Die 5 Säulen der Identität: Die Reflexion der eigenen Identität

Die 5 Säulen der Identität: Die Reflexion der eigenen Identität

Wer bin ich? Jeder Mensch hat sich diese Frage mindestens einmal im Laufe seines Lebens gestellt. Auf der Suche nach der eigenen Identität können sich gewisse Unsicherheiten ergeben, da die Ergründung dieser Frage alles andere als einfach ist. Als Hilfestellung kann hier das Modell der 5 Säulen der Identität nach dem deutschen Philosophen Hilarion Petzold gelten.

Die 5 Säulen der Identität ist eine transparenzschaffende Methode, die durch die subjektive Einschätzung und Selbstwahrnehmung geschieht, um die eigene Identität zu entdecken. Die eigene Identität und das persönliche Wohlbefinden wird bei diesem Modell auf fünf große Säulen aufgeteilt, um sich Stück für Stück der eigenen Persönlichkeit bewusster zu werden. So wird die Identitätsfrage in deutlich greifbarere Abschnitte unterteilt.

Die 5 Säulen der Identität kann jeder bei sich selbst anwenden, um die eigene Identität zu reflektieren. Gleichermaßen ist es ein geeignetes Coaching Tool oder eine therapeutische Maßnahme, um sein Gegenüber besser kennenzulernen.

Alles, was es für diese Methode benötigt, sind die untenstehenden Fragen, deine Zeit und deine ehrliche Beantwortung der Fragen. Du kannst diese Übung alleine durchführen, aber auch gerne gemeinsam mit einem Freund, deinem Partner oder einer anderen dir nahestehenden Person.

Was ist die Identität?

Bevor man sich den fünf Säulen der Identität widmen kann, müssen wir vorweg die Begrifflichkeit „Identität“ genauer erklären, um ein klares Bild und Ziel des Modells zu schaffen.

Identität stammt aus dem Lateinischen (lat. identitas für Wesenseinheit). Die Identität ist die einzigartige Persönlichkeitsstruktur eines Menschen. Es ist reinste Form der Authentizität,  die jeden Menschen von allen anderen sieben Milliarden auf dem Planeten unterscheidet. Dabei ist Identität zudem die Voraussetzung für Individualität (lat. individuum für Einzelwesen).

Die Identität steht unter ständigen Einfluss zweier Faktoren:

  • Die Selbstwahrnehmung: Aus dem Leib-Selbst also aus sich selbst heraus („Wie sehe ich mich selbst?“)
  • Die Fremdwahrnehmung: Aus der äußeren Welt („Wie werde ich von anderen Menschen wahrgenommen?“)

Die Entwicklung der eigenen Identität ist ein andauernder lebenslanger Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und durchläuft dabei stetig unterschiedliche Stationen von Identitätsentwicklungen und -krisen.

Sie befindet sich somit ein Leben lang in Entwicklung und Veränderung. Identität ist einfach gesagt die erleuchtende Erkenntnis auf die Frage „Wer bin ich?“.

Die 5 Säulen der Identität: Das Lebenshaus – der Ursprung der Identität

Stell dir vor, du siehst ein Haus – wie eine Akropolis aufgebaut. Dieses Haus – auch Lebenshaus genannt – besitzt fünf Säulen, auf welchen ein Dach ruht.

Das Dach steht für die eigene Identität, Zufriedenheit und das eigene Wohlbefinden. Die fünf tragenden Säulen stellen unterschiedliche Bereiche eines Leben dar:

  • Arbeit & Leistung: Anerkennung, Erfolgserlebnisse und „Tätig-sein“
  • Materielle Sicherheit: Lebensstandard, Konsumverhalten und finanzielle Absicherung
  • Gesellschaft & Soziales: Familie, Partnerschaften, Freunde und alle weiteren sozialen Kontakte
  • Körper & Gesundheit: mentale und körperliche Gesundheit
  • Werte & Sinn: Spiritualität und persönliche Lebensphilosophien
Die 5 Säulen der Identität als Schaubild mit ihren fünf Faktoren
Das Lebenshaus und die fünf Säulen der Identität

Jede dieser Säulen schenkt dem Leben eines Menschen einen Teil an Identität und Erfüllung. Dabei können sich die persönlichen Prioritäten für jeden einzelnen Menschen unterscheiden, sodass sich die Struktur eines Lebenshauses von Mensch zu Mensch individuell unterscheidet. 

Als Beispiel setzen manche die Säule der Arbeit und Leistung vorrangig in den Fokus und vernachlässigen hingegen mehr ihre sozialen Kontakte – vielleicht weil sie bestimmter  Persönlichkeitstyp sind, die sich hauptsächlich über ihre Arbeit definieren oder sich selber in ihrer Blütezeit ihrer Karriere sehen.

Die Wertigkeit jeder Säule bestimmt jeder Mensch individuell und kann auch von äußeren Lebensumständen und -situationen abhängig sein. Das Erscheinungsbild deines persönlichen Lebenshauses kann daher unterschiedlich ausfallen und sich sogar im Laufe deines Lebens ändern. Nichtsdestotrotz besitzt jede der fünf Säulen ihren Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden.

Das Gewicht des Daches wird von allen fünf Säulen gleichermaßen mitgetragen. Wenn jede dieser Säulen sehr stabil ist, sauber gearbeitet ist und mit viel Hingabe gepflegt wird, kann dieses Haus der eigenen Identität gar ewig stehen.

Ein gut gebautes Lebenshaus kann so der Ursprung von innerer Stärke und einer gefestigten Persönlichkeit sein – egal welche Herausforderungen im Leben auf einen warten. Sie schenken persönliche Sicherheit, sodass auch selbst in persönlichen Krisen auf diese Grundpfeiler zu vertrauen ist.

Doch nicht bei jedem Menschen hat dieses Lebenshaus den gleichen Aufbau. Die fünf Säulen der Identität können daher in ihrer Stabilität und Struktur variieren. Entsprechend kann sich das Gewicht des Daches unterschiedlich auf dem Unterbau verteilen. Manch eine Säule ist besonders stabil und bietet so her mehr Stabilität als andere. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein:

Die Auswirkungen von Dysbalancen im Lebenshaus

Bestimmte Säulen können womöglich etwas poröser oder weniger stabil wirken als andere. Auf den gesunden und stabilen Säulen wirkt so mehr Last, was jedoch keinen sofortigen Einsturz des Lebenshauses bedeuten muss. Bis zu einem gewissen Maß ist diese ungleichmäßige Verteilung des Gewichtes im Lebenshaus von anderen gesunden Säulen mit tragbar. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass das Lebenshaus aufgrund der Dysbalance an Stabilität verliert. 

Als mögliche Folgen können persönliche Unsicherheiten und Identitätszweifel resultieren, die die innere Stärke auf die Probe stellen und gar das eigene Selbstwertgefühl darunter leiden lassen. Eine Person, die solch eine Dysbalance in ihrem Lebenshaus erfährt, kann somit allgemein krisenanfälliger sein, da dem Unterbau die nötige Stabilität fehlt.

Das schlimmste Szenario im Modell der fünf Säulen der Identität ist eine Identitätskrise. Dies kann eintreten, wenn im Lebenshaus eine oder mehrere Säulen komplett wegbrechen oder sich plötzlich stark verändern und die anderen Säulen in dieser Situation das Lebenshaus nicht ausreichend stabilisieren können.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass auf lange Sicht jede Säule eine ähnliche Wertschätzung und Stabilität erhält, um so ein starkes Fundament für eine gefestigte Persönlichkeit und Identität zu schaffen. 

Die 5 Säulen der Identität: Eine Methode zur Reflexion der eigenen Person

Wir möchten uns nun die fünf Säulen der Identität genauer anschauen, uns jeder einzeln widmen, sie dir vorstellen und dir ihren Aufbau erklären.

Zu jeder Säule findest du wichtige und grundlegende Fragen, wodurch du die Stabilität jeder einzelnen prüfen kannst. So kannst du womöglich einen Lebensbereich mehr als Fundament betrachten. Andersherum erkennst du vielleicht gewisse Potenziale, die es für eine stärkere Identität noch benötigen.

Wenn du dich den Fragen der jeweiligen Säule widmest, versuche die persönlichen Stabilisatoren und Gefährdungen zu identifizieren, um später mit diesen besser arbeiten zu können. Die Fragen sollen dir als erste Hilfe gelten und dich dazu ermutigen eine tiefer greifender persönliche Analyse durchzuführen.

Wir bieten dir hier allgemeine Definitionen und Fragen an, die sich jeder stellen kann. Vielleicht fallen dir jedoch auch weitere – und ganz persönliche – Fragen ein, um deine fünf  Säulen der Identität zu analysieren.

1. Säule der Identität: Arbeit & Leistung

Abhängig davon in welchem Stadium deines Lebens du aktuell stehst, kann diese Säule für ganz unterschiedliche Dinge im beruflichen Kontext stehen: Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit, Selbstständigkeit – im Allgemeinen bezieht sie sich auf deine berufliche Karriere und dessen Vorbereitung.

Doch die erste Säule umfasst noch mehr: Nämlich jegliches Engagement und andere Arten von Tätigkeiten, die Leistungen erfordern und Anerkennung oder Erfüllung zurückgeben. Denn auch Erwerbslose, Rentner, Invalide oder Berufsunfähige habe sehr wohl die Chance, tätig zu sein oder wieder tätig zu werden. Hierzu gehören bspw. Ehrenämter, Hobbys und Tätigkeiten in Vereinen.

Die erste Säule der Identität beschreibt also die Lebensbereiche des „Tätig-Seins“ für die man Anerkennung und Erfolge erlangen kann. Hier sind nun die ersten Fragen, um deine erste Säule zu reflektieren.

  • Welcher Berufs- und Ausbildungsweg liegt hinter dir? Welche Ausbildung hast du genossen?
  • Was machst du zurzeit beruflich und erfüllt dich diese Tätigkeit auch persönlich?
  • Werden deine Stärken und Schwächen richtig eingesetzt?
  • Wie sehr wirst du für deine Tätigkeiten wertgeschätzt?
  • Bist du mit deinen Fortschritten und Erfolgen zufrieden?
  • Gehst du einem freizeitlichen Engagement nach, dass dich glücklich macht?
  • Wie lange machst du schon die gleichen Tätigkeiten? 
  • Wünschst du dir eine Veränderung in einer deiner Engagements?
  • Was ist Erfolg für dich?

2. Säule der Identität: Materielle Sicherheit

Die materielle Sicherheit umfasst unterschiedliche Aspekte deines Konsums und deiner Finanzen. Hier werden Aspekte eingeschlossen wie dein monatliches Einkommen, finanzielle Rücklagen, deine Wohnsituation, wie dein Konsumverhalten ausfällt und welche finanziellen Verpflichtungen du hast.

Die zweite Säule beschäftigt sich somit allumfassend mit deinen Ein- und Ausgaben und die damit verbundenen Sicherheiten und Verpflichtungen. Auch wenn sich diese Säule ausschließlich auf Materielles und Finanzielles bezieht, so formen auch diese Dinge unsere Identität und beeinflussen unser Wohlbefinden. 

Als einfaches Beispiel: Eine Person, die in starke finanzielle Nöte gerät, kann auch schnell in tiefe persönliche Abgründe und Zweifel abrutschen. Wenn die eigenen Bedürfnisse – wie einem Wohnort, Kleidung, Nahrung und anderem Lebensbedarf –  nicht mehr gesichert sind, eröffnet sich das Potenzial für persönliche Krisen o.Ä.

  • Wie ist derzeit deine finanzielle Situation?
  • Wie kommst du mit deinen monatlichen Ausgaben zurecht? 
  • Wie stehen deine Ein- und Ausgaben gegenüber?
  • Welche materiellen Wünsche möchtest du dir erfüllen und reicht das Geld aus, welches dir dafür zur Verfügung steht?
  • Welche materiellen Dinge benötigst du, um glücklich zu sein?
  • Wie schätzt du deine materielle und finanzielle Zukunft ein? Gibt sie dir Sicherheit/Unsicherheit?
  • Hast du gewisse Sparpläne für deine Zukunft?
  • Welche notwendigen Ausgaben kommen langfristig auf dich zu?

3. Säule der Identität: Gesellschaft & Soziales

Die dritte Säule der Identität umfasst jegliche soziale Verbindungen und Kontakte in deinem Leben: deine Partnerschaft, deine Familie, deine Kollegen, deine Freunde, womöglich auch schon deine Kinder – sämtliche Gruppen, zu denen du dich zugehörig fühlst. Auch diese Säule trägt zu deiner Identität bei und beeinflusst letztlich deine Zufriedenheit.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und benötigt sozialen Kontakt, um sich auszutauschen, Rückhalt zu erfahren und sich wohl zu fühlen. Jeder Mensch braucht Gesellschaft, um sich zugehörig und nicht alleine zu fühlen. Und so definiert sich auch ein Teil der eigenen Identität über die persönlichen Kontakte, die man pflegt.

  • Wie sehr erfüllen dich deine Freundschaften, dein Familienkreis und deine Beziehung?
  • Wie wohl fühlst du dich in der Gesellschaft der jeweiligen Personen?
  • Auf welche Personen kannst du dich immer verlassen und ggf. auch nicht?
  • Verbringst du die Zeit mit Menschen, die du wirklich schätzt?
  • Was für Arten von Freundschaften führst du? Sind es eher welche, die du darüber definierst, dass ihr gemeinsam was unternehmen könnt oder nutzt du Freundschaft für vertrauensvolle Gespräche?
  • Decken die Freundschaften deine Interessen ab?
  • Welche sozialen Kontakte sind für dich am wichtigsten?
  • Welchen Stellenwert hat Familie für dich?
  • Wie ist und war die Dynamik in deiner Familie? Fühlst du dich in deiner Familie wohl? 
  • Hast du einen Partner/eine Partnerin und wie steht es um diese Beziehung aus?
  • Macht dich deine Beziehung glücklich und erfüllt sie dich? 
  • Siehst du noch ungenutzte Potenziale in den Beziehungen zu deinen sozialen Kontakten?

Was dir für die dritte Säule der Identität helfen kann, ist, wenn du dir ein Blatt Papier nimmst und dich in das Zentrum dieses Blattes setzt. Schreibe nun all die Namen deiner Kontakte um dich herum. Je näher sie zu dir stehen, desto näher ist auch die Verbindung zu diesem Menschen.

Dies kann dir helfen deinen engsten und vertrautesten Kreis zu identifizieren und welche Personen womöglich mehr in den peripheren Kreis deiner Bekanntschaften gehören. Je weiter die Person von deinem Kern entfernt ist, desto möglicher ist es, dass du zu diesen Menschen weniger Nähe verspürst. Hinterfrage dich hier vielleicht auch, ob du diese intensivieren möchtest oder gar verringern möchtest.

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4. Säule der Identität: Körper & Gesundheit

Die vierte Säule steht allgemein für dein körperliches und mentales Wohlbefinden. Hier zählen unterschiedlichste Faktoren hinzu, die für deine Gesundheit wichtig sind: Ernährung, Sexualität, körperliche Beschwerden, sowie psychische und physische Erkrankungen bzw. auch das eigene Wohlergehen.

Wie es schon eine alte lateinische Redewendung besagte: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.

Die physische und mentale Gesundheit stehen gewissermaßen in direkter Verbindungen. So ist es auch die eigene Gesundheit, die ihren Einfluss auf eine gesunde und starke Identität hat.

  • Wie gesund fühlst du dich aktuell?
  • Was unternimmst du für deine Gesundheit?
  • Ernährst du dich gesund? 
  • Bestätigst du dich sportlich? 
  • Unternimmst du ggf. sogar schon irgendwelche präventiven Maßnahmen?
  • Welche körperlichen Einschränkungen hast du vielleicht?
  • Trägst du gewisse Laster oder schlechte Gewohnheiten (bspw. eine Sucht) mit dir, die dich belasten? 
  • Aber natürlich auch positiv herum: Hast du gute Gewohnheiten, an denen du festhalten oder weiter arbeiten willst?
  • Wie ist dein Verhältnis zu deinem Körper? 
  • Magst du deinen Körper und lebst im Einklang mit ihm oder arbeitest du womöglich sogar gegen ihn?
  • Führst du ein erfüllendes Sexualleben?
  • Wie ist deine aktuelle mentale Verfassung? Wie fühlst du dich?
  • Trägst du in dir gewisse Erinnerungen, die dich belasten?
  • Wie geht es mit dir mit deinen Emotionen, Gedanken und Stimmungen?

5. Säule der Identität: Persönliche Werte & Sinn

Die fünfte Säule widmet sich deiner gesamten Spiritualität und Selbstverwirklichung. Sie beschreibt deine persönlichen Werte und Glaubenssätze, die dich antreiben und so handeln lassen, wie du es tust. Hierzu gehört bspw. dein religiöser Glaube, deine Achtsamkeit, Moral, Ethik o.Ä.

Es sind wichtige persönliche Lebensphilosophien, die man im Verlauf seines Lebens erfährt oder selber entwickelt. Sie bilden zentrale Grundprinzipien in jedermanns Alltag und sind ein wichtiger Antreiber der eigenen Identität. Sie bestimmen wahrhaftig, wie wir das Leben sehen – und es führen wollen.

Die fünfte Säule der Identität ist eine ganze wichtige Säule und wird sich in der Regel von vielen Menschen erst später im Leben gewidmet bzw. erst dann, wenn die anderen Säulen grundlegende Stabilität erreicht haben. Die vier anderen Säulen umfassen deutlich zentralere und lebensnotwendigere Dinge, die erfüllt sein müssen, ehe sich ein Individuum der persönlichen Weiterbildung und Spiritualität widmen kann – ein Prinzip, das auch die Maslowsche Bedürfnispyramide wiedergibt.

Diese Säule vermittelt das Zentrum der Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung. Sie definiert die persönlichen Werte, nach denen man sein Leben ausrichtet und führt. In dieser Säule geschieht eine fundamentale Selbstreflexion der eigenen Personen. Es wird geprüft, ob das persönliche Weltbild mit dem eigenen Leben und den daraus resultierenden (Lebens-)Zielen im Einklang ist.

  • Wie beschreibst du für dich Glück, Erfolg, aber auch Unzufriedenheit und Misserfolg?
  • Wenn du ganz alleine mit dir bist, womit beschäftigst du dich?
  • Was sind deine Herzensthemen und was ist dir im Leben besonders wichtig?
  • Wann geht es dir besonders gut und was löst dieses Gefühl in dir aus?
  • In welchen Momenten fühlst du dich mit dir ganz nah verbunden?
  • Nach welchen Prinzipien und Idealen lebst du?
  • Wenn du nur noch eine begrenzte Zeit auf der Welt hast, wie würdest du diese Zeit für dich nutzen wollen?
  • Welche persönlichen Eigenschaften schätzt du besonders an dir? 
  • Wo siehst du jedoch auch noch Makel, an denen du arbeiten möchtest?
  • Gibt es für dich so etwas wie einen Sinn des Lebens? Falls ja, wie definierst du ihn für dich?
  • Was schenkt dir im Leben Hoffnung?
  • Welcher Mensch möchtest du persönlich sein oder werden?
  • Was sind deine Lebensziele und Wünsche? Wer hilft dir dabei? Wer und was inspiriert dich? 
  • Was möchtest du unbedingt noch erlernen, erleben und gesehen haben?

Auswertung der 5 Säulen der Identität

Wenn du dich nun jeder einzelnen Säule der Identität gewidmet hast und deine dazugehörigen Gedanken zusammengetragen hast, besitzt du ein komplettes Bild deines Lebenshauses und deiner Identität.

Du siehst welche Säulen stark und stabil sind und das Dach deiner Identität und deines Wohlbefindens tragen. Du siehst aber womöglich auch, welche Säulen rissig sind, weniger Last als andere tragen und dein Lebenshaus potenziell ins Wanken bringen können.

Doch was nun zum Abschluss ganz wichtig ist, ist eine Gesamtwertung und -betrachtung deines Lebenshauses zu ziehen. Hierfür kann es hilfreich sein, wenn du dir ein Lebenshaus auf ein weißes Blatt Papier skizzierst oder unsere Vorlage ausdruckst und jede Säule so weit ausfüllst, wie sehr du sie als erfüllt anerkennst.

Die 5 Säulen der Identität als Vorlage zum Herunterladen
Die Vorlage deines Lebenshauses zum Herunterladen.

Schau dir nun jede Säule einzeln an und hinterfrage dich, weshalb du jede einzelne Säule so weit ausgefüllt, wie du es getan hast.

Die 5 Säulen der Identität ein Beispiel einer ausgefüllten Vorlage
Wie ein ausgefülltes Lebenshaus beispielhaft aussehen könnte.

Die Ursachen zeichnen sich selten nur in der Gegenwart ab. Jede Säule kann nämlich unter dem Einfluss der Vergangenheit – und die damit verbundenen Erfahrungen stehen. Aber auch die Zukunft kann bereits im Jetzt auf dein Lebenshaus wirken. Zukunftsängste, aber auch Dinge, auf die man sich in der Zukunft freut, beeinflussen die Gegenwart und somit auch jede einzelne Säule der Identität.

Folgende Fragen helfen dir als erster Anhaltspunkt, um dein Ergebnis in einen Kontext zu setzen und genauere Ursachen zu erforschen:

  • Weshalb ist eine Säule besonders ausgeprägt bzw. schwach?
  • Gab es besondere Ereignisse, die eine Säule begünstigt oder erschüttert hat?
  • Hast du einer Säule in der Vergangenheit besonders viel bzw. zu wenig Beachtung geschenkt?
  • Welche Säulen waren vielleicht mal gefestigter und sind nun angeschlagen – oder andersrum?
  • Wie sehr beeinflusst die Zukunft eine Säule in der Gegenwart?
  • Wie resistent und standfest siehst du deine Säulen? Können sie größere Krisen überstehen und dir sogar Sicherheit gebe? Oder sind wohl eher fragil, sodass kleine Erschütterung dein Lebenshaus ins Wanken bringen können?
  • Allumfassend: Wieso sieht jede einzelne Säule der Identität so aus, wie sie aussieht?

Dank einer abschließenden Gesamtauswertung und -betrachtung deines Lebenshauses kannst du erkennen, auf welche Säulen du besonders vertrauen kannst – selbst in schwierigen Zeit. Im Umkehrschluss siehst du jedoch auch, auf welche Säulen du besonders achten musst und noch weitere Fürsorge von dir benötigen.

Werde dir dieser Dinge bewusst und mach dir klar, dass du langfristig all deinen Säulen Beachtung und Wertschätzung schenken musst, um sie in deinem Leben zu stabilisieren.

Die fünf Säulen der Identität bieten dir die Möglichkeit einen gewissen Aktionsplan für deine persönliche Weiterentwicklung und innere Stärke mit an die Hand zu geben – und am besten schaust du dir dabei Säule für Säule einzeln und gründlich an. Schenke diesem Prozess all die Zeit, die er benötigt, um dir deiner Identität bewusst zu werden.

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