sachtyp

Der nächste der drei psychografischen Grundtypen ist der Sachtyp. Wie der Name schon vermuten lässt, ist er ein sehr theoretisch und geistig veranlagter Mensch, der stets rational handelt. Man könnte den Sachtyp auch als “Kopfmenschen” bezeichnen, der mehr theoretisch als praktisch veranlagt ist, da er lieber denkt als zu handeln.

Ein Sachtyp ist sehr wissbegierig, erkennt schnell Zusammenhänge und ist lernwillig für jegliche Thematiken, die ihn interessieren. Er schätzt stets Klarheit, Effizienz und Transparenz, wobei er Situationen immer wohlbedacht abwägt, ehe er Zeit, Anstrengungen und/oder Geld investiert. Im Allgemeinen ist der Sachtyp sehr sparsam mit seinen Finanzen und Ressourcen.

Trotz und womöglich gerade wegen seines Strebens nach Fehlervermeidung, ist der Sachtyp ein “Vielleicht”-Mensch, womit er in den für sich unangenehmen Entscheidungssituationen einen Spielraum offen lassen kann – und das meist über einen längeren Zeitraum. Er ist einfach kein typischer Initiator, sondern wartet gerne erstmal ab, um dann irgendwann zu reagieren. Das macht ihn zusätzlich sehr sicherheitsbedacht.

Die Zeit, die der Sachtyp für sich alleine hat und auch mal “nichts tut”, schätzt er sehr. Viele seiner persönlichen Angelegenheiten und Probleme macht der Sachtyp mit sich selber aus. Er ist meist zurückhaltend, konfliktvermeidend und unauffällig. Lässt sich ein Konflikt jedoch einmal nicht vermeiden oder geht es dem Sachtypen nicht gut, so hat er in solchen Situationen eine starke Tendenz zum Rückzug, Pessimismus und zur Sensibilität. Dies bekommt auch sein soziales Umfeld zu spüren – wobei er jedoch stets ein loyaler und fürsorglicher Freund und Partner ist.

Für Sachtypen ist es zudem nicht untypisch bestimmten Gewohnheiten nachzugehen, da sie Regeln und Sicherheit im Alltag brauchen. Ehe er sich von einer solchen Struktur trennt, sollte stets eine Alternative vorhanden sein. Nicht nur aufgrund seiner analytischen Vorgehensweise, sondern auch aufgrund seines überdurchschnittlich guten Gedächtnisses ist der Sachtyp ein vergangenheitsorientierter Mensch. 

  • strukturiertes Denken und analytisches Vorgehen
  • hohe Auffassungsgabe
  • ist sehr detailliert und kann sich im eigenen Fachgebiet viele Dinge merken 
  • hat die Fähigkeit Situationen zu versachlichen und nicht zu dramatisieren
  • bringt Gelassenheit mit und strahlt dabei Souveränität aus
  • schiebt unangenehme Aufgaben gerne auf und hat Probleme sich zu entscheiden
  • kann zu viel nachdenken und verpasst den Moment des Handelns, um aktiv zu werden
  • Probleme in der Äußerung der eigenen Gefühle, da er keinen guten Zugang zu den inneren Befindlichkeiten hat
  • Probleme Kritik aufzunehmen – vor allem dann, wenn sie sachlich geäußert wird
  • kann sich schnell zurückziehen, bei Überforderungen einer Situation
  • Probleme in Drucksituationen und Veränderungen
  • verhält sich introvertiert, starr und abgekühlt in unkomfortablen Situationen
  • kann zu unentschlossen und passiv sein – lange steht das “Vielleicht“, ehe er sich entscheiden kann
  • kommuniziert sachlich und klar, kann trotzdem gerne auch mal abschweifen 
  • geht tiefe Verbindungen ein und führt daher sehr loyale Freundschaften
  • lässt anderen Mitmenschen Raum und kann gut zuhören
  • ist nicht direkt schüchtern, sondern eher zurückhaltend und beobachtend
  • lässt sich wenig durch Emotionen durchrütteln 
  • hat tiefe Gefühle, doch zeigt diese nur ausgewählten Personen
  • macht viele Angelegenheiten mit sich selbst aus und lässt sich dabei nach außen wenig anmerken 
  • bleibt in Diskussionen sachlich und ruhig
  • lässt sich für Aktivitäten schwerfälliger motivieren 
  • hat eine hohe Reizschwelle in Konfliktsituationen – wird diese jedoch erreicht, kann es auch ihm “herausplatzen“ und ist dabei sehr treffsicher, zynisch oder auch gemein
  • Angst vor Sicherheits- und Kontrollverlusten
  • allgemeine Aversion von Risiko
  • Angst vor Verlusten und Niederlagen
  • nicht immer zu viel nachdenken und bereit sein ein Risiko einzugehen
  • sagen was er will und nicht nur was er nicht will
  • sich groß und laut machen für Dinge, für die er einsteht
  • Dinge weniger “verkopft“ und starr betrachten
  • proaktives Handeln und eine bessere Handhabung von Drucksituationen

Der Handlungstyp

Der letzte der drei Grundtypen ist entgegen dem Sachtypen ein sehr kraftvoller und entschlossener Typ. Die Rede ist von dem Handlungstypen. Er bevorzugt das praktische Handeln und schätzt positive Ergebnisse sehr, da seine Arbeit und die damit verbundenen Fähigkeiten meist Mittelpunkt seines Lebens sind. 

Um seine Ziele zu erreichen, ist er jedoch stets zum Kampfe bereit und nimmt den einen oder anderen Streit in Kauf – wobei er selbst hart im Nehmen ist und sich nicht viel beklagt. Er liebt es, sich zu messen und mit anderen zu vergleichen, deshalb erkennt er in allem einen Wettbewerb. Dabei erkennt er als strukturliebender Mensch die Regeln zwar an, ist meistens aber davon überzeugt im Recht zu sein und scheut dabei auch nicht davor ab andere zurechtzuweisen. 

Nicht nur bei den Wettbewerben muss er an erster Stelle stehen, auch im Arbeitskontext übernimmt er gerne die Führungsposition, wobei er stets ein verantwortungs- und pflichtbewusster Mensch ist. Während andere noch denken, ist er bereits am Handeln und übernimmt die Führung. Er verabscheut Ungerechtigkeit und setzt sich wegen seines Beschützerinstinkts gerne für Schwächere ein. Er ist großzügig und teilt gerne.

In seinem Handeln ist er sehr lösungsorientiert und weiß schnell, was zu tun ist – das schätzt sein streng ausgewähltes Umfeld sehr an ihm. Sein Umfeld muss ihn nehmen, als das, was er ist, denn wenn er einmal leidet, wird er kritisch und polternd, hartherzig, gemein oder negativ, wodurch er nach außen machtvoll und dynamisch wirkt, was ihm jedoch keine Missverständnisse erspart.

Nicht nur nach außen wirkt der Handlungstyp so. Tatsächlich hat er einen schlechten Zugang zu seinen Gefühlen, welche für ihn oft nicht klar sind. Nach außen ist er stets robust, taff und kann seine Meinung gut durchsetzen – doch in Wahrheit sucht er die Möglichkeit sich bei jemanden anlehnen zu können, dem er auch seine schwache Seite zeigen kann. Der Handlungstyp ist ein Macher und handelt, wenn andere noch überlegen, deshalb ist seine Zeit die Zukunft

  • schätzt die sozialen Kontakte und ist ein wahrer “wir“-Mensch 
  • achtet auf das Wohl der Gruppe und Gerechtigkeit 
  • sucht die Führungsposition und ist dabei sehr lösungsorientiert
  • verantwortungsvoll, zuverlässig und pflichtgetreu
  • disziplinierter zuverlässiger Pragmatiker
  • ziel-, ergebnis- und erfolgsorientiert
  • arbeitet mehr als nötig und blendet dabei die emotionale Ebene aus
  • sehr ausgeprägtes Ordnungsbedürfnis und starkes Pochen auf das Einhalten von Regeln, was ihn als Kontrollfreak aussehen lassen kann
  • kann Konflikte verursachen durch die “Angriffslust” seine Meinung durchzusetzen
  • besitzt die Grundhaltung zuerst “Nein“ zu sagen
  • Hang zum Perfektionismus und das auch unter der Missachtung der eigenen Energie und Gesundheit
  • schätzt die Familie und Freunde und meint es gut mit ihnen
  • hat ein eigentlich ein weiches Herz – und zeigt dies vor allem Kindern und Tieren
  • bevorzugt eine klare Kommunikation – spricht dabei gerne laut und deutlich und untermauert dies mit Gestiken
  • schätzt die eigenen Kontakte sehr – doch eine zu nahe Bindung kann für ihn suspekt sein
  • braucht ein starkes Gegenüber, das seine eigene Postionen vertritt 
  • mag es sich mit anderen zu reiben und zu diskutieren 
  • Es geht ihm im sozialen Umfeld hauptsächlich darum etwas “zu machen” und weniger sich mit Emotionen zu beschäftigen
  • durch seine Beschützerrolle ist er für sein soziales Umfeld immer da
  • ist weniger der Zuhörer, sondern schlägt dem Gegenüber bei Problemen eigene Lösungswege vor, wie er selber vorgehen würde
  • Angst sich Schwächen einzugestehen – denkt, dass er immer resolut und standfest wirken muss
  • größte Angst sich eingeschränkt, machtlos oder blockiert zu fühlen
  • Angst von seinem Umfeld falsch wahrgenommen zu werden, dass er in irgendeiner Hinsicht schwach wäre
  • Feingefühl und Empathie, um andere Meinungen zu verstehen und akzeptieren
  • Bereitschaft seine schwache Seite zu zeigen, um sich auch bei anderen anlehnen zu können
  • Rücksichtnahme: fragen, was die Bedürfnisse und Gefühle anderer Personen sind
  • Situationen nicht immer zu ernst zu nehmen, um selber auch mal locker lassen zu können
  • verstärktes Zulassen für eigenen Spaß, Gelassenheit und Fördern der Kreativität

 

Sicherlich wirst du dich in einem dieser Naturelle verstärkt erkennen können. Nehme diesen Text für dich mit, um zu deinen Stärken zu stehen und diese ggf. noch weiter ausbauen zu können. Selbes gilt für deine Schwächen – nehme es als Anlass diese zu erkennen und anzupassen. Doch wie du es selber schon weißt: Niemand ist perfekt und hat seine Potenziale. Das gehört zum “Mensch sein” dazu.

Bestimmt hast auch du einen “aha”- Effekt für dich mitgenommen. Was war es für einer? Wir sind gespannt, welche Learnings du aus diesem Beitrag für dich mitgenommen hast. Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.

Enttäuschung verarbeiten – Talfahrten im Leben besser überwinden

Enttäuschung verarbeiten beschrieben durch verwelkte Rosen

Enttäuschungen werden uns immer wieder im Leben erwarten. In der Partnerschaft läuft es nicht rund, ein Freund lässt einen hängen, im Beruf lässt der nächste Karriereschritt auf sich warten – all das und noch vieles mehr kann uns enttäuschen. Eine Enttäuschung können verspüren, die durch andere Personen ausgelöst wird, aber auch durch uns selbst. Viele haben keine passende Strategie eine Enttäuschung verarbeiten zu können und wissen daher nicht wie sie mit diesen Situationen umgehen sollen.

Doch es gibt Möglichkeiten und Methoden, wie man es schafft besser mit Enttäuschungen umzugehen. Enttäuschungen haben nämlich viel mit unseren Wunschvorstellungen und Erwartungen zu tun. Um Enttäuschungen besser zu verarbeiten, wollen wir uns anschauen, wie man sich in solchen unangenehmen Situation verhalten kann. Jeder von uns muss sich in unregelmäßigen Abständen einer Enttäuschung konfrontiert fühlen – das gehört genauso zum Leben wie schöne Momente und Erfolg.

Bei Enttäuschungen handelt es sich um eine subjektive Wahrnehmung. Es ist daher wichtig seine Emotionen, Erwartungen und Handlungen zu verstehen, um letztendlich seinen Frieden mit der Enttäuschung zu schließen. Der Blick muss wieder nach vorne gerichtet werden und in unserem Kopf schaffen wir dann wieder Raum für positive Gedanken.

Enttäuschungen verstehen 

Enttäuschung ist ein vielschichtiger Begriff und wird oftmals im selben Kontext genutzt wie für Niederlagen, Versagen, Frustration oder Trauer. Eine Enttäuschung ist das Ergebnis, wenn man der eigenen Erwartung nicht gerecht wird und diese nicht erfüllt wird. Dabei kann es sich um emotionale und zwischenmenschliche Ereignisse handeln, aber auch um berufliche Erwartungen und persönliche Ziele

Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich bei Enttäuschungen, um ein subjektives und persönliches Empfinden handelt. Was für manche als Enttäuschung wahrgenommen wird, muss für andere vielleicht keine sein. Vor allem, wenn wer anderes für die eigene Enttäuschung verantwortlich ist, ist Kommunikation daher sehr wichtig. Womöglich haben die Mitmenschen die eigene Enttäuschung gar nicht als so eine wahrgenommen. Eine Enttäuschung verarbeiten, bedeutet daher auch seine Gefühle und Empfindungen zu verstehen und anderen offenbaren zu können.

Die Ursache der verspürten Enttäuschung kann unterschiedliche Gründe haben. Aus der Psychologie gibt es eine sehr passende und einheitliche Definition: Hinter jeder Enttäuschung steckt eine persönliche Hoffnung oder ein Versprechen, welches nicht in Erfüllung gegangen ist. Die ursprüngliche Erwartung war demnach höher als das tatsächliche Ergebnis – dann verspüren wir Enttäuschung. 

Enttäuschung verarbeiten beschrieben durch ein Erwartungs-Diagramm
Enttäuschungen haben viel mit unseren eigenen Erwartungen zu tun.

Schaut man sich das Wort “Ent-täuschung“ mal so an, erkennt man das Wort “Täuschung“ – eine Illusion oder falsche Hoffnung unserer Vorstellung. Der IST-Zustand entspricht nicht der Erwartung und stellt sich als bittere Wahrheit heraus.

Enttäuschungen müssen wir genauer differenzieren. Als Erstes können wir Enttäuschungen verspüren, die durch unsere Mitmenschen verursacht werden – wenn man also durch eine andere Person getäuscht, betrogen oder anderswie hintergangen wird. Eine Enttäuschung kann umso intensiver für uns wirken, wenn dies durch eine uns nahestehende Person geschieht und der gewünschte Ausgang für uns eine größere Bedeutung hat. 

Beide schaden sich selbst: der, der zu viel verspricht und der, der zu viel erwartet.

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), Dichter Tweet

Des Weiteren kann man von sich – also von seiner eigenen Person – enttäuscht sein. Jeder von uns besitzt eine gewisse Erwartungshaltung für sein Handeln und die eigene Person. Wir sind unsere größten Kritiker und möchten unseren Erwartungen gerecht werden. Falls man es nicht schafft diese zu erfüllen, können wir auch von unserem eigenen Handeln enttäuscht sein. 

Eine Enttäuschung verarbeiten — mit 5 hilfreichen Methoden

Es gibt unterschiedliche und gute Methoden, um eine Enttäuschung verarbeiten zu können und dir dabei helfen mit dieser besser umzugehen. Es ist ein Teil der persönlichen Entwicklung, dass du lernst, wie du in solchen unangenehmen Situation reagieren kannst. Jede Enttäuschung kann sich unterschiedlich bemerkbar machen. Daher ist es wichtig, dass du lernst, wie du am besten damit umzugehen hast. Viele der Methoden haben eine Überschneidung mit Themen der Selbstliebe und Selbstreflexion. Denn auch bei diesen Gebieten geht es darum, dass du verstehst, gewisse Dinge zu akzeptieren und wie du zukünftig besser handeln kannst.  

1. Erkenne das Positive in der Situation

Das Leben kann und wird nicht immer linear und nach deinen Vorstellungen verlaufen. Ein Plan kann sich ändern, Misserfolge und Enttäuschungen können passieren. Das sind die natürlichen Aufs und Abs des Lebens. Situationen, die nicht deinen Erwartungen gerecht wurden, sollten nicht immer als eine komplett negative Situation gewertet werden.

Situationen des Scheiterns geben einem die Möglichkeit sein Handeln zu hinterfragen. “Scheitern ist keine Option“ – dieses Zitat sollte man daher nicht für bare Münze seiner Unternehmungen sehen. Man sollte das Scheitern nicht verurteilen, sondern eher versuchen, der Situation etwas Positives abzugewinnen und es als Lehrstunde zu betrachten. 

Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.

Max Planck (1858-1947), Physiker Tweet

Versuche die Situation objektiv zu beurteilen und zu hinterfragen, nachdem du ein wenig Abstand zu ihr gewonnen hast und sich deine Emotionen besänftigt haben. Hinterfrage deine Erwartungen und die Taten von dir und der Personen, die Einfluss auf die Situation hatten. Wie wurde gehandelt und was hätte man besser machen können? Lerne aus vergangenen Fehlern, sowie Verhaltensweisen  und berücksichtige diese für zukünftige Handlungen. Eine Enttäuschung verarbeiten, heißt genauso, sein Handeln zu reflektieren und sich zu besinnen, dass man in Zukunft ähnliche Fehler vermeiden kann.

2. Lasse deine Emotionen zu

Enttäuschung und Trauer zu verspüren, ist erlaubt. Negative Emotionen sind ein Teil unseres Alltags und müssen daher auch einen Platz in unseren Gefühlen finden, um diese zu verarbeiten. Mache dir selber nichts vor und lasse die schlechten Emotionen bewusst zu.

Wir Menschen können nicht immer gut gelaunt durch das Leben gehen und einen Erfolg nach dem nächsten feiern. Es gehört auch dazu Misserfolge, Trauer und Enttäuschungen zu konfrontieren und zu verarbeiten. Das Leben stellt uns immer wieder vor schwierige Aufgaben. Bei solchen ist deine starke Persönlichkeit gefragt, um auch diese Situationen zu meistern.

Verdränge nicht diese negativen Gefühle und stelle dich ihnen. Es ist unmöglich diese Emotionen zu vergessen, denn dein Unterbewusstsein vergisst nie. Früher oder später werden diese Gefühle und Erfahrungen zum Vorschein kommen. Daher ist es wichtig, dass du lernst eine Enttäuschung zu verarbeiten. Langfristiges Verdrängen kann dich seelisch schaden, unglücklich oder depressiv machen.

Enttäuschung verarbeiten beschrieben durch ein traurigen Smiley
Lasse deine Emotionen zu - auch die negativen, die du verspürst.

Gehe in einen inneren Monolog mit dir selbst und hinterfrage dein Erlebnis. Rekapituliere die Geschehnisse. Was hättest du oder wer anderes besser machen können? Versuche aus der Situation zu lernen. Falls es dir möglich ist, überlege dir, wie du die Situation zum Positiven wenden und die Enttäuschung hinter dir lassen kannst. 

Wir möchten dir für diesen Umgang unsere Artikel zur Selbstliebe und Selbstreflexion empfehlen. Viele Handwerkszeuge und Methoden, die du dabei lernen kannst, können dir dabei helfen eine Enttäuschung besser zu verarbeiten. Du bist ggf. gerade erst in einem Prozess diese Dinge zu erlernen. Die bewusste Auseinandersetzung damit zeigt, dass du dich auf dem richtigen Pfad bewegst.

3. Kommuniziere deine Enttäuschung

Wie in so viele Situationen hilft es, über diese mit jemanden zu sprechen. Unabhängig davon, ob man selbst für die Enttäuschung verantwortlich ist oder man durch jemand anderes enttäuscht wurde, ist es wichtig über den Sachverhalt zu reden. 

Eine nahestehende Person kann dir mit einem gut gemeintem Rat oder Trost zur Seite stehen. Durch die Gespräche kannst du selber erneut Revue passieren lassen, was geschehen ist und durch die Meinung anderer Leute ggf. eine weitere Perspektive für deine Situation erhalten. Geteiltes Leid, ist halbes Leid – Kummer, Trauer und Enttäuschungen verarbeiten ein Großteil der Menschen besser, wenn sie diese mit ihren Mitmenschen teilen können. Unsere Anliegen möchten wir mit unserem Umfeld teilen – dazu müssen nicht nur positive Ereignisse gehören.

Bist nicht du, sondern jemand anderes für deine Enttäuschung zuständig, ist es wichtig diese Situation zu klären. Werden wir von anderen Menschen enttäuscht, sind es oftmals welche, mit denen wir regelmäßig in Kontakt stehen – sei es der Lebenspartner, Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen. 

Es ist daher wichtig, dass man die Situation untereinander klären kann und die Fronten geglättet werden. Das zwischenmenschliche Verhältnis sollte nicht auf langfristiger Sicht unter deiner Enttäuschung leiden. 

Enttäuschung verarbeiten beschrieben durch Freunde, die sich gegenseitig stützen
Wir Menschen möchten unseren Anliegen teilen - dazu gehören auch Situationen der Enttäuschung.

Es ist wichtig Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, sich gegenseitig seine Gefühle und Beweggründe zu offenbaren. Wenn man sich ausspricht, kann man ggf. die Handlungen der anderen Partei nachvollziehen und genauso Verständnis dafür zeigen, weshalb sich eine Person enttäuscht fühlt. Solch eine Situation kann für den ersten Moment womöglich unangenehm sein, doch die erlangten Einsichten aus so einem Gespräch sind sehr hilfreich. Empathie und Selbstbewusstsein können dir in solchen Momenten helfen, um dich in diesen Gesprächen wohler zu fühlen und die andere Person besser zu verstehen.

Erst wenn du deine Gefühle der anderen Person offenbarst, gibst du ihr die Möglichkeit, dass diese in Zukunft ein besseres Verständnis dafür entwickelt. Womöglich hat sie deine Enttäuschung gar nicht so wahrgenommen – wobei sie auch keine bösen Absichten verfolgt hat. Lass es sie wissen und sprecht euch aus.

4. Mach dir keine Selbstvorwürfe

„Warum bin ich nur so naiv?“

„Immer passiert mir solch ein Unglück.“

„Geschieht mir recht. Das war doch mal wieder klar.“ 

Solche Sätze hat jeder von uns schon mal gesagt oder gehört. Es kann schnell passieren, dass man auf Enttäuschungen mit Selbstvorwürfen reagiert. Sein Handeln konstruktiv zu hinterfragen, ist die richtige Reaktion. Sich selber an den Pranger zu stellen und Vorwürfe zu machen, bringt einen jedoch nicht weiter. Stattdessen wirkt solche eine Reaktion destruktiv. 

Im Nachhinein ist man immer schlauer und besitzt Informationen, die man vor der Entscheidung seines Handelns nicht hatte. Natürlich hätte man anders gehandelt, wenn man gewusst hätte, wie die Situation ausgehen würde. Eine Enttäuschung entstehen nicht absichtlich, sondern ist das Ergebnis falscher Hoffnungen, fehlenden Informationen oder falschem Handeln. Sei dir daher bewusst, dass du zu Anfang deines Handelns nicht immer die Ausgangslage kennen konntest und deswegen nicht immer Schuld an deinem Scheitern hattest. 

Eine Enttäuschung wirft uns temporär aus der Bahn. Doch Selbstvorwürfe können langfristig das Selbstvertrauen kränken und bestimmen das zukünftige Handeln negativ, da man sich wahrscheinlich unsicherer fühlt. Reflektiere die Situation daher, ohne dir selber Vorwürfe zu machen. Beim nächsten Mal kannst du dich dann besser entscheiden und handeln.

Lerne dir zu verzeihen und Dinge zu akzeptieren. Gestehe dir gerne deine Fehler ein, aber verurteile dich nicht für diese. Du kannst deine vergangenen Handlungen nicht rückgängig machen. Versuche daher das Erlebte zu verarbeiten. Dieses Verhalten zu lernen, ist ein Prozess, der seine Zeit benötigt, um ihn zu verinnerlichen. Gebe dir genug Zeit und Vertrauen dafür.

5. Zerdenke nicht die Situation und lenke dich ab

Versuche nicht die ganze Zeit über deine Enttäuschung nachzudenken und wie enttäuscht du bist. Eine Zeit lang Trauer, Wut, Enttäuschung und Schmerz zu verspüren ist auch in Ordnung. Setze dich trotzdem nicht mehr unter Druck als notwendig, was deinen Gemütszustand langfristig negativ beeinträchtigt.

Versuche das Geschehene hinter dir zu lassen und schließe damit ab. Verschaffe dir wieder einen freien Kopf mit Dingen, die dich glücklich stimmen. Du hast bestimmt Gewohnheiten, die dich in deinem Alltag ermuntern und dir gut tun. Treibe etwas Sport, treffe dich mit deinen Freunden oder gehe deiner Passion nach. Meditation ist eine gute Methode dir wieder klare Gedanken zu verschaffen und deinen Geist zu besänftigen.

Lerne daher mit einer Situation abzuschließen, denn erst dann kannst du eine Enttäuschung verarbeiten und den Blick wieder nach vorne richten – mit Platz für neuen Gedanken.

Unsere Zusammenfassung des Artikels 

Enttäuschungen im Leben lassen sich letztlich nicht vermeiden. Es ist jedoch unsere Einstellung, die entscheidet, wie wir mit diesen Situationen umgehen. Es hilft die Gelegenheit direkt zu konfrontieren und sich mit ihr auseinandersetzen.

Der Schlüssel für eine bessere Verarbeitung sind transparente Kommunikation mit dir und deinen Mitmenschen, sowie die Offenlegung der eigenen Gefühle. Verurteile dich selbst, mache dir keine allzu vielen Vorwürfe und verschaffe dir wieder klare Gedanken, dass in Zukunft deine Erwartungen eintreffen und gemachte Fehler vermieden werden können.

Wie ist dein Umgang mit Enttäuschungen? Welche Methoden helfen dir, um eine Enttäuschung verarbeiten zu können? Wir freuen uns über dein Kommentar und stehen dir gerne zum Austausch deiner persönlichen Erfahrung bereit.

Was ist Erfolg? Erklärung und Empfindung von Erfolg im Leben

Was ist Erfolg beschrieben durch Pfeile, die nach oben zeigen

“Jeder ist seines Glückes Schmied“. Dieser Satz ist uns allen bekannt. Wir Menschen streben nach Erfolg und Anerkennung. Status und Erfolg sind für viele in unserer leistungsorientierten Gesellschaft der heutigen Zeit das Maß aller Dinge – in gewisser Weise das Aushängeschild zur eigenen Person.

Doch was ist Erfolg und macht uns dieser dann wirklich glücklich? Wir möchten uns mit dieser Frage näher beschäftigen. Erfolg ist in seinen verschiedenen Facetten mit Sicherheit ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Trotzdem ist der Begriff  schwer zu verallgemeinern, da ihn jeder verschieden und persönlich definieren kann. Man muss sich dafür mit seinen Zielen, Stärken und Schwächen – aber auch seiner persönlichen Erfüllung – auseinanderzusetzen. Wir möchten dir helfen, dass du Erfolg für dich verstehen und definieren kannst. 

Was ist Erfolg? Eine Definition

Wir können zwischen zwei Definitionen von Erfolg unterscheiden. Einmal gibt es die allgemeine Definition, wie Erfolg sozusagen “wissenschaftlich“ und objektiv definiert wird. Andererseits gibt es die persönliche Definition, die von viel wertvollerer Bedeutung für dich als Individuum ist. Erfolg lässt sich nämlich ganz subjektiv und von dir alleine beurteilen.

Erfolg definiert sich allgemein durch das Erreichen eines Ziels. Ziele können dabei in zwei unterschiedliche Kategorien gefasst werden: materiell – also monetär oder der Besitz von bestimmten Dingen – oder emotional bzw. immateriell, wie beispielsweise durch Anerkennung und Glück.

Ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Wachstums ist zu verstehen, dass man Erfolg für sich persönlich definieren und sich nicht durch Dritten vorschreiben lassen sollte. Gerade wenn es sich um immaterielle Ziele handelt, sollte es der persönliche Bewertungsmaßstab sein, mit dem du deinen persönlichen Erfolg definierst. 

Was ist Erfolg für dich? Nach Erfolg strebt man überall im Leben – sei es bei seiner Arbeit oder im persönlichen Bereich. Erfolge sind unterschiedlich große Abschnitte in unserem Leben und ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Wachstums. Manch ein Erfolg ist kleiner und alltäglicher, dass er uns sozusagen gar nicht mehr so richtig auffällt und wir ihn als Selbstständigkeit verstehen. Andere Erfolge sind für uns von viel größerer Bedeutung und bilden Momente an die wir uns für immer zurückerinnern – sogenannte Lebensziele, die wir erreichen.

Was ist Erfolg beschrieben durch eine Frau, die eine Wunderkerze hält
Erfolg ist eine persönliche Definition. Mache dir deine Gedanken. Wie formulierst du Erfolg?

Wege zum Erfolg

Eine allgemeine Erfolgsformel gibt es nicht, da die Zielerreichung stets einen individuelle Plan benötigt. Jeder von uns ist ein einzigartiges Individuum mit eigenen Stärken, Schwächen und Fähigkeiten. Genauso wie wir bereits oben auch erkannt haben, ist Erfolg für jeden etwas ganz persönliches und eine Sache der eigenen Perspektive.

Trotzdem gibt es gewisse Anhaltspunkte auf die sich jeder beziehen kann, um jetzt und zukünftig erfolgreicher zu werden.

Wichtige Eigenschaften für den Erfolg

Vorbereitung spielt hierbei eine Hauptrolle. Zuallererst geht es darum seine Ziele zu definieren. Ohne Ziele gibt es auch nichts, worauf wir hinarbeiten können, um anschließend Erfolge feiern zu dürfen. Was sind deine Ziele? Lese dir gerne unseren Beitrag über Zieldefinition durch und mache dich vertraut mit der SMART Methode, welche behandelt, wie du deine Ziele am besten formulieren kannst.

Mit Hilfe klar gesetzter Ziele fällt es einem direkt leichter den richtigen Plan und die passende Strategie zu entwickeln. Beachte deine Stärken und Schwächen. Wie denkst du, erreichst du dein gewünschten Erfolg am effizientesten? 

Empfehlung von DailyMentor

Willst du dir bewusster über deine Ziele und Visionen werden? Ein Erfolgsjournal kann dir dabei helfen. Schau dir doch gerne mal unseren Beitrag dazu an.

Du merkst: Um Ziele und Erfolge zu definieren, muss man sich vor allem mit seiner Person auseinanderzusetzen. In der Vorbereitung geht es dabei zu erkennen, was wir wirklichen wollen. Dafür ist es notwendig, dass wir in uns hineinhorchen und versuchen Selbstreflexion zu betreiben. Visualisiere deine Wünsche und Träume. Je konkreter diese sind, desto besser kannst du dich mit ihnen identifizieren. 

Auch während du nach deinem Vorhaben strebst, gibt es gewisse Eigenschaften, die dir weiterhelfen werden. Disziplin und Motivation lassen dich stets am Ball bleiben. Diese Eigenschaften werden deine Fähigkeiten maximieren. Gerade wenn deine Erfolge erst in mittel- bis langfristiger Zukunft liegen, geht es darum Ehrgeiz und Motivation hochzuhalten.

Was ist Erfolg beschrieben durch einen Mann, der einen Berg fokussiert
Erfolg erfordert von uns Motivation, Disziplin, und Fokus auf unsere gesetzten Ziele.

Erschaffe dir eine positive Atmosphäre, in der du dich wohl fühlst und dich am optimalsten entfalten kannst. Dazu gehört es, dass du dich von Menschen umgibst, die dir gut tun. Fühlst du dich von deinem sozialen Umfeld unterstützt oder hindern dich diese ggf. sogar? Menschen müssen nicht immer einer Meinung sein. Es geht trotzdem darum, dass sie dich in deinem Vorhaben fördern und du dich in ihrer Anwesenheit wohl fühlst.

So wie du dein soziales Umfeld genauer beäugen solltest, kannst du dies auch mit deinem Alltag tun. Entwickle Routinen, die dir weiterhelfen. Lerne deinen Alltag zu planen und zu strukturieren. Versuche unnützen Ballast, der dich in deinem täglichen Leben hindert, sukzessiv gegen Lebensweisen auszutauschen, die dich nach vorne bringen. 

Wie du merkst, wollen wir eine Umgebung schaffen, in der man sich wohlfühlt und produktiv sein kann. Mit der richtigen Struktur lassen sich deine Taten besser planen und Stress eher vermeiden.

Lerne mit Rückschlägen umzugehen

Wenn du auf deinen Erfolg akribisch und diszipliniert hinarbeitest, werden dich kleinere Misserfolge oder Durststrecken nicht aufhalten können. Kleine Motivationstiefs können jedem von uns mal passieren, doch erinnere dich an deinen Plan und deine gesetzten Ziele im Leben.

Lasse dich nicht von solch möglichen Rückschlägen aufhalten. Stattdessen sehe es als neue Herausforderung und als einen Moment, in dem du dich selber hinterfragen kannst. Was ist passiert und was hättest du ggf. besser machen können? 

Persönliches Feedback ist ein wichtiger Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung, an dem du wachsen kannst. Dafür zählt sowohl eigenes Feedback, welches du dir selber geben kannst, aber auch das von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern. Diese Leute kennen dich, können dir in solchen Situation zur Seite stehen und dir wertvolle Worte mit auf den Weg geben.

Letztlich zählt eines: Am Ende musst du einmal mehr aufstehen, als du hingefallen bist, um den Weg zum Erfolg ebnen zu können. Lass dich also nicht unterkriegen. Sehe Fehltritte eher als Herausforderungen und Lehrstunden und nicht direkt als eine Enttäuschung oder persönlichen Misserfolg. 

Die meisten Misserfolge kommen kurz vor dem Ziel.

Thomas Alva Edison (1847-1931), US-amerikanischer Erfinder und Unternehmer Tweet

Genieße die Momente des Erfolgs

Erfolge dürfen gefeiert werden. Egal wie klein oder groß diese sind. Es sind Momente, bei denen du stolz auf dich sein darfst. Nimm deine Erfolge nicht als Selbstverständlichkeit hin, denn das Ergebnis ist kein Zufall. Du hast viel Zeit und Energie für deine Erfolge aufgebracht.

In Momenten des Erfolgs, darfst du die selber auf die Schulter klopfen. In solchen Situationen kannst du Selbstvertrauen tanken und mit breiter Brust deine nächsten Vorhaben planen. Genieße den Moment und sammle neue Energie für deine zukünftigen Pläne. 

Es ist wichtig, dass du dich erholst, aber trotzdem nicht auf deinen Erfolgen ausruhst. Nach den Momenten der wohlverdienten Erholung wird es dann Zeit dein nächstes Projekt zu finden, welchem du dich hingeben kannst. Erfolgreiche Menschen verspüren nämlich regelmäßig ein Gefühl von Umtriebigkeit und suchen stetig nach neuen Herausforderungen.  

Was ist Erfolg beschrieben durch einen Mann, der in den Sonnenuntergang blickt
Genieße die Momente des Erfolgs. Sei stolz auf dich und sammle Selbstvertrauen.

Erfolg = Glück?

Viele Leute, die sich die Fragen stellen “Was ist Erfolg?“, verbinden mit der Beantwortungen der Frage gleichzeitig eine Erklärung, wie sie glücklich werden können. Doch ist das wirklich so? Muss man wirklich Erfolg haben, um glücklich zu sein?

Genau wie jeder für sich persönlichen Erfolg definieren muss, trägt dieser auch unterschiedlich zum Glücksgefühl bei. Trotzdem macht Erfolg alleine keinen Menschen glücklich.

Ein einfaches Beispiel: Was hilft einem der größte Erfolg, wenn man diesen aufgrund eigener Gesundheit nicht genießen kann?

Ein Status oder unser Kontostand kann viele Zweifel und Sorgen von uns nehmen, aber wird nie einzig und allein der Grund dafür sein, dass wir uns auf Dauer erfüllt und glücklich fühlen werden. Es sind die unterschiedlichsten Facetten unseres Leben, die uns in Summe glücklich machen – und nicht nur ein kleiner Teil davon. 

Ein gutes sozial Umfeld mit Freunden, Familienmitgliedern und eine gesunden Partnerschaft, in der sich jeder gegenseitig wertschätzt, trägt genauso zu unserem Glück bei. Die einfache Tatsache, dass es einem gesundheitlich gut geht, erhält von Vielen zu wenig Wertschätzung. Die eigene Gesundheit – sei es körperlich oder auch mental – ist keine Selbstverständlichkeit. Es sind oftmals die banalen und alltäglichen Dinge, die wir mit entsprechender Achtsamkeit und Dankbarkeit genießen sollten.

Die Grundsatzdiskussion könnte man vereinfacht auf eine wichtige Frage reduzieren, die sich jeder selbst beantworten muss: Was ist meine persönliche Erfüllung?
Erfolg kann eine Teilantwort auf die Frage sein. Trotzdem wird Erfolg nur selten diese alleinig beantworten. Finde deine persönliche Erfüllung, die dich glücklich macht!

Im Folgenden findest du eine Grafik aus dem Modell “Säulen des Lebens“. Es sind zentrale Begriffe in dem Alltag jedes Menschen. Jede Säule sollte seine Beachtung und Wertschätzung erhalten. Erst dann hält das Dach deines “Lebenshauses“ auch sicher auf den Säulen.

Erfüllung & Sinn ist ein Bereich, mit dem wir uns zu verschiedenen Zeitpunkten im Leben beschäftigen, weil wir hier im Kaufe unseres Lebens kontinuierlich wachsen. Auch das soziale Umfeld verändert sich und wir sollten immer wieder schauen, ob unser soziales Umfeld noch zu unserem persönlichen Wachstum passt. Gesundheit ist für die meisten von uns ein fester Bestandteil unseres Alltags und sollte nie vernachlässigt werden. Arbeit & Beruf kann hierbei auch schnell mal in den Hintergrund rücken. Manch einer verfolgt traditionelle Karrierepfade und erst in der Midlife-Krise wird dann angefangen sich mehr mit dem Sinn des Berufes auseinanderzusetzen. Daher sollten wir uns damit rechtzeitig beschäftigen unsere Berufung zu finden.

Was ist Erfolg beschrieben durch eine Grafik "Säulen des Lebens"
Die Säulen des Lebens. Schenke jeder Säule die nötige Beachtung für ein sicheres "Lebenshaus".

Das Leben ist ein Prozess – und Erfolg ein Teil davon

Das Leben hat seine natürlichen Aufs und Abs. Wir Menschen befinden uns in einem stetigen Prozess des persönlichen Wachstums. Erfolg ist ein Teil davon. Träume und Ziele werden erreicht. Kapitel des Lebens werden geschlossen und Neue beginnen.

Ruhe dich daher nicht auf dem temporären Status des Erfolgs aus. Bleibe neugierig und hungrig, dass du dich immer wieder auf’s Neue aus den Reserven lockst. Erfinde dich neue und entdecke unentdeckte Seiten an dir, wenn du nach neuen Vorhaben und Erfolgen strebst.

Im Verlauf des Artikels hast du sicherlich gemerkt, dass du selbst die Frage “Was ist Erfolg?“ beantworten musst. Versuche die Beantwortung der Frage von dem Erstreben des Gefühls von Glück abzukoppeln, da dies nur bedingt Einfluss auf das Gefühl des Glückes hat.

Als letzten Tipp möchten wir dich auf unseren Beitrag zum Führen von einem Erfolgsjournal hinweisen. Es ist eine hervorragende Methode seine Visionen, Ziele und Erfolge niederzuschreiben und sich auf täglicher Basis mit diesen zu beschäftigen. Schau doch gerne mal vorbei!

 

Wir hoffen, dass wir dir positive Denkanstöße geben konnten und du dir die Frage zeitnah beantworten kannst. Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen: Was ist Erfolg für dich? Welche Ansichten hast du zu Erfolg entwickelt? Wir sind gespannt auf deine Worte und freuen uns!

Pin dir deinen Erfolg auf deine Pinnwand!

Was ist Erfolg Pin

Was ist Selbstbewusstsein und wie werde ich selbstbewusst? Was die meisten nicht wissen

Was ist Selbstbewusstsein erklärt durch eine Frau, die im Wald steht

Selbstbewusstsein ist unumstritten das wichtigste Konzept für mentales Wachstum und integral für die Persönlichkeitsentwicklung. „Wie werde ich selbstbewusst?“ oder „Was ist Selbstbewusstsein?“ ist wahrscheinlich die meist gestellte Frage neben „Wie finde ich Freunde?“ und „Wie verdiene ich mehr Geld?“. Doch was ist eigentlich gemeint? Für die meisten Menschen ist Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen ein Synonym für bestimmte Charaktereigenschaften, die sie in ihren Mitmenschen sehen und bei sich vermissen. Gelernt vor allem im schulischen Umfeld, wird es weiter ins soziale Leben getragen.

Es existiert im allgemeinen Gebrauch der Irrtum, was Selbstbewusstsein überhaupt bedeutet. Als Gegenpol wird oft Schüchternheit gesehen, doch in Wahrheit ist es Unsicherheit. Um zu beantworten, wie man selbstbewusst wird, muss man wissen, was es beinhaltet.

Was ist Selbstbewusstsein und warum streben wir danach?

Selbstbewusstsein kommt im Deutschen von, sich seiner Selbst bewusst zu sein; zu wissen, wer man ist. Doch es ist vielmehr als das. Es ist zugleich eine Emotion und ein Glaube an sich selbst. Lerne, wer du jetzt gerade bist und wer du sein willst. Entwickle aktiv deine Persönlichkeit und Selbstbewusstsein wird ein Beiprodukt sein. Die Schwierigkeit ist, dass Selbstbewusstsein auf Taten folgt und nicht andersrum.

Wir assoziieren selbstbewusste Menschen mit Erfolg. Menschen, die sich ihrer Selbst sicher sind und nicht davor zurückschrecken, Taten sprechen zu lassen. Sei es auf fremde Leute zugehen, vor Publikum sprechen oder Interaktion mit dem anderen Geschlecht. Man führt sich regelrecht angezogen von ihrem Selbstbewusstsein.

Wer ist überhaupt selbstbewusst? Der Trugschluss unserer Wahrnehmung

Jeder Mensch hat viele Personen in seinem Umfeld, die er für selbstbewusst hält. Man sieht Qualitäten in den Leben anderer, schaut auf sein eigenes Leben und ist wehmütig. Wieso ist man selbst nicht so offen und hat viele Freunde, wie dieser andere coole Mensch? Was ist aber, wenn sie genauso unsicher sind wie du. Wenn sie die gleichen Unsicherheiten fühlen, die du auch fühlst? Die Wahrheit ist, alle Menschen verspüren diese Unsicherheit, manche mehr und manche weniger, aber wie sie damit umgehen und sie verstecken ist der Unterschied. Der Junge, der in der Schule die anderen Kinder mobbt, wirkt vielleicht selbstbewusster, ist aber in Wirklichkeit genauso unsicher wie die Anderen. Er benutzt nur einen anderen Mechanismus, um sie zu verarbeiten.

Es gibt drei primäre Mechanismen, die von unsicheren Menschen genutzt werden, um das eigene Defizit in sozialen Situationen zu maskieren. Die beliebtesten Mechanismen sind:

  • lähmende Schüchternheit
  • Übermäßige Höflichkeit/Nettigkeit
  • Offensive Offenheit
Was ist Selbstbewusstsein aus der Schulzeit
Erste Erfahrungen über Selbstbewusstsein kommen aus der Schule.

Der schüchterne Mensch, der versucht nicht aufzufallen

Wahrscheinlich der auffälligste Typ von unsicheren Menschen. Die eigene Unsicherheit wird offen nach außen getragen. Man hat soviel Angst etwas Falsches zu sagen oder negativ aufzufallen, dass man versucht im Hintergrund zu verschwinden. Man geht jeglicher Art von Konfrontation aus dem Weg und wird oft als Außenseiter gesehen. Dieses Verhaltensmerkmal kann extreme Ausmaßen annehmen. Menschen können sich gänzlich verschließen, haben Angst vor direkten Augenkontakt und können nicht vor fremden Menschen reden.

Der überaus nette Mensch, der versucht nicht anzuecken

Oft von den Eltern angeleitet immer nett und höflich zu sein, dieser unsichere Mensch versucht nicht negativ aufzufallen. Man ist immer zuvorkommend, lächelt viel und lacht leise über die Witze anderer. Auf den ersten Blick scheint diese Art von Mensch ein großer Fortschritt zu dem schüchternen. Der Nette pflegt mehr soziale Kontakte, hat ein größeres Umfeld. Aber was passiert bei einem Konflikt? Dann ist man ein Pushover, jemand dem man auf der Nase rumtanzen kann. Die Angst vor Konfrontation ist allgegenwärtig, bloß nicht einen negativen Eindruck hinterlassen das Mantra.

Der offensive Mensch, der die Flucht nach vorne sucht

Zu dieser Kategorie unsicherer Menschen gehören die Klassenclowns und die Mobber. Anstatt sich zu verstecken wie die anderen Typen wird ihr Defizit überspielt. Nach dem Motto „Fake it until you make it“ wird der selbstbewusste Mensch vorgespielt. Der Offensive ist in Gesprächen oft im Mittelpunkt und ist oftmals rüde gegenüber schüchternen Menschen. Er nährt sich von dem Zuspruch seines Umfeldes. Wird ihm sein Podest verwehrt oder wird er von anderen Menschen überschattet, zeigt sich seine Unsicherheit.

Was ist Selbstbewusstsein in einer Gruppe
In sozialen Interaktionen guckt jeder auf den Anderen, doch eigentlich nur auf sich selbst.

Heißt das jeder schüchterne, nette oder offensive Mensch hat kein Selbstbewusstsein?

Diese Zuordnung ist natürlich nicht das alleinige Kriterium zur Identifikation eines unsicheren Menschen. Genauso wenig sollte sie benutzt werden, um Mitmenschen zu beurteilen. Es gibt natürlich auch offensive Menschen, die selbstbewusst sind. Vielmehr muss man darauf achten wie diese Menschen auf Konfliktsituationen reagieren. Es gibt Menschen, die in sozialen Situationen sehr ruhig sind und nicht im Mittelpunkt stehen wollen. Aber wenn sie in den Vordergrund gedrängt werden, sind sie trotzdem selbstsicher. Sie mögen es in sozialen Gefügen zu beobachten, sind dennoch nicht zu scheu ihren Beitrag zu leisten, wenn ihnen danach ist.

Ich entdecke mich in einem der drei Menschen wieder. Bin ich nun selbstbewusst oder nicht?

Die wichtige Frage, die man sich stellen muss: Bin ich wie ich bin aus Überzeugung oder spielen meine Ängste und Sorgen eine größere Rolle in meinen Handlungen? Wirke ich schüchtern, weil ich kein Interesse habe, sozial im Mittelpunkt zu stehen oder weil ich Angst vor vermeintlich negativen Erlebnissen habe? Wenn es eine merkliche Diskrepanz gibt zwischen dem Menschen, der du bist und dem, der du sein willst, dann hast du Handlungsbedarf. Jeder Mensch hat Ängste, diese eine Stimme im Kopf, die einem ein Bein stellt. Ist man nicht in der Lage wirksam gegen diese Stimme anzukämpfen, dann ist man kein selbstbewusster Mensch. Was ist Selbstbewusstsein wirklich?

Empfehlung von DailyMentor

Welcher Persönlichkeitstyp bist du? Wir haben für dich einen Test vorbereitet.

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Die 5 Fähigkeiten eines selbstbewussten Menschen – wie werde ich selbstbewusst?

Der selbstbewusste Mensch versteht, dass zu einem gesunden Selbstbild eine Menge Arbeit steckt. Es gibt in dem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung immer wieder Kernmomente, in denen man denkt es geschafft zu haben. Jetzt bin ich selbstbewusst, jetzt hält mich nichts mehr auf. Nur um dann nach einem Rückschlag auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht zu werden. Tatsache ist, es spielen so viele Faktoren zusammen und der Weg für Verbesserung ist schier endlos. Das Ziel ist nicht “Wie werde ich selbstbewusst?” sondern “Wie werde ich selbstbewusster, als ich es jetzt schon bin? Wie erreiche das nächste Level?”

1. Selbstreflexion

Der wichtigste Punkt in der Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen ist das erfolgreiche Reflektieren eines Selbst. Jeder kennt mindestens einen Menschen, der zurückhaltend ist und sich unter Wert verkauft. Einer der stillen Helden am Arbeitsplatz oder das schlaue Mädchen in der Schule, das jede Antwort kennt aber sich nicht traut. Genauso gibt es die andere Seite der Medaille. Menschen, die man eher als zu selbstbewusst wahrnimmt. Interessanterweise ist es das bessere Übel zu sehr an sich zu glauben. Studien zufolge wird jede Art von Leistung von Leuten besser bewertet, wenn der Bringer der Leistung dahinter steht. Ein Autor, der sein fertiges Werk lobt, kriegt bessere Bewertungen von Lektoren als der selbstkritische Autor, der nach Verbesserungen fragt.

Was ist Selbstbewusstsein ein Mann, der aus dem Fenster schaut
Finde heraus, wer du bist. Erst kannst du herausfinden, wer du sein willst.

Wie arbeitet man an seiner Selbstreflexion?

Die Fähigkeit, die am wichtigsten ist, ist gesundes Hinterfragen. Erfolgreiche und selbstbewusste Menschen stellen sich wichtige Frage im Leben. Bin ich zufrieden mit dem, was in meinem Leben passiert? Es reicht nicht sich diese Frage einmal im Jahr zu stellen. Es muss alle zwei bis vier Wochen wieder neu aufgegriffen werden. Was ist in meinem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung in den letzten vier Wochen passiert? Habe ich agiert? Wie habe ich auf meine Umwelt reagiert? Was ist meine Aussicht für die nächsten Wochen?

Vor allem zu selten wird auch gefragt: Was ist gut gelaufen? Wo habe ich mich in eine gute Richtung entwickelt? Wo war ich von mir positiv überrascht?

Kern ist selbstkritisch zu sein, aber auch selbstmotivierend. Vor allem für Anfänger kann es schwer sein, weil man nicht weiß wie man anfangen soll. Es gibt verschiedene Methoden der Selbstreflexion, die man einfach ausprobieren kann, bis man schließlich findet, was für einen funktioniert.

2. Selbstliebe

Warum sollen andere Menschen an einen glauben, wenn man es selbst nicht tut? Man wird nicht von anderen geliebt, bevor man sich selbst liebt. Dazu gehört nicht nur, dass man sich selbst mag und gerne in der eigenen Haut steckt. Es gehört genauso dazu, sich selbst zu schützen und für sich einzustehen. Du bist nicht zufrieden in deinem Job oder in deiner Beziehung? Dann stehst du selbst in der Pflicht daran etwas zu verändern. Viele neigen dazu sich mehr um andere zu kümmern, als um sich selbst. Dazu gehört auch eine gute Ernährung und regelmäßiger Sport, nicht um einem Schönheitsideal hinterher zu rennen, sondern um für sich zu sorgen.

Vereinen von Selbstreflexion und Selbstliebe

Menschen haben verschiedene Toleranzschwellen was Kritik betrifft. Niemand hört gerne seine persönlichen Schwächen. Noch schwieriger wird es bei Eigenkritik. Jeder kennt dieses Gefühl, wenn man weiß, man hat etwas falsch gemacht. Die Ohren fangen an zu glühen, man fängt an zu schwitzen. Man will es am liebsten abschütteln, nicht darüber nachdenken. Genau das ist aber falsch, man muss sich dem stellen.

Eine Geschichte, die man immer wieder hört ist die folgende: Ich musste erst vor einem Spiegel stehen und mir selbst eingestehen, dass ich dick bin. Erst als ich nackt vor dem Spiegel stand und der Wahrheit ins Gesicht gesehen habe, bin ich aktiv geworden und habe etwas geändert.

Es mag überspitzt klingen, aber es funktioniert. Ehrlich zu sich selbst sein, ist der erste Schritt, wenn man sich selbst lieben lernt. Man darf dabei sich aber nicht klein machen und schlecht reden, sondern versuchen sich anzuspornen. Sei dein größter Kritiker und dein größter Fan. Feiere dich für deine kleinsten Erfolgserlebnisse und tadle dich für deine Fehler. Sei aktiv in deinen Entscheidungen.

3. Einfühlungsvermögen

Einfühlungsvermögen, auch Empathie genannt, ist eine der essentiellen Fähigkeiten im sozialen Miteinander und deswegen wichtig für das Selbstbewusstsein. Selbstbewusste Menschen mobben nicht. Sie verlachen andere Menschen nicht für ihre Fehler sondern versuchen zu helfen. Der wesentliche Unterschied zwischen Arroganz und Selbstbewusstsein ist Empathie

In einer Studie aus dem Jahr 2019 hat man 1690 Medizinstudenten getestet. Das Thema der Studie war zu ermitteln: Was ist Selbstbewusstsein und wie hängt es mit anderen Eigenschaften zusammen, die wichtig für Ärzte sind?

Sie haben herausgefunden, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Selbstbewusstsein und Empathie gibt. Das bedeutet, dass die selbstbewussteren Studenten zu mehr Empathie neigen. Die Studie schließt daraus, dass man Selbstbewusstsein schulen sollte, um Doktoren mit mehr Empathie zu erhalten. Dennoch gibt es hier Schattenseiten. Zu viel Empathie sorgt dafür, dass man sich zu sehr von den Schicksalen der Mitmenschen herunterziehen lässt. Genau so ist ein genauer Blick auf die Welt und deren Problemen, Weltschmerz genannt, oft deprimierend.

Empathie ist ein Weg zu mehr Selbstbewusstsein
Mehr Verständnis für deine Mitmenschen führt zu mehr Verständnis zu dir selbst.

Wie dich Empathie formen kann

Empathievermögen hilft dir ein besserer Mensch zu werden. Jeder der schon einmal etwas Gutes für jemanden anderen getan hat, kennt dieses warme Gefühl in der Brust. Es gibt Menschen, die ihre Liebsten überraschen, nur für diese Empfinden. Man kann man sich nur schwer selbst lieben, wenn man andere Leute verlacht oder tatenlos daneben steht, wenn Menschen Hilfe brauchen.

Versuche Menschen zu verstehen, hinterfrage warum Freunde, Familie und Bekannte handeln wie sie es tun. Selbst wenn jemand sich schlecht verhält und ein Arsch ist. Anstatt ihn zu verurteilen, versuche zu verstehen, was ihn dazu bewegt hat. Die meisten Menschen sind nicht von Natur aus böse oder schlecht. Mehr Verständnis für deine Mitmenschen sorgt für Klarheit, welcher Art von Mensch man selbst sein will. Ein Mensch, den man respektieren und lieben kann.

4. Taten sprechen lassen

Die Meisten kennen das Problem. Man liest spät abends etliche Artikel, wie man produktiver wird. Neue Ideen zum Kochen, Pläne für mehr Sport oder Datingtipps, um die vermeintliche Geliebte anzusprechen. Doch am nächsten Tag verschläft man den noch motiviert gestellten Wecker. Man bestellt sich etwas anstatt zu kochen, verlegt die Sporteinheit auf morgen und sieht tatenlos zu wie ein anderer, selbstbewussterer Mensch deine Traumfrau anspricht.

Bisher war jede Fähigkeit ein mentales Problem, dass man mit sich ausmachen kann. Aber jetzt geht es darum seinen Arsch hoch zu kriegen. Vor allem nach Jahren von Prokrastination, dem Aufschieben von Pflichten und ungeliebten Tätigkeiten, ist es schwer sich aufzurappeln. Dennoch ist es bei der Persönlichkeitsentwicklung extrem wichtig nicht nur zu lesen sondern aktiv seine eigenen Erfahrungen zu machen.

Der Zeitaufwand für jedes neue Projekt sollte so gestaffelt werden:

  • 20% Nachforschungen
  • 10% Austausch mit Kollegen und Mentoren
  • 70% Aktiv sein und es einfach machen

Den inneren Schweinehund besiegen

Es ist auf jeden Fall nicht einfach über seinen Schatten zu springen. Vor allem wenn man schüchtern ist, kann der Gedanke fremde Menschen anzusprechen beängstigend sein. Doch im Endeffekt ist das Übungssache. Die Wenigsten sind von Natur aus charmant, gewitzt und interessant. Genauso ist niemand nach einer Tanzstunde der perfekte Tänzer oder nach einem Gang ins Fitnessstudio ein Bodybuilder. Alles braucht Zeit und maximalen Aufwand.

Hat man es geschafft sich aufzurappeln, fühlt man sich unglaublich. Selbst für die kleinsten Erfolge wie Wäsche waschen oder das Bett machen gibt einem Zufriedenheit, wenn man es bewusst macht.

Das Wichtige für den Anfang ist, sich klare messbare Ziele zu setzen. Keine Neujahresresolution, die sagt: „Ich will mich nächstes Jahr gesünder ernähren und kochen“. Besser wäre: „Ich bestelle nur noch einmal in der Woche.“

Der nächste Schritt ist jetzt seine Ziele zu visualisieren. Stell dir täglich vor, wie du deine Ziele erfüllst. Du bekommst die gewünschte Gehaltserhöhung oder bist in einem schicken Restaurant mit deiner Traumfrau. Viele würden es Tagträume nennen, doch es funktioniert. Wenn man sich tagtäglich vorstellt sein Ziel zu erreichen, ist es einfacher es tatsächlich zu tun. Sportpsychologen arbeiten mit Leistungssportlern und Olympioniken wöchentlich und benutzen genau dieses Konzept, um durch sich die maximale Leistung aus den Sportlern herauszuholen.

5. Sich Ängsten stellen

Jeder hat Angst zu versagen. Auch die selbstbewusstesten Menschen der Welt wissen das Scheitern immer eine mögliche Folge ihres Handelns ist. Aber der Selbstbewusste schreckt davor nicht zurück und nimmt die Herausforderung an. Frei nach der Devise: wer anfängt, kann verlieren, wer nicht anfängt hat schon verloren. Niemand hat eine neue Freundin bekommen, indem er keine Frau angesprochen hat.

Es hat noch niemand ein Haus gebaut, ohne es zu tun. Und was noch viel wichtiger ist: Es hat noch nie jemand beim ersten Versuch das perfekte Haus gebaut. Es wäre doch perfide zu glauben, dass man beim allerersten Mal perfekt ist. Aus diesem Grund muss man sich seiner Angst stellen und etwas tun, wovor man zu viel Respekt hat. Das Schöne ist je öfter man über seinen eigenen Schatten springt, umso einfacher wird es sein. Bis es zur Gewohnheit wird.

Selbstbewusstsein heißt sich seinen Ängsten zu stellen
Man muss sich trauen neue Dinge zu erleben. Du wächst mit jeder neuen Erfahrung.
Sich Fehler erlauben und verzeihen

Jeder Mensch macht Fehler, jeder Mensch scheitert ab und an mal. Das Endresultat ist aber immer das Gleiche. Man geht als klügerer Mensch heraus. Es ist unglaublich sich vorzustellen, wie viele Rennen ein Usain Bolt verloren hat, bevor er der schnellste Mann der Welt wurde. Der Comedian Felix Lobrecht wurde nach 30 Sekunden von einer Bühne gebuht, hat weiter an sich gearbeitet und ist jetzt einer der bekanntesten neuen Komikern Deutschlands.

Beide hatten eine Sache gemein, sie haben selbst nach ihren Fehlern und ihrem Scheitern nicht aufgegeben, sondern weitergemacht. Man muss sich erlauben Fehler zu machen. Es hilft sich selbst zu fragen, wovor man überhaupt Angst hat. Was ist das Schlimmste, das passieren kann? Selbst wenn das allerschlimmste eintritt, ist es lebensverändernd? Meistens lautet die Antwort nein.

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Persönliches Wachstum ist ein lebenslanger Prozess

Um selbstbewusster zu werden, gilt es hart an sich zu arbeiten. Alleine die fünf oben genannten Fähigkeiten auszubilden, erfordert jahrelanges bewusstes Arbeiten an sich selbst. Und selbst dann, man ist nie fertig mit der Selbstreflexion, man hat immer Mal einen Moment der Schwäche, nach dem man mit sich unzufrieden ist. Jeder hat einen schlechten Tag, an dem man sich wie ein Arsch benimmt, oder faulenzt, oder mit seinen Ängsten zu kämpfen hat.

Denn was ist Selbstbewusstsein letztendlich? Es ist ein lebenslanger Kampf mit sich selbst. Genauso schnell wie man selbstbewusster wird und denkt man hat es im Griff, kann man Selbstbewusstsein auch wieder schlagartig verlieren. Ein Mann wird von seiner Freundin verlassen und fühlt sich ungeliebt und ungewollt. Man schreibt eine schlechte Arbeit oder wird von abgewiesen von einem potenziellen Partner. Deswegen ist ein weiteres Ziel von Selbstbewusstsein, dass man nach und nach unabhängig wird von äußeren Faktoren. Selbstbewusstsein aus dem Innern ist letztlich das Ziel.

Aber Persönlichkeitsentwicklung hört niemals auf. Man kann immer noch selbstsicherer und selbstbewusster werden. Welche der fünf Fähigkeiten von selbstbewussten Menschen fällt dir selbst am schwersten? In welchem Abschnitt deines persönlichen Wachstums bist du? Was ist Selbstbewusstsein für dich?

Merk dir diese Infografik auf deiner Pinnwand!

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