Was ist das Ego und wie wirkt es in einer Persönlichkeit?

Was ist das Ego dargestellt anhand zwei Karnevalsmasken

Nur wenige von uns sind sich dessen bewusst, wie stark unser Ego das tägliche Leben bestimmt. Das Ego dezidiert nicht nur, wie du dich selbst und andere siehst oder wie stark du dich mit anderen vergleichst, sondern es bestimmt auch, nach welchen persönlichen Regeln und Gesetzen Menschen sich im Allgemeinen verhalten müssen, um vermeintlichen „Standards“ zu genügen. Wenn du oder eine Person in deinem Umfeld gegen diese inneren Regeln verstößt, wirst du reaktiv. Dein Ego schaltet sich ein und geht über in den Defensiv- und/oder Angriffsmodus. Das kann sich dann folgendermaßen äußern:

„Das gehört sich doch so nicht!“, 
„Das hätte ich besser machen müssen!“, 
„So etwas trägt man doch nicht in diesem Restaurant!“
„Zum Glück bin ich besser dran als er/sie!“, oder auch
„Ich brauche mehr Klamotten/ eine kleinere Nase/ mehr Geld, (…), um mich wohl zu fühlen.“

Dabei ist das Ego unglaublich streng und im Thema Hartnäckigkeit kaum zu überbieten. Es will sich gegenüber anderen gut – wenn nicht sogar besser – fühlen. Das Ego will anerkannt und teilweise auch von anderen verehrt werden.

Doch viele von uns wissen gar nicht, dass unser Ego nicht unser authentisches, wahres Ich darstellt. Zugegeben ist es auch eine der schwierigsten Lebensaufgaben sein Ego zu erkennen und sich diesem zu stellen. Während jeder von uns ein Ego hat, sind es die wenigsten, die es kennen und lenken können, obwohl das Erkennen des Egos mit innerem Frieden einhergeht. 

Doch was ist das Ego denn überhaupt? Wie kann ich es erkennen? Woher kommt es und wie kann ich es zu meinem authentischen Ich lenken? Diese und noch mehr Fragen werden in diesem Artikel  beantwortet.

Definition: Was ist das Ego?

„Ego“ bedeutet vom Lateinischen übersetzt „Ich“ und beschreibt in der Psychologie das „Selbst“.  Es stellt das Bild dar, das man über die eigene Person verfügt. Dabei besitzt das Ego einen besonders bewertenden Charakter. Es definiert genau, was gut oder böse, positiv oder negativ und richtig oder falsch ist.

Nur wenn du nach diesen Bewertungen handelst, kann sich das Ego gut fühlen und Selbstwert erhalten bzw. rechtfertigen. Handelst du nicht nach diesen Prinzipien, so meldet sich dein Ego mit plagenden Gedanken zu Wort. Mit vermehrter Wiederholung der Eigenschaften fängst du dich an mit ihnen zu identifizieren und handelst bzw. denkst unterbewusst nur noch in diesen Mustern. Dabei vergisst man, dass diese oft ungeeignet sind und nicht deinem wahren Kern der Persönlichkeit entsprechen. Du erkennst das Ego meist dann, wenn deine Sätze mit „Ich bin“ beginnen:

„Ich bin Luisa.“
„Ich bin CEO bei dem neuen Start-up“
„Ich bin klug, witzig und diszipliniert.“

… also zusammenfassend: „Ich bin, was ich besitze, was ich kann, was ich weiß und welche Leute ich kenne.“ 

Dabei vergessen wir oft, dass wir nicht unser Name, unser Beruf oder einzelne Eigenschaften sind, sondern uns diese nur schmücken und wir sie jederzeit ablegen könnten. Doch das Ego liebt genau dies: die Identifikation mit unseren Gedanken, die jedoch genauso Illusionen darstellen können. Fängt man einmal an diesen Gedanken zu glauben, grenzt man sich selbst und andere nach diesen Illusionen im Denken und Handeln ein und geht mit bestimmten Kriterien an Personen und Situationen im Leben heran. 

Bei diesem Vorgehen stellt dein Ego eigentlich einen ganz archaischen Schutzmechanismus dar, indem es dir vormacht, dass du oder andere bestimmte Dinge sein müssen, um „gut genug“ zu sein. Dann wirst du immer weiter diesen Standards entsprechen, da dein Unterbewusstsein dir vermittelt, dass du bspw. nur liebende Mitmenschen um dich haben kannst, wenn du bestimmte Dinge bist und hast. Deshalb lässt dich dein Ego oft Gefühle wie Einsamkeit, Missverständnis und Bedeutungslosigkeit fühlen. Da dein Ego dem entgehen möchte, fordert es dich zum Handeln auf. Dieses Verhalten lässt sich dadurch erklären, dass alles, was außerhalb der vom Ego bestätigten Gedanken, Überzeugungen und Verhaltensweisen liegt, abgelehnt wird.

Das Ego verdrängt dabei jedoch, dass wir nicht unsere Gedanken sind und deshalb meidet es sich zu hinterfragen, da es sich selbst für vollständig, allwissend und allmächtig hält. Dies ist uns jedoch meist nicht bewusst, da wir aus mehreren Persönlichkeitsanteilen bestehen. Dazu gehört auch das wahre Selbst, bzw. das authentische Ich, welches den Gegenpol zum Ego darstellt.

Authentisches/Höheres Selbst vs. Ego – Was ist das Ego und was ist das höhere Selbst?

Das Ego identifiziert sich gerne mit persönlichen Regeln, Gesetzen und Grenzen. Dabei ist das Ego stark wertend. Beispielsweise weiß man deshalb im Zustand des Egos genau, was man nicht gut findet oder gerne in einer bestimmten Situation verbessern würde. Dies entspricht dabei aber weniger deinem authentischen Selbst, sondern bestimmten Idealen, die dir und anderen durch das Ego in Form von Regeln aufgezwungen werden.

Dein authentisches Selbst ist jedoch der Teil, wo deine Empathie, Authentizität und Akzeptanz zum Tragen kommen. Im Zustand deines authentischen Selbst bewertest du nicht sofort, sondern betrachtest Dinge erstmal als das, was sie sind, bevor du sie benennst und in Schubladen steckst.

Wenn du es schaffst dein authentisches Ich zu leben, kommst du bei deiner ursprünglichen, unangepassten und unverfälschten Version an. Du wirst wissen, dass keine Äußerlichkeiten oder Leistungen dich definieren. Daher akzeptierst du dich und andere um dich herum, wie sie sind. Wenn dir etwas nicht guttut, kannst du dies wahrnehmen und dich davon lösen, da du nicht daran gebunden bist, alles so zu verändern, wie du es dir wünschst. Genauso wenn du einmal scheiterst: So gehst du mitfühlend mit dir um, lernst dir zu verzeihen und verstehst, dass das mit der Menschlichkeit einhergeht, die das Ego dir lange Zeit verwehren wollte.

An dieser Stelle ist es jedoch auch noch wichtig anzuerkennen, dass wir das Ego nicht einfach nur verteufeln, abwerten oder entfernen wollen. Auch das wäre wieder eine Handlung aus dem Ego heraus, denn wenn wir es einfach abspalten würden, würden wir einen Teil von uns einfach nicht mehr anerkennen. In einer solchen Spaltung zu leben, dient uns letztendlich kaum.

Tatsächlich brauchen wir das Ego sogar, um uns bewusst zu werden, dass wir auch ein authentisches Selbst haben und wie wir in diesem leben können. Dennoch sollten wir uns darüber bewusst werden, wo unser Ego uns noch von unserem authentischen Ich trennt, wo es noch die Vorherrschaft trägt und ob uns dies wirklich dient. 

Hat das Ego auch positive Seiten?

Wie bereits genannt, solltest du das Ego nicht einfach nur für schlecht halten und es verteufeln, sondern versuchen es erstmal zu verstehen. Du besitzt das Ego nicht einfach, damit es dich ärgert, sondern damit es dich auf eine ganz archaische Art und Weise schützt. 

Das Ego gibt dir deine Unverwechselbarkeit und dient als Identifikator. Du kannst es dir folgendermaßen vorstellen: So wie dein Körper und deine äußere Hülle dich einzigartig macht, so macht es das Ego auf geistiger Ebene. Durch das Ego wirst du erst greifbar und erhältst eine Persönlichkeit, für die dich Menschen schätzen und lieben können.

Trotzdem beinhaltet das Ego immer ein Ideal, nach dem wir streben. Das Ego weiß genau, wie (d)ein perfekter Charakter, Körper, oder (d)eine makellose Zukunft oder Umwelt aussieht. Es will dich in diese Richtung lenken, indem es dich schlecht fühlen lässt, wenn du nicht danach handelst und dafür arbeitest. Es wünscht sich schließlich permanent, dass du der/die Beste bist. 

Durch die zeitweise Erreichung dieser Ideale erhältst du zwar für kurze Dauer ein höheres Selbstwertgefühl, doch meist halten diese Leistungen nicht ewig an. Es ist kaum möglich ständig dich, deine Umwelt und andere Bedingungen zu kontrollieren und beeinflussen. 

Genau hier beginnt also die Krux: Es ist es wichtig zu wissen, dass man zwar nach Höherem streben darf und einem das Ego hier behilflich sein kann. Jedoch sollte dem Ego weniger Beachtung gewährt werden, wenn man früher oder später einmal scheitert. Das ist menschlich, und diese Menschlichkeit möchte dein Ego durch Ideale ersetzen.

Wir können also die Visualisierung des Egos als Anregung wahrnehmen, anstatt einem überhöhten Ziel, das wir in der Regel gar nicht erfüllen können. Mach dir daher genau bewusst, wo dein Ego dich stärkt und wo es dich schwächt.

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Wie entsteht das Ego?

Wir kommen alle ohne Ego auf die Welt. Als kleines Kind haben wir noch keine Vorstellung davon, wer wir sind. 

Deshalb siehst du oft kleine Kinder, die von sich in der dritten Person reden. „Luisa hat Hunger!“, anstatt „Ich habe Hunger“. Das liegt daran, dass sie noch keine Differenzierung zwischen sich selbst und anderen Menschen machen, da sie noch keine Unterschiede erkennen können. In den Augen des Kindes ist die vor ihr stehende Person und es selber Eins. Es gibt keine Trennung in zwei separate Teile, in Gut oder Schlecht, Meins oder Deins. 

Mit der Zeit und im Laufe der Entwicklung des Kindes wird es durch die Konditionierung seiner Umwelt geprägt und es entwickelt ein Selbstbild – das Ego. Die Eltern nennen es „Luisa“ und so glaubt das Kind es sei „Luisa“. Dabei hätte der Name auch Johanna, Sophia oder Alina sein können.

Wir erkennen besonders dann die Entstehung des Egos (und damit auch die Annahme der Aussagen der Außenwelt) beim Kind, wenn wir ihnen etwas wegnehmen. Nimmst du ihnen später dann ihr geliebtes Eis weg, wird das Ego aktiviert, da das Kind davon ausgeht, dass ihm das Eis gehört und es ein persönliches Anrecht darauf hat. Ab da heißt es dann vehement „Das ist meins, und nur meins – nicht deins!“. 

Dabei bleibt es jedoch nicht nur bei der Annahme, dass uns materielle Gegenstände gehören. Mit der Zeit erhält das Kind durch seine ihm nahestehenden Bezugspersonen bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, wie „Du bist super im Fußball, aber nicht im Handball.“, „Du bist nicht gut genug in Mathe, aber in Deutsch bist du super!“ und „Du bist doch ein Mann, also verhalte dich nicht wie eine Frau“.

So werden immer mehr Eindrücke von außen aufgenommen und als wahr angenommen. Als Kinder hinterfragen wir so gut wie nie die Aussagen unserer engsten Bezugspersonen (bspw. Erziehungsberechtigte, Erzieher:innen, Trainer:innen, Familienmitglieder…) und übernehmen diese als Gesetze in unser Leben.

Dadurch entstehen Glaubenssätze, nach denen sich unser weiteres Leben formt und auf die wir uns immer wieder beziehen. Um eine als schmerzhaft empfundene Trennungsangst zu vermeiden oder auch um die Liebe der Eltern zu sichern, nimmt das Kind Verhaltensweisen an, die nicht zu seiner Natur bzw. seinem eigentlichen Ich gehören. 

Diese Art von Konditionierung ist nicht nur ein Teil unserer Kindheit, sondern geht auch weit darüber hinaus. Indem die Glaubenssätze nicht hinterfragt werden, identifizieren wir uns immer weiter mit den Annahmen über unser Selbst, da wir meinen, dass wir das eben sind.

Doch das sind wir meistens gar nicht! Es sind Definitionen deiner Selbst, die dir zugeschrieben wurden und nach denen du handelst. Unterbewusst bist du der Annahme, dass du diesen Mustern entsprechen musst, um weiterhin geliebt, geschätzt und angenommen zu werden. Aber bist du dir zu 100 % sicher, dass du dir selbst diese Zuschreibungen noch immer genauso geben würdest? Welche Annahmen vertrittst du noch über dich, die schon längst nicht mehr aktuell sind?

Vergiss nicht, dass das Ego die Dinge nicht sieht, wie sie sind, sondern diese durch die Linse deiner Erfahrungen und die Meinungen deiner engsten Bezugspersonen bewertet. 

Wie erkenne ich mein Ego?

Das Ego ist meist ein so großer Bestandteil der Gedanken, sodass wir es oft gar nicht mehr bewusst wahrnehmen. Wir akzeptieren einfach, dass es der Kritiker ist, der sich in unserem Kopf eingenistet hat. Somit braucht es hier einen aktiven Prozess der Bewusstwerdung, um das Ego besser und einfacher erkennen zu können. 

Der erste Schritt in diesem Prozess ist es, sich klarzumachen, in welchen Momenten man aus dem Ego heraus reagiert und agiert hat. Dafür können folgende Fragen dienlich sein:

Wann hast du dich das letzte Mal von jemandem in deinem Umfeld oder dir selbst angegriffen gefühlt? 
War es der/die Chef:in, der/die deine Arbeit kritisiert hat? 
Oder die beste Freundin, die sich nicht an eure Abmachungen gehalten hat? 
Oder deine Eltern, die deine Leistungen nicht wertschätzen und dir keine Beachtung oder Bestätigung geben?
Oder dein:e Partner:in, der/die dich auf einen Fehler hingewiesen hat? 
Oder warst du es selbst und hast dich für etwas bestraft, dass du scheinbar etwas „falsch“ gemacht hast?

Denn sicherlich gibt es davon vermehrt Situationen in deinem Alltag, bei denen du bereits betroffen reagiert hast, dich angegriffen gefühlt und mit Wut, Scheu, Frust, Kampf und/oder Abwehr reagiert hast. Wenn wir uns über andere ärgern, sie kontrollieren wollen, keine andere Meinungen akzeptieren, im Schwarz-Weiß-Denken gefangen sind, verletzt sind, Rachegelüste spüren, uns herabgesetzt, unterlegen oder auch überlegen fühlen, das Bedürfnis haben, Kontrolle oder Macht auszuüben, weißt du, dass das Ego Kontrolle übernommen hat. 

Doch leider sind es heute oft erst die schmerzhaften Wege, die uns dazu bringen, unser Ego zu hinterfragen. Sei es die Trennung von einer geliebten Person, die Kündigung, eine Krankheit oder ein ähnlicher Rückschlag im Leben. Solche Grenzsituationen lassen uns unser Leben und dessen Strukturen hinterfragen. Irgendwann kommt man dann meistens auch beim wichtigsten Teil seines Lebens an: dem Selbst.

Damit es keinen derartigen Schicksalsschlag in deinem Leben braucht, um dich und dein vom möglichen Ego gesteuertes Verhalten zu hinterfragen, ist es wichtig, dich mit dir auseinanderzusetzen und zu erkennen, ob du aus deinem Ego oder deinem wahren Ich heraushandelst. 

Denn hinter jedem Verhalten des Egos steckt eine positive Absicht. Es hat eine Funktion und es steht ein Bedürfnis dahinter. Dies zu hinterfragen, lohnt sich, um zu mehr Bewusstheit zu gelangen, in dem wir hinter die Masken des eigenen Ego-Verhaltens blicken und letztendlich mehr Verständnis und Selbstakzeptanz aufbringen können.

4 Tipps, um mit dem Ego richtig umzugehen

Wie oben schon beschrieben, ist es eine Königsdisziplin das Ego zu erkennen und es zu lenken. Daher will der Umgang mit dem Ego gelernt sein, umso auch dein wahres Ich zu erkennen. In diesem Zustand hast du dann die Möglichkeit bewusst zu entscheiden, aus welchem deiner Persönlichkeitsanteile du agieren möchtest. Daher habe ich dir folgende vier Tipps zusammengefasst, damit du mehr bewusste Kontrolle über dich und dein Ego bekommst.   

1. Erkenne, ob du aus dem Ego heraus handelst

Unser Ego ist ein Teil in uns, der Dinge stark subjektiv und nicht objektiv wahrnimmt. Das bedeutet, dass es viel persönlich nimmt und meistens vom worst case szenario ausgeht. 

Hier ein kleines Beispiel: Stell dir vor, dein:e Arbeitskolleg:in sagt folgendes zu dir: Du kannst das besser! Ich weiß das!. Und du antwortest sarkastisch: Ich hab ja nur gefühlte fünf Wochen gebraucht, um mit dem Projekt fertig zu werden. Konnte ja niemand wissen, was du für Bewertungsmaßstäbe an den Tag legst! Aber bloß keine Sorge, nächstes Mal wird es picobello einwandfrei sein, damit es nichts zu nörgeln gibt!

Diese Reaktion war stark subjektiv gefärbt und wurde einer Bewertung unterzogen, die dich persönlich betroffen gemacht hat. Jedoch war alles was dein:e Kolleg:in objektiv gesagt hat folgendes: Du kannst das besser! – mehr nicht. Dein Ego hat darin jedoch einen Angriff erkannt und wurde reaktiv.

Beobachte dich das nächste Mal, wenn du dich getriggert fühlst. In solchen Momenten reagierst und agierst du meist aus dem Ego-Teil in dir heraus.

2. Hinterfrage dich, welche deiner Sätze mit Ich beginnen

In diesem Schritt geht es darum, sich bewusst zu machen, was du nach dem Wort Ich normalerweise sagst. Wenn das passiert, sprichst du aus deinem Ego-Anteil. Wir wiederholen das so bereits seit vielen Jahren. Daher wird es viele Menschen überraschen, was sie tatsächlich über sich selbst sprechen und aussagen. Folgende Fragen sind hierbei sehr hilfreich:

Wie oft sprichst du über dich?
Welche Aussagen davon treffen zu 100 % zu?
Und welche davon beziehen sich nicht auf dein wahres Selbst, sondern auf deine Leistungen?

Es ist immer wieder spannend zu erkennen, wie sich unser Ego profilieren möchte. Hierbei geht es nicht darum, die Ich-Sätze zu verbannen, sondern lediglich auf Ihre Wahrheit hin zu überprüfen. 

3. Akzeptiere dein Ego, ohne ihm zu viel Macht zu geben

Hierfür ist es wichtig zu verstehen, dass wir immer in einem Wir leben – es ist niemals nur ein Ich und/oder Du, denn wir sind schließlich Teil eines Kollektivs, das teilweise ganz verschiedene Vorstellungen eines Ideals besitzt.

Sogar in uns selbst herrschen mehrere persönliche Anteile, die unterschiedlich wirken und sich in ihrer Ausdrucksform ggf. widersprechen. Du darfst dir bewusst machen, dass es nicht das eine Ideal gibt, nach dem es zu streben gilt, auch wenn dein Ego dir dies vorgaukeln möchte. Das Leben besteht aus vielen Facetten, die alle gelebt werden dürfen, ohne dabei zu bewerten, welche besser und welche schlechter sind.

Vergiss hierbei jedoch nicht, dass das Ego dich nur schützen und das Beste für dich möchte. Wenn du das weißt, kannst du das Ego akzeptieren, ihm Platz geben und mit Verständnis reagieren. Dadurch gibst du ihm genau so viel Macht, damit es dich fordern und fördern kann, jedoch zu wenig Macht, um dich in Zukunft weiterhin zu überfordern.

4. Entscheide dich für Freiheit und dein wahres Ich 

Stell dir mal vor, du könntest diese Ideal-Illusion von dir selbst einfach fallen lassen und freie Entscheidungen treffen, wie und wer du sein willst. Das wäre der Weg zu ultimativer Freiheit und deinem authentischen Ich.

In diesem Zustand könnte dir niemand mehr etwas anhaben, da es nichts mehr gibt, an dem dein Ego haftet. Keine Kritik, die du nicht selbst geprüft und angenommen hast, kann dich mehr verletzen. Kein Vergleich kann dich mehr degradieren, da du weißt, dass du nicht mehr nur an Leistungen gemessen werden möchtest. 

Fang an dich neu zu erleben und zu erkennen, was du sein willst und was nicht – ohne dich dabei einzugrenzen, sondern einfach um dich zu einem individuellen, facettenreichen und liebenswerten Menschen zu machen.

Obwohl diese Veränderung nicht von heute auf morgen stattfindet, so ist es doch ein Prozess, den wir bewusst beeinflussen können. Vergiss nicht, dass es menschlich ist, im ersten Moment aus dem Ego zu handeln. Mit der Zeit lernst du jedoch dich dabei immer klarer wahrzunehmen und kannst dich in jeglichen Situationen entscheiden aus deinem wahren Ich zu handeln. 

Ein paar letzte Worte zum Ego

Glückwunsch! Nach Durchlesen und Anwenden dieses Beitrags hast du erfolgreich dein Ego erkannt. Du durftest für dich erkennen, welches Ego-Erleben du in Zukunft nicht mehr akzeptieren möchtest, ohne dabei zu versuchen, das Ego zu beseitigen oder seine Existenz zu leugnen. Das Ego ist und bleibt seit Kindheitstagen ein Beschützer und wird auch immer Teil unserer Psyche bleiben. Wir dürfen ab jetzt nur selbst entscheiden, wie viel Macht wir ihm geben und ob wir uns doch ab und zu unser authentisches Selbst wählen sollten. 

Psychografie – Was für ein Persönlichkeitstyp bist du? Erkenne dein Naturell

Psychografie Persönlichkeitstyp beschrieben durch verschiedenfarbige Pflanzen

Jedes Individuum wird ausgezeichnet durch verschiedene Eigenschaften, die uns entweder in die Wiege gelegt oder im Verlauf unseres Lebens angeeignet worden sind. Jeder Mensch ist einzigartig – dennoch streben viele von uns danach sich trotz der Vielfalt irgendwo einordnen zu können. Dafür gibt es verschiedene persönlichkeitspsychologische Ansätze, die dem Bedürfnis nahekommen. Einer davon ist die Psychografie. Sie ist ein adäquates, lebensnahes und verständliches System, um Persönlichkeitstypen zu verstehen und sich und sein Umfeld einordnen zu können. 

In der Psychografie spricht man von drei Persönlichkeitstypen: dem Handlungs-, Beziehungs- und Sachtypen. Jeder Mensch ist mindestens einem dieser Typen primär zugeordnet – auch Naturell genannt. Meistens kommt jedoch eine Mischform aus allen dieser Typen zustande, wonach kein einfaches Schubladendenken möglich ist. Davon dominiert jedoch immer einer, der viele Bereiche seines Lebens bestimmt.

Was kannst du in diesem Beitrag lernen?

Im Verlauf unseres Artikels bringen wir dir grundlegendes Wissen über die drei verschiedenen Typen bei. Wir werden uns mit den einzelnen Besonderheiten, Stärken, aber auch Schwächen und Ängsten der Persönlichkeiten befassen. 

Sobald du Kenntnisse über die verschiedenen Grundtypen erlangt hast, kannst du diese nicht nur auf dich anwenden, sondern wirst auch deine Mitmenschen in ihrem Denken und Verhalten besser verstehen können. Die Psychografie bietet dir daher eine hervorragende Voraussetzung für eine gute Selbstbeziehung und gelingende Beziehungen zu Anderen.

Empfehlung von DailyMentor

Bevor du weiterliest, haben wir einen Persönlichkeitstest auf Basis der Psychografie erstellt. 

Am besten du startest zuerst mit dem Test, um gleich einen persönlichen Bezug zur Psychografie zu erhalten.

Hier geht es zum Persönlichkeitstest

Was ist Psychografie?

Die Psychografie basiert auf der Grundannahme, dass die menschliche Psyche auf folgenden drei Bereichen aufgebaut ist: Denken, Handeln, Fühlen. Auf dieser Basis wurden in der Psychografie die drei Persönlichkeitstypen nach Dr. Dietmar Friedmann definiert, die alle ihre Besonderheiten, Talente, Fähigkeiten, aber auch Schwächen haben:

Jeder Mensch hat bereits seit seiner Kindheit eine gewisse Begabung und Bevorzugung in den Bereichen des Fühlens, Handelns oder Denkens entwickelt. Einen dieser Bereiche hat jeder von uns zu seiner persönlichen Stärke gemacht. Hingegen hat man sich unbewusst dazu entschieden einen anderen Teil dieser drei Persönlichkeitstypen eher zu vernachlässigen.  

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In jedem von uns steckt jedoch zumindest ein kleiner Anteil aller drei Typen. Es ist allerdings die Gewichtung dieser drei Persönlichkeitstypen, die bei jedem Charakter unterschiedlich sein kann. Jeder von uns hat trotzdem seine “Lieblingsstrategie“ und eigene Art und Weise, wie man persönlich mit sich und seiner Umwelt interagiert.

So hat jeder Grundtyp seine ganz eigenen praktischen, emotionalen oder mentalen Kompetenzen. Diese ganz individuelle Dynamik ist ausschlaggebend, wie wir die Welt sehen und unseren Alltag bestreiten.

Die Psychografie unterscheidet sich in der Hinsicht von anderen eher statischen und starren Persönlichkeitstests und -modellen. Sie gibt dir eine Grundrichtung an und orientiert sich danach mehr, was innerhalb deiner Persönlichkeit passiert, ohne dich darin einzuschränken. 

Schließlich befasst sich die Psychografie mit ihren drei Persönlichkeitstypen damit, wie die einzelnen Typen handeln, Probleme lösen, wo ihre Stärken und Talente liegen, aber auch wo sich gewisse persönlichkeitstypische Fallen und Lösungswege verstecken können. 

Die drei Persönlichkeitstypen 

Wenn du dir nun die drei Persönlichkeitstypen durchliest, wirst du dich oder eine dir bekannte Person in einigen dieser Beschreibungen mehr – in anderen womöglich weniger – wiedererkennen.

Verstehe, dass du nicht alles “für bare Münze“ nehmen sollst. Die Beschreibung der einzelnen Persönlichkeitstypen entspricht einem 100 prozentigem Naturell, was keinem oder zumindest sehr wenigen von uns entspricht. Wir Menschen sind dynamische Individuen und werden von unserer Umwelt beeinflusst. Daher ist hier kein Schubladendenken angebracht. Eher sollen dir die Naturelle eine Tendenz deiner Persönlichkeit aufzeigen.

Psychografie Persönlichkeitstyp beschrieben durch unterschiedliche Blätterfarben
Abhängig vom Charakter können sich unsere Naturelle überschneiden.

Verstehst du dein Naturell, das deines Partners oder deiner Freunde, so kannst du womöglich diese besser nachvollziehen. Du erkennst, weshalb jemand so handelt wie er es tut, verstehst seine Stärken und Schwächen. Vor allem soll dir unsere Auflistung die Möglichkeit geben, dass du zwischenmenschliche Beziehungen besser handhaben und verstehen kannst. 

Jedoch wollen wir dir mit dem einordnen und erkennen der drei Naturelle nicht nur “Honig um den Mund schmieren”, sondern dir einen Lerneffekt mitgeben. Du erhältst von uns daher nicht ausschließlich Positives in der Auflistung, sondern wirst auch viele “persönlichen Baustellen“ der Naturelle erkennen. Denn es sind vor allem die Schwächen, die man bei den einzelnen Naturellen verstehen muss, sodass man sich in sein Gegenüber besser hineinfühlen kann. 

Beachte dabei bitte immer, dass es bei der Unterscheidung der drei Grundtypen nicht darum geht, dass der eine oder andere besser oder schlechter ist. Sondern es geht darum, dass man die Eigenheiten seines Persönlichkeitstyps und den seiner Mitmenschen analysieren und akzeptieren lernt, um Missverständnissen entgegenzuwirken.

Der Beziehungstyp

Der erste der hier vorgestellten Persönlichkeitstypen ist der Beziehungstyp. Er ist mit Abstand die kreativste uns abenteuerlustige der drei Grundtypen – mit ihm wirst du immer spannende neue Dinge erleben.

Mitunter liegt das daran, dass der Beziehungstyp ein nahezu chronischer “Ja”- Sager ist und nur selten “Nein” sagen kann. Dies kommt ihm jedoch nicht allzu oft zulasten, da er sich rasch für jegliche Dinge begeistern kann. Das sind vor allem die Dinge, bei denen er herausgefordert wird. Diese Hingabe kann jedoch schnell aufgrund des oberflächlichen Interesses schwinden, sobald sich ihm eine neue, spannendere Möglichkeit eröffnet. 

Er hat oftmals einen großen Freundeskreis und hegt eine starke Bindung zu seinem sozialen Umfeld, auf welches er großen Wert legt. Empathie und Verständnis für sein Gegenüber ist eine seiner größten Stärken. Er verstreut mit seiner offenen, optimistischen Persönlichkeit und vielfältigen Mimik stets viel positive Energie aus, wobei er auch stets selbstbewusst wirkt – dieser Schein kann jedoch in einigen Fällen trügen. 

Ein Beziehungsmensch hat eine große innere Angst von anderen ausgeschlossen oder gar nicht gemocht zu werden. Von allen Typen kann der Beziehungstyp am meisten unter seinen Problemen leiden. Die Fülle an negativen Gedanken kann dieser Typ jedoch mit seinen positiven Gefühlen ausgleichen, da er sehr gut mit seinen Gefühlen, als auch denen von anderen, umgehen kann.

Aufgrund seiner hohen emotionalen Wahrnehmungsdichte denkt, fühlt und handelt er demnach oft sehr emotional. Der Beziehungstyp hat einen ausgeprägten Sinn für alles Schöne, weshalb er auch einen großen Wert auf sein Erscheinungsbild legt, um anziehend und attraktiv zu wirken.

Der Beziehungstyp hat großes Interesse für Neues und scheut es daher nicht neue Wege einzuschlagen – weshalb der Werdegang eines Beziehungstyps nicht immer konstant ist. Der Beziehungstyp lebt nämlich stets im Hier und Jetzt – die Gegenwart ist seine Zeitform. 

  • lebendig, kontaktfreudig, ausdrucksstark, ideenreich, optimistisch
  • kommunikative und offene Persönlichkeit und findet schnell den Zugang zu anderen
  • starkes Empathievermögen und das Verständnis für andere Personen und Situationen
  • verantwortungsbewusst und hilfsbereit
  • kann sich sehr gut ausdrücken, was vor allem an seinen eigenen starken Emotionen liegt
  • ist durch die Begeisterungsfähigkeit in der Lage Zusammenhänge und Situationen schnell zu verstehen
  • ungeduldig, unvorsichtig, leichtgläubig, schnell ablenkbar, unpünktlich
  • nimmt viele Dinge sehr persönlich und bezieht vieles auf sich
  • verausgabt sich überdurchschnittlich für andere – geht er dem nicht nach, fühlt er sich schuldig
  • passt sich sehr an die Bedürfnisse von anderen an und stellt das eigene Wohl hinten an, im übertriebenen Ausmaß kann sich dies im Helfersyndrom bemerkbar machen
  • kann sich schwer abgrenzen
  • Probleme mit der Einteilung von zeitlichen und finanziellen Ressourcen durch vielfältiges und gleichzeitiges Interesse
  • kann sehr gut mit Menschen umgehen, weshalb er oft im Sozialen beruflich tätig ist
  • starke Beziehung zum Umfeld und daher sehr anfällig auf die Impulse, die von außen kommen – oder ggf. nicht kommen
  • vergleicht sich oft mit anderen und hat einen hohen Anspruch an sich selbst
  • durch vielfältiges und sprunghaftes Interesse kann der Beziehungstyp unkritisch und oberflächlich wirken, wobei gewisse Versprechen auch nicht immer eingehalten werden können 
  • besitzt eine Fluchttendenz, um sich abzuschotten, wenn ihm Abweisung widerfährt oder er sich ungeliebt und hilflos fühlt
  • nicht mehr gemocht oder geliebt zu werden und aus der Verbindung zu fallen
  • hilflos zu sein
  • dass sich andere nicht für ihr Interessen und Bedürfnisse interessieren
  • kritisches Denken und Hinterfragen
  • klares Denken, Abstand zu Situationen gewinnen
  • Geduld: sich Zeit einräumen und angefangene Projekte zu Ende bringen
  • auf das eigene Wohl verstärkter achten, auch wenn man es dabei nicht immer allen recht machen kann 
  • Rücksicht auf die eigenen Ressourcen und Planung des Alltags zu legen

Der Sachtyp

Der nächste der drei psychografischen Grundtypen ist der Sachtyp. Wie der Name schon vermuten lässt, ist er ein sehr theoretisch und geistig veranlagter Mensch, der stets rational handelt. Man könnte den Sachtyp auch als “Kopfmenschen” bezeichnen, der mehr theoretisch als praktisch veranlagt ist, da er lieber denkt als zu handeln.

Ein Sachtyp ist sehr wissbegierig, erkennt schnell Zusammenhänge und ist lernwillig für jegliche Thematiken, die ihn interessieren. Er schätzt stets Klarheit, Effizienz und Transparenz, wobei er Situationen immer wohlbedacht abwägt, ehe er Zeit, Anstrengungen und/oder Geld investiert. Im Allgemeinen ist der Sachtyp sehr sparsam mit seinen Finanzen und Ressourcen.

Trotz und womöglich gerade wegen seines Strebens nach Fehlervermeidung, ist der Sachtyp ein “Vielleicht”-Mensch, womit er in den für sich unangenehmen Entscheidungssituationen einen Spielraum offen lassen kann – und das meist über einen längeren Zeitraum. Er ist einfach kein typischer Initiator, sondern wartet gerne erstmal ab, um dann irgendwann zu reagieren. Das macht ihn zusätzlich sehr sicherheitsbedacht.

Die Zeit, die der Sachtyp für sich alleine hat und auch mal “nichts tut”, schätzt er sehr. Viele seiner persönlichen Angelegenheiten und Probleme macht der Sachtyp mit sich selber aus. Er ist meist zurückhaltend, konfliktvermeidend und unauffällig. Lässt sich ein Konflikt jedoch einmal nicht vermeiden oder geht es dem Sachtypen nicht gut, so hat er in solchen Situationen eine starke Tendenz zum Rückzug, Pessimismus und zur Sensibilität. Dies bekommt auch sein soziales Umfeld zu spüren – wobei er jedoch stets ein loyaler und fürsorglicher Freund und Partner ist.

Für Sachtypen ist es zudem nicht untypisch bestimmten Gewohnheiten nachzugehen, da sie Regeln und Sicherheit im Alltag brauchen. Ehe er sich von einer solchen Struktur trennt, sollte stets eine Alternative vorhanden sein. Nicht nur aufgrund seiner analytischen Vorgehensweise, sondern auch aufgrund seines überdurchschnittlich guten Gedächtnisses ist der Sachtyp ein vergangenheitsorientierter Mensch. 

  • strukturiertes Denken und analytisches Vorgehen
  • hohe Auffassungsgabe
  • ist sehr detailliert und kann sich im eigenen Fachgebiet viele Dinge merken 
  • hat die Fähigkeit Situationen zu versachlichen und nicht zu dramatisieren
  • bringt Gelassenheit mit und strahlt dabei Souveränität aus
  • schiebt unangenehme Aufgaben gerne auf und hat Probleme sich zu entscheiden
  • kann zu viel nachdenken und verpasst den Moment des Handelns, um aktiv zu werden
  • Probleme in der Äußerung der eigenen Gefühle, da er keinen guten Zugang zu den inneren Befindlichkeiten hat
  • Probleme Kritik aufzunehmen – vor allem dann, wenn sie sachlich geäußert wird
  • kann sich schnell zurückziehen, bei Überforderungen einer Situation
  • Probleme in Drucksituationen und Veränderungen
  • verhält sich introvertiert, starr und abgekühlt in unkomfortablen Situationen
  • kann zu unentschlossen und passiv sein – lange steht das “Vielleicht“, ehe er sich entscheiden kann
  • kommuniziert sachlich und klar, kann trotzdem gerne auch mal abschweifen 
  • geht tiefe Verbindungen ein und führt daher sehr loyale Freundschaften
  • lässt anderen Mitmenschen Raum und kann gut zuhören
  • ist nicht direkt schüchtern, sondern eher zurückhaltend und beobachtend
  • lässt sich wenig durch Emotionen durchrütteln 
  • hat tiefe Gefühle, doch zeigt diese nur ausgewählten Personen
  • macht viele Angelegenheiten mit sich selbst aus und lässt sich dabei nach außen wenig anmerken 
  • bleibt in Diskussionen sachlich und ruhig
  • lässt sich für Aktivitäten schwerfälliger motivieren 
  • hat eine hohe Reizschwelle in Konfliktsituationen – wird diese jedoch erreicht, kann es auch ihm “herausplatzen“ und ist dabei sehr treffsicher, zynisch oder auch gemein
  • Angst vor Sicherheits- und Kontrollverlusten
  • allgemeine Aversion von Risiko
  • Angst vor Verlusten und Niederlagen
  • nicht immer zu viel nachdenken und bereit sein ein Risiko einzugehen
  • sagen was er will und nicht nur was er nicht will
  • sich groß und laut machen für Dinge, für die er einsteht
  • Dinge weniger “verkopft“ und starr betrachten
  • proaktives Handeln und eine bessere Handhabung von Drucksituationen

Der Handlungstyp

Der letzte der drei Grundtypen ist entgegen dem Sachtypen ein sehr kraftvoller und entschlossener Typ. Die Rede ist von dem Handlungstypen. Er bevorzugt das praktische Handeln und schätzt positive Ergebnisse sehr, da seine Arbeit und die damit verbundenen Fähigkeiten meist Mittelpunkt seines Lebens sind. 

Um seine Ziele zu erreichen, ist er jedoch stets zum Kampfe bereit und nimmt den einen oder anderen Streit in Kauf – wobei er selbst hart im Nehmen ist und sich nicht viel beklagt. Er liebt es, sich zu messen und mit anderen zu vergleichen, deshalb erkennt er in allem einen Wettbewerb. Dabei erkennt er als strukturliebender Mensch die Regeln zwar an, ist meistens aber davon überzeugt im Recht zu sein und scheut dabei auch nicht davor ab andere zurechtzuweisen. 

Nicht nur bei den Wettbewerben muss er an erster Stelle stehen, auch im Arbeitskontext übernimmt er gerne die Führungsposition, wobei er stets ein verantwortungs- und pflichtbewusster Mensch ist. Während andere noch denken, ist er bereits am Handeln und übernimmt die Führung. Er verabscheut Ungerechtigkeit und setzt sich wegen seines Beschützerinstinkts gerne für Schwächere ein. Er ist großzügig und teilt gerne.

In seinem Handeln ist er sehr lösungsorientiert und weiß schnell, was zu tun ist – das schätzt sein streng ausgewähltes Umfeld sehr an ihm. Sein Umfeld muss ihn nehmen, als das, was er ist, denn wenn er einmal leidet, wird er kritisch und polternd, hartherzig, gemein oder negativ, wodurch er nach außen machtvoll und dynamisch wirkt, was ihm jedoch keine Missverständnisse erspart.

Nicht nur nach außen wirkt der Handlungstyp so. Tatsächlich hat er einen schlechten Zugang zu seinen Gefühlen, welche für ihn oft nicht klar sind. Nach außen ist er stets robust, taff und kann seine Meinung gut durchsetzen – doch in Wahrheit sucht er die Möglichkeit sich bei jemanden anlehnen zu können, dem er auch seine schwache Seite zeigen kann. Der Handlungstyp ist ein Macher und handelt, wenn andere noch überlegen, deshalb ist seine Zeit die Zukunft

  • schätzt die sozialen Kontakte und ist ein wahrer “wir“-Mensch 
  • achtet auf das Wohl der Gruppe und Gerechtigkeit 
  • sucht die Führungsposition und ist dabei sehr lösungsorientiert
  • verantwortungsvoll, zuverlässig und pflichtgetreu
  • disziplinierter zuverlässiger Pragmatiker
  • ziel-, ergebnis- und erfolgsorientiert
  • arbeitet mehr als nötig und blendet dabei die emotionale Ebene aus
  • sehr ausgeprägtes Ordnungsbedürfnis und starkes Pochen auf das Einhalten von Regeln, was ihn als Kontrollfreak aussehen lassen kann
  • kann Konflikte verursachen durch die “Angriffslust” seine Meinung durchzusetzen
  • besitzt die Grundhaltung zuerst “Nein“ zu sagen
  • Hang zum Perfektionismus und das auch unter der Missachtung der eigenen Energie und Gesundheit
  • schätzt die Familie und Freunde und meint es gut mit ihnen
  • hat ein eigentlich ein weiches Herz – und zeigt dies vor allem Kindern und Tieren
  • bevorzugt eine klare Kommunikation – spricht dabei gerne laut und deutlich und untermauert dies mit Gestiken
  • schätzt die eigenen Kontakte sehr – doch eine zu nahe Bindung kann für ihn suspekt sein
  • braucht ein starkes Gegenüber, das seine eigene Postionen vertritt 
  • mag es sich mit anderen zu reiben und zu diskutieren 
  • Es geht ihm im sozialen Umfeld hauptsächlich darum etwas “zu machen” und weniger sich mit Emotionen zu beschäftigen
  • durch seine Beschützerrolle ist er für sein soziales Umfeld immer da
  • ist weniger der Zuhörer, sondern schlägt dem Gegenüber bei Problemen eigene Lösungswege vor, wie er selber vorgehen würde
  • Angst sich Schwächen einzugestehen – denkt, dass er immer resolut und standfest wirken muss
  • größte Angst sich eingeschränkt, machtlos oder blockiert zu fühlen
  • Angst von seinem Umfeld falsch wahrgenommen zu werden, dass er in irgendeiner Hinsicht schwach wäre
  • Feingefühl und Empathie, um andere Meinungen zu verstehen und akzeptieren
  • Bereitschaft seine schwache Seite zu zeigen, um sich auch bei anderen anlehnen zu können
  • Rücksichtnahme: fragen, was die Bedürfnisse und Gefühle anderer Personen sind
  • Situationen nicht immer zu ernst zu nehmen, um selber auch mal locker lassen zu können
  • verstärktes Zulassen für eigenen Spaß, Gelassenheit und Fördern der Kreativität

Sicherlich wirst du dich in einem dieser Naturelle verstärkt erkennen können. Nehme diesen Text für dich mit, um zu deinen Stärken zu stehen und diese ggf. noch weiter ausbauen zu können. Selbes gilt für deine Schwächen – nehme es als Anlass diese zu erkennen und anzupassen. Doch wie du es selber schon weißt: Niemand ist perfekt und hat seine Potenziale. Das gehört zum “Mensch sein” dazu.

Bestimmt hast auch du einen “aha”- Effekt für dich mitgenommen. Was war es für einer? Wir sind gespannt, welche Learnings du aus diesem Beitrag für dich mitgenommen hast. Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.

Unterbewusstsein beeinflussen – Finde den Weg zu deinem wahren Ich

Unterbewusstsein beeinflussen beschrieben durch eine schöne Landschaft und einen Mann, der in diese hineinschaut

Wie kannst du dein Unterbewusstsein beeinflussen und was ist das Unterbewusstsein überhaupt? 

Kennst du das unwohle Gefühl im Bauch, welches sich beispielsweise bemerkbar macht, wenn eine dir nahestehende Person eine vermeintlich falsche Entscheidung zu treffen vermag? Oder die Stimme im Kopf, die dich von bestimmten Taten abhält oder dich von diesen überzeugt, ohne dass es eine rationale Begründung dafür gibt? In diesen Situationen übernimmt unser Unterbewusstsein für kurze Momente die Führung und lenkt unsere Gedanken. 

Doch nicht nur das. Es wurde wissenschaftlich bewiesen (interessantes Video dazu), dass das Unterbewusstsein 95% unserer Entscheidungen fällt, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Und das sind jeden Tag bis zu 100.000 an der Zahl. Was Unterbewusstsein genau ist, wie es sich von deinem Bewusstsein unterscheidet und wie du dein Unterbewusstsein beeinflussen kannst, erfährst du in folgendem Artikel.

Was ist das Unterbewusstsein?

Das Unterbewusstsein beschreibt ganz vereinfacht die Bereiche der Psyche, die unserem Bewusstsein nicht direkt zugänglich sind. Doch es ist noch viel mehr. Das Unterbewusstsein ist ein ungeheuer leistungsfähiger Teil unserer Psyche, der unsere Entscheidungen und unser Verhalten maßgeblich beeinflusst – und damit auch unseren Lebensweg.

Unser Unterbewusstsein ist die Summe mehrerer Faktoren:

  • Vorstellungen
  • Erinnerungen
  • Eindrücke
  • Motive
  • Wahrnehmungen
  • Einstellungen
  • Handlungsbereitschaften

Diese sind stets in uns, jedoch zurzeit nicht aktiv abrufbar. Gleichzeitig wirkt es sich auch in der Zukunft weiter auf diese aus und vertieft sie. Da Meinungsbildung viel Zeit und Energie kosten, versuchen wir unterbewusst, Denkprozesse zu vereinfachen. Es entstehen Muster, die ohne bewusstes rationales Nachdenken auskommen. Dabei täuscht uns oftmals unser Gehirn. Dieses Phänomen nennt man ”kognitive Verzerrung“. Das kann dazu führen, dass wir falsche Schlüsse ziehen und uns so ggf. systematisch selber täuschen.

Dabei dient uns das Unterbewusstsein eigentlich dazu, uns vor Überlastungen zu schützen. Denn es nimmt ohne Filter Informationen auf, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden. Nur ein kleiner Teil, von dem was wir aufnehmen, kann uns tatsächlich bewusst werden. Dieses Konzept ist vergleichbar mit einem Eisberg. Nur die Spitze des Eisbergs ist sichtbar, welche ungefähr 5% ausmacht. 95%, und somit der Hauptteil, bleiben an der Oberfläche unsichtbar. 

Genauso verhält es sich mit dem Bewusstsein gegen das Unterbewusstsein. Wir werden komplett von den Informationen unseres Unterbewusstseins gesteuert. Wenn wir es schaffen uns einige dieser Dinge bewusst zu machen, können wir dadurch unser Unterbewusstsein beeinflussen. Bemerkbar macht sich unser Unterbewusstsein in ganz banalen, jedoch auch überlebensnotwendigen Situationen.

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Cover: Unsere 12 besten Tipps, wie du sofort dein Leben positiv verändern kannst

Genauso verhält es sich mit dem Bewusstsein gegen das Unterbewusstsein. Wir werden komplett von den Informationen unseres Unterbewusstseins gesteuert. Wenn wir es schaffen uns einige dieser Dinge bewusst zu machen, können wir dadurch unser Unterbewusstsein beeinflussen. Bemerkbar macht sich unser Unterbewusstsein in ganz banalen, jedoch auch überlebensnotwendigen Situationen.

Ging es dir schon mal so, dass du mit dem Auto zu einem bekannten Ort gefahren bist, und im Nachhinein gar nicht mehr wusstest, wie genau du dort hingekommen bist? Du hast ganz automatisch die Kupplung getreten, um einen Gang höher zu schalten, ohne zu überlegen welchen Fuß du benutzen musst. Du hast ganz wie von selbst gelenkt und gebremst. Du hast es einfach gemacht. Unbewusst.

Des Weiteren lenkt dein Unterbewusstsein auch dein vegetatives Nervensystem, welches ganz autonom bestimmte Prozesse in deinem Körper reguliert. Dazu gehört beispielsweise das automatische Atmen und dein Herzschlag. Auch bildet dein Unterbewusstsein deine Gedanken, generiert dazu passende Gefühle, Worte und Bewegungen – und all das ohne unsere bewusste Steuerung. Es hat eine ungeheure Verarbeitungsleistung, die die bewusste Informationsverarbeitung bei weitem übersteigt.

Unterschied Bewusstsein und Unterbewusstsein

Um später zu erkennen, wie du dein Unterbewusstsein beeinflussen kannst, ist es von Relevanz die Unterschiede zu deinem Bewusstsein zu (er-)kennen. Folgend eine kleine Gegenüberstellung von Bewusstsein und Unterbewusstsein:

Bewusstsein Unterbewusstsein
  • kann sich nur auf eine Sache oder Information konzentrieren und verarbeiten
  • kann mehrere, verschiedene Informationen gleichzeitig aufnehmen und verarbeiten
  • trifft rationale und logische Entscheidungen
  • trifft Entscheidungen basierend auf deinen vergangenen Erfahrungen
  • lösungs- und veränderungsorientiert
  • problemzentriert, will Gewohnheit und vermeidet Veränderung
  • glaubt die Kontrolle über dich zu haben
  • hat zu 95% Kontrolle über deine Entscheidungen, ohne dass du es in den Momenten weißt
  • Programmierer des Unterbewusstseins
  • lässt sein Programm auf Autopilot laufen
  • glaubt, dass es immer Oberhand hat und gewinnt.
  • hat wirklich die Oberhand und gewinnt – immer.

Durch die Gegenüberstellung wird klar, dass die Diskrepanz zwischen den zwei Bewusstseinsebenen enorm ist. Wir können uns das Wissen und die Kraft unseres Unterbewusstseins zunutze machen, wenn wir lernen zu verstehen, was es uns sagen will und wie das Unterbewusstsein arbeitet. Um somit das Unterbewusstsein beeinflussen zu können, bzw. um an es herantreten zu können, müssen wir uns bewusst damit auseinandersetzen.

Unterbewusstsein beeinflussen und (um-)programmieren – 5 Methoden

Die Erkenntnis darüber, wie groß der Einfluss unseres Unterbewussten auf unsere Handlungen und Aktivitäten ist, kann durchaus beängstigend sein. Jedoch ist es nur so lange beängstigend, wie wir unser Unterbewusstsein als etwas Fremdes und Bedrohliches empfinden.

Wenn wir aber erkennen, dass wir unsere unterbewussten Handlungen und Einstellungen zu unserem Vorteil nutzen können, gewinnen wir einen wirklich starken Verbündeten für alles, was wir erreichen wollen. Dein Unterbewusstsein will nur dein Bestes. 

Es kann nur sein, dass die grundlegenden Botschaften und Gedankenmuster für deine Vorhaben aufgrund deiner Erfahrungen und Erinnerungen ungünstig sind. Die im Laufe unseres Lebens entstehenden destruktiven Muster sind verinnerlichte Reaktionen. Sie haben sich vom ursprünglichen Ergebnis abgekoppelt und damit verselbständigt. Jedoch sind diese stets veränderbar.

Im Folgenden geben wir dir einige Übungen und Methoden an die Hand, mit denen du dein Unterbewusstsein beeinflussen und neu programmieren kannst.

1. Low frequency brain waves (niederfrequente Gehirnwellen)

Denk einmal an die Situation, wenn du nach einem Begriff suchst, der dir auf der Zunge liegt, du aber letztlich nicht darauf kommst. In der Regel fällt er dir dann wieder ein, wenn du nicht mehr krampfhaft darüber nachdenkst, sondern beispielsweise im Bus auf dem Weg nach Hause bist, eine heiße Dusche nimmst oder entspannt auf dem Sofa liegst.

In einem solchen Entspannungszustand sendet dir dein Unterbewusstsein Informationen ins Bewusstsein, welche du brauchst. Weil dein Unterbewusstsein im Entspannungszustand am besten erreichbar ist, nutzen viele Mentaltechniken die Methode der mentalen Entspannung mit Hilfe von „low frequency brain waves“.

Unterbewusstsein beeinflussen beschrieben durch ein Buch und eine Teetasse
In einem Status der Ruhe und Entspannung kannst du am Besten dein Unterbewusstsein beeinflussen.

Hierbei ist wichtig zu wissen, dass unser Unterbewusstsein von unserem analytischen Denken, welches unsere Informationen auf dem Weg zum Unterbewusstsein filtert, beschützt wird. 

Dr. Joe Dispenza beschreibt das analytische, bewusste Denken auch als Wachhund. Somit können wir hauptsächlich dann unser Unterbewusstsein beeinflussen, sobald der Wachhund schläft. Das passiert vor allem bei langsameren Alpha oder Theta Gehirnwellen, welche insbesondere im entspannten, meditativen Zustand zustandekommen.

Das ist beispielsweise die ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen. Zu diesem Zeitpunkt ist dein Gehirn sehr empfänglich. Ein weiterer Zeitpunkt ist das Gegenstück dazu, und zwar abends kurz vor dem Einschlafen. Ein weiterer praktischer Zustand ist der meditative Zustand, welchen du alleine erreichen kannst, oder mit Hilfe von „low frequency brain waves“, die du über verschiedene Apps oder Youtube Videos ablaufen lassen kannst.

Wiederhole in diesen Zustandsebenen deine vorher festgelegten Affirmationen und visualisiere deine Ziele, indem du sie aufschreibst oder zeichnest. Auf diesem Wege gelangen Sie leichter und schneller an dein Unterbewusstsein, welches daraufhin deine Gedanken in Zukunft leichter darauf ausrichten kann. Studien zufolge konnten so sogar schon diverse Phobien und soziale Ängste überwunden werden.

2. Analysiere dein Verhalten

Um dir passende Affirmationen und Ziele setzen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wieso und welche festgefahrenen Überzeugungen und Glaubenssätze du unterbewusst gespeichert hast. So kannst du diese folglich korrigieren und dein Unterbewusstsein beeinflussen.

Das Unterbewusstsein braucht dabei aktiv deine Hilfe, denn es kann sich nicht von alleine umprogrammieren. Du kannst damit beginnen, konsequent dein eigenes Verhalten, deine Gedankenmuster und deine Gefühle zu analysieren indem du Selbstreflexion praktizierst.

Folgende Fragen helfen dir dabei negative Überzeugungen bewusst zu machen:

  • Wie sehe ich mich?
  • Finde ich mehr negative, als positive Eigenschaften an mir?
  • Ist das was ich tue sozial angesehen? Würde ich aber ggf. gerne etwas anderes tun?
  • Wie reagiere ich in Diskussionen?
  • Wem will ich es regelmäßig recht machen?
  • Was würde ich ändern, wenn ich könnte?
  • Welche Grenzen setze ich mir, die mir nicht von außen zugeteilt worden sind?
  • Machen diese Überzeugungen Sinn? Woher kommen Sie?

Du kannst es dir zur Gewohnheit machen dir einige dieser Fragen zu stellen, bevor du dabei bist eine persönliche Entscheidung zu treffen. Denn oft fällen wir Entscheidungen nicht zu unseren Gunsten. Das wollen wir jetzt ändern!

3. Suche Feedback

Falls es dir schwerfällt, dich selbst zu hinterfragen und Antworten zu finden kann es hier auch durchaus hilfreich sein Feedback von Außenstehenden einzuholen. Erkundige dich bei vertrauten Freunden oder Familienmitgliedern, wie sie dich einschätzen.  Wie kommen deine Taten und Worte bei ihnen an? Erkennen Sie gegebenenfalls Verhaltens- oder Gedankenmuster bei dir, die dir selbst vorher nicht bewusst waren?

Nach Einschätzung deiner ausgewählten Person kannst du dies Überdenken und dir ggf. darauf basierend nochmals die Fragen aus der vorangegangenen Übung stellen.

4. Unbewusstes Erkennen

Nehme dir bitte ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand. Schreibe spontan und ohne viel nachzudenken auf, welche Begriffe du mit den folgenden Themen verbindest:

  • Menschen
  • Männer
  • Frauen
  • Liebe
  • Arbeit
  • Erfolg
  • Geld
  • Versagen
  • Fehler

Du kannst diese Liste nach Belieben erweitern.

Auch diese Übung lässt dich erkennen, wie dein Unterbewusstsein gepolt ist. Du erkennst in welchen Bereichen du vielleicht negative und wo du positive Grundüberzeugungen, bzw. Wünsche hast, die unbewusst auf deine Handlungen und dein Denken wirken. 

Nach Sigmund Freud ist nämlich das Unterbewusstsein der Bereich, in dem verdrängte, vom Bewusstsein nicht zugelassene Triebe und Inhalte gespeichert sind. Somit wirkt das Verdrängte im Unterbewusstsein und kann deine Überzeugungen verschiedensten Begrifflichkeiten gegenüber steuern. Erkenne sie und erfinde diese, wenn du das wünschst, neu. Der Schlüssel zum Erfolg ist hierbei die Präzision deiner Ziele und die Nutzung positiver Sprache.

Unterbewusstsein beeinflussen beschrieben durch eine Frau, die in die Ferne schaut
Befasse dich mit dir selbst und lerne mehr über dein Unterbewusstsein.

5. Vorsicht mit Verneinungen

Viele Mentaltrainer gehen davon aus, dass das Unterbewusstsein keine Verneinungen versteht, sondern besser auf positive Aussagen reagiert. Laut Forschungen von Psychologen an der Tufts University wurde bewiesen, dass negativ formulierte Sätze unser Gehirn verwirren und sie somit langsamer verarbeitet werden.

Hier ein kleiner Beweis dafür: Bitte konzentriere dich jetzt ganz stark darauf, NICHT an eine rote Rose zu denken. Trotz der Aufforderung es nicht zu tun, hast du womöglich gerade an die rote Rose gedacht.

Wenn du dir also selbst z.B. immer wieder sagst “Ich will nicht mehr so dick sein”, oder “Ich möchte nicht mehr so viel Serien schauen” bleibt demnach für das Unterbewusstsein der Fakt “dick sein” und “Serien schauen” übrig. Dies ist natürlich eine stark vereinfachte Darstellung unserer Unterbewusstseinswahrnehmung. Jedoch soll damit klar werden, wie ungünstig uneindeutige Botschaften an dein Unterbewusstsein möglicherweise wirken können.

Überprüfe das einmal für dich selbst und nutze die Macht der positiven Psychologie und ändere deinen Gedankenweg zu „Ich werde abnehmen“ und “Ich werde mehr für die Uni lernen”.

Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

Henry Ford (1863-1947), US-amerikanischer Gründer Ford Motor Company Tweet

Nehme dein Schicksal in die Hand und lass dich nicht mehr von negativen Gedanken-, bzw. Verhaltensmustern lenken. Du hast die Macht darüber, wie du dein Unterbewusstsein und damit deinen weiteren Lebensweg lenken möchtest. Nehme die Übungen als Anlass, dich zu hinterfragen und ggf. in manchen Lebensbereichen neu zu erfinden.

 

Welcher Fakt über das Unterbewusstsein hat dich am meisten überrascht? Lass es uns in den Kommentaren wissen. Wir freuen uns über den Austausch. 

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