Bewusster leben – der nächste Schritt in der Evolution des menschlichen Bewusstseins

Rastlosigkeit, Stress, Ausgebranntheit, innere Unruhe. 

Dies sind die derzeitigen Schlagworte, welche den vorherrschenden psychischen Zustand unserer Gesellschaft im Jahr 2021 beschreiben. 

Wir bauen Wolkenkratzer, Brücken, riesige Flugzeuge, Atomwaffen und messen den Erfolg eines Landes anhand des Bruttoinlandsprodukts. Wir sind definitiv die höchst entwickelte Population aller Zeiten, aber: Sind wir auch die glücklichste? Die derzeitigen Statistiken weisen Gegenteiliges auf und haben sogar einen negativen Trend im Gepäck.

Wir erkunden die Tiefen der Ozeane, wagen uns mit hoch entwickelten Teleskopen sogar in die unendlichen Weiten des Weltraums hervor, die unserer menschlichen Arroganz hier auf der Erde einen ordentlichen Dämpfer verpasst. Jedoch vergessen wir dabei das Offensichtlichste zu erkunden: Uns selbst.  

Bewusster Leben ist ein Vorsatz und zugleich der Schlüssel, der uns zur Erkundung des inneren Raums in uns veranlasst. Hier liegt genug Weisheit und Kraft, um jede Krise als Chance zu sehen und als Individuum, aber auch als Kollektiv, voll in seine Kraft zu kommen und sein Potenzial zu entfalten, ohne dabei das Leben selbst aus den Augen zu verlieren. 

Bewusster Leben ist die Grundlage für das Entfalten deines Bewusstseins, was du wie folgt merken wirst: 

Du kommst endlich voll im Leben an, statt unbewusst nur darauf zu warten, dass es beginnt. 

Du tauchst ein in deine eigene Existenz, um das Leben ganzheitlich zu erfahren.  

Statt nur darüber zu lesen, strahlst du psychische Gesundheit und Achtsamkeit jetzt aus.

Stress, Sorgen, Ängste sind jetzt deine Lehrer, nicht deine Feinde. Du findest deinen Platz und betrachtest sie von einem Ort aus, an dem du frei von ihnen bist.  

Leichtigkeit und Enthusiasmus werden dich auf bei deinen Zielen und Visionen begleiten.  

Deine Beziehungen werden radikal erblühen oder sich ehrlich trennen.  

Inhaltsverzeichnis

Was ist eigentlich Bewusstsein?

Als menschliches Wesen über ein bewusstes Leben zu schreiben gleicht einem Fisch, der anderen Fischen über Wasser berichtet. Was bedeutet das? 

Wasser gehört so unmittelbar zum Leben eines Fisches, dass es nicht zu trennen ist. Wenn ein Fisch, der erkannt hat, dass er die ganze Zeit schon im Wasser schwimmt, anderen Fischen davon berichten möchte: Was für Worte verwendet er? Wie macht er den anderen Fischen die Substanz klar, in der sie sich das ganze Leben schon bewegen? Es ist so unmittelbar vorhanden, dass es die meisten nicht erkennen würden.

Genauso ist es mit dem menschlichen Bewusstsein. Bewusstsein ist die Substanz unseres Lebens. Wir bewegen uns genauso ständig im Bewusstsein wie Fische im Wasser. 

Du kannst das an dieser Stelle für dich überprüfen: Was ist es, das diesen Text hier gerade wahrnehmen kann? Dein Körper? Nein, denn was sollte sich in diesem Moment denn sonst deinem Körper gewahr sein? Dein Verstand? Mit deinem Verstand entschlüsselst du diese Worte hier gerade, jedoch ist es nicht dein Verstand, der sich dessen bewusst ist, dass du gerade liest. Du kannst nämlich genauso deinen Verstand beobachten, der ständig Gedanken produziert. 

Es ist dein Bewusstsein, das in jedem Moment deines Lebens präsent ist. Sogar im traumlosen Tiefschlaf.

Was nicht im traumlosen Tiefschlaf präsent ist, ist nicht real.

Ramana Maharsh (1879 - 1950), indischer Guru Tweet

Bewusster leben – 7 Tipps, um endlich im Leben anzukommen und dein  Bewusstsein zu erweitern

Tipps, um bewusster zu leben, sind lediglich Wegweiser zu ein und derselben Gegebenheit: Dein Bewusstsein stärker wahrzunehmen und es als dich selbst zu erkennen. Das ist das Ziel jeder spirituellen Lehre und jeder Meditation, sowie der Achtsamkeit. Sich selbst als wahrnehmendes Bewusstsein zu erkennen und die falsche Identität, die der eigene Verstand in Form einer Person mit einem Namen und einer individuellen Geschichte erschafft, zu transzendieren.

Bewusster leben durch das intuitive Gefühl von bewusstem Sein

Dies ist der direkteste Weg, um bewusster zu leben. Der simpelste und deswegen der schwierigste Weg. Das liegt daran, dass unser Verstand hier dazwischenfunkt. Unser Verstand ist optimal dafür, komplizierte Sachverhalte zu bewältigen. Matheaufgaben ohne einen scharfen  Verstand lassen sich nicht lösen.  

Für die simpelsten Dinge ist er allerdings unnütz. Beim bewusster leben, so wie auch bei jeder Meditation, gilt sogar das Gegenteil:  

Ein scharfer Verstand, der in die Meditation mit hineingenommen wird, blockiert jede  Erfahrung und Wirkung.  

Damit will ich nicht sagen, dass nur diejenigen ein bewusstes Leben führen können, die einen eher einfach gestrickten Verstand besitzen. Ich möchte damit nur darauf hindeuten, dass es bei dem Thema Bewusstsein, Meditation etc. von Vorteil ist, sein gewohntes Analysieren und Beurteilen erstmal beiseite zu lassen. Auch wenn das im Jahr 2021 erstmal schwierig ist.

Mein heißester Tipp für ein bewusstes Leben ist also:

 Schließe die Augen und erspüre das intuitive Gefühl, dass du am Leben bist. Wie fühlt sich  dieses „Ich bin“ an? Ist es dir bekannt? Verweile einfach so lange es angenehm ist in diesem Gefühl von bewusstem Sein. 

Das Wichtigste hierbei: Bewerte nicht, analysiere nicht. Etwas in dir weiß bereits, wovon ich spreche. Ich spreche zu dieser Intelligenz, nicht zu deinem Verstand.

Bewusster leben mit der Kraft der Morgenstunden

Der Morgen macht den Tag. In diesem Sprichwort steckt viel Wahrheit. Denn gerade, wenn man bewusster Leben und Achtsamkeit integrieren möchte, könnte der Morgen den entscheidenden Unterschied machen.

Bewusster Leben erklärt mit Grafik von verschiedenen Gehirnwellen

Morgens befindet sich unser Gehirn noch im Alpha-Wellen Bereich. Das ist der Zustand, an dem wir wach, aber entspannt sind. Das geläufigste Beispiel für diesen Alpha-Wellen Bereich ist lesen. 

Dieser Alpha-Bereich ist ein optimaler Startpunkt, um sich auf einen bewussten Tag einzustimmen. Hier produziert unser Verstand nämlich weitaus weniger Gedanken als in unseren Alltagsaktivitäten, wo unser Gehirn in einen höheren Schwingungsbereich wechselt (Beta oder sogar Gamma). 

Nutzen wir die Frequenz unseres Gehirns am Morgen für uns, können wir es als Werkzeug zur  Bewusstseinsstärkung und damit für mehr Achtsamkeit im Alltag ansehen.  

Bewusstheit zeichnet sich durch einen niedrigen Schwingungsbereich des Gehirns aus. In tiefer  Meditation sind Gehirnwellenlängen im Theta- oder sogar Delta-Bereich möglich, jenes  Schwingungsniveau, was im traumlosen Tiefschlaf greift. In diesem Bereich sind Gedanken unmöglich, hier herrscht absolute Präsenz.  

Natürlich wollen wir nach dem Aufstehen nicht gleich wieder schlafen gehen. Bewusstheit ohne Wachheit wäre für das alltägliche Leben unnütz. Für Bewusstheit gilt im Wachzustand sogar das Gegenteil: Je bewusster du bist, desto wacher und aufmerksamer bist du.  

Wie schaffst du es also, den Schwingungsbereich des Morgens für dich zu nutzen?

Nimm dir Zeit. Zeit zu Sein. 

Hierfür eignet sich ein Morgenritual, wie eine heiße Tasse Kaffee oder Tee am Morgen, die du voller Aufmerksamkeit und Bewusstheit genießt: 

Wie fühlt sich die warme Tasse in deinen Händen an? 

Wie fühlt sich dein Körper nach einer erholsamen Nacht an? 

Gib dich dem Geschmack oder Duft deines Kaffees/Tees hin. 

Nimm die Stille der frühen Morgenstunden bewusst wahr.  

Um stille wahrzunehmen, musst du selbst im Inneren still sein. 

Bewusster leben durch Hingabe

Hingabe beschreibt den widerstandslosen Prozess, voll anzunehmen, was der jetzige Moment gerade beinhaltet. Wichtig hierbei ist zu verstehen, dass es sich um einen inneren Prozess handelt. Du musst an der äußeren Gegebenheit nichts verändern, um dich ihr hinzugeben.  

Hingabe findet im Inneren statt.

Ein Beispiel: 

Dein Auto hat mitten in der Nacht irgendwo auf der Landstraße einen Platten und du musst den Reifen wechseln. Eine Situation, in die keiner gerne gerät. Jetzt hast du aber zwei Möglichkeiten: 

Du gibst dich der Situation hin und akzeptierst, wie sie ist. 

Du ärgerst dich und beklagst dich, wie so etwas mal wieder nur dir passieren konnte.  Was ist der fundamentale Unterschied zwischen den beiden Möglichkeiten? Dein Fokus. 

Bei Hingabe verschwendest du keinerlei Energie daran, dich über etwas zu beklagen. Du nimmst  die Situation in dich auf und bist sofort dazu in der Lage eine Lösung zu finden. Deine Energie steht dir nun frei zur Verfügung, weil sie nicht im Beklagen und im Widerstand festhängt.  

Hingabe ist der Schlüssel zu einem bewussten Leben, da, nur wenn du das annimmst, was  der jetzige Moment gerade bereithält, sich die Dimension eröffnet, die es den Inhalten des  jetzigen Momentes überhaupt erst ermöglicht da zu sein: Bewusstsein.

Bewusster leben im Jetzt

Überprüfe Folgendes für dich selbst: 

  • Hast du je etwas anderes, als diesen Moment erlebt? 
  • Hast du je etwas in der Vergangenheit erlebt? 
  • Hast du je etwas in der Zukunft erlebt? 
  • War es jemals, nicht jetzt? 
  • Wann starb Napoleon? Jetzt. 
  • Wann wurdest du geboren? Jetzt. 

Ich möchte dich auf eine simple Tatsache aufmerksam machen: Das Leben findet immer im gegenwärtigen Moment statt. Selbst Dinge in der Vergangenheit fanden damals Jetzt statt. Auch Dinge in der Zukunft werden sich als der jetzige Moment entfalten. 

Obwohl wir intuitiv alle von dieser simplen Tatsache wissen, leben wir unser Leben so, als wenn es  ständig noch etwas zu erreichen und zu schaffen gäbe. Wir stehen morgens auf und sind mit unserer Aufmerksamkeit direkt bei den Projekten, die wir umsetzen möchten und den Aufgaben,  die uns an diesem Tag noch erwarten. Was gerät dabei in Vergessenheit? 

Das Leben selbst.

Die zwanghafte Beschäftigung mit der Zukunft gründet auf der unbewussten Annahme, dass in der Zukunft die Erlösung und Erfüllung auf uns wartet. Das Gefühl endlich im Leben angekommen zu sein. Dabei muss ich dich enttäuschen: 

In der Zukunft wartet gar nichts auf dich, denn sie existiert nicht.  

Wenn das Leben also nur im jetzigen Moment stattfindet, warum ignorieren wir die Gegenwart  häufig so sehr? 

Weil wir noch identifiziert sind mit einem falschen Bild von uns selbst (Ego). Ein Bild, was uns von klein auf anerzogen wird und dem wir gerecht werden wollen. Deshalb haben wir unbewusst ständig das Gefühl noch nicht gut genug zu sein. Die Folge? 

Wir sind ständig dabei etwas zu erreichen. Erst dann, wenn endlich der Abschluss in der Tasche ist, können wir zufrieden und glücklich sein. Erst dann, wenn endlich die Millionen auf dem Konto liegen, dürfen wir uns entspannen bzw. gelassener werden.  

Ein simpler, jedoch effektiver Tipp um bewusster zu Leben lautet also: 

Schenke der Gegenwart, bei allem, was du tust, deine volle Aufmerksamkeit. 

Wie sieht dein Partner heute aus? Wie riecht er heute? Kannst du seine pure Präsenz als ein  anderes Bewusstsein wahrnehmen statt nur die Person, die du kennst? 

Iss die nächste Mahlzeit mit allen deinen Sinnen. Spüre die Konsistenz, schmecke jeden Aspekt der Nahrung vor dir. Nimm wahr, was diese Lebens-mittel mit deinem Körper machen. Sieh die Farben, die Formen.  

Gib dich deinen Emotionen für einen Augenblick hin. Fühle jeden Aspekt von Trauer, Wut, Langeweile, Groll, was auch immer da ist. Erkenne den flüchtigen Charakter jeder Emotion und tauche ein in die Kraft  deiner eigenen Gegenwärtigkeit als beobachtende Präsenz, die du bist.

Bewusster leben durch erwachte Beziehungen

Es liegt in der Natur des Lebens selbst, dass wir uns mit anderen Menschen verbinden. Beziehungen sind auch eine Ausdrucksform des Bewusstseins, und es sind die verschiedenen Arten von Beziehungen, durch die wir in unserer menschlichen Erfahrung wachsen. 

Insbesondere Liebesbeziehungen können leichter als andere Beziehungen versteckte Motive und verborgene Tendenzen aufdecken. Diese Art von Nähe geht den Dingen unmittelbar auf den Grund, sodass wir sehen können, wo unsere größten Unsicherheiten und Verhaftungen liegen. 

Selbst wenn das Ego in allen anderen Beziehungsformen tatsächlich transzendiert ist und du nun in der Lage bist, sie vom Ort des Gewahrseins aus zu genießen, kann die Ego-Persönlichkeit in intimen Beziehungen noch immer fortleben.  

Beziehungen haben aus spiritueller Sicht also vor allem eine Funktion:  

Sie zeigen uns, wo wir noch anhaften und das Ego in uns die Zügel in der Hand hat und welche Schattenanteile wir noch integrieren dürfen.  

Um ein bewusstes Leben führen zu können, müssen wir mit unserem Ego arbeiten. Ego bedeutet nämlich vor allem eines: Unbewusstheit.  

Eine Person, die noch vollständig vom Ego beherrscht wird, ist keine schlechtere Person, aber eine unbewusste. Unbewusst in dem Sinne, dass das Bewusstsein in dieser Person noch keinen Raum einnehmen konnte.  

Nutzen wir Beziehungen also dazu, das Ego in uns zu transzendieren, sind sie neben der Meditation die kraftvollste spirituelle Übung überhaupt.  

Um aus deinen Beziehungen eine Übung zu machen ist Folgendes wichtig:

Während du ihm/ihr bspw. zuhörst, stelle dir vor du bist ein stiller Bergsee, der offen für diesen Moment ist. Denke nicht schon darüber nach, was du gleich sagen wirst. 

Sobald dein Gegenüber einen wunden Punkt bei dir trifft, merke dir: Es ist dein Trigger. Mach also nicht den anderen dafür verantwortlich, dich getriggert zu haben, sondern löse den Trigger langfristig in dir auf, indem du ihm Raum gibst. 

Vielleicht der wichtigste Tipp für eine gelingende Beziehung. Wenn Schattenanteile oder andere Muster in dir hochkommen und verschiedene Emotionen in dir auftauchen, sei präsent mit ihnen. Wenn du das nicht bist, wirst du diese Emotionen, die eigentlich in dir und für dich auftauchen, auf dein Gegenüber projizieren, wodurch du andere in deine eigenen Dramen mit hineinziehst und dich noch weiter von dir selber entfernst.  

Wenn du in der Präsenz wurzelst, die du bist, ist Liebe eine natürliche Qualität, die du ausstrahlst.

Ein bewusstes Leben durch die Fähigkeit des wertfreien Beobachtens

Der menschliche Verstand zeichnet sich vor allem durch unsere Fähigkeit zu analysieren und zu bewerten aus. Keine Frage: Ohne diese Fähigkeiten wären wir technologisch und wirtschaftlich als Menschheit nicht an dem Punkt wie heute.  

Auf der Schattenseite sind es jedoch eben diese Fähigkeiten unseres eigenen Verstandes, die so viel Leid in der Menschheit verursachen und an der psychischen Gesundheit nagen. Denn was ist es am Ende des Tages, was uns unglücklich macht? 

Das ständige, oft unbewusste Analysieren und Bewerten dessen, was der jetzige Moment bereithält. 

Es ist also nie die Situation selbst, die uns unglücklich macht. Es ist unsere Interpretation der Situation.

Ein Mensch mit einem durchschnittlichen Intellekt denkt rund 60 – 80.000 Gedanken am Tag. Viel wichtiger aber: Nur ca. 3 % davon sind positiv

Nun fragen wir uns als Menschheit, wo unsere kindliche Lebensfreude, Liebe und unser Enthusiasmus hin ist.  

Unseren Verstand kann man mit einem Messer vergleichen. Je schärfer, desto nützlicher. Jedoch  steigt damit auch der potenzielle Risikofaktor sich selbst und andere Menschen zu verletzen. Werfen wir deshalb das schärfere Messer weg? Nein. Wir lernen, damit auf effiziente Weise umzugehen und machen es zu unserem Werkzeug, nicht umgekehrt. 

Derzeit jedoch sieht es bei den meisten Menschen umgekehrt aus: Der Verstand benutzt uns als Werkzeug, nicht wir ihn.  

Wie also schaffen wir es endlich Herr über unseren eigenen Intellekt zu werden und dieses kostbare Geschenk der Evolution endlich für uns zu entdecken? Wie können wir unsere eigene Intelligenz für uns arbeiten lassen, anstatt gegen uns?

Erlerne die Fähigkeit des wertfreien Beobachtens  

Wir können unseren Verstand nur auf eine Weise „beherrschen“: Indem wir ihm erlauben, da zu sein. Beherrschen sollte man ersetzen durch befreien. Was für Gedanken du denkst, wirst du nämlich nie in der Hand haben. Entscheidend ist sich von ihnen zu dis-identifizieren. Damit hast du deinen Verstand nicht kontrolliert, sondern befreit. Dann wird er keine Form von Leid mehr auslösen und von selber zur Ruhe kommen.  

Sobald du Gedanken oder Gefühle jedoch unterdrückst, ob bewusst oder unbewusst, wird die Herrschaft des Verstandes größer. 

Erkenne deinen Verstand als Verbündeten an, nicht als Feind. Zu einem Verbündeten wird er aber erst, wenn du erkennst, dass nicht du der Verstand bist, sondern etwas, das du betrachten kannst wie einen  vorbeifahrenden Zug.  

Das ist es, was Achtsamkeit bzw. Meditation bedeutet: das wertfreie Beobachten dessen, was der jetzige Moment bereithält. Innen wie außen. Und sich dabei dem Betrachtendem, sich selbst, gewahr zu sein.

Fange also in deinem Alltag damit an, dich immer wieder zu fragen: 

Was geht gerade in mir vor? Was für Gedanken sind gerade da? 

Welche Gefühle möchten gerade angeschaut werden? 

Wo versuche ich gerade noch wegzuschauen, was möchte ich nicht fühlen?

Das allerwichtigste hierbei: Werte nicht, was du beobachten kannst.  

Wenn du deine Intelligenz also für dich arbeiten lassen möchtest, solltest du anfangen deinen Verstand zu beobachten. Zum Verstand gehören auch deine Emotionen, denn sie sind wissenschaftlich bestätigt nur die energetisch/chemische Spiegelung deines Verstandes, die sich im Körper manifestiert.

Ein wertvoller Merksatz, der dich dabei unterstützen könnte, ist folgender:  

Du als wahrnehmendes Bewusstsein bist der Himmel. 

Gedanken und Gefühle sind nur die Wolken, die für einen kurzen Moment da sind, dann jedoch  weiterziehen.  

Der Himmel bleibt von all dem unberührt.  

Das bist du. 

Erlaube dir zu sein

Neben all den Tipps ein abschließender Ratschlag, der dich in kurzer Zeit tief transformieren kann: Erlaube dir zu sein.  

Unsere gegenwärtige Gesellschaft im Jahr 2021 ist effizient, schnelllebig, extrem zielorientiert, auf der äußeren Ebene eventuell sogar erfolgreich, verliert dabei aber das aus den Augen, wofür wir hier sind:  

Das Leben selbst.  

Indem du dir also bewusst erlaubst zu SEIN, statt ständig nur zu tun, befreist du dich von den Konditionierungen dieser Gesellschaft (z.B. ständig beschäftigt sein zu müssen) und all dem Leid, was es unbewusst verursacht.  

Dann suchst du irgendwann nicht mehr in der Zukunft das Glück und den Frieden. Wenn du dir erlaubst zu sein, dann sucht das Glück dich.  

Es wird sich zu dir an den Tisch setzen und dich immer tiefer mit in die Gegenwart hineinziehen,  bis schließlich alle illusionären Grenzen verschwinden.  

Dann bist du das Leben und das Leben bist du.

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